Jan Costin Wagner Eismond

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Inhaltsangabe zu „Eismond“ von Jan Costin Wagner

Ein psychologischer Kriminalroman der besonderen Art: tiefsinnig, atmosphärisch dicht und von einem geradezu hypnotischen Sog. Schlafes Bruder, so nennt man den Tod. Und tatsächlich wirkt Sanna, als sei sie nur friedlich eingeschlafen. Doch Kimmo Joentaa weiß, dass eine tödliche Krankheit seine Frau besiegt hat, auch wenn er ihren Tod noch nicht begreifen kann. Auch die junge Frau in seinem aktuellen Mordfall scheint nur vom Schlaf überrascht worden zu sein. In Wahrheit hat der Täter sie mit einem Kissen erstickt. Für Kimmo Joentaa, Polizeiinspektor im finnischen Turku, gerät die Suche nach dem Mörder, der seinen Opfern das Leben im Schlaf raubt, zu einer Suche nach einem Leben ohne seine geliebte Sanna …

Der Fall ist spannend, das Thema Tod drumherum fand ich etwas anstrengend.

— Cathy28
Cathy28

Fast schleppend erzählt Arne Dahl die Geschichte einer Mordermittlung, die viel eher einem Absturz in die eigene Trauer gleicht.

— Anne_Breckenridge
Anne_Breckenridge

Für mich war das Buch leider eher nichts. Bis zum Schluss bin ich nicht wirklich in der Geschichte angekommen und es hat mich wenig berührt.

— mondy
mondy

Guter, psychologisch interessanter Krimi in gutem Tempo!

— Jujulu
Jujulu

typisch finnisch mit viel Reflexion und innerem Monolog, leider kommt das Motiv des Mörders etwas kurz, es hat sich mir nicht erschlossen

— DanielaN
DanielaN

Dieses Buch hat mich nicht inspiriert ein weiteres Buch des Autors zu kaufen.

— hans-bubi
hans-bubi

Einer der wenigen Krimis, die ich in einem Zug gelesen und für gut befunden habe. Ich habe mich hier sehr gut unterhalten gefühlt und würde dem Buch weitere Leser wünschen.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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    Eismond
    mondy

    mondy

    11. September 2016 um 19:16

    Für mich war das Buch leider eher nichts. Bis zum Schluss bin ich nicht wirklich in der Geschichte angekommen und obwohl es zahlreiche tragische Einzelschicksale gibt, hat mich keines wirklich berührt. Natürlich fand ich es traurig, dass Joentaa seine Frau verliert, aber obwohl man tiefe Einblicke in seine Gefühle bekommt, war ich ihn nie nah. Vielleicht hat es einfach nicht gepasst.Insgesamt fand ich die Charaktere sehr eigen. Joentaas Chef Ketola war sehr anstrengend, der Rest der Truppe bleibt eher blass und unscheinbar. Überhaupt nicht nachvollziehen konnte ich die Beweggründe von Daniel, da musste ich doch mehrmals mit dem Kopf schütteln. Interessant ist natürlich, dass man Einblicke in die Gedanken des Mörders bekommt. Ich fand es auch gut, dass die Opfer oder Angehörige der Opfer zu Wort kommen durften, so erlebt man den Fall aus allen möglichen Perspektiven. Der Fall an sich ist eigentlich spannend, manchmal verliert man ihn allerdings aus dem Fokus, weil so viel anderes thematisiert wird. Joentaas Eingebungen fand ich grenzwertig, "richtige Ermittlungsarbeit" hätte mir besser gefallen. Fazit: Aus Kimmo Joentaa und mir wird wohl nichts werden, ich denke aber, dass das Buch durchaus berechtigt seine Fans hat. Die Stimmung ist speziell und für mich hat es einfach gerade nicht gepasst. Vielleicht ein anderes Mal.

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  • Schlaf ist der kleine Bruder des Todes

