Jan Flieger Auf den Schwingen der Hölle

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Inhaltsangabe zu „Auf den Schwingen der Hölle“ von Jan Flieger

Ein Ehepaar sucht auf den Lofoten den vorzeitig aus der Haft entlassenen Vergewaltiger und Mörder ihrer Tochter. Doch suchen sie die Nadel im Heuhaufen, denn sie wissen nur, dass der Gesuchte ein rotes Auto fährt. Sie verfolgen ihn durch eine dramatische Landschaft, von Insel zu Insel, von Fischerdorf zu Fischerdorf. Der traumatisierte Vater lässt sich durch nichts aufhalten, doch entgeht ihm dabei, dass seine Frau bei dieser Suche endgültig zerbricht. Die Jagd wird für den Jäger, seine Frau und den Gejagten zu einem Alptraum, als sie in der Herberge eines entlegenen Fischerdorfes aufeinandertreffen und sich zu belauern beginnen. Die Spannung steigert sich bis zu einem gänzlich unerwarteten und schockierenden Finale. Ein Thriller, der für Kontroversen sorgt, drastisch, düster, aber auch voller Poesie.

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  • Leserunde zu "Auf den Schwingen der Hölle" von Jan Flieger

    Auf den Schwingen der Hölle
    fhl_verlag_leipzig

    fhl_verlag_leipzig

    Lust auf ein neues Buch? Dann macht mit bei unserer Leserunde zu dem neuen Norwegen-Krimi von Jan Flieger. Bewerbt euch um 15 Leseexemplare. Inhalt: ›Auf den Schwingen der Hölle - Ein Norwegen-Krimi‹ Ein Ehepaar sucht auf den Lofoten den vorzeitig aus der Haft entlassenen Vergewaltiger und Mörder ihrer Tochter. Doch suchen sie die Nadel im Heuhaufen, denn sie wissen nur, dass der Gesuchte ein rotes Auto fährt. Sie verfolgen ihn durch eine dramatische Landschaft, von Insel zu Insel, von Fischerdorf zu Fischerdorf. Der traumatisierte Vater lässt sich durch nichts aufhalten, doch entgeht ihm dabei, dass seine Frau bei dieser Suche endgültig zerbricht. Die Jagd wird für den Jäger, seine Frau und den Gejagten zu einem Alptraum, als sie in der Herberge eines entlegenen Fischerdorfes aufeinandertreffen und sich zu belauern beginnen. Die Spannung steigert sich bis zu einem gänzlich unerwarteten und schockierenden Finale. Ein Thriller, der für Kontroversen sorgt, drastisch, düster, aber auch voller Poesie. Und die 15 Testleser ... Wer gern dabei sein möchte, kann sich im Unterthema Bewerbung bis zum 20. Juli um ein Leseexemplar bewerben. Und wer eins schon eins hat, kann gern auch mitmachen. Leseprobe unter http://issuu.com/fhl-verlag-leipzig/docs/schwingen_der_hoelle  

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    • 258
  • Eine in dunklen Farben gemalte Racheballade vom Feinsten.

    Auf den Schwingen der Hölle
    Andreas_M_Sturm

    Andreas_M_Sturm

    03. June 2013 um 09:39

    Ein Ehepaar begibt sich auf die Lofoten, um den Mörder ihrer Tochter zu bestrafen. Der Vater voll Entschlossenheit und Hass, die Mutter eher zögerlich. Sie könnte eventuell verzeihen, der Vater nie. Er ist von seinen inneren Dämonen so vereinnahmt, dass er sich gefühlsmäßig von seiner Frau löst und sogar bereit ist, sie zu beseitigen, sollte sie sich seinen Racheplänen in den Weg stellen. Er lässt sich einzig von seiner Rache leiten und will nicht wahrhaben, dass er daran zerbrechen wird. Die Geschichte um die Jagd eines Rächers erlangt durch die bildreiche Beschreibung der wildromantischen und auch bedrohlichen Kulisse der Inselwelt eine gewaltige Kraft. Die detailliert beschriebenen Charaktere sind in jeder Phase des Buches nachvollziehbar und man wird von den Ängsten und Wünschen der Protagonisten gefangen genommen. Fazit: kein Lesestoff, der nach dem Ende der Lektüre abgehakt und vergessen ist. Wenn man sich auf diese düstere Reise einlässt, sollte man Zeit mitbringen, denn diesen Thriller zwischendurch zu unterbrechen, ist bei der gnadenlosen Spannung unmöglich.

