Jan Faber Der Lobbyist

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Inhaltsangabe zu „Der Lobbyist“ von Jan Faber

Der russische Ölmagnat Aleksander Lewtuschenko hat alles erreicht, wovon er je geträumt hat. Und als einer der einflussreichsten Männer der internationalen Wirtschaft ist er es gewöhnt, seine Interessen durchzusetzen – selbst wenn er dafür über Leichen gehen muss. Dennoch gibt es einen Mann, der ihm gefährlich werden könnte: der Sankt Petersburger Wissenschaftler Arkadi Lossow, sein einstiger Freund und Weggefährte, der streng vertrauliche Informationen über ihn besitzt. Als Lossow seiner Tochter Tatjana diese brisanten Dokumente anvertraut, beginnt Lewtuschenko eine Treibjagd auf sie, die bis in die Korridore des Berliner Wirtschaftsministeriums führt ...

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  • Pageturner mit Realitätsnähe

    Der Lobbyist

    StefanSchweizer

    12. July 2015 um 16:05

    Bei Jan Fabers "Der Lobbyist" handelt es sich eigentlich um einen Wirtschaftskrimi. Das mag nicht jedermanns Sache sein. "Der Lobbyist" hingegen ist ein Reißer, der jeden von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Es werden unglaubliche Szenarien aus der Wirtschafts- und Energiepolitik als Panoptikum vor dem Auge des Lesers entfaltet, die einem sprichwörtlich den Atem verschlagen. Die unlauteren Vernetzungen zwischen Wirtschaft und Politik treten dabei offen zu Tage und doch wird alles stets mit einem hohen Maß an Plausibilität und Wahrscheinlichkeit geschildert. Dass die jugendlichen Protagonisten Matthew Meyer und Tatjana Lossow zwar für die gegnerische Seite arbeiten, aber sich dennoch unsterblich ineinander verlieben, ist zwar etwas kitschig, tut dem Ganzen aber keinen Abbruch. Sehr realistisch hingegen sind die geschilderten Mittel, die die russische Politik gegen Tatjanas Familie einsetzt. Ihr Vater wird als unliebsamer Kritiker und Oppositioneller verhaftet und ihr Bruder wird verstümmelt, sodass er auf seine Musiker-Karriere fortan verzichten muss. Aber auch die deutsche Wirtschaft und Politik bedienen sich bestimmter Mittel und Wege, von denen man nicht gerade behaupten kann, dass sie mit dem Begriff "die Samthandschuhe anziehen" am besten umschrieben werden können. Dass der Autor jemand ist, der sich auf den Fluren der Macht auskennt, ist mit jeder Seite zu spüren. Dass er eine mitunter schwierige und diffizile Materie auf so spannende Weise zu Papier bringt, ist hohe Kunst. Lese-Empfehlung!

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  • Bretthart hinter den Kulissen der Macht

    Der Lobbyist

    michael_lehmann-pape

    20. November 2014 um 11:29

    Bretthart hinter den Kulissen der Macht Tatjana versucht, sich nicht viel dabei zu denken, als diese tote Frau im Hotel an ihr vorbeigetragen wird. Auch wenn die ihr unbekannte Frau ein paar Stunden zuvor an ihrer Zimmertür stand und sie mit ominösen Worten vor irgendetwas warnen wollte. Auch wenn ihr Vater seit einigen Tagen verschwunden scheint, ihr Bruder, der Pianist nicht auf ihre Nachrichten reagiert und ihre Mutter mit den Nerven herunter ist. Ihre Familie in St. Petersburg. Weit weg, zur Zeit, denn Tatjana hat viel zu tun als "Mädchen für alles" und persönliche Assistentin des Vorstandes eines großen Energieunternehmens. Denn wenn nicht auch sie alles gibt, dann war es das mit der ehemaligen Größe angesichts der Energiewende. "Jemand wie van Straaten denkt überhaupt nicht in Kategorien wie Freundschaft oder Feindschaft. Für ihn definiert sich die Bedeutung eines Menschen eher über dessen Nutzwert". So sagt es ihre neue Bekanntschaft Mathew, Spin Doktor des aktuellen Wirtschaftsministers. und jener von Straaten, so unscheinbar er für die Öffentlichkeit auch sein mag, scheint eine ganze Menge an Strippen zu ziehen. Hinter den Kulissen. Dafür, dass die Energieunternehmen nicht einfach leer ausgehen. Haben hervorragend verdient an den Atomkraftwerken und sollten jetzt genauso dafür hervorragend verdienen, dass sie eben keinen Atomstrom mehr herstellen. Klingt unlogisch? Ist es auch, aber dafür ist van Straaten, der Lobbyist der Lobbyisten, ja da mit seinem Netzwerk. Hier ein paar Millionen in einem Shcließfach, dort ein paar abgetrennte Fingerkuppen, hier eine Verhaftung, wo es einfach so geht, dort kühle Bedrohung oder gar ein wenig Gift im Zucker, wenn die "guten Argumente" nicht helfen. Jan Faber wirft in seiner klaren, direkten, plakativen Sprache und mit seinen ebenso klar gezeichneten und im Lauf der Lektüre immer besser zuzuordnenden Protagonisten ein kenntnisreiches, hartes, zynisches Bild der eigentlichen Entscheidungsfindung hinter all den Kulissen der jovialen Öffentlichkeit. Vom bürgernahen Wahlkampf eines den Pöbel nur verachtenden Politikers über die knappen Hintergrundgespräche zu Gesetzesfindungen. Von jungen Menschen, die trotz besseren Wissens oder zumindest klarer Ahnung lange nicht genau hinsehen wollen bis zu alten Hasen, die alles schon gesehen haben und die Regel des Überlebens und Lebens in den Regionen der Macht kennen. "Du bist entweder Jäger oder Gejagter". Wenn das Ziel erreicht ist, die Jagd auf Posten und Einfluss per gnadenloser Bügelung der eigenen Person auf reine Effizienz erfolgreich beendet wurde, dann richten sich die Waffen der anderen, der "neuen Jäger" auf einen Selbst. Jeder weiß das und jeder jagt genau deswegen weiter und weiter um jeden Preis. Sprachlich gestaltet Faber seinen Thriller eher schlicht und ohne größere literarische Finessen, dafür lebt dieses Buch zum einen von der Spannung der Hatzjagten, zum anderen aber vor allem davon, dass der Leser im Lauf der Lektüre mehr und mehr bereit ist, das, was Faber schildert, als mögliche Realität anzuerkennen. Auch wenn es teils kaum glaublich wirkt, die Wirklichkeit hat bereits gezeigt, dass unliebsame Gestalten sich durchaus mit einer tödlichen radioaktiven Vergiftung unversehens wiederfinden können. Mit besonderer Brisanz im Übrigen, weil Faber Personen "auf die Reise" schickt in Ost und West, die bei näherem Nachdenken (allein schon aufgrund der Anzugmarke des ein oder anderen) durchaus an ehemals oder gegenwärtig das Machtspiel gestaltende Figuren erinnern. Ein sehr unterhaltsamer und bitter lehrreicher Thriller aus den entscheidenden Lobbys der Macht.

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