Jan Fischer Ihr Pixelherz: Eine Love Story

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Inhaltsangabe zu „Ihr Pixelherz: Eine Love Story“ von Jan Fischer

Er lebt in zwei Welten. Tagsüber fleißig mit Job und lieber Freundin, nachts, online, trifft er die Frau mit dem perfektem Lächeln. Eine Affäre beginnt, die ihn immer tiefer ins Netz zieht. Sie hinterlässt ihm Nachrichten, lockt ihn an verlassene Orte, berührt ihn da, wo sein Geschlechtsteil sitzen müsste, in einer virtuellen Welt, die ihre besten Tage hinter sich hat. Und sie warnt ihn vor kommender Gefahr. Ein programmierter Kuss mit einem Avatar, digitale Wesen in der Straßenbahn, summende Luft: Jan Fischer nimmt uns in “Ihr Pixelherz” mit auf eine spannende, emotionale und phantastische Wanderung. Jan Fischer, Jahrgang 1983, aufgewachsen zwischen Bremen und Toulouse. Als freier Journalist arbeitet er unter anderem zu digitalen Spielen, Theater und Literatur, oft für Zeit Campus, nachtkritik.de und die WASD. Er ist international bekannter Luftgitarrist und gab zwei Anthologien heraus: “Air Guitar Heroes. Vom Spielen der Luftgitarre” (Blumenkamp Verlag, 2012) und “Irgendwas mit Schreiben. Diplomautoren im Beruf” (mikrotext, 2014).

Liebe in der digitalen Welt? Und leben in der realen Welt? Ein großer Verlust ist vorprogrammiert.. eine tiefgründige, schöne Kurzgeschichte

— Mondgesicht
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  • Digitale Verwahrlosung

    Ihr Pixelherz: Eine Love Story

    FrankRudkoffsky

    30. August 2015 um 23:15

    In seiner Erzählung "Ihr Pixelherz" schreibt Jan Fischer über eine amour fou in der virtuellen Welt des second life, die schon bald die Oberhand über das echte Leben gewinnt. „Ich sah sie zum ersten Mal zwischen Grafikfehlern an einem Nacktbadestrand. Die Palmen neigten sich in kalkulierten Winkeln Richtung Wasser und schwankten in Zufallssequenzen, als gäbe es Wind, die Sonne ging nie unter, sie hing starr immer an derselben Stelle im Hintergrund.“ Nach dieser ersten Begegnung mit der geheimnisvollen Fremden schlägt sich der Erzähler die Nächte um die Ohren, um mit ihr die künstlichen Welten der Online-Community zu erkunden. Er zieht sich immer weiter zurück und setzt damit nicht nur die Beziehung zu Freundin Anna, sondern auch seinen Job aufs Spiel. In einer geradezu paranoiden Verschränkung verschwimmen jedoch zusehends die Grenzen zwischen echter und virtueller Realität; sie lösen sich genauso auf wie die Bindungen des Erzählers, der – soviel sei verraten – schließlich in beiden Welten alleine ist.  "Ihr Pixelherz" ist ein digitaler Text über digitale Verwahrlosung, der genauso gut Teil eines klassischen Erzählbandes sein könnte. Es ist fast ein bisschen schade, dass angesichts der Thematik die Möglichkeiten digitalen Erzählens nicht noch weiter ausgelotet wurden – besonders visuell wäre hier einiges möglich gewesen. Auch Jan Fischers Essay über die digitalen Ruinen des second life hätte sich gut als „Bonusmaterial“ geeignet. Andererseits hat seine gelungene Erzählung etwaige Spielereien eigentlich nicht nötig: Sie trägt sich nämlich auch ganz altmodisch selbst.

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  • Virtuelle Welt

    Ihr Pixelherz: Eine Love Story

    Ramie10

    26. June 2015 um 12:00

    Ihr Pixelherz Eine Lovestory  Vor einpaar Wochen habe ich das Buch von Jan Fischer "Ihr Pixelherz" gelesen und heute kommt endlich meine Renzension dazu. Ja, das Buch Pixelherz ist eine schwierige Angelegenheit und ich muss sagen, dass ich mit meinen Vorstellungen bei diesem Buch vollkommen falsch lag. Im Allgemeinen geht es in dem Buch um einen Mann, der nachts einfach anfängt sich in einer virtuellen Welt einen Körper zu bauen. Eigentlcih beginnt er damit nur aus Langeweile, aber irgendwann wird mehr daraus. In der Wirklichen Welt gibt es da Anna. Sie ist immer für ihn da, aber nachdem er eine Frau in der virtuellen Welt kennenlernt, wird ihr Verhältnis immer schwieriger. Nach und nach beginnt er sich immer mehr zurückzuziehen und ist in einem Teufelskreis zwischen Wirklickeit und Einbildung gefangen. Es ist eine ziemlich kurze Geschichte und trotzdem passiert so viel, dass ich beim Lesen einfach nach einpaar Seiten wieder aufhören musste, weil es einfach zu viel auf einmal war. Das lag allerdings nicht am Schreibstil des Autors, sondern einfach an der Handlung, die man erst einmal verarbeiten musste. Es ist meiner Meinung nach ein sehr schwieriges Buch. Aber es regt sehr zum denken an und lädt dazu ein, sich selbst Gedanken zu machen und viele Dinge zu interpretieren. Wer sich also für diese Thematik interessiert, sollte das Buch unbedingt lesen und alle, die sich gerne mal ausprobieren können es lesen. Aber es ist kein Buch für jeden.