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  • Rezension zu "Auf den Schwingen der Hölle" von Jan Flieger

    Auf den Schwingen der Hölle
    Honigmond

    Honigmond

    23. September 2012 um 17:06

    Zum Inhalt: Ein kleines Mädchen wird vergewaltigt und ermordet. Der Vater muß zur Gerichtsmedizin um sie zu identifizieren und dort bricht eine Welt in ihm zusammen. Er sühnt nach Rache und bastelt in den Jahren, wo der Mörder inhaftiert ist, an seinem grausamen Racheplan. Als er erfährt, dass der Mörder ein Jahr früher aus der Haft entlassen wurde, versucht er ihn ausfindet zu machen und hat Erfolg. Zusammen mit seiner Frau Sarah verfolgt er ihn bis auf eine einsame Fischerinsel, um dort seinen Plan umzusetzen. Doch seine Frau, welche damals zusammengebrochen ist, ist etwas anderer Meinung als er, kann sich aber nicht wiedersetzen. Und so kommt es zu einer interessanten Entwicklung des Szenarios. Fazit: Ein sehr gelungenes Buch mit viel Dramatik und einem ganz besonderem Maß an Spannung. Die Schreibweise des Autors ist leicht und gut verständlich und zieht einen regelchet in seinen Bann, da er sehr geschickt Spannungsepisoden eingebaut hat, welche einen regelrecht in einen Sog ziehen. Ein Buch, was sehr nachdenklich stimmt, da man den Vater einerseits verstehen kann, was seinen Rachewunsch angeht, aber dieses Verständnis immer mehr nachlässt, wenn man seinen "Feldzug" mitverfolgt. Alles in allem ein sehr lesenswertes Buch und ein Autor, den man sich unbedingt merken sollte.

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  • Rezension zu "Auf den Schwingen der Hölle" von Jan Flieger

    Auf den Schwingen der Hölle
    Nefertari35

    Nefertari35

    Auf den Schwingen der Hölle - Jan Flieger Kurze Inhaltsangabe: Die kleine Manuela wir vergewaltigt und ermordet. Als der Vater seine Tochter in der Gerichtsmedizin identifizieren muß, zerbricht etwas in ihm und er schwört sich, den Mörder zur Strecke zu bringen, egal wie lange es dauert. Er steht die Verhandlungstage alleine durch, da seine Frau Sarah, noch vor Beginn zusammenbricht und ihn nicht begleitet. Er gibtden gebrochenen vater und beobachtet den Mörder Emmerlein doch ganz genau. Dieser wird nur zu 10 Jahren Haft verurteilt. 9 Jahre später erfährt Bachmann, der Vater des Kindes), das Emmerlein vorzeitig entlassen wurde und sich auf den Weg in die Lofoten gemacht hat. Bachmann, der sein Vorhaben nie aufgegeben hat, reist ihm mit seiner Frau hinterher, die während der Jagd immer stiller und in sich gekehrter wird. Schließlich finden sie den Mörder in einem kleinen Fischerdorf. Der Showdown beginnt. Wird Bachmann den geplaenten Mord durchziehen? Was ist mit seiner Frau? Wird sie da wirklich mitmachen oder wird sie Bachmann verraten? Merkt Emmerlein, wer ihm da gefolgt ist? Schreibstil: Dieses Buch hat einen sehr rasanten mitreißenden Schreibstil mit stetigem Spannungsaufbau, viel Dramatik und wiedersprüchlichen Gefühlen. Der Täter wird gejagt, das Opfer (in diesem Fall der Vater des ermordeten Kindes) ist der Jäger. Die Mutter wird gezwungen mitzumachen, obwohl sie lieber vergeben möchte, aber Vergebung kommt für Bachmann nicht in Frage. er Tod seiner Tochter hat ihn völlig aus der Bahn geworfen und der Autor versteht es sehr gut, dieses Gefühlschaos zu beschreiben. Der Hass auf den Täter, die Liebe zu Tochter und Frau, der Zweifel, das Richtige zu tun. Man wird von der Geschichte total eingenommen und muß immerzu weiterlesen. Eigene Meinung: Mich hat das Buch emotional sehr berührt und mitgerissen. Ich konnte mich gut in den Vater hineinversetzen, ihn verstehen, aber auch wiederum nicht. Als Mutter kann ich die Gedankengänge gut nachvollziehen, aber ich würde selber wohl nie soweit gehen. Die Mutter konnte ich nicht verstehen. Vergebung krieg ich noch irgendwie in meinen Kopf, aber Sympathie für den Täter entwickeln, ist mir gänzlich unverständlich! Die Geschichte endet dann ganz anders, als man meint, aber sehr aufwühlend. An so einer Story sieht man, wieviele Opfer ein Verbrechen wirklich fordert. Es ist nie nur das eigentliche Opfer selber, sondern es gibt immer mehrere und das ist wir wirklich traurig. Um noch etwas zu unserer Gesetzgebung in Hinsicht auf Pädophile und andere Gewaltverbrecher zu sagen: Ich finde sie viel zu lasch und mehr auf den Täter zusteuernd, als auf das Opfer. Ich gebe 5 Sterne.

