Sakari lernt, durch Wände zu gehen

von Jan Costin Wagner 
4,6 Sterne bei13 Bewertungen
Sakari lernt, durch Wände zu gehen
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Neue Kurzmeinungen

Baerbel82s avatar

Neues vom Meister der Melancholie.

ClaraOswalds avatar

Poetisch, nachdenklich, wunderbar, ein bisschen dramatisch.. wie üblich.

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Inhaltsangabe zu "Sakari lernt, durch Wände zu gehen"

Die Macht des Todes – die Kraft des Lebens.
Jan Costin Wagner ist der Meister des literarischen Kriminalromans – ein Buch von hypnotischer Intensität, das zugleich verstört und glücklich macht
Auf dem Marktplatz der finnischen Stadt Turku steigt ein junger Mann in einen Brunnen. Er ist nackt und offenbar verwirrt. Und er hat ein Messer bei sich.Im Nachhinein kann sich niemand so recht erklären, warum einer der herbeigeeilten Polizisten ihn erschossen hat – vor allem nicht der Schütze selbst.
Er versucht, mehr über den jungen Menschen zu erfahren, dem er das Leben genommen hat, und wendet sich hilfesuchend an seinen Kollegen Kimmo Joentaa. Kimmo, inzwischen selbst alleinerziehender Vater einer Tochter, sucht die Eltern des Toten auf – und stößt auf Spuren einer Katastrophe, die nicht nur das Leben des Jungen aus dem Brunnen, sondern das zweier Familien tragisch und tiefgreifend verändert hat.
Kimmo Joentaa beginnt, die losen Fäden zu verknüpfen. Und er begreift, dass diese Ermittlung ihn vor allem mit der Frage konfrontiert, woran Menschen sich in unserer Welt festhalten können, wenn schlimmste Befürchtungen wahr werden.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783869710181
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum:09.11.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 23.11.2017 bei Argon erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    buchstabensammlerins avatar
    buchstabensammlerinvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Einfach schön.... wenn man das zu einem Krimi sagen kann
    Ein so ruhiger und doch tiefengründiger Krimi

    Fakten:
    Titel: Sakari lernt durch Wände zu gehen
    Autor: Jan Costin Wagner
    Verlag: Galiani Berlin
    ISBN: 978-3-86971-018-1
    gebundene Ausgabe - Preis: 20,00 €

    Cover:
    Das Cover ist genau wie das Buch...ruhig, mit Tiefe und im Einklang mit dem Titel.


    Text Rückseite:
    Der schwarze Mann hinter der Wasserwand kommt schnell näher...
    lass mich....
    Ein Schritt, dann noch einer, dann übertrifft der Mann die Schwelle, steht zwischen den Wänden, mit einem Bein in dem Raum, der nur Sakari gehört.
    .... lass mich einfach nur...
    Der Mann richtet seine Waffe auf ihn, auf die Stelle, an der sein Herz schlägt.
    ... lass mich einfach nur ein Engel sein.
    Jan Costin Wagner ist der Meister des literarischen Kriminalromans.
    „So lakonisch, so rhythmisch, so schön. Das ist Liebe auf den ersten Satz.“
    Tobias Becker, Spiegel Online

    Inhalt:
    Ein angeblicher verwirrter junger Mann steht im Brunnen der finnischen Stadt Turku – er hat ein Messer – er ist nackt – und er wird erschossen, von einem Polizisten, der sich nicht anders zu helfen wusste.
    Genau dieser junge Mann hat eine Lebensgeschichte, die den Ermittler Kimmo auf eine Spur führt, die zwischen Emotion und Sachlichkeit ein erhebliches Ungleichgewicht mit sich bringt und ihn in eine Familientragödie führt, die seinesgleichen sucht.

