Jan Bürger

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Autor von Der gestrandete Wal, Der gestrandete Wal und weiteren Büchern.

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Jan BürgerDer gestrandete Wal
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Der gestrandete Wal
Der gestrandete Wal
 (2)
Erschienen am 01.02.2003
Jan BürgerDer gestrandete Wal
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Der gestrandete Wal
Der gestrandete Wal
 (1)
Erschienen am 16.05.2017
Jan BürgerMax Frisch: Das Tagebuch
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Max Frisch: Das Tagebuch
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 (1)
Erschienen am 18.02.2011
Jan BürgerDer Neckar
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Der Neckar
Der Neckar
 (1)
Erschienen am 11.10.2013
Jan BürgerBenns Doppelleben oder Wie man sich selbst zusammensetzt.
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Benns Doppelleben oder Wie man sich selbst zusammensetzt.
Jan BürgerBriefwechsel
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Briefwechsel
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Erschienen am 29.01.2014
Jan BürgerIch bin nicht innerlich
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Ich bin nicht innerlich
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Erschienen am 01.09.2003
Jan BürgerDer Neckar: Eine literarische Reise
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Der Neckar: Eine literarische Reise
Der Neckar: Eine literarische Reise
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Erschienen am 03.04.2013

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M

Rezension zu "Der gestrandete Wal" von Jan Bürger

Intensive Lebenserschließung durch das literarische Schaffen
michael_lehmann-papevor einem Jahr

Intensive Lebenserschließung durch das literarische Schaffen

Grundlage dieser „literarischen Biographie“ ist die Dissertation des Autors aus den Jahren 1995 bis 2000.

Wobei der Name Hans Henny Jahnn vielleicht nicht (mehr) breit geläufig ist. Doch wenn der Komponist der Eröffnungsmusik der Hamburger Elbphilharmonie diese ebenjenem Jahnn widemet, dann kann man schon aufmerksam werden. Auf diesen Autoren, der zugleich (für neine Weile) „Sektenführer“ der eigenen „Religion der Kunst“ war, der in seinen Werken nicht leicht verdaulich, aber oft anstößig sich ausdrückte und vielleicht einfach nur seinen Ruhm suchte.

Der ein bewegtes Privatleben pflegte (von der Hochzeitsnacht als junger Mann mit seinem Schulfreund Harms, später in einer „Liaison zu dritt“ mit seiner Ehefrau und Geliebten). Der sich mit Architektur, vor allem aber dem Orgelbau- beschäftigte. Einer also, der umfassend rührig war und dennoch nicht breit verlegt oder bekannt wurde über seine Lebenszeit und gewisse Kreise hinuas.

Einer, vor allem, der maßlos war. Vor allem sich selbst und dem eigenen Lebensstil, den eigenen Ansprüchen gegenüber. Was so manchen Gönner stark irritierte (und dessen finanzielle Mittel).

„Jahnn belastete die Vorstellung, in Zeiten des Wiederaufbaus überhaupt nicht mehr gebraucht zu werden“. Aber unter Umständen hat sich der Mann in seiner und seines Werkes Bedeutung auch nur haltlos überschätzt. Wie er in den Exiljahren in Norwegen auch erstaunt war, dass der Hotelier, bei dem er mit Harms lange Logis genommen hatte, in irgendwann einfach „nicht zurück haben wollte“.

Jan Bürger wählt zur Annäherung an dieses Leben, an die Person hinter den Texte, den Weg über das lite4rarische Schaffen des Mannes. Woher die Ideen kamen, wie er sie umsetzte, welche Geschichte seine Werke erlebten und wie wiederum Jahnn darauf reagierte. Was es mit einer „Religion der Kunst“ auf sich hat, wie andere Interessen dazu kamen und wieder später in Literatur ihren Niederschlag fanden.

Und es gelingt Bürger damit, jenes „Image“ zu durchbrechen, dass Jahnn sich selbst so gerne gab und mit dem er ein Leben lang kokettierte: „Der Absolute Außenseiter“. Mit der Folge, dass er lange als „Sonderphänomen“ gesehen wurde. Was Jahnn recht gewesen sein dürfte, so aber einfach nicht stimmt. Denn es gab Bezüge, eine Einbettung in vorhandene Literatur, die Bürger sorgsam herausstellt und damit dem Menschen Jahnn näher und näher kommt. Gespickt natürlich mit vielfachen äußeren Fakten dieses Lebens, die jeweils flüssig in die Themen des Lebens eingebettet werden.

„Je älter er wird, desto mehr scheint sich der Schreibende seinen eigenen Erfindungen anzugleichen“.

Hier sauber wieder zu trennen ist eine der Leistungen Bürgers. Wobei ebenso die sorgfältige Erläuterung zu den Werken und Inhalten Jahnns dem Leser die Person des „Außenseiters“ nahe bringt.

Und ob wirklich für Jahnn „Liebe Quatsch ist“. Eine These, dem das Leben doch ein Stück weit entgegensteht.

Zu beachten ist, dass das Buch auf einer Dissertation beruht und entsprechend sprachlich nicht immer einfach zu verfolgen ist. Konzentration und ein Einlassen auch auf komplexere Inhalte sind für die Lektüre Voraussetzung.

Die dann aber ein außergewöhnliches Künstlerleben sehr umfassend zu beschreiben und zu deuten versteht.

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