    Eismond
    guybrush

    guybrush

    15. February 2015 um 15:44

    „Für einen Moment dachte er, dass das Leben an sich sinnlos sei. Der Gedanke kam häufiger. … Wenn der Tod keinen Sinn hatte, hatte auch das Leben keinen Sinn.“ Ein trauriges und intensives Buch, das von Tod und Trauer handelt. Aber ich habe vieles darin nicht verstanden. Ein Kommissar, der durch den Tod seiner Frau so traumatisiert ist, dass er eine besondere Sensibilität entwickelt und dem Täter dadurch auch emotional sehr nahe kommt. Soweit gehe ich mit. Auch die ruhige Erzählweise und die poetische Sprache haben mir gut gefallen, obwohl letztere mir stellenweise doch zu sehr mit Metaphern überfrachtet war. Ich scheitere aber an den ach so sehr leidenden Männern, die sich ob ihrer Unfähigkeit über ihre Gefühle zu kommunizieren, ständig nur um sich selbst drehen. Derer gibt es mindestens 4. Polizist Kimmo Joentaa, seinen Chef Ketola, den Deutschen Daniel und natürlich den Mörder. Natürlich geht jeder anders damit um, aber im Grunde sind sie sich in ihrer Hilflosigkeit sehr ähnlich. Für mich der große Schwachpunkt des Buches, ist die Tatsache, dass ich an keiner Stelle nachvollziehen, geschweige denn verstehen konnte, warum einer von ihnen zum Mörder wird. Hätte ich das zwischen den Zeilen lesen können? Auf jeden Fall bleibt mir dieses ungute Gefühl zurück, dass ich zu blöd bin, dieses Buch zu verstehen. Über eines sind sich alle Akteure des Buches sowie der Autor einig. Finnland ist ein schönes Land und der Sommer dort dauert (wenn ich das richtig verfolgt habe) höchsten 3 Tage und geht abrupt in den Winter über ;-) Fazit: Viel innere Seelenschau, dürftige Handlung und nicht so viel Spannung, wie ich sie in einem Krimi gerne hätte.  Es gibt trotzdem 4 von 5 Sternen

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  • Sehr ermüdend das Ganze!

    Eismond
    hans-bubi

    hans-bubi

    31. May 2014 um 13:05

    Nun, ich weiß nicht was ich schreiben soll. Denn was habe ich gelesen? Einen Roman? Einen Krimi? Ich weiß es nicht....Mehr eine Studie um Liebe und Tod. Und so geht es mir auch, wenn ich den ganzen Roman beschreiben soll. Spannend? Nein, nicht sonderlich. Der Autor kann gut schreiben und beschreiben: Die Landschaft, die Häuser, die Figuren der Polizisten, die Beteiligten denen er begegnet und der Menschen in deren Umfeld sind lebendig dargestellt. Sie haben Charakter, interessant und ziemlich glaubwürdig. Ermüdend, und mit der Zeit auch sehr abstossend und langweilig ist die Trauerarbeit des Polizisten Joentaa dargestellt. Über zig Seiten schleppt sich das ganze so zäh dahin, dass man selber fast verzweifeln möchte. So in der Mitte des Buches angekommen legte ich es zur Seite. Immer wieder schlich drumherrum. Nach einer Woche des "Schleichens" packte ich den Stier dann bei den Hörner und zwang mich es zu Ende zu lesen. Ich zwang mich regelrecht. Fazit: Dieses Buch hat mich nicht inspiriert ein weiteres Buch des Autors zu kaufen.

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  • Rezension zu "Eismond" von Jan Costin Wagner

    Eismond
    rkuehne

    rkuehne

    03. January 2013 um 18:15

    Ich hab mich ein bisschen schwer getan, mit der hochgelobten, schwermütigen Geschichte von Kimmo, dem Polizisten, der gerade seine Frau verloren hat und direkt in einen nicht weiter schwermütigen Fall hineingerät. Wagner macht das eigentlich gut, die Traurigkeit Kimmos ist allgegenwärtig, ist manchmal beklemmend, manchmal aber auch zuviel des Guten. Irgendwas hat verhindert, dass das Buch so richtig an mich herankam, vielleicht war es der Stil, der eigenwillig und sicher nicht schlecht, aber vielleicht nicht jedermanns Sache ist. Trotzdem ein solider Krimi mit besonderer Melancholie.

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  • Rezension zu "Eismond" von Jan Costin Wagner

    Eismond
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. March 2012 um 14:01

    Inhalt: Kommissar Joentaa wird zu einem Mord gerufen, zu dem es keinerlei Spuren gibt. Es ist eine tat, ohne offensichtlichem Motiv und somit fast ein perfekter Mord. Er recherchiert und verzeichnet im Grunde keinen Erfolg. Viele Gefühle und Empfindungen, subjektive Dinge sind es, die in ihm nach und nach ein Täter-Profil entstehen lassen, aber reicht das? Das weiß er selber nicht, zumal er selber nur einen Tag vor dem Mord seine Frau verloren hat - durch den Tod, der ihm in diesem Mord wieder erscheint, ohne sein Gesicht zu zeigen... ** ** ** ** ** ** *** Schreibstil: Es sind eigentlich weniger die Vokabeln, als die Sätze, die Wagners Buch zu einem besonderen, der Alltagssprache entzogenen Lesevergnügen bereitet. ** ** ** ** ** ** *** Quintessenz: Ob es daran liegt, dass dieses der erste Band ist, oder aber ob es daran liegt, dass es mein zweites Buch von Wagner ist - ich bin deutlich leichter in die Geschichte eingestiegen als bei meinem ersten Wagner Buch. Zur Mitte der Geschichte ist es etwas zäh, Joentaa trauert mir ein wenig zu sehr in einem labilen Psycho-Zustand. Wagner gelingt es, dadurch, dass er allen Personen in dieser Geschichte einen "psycho Knall" mit auf den Weg gibt, eine aufreibende Geschichte zu erzählen, die an die Nerven gehen kann... ** ** ** ** ** ** ***

