Eismond

von Jan Costin Wagner 
3,8 Sterne bei98 Bewertungen
Eismond
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Cathy28s avatar

Der Fall ist spannend, das Thema Tod drumherum fand ich etwas anstrengend.

Anne_Breckenridges avatar

Fast schleppend erzählt Arne Dahl die Geschichte einer Mordermittlung, die viel eher einem Absturz in die eigene Trauer gleicht.

Alle 98 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Eismond"

Ein psychologischer Kriminalroman der besonderen Art: tiefsinnig, atmosphärisch dicht und von einem geradezu hypnotischen Sog.

Schlafes Bruder, so nennt man den Tod. Und tatsächlich wirkt Sanna, als sei sie nur friedlich eingeschlafen. Doch Kimmo Joentaa weiß, dass eine tödliche Krankheit seine Frau besiegt hat, auch wenn er ihren Tod noch nicht begreifen kann. Auch die junge Frau in seinem aktuellen Mordfall scheint nur vom Schlaf überrascht worden zu sein. In Wahrheit hat der Täter sie mit einem Kissen erstickt. Für Kimmo Joentaa, Polizeiinspektor im finnischen Turku, gerät die Suche nach dem Mörder, der seinen Opfern das Leben im Schlaf raubt, zu einer Suche nach einem Leben ohne seine geliebte Sanna …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442457571
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:11.07.2005
Das aktuelle Hörbuch ist am 08.02.2003 bei Eichborn Lido erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,8 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne28
  • 4 Sterne39
  • 3 Sterne22
  • 2 Sterne5
  • 1 Stern4
  • Sortieren:
    Pongokaters avatar
    Pongokatervor 9 Monaten
    Das Buch, das mich zum Wagnerianer machte

    Wagnerianer in der Musik? Nie im Leben!!! In der Literatur? Wenn es um Jan Costin W. geht, ja. Und dazu reichte dieser erste Roman der Kimmo-Joentaa-Reihe. Eine Krimi-Reihe, in der die ersten 30 Seiten einem "natürlichen" Tod gehören, dem Krebstod der jungen Frau des Jungen Kommissars aus Turku in Südwestfinnland. Sensibel schildert der Erzähler den Sterbeprozess von Kimmos Frau und dessen Reaktion. Und erst danach geschieht der krimiübliche Mord. JCW geht es in diesem Roman vor allem um psychische Konstellationen und Entwicklungen, weniger um Gesellschaftliches. Folge der Lektüre von "Eismond": Sofortiges Lesen der nächsten vier Bände der Kimmo-Joentaa-Reihe.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    mondys avatar
    mondyvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Für mich war das Buch leider eher nichts. Bis zum Schluss bin ich nicht wirklich in der Geschichte angekommen und es hat mich wenig berührt.
    Nicht ganz mein Fall

    Für mich war das Buch leider eher nichts. Bis zum Schluss bin ich nicht wirklich in der Geschichte angekommen und obwohl es zahlreiche tragische Einzelschicksale gibt, hat mich keines wirklich berührt. Natürlich fand ich es traurig, dass Joentaa seine Frau verliert, aber obwohl man tiefe Einblicke in seine Gefühle bekommt, war ich ihn nie nah. Vielleicht hat es einfach nicht gepasst.

    Insgesamt fand ich die Charaktere sehr eigen. Joentaas Chef Ketola war sehr anstrengend, der Rest der Truppe bleibt eher blass und unscheinbar. Überhaupt nicht nachvollziehen konnte ich die Beweggründe von Daniel, da musste ich doch mehrmals mit dem Kopf schütteln. Interessant ist natürlich, dass man Einblicke in die Gedanken des Mörders bekommt. Ich fand es auch gut, dass die Opfer oder Angehörige der Opfer zu Wort kommen durften, so erlebt man den Fall aus allen möglichen Perspektiven. 

    Der Fall an sich ist eigentlich spannend, manchmal verliert man ihn allerdings aus dem Fokus, weil so viel anderes thematisiert wird. Joentaas Eingebungen fand ich grenzwertig, "richtige Ermittlungsarbeit" hätte mir besser gefallen. 