    Meine Meinung:
    Das Buch lebt durch viele Personen, manchmal muss man sich sehr konzentrieren, aber genau das und die kurzen Kapitel, halten die Spannung aufrecht.
    Die Geschichte ist sehr modern vor allem, was die Medienlandschaft betrifft und die Sprachgewalt des Buches sucht seinesgleichen.
    Kimmo ist alleinerziehend und hat eine Tochter, die mit ihren Freundinnen im Haus eine unbeschwerte Zeit verbringt. Das ist so fantastisch beschrieben, fernab vom Krimi... man springt förmlich mit den Mädchen in den See und lacht mit ihnen.
    Und diese unglaubliche Verbundenheit von Vater und Tochter ist so intensiv beschrieben. Schön... es lässt kurz von diesem furchtbaren Mord des jungen Mannes im Brunnen ablenken.
    Der Autor schafft es, in einer sehr ruhigen und durch kurze Kapitel ausgleichenden Schreibweise diesen Krimi zu einem Roman zu verwandeln, der auch durch sein ruhiges Ende ein Buch der ganz besonderen Art ist.


    Beste Momente:
    „Und Marisa möchte den Mond vermessen, denkt Joentaa. Aber erst später, wenn die Nacht ihren Scheitelpunkt erreicht. Joentaa fragt sich, ob Sanna das Lineal gefunden hat und Petri Grönholm Schlaf.“ (Seite 45)


    Fazit:
    Das war mein erstes Buch von Jan Costin Wagner und ich sicherlich nicht das Letzte. Schade, dass ich  seine Bücher vor diesem nicht gelesen habe. Ich gebe eine mehr als volle Leseempfehlung!

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    walli007s avatar
    walli007vor 9 Monaten
    Das Verschwinden

    Ein junger Mann steht nackt in einem Brunnen, mit einem Messer in der Hand. Die herbei gerufene Polizei soll die Situation entschärfen. Schließlich ist der junge Mann tot und weitere Polizisten müssen aufklären, wie es dazu kam. Kimmo Joeenta, der einen letzten Urlaubstag mit seiner neunjährigen Tochter Sanna und deren Freundinnen verbringen möchte, schaltet sich in die Untersuchung ein. War der Tote wirklich eine Bedrohung für sich oder andere? Und wer ist der Junge, der neben dem Brunnen stand? Von diesem berichtete Petri, der Polizist mit der Waffe. Der etwa zehnjährige Junge ist verschwunden, einfach davon gegangen.


    Im August neigt sich in Finnland der Sommer dem Ende entgegen, die Hitze des Tages geht schon relativ früh in die Dunkelheit der Nacht über. Sanna und ihre Freundinnen genießen die Ferientage. Die Mutter des Toten erscheint seltsam unberührt, ihr Sohn hatte die Familie schon lange verlassen. Aufgrund einer psychischen Erkrankung lebte er in einer betreuten Wohngruppe. Die Mutter selbst ist Psychologin, doch sie konnte ihrem Sohn nicht helfen. Niemand konnte ein traumatisches Ereignis ungeschehen machen. Ein Verlust ist unwiederbringlich. Wieso mussten sich der junge Sakari und der Polizist Petrie ausgerechnet in diesem Moment begegnen. Kimmo Joeenta fühlt sich in die Beteiligten hinein, doch auch er kann Geschehenes nicht ungeschehen machen.


    Selbst der Sommer birgt eine gewisse Melancholie. Die Erforschung des Geschehens fördert eine unendliche Traurigkeit zutage. Noch wärmt die Sonne, aber wie ist der lange dunkle Winter zu überstehen. Kommissar Kimmo Joeenta versucht mit all seiner Kraft, das Geheimnis hinter dem Geschehen zu entschlüsseln. Man gewinnt den Eindruck, er versucht, die Sonne zurück in die Herzen zu bringen, um das eigentlich unerträglich wenigsten soweit erträglich zu machen, dass die Überlebenden auf ein Weiterleben hoffen können. Wie ein Foto, auf dem die Menschen lächelnd einen unbeschwerten Moment erleben. Und so schließt man auch dieses Buch lächelnd mit ein paar Gedanken einer unbeschwerten Hoffnung.


    4,5 Sterne

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    M
    michael_lehmann-papevor 10 Monaten
    Eher psychologisches Puzzle denn Kriminalroman

    Eher psychologisches Puzzle denn Kriminalroman

    Das Sakari durch Wände gehen könnte, meint dieser vielleicht sogar von sich selbst, denn als „Engel“ (für den er sich hält in seiner „Ein-Personen-Wolken-WG“) dürfte das ja nicht schwierig sein (vor allem, wenn er selbst im Kopf denkt: „Nicht die Türen sind das Problem gewesen, sondern er selbst“).

    Doch zunächst entkleidet sich jener Sakari auf offener Straße und steigt, mit einem Messer in der Hand, in einen Brunnen. Und nimmt Blickkontakt auf zu einem kleinen Jungen, der dort Eis ist. Dessen Schwester etwas schreckliches Geschehen ist. Dessen kleiner Bruder gerade Schwimmen lernt. Dessen Mutter vor einem Net-Profil immer wieder die Bilder ihrer Tochter ansieht. Dessen Vater irgendwo ist. Sich mal hier und da meldet, aber lange wenig greifbar bleibt.

    Der Leser sollte also diesen David im Auge behalten, auch wenn zunächst der Fokus auf Sakari mit seinem Messer und auf Petri, den Polizisten mit der Pistole, gerichtet bleibt.

    Einige Augenblicke später fließt Blut und selbst der Schütze weiß nicht, was genau da passiert ist. Auch wenn es einen Handyfilm gibt, was innen in ihm geschah, das fasst er nicht genau.

    Gut, dass er mit dem Ermittler Kimmo Joentaa bekannt, befreundet ist. Auch wenn dieser mit seiner Tochter Urlaubstage genießt, eigentlich den Mond vermessen sollte, Kimmo macht sich auf, den Hintergrund des „Engels“ näher zu beleuchten und stößt in ein ganzes Netzwerk voller Möglichkeiten und Verbindungen, die erst ganz langsam ans Tageslicht treten werden.

    Wie in einem Film „schneidet“ Wagner dabei in der Form von „Szene zu Szene“, erzählt immer versatzweise aus der Perspektive aller Beteiligter (und aus manchen anderen, deren Beteiligung lange nicht auf der Hand liegt).

    Das ergibt einerseits ein gewisses Tempo, führt den Leser aber andererseits zu so vielen subjektiv betrachteten Fäden der Geschichte, dass zwischendurch heillose Verwirrung nicht ausbleibt. Dennoch gelingt es Wagner damit durchaus, zwei Kernelemente seiner Art des Schreibens und der Darstellung „an den Mann“ zu bringen.

    Zum einen erlebt der Leser quasi die Personen aus der „Innensicht“ zeitgleich. Den auf der Couch ermattet vor sich hindösenden Petri, die Lebensfreude von Kimmos Tochter mit ihren Freundinnen, das fast schon „erwachsen werden müssen“ des kleinen David angesichts der familiären Situation und des Zustandes der Mutter, die einzelnen Schritte von Kimmos Ermittlungen.

    Und andererseits zieht Wagner den Leser durch diese Technik und die sehr feine, differenzierte Sprache mitten hinein in dieses Beziehungsnetz. Wobei es dauern wird, bis sich, bildlich gesprochen, ein kleiner Hügel formen kann, von dem aus man als Leser einen besseren Überblick über das vermeintlich eher chaotische System der Zusammenhänge ergibt.

    Spannung taucht dabei kaum auf, eher ist das Buch als eine Metapher zu begreifen, wie fragil das Leben an sich ist (was als Thema bei Wagner auch in anderen Kimmo Joentaa Fällen auftauchte) und was am Ende einem im Strudel losgetretener Ereignisse vielleicht Halt geben könnte.

    Tief ausgelotet und sprachlich fein gezeichnet nimmt die Geschichte den Elser durchaus gefangen, wobei die Form der überschnellen Wechsel der Perspektiven und die eher sehr ruhige Form des Erzählens auch Längen und eine gewisse Anstrengung der Lektüre mit sich bringen.

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    W
    WinfriedStanzickvor 10 Monaten
    Eine warmherzig erzählte Geschichte eines menschlichen Dramas



    Jan Costin Wagner, den man einen Meister des literarischen Kriminalromans genannt hat und dessen Hauptfigur Kimmo Joentaa aus den früheren Romanen als großer „Schmerzensmann“ (Elmar Krekeler) bekannt ist, hat nach „Tage des letzten Schnees“ (2014) nun einen neuen Roman vorgelegt, der einen gleich von der ersten Seite an gefangen nimmt. Konnte man in den früheren Büchern (beginnend mit „Eismond“ und dem quälenden Tod seiner geliebten Frau Sanna) von Joentta lernen, wie ein einzelner Mann die Kraft und die Seelenstärke aufbringen kann, trotz aller Nackenschläge des Schicksals immer wieder aufzustehen, seiner Arbeit nachzugehen und auch seinem Leben einen Sinn abzugewinnen, hat sich Kimmo mittlerweile von seinem Schmerz eher gelöst, ist aber der ernst und tiefdenkende Lebensphilosoph geblieben.

    Das Buch beginnt mit einer Szene auf dem Marktplatz der finnischen Stadt Turku, als ein nackter und offenbar verwirrter junger Mann in einen Brunnen steigt und sich mit einem Messer selbst Verletzungen zufügt.

    Kurze Zeit später kann sich der herbeigeeilte Polizist Petri Grönholm nicht erklären, warum er den jungen Mann nach mehrfacher vergeblicher Aufforderung, das Messer wegzulegen, erschossen hat. Warum hat er auf diesen Mann, von dem doch eigentlich keine wirkliche Gefahr ausging, geschossen?

    Grönholm, auf den natürlich eine interne Untersuchung wartet, wendet sich an seinen Kollegen Kimmo Joentaa, der auch sofort bereit ist, ihm zu helfen und schon wenig später selbst in eine fürchterliche Tragödie verwickelt wird.

    Denn es stellt sich im Laufe seiner ungewöhnlichen und mit ganzem körperlichem und seelischem Einsatz geführten Ermittlungen heraus, dass das aktuelle Drama eine Vorgeschichte hat. Sakari, der Junge aus dem Brunnen spielte bei einem vier Jahre zurückliegenden Unglücksfall eine entscheidende Rolle.

    Jan Costin Wagner zeigt wie bei seinen anderen Joentta –Romanen auch viel Feingefühl bei der intensiven und detaillierten Beschreibung der Innenwelten und Gefühlen der beteiligten Personen einschließlich der des Kommissars selbst, der sich wieder einmal vollständig aussetzt.

    Eine warmherzig erzählte Geschichte eines menschlichen Dramas, ein Buch mit Sätzen, die einfach schön sind und mein Herz erfreut haben



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    twentytwos avatar
    twentytwovor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ein ungewöhnliches Leseerlebnis.
    Sakari lernt, durch Wände zu gehen

    Petri Grönholm versteht sich selbst nicht mehr. Warum hat er so unvermittelt auf den sichtlich verstörten jungen Mann, von dem im Grunde genommen keine Gefahr ausging, geschossen und ihn getötet? In seiner Not wendet er sich an seinen Kollegen Kimmo Joentaa. Wenig später wird Joentaa, der ihn ohne große Diskussion unterstützt, in eine verwirrende Tragödie verwickelt. Im Laufe der Ermittlungen, stellt sich heraus, dass das aktuelle Drama durch einen vier Jahre zurückliegenden Unglücksfall ausgelöst wurde, in dem Sakari eine entscheidende Schlüsselrolle gespielt hat.

    Mit viel Einfühlungsvermögen und der Fähigkeit aus den Empfindungen der Beteiligten die richtigen Schlüsse zu ziehen, gelingt es Joentaa nach und nach der Wahrheit auf die Spur zu kommen.

    Fazit
    Ein literarisches Leseerlebnis, in dem das Genre des Kriminalromans neu definiert wird.

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    thenights avatar
    thenightvor einem Jahr
    Sakari lernt, durch Wände zu gehen.

