Jan Bergrath Fiktion

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Inhaltsangabe zu „Fiktion“ von Jan Bergrath

„Was macht der Roman?“, wechselte Robert urplötzlich das Thema. „Hier“, antwortete ich und zog die ersten Seiten aus der Tasche meines Jacketts. „Es geht um den Brandschutz am neuen Flughafen. Wird verdammt spannend und politisch äußerst brisant.“ „Und? Wer muss diesmal dran glauben?“ Ich hatte lange überlegt, wie ich es ihm schonend beibringen konnte. Jetzt lieferte er mir praktisch das Stichwort. „Du.“ Berlin im Bauchaos. Für Krimiautor Andreas Hubert ist die verschobene Eröffnung des neuen Großflughafens Willy Brandt ein willkommener Elfmeter. Die zentrale Figur seines neuen Thrillers Brandgefahr ist ein Abbild seines Freundes Robert Hälfer, der in der Hauptstadt eine erfolgreiche Medienagentur leitet und dessen unnahbar schöne Frau ein Doppelleben führt. Der einflussreiche Lobbyist wird erschlagen auf seinem Seegrundstück gefunden. Soweit die Fiktion. Doch offenbar ist Hälfer weit tiefer in die korrupten Strukturen der lokalen Politik verwickelt, als es Hubert lieb sein kann. Die ersten Seiten sind geschrieben, da erkrankt Hubert an Blasenkrebs. Selbst die Zeit in der Charité hält ihn nicht davon ab, weiter zu recherchieren. Bis auf einmal Leute verschwinden und Hubert am eigenen Leib erfahren muss, welch übles Spiel Hälfer treibt. Und so steuert die reale Handlung auf ein mörderisches Finale zu.

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    Fiktion
    RitaLeseviel

    RitaLeseviel

    04. June 2013 um 17:13

    Andreas Hubert ist Schriftsteller. Schwerpunkt Wirtschaftskrimis. Er lebt in Berlin und hat gerade die ersten Seiten für seinen neuen Krimi, in dem es um die Machenschaften beim Bau des Berliner Großflughafens geht, zu Papier gebracht, als das Schicksal über ihm zusammenbricht. Nach einer falschen Pflanzenbewässerung wirft ihn seine Freundin vor die Tür, sein Freund Robert Hälfer ist mit der Idee, dass sein Alter Ego aus Huberts Krimis, Rolf Teuscher, wegen seiner Lobbytätigkeit beim Flughafenbau stirbt nicht einverstanden und seine vermeidliche Blasenentzündung stellt sich als Blasenkrebs heraus. Trotz der anstehenden OP recherchiert Hubert weiter und erkennt, dass vieles, was er bisher als Fiktion für seinen Krimi betrachtete, an sein wirkliches Leben heranreicht und dieses auch bedroht.  Fast ein wenig steril wirkt das Buchcover von Jan Bergarths Roman Fiktion. Ein weißer Hintergrund und darauf die David Statue von Michelangelo - seit Jahrhunderten ein Sinnbild für Sex, Männlichkeit und Stärke - und der Romantitel „Fiktion“ in fetten, roten Druckbuchstaben. Das der erste i-Punkt hier von Davids bestem Stück gebildet wird, lässt Raum für Spekulationen. Ein Schriftsteller erfindet einen Schriftsteller, welcher in seinem neuesten Krimi über einen Schriftsteller schreibt. Keine Angst, was sich kompliziert anhört, erklärt sich beim Lesen des Buches fast beiläufig. Jan Bergrath ist Journalist und Schriftsteller aus Köln, der in seiner Zeit in Berlin tatsächlich an Blasenkrebs erkrankte, während er sich einem neuen Wirtschaftskrimi über den Bau des Berliner Flughafens widmete. Vieles, was seine Romanfigur Andreas Hubert in dem Roman erlebt, hat Jan Bergrath im Rahmen seiner Krebstherapie am eigenen Leib erfahren. Vieles, aber nicht alles. Soweit die Gemeinsamkeiten von Jan Bergrath und seiner Romanfigur Andreas Hubert. Der Klappentext beschreibt es ganz gut „Was ist Dichtung – und was ist Wahrheit?“ Fiktion ist kein Durchschnittsbuch und schlecht einem bestimmten Genre zuzuteilen. Man erkennt sehr schnell, dass es ein ehrliches Buch ist, welches viele autobiografische Züge enthält. Es als Therapie- oder Lebenshilfebuch zu bezeichnen, wäre unpassend, wobei es Männer sicherlich für das Thema Blasenkrebs sensibilisieren und bereits erkrankten Personen Mut machen kann. Fiktion ist kein Krimi, sondern ein Roman der Elemente eines Krimis enthält und dabei auch den Humor nicht außen vor lässt. Beispiel - schwere Mängel bei der Entrauchungsanlage am Flughafen: „Vielleicht hätten sie Schönefeld einfach Helmut Schmidt Flughafen nennen und als Raucherflughafen genehmigen sollen.“ Interessant ist auch zu erfahren, was eine „Fachtherapeutin für Bewerbungsspiele“ oder eine „Vaginalfachverkäuferin“ ist. „Ein Buch über Mord, Sex und Literatur“ – damit ist eigentlich alles gesagt. Der Roman beinhaltet von jedem etwas, konzentriert sich aber nicht nur auf ein Thema. Das ist es genau, was ihn interessant und ungewöhnlich macht. Die Geschichten rund um Andreas Huberts Recherchen - Flughafen, Wirtschaftslobbys, BND und Piraten Partei – geben der Geschichte sehr aktuelle und teilweise vorausschauende Impulse. Leseempfehlung? Durchaus. Für wen? Für Leser, bei denen nicht der Krimi im Vordergrund steht.

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