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    • 2
    glorana

    glorana

    19. September 2012 um 16:26
  • Rezension zu "Auf den Schwingen der Hölle" von Jan Flieger

    Auf den Schwingen der Hölle
    glorana

    glorana

    Manu wurde vergewaltigt und ermordet. Nun sind die Eltern, Sarah und ihr Mann Bachmann, auf der Suche nach ihm, nach Emmerlein, der nun vorzeitig aus der Haft entlassen wurde. Doch sie wissen nicht, wie er aussieht, nur, dass er ein rotes Auto fährt. Die beiden verfolgen ihn durch die ganze Landschaft der Lofoten. Der traumatisierte Bachmann ist zu allem entschlossen und lässt sich durch nichts aufhalten Seine Frau Sarah, hadert mit der Einstellung ihres Mannes und zerbricht daran so nach und nach. In einer abgelegenen Herberge treffen die drei aufeinander. Die Spannung steigt ins unermessliche und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Dieser Krimi hat mich extrem gefesselt. Da ist ein Vater, der nicht mehr Leben kann ohne den Täter zu bestrafen. Er steigert sich hinein und sieht nicht mehr links und rechts. Die Wut und Ohnmacht umfängt ihn und nimmt ihn selbst gefangen, so sehr, dass er nicht einmal mehr die Gefühle seiner Frau wahrnimmt. Das Ende war klasse, ein Finale, wie man es sich kaum ausmalen kann. Dieses Buch kommt ganz ohne Blut und Brutalität aus, die Spannung, die hier aufgebaut wird, lebt von der Schilderung und Erzählung der Gefühle des Vaters. Die Gefühle des Vaters nehmen bis zum Ende des Buches immer mehr an Spannung zu und man selbst kann die innere Anspannung kaum aushalten, bis das Ende des Buches erreicht ist. Ein tiefgründiger grandios geschriebener Thriller, den man einfach nicht aus der Hand legen kann. Ich war total begeistert und freue mich, bald mehr von Jan Flieger lesen zu können.


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    • 4
  • Rezension zu "Auf den Schwingen der Hölle" von Jan Flieger

