Jan Faber Kalte Macht

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Inhaltsangabe zu „Kalte Macht“ von Jan Faber

Eine junge Staatssekretärin kommt einem ungeheuerlichen Komplott auf die Spur – und gerät in die mörderischen Mühlen der Macht. Berlin, im Zentrum der Macht. Das Kanzleramt strahlt durch seine Glasfronten Transparenz und Offenheit aus. Doch hinter der glänzenden Fassade haben sich heimliche Feindescliquen und verborgene Machtstrukturen etabliert. Und diese soll die junge Staatssekretärin Natascha Eusterbeck in einem geheimen Auftrag der Kanzlerin ausfi ndig machen. Schon bald muss sie jedoch feststellen, dass sie damit ins Visier von skrupellosen Widersachern geraten ist, die ein teufl isches Spiel mit ihr treiben. Und als sie dann auch noch einem Komplott von ungeheuerlicher Sprengkraft auf die Spur kommt, geht es plötzlich um Leben und Tod ...

Starker Polit-Thriller made in Germany!

— Janosch79
Janosch79

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    Kalte Macht
    Duffy

    Duffy

    27. November 2016 um 10:42

    Natürlich hat dieses Buch alles, was ein Bestseller braucht. Einen Autoren, der unter Pseudonym schreibt (dessen richtigen Namen noch nicht mal der Verlag kennt, was eine sehr zweifelhafte Werbeaussage ist), ein Thema, das dem Volk sehr nahe geht, unzählige Möglichkeiten, auf diesem weiten Feld zu operieren und tatsächlich auch noch die Grenzen zwischen Fiktion und Relalität verschwimmen zu lassen. Dennoch funktioniert der Roman nicht richtig, oder vielleicht gerade deswegen.Die Geschichte der jungen Staatssekretärin Eusterbeck, die unvorbereitet eine Arbeit übernehmen soll, die ihr von der Kanzlerin höchstpersönlich übertragen wird. Sie soll im Gewirr des Politbetriebes die Seilschaften aufstöbern, Querverbindungen und Netzwerke durchleuchten und die sich gegenseitig an den Karren fahrenden Interessengruppen identifizieren. Kurz: Sie soll das Kanzleramt nach Subjekten und Objekten durchleuchten, die der Macht der Kanzlerin gefährlich werden können. Dabei stößt sie auf einen Komplott, der gut dafür ist, ein komplettes Land und sein System in den Grundfesten zu erschüttern.Der Autor, der sich Jan Faber nennt, spielt sein Insiderwissen aus, doch das ist beileibe nicht so viel, dass es ein Pseudonym verlangt. Die Verknüpfungen von Staat und RAF-Terrorismus ist ja beileibe kein Geheimnis mehr und hier nun einer Kanzlerin das Strippenziehen von damals unterstützen und ausnutzen zu lassen, ist dann schon sehr fiktiv.Wie so vieles hier in einer Sackgasse endet, weil Faber kein richtiges Verhältnis von Realität und Fiktion zustande bringt. Entweder verzichtet er auf den Plot, wenn der zu unwahrscheinlich ist, oder er schreibt gleich einen Tatsachenbericht. Trotz aller Kenntnis des Politbetriebes würden dafür aber die Fakten fehlen. So taumelt das Buch zwischen halbgaren Tatsachen, die in die Romanhandlung eingebaut werden und den fiktiven Räuberpistolen des Thrillergenres (eine Vergewaltigung unter Drogen, Schwangerschaft durch den Geheimdienst ist ein wenig zu heftig des Guten), so richtig haften bleibt dann nur der Eindruck: "Seht ihr, ich habe das doch gleich gewusst, alle Politiker sind Schweine".Es ist gut, wenn ein Insider seine Erkenntnisse nach außen trägt, wenn sie helfen, Straftaten und Missstände aufzudecken. Dieser Faber wird auch seine Quellen haben. Er berichtet aber nichts Neues, nichts, was man nicht schon weiß oder vermutet. Und nur für einen Thriller ist das Ergebnis zu mager. Erstens ist das Buch zu lang und zweitens die Handlung manchmal zu weit hergeholt. Dass der Autor schreiben kann ist unbestritten, aber dieses Buch kann man nur dem ganz Neugierigen empfehlen, der mit gesunder Distanz lesen sollte. Und Frau Merkel vielleicht gar nicht.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    • 6213
    kubine