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  • Rezension zu "Eismond" von Jan Costin Wagner

    Eismond
    mehrsonntag

    mehrsonntag

    08. September 2011 um 13:40

    Festhalten. Liebe. Wahre Liebe. Unendliche Liebe, Schmerz. Am liebsten würde Kimmo Joentaa die Zeit zurückdrehen. Sie zurückdrehen. Zurückholen, Sanna. Seine Frau. Seine. Sie stirbt, er wacht und er lebt. Weiter. Allein, zurückgelassen. Ein sanfter Tod, sie hatte trotz allem keine Schmerzen. Vorsichtig fast, angeschlichen und unausweichlich, trifft er dich doch mitten ins Gesicht, zerschmettert dein Innerstes, wie ein Gesteinsbrocken, der aus großer Höhe auf dich herabfällt. Leise und fast zurückhaltend kommt der Tod. Erstickt, im Schlaf. Die Frau im blauen Haus. Der Mann in der Jugendherberge, sein Sohn, der neben ihm liegt, im Zimmer mit 7 Personen und niemand bemerkt etwas, erst am kommenden Morgen, als er sich nicht bewegt, sich nicht wecken lässt. Nie wieder. Und ein Mädchen spielt Klavier, es ist diese Melodie, die Kimmo aufhorchen lässt, er kennt sie, aus seiner Kindheit, er verbindet etwas mit dieser Musik, kann den Gedanken aber nicht fassen, nicht zu Ende bringen. Und was hat dieses junge Mädchen, tot in ihrer Wohnung aufgefunden, mit der ermordeten Frau, mit dem Mann aus der Jugendherberge gemeinsam? Und wo ist das Bild, das neben dem Schlüsselbrett hing? Das Foto? Wer hat aus diesem Glas getrunken? Fragen über Fragen, eindringlich. Bewegend. Wunderbar.

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  • Rezension zu "Eismond" von Jan Costin Wagner

    Eismond
    leserin

    leserin

    09. July 2011 um 17:31

    Kimmo Joentaa, Kriminalinspektor in der finnischen Stadt Turku, saß am Bett seiner krebskranken sterbenden Frau und erwartete ihren Tod. Nachdem sie eingeschlafen war, erlebte er einen tiefen Schmerz in sich, der ihn nicht mehr losließ. Ein Mordfall rüttelte ihn auf - eine Frau wurde mit einem Kissen im Schlaf erstickt und weitere ähnliche Mordfälle geschehen. Der Mörder, ein Psychopath, wird im Buch als absolut ruhig und sympatisch beschrieben und scheint fast "durchsichtig" zu sein. Er lebte in zwei Welten. Alle Charaktere im Buch wurden gut und anschaulich dargestellt. Fasziniert hat mich die Beschreibung der finnischen Landschaft, sie beherbergt Tod und Trauer. Der Schreibstil besticht durch kurze, klar geformte Sätze mit starkem Tiefgang. "Eismond" ist ein spannender, mal etwas anderer Krimi und meinerseits absolut empfehlenswert.

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  • Rezension zu "Eismond" von Jan Costin Wagner

    Eismond
    Winterzauber

    Winterzauber

    30. May 2010 um 13:34

    Ich bin Fan von skandinavischen Krimis, aber dieses Buch hat doch etwas Geduld erfordert. Es ist doch nicht gerade flüssig geschrieben, der schwierige Ermittler Kimmo Joentaa ist durch den Tod seiner Frau sehr traumatisiert und es ist immer wieder Thema - was mich doch sehr gestört hat. Die Kriminalgeschichte ist schon interessant, jedoch kann ich immer noch nicht sagen, ob mir das Buch gefällt oder nicht - begeistert war ich nicht, jedoch war gerade dieses ungewöhnliche so interessant. Dieser Autor lässt sich mit keinem anderen vergleichen.

