Jan Büchsenschuß Oleander

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Inhaltsangabe zu „Oleander“ von Jan Büchsenschuß

Die Wanduhr schlägt drei. Ein loderndes Feuer knackt im Kamin. Im Speisesaal der Villa Oleander haben sich die Hinterbliebenen an der großen Eichenholztafel versammelt. Nach der feuchten Kühle auf dem Friedhof genießen alle die Wärme des Feuers. Die Gesellschaft schweigt behaglich und lauscht den Worten des Notars.
Als das Testament jedoch verlesen ist, herrscht helle Aufregung, denn der Verstorbene Simon Oleander hat bestimmt, dass sich der Rest der Familie sein Erbe redlich verdienen muss – mit Hilfe einer abenteuerlichen Schnitzeljagd durch die geheimnisvollen Hausbibliotheken. Was als phantasievolles Spiel mit den Büchern von Jules Verne und H. G. Wells beginnt, endet in einem blutigen Todesreigen.

Intelligent konstruierte literarische Schnitzeljagd einer Familie mit eigenwilligem Kodex.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Toller Krimi für Zwischendurch, der mich trotz kleinerer Schwächen überzeugen konnte!

— Cieena

Ein tolles Buch, das einem spannende Einblicke in die große Literatur bietet.

— miissbuch

Mein erster Krimi und dann auch noch so spannend und über Bücher

— booksaremybestfriends

Ein anspruchsvoller Krimi voller Überraschungen

— Chaosfroeschlein

Ein Krimi. Eine Hommage an das Bücherlesen. Ein kurzweiliges und sehr gelungenes Lesevergnügen!

— Alue

Ein besonderes Buch das an alte Meister erinnert

— Selest

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— Dominique1502

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  • Literarische Spurensuche mit Spannung

    Oleander

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. August 2016 um 09:49

    Ich liebe Bücher, die mich auch mal weiter- und tieferdenken lassen, und das trifft auf "Oleander" definitiv zu, und zwar ohne, dass der Autor sich in intellektuellen Diskursen verliert und die Handlung zum Stillstand bringt. Diese Klippe umschifft Jan Büchsenschuß elegant und bettet seine Hommage an die Liebe zu Büchern und interessante Aspekte der Auseinandersetzung mit ihnen gekonnt in eine spannende Handlung ein. Diese dreht sich um die Hinterbliebenen des Simon Oleander, dessen Testament sie zu einer literarischen Schnitzeljagd auffordert, wenn sie ihr Erbe antreten wollen. Lösen sie sein Rätsel nicht bis zum Ende des Wochenendes, geht das gesamte Familienvermögen an die örtliche Bibliothek. Also begeben sich die Oleanders auf eine Spurensuche in den Bibliotheken des Verstorbenen und entdecken nicht nur neue Verbindungen zwischen Büchern, sondern bald auch eine Leiche ...Das Buch ist intelligent konstruiert und gut gemacht. Dass es keine vollen fünf Sterne sind, sondern nur vier, liegt daran, dass es mir am Ende etwas zu sehr Knall auf Fall geht, das Tempo des restlichen Buches liegt mir mehr. Zur restlosen Begeisterungen fehlt aber nur ein winziges Stück, ich kann das Buch also wärmstens empfehlen.

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  • Toller Krimi für Zwischendurch!

