Jan Becker Ich kenne dein Geheimnis

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Inhaltsangabe zu „Ich kenne dein Geheimnis“ von Jan Becker

In zahlreichen Shows und Fernsehauftritten hat Jan Becker seine scheinbar übersinnlichen Fähigkeiten unter Beweis gestellt: Er findet eine Stecknadel, die irgendwo in Berlin versteckt wurde. Er spielt russisches Roulette mit präparierten Fallschirmen und springt dann aus einem Flugzeug. Er fährt mit verbundenen Augen Autorennen. Nie passiert ihm etwas, alles gelingt. Sein Geheimnis? Er liest die Gedanken der Menschen, die ihn umgeben. Ohne es zu wissen, vertrauen sie ihm an, was sie wissen und sind so der Schlüssel zu den scheinbar unlösbaren Aufgaben. Psychologisches Fachwissen, Lust an der Inszenierung, Empathie und Intuition machen Jan Becker zum Gedankenleser. Diese Fähigkeiten können wir in seinem Buch bestaunen – und von ihm lernen.

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  • Ein wahrhaft magisches Buch

    Ich kenne dein Geheimnis
    R_Manthey

    R_Manthey

    03. July 2015 um 10:12

    Warum kauft man sich ein solches Buch? Weil man auch Gedanken lesen möchte? Oder weil man wenigstens für sich klären will, was denn an dieser Gedankenleserei dran ist, an die man schließlich nicht wirklich glaubt? Aber egal, ob man nun selber schon einige merkwürdige Erlebnisse hatte, die nicht so recht ins gängige Weltbild passen wollen oder ob man einfach nur die verblüffenden Taten des Autors bestaunt - man kann sich der Faszination dieser Vorgänge nur schwer entziehen, wenn man sich das Wundern nicht bereits grundsätzlich verboten hat. Becker findet in Berlin die Wohnungen wildfremder Menschen, die gerade aus einem Zug gestiegen sind und mit ihm kein Wort sprechen dürfen. Oder er suggeriert einem Taxifahrer in Istanbul wortlos sein Fahrziel scheinbar durch Telepathie. Jedes Mal ist ein Kamerateam dabei. Und es klappt. Genau so wie noch einige andere eigentlich kaum zu glaubende Experimente. Manches erklärt Becker im Ansatz, die meisten Vorgänge bleiben aber im Dunkeln. Aber das war schließlich irgendwie zu erwarten. Und ganz einfach kann es dann wohl auch nicht sein. Selbst wenn Becker mehr erklären würde, es brächte keinen wirklichen Erkenntnisgewinn. Man müsste es selbst erleben und durch Üben erlernen, wollte man es tatsächlich verstehen. Und Becker übt schon seit er nicht mehr in die Windeln macht. Er lebt genau das Leben, was er immer leben wollte: Er bringt Menschen zum Staunen und eröffnet ihnen dabei nicht selten unerwartet ganz neue Wege. Und genau hier beginnt die wirkliche Magie. Bereits nach wenigen Seiten, fasziniert dieses Buch, weil man weiß, dass es in ihm um viel mehr gehen wird als um ein paar (wenn auch in diesem Fall unübertroffene) Fähigkeiten, mit denen man ein staunendes Publikum verblüffen kann. Obwohl es sicher nicht als "therapeutisches" Buch gedacht war, entwickelt es sich aber genau dazu, ganz sanft, leise und fast poetisch. Becker erzählt von sich, von seinen Vorführungen und Bühnenshows und von den Menschen, die nach seinen Darbietungen plötzlich den Drang nach Veränderungen spürten. Ich bin mir sicher, dass es auch vielen Lesern dieses Textes nicht anders ergehen wird. Man muss sich auf den anderen Menschen völlig einlassen, will man seine Gedanken lesen, lehrt Becker. Und damit erklingt die Grundmelodie seines Textes: Wer sich nicht für das Leben öffnet, wird es wahrscheinlich nicht auskosten können, wird nicht seine vielen magischen Momente sehen und erleben. Auch wenn Becker kein Heiler oder Therapeut sein will, sondern eher Menschen durch gemeinsames Spielen wieder an die Magie gewisser Augenblicke führen oder ihnen beibringen möchte, sich einfach einzulassen, weil schließlich sowieso nichts im Leben sicher wäre, so wächst sein Buch nach und nach zu einer völlig unaufdringlichen, aber sehr nachhaltigen Erinnerung an Zeiten, in denen wir noch keine Angst vor etwas Neuem hatten und uns von unserer Phantasie leiten ließen. Fazit. Von Beckers Buch geht eine schon fast unheimliche Magie aus, wenn man sich ihr nicht grundsätzlich bereits von vorneherein verschlossen hat. Für mich entwickelte sich dieser Text völlig unerwartet zu einem der besten Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Es geht in ihm nicht nur um verblüffende Tricks, sondern vor allem um eine Geisteshaltung.

