Jan Brandt

 3.9 Sterne bei 63 Bewertungen
Autor von Gegen die Welt, Tod in Turin und weiteren Büchern.
Jan Brandt

Lebenslauf von Jan Brandt

Jan Brandt wurde im Oktober 1974 in Leer, Ostfriesland geboren. Der Autor studierte Geschichte und Literaturwissenschaft in Köln, London und Berlin. Außerdem besuchte er die Journalistenschule in München. Seit 1999 ist er als freier Journalist tätig. Seine Erzählungen erscheinen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und in der Wochenendausgabe der Süddeutschen Zeitung. Mit seinem Debüt "Gegen die Welt" wurde er für den deutschen Buchpreis 2011 nominiert.

Neue Bücher

Der magische Adventskalender

 (4)
Neu erschienen am 16.11.2018 als Hardcover bei DuMont Buchverlag.

Alle Bücher von Jan Brandt

Gegen die Welt

Gegen die Welt

 (53)
Erschienen am 14.06.2013
Tod in Turin

Tod in Turin

 (5)
Erschienen am 12.03.2015
Der magische Adventskalender

Der magische Adventskalender

 (4)
Erschienen am 16.11.2018
Stadt ohne Engel

Stadt ohne Engel

 (1)
Erschienen am 21.09.2016
Acht Betrachtungen II

Acht Betrachtungen II

 (0)
Erschienen am 23.06.2016

Neue Rezensionen zu Jan Brandt

Neu
Naburas avatar

Rezension zu "Der magische Adventskalender" von Jan Brandt

Findet das Geheimnis von Jonas' Adventskalender heraus!
Naburavor 22 Tagen

Jonas lebt gemeinsam mit seinem Vater, einem Schreiner, und seiner Schwester in dem kleinen Städtchen Ravenhagen. Er teilt nicht gern und stibitzt seiner Schwester sogar ihr Frühstück, wenn niemand hinschaut. Doch dann findet er vor dem Haus im Rinnstein einen Kasten, der sich als Adventskalender herausstellt. Doch die Türchen, die alle kleine Symbole zeigen, sind fest verschlossen. Sie deuten alle auf Personen in Ravenhagen hin, welche die jeweilige Tür als einzige öffnen können. Jonas ist fest entschlossen, das Geheimnis zu lüften. Doch dazu muss er so manches Mal seinen Mut zusammen nehmen. Darüber hinaus will ihm jemand den Kalender streitig machen, und dieser entwickelt zunehmend ein Eigenleben…

Mit 24 Kapiteln und einem Epilog ist diese Geschichte ein Adventskalender in Buchform. Jeden Tag kann der Leser in eine kurze Episode eintauchen. Am ersten Tag findet Jonas den magischen Kalender vor seiner Tür und hat auch gleich eine Idee, wie er das verschlossene Türchen öffnen kann. Das Haus der Holzfäller ist abgebildet, und die können die Schokolade problemlos aus seinem Versteck befreien.

Die nächsten Tage werden zu einer größeren Herausforderung, denn oft symbolisieren sie Personen, mit denen Jonas bislang nicht oder nicht oft geredet hat. Bei einigen hatte er dazu bislang keinen Grund, vor anderen hat er eher ein bisschen Angst. Außerdem sind auch Personen wie zum Beispiel Lehrer dabei, mit denen er zwar oft spricht, bei denen er aber nicht so recht weiß, wie er seine Bitte, das Türchen zu öffnen, vortragen soll.

In einigen Kapiteln wird es auch spannend, denn Maik Mirscheidt, der mit Jonas zur Schule geht, will ihm den Adventskalender abluchsen. Immer wieder lauert er Jonas auf und dieser muss sich etwas einfallen lassen, um den Kalender zu beschützen. Außerdem hat der Adventskalender scheinbar noch mehr magische Eigenschaften als das exklusive Türchen-Öffnen, die es zu lüften gilt. Besonders erstaunt ist Jonas, als er feststellt, dass jemand im Kalender zu wohnen scheint…? Und was hat es eigentlich damit auf sich, dass jede Schokolade die Form eines Buchstaben hat?