    Auf den Schwingen der Hölle
    Haveny

    Haveny

    03. September 2012 um 22:46

    Ein Ehepaar sucht auf den Lofoten den vorzeitig aus der Haft entlassenen Vergewaltiger und Mörder ihrer Tochter. Doch suchen sie die Nadel im Heuhaufen, denn sie wissen nur, dass der Gesuchte ein rotes Auto fährt. Sie verfolgen ihn durch eine dramatische Landschaft, von Insel zu Insel, von Fischerdorf zu Fischerdorf. Der traumatisierte Vater lässt sich durch nichts aufhalten, doch entgeht ihm dabei, dass seine Frau bei dieser Suche endgültig zerbricht. Die Jagd wird für den Jäger, seine Frau und den Gejagten zu einem Alptraum, als sie in der Herberge eines entlegenen Fischerdorfes aufeinandertreffen und sich zu belauern beginnen. Die Spannung steigert sich bis zu einem gänzlich unerwarteten und schockierenden Finale. Ein Thriller, der für Kontroversen sorgt, drastisch, düster, aber auch voller Poesie. Auch wenn direkt auf dem Cover steht "Ein Norwegen-Krimi" würde ich dieses Buch nicht als einen herkömmlichen Krimi bezeichnen, denn ein ähnlicher wie dieser ist mir noch nie in die Hände gekommen. Denn hier geht es keineswegs um die genaue Aufklärung oder das Festnehmen des Mörders eines Mädchens. Nein. Hier geht es darum, dass dieser Mörder vorzeitig freikommt und der Vater nur noch an die Rache denkt und es deshalb zu einer außergewöhnlichen Verfolgungsjagd kommt. Es geht also eigentlich um einen weiteren Mord, der geplant wird, weshalb ich den Ausdruck "Thriller", wie das Buch auf dem Klappentext bezeichnet wird, schon etwas passender, wenn irgendwie auch nicht perfekt. Es ist eben irgendwie eine Mischung aus beidem. Das Cover finde ich wirklich passend, es würde mich zwar nicht sofort ansprechen aber es hat was. Zudem sieht man ja auch den direkten Bezug zwischen Inhalt und Cover, da in diesem Buch bei den Beschreibungen der Orte nur solche kleinen Häuschen vorkommen und ich mir deswegen auch fast kein passenderes Cover vorstellen könnte. Der Schreibstil des Autors lässt sich leicht lesen und hat mich schon an mehreren Stellen an das Buch gefesselt, wenn ich das Buch anfangs auch an manchen Stellen als etwas zu langweilig empfand, denn irgendwann reichte es mir eben einfach mit der Suche nach diesem roten Toyota und ich war schon fast erleichtert als ihn Bachmann dann endlich fand und er nicht plötzlich wieder verschwunden war. Die Charaktere sind nicht besonders tiefgründig gestaltet, wobei ich aber auch bezweifle, dass man das innerhalb dieser wirklich nicht besonders vielen Seiten schaffen soll. Auf jeden Fall weiß man schon nach kürzester Zeit das Wichtigste über die Charaktere, was einem das Lesen aber zugleich noch einmal etwas erleichtert, da man so bestimmte Entscheidungen und Handlungen leichter verstehen kann und weiß wieso der Charakter nun so gehandelt hat. Insgesamt kann ich nur sagen, dass mich das Buch dann irgendwann doch noch völlig in sienen Bann gezogen hat auch wenn ich das anfangs bei der ewigen Suche nach dem roten Toyota noch für unmöglich hielt. Dieser Autor versteht sein Handwerk eben einfach und weiß es seinen Leser dann doch noch zu fesseln und vor allem zu überraschen! Deshalb bekommt dieses Buch von mir völlig verdiente 4 Sterne.

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  • Rezension zu "Auf den Schwingen der Hölle" von Jan Flieger

    Auf den Schwingen der Hölle
    Leela

    Leela

    31. August 2012 um 23:27

    Die Tochter von Sarah und Bachmann wurde grausam ermordet und der Täter soll nun wieder auf freien Fuß kommen. Bachmann will das nicht einfach auf sich sitzen lassen und sich auf seine Art am Täter rächen, indem er ihn umbringt. Dafür hat er sich den Plan zurechtgelegt, dem Mörder auf die Lofoten in Norwegen zu folgen und ihn dort verschwinden zu lassen... "Auf den Schwingen der Hölle" ist kein typischer Krimi, eine klassische Mörderjagd sollte man hier also nicht erwarten. Während man außerdem in herkömmlichen Krimis darauf setzt, dass der Mörder gefasst wird, ist es mit dem Mord, der hier geschehen soll, schwierig, denn wer wird schon der Meinung sein, dass man einen Mann, dessen Kind ermordet wurde, nicht verstehen könne? Wegen dieses kontroversen Themas hat mich das Buch jedenfalls direkt angesprochen und auch bis zur letzten Seite gut unterhalten. Dazu trägt auch eine wirklich düstere Stimmung bei, die sich durch das ganze Buch zieht und auch nicht vor dem Umgang der beiden Hauptcharaktere miteinander halt macht. Was die Charakterisierungen dieser angeht, merkt man jedoch, dass es sich hierbei um ein relativ dünnes Buch handelt, denn ich finde, dass z.B. Sarah relativ blass bleibt - dann wiederum war sie jedoch auch der Charakter, dessen Handeln ich am wenigsten nachvollziehen konnte. Etwas schade fand ich es auch, dass ein Punkt der Handlung nicht weiter aufgelöst wurde, aber am Gesamtbild ändert es letztendlich nichts, sodass ich mich von diesem Buch durchweg gut unterhalten fühlte. Ich würde es mir wirklich wünschen, dass sich mehr Autoren an solche Themen herantrauen würden.