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  • Leserunde zu "Ihr Pixelherz: Eine Love Story" von Jan Fischer

    Ihr Pixelherz: Eine Love Story

    mikrotext_Verlag

    Hast du schon einmal per Chat geflirtet? Oder dich gefragt, wie es wäre, einen Avatar zu küssen? Ob digitale Wesen mit dir im Bus sitzen? Wenn dich diese Themen interessieren, dann bewirb dich für die Leserunde zur Love Story "Ihr Pixelherz", einer neuen Kurzgeschichte des Autors Jan Fischer. Wenn du mitmachen möchtest, schreib bitte bis zum 5. Juni eine CHATNACHRICHT, die vom FLIEGEN handelt - und gib ebenfalls an, ob du den Text als ePub, mobi oder PDF lesen möchtst. Die besten Antworten bekommen dann ein Freiexemplar. Die Leserunde startet am 6. Juni und läuft bis zum 13. Juni. Hier noch eine kurze Inhaltsangabe: Er lebt in zwei Welten. Tagsüber fleißig mit Job und lieber Freundin, nachts, online, trifft er die Frau mit dem perfektem Lächeln. Eine Affäre beginnt, die ihn immer tiefer ins Netz zieht. Weitere Informationen und eine Leseprobe findest du auf der Verlagsseite. Der Autor Jan Fischer wird auch jeden Tag online sein und deine Fragen beantworten. Liebe Grüße, Nikola Richter (Verlegerin mikrotext Verlag)

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  • Willkommen in der neuen schönen digitalen Welt?

    Ihr Pixelherz: Eine Love Story

    Mondgesicht

    07. June 2015 um 15:23

    Achtung: evtl. Spoiler-Gefahr!!! Gibt es eine andere Welt neben unserer Erde? Gibt es ein Paralleluniversum? Manch einer mag diese Fragen kopfschüttelnd verneinen, während ein anderer strahlend voller Euphorie über deren Existenz theoretisiert. Doch eins ist gewiss - in unserer heutigen Zeit gibt es sehr wohl eine „neue Welt“, die uns Menschen mit weiten Armen empfängt – und zwar: die digitale Welt. Und dort handelt die Kurzgeschichte „Ihr Pixelherz“ von Jan Fischer. Der namenlose Protagonist wendet sich aus Langweile einem Onlinespiel zu, um eigentlich nur seine Zeit zu vertreiben. Doch dort begegnet er „ihr“ – die Perfektion einer digitalen Pixelfigur. Während er nur mit einen Standardkörper, den er als „billig“ und „gratis“ bezeichnet, ausgestattet ist. Doch trotzdem fühlt er sich zu ihr hingezogen und lechzt nach ihrer Nähe. Er trifft sich nur nachts mit ihr. Jeden Tag wartet er auf die Dämmerung - ein Termin, ein Ziel, um den Tag zu überstehen. Und dabei vernachlässigt er Anna, seine Freundin in der realen Welt. Die Pixelfrau mit ihrer geheimnisvollen Art spricht ständig von Tieren, von einem Krieg und von den gefürchteten Sonden, die alles scannen. Ab und zu taucht sie auch einfach ab. Doch er braucht sie, um in dieser digitalen Welt zurecht zu finden. Er sucht schon teilweise in der realen Welt nach Anzeichen von ihr. Aber nicht nur das, sondern er vermischt auch die reale und digitale Welt miteinander. Der Protagonist ist von etlichen Ängsten geprägt, sei es die Kontaktangst, oder die Angst nicht mehr sehen zu können und es dabei nicht zu merken. Seine Ängste und Wahnvorstellungen nisten sich so tief in ihn ein, dass er nicht mehr zu Arbeit geht, dass er seine Freundin verliert und vor allem sich selbst. Die Geschichte wird uns in der Vergangenheit erzählt und wie es war „als Anna noch da war“ und „als er noch zur Arbeit fuhr“, denn da hatte seine Leben noch Ordnung gehabt. Doch dieses Leben ist passé. Seine Angst nicht mehr richtig sehen zu können hat sich erfüllt. Sein Verstand ist von seinem Wahn vernebelt. Es herrscht zudem ein ständiger Wechsel zwischen den Welten – mal befinden wir uns in der realen Welt und mal in der digitalen Welt. Und mal ist es ein Mischmasch aus beiden Welten. Die Geschichte zeigt eben wir abhängig wir uns von der digitalen Welt machen können und dabei unser Leben zerstören können. Und irgendwie sind wir doch schon alle abhängig – wahrscheinlich (und hoffentlich) nicht so extrem wie der Protagonist der Geschichte, aber man stelle sich mal vor, man würde die Stromversorgung für einen längeren Zeitraum abschalten, ich will mir gar nicht vorstellen, was mit der Menschheit geschieht. Die gefürchteten Sonden verkörpern für mich die digitale Datengier der großen Konzerne. Jeder noch so kleine Schritt in der digitalen Welt wird registriert, notiert und gespeichert. Datensammler. Überall. Aber das ist natürlich nicht der Hauptkern der Geschichte - dies ist ein anderer - welcher? Tja, am besten selber lesen ;) Ich finde, dass die Geschichte einen schönen, niveauvollen Schreibstil hat. Dieses wirre Durcheinander zwischen „hier“ und „dort“ hat mich doch etwas verwirrt. Der Verlauf der Geschichte hat mich dennoch überrascht, da ich anfangs von einer (etwas anderen) Liebesgeschichte ausgegangen bin – dabei ist es ganz anders gewesen.Die Geschichte regt einen zum NACHDENKEN an und vieles erfährt man erst auf den zweiten Blick. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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