Mir machte es großen Spaß, immer wieder in die Geschichte einzutauchen. Sie hat eine lockere Sprache und die Atmosphäre ist magisch durch die rätselhaften Mechanismen des Kalenders und die ungewöhnlichen Begegnungen, die Jonas macht. Sehr gefallen haben mir auch die schönen Illustrationen von Daniel Faller. In jedem Kapitel wartet eine ganzseitige Visualisierung der beschriebenen Szene auf den Leser. Die Geschichte lässt sich von Jung und Alt gleichermaßen lesen. Begebt Euch nach Ravenhagen und findet an Jonas Seite mehr über das Geheimnis des Adventskalenders heraus!

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Monika58097s avatar

Rezension zu "Der magische Adventskalender" von Jan Brandt

Magisch und außergewöhnlich!
Monika58097vor 22 Tagen

Jonas Klaasen ist ein Junge, der mit Weihnachten und all den Vorbereitungen zum schönsten Fest des Jahres nichts zu tun haben möchte. Während andere aufgeregt Geschenke besorgen oder die ersten Weihnachtsplätzchen backen, sitzt er am liebsten in seinem Zimmer. Eines Morgens, bevor er zu seiner Schule in Ravenhagen aufbricht, findet er einen Kasten aus Ebenholz vor der Tür. Der Kasten entpuppt sich als Adventskalender, doch die Türchen lassen sich nicht öffnen. Die Türchen sind mit Zahlen und Zeichen versehen und schnell findet er heraus, dass nur derjenige das jeweilige Türchen öffnen kann, der mit diesen Zahlen und Zeichen in direkter Verbindung steht. Jonas ist neugierig geworden. Er möchte das Geheimnis des irgendwie magischen Adventskalenders lösen, doch dazu muss er vor die Tür gehen. Anstatt auf seinem Zimmer zu sitzen, lernt er auf einmal die unterschiedlichsten Menschen kennen. Da ist Herr Bombacher, der Uhrmacher, die Eisnerin  mit ihrem Nackthund, Frau von Kleef aus der Parfümerie und so viele andere. Und wer ist dieser kleine Herr Oppermann, der offenbar im Kalender zu wohnen scheint?

"Der magische Adventskalender" - in 24 Kapiteln erzählt Jan Brandt eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte. Eine Geschichte, in der sich der anfangs eher mürrische Jonas, der alles für sich behalten will, wandelt zu einem netten Jungen. Wunderschön zu lesen, wie diese Verwandlung von Kapitel zu Kapitel vonstatten geht, wie der Junge Menschen kennenlernt und wie er vor allen Dingen seinen Vater besser kennenlernt, der einmal einen sehr magischen Beruf gehabt habt. Doch was es genau mit dem magischen Adventskalender, all den geheimnisvollen Menschen im Buch und auch was es mit Herrn Oppermann auf sich hat - das müssen Sie schon selbst lesen!

"Der magische Adventskalender" - eine außergewöhnliche Weihnachtsgeschichte zum Selbstlesen und Vorlesen. Auf alle Fälle eine Geschichte für jedes Alter, egal, ob jung oder alt. Für alle Menschen, die Weihnachtsgeschichten so sehr lieben wie ich. Wunderschön erzählt, magisch, mit ganz viel Liebe und Fantasie. 

Auf keinen Fall unerwähnt lassen möchte ich die Illustrationen von Daniel Faller. Sie sind einfach wunderbar und vervollkommnen diese zauberhafte Geschichte. Unbedingte Leseempfehlung!