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  • Rezension zu "Auf den Schwingen der Hölle" von Jan Flieger

    Auf den Schwingen der Hölle
    Wildpony

    Wildpony

    31. August 2012 um 10:34

    Auf den Schwingen der Hölle - Jan Flieger Kurzbeschreibung Amazon: Ein Ehepaar sucht auf den Lofoten den vorzeitig aus der Haft entlassenen Vergewaltiger und Mörder ihrer Tochter. Doch suchen sie die Nadel im Heuhaufen, denn sie wissen nur, dass der Gesuchte ein rotes Auto fährt. Sie verfolgen ihn durch eine dramatische Landschaft, von Insel zu Insel, von Fischerdorf zu Fischerdorf. Der traumatisierte Vater lässt sich durch nichts aufhalten, doch entgeht ihm dabei, dass seine Frau bei dieser Suche endgültig zerbricht. Die Jagd wird für den Jäger, seine Frau und den Gejagten zu einem Alptraum, als sie in der Herberge eines entlegenen Fischerdorfes aufeinandertreffen und sich zu belauern beginnen. Die Spannung steigert sich bis zu einem gänzlich unerwarteten und schockierenden Finale. Ein Thriller, der für Kontroversen sorgt, drastisch, düster, aber auch voller Poesie. Mein Leseeindruck: Ich kann eigentlich den Vater recht gut verstehen. Was würde ich machen wenn ich mein Kind auf so grausame Weise verloren hätte... und der Mörder spaziert aus dem Gefängnis und macht erstmal Urlaub auf den Lofoten? Das Buch zieht einen voll in den Bann. Es ist ein wenig düster geschrieben und man spürt in fast jeder Zeile die Emotionen des Elternpaars auf der Verfolgung des Mörders, der zu seiner "gerechten" Strafe kommen soll. Die Jagd beginnt und die Spannung steigt immer mehr. Man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen... und deshalb habe ich es dann auch in einem Rutsch durchgelesen bis zum finalen Ende.... Ein Buch das nachdenklich macht... Ein Buch das berührt.... Ich musste es nach dem Lesen erst mal setzen lassen. Daher meine verspätete Rezi. Aber ich kann es auch jedem ans Herz legen der ein tiefgehendes Buch lesen möchte. Für das Buch vergebe ich 5 Sterne!

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  • Rezension zu "Auf den Schwingen der Hölle" von Jan Flieger

    Auf den Schwingen der Hölle
    Buchina

    Buchina

    29. August 2012 um 16:56

    Das Verbrechen ist schon vor langer Zeit geschehen. Die Tochter von Bachmann und Sarah wurde vor Jahren vergewaltigt und ermordet. Der Täter verurteilt. Doch dieser Mord wirft weite Schatten in das Leben der Eltern des Opfers. Als Bachmann erfährt, dass der Täter Emmerlein aus dem Gefängnis entlassen wird und Urlaub auf den Lofoten machen möchte, will er seinen langgehegten Plan umsetzen und Emmerlein endlich richtig bestrafen. Er glaubt nur so kann er mit der Tat abschließen und zur Ruhe kommen. Seine Sarah folgt ihm auf seiner Jagd auf nach dem Mörder ihrer Tochter, auch wenn ihre Motive andere sind. Jan Flieger hat einen ungewöhnlichen Krimi geschrieben, der nicht nach dem typischen Muster abläuft. Denn der Täter wurde schon gefunden und verurteilt. Der Leser darf nun bei dem nächsten Verbrechen hautnah dabei sein. Aber ist es ein Verbrechen, wenn der Vater den Tod seiner einzigen Tochter rächen möchte? Genau diese Frage stellt sich der Leser immer wieder selbst, was eine Schwarz-Weiß-Malerei unmöglich macht. Die Farbe Grau erscheint nicht nur bei der Frage Opfer-Täter immer wieder, sondern der ganze Roman scheint in diesem Ton gestaltet zu sein. Der Autor schafft eine durchweg düstere und oft sehr traurige Stimmung, selten werden kleine positive Dinge beschrieben. Am Ende hinterlässt der Roman einfach nur ein beklemmendes Gefühl und der Erkenntnis, dass mit einem Mord sehr viel mehr Opfer zu beklagen sind als der oder die Ermordete. Jan Fliegers Roman ist ein besonderer Krimi, für den man trotz seiner Kürze Zeit und Ruhe braucht. So musste ich den Roman ab und zu zur Seite legen, weil es einfach zu bedrückend war weiterzulesen. Neben der ganzen Trauer und Wut schafft es Flieger die wunderbare Landschaft der Lofoten zu beschreiben, die er scheinbar selbst sehr liebt. Gleichzeitig ist er auch ein eindeutiger Liebhaber von Leipzig, der Heimatstadt von Bachmann und Sarah. Es gibt immer kleine Hinweise für den Leipziginsider :-) Ein Stern ziehe ich ab, dafür das ich schon viel zu früh ahnte in welchem Showdown der Roman endet, denn ich bin jemand der gerne bis zur letzten Seite überrascht wird.