    Fazit: Aus Kimmo Joentaa und mir wird wohl nichts werden, ich denke aber, dass das Buch durchaus berechtigt seine Fans hat. Die Stimmung ist speziell und für mich hat es einfach gerade nicht gepasst. Vielleicht ein anderes Mal.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    guybrushs avatar
    guybrushvor 4 Jahren
    Schlaf ist der kleine Bruder des Todes

    „Für einen Moment dachte er, dass das Leben an sich sinnlos sei. Der Gedanke kam häufiger. … Wenn der Tod keinen Sinn hatte, hatte auch das Leben keinen Sinn.“ Ein trauriges und intensives Buch, das von Tod und Trauer handelt. Aber ich habe vieles darin nicht verstanden.

    Ein Kommissar, der durch den Tod seiner Frau so traumatisiert ist, dass er eine besondere Sensibilität entwickelt und dem Täter dadurch auch emotional sehr nahe kommt. Soweit gehe ich mit. Auch die ruhige Erzählweise und die poetische Sprache haben mir gut gefallen, obwohl letztere mir stellenweise doch zu sehr mit Metaphern überfrachtet war.

    Ich scheitere aber an den ach so sehr leidenden Männern, die sich ob ihrer Unfähigkeit über ihre Gefühle zu kommunizieren, ständig nur um sich selbst drehen. Derer gibt es mindestens 4. Polizist Kimmo Joentaa, seinen Chef Ketola, den Deutschen Daniel und natürlich den Mörder. Natürlich geht jeder anders damit um, aber im Grunde sind sie sich in ihrer Hilflosigkeit sehr ähnlich. Für mich der große Schwachpunkt des Buches, ist die Tatsache, dass ich an keiner Stelle nachvollziehen, geschweige denn verstehen konnte, warum einer von ihnen zum Mörder wird. Hätte ich das zwischen den Zeilen lesen können? Auf jeden Fall bleibt mir dieses ungute Gefühl zurück, dass ich zu blöd bin, dieses Buch zu verstehen.

    Über eines sind sich alle Akteure des Buches sowie der Autor einig. Finnland ist ein schönes Land und der Sommer dort dauert (wenn ich das richtig verfolgt habe) höchsten 3 Tage und geht abrupt in den Winter über ;-)

    Fazit: Viel innere Seelenschau, dürftige Handlung und nicht so viel Spannung, wie ich sie in einem Krimi gerne hätte.  Es gibt trotzdem 4 von 5 Sternen

    Kommentieren0
    10
    Teilen
    H
    hans-bubivor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Dieses Buch hat mich nicht inspiriert ein weiteres Buch des Autors zu kaufen.
    Sehr ermüdend das Ganze!

    Nun, ich weiß nicht was ich schreiben soll. Denn was habe ich gelesen? Einen Roman? Einen Krimi? Ich weiß es nicht....Mehr eine Studie um Liebe und Tod.

    Und so geht es mir auch, wenn ich den ganzen Roman beschreiben soll. Spannend? Nein, nicht sonderlich.

    Der Autor kann gut schreiben und beschreiben:
    Die Landschaft, die Häuser, die Figuren der Polizisten, die Beteiligten denen er begegnet und der Menschen in deren Umfeld sind lebendig dargestellt. Sie haben Charakter, interessant und ziemlich glaubwürdig.

    Ermüdend, und mit der Zeit auch sehr abstossend und langweilig ist die Trauerarbeit des Polizisten Joentaa dargestellt. Über zig Seiten schleppt sich das ganze so zäh dahin, dass man selber fast verzweifeln möchte. So in der Mitte des Buches angekommen legte ich es zur Seite. Immer wieder schlich drumherrum. Nach einer Woche des "Schleichens" packte ich den Stier dann bei den Hörner und zwang mich es zu Ende zu lesen. Ich zwang mich regelrecht.

