Jan Dhondt Mittelalter und Frühe Neuzeit, 4 Bde.

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Inhaltsangabe zu „Mittelalter und Frühe Neuzeit, 4 Bde.“ von Jan Dhondt

Band 3 schildert die Geschichte des Abendlandes zwischen 1350 und 1550 - die Epoche des Übergangs vom Mittelalter zur Neuzeit. Die Verfasser, Prof. Ruggiero Romano und Prof. Alberto Tenenti (Ecole Pratique des Hautes Etudes, Paris), behandeln die umwälzenden Veränderungen im politischen, religiösen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben Europas, die die Moderne einleiten. Humanismus und Renaissance kommen ausführlich zu Wort. Der Leser wird über die Entstehung der Nationalstaaten, über den Verfall des mittelalterlichen Imperiums und über die problematische Situation der Kirche am Vorabend der Reformation unterrichtet. Bemerkenswert ist, daß die Autoren ausführlich sozialgeschichtliche Fragen erörtern und damit auch die Haltung der breiten Volksmassen deutlich werden lassen. Sie betrachten die Jahre vom Hundertjährigen Krieg bis zum Augsburger Religionsfrieden nicht so sehr als eine Zeit, in der Kaiser, Päpste und Fürsten die geschichtliche Entwicklun g bestimmten, sondern als eine Ära, in der kulturelle, wirtschaftliche und technische Neuerungen die Lebensverhältnisse prägten. Die Reformation Luthers, Zwinglis und Calvins wird nicht allein unter kirchlichen, sondern in gleicher Weise unter sozialen und ökonomischen Aspekten betrachtet. Diese moderne Methode eröffnet neue Einsichten in die Ursachen und Voraussetzungen der abendländischen Kirchenspaltung.§§Mit Band 4 legt der Saarbrücker Historiker Richard van Dülmen eine umfassende Strukturgeschichte der europäischen Gesellschaft in der frühen Neuzeit zwischen 1550 bis 1648 vor. Die Darstellung ist weniger an politischen Ereignissen und an den Einzelentwicklungen der verschiedenen Länder orientiert und interessiert, sondern mehr an Problemen, die die Strukturprozesse unter den Bedingungen der Vielfalt unterschiedlicher Entwicklungen der Neuzeit wesentlich begründeten. Um der "ganzen" sozialen Wirklichkeit gerecht zu werden, wurden gleicherweise wirtschaftliche, soziale, politische und nicht zuletzt auch kulturelle Entwicklungen und Bewegungen in einem mehr oder weniger systematischen Zusammenhang berücksichtigt. Im Zentrum stehen dabei die Analysen sowohl des entstehenden kapitalistischen Marktes und der Herausbildung der frühneuzeitlichen Ständegesellschaft wie des Herrschaftssystems als auch der kulturellen Institutionen und Lebensformen, des frühmod ernen Staates und der frühneuzeitlichen Rebellionen. Wenn der Herausarbeitung kultureller Formationen in der frühen Neuzeit ein relativ großer Raum zugemessen wird, dann rechtfertigt sich dies durch die bis in die Gegenwart reichende Vernachlässigung der kulturhistorischen Fragestellung, auf deren konstitutiven Erklärungswert hiermit verwiesen wird.

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