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  • Rezension zu "Auf den Schwingen der Hölle" von Jan Flieger

    Auf den Schwingen der Hölle
    NiliBine70

    NiliBine70

    12. August 2012 um 18:04

    Inhalt: Bachmann und seine Frau Sarah haben ein schweres Schicksal zu meistern. Ein Triebtäter hat sie des Liebsten beraubt, das sie hatten, er hat ihre Tochter missbraucht und ermordet. Unter diesem Trauma leiden sie nun. Jeder auf seine Weise. Und obwohl man allgemeinhin denkt, dass so ein tief empfundener Schmerz das Ehepaar zusammen schweißen sollte, entfernen sie sich immer mehr. Sarah flüchtet sich in Musik, in die Gothic-Szene, findet dort Trost, setzt sich mit dem Thema Tod auseinander. Bachmann hingegen sinnt auf Rache. Seit dem Moment, wo er den Mörder seiner geliebten Tochter im Gerichtssaal sah, war für ihn klar, dass dieser würde bezahlen müssen. Nun ist etwas geschehen. Der Mörder wird nach 9 Jahren auf freien Fuß gesetzt. Hat seine Gefängnis-Strafe abgesessen und darf gar in Urlaub fahren. Für Bachmann der Startschuss für eine Reise, von der Emmerlein, der Mörder, nicht lebend zurückkommen soll. Er hat schon früh einen Privatdetektiv angesetzt auf Emmerlein und wird nun mit Informationen versorgt, wo dieser sich aufhält, wo er es sich gut gehen lässt, während seine Tochter tot ist und keine zweite Chance bekommt. Und so brechen Sarah und Bachmann auf, Emmerlein auf den Lofoten zu folgen. In eine eigentlich wild-schöne Landschaft, was aber für Bachmann keine Bedeutung hat. Sarah scheint nicht die Kraft zu haben, ihren Mann abzuhalten, seine Kenntnisse als Ex-Fallschirmjäger dazu zu nutzen, Emmerlein zu finden und endgültig vom Antlitz der Erde zu tilgen. Eine Jagd über die Lofoten beginnt und endet mit einer Tragödie… Meine Meinung: Unfassbar grausam Ein Alptraum, das war mein erster Gedanke, nachdem ich die Kurzbeschreibung der Geschichte las. Und nichts anderes fällt mir auch jetzt nach dem Lesen des Buches ein. Was taten mir Bachmann und Sarah leid. Dieser Schmerz, der würde mich auch umbringen. Und ich hatte Verständnis für Bachmann. Für seine Rachegelüste. Hörte ich mich doch selbst sagen, dass man den Mörder meines Kindes besser vor mir in Sicherheit bringt, ich wäre zu allem fähig…Aber der rationale Verstand sagt, Selbstjustiz ist Steinzeit und wir sind zivilisiert! Aber ist es nicht so, dass wir uns alle schon vehement über den Umgang mit Sexualstraftätern aufgeregt haben? Sieht es nicht die Mehrheit gar so, dass diese das Leben nicht mehr verdient haben? Immerhin können die Opfer nicht darauf zählen, dass ihnen geholfen wird, dass sie ein neues Leben beginnen können, kein Psychologe nimmt sich ihrer wirklich auf Dauer an… Das alte Lied, auch gern in der Presse breitgetreten und reißerisch aufgearbeitet. Da ist nun ein Mann, der genau das macht, Bachmann setzt das in die Tat um, was wir uns denken, wenn wir mal wieder von so einem Fall hören. Doch, ist es nicht etwas anderes, zu denken und dann doch umzusetzen? Würden wir wirklich genau wie er, besessen, obsessiv den Mörder unseres Kindes verfolgen. Alles andere ausblenden, ja die Ehefrau emotional im Stich lassen, nur noch für die Rache leben? Die Frage beantwortet Bachmann für sich mit ja. Und das, was daraus resultiert, ist schrecklich, hat mir einen trockenen Mund beschert, ein „Oh nein“ entlockt und mich traurig zurückgelassen. Und alles untermalt mit der Musik von Nightwish (ich hab den Autor gefragt!). Jan Flieger hat hier von Beginn an eine unfassbar dunkle, traurige, schwere Stimmung mit ganz einfachen Mitteln erzeugt. Man kann sich dem nicht entziehen, lässt sich reinfallen, möchte nicht aufhören zu lesen in der Hoffnung, dass man damit das Schreckliche aufhalten kann, Bachmann aufhalten kann. Der Schmerz ist fast körperlich spürbar. Man riecht und sieht die Umgebung, allerdings durch einen Vorhang der Trauer und mit rot glühenden Rändern des Hasses, der Bachmann antreibt. Ich würde fast so weit gehen, es als echte Kunst zu bezeichnen, was Jan Flieger hier geschaffen hat. Selten haben mich einfache Worte so in ihren grausamen Bann gezogen. Fazit: Dieses Buch kommt so unscheinbar daher, doch derjenige, der sich herantraut sei gewarnt. Zwischen den Buchdeckeln steckt ein abgrundtief schrecklicher Thriller mit einem sehr schmerzhaften Ende.