    kubine

    01. February 2015 um 16:06
  • Etwas ratlos

    Kalte Macht
    SusanneSH68

    SusanneSH68

    25. January 2015 um 19:45

    Das Buch lässt mich etwas ratlos zurück. Ich lese gerne Politthriller und der Anfang war auch vielversprechend. Politik ist ein hektisches, brutales Geschäft und wenn man dann noch an der Macht ist, tut man viel, um diese zu erhalten. Aber so manch eine Intrige scheint hier dann doch etwas zu viel des Guten zu sein. Und nebenbei denkt man als Leser auch noch die ganze Zeit darüber nach, auf welche realen Personen hier angespielt wird und verliert mit den ganzen Bösewichtern ein bisschen den Überblick. Ich weiß, dass man in der Politik eine gewisse Härte und Abgebrühtheit braucht, um zu überleben, aber vielleicht will ich auch einfach nicht so richtig wahrhaben, dass die machthabenden Personen wirklich so sind, wie sie hier dargestellt werden.

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  • Gelungener Polit-Thriller mit Schauplatz Berlin!

    Kalte Macht
    Janosch79

    Janosch79

    14. January 2015 um 20:47

    Einen spannenden Polit-Thriller hat Jan Faber hier vorgelegt.  Von Beginn an ist der Leser gefesselt. Im Blickpunkt steht die Staatssekretärin Natascha Eusterbeck, die in den Strudel politischer Eitelkeiten und Intrigen in der deutschen Hauptstadt gerät.  Sie soll unter Zustimmung der Bundeskanzlerin ein echtes Komplott aufdecken.  Daneben wird auch das Privatleben der jungen Staatssekretärin intensiv beleuchtet, das nicht frei von Problemen ist. Im Laufe der Geschichte verwebt Faber fiktive und wahre Gegebenheiten geschickt miteinander.  Dadurch erhält der Leser auch einen Einblick in die politische Machtzentrale in Berlin.   Eine anspruchsvolle Lektüre, die gerne fortgesetzt werden darf.

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  • Verwirrender Politthriller

    Kalte Macht
    Kirschbluetensommer

    Kirschbluetensommer

    26. June 2014 um 12:27

    "Der Insiderroman aus dem Herzen der Macht Die junge Staatssekretärin Natascha Eusterbeck ist intelligent, ehrgeizig und hat sich noch einigen Idealismus bewahrt. Als sie ins Kanzleramt nach Berlin gerufen wird, tritt sie mit großem Engagement ihre neue Stelle an - doch sie ahnt nicht, dass die Kanzlerin einen äußerst brisanten Auftrag für sie vorbereitet hat: Natascha soll im Imperium der mächtigsten Frau der Republik heimliche Feindescliquen ausfindig machen und verborgene Machtstrukturen entlarven. Schon bald muss sie feststellen, dass sie damit ins Visier von skrupellosen Widersachern geraten ist, die ein teuflisches Spiel mit ihr treiben. Und als sie dann auch noch einem Komplott von ungeheuerlicher Sprengkraft auf die Spur kommt, wird aus dem Spiel tödlicher Ernst ..." Jan Faber ist mit seinem Debüt-Roman "Kalte Macht" leider nur ein mittelmäßiger Politthriller gelungen. Zu verwirrend sind die ganzen politischen Spielchen, die gespielt werden. Die Charaktere - insbesondere Natascha Eusterbeck kommen farblos rüber und man kann sich nur schwer mit ihnen identifizieren. Auch die Anzahl der Protagonisten ist verwirrend. Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass ich bei den Personen nicht mehr ganz so durchblicke. Die Verflechtungen sind ziemlich verwirrend und längst nicht alle Fragen werden gegen Ende beantwortet. Manches bleibt offen und erscheint dadurch dem Leser als irgendwie unlogisch. Es scheint fast so, als würde Jan Faber bei seinen Lesern Insiderwissen voraussetzen, sonst wäre das Buch leichter zu lesen und nachzuvollziehen. Die Idee hinter dem Buch ist interessant. Leider hapert es an der Umsetzung. Daher gebe ich dem Buch gute 2,5 Sterne - hier aufgerundet auf 3 Sterne.