    Oleander

    Cieena

    27. June 2016 um 19:14

    Handlung Bei der Testamentseröffnung des verstorbenen Familienpatriarchen Simon Oleander fallen die Hinterbliebenen aus allen Wolken; sie sollen sich mithilfe einer Schnitzeljagd ihr Erbe verdienen! Versagen sie, so geht das gesamte, mehrere Millionen umfassende Vermögen an eine kleine Dorfbibliothek. Schon bald finden sie die ersten Hinweise in der geheimnisvollen Hausbibliothek der alten Villa. Doch schon bald geschehen mysteriöse Dinge und die erste Person wird ermordet aufgefunden. Welches Familiengeheimnis verborgt sich hinter der nicht ganz unblutigen Vergangenheit der Familie Oleander und wer hat es auf sie abgesehen? Cover Das Cover gefällt mir persönlich ziemlich gut, eher dunkler gehalten erzeugt es eine mysteriöse Stimmung, die durch den Untertitel „Vom Lesen und Töten“ noch unterstrichen wird. Charaktere Die Figuren des Buches sind recht merkwürdig und wirkten auf mich gerade zu Beginn des Buches als übertrieben dargestellt. Gerade am Anfang konnte ich mich nicht wirklich für eine Figur begeistern, doch in Anbetracht der Story und der Stimmung des Buches, ist es wahrscheinlich auch nicht so gedacht. Auch wenn ich als Leser keine übermäßige Sympathie empfinden konnte, haben die Figuren und Charaktere mit ihren Ecken und Kanten prima in die Handlung und das Gesamtpaket des Buches gepasst und konnten mich so trotz mangelnder Sympathie dennoch überzeugen. Schreibstil Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und doch etwas gewöhnungsbedürftig. Die Dialoge erfolgen oftmals in gehobener Sprache, die zwar passend, aber mir manchmal ein wenig gewollt erschien. Dennoch hat der Schreibstil zum Buch und zur Handlung gepasst. Mein Fazit „Oleander – vom Lesen und Töten“ ist ein tolles Buch für begeisterte Bücherwürmer, welches neben der Kriminalgeschichte und dem Familiengeheimnis auch das Lesen und die Liebe dazu thematisiert. Auch wenn die Geschichte anfangs ein wenig brauchte um mich packen zu können, nahm der Spannungsbogen irgendwann rasant zu, sodass ich das Buch irgendwann nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Story, die Hintergrundgeschichte und das Gesamtpaket konnten mich überzeugen, auch wenn die Charaktere nicht unbedingt darauf abzielen sich die Sympathie des Lesers zu sichern. Gerne hätte ich noch etwas mehr über die Hintergrundgeschichte erfahren, diese hätte in meinen Augen ruhig noch etwas mehr ausgebaut, bzw geschildert werden können. Ansonsten hat mir das Buch jedoch trotz einiger kleiner Schwächen gut gefallen, sodass ich es guten Gewissens Krimi/Thrillerfans für Zwischendurch empfehlen kann. Allerdings sei hier noch angemerkt, dass es durchaus an einigen Stellen etwas brutaler zugeht, dies hat für mich jedoch gut in das Gesamtpaket hineingepasst. Insgesamt vergebe ich 4/5 Punkten. Diese und weitere Rezensionen findet ihr auch auf meiner Website www.zeit-der-buecher.de

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  • Oleander. Jan Büchsenschuß