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  • Rezension zu "Auf den Schwingen der Hölle" von Jan Flieger

    Auf den Schwingen der Hölle
    ginnykatze

    ginnykatze

    10. August 2012 um 00:19

    Meine Rache wird gnadenlos sein… Zum Inhalt: Die Vergewaltigung und Ermordung ihres einzigen Kindes Manu verarbeiten Bachmann und Sarah völlig verschieden. Bachmann, der nur durch seine Rache geführt wird und Sarah, die völlig in sich gekehrt, ihr Leben einfach weiterlebt. Als dann nach zehn Jahren der Mörder Emmerlein aus dem Gefängnis entlassen wird, ist Bachmann bereit, seinen Plan in die Tat umzusetzen. Er plant minutiös, wie er den Mörder seines Kindes zur Strecke bringen kann. Als er dann erfährt, dass Emmerlein einen Urlaub auf den Lofoten macht, weiß Bachmann, dass der Mörder dort sein Grab finden wird. So machen sich Sarah und Bachmann, seinen Vornamen erfahren wir leider im ganzen Buch nicht, auf die Jagd nach dem Mörder, aber die Lofoten sind groß und so klappern die Beiden jede Insel und jedes Fischerdorf ab, bis sie letztendlich auf Emmerlein treffen. So mehr werde ich jetzt nicht vom Inhalt verraten, lest selbst diesen düsteren und überaus spannenden Krimi. Fazit: Jan Flieger schreibt hier einen düsteren und absolut spannungsgeladenen Krimi . Er schafft es dabei, die Spannung von Anfang an hoch zu halten. Die düstere Stimmung bei der Jagd auf den Vergewaltiger und Kindsmörder verfolgen wir als Leser hautnah mit. Ständig hatte ich das Gefühl mitten drin zu sein und Bachmann über die Schulter zu schauen. Er, der ausgebildete Nahkämpfer, der nur durch die Rachegefühle die Jahre überleben konnte, ist hier wirklich genial beschrieben. Seine Frau Sarah, gefiel mir hier am Besten. Mit ihr habe ich mich gefreut und gelitten, fühlte den seelischen Schmerz und die Zerrissenheit, als Bachmann von ihr verlangte, zur Mittäterin zu werden. Auch den Mörder lernten wir hier von einer ganz anderen Seite kennen. Alle Charaktere waren wirklich toll beschrieben, so dass man sich jederzeit mit ihnen identifizieren konnte. Der Schreibstil ist leicht und flüssig lesbar, so dass man das Buch nur sehr schwer aus der Hand legen konnte. Man wollte einfach wissen, wie es weitergeht. Manches Mal konnte ich die Spannung nicht mehr ertragen und hoffte noch, dass Bachmann noch zur Vernunft kommt, schon Sarah´s wegen. Das Ende war dann echt ein Schock, damit hätte ich so nicht gerechnet. Hier kommen von mir hochverdiente 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung. Bedanken möchte ich mich hier noch bei Lovelybooks für das Gewinnspiel, beim fhl-Verlag für das Rezensionsexemplar und beim Autor Jan Flieger, der die Leserunde begleitete.