    Fazit:
    Dieses Buch hat mich nicht inspiriert ein weiteres Buch des Autors zu kaufen.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    rkuehnes avatar
    rkuehnevor 6 Jahren
    Rezension zu "Eismond" von Jan Costin Wagner

    Ich hab mich ein bisschen schwer getan, mit der hochgelobten, schwermütigen Geschichte von Kimmo, dem Polizisten, der gerade seine Frau verloren hat und direkt in einen nicht weiter schwermütigen Fall hineingerät. Wagner macht das eigentlich gut, die Traurigkeit Kimmos ist allgegenwärtig, ist manchmal beklemmend, manchmal aber auch zuviel des Guten. Irgendwas hat verhindert, dass das Buch so richtig an mich herankam, vielleicht war es der Stil, der eigenwillig und sicher nicht schlecht, aber vielleicht nicht jedermanns Sache ist. Trotzdem ein solider Krimi mit besonderer Melancholie.

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Eismond" von Jan Costin Wagner

    Inhalt:
    Kommissar Joentaa wird zu einem Mord gerufen, zu dem es keinerlei Spuren gibt. Es ist eine tat, ohne offensichtlichem Motiv und somit fast ein perfekter Mord. Er recherchiert und verzeichnet im Grunde keinen Erfolg. Viele Gefühle und Empfindungen, subjektive Dinge sind es, die in ihm nach und nach ein Täter-Profil entstehen lassen, aber reicht das? Das weiß er selber nicht, zumal er selber nur einen Tag vor dem Mord seine Frau verloren hat - durch den Tod, der ihm in diesem Mord wieder erscheint, ohne sein Gesicht zu zeigen...
    ** ** ** ** ** ** ***
    Schreibstil:
    Es sind eigentlich weniger die Vokabeln, als die Sätze, die Wagners Buch zu einem besonderen, der Alltagssprache entzogenen Lesevergnügen bereitet.
    ** ** ** ** ** ** ***
    Quintessenz:
    Ob es daran liegt, dass dieses der erste Band ist, oder aber ob es daran liegt, dass es mein zweites Buch von Wagner ist - ich bin deutlich leichter in die Geschichte eingestiegen als bei meinem ersten Wagner Buch.
    Zur Mitte der Geschichte ist es etwas zäh, Joentaa trauert mir ein wenig zu sehr in einem labilen Psycho-Zustand.
    Wagner gelingt es, dadurch, dass er allen Personen in dieser Geschichte einen "psycho Knall" mit auf den Weg gibt, eine aufreibende Geschichte zu erzählen, die an die Nerven gehen kann...
    ** ** ** ** ** ** ***

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    mehrsonntags avatar
    mehrsonntagvor 7 Jahren
    Rezension zu "Eismond" von Jan Costin Wagner

    Festhalten. Liebe. Wahre Liebe. Unendliche Liebe, Schmerz. Am liebsten würde Kimmo Joentaa die Zeit zurückdrehen. Sie zurückdrehen. Zurückholen, Sanna. Seine Frau. Seine.
    Sie stirbt, er wacht und er lebt. Weiter. Allein, zurückgelassen. Ein sanfter Tod, sie hatte trotz allem keine Schmerzen. Vorsichtig fast, angeschlichen und unausweichlich, trifft er dich doch mitten ins Gesicht, zerschmettert dein Innerstes, wie ein Gesteinsbrocken, der aus großer Höhe auf dich herabfällt.
    Leise und fast zurückhaltend kommt der Tod. Erstickt, im Schlaf. Die Frau im blauen Haus. Der Mann in der Jugendherberge, sein Sohn, der neben ihm liegt, im Zimmer mit 7 Personen und niemand bemerkt etwas, erst am kommenden Morgen, als er sich nicht bewegt, sich nicht wecken lässt. Nie wieder.
    Und ein Mädchen spielt Klavier, es ist diese Melodie, die Kimmo aufhorchen lässt, er kennt sie, aus seiner Kindheit, er verbindet etwas mit dieser Musik, kann den Gedanken aber nicht fassen, nicht zu Ende bringen.
    Und was hat dieses junge Mädchen, tot in ihrer Wohnung aufgefunden, mit der ermordeten Frau, mit dem Mann aus der Jugendherberge gemeinsam? Und wo ist das Bild, das neben dem Schlüsselbrett hing? Das Foto? Wer hat aus diesem Glas getrunken?
    Fragen über Fragen, eindringlich. Bewegend. Wunderbar.

