Jan-Uwe Rogge Der große Erziehungs-Check

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Inhaltsangabe zu „Der große Erziehungs-Check“ von Jan-Uwe Rogge

Das Buch vergleicht die verbreitetsten Erziehungsprogramme, zum Beispiel »STEP«, »Starke Eltern - Starke Kinder«, »Triple P«. Es erklärt, worin ihre jeweiligen Möglichkeiten liegen und wie sie in der Elternbildung Verwendung finden können. Schließlich legt Rogge seinen eigenen ressourcenorientierten Ansatz dar, in dem er sich gegen schematische Erziehungsanleitungen wendet und zeigt, wie es Eltern gelingen kann, eine für ihr Kind angemessene Erziehung zu »leben«. Sein Mott lautet: Jedes Kind ist anders.

Jan-Uwe Rogge, Deutschland bekanntester Erziehungsexperte, stellt die wichtigsten Konzepte und Programme zur Eltern- und Familienbildung vor und erläutert, was sie leisten und wo ihre Grenzen sind – angefangen von der partnerschaftlichen Erziehung von Rudolf Dreikurs, dem »Familienrat«, dem Gordon-Familientraining über das »Triple P«, Jesper Juuls »FamilyLab« bis hin zum Konzept »Starke Eltern - starke Kinder«. Rogge geht der Frage nach, was Eltern heute brauchen, und formuliert drei zentrale Haltungen für die Elternbildung: Begleitung, Bestärkung und Beratung. Diese sind unverzichtbar und werden anhand von alltäglichen Erziehungssituationen beschrieben.

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  • Plädoyer für einen ressourcenorientierten Ansatz in der Elternbildung

    Der große Erziehungs-Check

    michael_lehmann-pape

    17. February 2014 um 16:06

    Plädoyer für einen ressourcenorientierten Ansatz in der Elternbildung Im Großen und Ganzen ist mit den Klappentexten (fast) alles vorweg Wesentliche zu diesem Buch gesagt. Wenn da nicht der doch der ein stückweit irreführende Titel wäre. Wie auf der Rückseite des Buches vermerkt, Rogge stellt zwar zunächst gängige Elternbildungskonzepte und „Elterntrainings“ vor. Von älteren (aber bewährten) Trainings wie „Gordon Familienkonferenz“ über in den letzten Jahren sehr verbreitete Ansätze wie „Starke Eltern – Starke Kinder“ bis hin „Marte Meo“ oder aktuellen Beratungsansätzen. Sehr sachgerecht und kundig legt Rogge in diesem Teil die Kerngedanken, die Arbeitsweise, Ziele und Methoden der einzelnen Ansätze dar, wenn dies auch sehr komprimiert geschieht. Das dies aber, wie der Titel suggeriert, nur als „Check“ zu verstehen ist, den geneigte Eltern vergleichend lesen und sich dann für eines der vorgestellten Konzepte entscheiden, stellt sich im Buch dann doch grundlegend anders dar. Außer man versteht die breiten Ausführungen Rogges zu seinen eigenen Vorstellungen und Ansätzen als gleichwertiges Angebot zu allen anderen Konzepten im Buch. Im Hauptteil des Buches entfaltet Rogge nämlich in der Hauptsache eine Quintessenz für die aktuelle Elternbildung, die er auf den drei Säulen „Begleitung, Bestärkung und Beratung“ als „das, was Eltern heute brauchen“ fußen lässt. All dies basiert erkennbar auf Elementen der Entwicklungspsychologie und der „Lösungsorientierten Beratung und Therapie“, die sich vorhandenen Ressourcen zuwendet und mittels derer etwaige Probleme oder Reibungen einer Lösung zuführt. All das ist sehr verständlich erläutert, logisch aufeinander aufgebaut und fundiert argumentiert, bietet durchaus einen überschaubaren Blick auf gängige Elternbildungskonzepte und überzeugt auch in Rogges eigner, ressourcenorientierter Haltung. Es ist für die Lektüre des Buches nur vorweg gut zu wissen, dass Rogge im Kern seine eigene Haltung und konzeptuelle Ausrichtung im Buch begründet vorlegt. Was allein daran erkennbar ist, dass gut 55 Seiten der Darstellung „anderer“ Ansätze gelten, demgegenüber aber der Rest des Buches (fast 200 Seiten) das eigene Konzept entfaltet. Dies gelingt Rogge, wie im gesamten Buch, sehr griffig und „aus dem Leben gegriffen“, so dass die Lektüre insgesamt durchaus eine große Bereicherung für Eltern (und Berater) darstellt, sowohl im komprimierten Überblick über das, „was auf dem Markt“ ist, als auch in dem, wie Rogge seine Schwerpunkte setzt, herleitet und begründet.

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