    Oleander

    miissbuch

    08. June 2016 um 12:05

    Mein allererster Satz gilt Jan Büchsenschuß und Alue, denn ohne Euch hätte ich dieses Buch vielleicht nie gelesen. Vielen Dank liebe Alina, für deine Werbung und vielen Dank lieber Jan für das Exemplar und dein Vertrauen. Oleander ein Buch über Lesen und Töten. Ein Ding das ich gerne mache und ein Ding worüber ich gerne lese. Denn wie ihr wisst, gibt es bis jetzt noch kein Buch, dass zu hart für mich war. Der Inhalt des Buches klingt auf jeden Fall vielversprechend. Simon Oleander ist gestorben und hat in seinem Testament vermerkt, dass die andere Familienmitglieder einen Code lösen müssen, um an das Erbe zu gelangen. Gelingt es ihnen nicht, mit Hilfe seiner Bücher den Code zu finden, wandert das gesamte Familienvermögen von 135 Millionen Euro an die Dorfbibliothek. Für die Hinterbliebenden ein Schock. Denn die Oleanders leben nach der Lex Oleandrin - ein Gesetz, dass schon seit Jahrtausenden die Familie begleitet. Sinn ist es, das kulturelle Erbe zu schützen. In diesem Falle die Bücher und die Familie Oleander hat es sich zur Aufgabe gemacht zu lesen. Dies ist der Sinn des Lebens, doch hinter dem Gesetz stecken noch mehr dunkle Geheimnisse. Nichtsdestotrotz entschließen sich die Hinterbliebenden die Aufgabe anzunehmen und möchten den Code, der ihnen das Erbe freigibt knacken. Während ihrer Schnitzeljagd durch das Haus ihres Bruders, Vater, Großvaters und Onkel stoßen sie auf interessante Zusammenhänge die einem nur auffallen, wenn man nicht einfach nur liest, sondern in die Geschichten eintaucht. Gerade Simon Oleander war ein Mensch, dem das Lesen mehr als alles andere am Herzen lag, denn "er hat sich den Schlüssel zur Tür der Phantasie, den ein normaler Mensch im Laufe seiner Jugend irgendwann verliert, bis an sein Lebensende aufbewahrt [...]. Er war wie Peter Pan" Ist das nicht eigentlich das Ziel des Lesens? Völlig in die Welt des Buches einzutauchen und eins mit ihr zu sein? Die Gerüche und Geräusche wahrzunehmen, die der/die Autor/in beschreibt. Ich beneide die Oleanders, dass sie es sich zur Aufgabe gemacht haben zu Lesen und das Lesen dabei wahrscheinlich noch mehr genießen als unsereins. Doch zurück zum Buch. Die Schnitzeljagd ist leider nicht nur zeitlich gebrenzt (gerade mal ein Wochenende hat die Familie Zeit den Code zu knacken) sie erweist sich auch als äußerst schwierig und lebensgefährlich. Denn während der Suche nach dem Tod passieren ungeahnte Dinge. Ein/e Mörder/in ist unter ihnen, aber wer sollte so etwas tun? Oder sind es doch die Hausangestellten? Oder der Notar, der das Testament verlesen hat? Flucht aus dem Haus ist die einzige Möglichkeit dem Schrecken zu entkommen, aber ohne das Geld können die Hinterbliebenden die Lex Oleandrin nicht mehr erfüllen. Sie müssten sich einen Job suchen und Geld verdienen um ihre Familien zu ernähren. Und somit bliebe viel weniger Zeit für Bücher... Gemeinsam taucht man in die Geschichte von jahrhunderte alten Büchern ein und hofft, dass Simon doch irgendwo den entscheidenden Hinweis auf die Lösung des Codes hinterlassen hat... Ihr seht, ich kann gar nicht mehr aufhören zu schreiben, denn ich bin wirklich begeistert von diesem Buch. Auch wenn einige der Dialoge viele Fach- und Fremdwörter innehatten, so kam man sich doch sehr gut aufgehoben im Kreise der Oleanders auf. Die Story war packend und man konnte den Text sehr gut lesen. Die zwischenzeitlichen Interloge waren zudem eine gute Informationsbörse um die einzelnen Familienmitglieder besser kennenzulernen. Leider war mir der/die Mörder/in am Anfang schon bekannt, bzw. ich hatte eine Vermutung. Wieso, weshalb und warum diese ganze Schatzsuche stattgefunden hat, hätte ich mir aber in meinen kühnsten Träumen nicht ausmalen können. Durch dieses Buch bekommt man nicht nur Einblicke in die Organisation einer traditionsreichen Familie, man lernt auch einige über alte Bücher, deren Zusammenhänge und nicht zuletzt über architektonische Meisterleistungen, mit Geheimgängen,-räumen und -türen. Ich kann dieses Buch jedem wärmstens empfehlen, der nicht nur zum Vergnügen liest, sondern auch, weil Lesen ein großer Schatz ist. Das Ende kam mir dann aber doch etwas abrupt, weswegen ich nur 4 und nicht 5 Sterne vergeben kann. Lieber Jan, solltest du noch einmal ein auch nur annähernd so tolles Buch schreiben, würde ich mich über ein Rezensionsexemplar sehr freuen :-)

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  • Rezension zu "Oleander Vom Lesen und Töten"