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serendipity3012s avatar

Rezension zu "Tod in Turin" von Jan Brandt

Italienische Reise
serendipity3012vor 2 Jahren

Italienische Reise 

„Roman“ steht nicht drauf. „Tod in Turn“ von Jan Brandt trägt gar keine Gattungsbezeichnung, lediglich der Titel prangt auf dem Buchumschlag. Das Taschenbuch, das ich gelesen habe, besteht aus einem herausklappbaren Innenumschlag, der sich so weit auseinanderfalten lässt, dass neben einem Gemälde von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, auf dem „Goethe in der römischen Campagna“ zu sehen ist, ein noch größeres Bild sichtbar wird, das der Comiczeichner (und Grundschullehrer, wie zu lesen ist) Tom Smith gezeichnet hat: Jan Brandt in ähnlicher Pose wie Goethe, vor den Toren der Fiatstadt Turin.

Dieser Tom Smith tritt in Brandts Bericht (oder was auch immer es ist, was wir hier lesen) selbst in Erscheinung, als Mitbewohner des Autors, zu der Zeit, zu der dieser sich in London aufhält. Brandt stand mit seinem Debütroman „Gegen die Welt“ auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2011, der Preis ging damals an den Wenderoman „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ von Eugen Ruge. „Tod in Turin“ setzt danach ein. Nachdem es nach der Preisverleihung wieder ruhiger wird und Brandt vor dem Problem steht, nicht recht zu wissen, was nun kommen soll, er Probleme damit hat, weiter zu schreiben, erreicht ihn eine Einladung zur Buchmesse in Turin, wo er sein Buch vorstellen soll, das auf Italienisch herauskommen wird.

„Tod in Turin“ liest sich hauptsächlich als Tagebuch dieser Tage in Turin, wobei nie so ganz klar ist, wie viel von dem, was wir da lesen, so passiert ist. Ist am Ende alles oder fast alles erfunden? Oder hat sich das Meiste so zugetragen? Vielleicht ist die Frage gar nicht so wichtig, da man viel über den Literaturbetrieb, vor allem über den italienischen, erfährt, über das Leben eines Schriftstellers, aber auch über ganz andere, profane Dinge. Brandt hat akribisch recherchiert und ist ganz offenbar ein Liebhaber von teilweise sehr ausführlichen Fußnoten, in denen dann kaum eine Frage offen bleibt. Die Lektüre dieser Fußnoten voll von mal mehr, mal weniger nützlichem Wissen, Fußnoten, die das, was gerade Thema ist, immer noch weiter ausschmücken, ihm immer noch eine weitere Nuance geben, habe ich sehr genossen.

So geht es einerseits um italienische Verlage, Schriftsteller, Mitarbeiter des Verlagswesens, dann aber schreibt Brandt in aller Ausführlichkeit zum Beispiel über ein italienisches Einkaufsparadies namens Eataly, über Fahrstuhlfahrten, die der Autor immer weiter auszudehnen sich gezwungen sieht, bis er die „10 Gebote“ des Hotelkonzerns alle gelesen und verinnerlicht hat. Jan Brandt ist offenbar ein Pedant, beißt sich fest in Kleinigkeiten, will es ganz genau wissen. Fast immer sind seine Ausführungen dabei unterhaltsam und interessant. Brandts Selbstironie trägt dazu bei, dass man mit ihm zusammen über ihn lachen oder zumindest schmunzeln kann. Einige wenige Stellen waren mir zu ausufernd, ein paar Witze zu gewollt, dies ist aber zu vernachlässigen.

Vielleicht stimmt es ja, wie gegen Ende zu lesen ist, dass nur oder sogar (je nach Betrachtungsweise) ungefähr die Hälfte dessen, was Brandt uns erzählt, der Wahrheit entspricht. Dass wir es nicht wissen, macht denn auch einen gewissen Reiz aus. „Tod in Turin“ ist etwas ganz anderes als es „Gegen die Welt“ war, sein Debütroman, auf den auch in diesem Buch immer wieder Bezug genommen wird. Brandts Erzählungen „Stadt ohne Engel“ sind gerade erschienen und nach „Tod in Turin“ freue ich mich auf sie nun umso mehr. Und auf alles, was da noch kommen mag von Jan Brandt, der seine Schreibblockade nun hoffentlich überwunden hat.

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