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  • "Jede Wahrheit kommt irgendwann ans Licht." (Seite 442)

    Kalte Macht
    Sternenstaubfee

    Sternenstaubfee

    24. November 2013 um 18:41

    Die junge Staatssekretärin Natascha Eusterbeck bekommt eine neue Stelle im Kanzleramt Berlin. Voller Elan tritt sie diese an und ahnt noch nicht, dass die Bundeskanzlerin einen ganz speziellen Auftrag für sie hat. Dieser Auftrag bringt Natascha bald schon in Gefahr, und auch ihre Familie gerät ins Visier ihrer neuen Feinde. Mein Leseeindruck: Ich muss gestehen, dass ich mir viel mehr versprochen habe von diesem Buch und jetzt leider doch sehr enttäuscht bin. Stellenweise habe ich mich wirklich durch das Buch gequält, da es sehr langatmig für mich war und die Geschichte bald auch nicht mehr nachvollziehbar. Mit der Hauptprotagonistin Natascha bin ich auch nicht wirklich warm geworden. Oft fühle ich mit den Protagonisten mit, freue mich mit ihnen, leide mit ihnen und begleite sie auf ihrem Weg. Das war hier leider ganz und gar nicht der Fall. Natascha war mir ziemlich gleichgültig und auch ihre eigenen Gefühle habe ich nicht gespürt. Sie kam mir sehr kalt vor. Manchmal habe ich mich während des Lesens dabei ertappt, dass ich gar nicht mehr wusste, was ich da eigentlich gerade gelesen habe. Meine Gedanken schweiften immer wieder ab. Das spricht nicht gerade für das Buch. Es konnte mich leider oft nicht fesseln. Dabei ist der Schreibstil sehr gut! Der Autor schreibt flüssig und in einer sehr angenehmen Art. Doch die Geschichte an sich hat mich leider nicht überzeugen können. Sehr schade; ich hatte mich auf das Buch wirklich gefreut.

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  • Verwirrender Polit-Thriller

    Kalte Macht
    Spatzi79

    Spatzi79

    10. November 2013 um 12:12

    Natascha Eusterbeck ist gerade als Staatssekretärin ins Kanzleramt berufen worden. Die junge Politikerin fühlt sich geehrt durch diesen Karrieresprung. Doch schnell wird klar, dass ihre Chefin, die Bundeskanzlerin persönlich, ganz besondere Pläne für Natascha hat. Sie erteilt ihr einen Sonderauftrag. Gemeinsam mit ihrem Mann Henrik, der Informatiker ist, soll sie die geheimen Netzwerke und Beziehungsstrukturen im Kanzleramt unter die Lupe nehmen und so der Kanzlerin Informationen beschaffen, wer mit wem zusammenarbeitet oder wer gegen wen intrigiert. Schon nach kürzester Zeit ist Natascha klar, dass sie mitten in einer Schlangengrube sitzt. Sie erhält diffuse Drohungen mehr email und ihr werden ärgerliche und gemeine Streiche gespielt. Doch sie lässt sich recht wenig davon beeindrucken und macht zielstrebig weiter. Gleichzeitig lernt ihr Mann Henrik eine attraktive junge Frau kennen, die ihn darüber hinwegtröstet, dass Natascha mit ihren unmenschlichen Arbeitszeiten kaum noch Zeit für ihren Mann und ihre Ehe hat. Nur ein Zufall oder steckt mehr hinter dieser Begegnung? Ich hatte mich sehr auf diesen als Insider-Thriller angekündigten Titel gefreut, die Begeisterung ließ jedoch während des Lesens schnell nach. Das lag zum einen daran, dass der Autor sich in unglaublich vielen Figuren und dem dazugehörigen Beziehungsgeflecht geradezu verliert. Dies mag zwar durchaus realitätsnah sein, erschwerte aber das Lesen ungemein, wenigstens ein Personenverzeichnis mit den jeweiligen Titeln und Aufgaben zum Nachblättern wäre hilfreich gewesen. Zum anderen konnte ich mich mit der Hauptfigur Natascha einfach nicht anfreunden. Sie blieb praktisch das ganze Buch über dermaßen emotionslos, dass ich mich stellenweise wirklich fragen musste, was denn noch passieren muss, damit sie die Bedrohung, in der sie offenkundig steckt, endlich mal anerkennt. Auch ganz schlimm fand ich, dass sie alles mit sich selbst ausmacht und sich niemandem, nicht einmal ihrem Mann, anvertraut. Vor diesem Hintergrund konnte ich seine Affäre durchaus nachvollziehen, wenn auch natürlich nicht gutheißen. Die Beschreibung der Personen im Kanzleramt und im Politzirkus allgemein lässt viele Parallelen zu realen Persönlichkeiten erahnen. Dies ist sicher so gewollt und man fragt sich beim Lesen unwillkürlich, wie viel der Geschichte reale Grundlagen hat und wie viel Fiktion ist – ich hoffe, letztere überwiegt, ansonsten sollten wir uns wirklich größte Sorgen machen, von wem wir da so regiert werden!

