Jan Büchsenschuß Perpetuum Mobile

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Inhaltsangabe zu „Perpetuum Mobile“ von Jan Büchsenschuß

Es beginnt mit einem Mord – scheinbar im Affekt. Das Opfer: die Angestellte des Blumenthaler Jobcenters Ilona Oppener. Der Täter: der namenlose Ich-Erzähler, promovierter Geisteswissenschaftler, erfolgslos arbeitssuchend. Nach der Tat sieht sich der in praktischen Dingen unbeholfene Akademiker vor das Problem gestellt, die Leiche möglichst ungesehen durch die Flure aus dem Gebäude zu schaffen. Während der Theoretiker sich ganz in Columbo-Manier am Abgrund des Entdeckt-Werdens bewegt und sich immer wieder aus dem Visier der Polizei schrauben muss, ruft das Verschwinden Oppeners die nationale Presse auf den Plan.

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  • Gelungenes Debüt

    Perpetuum Mobile
    Sunny7

    Sunny7

    01. August 2016 um 20:48

    Kurz zum Inhalt: Die Jobcenter-Angestellte Ilona Oppener wird von einem ihrer "Kunden" im Affekt getötet. Nun muss schleunigst ein Plan her, wie kann die Leiche ungesehen aus dem Gebäude geschafft und die Tat vertuscht werden? Dies ist der erste Roman des Autors und wirklich gut gelungen. Er ist in drei Teile geteilt: 1. Die Tat, 2. Das Opfer und 3. Der Täter. Im ersten Teil erfährt man wie der namenlose Ich-Erzähler seinen Termin am Tattag im Jobcenter wahrnimmt und es überhaupt zum Mord kommt. Dazwischen werden immer wieder seine Erfahrungen mit den Formularen und den bürokratischen Abläufen eingebracht. Trotz Doktortitel scheint er unvermittelbar und unvermittelbar ist alles andere als akzeptabel. Jeder, der schon einmal mit dem Jobcenter bzw dem Arbeitsamt in Kontakt stand und sei es nur durch Erzählungen von Bekannten, wird hier die ein oder andere Sache wiedererkennen können... Der zweite Teil umfasst lediglich die Berichterstattungen zu dem tragischen Fall, wo sich insbesondere die reißerische Bild-Zeitung hervorhebt. Und auch das trifft den Nagel auf den Kopf. Im dritten Teil erfährt der Leser, wie der namenlose Täter im Nachhinein weitermacht. Wird er nervös, verrät er sich selbst oder ist er völlig abgeklärt? Dazu verrate ich nichts. Ich fand dieses Debüt unterhaltsam, gut durchdacht und sprachlich gut umgesetzt. Es lässt sich an einem Stück durchlesen und ist so nah an der Realität, dass man den Täter nicht nur verstehen kann, sondern auch einige Szenen findet, die ein Lächeln hervorrufen. Mein persönliches Highlight sind die Gespräche zwischen Täter und Kommissar. Fazit: eine Geschichte, die trotz typischer Klischees oder vielleicht auch gerade deshalb, Vergnügen bereitet

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  • Böse, witzig und hoffnungslos zugleich

    Perpetuum Mobile
    AnnaCastronovo

    AnnaCastronovo

    14. July 2016 um 09:00

    Ich gebe es zu: Ich hasse das Jobcenter und ja, auch ich hatte schon Phantasien davon, meine Berater umzubringen. Die Gefühle, die man hat, wenn einem dort jemand gegenüber sitzt, der offensichtlich viel schlechter qualifiziert ist als man selbst und dazu noch ziemlich doof und unflexibel, man diesem Berater aber hilflos ausgeliefert ist, hat Jan Büchsenschuß perfekt auf den Punkt gebracht. Bitterböse und dabei sehr witzig schildert er den Mord aus Affekt seines Protagonisten an einer Jobcenter-Beraterin. Und dass der Leser in einer Mordszene schallend lachen muss - das muss man erst mal hinbekommen. Chapeau!Hochspannung dann bei dem Versuch, die Leiche aus dem Jobcenter verschwinden zu lassen. Herrlich auch Teil zwei, in dem beschrieben wird, was die Medien aus dem Fall machen. Dadurch weiß man leider schon etwa bei der Mitte des Buches, wie der Fall ausgeht. Aber die ganz alltäglichen menschlichen Dramen, die dann in Teil drei nachdenklich stimmen , werfen trotzdem wieder ein ganz neues Licht auf den Mord und darauf, wie uns das Schicksal eben manchmal spielt. Eine faszinierende Buchidee, supertoll geschrieben!

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  • Sehr nah an der Wirklichkeit

    Perpetuum Mobile
    Annika-gier

    Annika-gier

    03. July 2016 um 19:22

    Perpetuum Mobile Wie ich einen Mord im Jobcenter beging. von Jan Büchsenschuß Der Täter  erzählt von seinem Mord im Jobcenter an der Sachbearbeiterin Ilona OppenerEin trauriges Thema wie ich finde, irgendwie kam es mir wirklich so vor als hätte ich das in den Zeitungen gelesen.Sehr genau ist die Beschreibung  des Täters  über  seine Tat,  seine Beweggründe  und seine Verhöre bei der Polizei. Sehr gute Spannung, das man immer weiter Lesen möchte.

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