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  • Rezension zu "Ich kenne dein Geheimnis" von Jan Becker

    Ich kenne dein Geheimnis
    Wir-Lesen

    Wir-Lesen

    01. January 2012 um 19:33

    Immer wieder gibt es Menschen, die sich als Magier bezeichnen, die versprechen, dir deine Zukunft aus der Hand zu lesen, deine Zukunft anhand von Tarot-Karten zu prophezeien, dich durch Handauflegen zu heilen. In einer Welt, in der naturwissenschaftlich fundierte Begründungen für die Dinge um uns herum die Welt und ihren Verlauf erklären, hat doch so etwas wie Magie gar keinen Platz, oder? Ich gebe zu, als ich dieses Buch aufgeschlagen habe, war ich skeptisch. Was sollte mir schon ein Quacksalber mit auf den Weg geben können, der behauptet, meine Gedanken lesen zu können? Wie soll es denn möglich sein, dass Herr Becker beispielsweise die Adresse einer ihm unbekannten Person ermittelt, indem er "ihre Gedanken liest"? Ausgemachter Schwachsinn, Effekthascherei. Doch ich gebe auch zu: Einem selbsternannten Magier mal in die Karten zu schauen, machte mich neugierig. Allzu viel möchte ich über das Buch selbst gar nicht verraten, es lässt sich auch kaum stringent nacherzählen. Laut Aussage Beckers "spinnt" sein Buch nämlich und man kann es nicht von vorn bis hinten in einem Rutsch durchlesen, weil es keinen Roten Faden gibt. Nach dieser Vorankündigung war ich noch skeptischer, letztendlich fand ich das Buch aber doch nicht so wirr, wie angekündigt. Viel mehr gewährt Becker einen Blick hinter die Kulissen, schildert Episoden seines Wegs auf die Bühnen verschiedenster Varietés, plaudert aus seinem Leben als "Gedankenleser" und gibt zumindest eine Hälfte seiner Wahrheit preis. Natürlich kann er nicht einfach in unsere Köpfe schauen und in ihnen lesen wie in einem offenen Buch. Für seine Kunst bedarf es eines enorm hohen Maßes an psychologischem Feingefühl und immer wieder betont er, dass wer einem "Hellseher" blind vertraue mal lieber seinen gesunden Menschenverstand nutzen solle. Das macht ihn ebenso sympathisch wie all seine Aussagen über die große Verantwortung, die er trägt, wenn er die Menschen "verzaubert". Um etwas Magie geht es Becker eben doch, sie soll aber dazu dienen, unser aller Alltag zu verzaubern, ihm den Trott zu nehmen und jeden Tag zu etwas ganz besonderem zu machen. Besonders ist auch das Menschenbild, das Becker vermittelt: Er liebt die Menschen, jeden einzelnen von ihnen, und er möchte ihnen mit auf den Weg geben, was so wahnsinnig wichtig ist, um nicht in eine Tretmühle aus Hektik und Stress zu geraten: Wir alle haben unser Leben selbst in der Hand, wir können es selbst gestalten, und wir können unseren Mitmenschen schon mit kleinen Gesten unwahrscheinlich viel Wärme schenken. Ein Plädoyer für ein menschliches Miteinander, für Nächstenliebe und Offenheit - verpackt in überraschend interessante Einblicke in die Geschichte der Magie, des Tarot, und vielem mehr - alles so sehr fußend auf der Psychologie. Nein, Becker will keine psychotherapeutische Behandlung ersetzen, aber vielleicht kann er uns zeigen, wie wir unser Leben auch selbst gestalten können, ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Lieber Herr Becker, danke für ein Quäntchen Magie, das Sie mir mit Ihrem Buch geschenkt haben. Dafür vergebe ich, was ich im Vorfeld ja nie gedacht hätte, die volle Punktzahl.