    Kommentieren0
    16
    Teilen
    leserins avatar
    leserinvor 7 Jahren
    Rezension zu "Eismond" von Jan Costin Wagner

    Kimmo Joentaa, Kriminalinspektor in der finnischen Stadt Turku, saß am Bett seiner krebskranken sterbenden Frau und erwartete ihren Tod. Nachdem sie eingeschlafen war, erlebte er einen tiefen Schmerz in sich, der ihn nicht mehr losließ.
    Ein Mordfall rüttelte ihn auf - eine Frau wurde mit einem Kissen im Schlaf erstickt und weitere ähnliche Mordfälle geschehen.

    Der Mörder, ein Psychopath, wird im Buch als absolut ruhig und sympatisch beschrieben und scheint fast "durchsichtig" zu sein. Er lebte in zwei Welten.

    Alle Charaktere im Buch wurden gut und anschaulich dargestellt.

    Fasziniert hat mich die Beschreibung der finnischen Landschaft, sie beherbergt Tod und Trauer.

    Der Schreibstil besticht durch kurze, klar geformte Sätze mit starkem Tiefgang.

    "Eismond" ist ein spannender, mal etwas anderer Krimi und meinerseits absolut empfehlenswert.

    Kommentieren0
    12
    Teilen
    Winterzaubers avatar
    Winterzaubervor 8 Jahren
    Rezension zu "Eismond" von Jan Costin Wagner

    Ich bin Fan von skandinavischen Krimis, aber dieses Buch hat doch etwas Geduld erfordert. Es ist doch nicht gerade flüssig geschrieben, der schwierige Ermittler Kimmo Joentaa ist durch den Tod seiner Frau sehr traumatisiert und es ist immer wieder Thema - was mich doch sehr gestört hat. Die Kriminalgeschichte ist schon interessant, jedoch kann ich immer noch nicht sagen, ob mir das Buch gefällt oder nicht - begeistert war ich nicht, jedoch war gerade dieses ungewöhnliche so interessant. Dieser Autor lässt sich mit keinem anderen vergleichen.

    Kommentieren0
    16
    Teilen
    Todesroses avatar
    Todesrosevor 8 Jahren
    Rezension zu "Eismond" von Jan Costin Wagner

    Was soll man über sein absolutes Lieblingsbuch schreiben, ohne das es zu Lobhudelig wirkt?
    Sehr schwer :-)
    Was für mich die Einzigartigkeit des Buches ausmacht, ist diese außergewöhnliche Stimmung.Ein nahezu gebrochener Kommissar, dessen Ehefrau vor kurzem starb, und dessen Hoffnungslosigkeit, dessen Melancholie setzt sich die gesamte Erzählung durch ( dreimal "dessen" ist Absicht!). Zwischendurch wird ein Kriminalfall ermittelt und gelöst, der erstaunlicherweise n i c h t bedeutungslos in den Hintergrund verschwindet. Im Gegenteil, Kommissar Kimmo braucht diesen Fall, braucht diesen Mörder, um selber weiterleben zu können. Phantastisch beschrieben.
    Und der Schluß ist mit das Schönste , mit das Ergreifendste, was ich je gelesen habe. Ganz einfach, nahezu nüchtern, aber gerade deswegen so nahe gehend.
    Große Gefühle völlig unpathetisch vermittelt, sowie ein geradezu traumhaftes Deutsch , Leserseele was willst Du mehr? ! Wagner ist ein sprachlicher Ästhet.
    Lesen-Nachdenken-Genießen !!

    Kommentieren0
    18
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks