Jan Costin Wagner Sonnenspiegelung

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Inhaltsangabe zu „Sonnenspiegelung“ von Jan Costin Wagner

Ein Fremder bleibt vor einem Haus stehen und rührt sich nicht mehr vom Fleck. Er starrt hinüber zum Fenster, spricht kein Wort. Das Paar im Haus ist zunehmend beunruhigt. Der Fremde bleibt die ganze Nacht, der Polizei sind die Hände gebunden. Irgendwann begreift der Mann im Haus, wie er den ungebetenen Gast zum Verschwinden bringen könnte – mit fataler Konsequenz. „Sonnenspiegelung“ heißt die titelgebende von acht abgründigen, tief berührenden Geschichten, in denen Jan Costin Wagner tut, was er am besten kann: filmisch präzise, bildstarke Szenen entwerfen, knappe, kraftvolle Dialoge schreiben. Und gerade wenn man denkt, alles durchschaut zu haben, eröffnet sich eine völlig neue, unerwartete Perspektive.

Faszinierende Darstellung von Stimmungen.

— JoergMeyer
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  • Mit Raffinesse in klarer Sprache

    Sonnenspiegelung
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    26. November 2015 um 11:56

    Mit Raffinesse in klarer Sprache Der Mann weiß genau, was er tut. Am heiligen Abend. Warten, geduldig sein, die Tricks der Menschen kennen, was den Anschein von Anwesenheit angeht. Und natürlich diese kleinen Verstecke, in denen man Wertsachen gerne versteckt, weil man meint, da kommt niemand drauf. Der Einbrecher Modin ist ein Künstler seines Faches und der dickste Brocken an diesem heiligen Abend ist die Familie Seidel, respektive der Familienvorstand mit seinem Arbeitszimmer mitsamt dem kleinen Safe. Und ja, das wird der dickste Brocken sein. Aber ganz anders, als Modin vorher denkt und mit einem ganz anderen Ende des Abends als sowohl er als auch Vater Seidel es im Vorfeld geplant hatten. Eine Planung, die den Leser wie ein ungute Ahnung befällt, mehr und mehr verdüstert sich diese heilige Nacht, ausgelöst durch ein kleines Buch (den einzigen Inhalt des Safes). Mehr über besondere Engel-Gestalten kann allerdings nicht verraten werden, ohne die nachhaltige Pointe der Geschichte im Buch zu sehr zu entblößen. Wie auch bei jenem Beobachter, der stumm und regungslos vor dem Haus von Harford und Lena ausharrt, den Blick fest auf das Fenster des Hauses gewendet. Während bei Lena die Angst sich verbreitet, schließt Harford ganz andere Gedankenketten aus der Anwesenheit des Mannes auf dem Bürgersteig unter dem Baum. Gedankenketten, die Wagner ebenso hier und da im Text angedeutet versteckt, als kleine Bilder, Nebenereignisse, kurze Stichworte, die dennoch im Nachhinein eine ganz klare und eindeutige Linie ergeben. Acht besondere Geschichten, in klarer, treffender Sprache, emotional nahe um das Innere der Personen kreisend, hier und da nur angedeutet, an anderer Stelle ausführlicher Erklärend. Menschen, deren Hintergrund, deren innere Beweggründe sich erst im Lauf der Seiten und in der Abfolge von Handlungen erschließt, so dass der Leser sich von Beginn an mit in den Abläufen, in den emotionalen Verdichtungen befindet, die am Ende nach außen drängen, fast drücken werden. Nicht mit unglaublichen Wendungen behaftet, sondern aus dem Möglichen, der Realität, der Verstrickung in Ereignisse gegriffen, dabei stringent und präzise erzählt, legt Wagner ach bemerkenswerte Geschichten vor, die, jede für sich, für hohen Lesegenuss sorgen

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