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  • Rezension zu "Ich kenne dein Geheimnis" von Jan Becker

    Ich kenne dein Geheimnis
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    12. September 2011 um 10:30

    Mental Magie Jan Becker ist Mental Magier, Gedankenleser, mit eigenen Worten ein „Wundermacher“, der Menschen mit Dingen konfrontiert, die sie für unmöglich halten. Das übrigens verbindet ihn mit einer ganzen Reihe von Illusionisten, Zauberkünstlern, bei denen Copperfield und Klock nur die Spitze des Eisbergs darstellen. Während aber beim klassischen „Zauberer“ reinweg alles aus Trick und Täuschung besteht, umgeben von einer möglichst unterhaltsamen und guten Show, beherrscht Jan Becker Grundelemente dessen, was seine Auftritte und Vorführungen so überraschend machen, tatsächlich. Und er ist in der Lage, dieses Talent, diese Grundfähigkeit zu beschreiben und damit weiterzugeben. Nicht unbedingt in Form eines tiefschürfenden und fundierten Fachbuches, das liegt mit diesem Buch nicht vor, aber anhand vieler Geschichten und prägnanter Hinweise, worauf es bei Formen höchster Empathie wirklich ankommt. Nicht Fingerfertigkeit oder ein bestmöglicher Umgang mit materiellen Techniken sind es dabei, die seinen Erfolg ausmachen, sondern eine umfassende Form der Empathie, des Lesens von Körpersprache, kleinsten Veränderungen beim anderen, eine Empathie, die durchaus bis hin zu medialen Formen sich steigert. Ansonsten wäre kaum zu erklären, wie es Becker gelingt, sich von Versuchspersonen bis zur berühmten „Nadel im Heuhaufen“ führen zu lassen, wie es ihm gelingt, verborgene Gedanken tatsächliche „zu lesen“ und offen zu legen. Das diese Vorgänge tatsächlich, neben einer profunden Kenntnis über Körpersprache und Verhalten, eine Form medialen Zustandes mit sich bringen, auch das gelingt Becker, auszudrücken. Von Beginn an und, dies als innerer , roter Faden des Buches, durch so gut wie alle Kapitel des Buches hindurch verweist er auf diesen Augenblick der Nähe, des Näherkommens, des „gemeinsam Werdens“ mit dem anderen, dem Gegenüber. „Das Gedankenlesen ist eine Strategie der Sinne“, eben nicht nur eine auswendig erlernbare Technik des Verstandes. Auch wenn Becker hier manches mal zu leicht pathetischen Formulierungen greift, es gelingt ihm gut, dieses besonderen Momente vor Augen zu führen. Die tiefe Kraft der „Vorstellungskraft“, der Becker im Lauf seiner Tätigkeit gelernt hat, fast blind zu vertrauen, ist es, die ihn leitet. Und Schritt für Schritt öffnet er dem Leser diese „magische“ und dennoch in keiner Weise „übernatürliche“ Welt. Es ist einfach spannend zu lesen, wie Becker die Botschaften selbst kleinster Muskelbewegungen des andern beschreibt und dazu anleitet, diese selber zu erfühlen, wahrzunehmen, „lesen“ zu können. Natürlich fällt dieses „Erspüren können“ nicht vom Himmel, auch daraus macht Becker keinen Hehl. Es bedarf, je komplexer die Zusammenhänge werden, einer intensiven Übung und einer immer weiter voranschreitenden eigenen inneren Öffnung, um irgendwann in den kleinsten Veränderungen, eines anderen „lesen“ zu können. Aber es funktioniert und es ist erlernbar. Über den Bereich der auch „Show Elemente“ hinaus bietet Becker durchaus eine Form der „verbindenden“ Lebenshaltung, die an sich Bedenkenswertes in sich trägt. Und verweist noch auf weiterführende Elemente wie vor allem jene der Hypnose, die er ebenfalls beherrscht und jene esoterische Welt der „Psychomagie“, die eher nicht jedermanns Sache sein wird. All dies bietet er in einem lebendigen, von Anekdoten und Geschichten gefüllten Stil dar, durch den das sich Lesen einfach und verständlich gestaltet. Das Buch ist nicht unbedingt strikt linear aufgebaut und kann so vor allem in jenen Kapiteln wahrgenommen werden, die den jeweiligen Leser vorrangig interessieren. Ein wenig egoverliebt komm er schon herüber, Jan Becker, gut, im Gesamten aber flüssig und durchweg interessant zu lesen bietet das Buch einen profunden Einblick in die Welt der hoher Empathie, vordergründig als „Gedankenlesen“ bezeichnet.

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