    Inhalt: Die Meldung das ein nackter, mit einem Messer bewaffneter Mann in einem Brunnen der Stadt Turku steht, lässt den Polizisten Petri Grönholm aufhorchen. Diesen Brunnen sieht er jeden Morgen wenn er aus seinem Fenster sieht und so begibt er sich dorthin. Warum er den jungen Mann erschießt, weiß er selber nicht und bittet seinen Kollegen Kimmo Joentaa um Hilfe, er will mehr über den jungen Mann herausfinden, der offenbar geistig verwirrt war. Kimmo, der mittlerweile allein erziehender Vater ist stößt bei seinen Nachforschungen auf Menschen die alle mit einem tragischen Verlust umgehen müssen, der sie miteinander verbindet und gleichzeitig trennt.
    Meine Meinung:Sakar lernt, durch Wände zu gehen, ist ein Buch das mir sicher noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Weniger durch die Handlung, als durch die Sprache, derer sich Jan Costin Wagner bedient. Schon die ersten Zeilen machen aus der Beschreibung des Geisteszustandes eines Menschen, ein Leseerlebnis der besonderen Art. Jetzt zu erklären was ich beim Lesen empfand, übersteigt meine Sprachgewandtheit allerdings.
    Wo andere vielleicht schreiben: Petri schoss auf den nackten Mann.Bekommt man bei Jan Costin Wagner folgendes zu lesen:
    Der nackte Mann erhebt sich, plötzlich, in einer Bewegung, die Petri Grönholm als zugleich ruckartig wie fließend erlebt. Der Mann ist groß und schlank und steht gekrümmt, mit angezogenen Schultern, das Messer mit einer Faust fest umschließend, und er sagt etwas, das Grönholm nicht versteht. Dann ist er nur noch einen Augenblick weit entfernt, und der Augenblick steht still, ist ein Gemälde.Das Gemälde zeigt ihn selbst. Ihn, Petri, im Zentrum einer Welt, die seine ist, nicht weit von Zuhause. Nur diesen einen Augenblick entfernt. In einer Bewegung erstarrt, die er einstudiert hat.Dann beginnt die Zeit wieder zu laufen, und die Energie, die Kraft, die Petri Grönholm aufwendet, durchströmt mit ungeheurer Gewalt seinen Körper. Bevor sie endlich seine Fingerspitze erreicht, die den ersten Schuss auslöst.
    Das muss man mögen, diese leicht verschnörkelte Sprache, die sich nicht darauf beschränkt eine Situation zu beschreiben sondern sie mit Gefühlen zu füllen. 240 Seiten umfasst das Buch, 240 Seiten von denen ich dachte das ich sie innerhalb eines Lesetages schaffen würde, da habe ich mich allerdings geirrt, denn schnell mal durchlesen geht nicht, so manches Mal musste ich eine Textstelle nochmals lesen um zu begreifen was eigentlich hinter den Worten steht.Kimmo Joentaa ist ein ungewöhnlicher Ermittler, er will die Zusammenhänge herausfinden, in einem Fall der eigentlich klar zu sein scheint: Polizist erschießt Jugendlichen der ihn mit einem Messer bedroht.Ihn interessiert die Vorgeschichte, die ich hier natürlich nicht verraten kann, die aber tragische Auswirkungen auf viele Menschen hat.Und wieder fehlen mir die Worte. Sakari lernt durch Wände zu gehen, ist in meinen Augen weniger ein Krimi als ein Schicksalsbericht, sehr spannend und poetisch.Ich vergebe für das Buch eine absolute Leseempfehlung, für alle die sich einlassen wollen auf den Sog der sprachlichen Bilder.

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    Baerbel82s avatar
    Baerbel82vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Neues vom Meister der Melancholie.
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    ClaraOswalds avatar
    ClaraOswaldvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Poetisch, nachdenklich, wunderbar, ein bisschen dramatisch.. wie üblich.
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    krimielses avatar
    krimielsevor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Als Jan Costin Wagner - Neuling hat mich dieser Kriminalfall sehr überzeugt und begeistert. Ungewöhnlich, sehr hintergründig und menschlich.
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    B
    blackvenesvor 2 Monaten

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