    Oleander

    booksaremybestfriends

    Titel: Oleander – Vom Lesen und Töten Autor: Jan Büchsenschuß Verlag: Schardt Verlag Seitenzahl: 194 Seiten Genre: Krimi, Thriller Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2015 Neupreis Dt:  12,80 € (broschiert) Worum geht’s? „Die Wanduhr schlägt drei. Ein loderndes Feuer knackt im Kamin. Im Speisesaal der Villa Oleander haben sich die Hinterbliebenen an der großen Eichenholztafel versammelt. Nach der feuchten Kühle auf dem Friedhof genießen alle die Wärme des Feuers. Die Gesellschaft schweigt behaglich und lauscht den Worten des Notars. Als das Testament jedoch verlesen ist, herrscht helle Aufregung, denn der Verstorbene Simon Oleander hat bestimmt, dass sich der Rest der Familie sein Erbe redlich verdienen muss mit Hilfe einer abenteuerlichen Schnitzeljagd durch die geheimnisvollen Hausbibliotheken. Was als phantasievolles Spiel mit den Büchern von Jules Verne und H. G. Wells beginnt, endet in einem blutigen Todesreigen.“   Mit „Oleander“ habe ich meinen ERSTEN Krimi/Thriller gelesen und muss sagen, wenn Krimis immer so gut und spannend sind, werde ich noch einige lesen! Zu allererst gilt mein Dank natürlich Jan Büchsenschuß höchstpersönlich, der mir ein Exemplar von „Oleander“ zur Verfügung gestellt hat.  Das gleiche gilt auch für die wunderbare Alina von alues_buecherparadies, da ich nur durch ihre Empfehlung überhaupt auf das Buch und Jan auf mich aufmerksam geworden ist. Jetzt aber mal wieder zurück zum Buch, denn darum geht es in diesem Post ja! Erstmal habe ich ein paar Fragen an euch: Mögt ihr Bücher? Also mögt ihr sie wirklich? Vielleicht sogar so sehr, dass ihr wegen ihnen töten würdet? Habt ihr Frage 1 und 2 mit Ja beantwortet? Und lasst mich raten, bei 3 seid ihr skeptisch geworden? – Richtig so! Ich versuche wirklich nicht zu spoilern, weil das dem Buch die Spannung nehmen würde und das möchte ich euch zukünftigen Lesern nun wirklich nicht verderben. Also in „Oleander“ werden Bücher als Bedingung genommen, um an das Erbe des Verstorbenen Simon Oleander zu gelangen. Was ja an sich schon skurril genug ist, aber damit ist noch nicht genug, in der Villa Oleander, Simons riesigem Haus, stehen ÜBERALL und ich meine überall Bücher aus denen seine Hinterbliebenen einen Code entschlüsseln müssen, um an das Erbe zu gelangen. Für uns Normalsterbliche, auch wenn wir Bücherliebhaber sind, kaum vorstellbar, aber für die Mitglieder der Familie Oleander eine wahre Herausforderung für ihren Intellekt. Ihr müsst wissen, die Familie Oleander lebt streng nach dem Lex Oleandrin, für euch nicht Lateiner: Lex bedeutet Gesetz, und diese Lex Oleandrin und ihre Anhänger haben ganz eigene Vorstellungen von Kultur und Moral. An das Testament und die Ausschüttung des Erbes sind aber noch ein paar andere knifflige Bedingungen geknüpft, die Hinterbliebenen dürfen das Haus nicht verlassen und falls sie den Code nicht knacken sollten, wird das ganze Geld – wir sprechen von 135 Millionen Euro – der Dorfbücher zur Verfügung gestellt, ein Horrorszenario für die Familie Oleander, denn Belletristik ist für die schrecklich und unkultiviert. So weit so gut, sie haben Zeit von Freitagnachmittag bis Sonntagnacht um 23:59 und 59 Sekunden, also ein ganzes Wochenende. Sollte für unsere Intellektuellen also ein Kinderspiel sein, aber wir wären nicht im Krimi, wenn es nicht noch einen Mord geben würde und so ist es auch! P.S nicht nur das Spiel um das Erbe sondern auch die Villa Oleander an sich birgt einen Haufen Geheimnisse. Ob die Familie Oleander es schafft den Code zu knacken und wer wann ermordet wird möchte ich euch an dieser Stelle natürlich nicht verraten, aber so viel soll gesagt sein, ich hatte mit meiner Vermutung über den Mörder recht! Ihr habt es vielleicht schon geahnt, dass mir dieses Buch gut gefallen hat und so ist es! Es hat sich so schnell und flüssig lesen lassen und während des gesamten Buches hat sich eine Spannung aufgebaut, die erst kurz vor dem Ende ihren Höhepunkt gefunden hat. Mit den Interlogen lernt der Leser nicht nur die Figuren in der Villa Oleander kennen, sondern auch etwas über die Vorgeschichte der Familie. Es waren so viele Anekdoten und Witze in dem Buch, die man besonders als Germanist und Buchliebhaber verstanden hat und über die man schmunzeln musste. Ich für meinen Teil habe das Leseerlebnis mit „Oleander Vom Lesen und Töten“ genossen und so viel vor weg, der Titel ist Programm! Bis zum nächsten Mal ihr Lieben Eure Booksaremybestfriends <3

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    JanBue

    31. May 2016 um 13:23
  • Ein packender Krimi voller Überraschungen

    Oleander

    Chaosfroeschlein

    Autor: Jan BüchsenschußTitel: Oleander – Vom Lesen und TötenVerlag: Schardt VerlagErscheinungsdatum: 19. November 2015Seitenzahl: 186 Seiten Preis: 12,80 Euro für die Printausgabe, 4,99 Euro für die Kindle-VersionInhalt:Die Wanduhr schlug drei. Ein loderndes Feuer knackte im Kamin. Im Speisesaal der Villa Oleander hatten sich die Hinterbliebenen an der großen Eichenholztafel versammelt. Nach der feuchten Kühle auf dem Friedhof genossen alle die Wärme des Feuers. Die Gesellschaft schwieg. Als das Testament verlesen ist, herrscht helle Aufregung, denn das verstorbene Oberhaupt der Oleanders hat verfügt, dass sich der Rest der Familie sein Erbe redlich verdient soll – mit Hilfe einer besonderen Schnitzeljagd durch die Hausbibliothek. Was jedoch als Spiel auf hohem Niveau beginnt, endet in einem tödlichen Spießrutenlauf...Meine Meinung:Die Story ist super. Sie ist gut durchdacht und fesselt einen von Anfang an. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, auch die negativen Eigenschaften (ich sag nur „Ächhem“ „wink“-Emoticon ) . Bis zur Aufklärung weiß man nicht wer da jetzt gegen wen oder wer mit wem. Die Geschichte an sich ist eine Schnitzeljagd mit Irrungen und Wirrungen, Geheimnissen und Versteckten Botschaften. Alles dreht sich um die Lex Oleandrin. Im Laufe der Geschichte steigt man tief ein in die Geheimnisse der Familie und fiebert mit ihr mit. Schafft sie es den „Schatz“ (das Erbe) für sich zu finden? Und welche Rolle spielen die Angestellten? Mehr kann man leider zum Inhalt nicht schreiben ohne zu sehr zu spoilern „wink“-Emoticon Mein Fazit:Ich muss gestehen, dass ich mich am Anfang etwas schwer getan habe in das Buch einzufinden. Ich hatte etwas Probleme mit den Textpassagen der Klassiker, aber es hat sich gelohnt durchzuhalten. Hinter Oleander – Vom Lesen und Töten verbirgt sich ein Krimi der Extraklasse. Die Geschichte zieht einen in seinen Bann, man mag gar nicht mehr aufhören zu lesen und ist immer auf der Suche nach dem nächsten Hinweis zum Erbe. Das Ende hätte etwas mehr ausgebaut sein können, das kam sehr plötzlich. Es lohnt sich auf jeden Fall dieses Buch mehrmals zu lesen, man wird immer wieder Sachen entdecken die man beim ersten oder zweiten Lesen nicht wahrgenommen hat. Das Cover ist passend zum Buch gestaltet und zeigt einen Oleander in gedämpften Farben. Alles in allem ist Jan Büchsenschuß hier ein Krimi gelungen, der auf jeden Fall gelesen werden sollte.

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    JanBue

    29. May 2016 um 16:37
  • Eine Hommage an die Literatur

    Oleander

    Alue

    Dank meines Berufs bei der Zeitung lerne ich ständig neue Dinge, neue Menschen und neue Themenfelder kennen, die ich vielleicht vorher nicht auf dem Radar gehabt hätte. Wer mir bei Instagram folgt, der weiß, dass ich eigentlich hauptsächlich Bücher lese, die sich den Genres Young Adult, Fantasy oder Liebesroman zuordnen lassen. Mit Krimis habe ich bisher wenig bis kaum Erfahrung gesammelt. Umso gespannter war ich, als ich zur Lesung von Jan Büchsenschuß ging, der mit seinem Roman “Oleander” eine vielversprechende Geschichte im Gepäck hatte. Bereits dort fesselte mich das Buch, so dass ich mich umso mehr freute, als ich das Büchlein im Briefkasten fand. Der Autor erzählt die Geschichte der Familie Oleander. Die Familie folgt einem eigenen Codex – der Lex Oleandrin – für den sie Alles tun würde. Sie verstehen sich als eine eingeschworene Gemeinschaft, als Menschen mit dem Auftrag, Literatur und Intellekt zu pflegen und keinen Platz für banale Unterhaltungsmedien und Verdummung zu lassen. All die Akteure, die als Mitglieder der Familie Oleander auftreten – seien sie gebürtige Oleander oder angeheiratet – weisen ein herausragendes Interesse entweder für Literatur, Philosophie oder Architektur auf. Und noch eine Eigenschaft hegen sie alle: Sie sind sehr ehrgeizig. Wenn sie ein Rätsel bekommen, so wollen sie es um jeden Preis lösen. Und so soll es auch mit dem Testament von Simon Oleander sein. Der Verstorbene hinterlässt ein beachtliches Erbe, das die Oleanders nur bekommen, wenn sie den Code des Safes herausfinden. Wenn sie es nicht über das Wochenende schaffen sollten, so gehe das Erbe an die Stadtbibliothek. Die Familienmitglieder befinden sich zum Zeitpunkt des Verlesens des Testaments in der Villa des Verstorbenen. Dieser hegte ebenfalls eine außerordentliche Leidenschaft für Literatur und baute sich über die Jahre einen gewaltigen Schatz an Büchern auf, so dass man diesen schon als eine eigene Bibliothek bezeichnen darf. Für die Oleanders ist klar – des Rätsels Lösung liegt in den Büchern. So teilen sie sich auf und machen sich auf die Suche nach Hinweisen, die sich in den Geschichten finden lassen könnten. Sie durchleben nocheinmal Geschichten von Jules Verne oder H.G. Wells, setzen sich mit der Philosophie von Aristoteles auseinander und durchforsten etliche Klassiker. In genauster Detektivarbeit durchforsten sie die Bücher, konstruieren mögliche Hinweise zu einem Gesamten und scheinen der Antwort immer näher zu kommen.Auch entdecken sie die Geheimnisse des Hauses. Geheime Kammern, Aufzüge, den Dachboden… Und mit dem Entdecken dieser Dinge beginnt ein blutiger Todesreigen. Nach und nach versterben Mitglieder der Familie auf unerklärliche Weise. War es einer aus dem eigenen Familienkreis? Oder vielleicht doch der Notar? Oder das Personal des Verstorbenen? Oder aber eine ganz fremde Person oder gar Selbstmord? den Oleanders wird bald klar – das Codewort des Safes ist nicht das einzige Rätsel, das sie lösen müssen. Zu Beginn des Romans konfrontiert Büchsenschuß den Leser unmittelbar mit all den Familienmitgliedern, die in dem Buch eine Rolle spielen. Für einen Moment fällt es schwer, sich alle Namen und Zuordnungen zu merken, doch im Verlauf der Geschichte gelingt es dem Autor, die Zugehörigkeiten klar erkennbar zu machen. Immer wieder baut er Passagen ein, in denen er die Figuren genauer vorgestellt und charakterisiert, was es für den Leser interessanter macht, da er so erkennt, dass jeder Oleander oder angeheiratete Oleander – trotz der Lex Oleandrin – ein Individuum ist. Mit beinahe jeder Zeile, die der Autor über Literatur verfasst, lässt sich auch seine persönliche Liebe zur Literatur erkennen. Und so lässt er auch im Epilog verlauten: “Dieser Roman ist, man ahnt es bereits, eine Hommage an das Bücher-Lesen und Bücher-Lieben” (S.192). Und diese Hommage gelingt ihm außerordentlich. Er gibt dem Leser Literaturtipps, Lesarten und neue Denkansätze an die Hand und bringt die Kunst der Bücher besonders mit einem Satz auf den Punkt, den ein Familienmitglied über den Verstorbenen sagt. “Nein, Dörte, Simon konnte sehr wohl Realität und Fiktion auseinanderhalten. Aber er hat sich seinen Schlüssel zur Tür der Phantasie, den ein normaler Mensch im Laufe seiner Jugend irgenwann verliert, bis an sein Lebensende bewahrt. Und wenn er wollte. nahm er sich ein Buch, öffnete diese Tür und verschwand.” (S.85) Ich denke an dieser Stelle bringt der Autor auf den Punkt, was er sich vermutlich für sich selbst, seine Leser und Allgemein die Menschheit wünscht: das Bewahren der Phantasie und das Schätzen der Literatur, die eine Tür zum Reich der Phantasie sein kann. Man selbst ertappt sich als Leser dabei, wie man ständig mit den Oleanders mitdenkt, mitfiebert und miträtselt. In dem Moment, in dem der Todesreigen beginnt, eröffnet sich für den Leser ein erneutes Spannungsfeld, welches viele Rätsel aufgibt, die bis kurz vor Schluss ungelöst bleiben. Es gelingt dem Autor durch seine Konstruktion der Geschehnisse, den Leser bis zum Ende im Dunkeln tappen zu passen. Erst nach und nach lösen sich die Rätsel und die Antworten, die sich dahinter verbergen, hätte zumindest ich persönlich nicht so erwarten. Aus diesem Grund ist das Buch für mich ein wirklich sehr gelungener Kriminalroman und ich kann ihn mit gutem Gewissen jedem Krimileser und auch jedem Neueinsteiger – so wie ich – empfehlen.

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  • Schnitzeljagd mit Buch

    Oleander

    cybergirll

    Die Familie Oleander lebt nach einem Codex der Lex Oleandrin. Jeder der zum inneren Kreis der Lex zählt muss sich dem Lex verpflichten und sein Leben danach ausrichten.Der Lex toleriert keine Dummheit, er ist ausgerichtet auf die Kunst, vor allem auf die Weltliteratur. Nun ist das Oberhaupt der Familie Oleander gestorben. Der innere Kreis der Familie ist zur Testamentseröffnung zusammengekommen.Das Vermögen des Verstorbenen geht nicht wie in der Familie üblich an das nachfolgende Oberhaupt der dann für den Rest der Familie sorgt.Nein Simon Oleander hat beschlossen, dass nach seinem Tod die Familie jeder einzeln oder alle zusammen ein Passwort zum Safe finden muss oder das Vermögen geht an die Stadtbibliothek.Hinweise zur Lösung sind in den Büchern zu finden. Eine Schnitzeljagd beginnt.Gleich zu Beginn der Geschichte als die ganze Familie zur Testamentseröffnung am Tisch saßen und dem Leser vorgestellt wurden hat mich das Buch auf seiner Seite gehabt.Die verschiedenen Charaktere und deren Eigenarten werden wunderbar herausgestellt.Nach der Testamentseröffnung begibt sich die Familie zusammen auf die Suche nach der Lösung.Dazu nehme sie die Bücher zur Hilfe. Man muss sich vorstellen ein ganzes Haus voller Bücher, wen würde das nicht begeistern.Man bekommt es als Leser mit Büchern der Weltliteratur zu tun wovon man die meisten nicht gelesen hat und fragt sich oft warum eigentlich. Auf jeden Fall ging es mir so.Aber damit nicht genug. Die Familie bekommt es mit einem Widersacher zu tun den passieren unvorhergesehene Dinge die ich hier nicht näher erläutern möchte.Es ist sehr spannend und macht sehr viel Freude beim Lesen die vielen Einzelheiten selbst zu entdecken.Ich glaube wenn man das Buch ein zweites Mal liest entdeckt man immer noch Dinge die beim ersten lesen nicht aufgefallen sind.Jan Büchsenschuss hat mit seinem Buch Oleander ein unterhaltsames und gleichzeitig spannendes Buch geschrieben das als Roman deklariert ist aber gleichzeitig auch in das Genre Krimi oder Thriller passt.