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  • Durchschnittlicher Thriller mit zu viel Geheimniskrämerei um das Pseudonym des Autors

    Kalte Macht
    ForeverAngel

    ForeverAngel

    20. August 2013 um 11:14

    Meine Meinung Kalte Macht ist ein politischer Thriller, der den Anschein erwecken soll, Insiderinformationen zu behandeln. Und genau das war mein Problem mit dem Buch. Wäre die ganze Geheimniskrämerei um das Pseudonym des Autors nicht gewesen, hätte mir der Thriller vermutlich etwas besser gefallen. Inhaltlich ist die Geschichte voller Verschwörungstheorien und man meint als Leser oft, Figuren aus dem realen Leben oder real geschehene Ereignisse wiederzuerkennen. Wenn man sich darauf einlässt, ist der Roman bis zu einem gewissen Grad hin sogar spannend. Meinen Geschmack getroffen, hat er jedoch nicht. Das liegt zum Großteil an der unglaublich trockenen und nüchternen Sprache, mit der ich bis zum Ende nicht warm geworden bin. Manchmal las es sich mehr wie ein Bericht als wie eine literarische Geschichte und ich musste beim Lesen mehrere Pausen machen. Das Ende blieb mir, gerade für eine solche Geschichte, viel zu offen und es gibt zu viele Fragen, die nicht beantwortet wurden. Als reine Fiktion gesehen ein mittelmäßig guter Thriller. Die Geheimniskrämerei um das Pseudonym und das "Insiderwissen" sollte man ignorieren, denn die daraus resultierenden Erwartungen schmälern das Lesevergnügen.            

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  • Eher ein Politthriller als ein Insiderroman

    Kalte Macht
    chiara

    chiara

    10. August 2013 um 09:46

    Bei mir hat das Buch insgesamt einen durchschnittlichen Eindruck hinterlassen. Zu Beginn ist es noch sehr gut zu lesen. Die Spannung baut sich auf und ich versuchte, wahrscheinlich wie die meisten Leser, die realen Personen hinter den im Buch genannten Politikern herauszufinden, was sich letztlich als nicht so schwer herausstellte. Natürlich machte ich mir auch darüber Gedanken, in wie weit reale Arbeitsabläufe und Geschehnisse den Weg in das Buch gefunden haben. Doch letztlich lässt sich dies absolut nicht feststellen. Man kann es sich schon vorstellen, aber mittlerweile tendiere ich eher dazu die Hintergrundinformationen rund um das Kanzleramt als Fiktion abzutun. Ob dieses Buch wirklich von einem Insider geschrieben wurde? Wenn das im Buch dargestellte Arbeitspensum im Kanzleramt der Realität entspricht, stellt sich die Frage wie jemand bei solch langen Arbeitstagen noch die Zeit hat einen Insiderroman zu schreiben. Daher würde ich dieses Buch eher als Politthriller ansehen. Nun zur eigentlichen Handlung: Nach einem recht guten Beginn flacht die Geschichte leider immer weiter ab. Mir fiel es immer schwerer die Handlung nachzuvollziehen. Es wurden viele Fäden vom Autor aufgenommen, aber letztlich doch nicht weitergesponnen, so dass ich am Ende des Buches ziemlich verwirrt das Buch zur Seite gelegt habe. Viele Fragen bleiben für mich ungeklärt. Manchmal hatte ich sogar den Eindruck, dass manche Erzählstränge nur begonnen wurden, um einige Seiten zu füllen. Ohne diese losen Erzählstränge wäre das Buch wohl auch um 100 Seiten kürzer geworden. Wenn mich das Buch wenigstens gut unterhalten hätte, könnte ich über die offenen Fragen noch hinwegsehen. Aber neben den gerade genannten Schwächen gibt es noch ein weiteren Problembereich: die Figuren. Die beiden Hauptfiguren Natascha Eusterbeck und ihr Mann Hendrik verhalten sich ziemlich unglaubwürdig. Mal abgesehen von der mangelnden Kommunikation zwischen den beiden, hatte ich bis zum Ende kein klares Bild von ihnen, weil die Informationen keinen klaren Schluss auf die Persönlichkeit zulassen. Natascha hat beispielsweise schon einige Jahre in der Politik gearbeitet. Aber ihrem Verhalten nach hatte ich den Eindruck es mit einem Politikneuling zu tun zu haben. Naja jedenfalls bis kurz vor Schluss, denn da war sie plötzlich die toughe Frau, von der man auf den vorherigen 350 Seiten nichts gesehen hat. Wie dieser plötzliche Wandel zustande kam, habe ich nicht verstanden. Neben den Schwächen der Hauptfiguren bedienten alle Figuren, die nicht an reale Persönlichkeiten angelehnt sind, die bekannten Stereotypen. Aber das ist bei Thrillern nicht wirklich überraschend. Für mich ist dieses Buch nur ein mittelmäßig Roman, den ich kaum weiterempfehlen mag. Nach einem starken Beginn flacht die Geschichte immer weiter ab und der Autor schafft es auch nicht zum Ende hin wieder Spannung aufzubauen. Aus diesem Grund und dem für mich unbefriedigenden Ende gibt es von mir schwache 3 Sterne.