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  • Rezension zu "Eismond" von Jan Costin Wagner

    Eismond
    Todesrose

    Todesrose

    10. May 2010 um 10:17

    Was soll man über sein absolutes Lieblingsbuch schreiben, ohne das es zu Lobhudelig wirkt? Sehr schwer :-) Was für mich die Einzigartigkeit des Buches ausmacht, ist diese außergewöhnliche Stimmung.Ein nahezu gebrochener Kommissar, dessen Ehefrau vor kurzem starb, und dessen Hoffnungslosigkeit, dessen Melancholie setzt sich die gesamte Erzählung durch ( dreimal "dessen" ist Absicht!). Zwischendurch wird ein Kriminalfall ermittelt und gelöst, der erstaunlicherweise n i c h t bedeutungslos in den Hintergrund verschwindet. Im Gegenteil, Kommissar Kimmo braucht diesen Fall, braucht diesen Mörder, um selber weiterleben zu können. Phantastisch beschrieben. Und der Schluß ist mit das Schönste , mit das Ergreifendste, was ich je gelesen habe. Ganz einfach, nahezu nüchtern, aber gerade deswegen so nahe gehend. Große Gefühle völlig unpathetisch vermittelt, sowie ein geradezu traumhaftes Deutsch , Leserseele was willst Du mehr? ! Wagner ist ein sprachlicher Ästhet. Lesen-Nachdenken-Genießen !!

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  • Rezension zu "Eismond" von Jan Costin Wagner

    Eismond
    Chefkriminalist

    Chefkriminalist

    04. July 2009 um 21:05

    also ich fand es schon schön geschrieben, aber irgendwie geht es viel zu langsam vorwärts, das ich mir trotzdem angetan hab, die zwar original finnisch wirken, mich aber ein wenig verwirrt haben. - siehe auch meine rezension zum schweigen, und das bei mir nen ganz anderen eindruck hinterlassen hat..., und das ganze gejammere um seine tote frau hat man auch irgendwie nach 30 seiten verstanden und muss nicht sooo sehr fortgeführt werden. übrigens hatte ich große probleme mit den namen

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  • Rezension zu "Eismond" von Jan Costin Wagner

    Eismond
    Rheinzwitter

    Rheinzwitter

    03. May 2008 um 03:25

    Es gibt Bücher, bei denen es mir schwerfällt zu beschreiben, warum sie mir gefallen. Zu Eismond fällt mir vor allem eins ein: Atmosphäre. Ein Krimi, sicher, aber auch eine Geschichte um Bewältigung von Trauer und die Überwindung eines Verlustes. Erzählt in einer wunderbar schnörkellosen, gradlinigen, niemals aufdringlichen aber dafür eindringlichen Sprache. Allein das erste Kapitel gehört zum Bewegensten, was ich je gelesen habe. Obwohl schwermütig, schimmert zwischen den Zeilen etwas Hoffnungsvolles durch, das die andauernde Melancholie abschwächt und Kimmo Joentaas Gefühlslage nachfühlbarer und damit die Figur wesentlich sympathischer macht als zum Beispiel Mankells Wallander in seiner Weltverdrossenheit. Ein ungewöhnlicher Kriminalroman von einem deutschen Schriftsteller. Selten genug. Eine klare Empfehlung.

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  • Rezension zu "Eismond" von Jan Costin Wagner

    Eismond
    ChiefC

    ChiefC

    09. October 2007 um 14:20

    Ein beklemmendes Buch, ein verstörendes Buch, ein packendes Buch. Es stimmt, was einige Rezensenten monieren: Die Ermittler begehen "Fehler" - so lässt etwa der Protagonist einen Zeugen bei sich wohnen -, die einem am Sonntagabend beim "Tatort"-Gucken wahnsinnig nerven würden. Doch kann auch kein Tatort-Drehbuchautor die psychischden Befindlichkeiten der Hauptfiguren so verdichten, wie es Jan Costin Wagner in "Eismond" tut. Der Ermittler leidet unter dem Tod seiner Frau und entwickelt deshalb ein besonderes Gespür für den Mörder. Was man in eineinhalb Stunden Fernsehkrimi einfach nur unglaubwürdig, da verstümmelt darstellen könnte, leuchtet Wagner bis an die Schmerzgrenze (seiner Protagonisten UND Leser) aus. "Selten ist ein Kriminalroman so nah an das Rätsel des Todes herangerückt", wird die "Zeit" auf dem Buchrücken zitiert. Das ist sehr treffend ausgedrückt. Am Schluss des Buches (keine Angst, ich verrate nichts!) heißt es, die verstorbene Frau des Polizisten habe nur Bücher gelesen, die gut endeten. Wenn sie daran während der Lektüre Zweifel hegte, habe ihr Mann das letzte Kapitel lesen und ihr sagen müssen, ob das Finale positiv oder negativ ist. Die Frage, ob Wagners Buch nun gut oder schlecht ausgeht, werden unterschiedliche Leser vielleicht unterschiedlich beantworten. Aber auf jeden Fall führt der Autor seine Geschichte konsequent und stringent durch.

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