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    JanBue

    25. May 2016 um 14:21
  • Ein besonderes Buch das an alte Meister erinnert

    Oleander

    Selest

    04. January 2016 um 15:39

    Nach dem das Oberhaupt der Familie Oleander gestorben ist finden sich die Angehörigen in der Villa Oleander ein.Es geht um die  Testamentseröffnung und da findet sich überraschendes für die Anwesenden.Sie sollen ein Passwort finden das sich in den Büchern des Hauses versteckt keine leichte Aufgabe den die Oleanders sind Sammler.Mit ganz eigenen Wertvorstellungen machen sich die Mitglieder auf die Suche bei der schnell unvorhergesehenes passiert.Ich fand das Thema Bücher für einen Krimi mal was anderes und deshalb wollte ich das Buch lesen und hatte da jetzt ach keine große Erwartung und zuerst fand ich die Idee richtig gut doch dann wurde sie was besonderes.Habe ich mich doch erwischt wie ich an mein Regal ging und so das ein oder andere Buch herausnahm um zu sehen was da steht.Wann immer eine Geschichte so was kann und alte Schätze zu Tage fördert muss sie was besonderes sein.Dazu kommt noch das mich sowohl Stil wie Machart des ganzen sehr an die alten Meister erinnert hat.ich könnte mir das sehr gut mit dem altbekannten Spruch vorstellen Zitat " Hier Spricht Edgar Wallace"Von daher wer die alten Krimis liebt sollte hier zuschlagen und wer Bücher liebt auch. 

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  • Oleander - vom Lesen und Töten

    Oleander

    Dominique1502

    15. December 2015 um 22:24

    Olenader - vom Lesen und Töten von Jan Büchsenschuß Als ich den Titel und den Klappentext gelesen habe, dachte ich mir: das ist eine tolle Idee.  Auch wenn ein Todesfall natürlich nichts schönes ist, ist die Idee jedoch grandios. Eine Schnitzeljagd durch die Bibliothek des Hauses um an das Erbe zu kommen.  Am Anfang sind alle beteiligten doch eher Ratlos, in einem so riesigen Haus, Hinweise auf den Code/ das Passwort zu bekommen. Wo fängt man da an? Nach und nach lassen sich alle drauf ein und beginnen die Suche. Interessant wird es für alle, als der erste Geheimgang / Geheimraum entdeckt wird.  Im Laufe der Jagd auf das Erbe, werden viele Bücher gewälzt und auch vorgestellt. Man versucht mit zu rätseln und sucht nach zusammen hängen. Dann wird die 1. Leiche gefunden. Man könnte hier noch von einem Selbstmord ausgehen. Doch dann wird es immer unheimlicher im Haus, Menschen verschwinden oder werden umgebracht. Oder beides   :-) Langsam geraten alle in Panik. Aber die Aussicht auf das Erbe lässt sie weiter ausharren. Denn Sie haben nur 3 tage Zeit und dürfen das Haus auch nicht verlassen. Denn sonst ist das Erbe futsch! Wären der Suche erfährt man viel über die Personen selbst. Über die Familien und den Familienkodex, die Lex!  Doch genau diese Lex wird ihnen zum Verhängnis.  Tja, die Lex ist eben doch nicht alles, oder ist es genau anders herum und die Lex ist alles?  Das müsst ihr selbst herausfinden.   :-) Das Ende kam für mich etwas zu schnell, da hätte ich mir noch ein paar Seiten hinten dran gewünscht, aber das ist Geschmacksache. Ein geniales Buch, ich habe sehr geschmunzelt und gelacht obwohl es doch Teilweise recht makaber ist. Der Schreibstil von Jan ist super, sehr klar und flüssig. Man kann allen Handlungen  gut folgen und die Personen und Umgebungen sind sehr gut beschrieben. Ein tolles makaberes Buch, das einen zum schmunzeln bringt und dabei auch noch um Bücher geht.  Was will man mehr? 

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