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  • kalte Macht

    Kalte Macht
    HeikeM

    HeikeM

    25. July 2013 um 09:11

    Natascha Eusterbeck wurde von der Kanzlerin persönlich aus der Landespolitik ins Bundeskanzleramt berufen. Die junge Politikerin fühlt sich zunächst geschmeichelt. Aber schnell wird ihr erklärt, dass sie neben ihren offiziellen Aufgaben auch einige inoffizielle hat. Die Kanzlerin will Netzwerke und Seilschaften aufspüren lassen und die neue Staatssekretärin wird die Frau fürs Grobe. Auch Nataschas Ehemann wird in diese Aufgabe eingebunden. Um die Ehe der beiden steht es nicht zum Besten, der ständige Einsatz in der Politik lässt Natascha nur wenig Zeit für ein Familienleben. So verwundert es weniger, dass ihr Mann sich von Michelle leicht auf außereheliche Abwege locken lasst. Natascha entdeckt schnell einige wichtige Zusammenhänge und ihr wird eindrucksvoll deutlich gemacht, dass sie auch mächtige Gegner hat. Jan Faber hat seinen Politthriller im Herzen der Macht angesiedelt, im Bundeskanzleramt. Es gehört nicht viel dazu und man hat die aus der Tagepresse bekannten Gesichter vor Auge, obwohl ja Ähnlichkeiten… So schildert er die Machtzentrale so wie man sie sich vorstellt. Politik ist hektisch, besonders in Zeiten der Eurokrise, es gibt mehr oder weniger bekannte Seilschaften und Klüngel, hinterhältige Machschaften und offen gesponnene Intrigen. Die Mächtigen sind kalt und herzlos. Der Titel ist sehr passend zum Buch gewählt. Den Beschreibungen der Charaktere und der Örtlichkeiten merkt man an, dass der geheimnisumwitterte Autor diese Szene gut kennt. Er ist ein Insider. Schnell ist man als Leser in die Handlung eingetaucht und stellt sich wie die junge Staatssekretärin Fragen über Fragen. Der Spannungsbogen wird nahezu stetig konstant gehalten, im Laufe der Handlung kommen ungeheuerliche Verdachtsmomente auf und der Leser weiß eigentlich nie mehr als die Eheleute Eusterbeck. Dieser Thriller ist einfach geschrieben und lässt sich flüssig lesen. Im Klappentext wird Natascha Eusterbeck als intelligente, ehrgeizige junge Frau beschrieben, die sich noch einigen Idealismus bewahrt hat. Die erstgenannten Eigenschaften sind zutreffend. Der bewahrte Idealismus dagegen ist in Wahrheit eine große, fast grenzenlose Naivität. Andererseits konnte sie nicht damit rechnen, auf ein solches Komplott zu stoßen. Die Charaktere waren Gut und Böse eindeutig zugeordnet. Platz für die Grauzone gab es wenig. Trotzdem wirkten die Personen lebendig und nicht stereotyp. Wer Politthriller mag, gern in die Abgründe der Macht schaut, dabei aber nicht unbedingt die 08/15-Romane dieses Genres lesen möchte, ist mit diesem Erstling von Jan Faber sicher gut beraten.

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