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  • Rezension zu "Auf den Schwingen der Hölle" von Jan Flieger

    Auf den Schwingen der Hölle
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. August 2012 um 21:23

    Ein düsterer Krimi in der schönen Landschaft Norwegens * "Wie auf Schwingen scheint uns diese Musik zu tragen, dachte er unvermittelt. Schwingen der Hölle, in welcher Emmerlein landen wird. Er war überrascht, welche Gedanken die Musik in ihm auslöste. Unversehens kamen ihm zwei Zeilen aus Dantes Höllengesängen und als er sie aussprach, mitten in die Musik hinein, ruhten Sarahs Augen auf ihm, überrascht und nachdenklich: " Ich führe euch - er riefs aus rauer Kehle - zur ewgen Finsternis, zu Glut und Eis." (S.21/22) * Sarah und ihr Mann haben ihr Kind verloren. Durch Emmerlein, und nun ist dieser Mann wieder auf freiem Fuß. Durch einen Detektiv erfährt Bachmann, dass Emmerlein im Moment Urlaub auf den Lofoten macht. Bachmann zögert keinen Moment, er ist seiner Rache so nah wie noch nie. Gemeinsam mit seiner Frau fährt er nach Norwegen um Emmerlein zu finden und ihm seine gerechte Strafe zu teil werden zu lassen. * Am Anfang machte es mir Jan Flieger nicht ganz leicht mit seinem Buch. Wieso kann ich nicht einmal richtig in Worte fassen. Vielleicht liegt es an Bachmann, Sarahs Mann, der von der Welt entrückt scheint und nur noch für die Rache an Emmerlein lebt. * Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm zu lesen. Wenn man sich in die Geschichte um die Jagd nach Bachmann eingelesen hat, möchte man nicht mehr aufhören, weil man doch sehr gespannt darauf ist, wie diese ganze nervenzerrende Situation ausgeht. Außerdem versteht es der Autor wunderbar Norwegens landschaftliche Kulisse vor den Augen erstehen zu lassen und gleichzeitig eine düstere und drückende Atmosphäre aufzubauen. * Die Charaktere prägen sich einem direkt ein, was auch daran liegen kann, dass der Autor sich sehr intensiv mit seinen drei Hauptcharakteren beschäftigt und die am Rande auftauchenden Nebenfiguren nicht tiefer ausleuchtet. Wobei ich sagen muss, dass ich mit Bachmann einfach nicht warm werden konnte. Natürlich sind er und Sarah Opfer, denen ihr Kind genommen wurde, aber anstatt sich um sich selbst und vor allen Dingen um den Seelenzustand seiner Frau zu kümmern, hat er nur noch die Rache an Emmerlein im Kopf. Er bemerkt gar nicht, wie seine Frau sich mehr und mehr abkapselt und wirklich kaputt geht. Zärtlichkeiten und gemeinsames Lachen gibt es nicht mehr. Und so bekommt man als Leser unweigerlich ein ungutes Gefühl, weil man das Opfer nicht leiden kann, aber der Täter einem immer sympathischer wird. Und nicht nur dem Leser selbst, sondern auch Sarah... * Am Ende des Buches finden wir noch tolle schwarz-weiß Bilder der Lofoten samt Informationen über diese norwegische Inselgruppe. * Ein spannender und außergewöhnlicher Krimi, der durch die innere Zerrissenheit und die Kulisse der Handlung besticht!

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  • Rezension zu "Auf den Schwingen der Hölle" von Jan Flieger

    Auf den Schwingen der Hölle
    thenight

    thenight

    Auf der Suche nach dem Mörder ihrer Tochter,dem vorzeitig aus der Haft entlassenen Emmerlein, reist das Ehepaar Bachmann auf die Lofoten. Getrieben von nur einem Gedanken: Rache, verfolgt Bachmann in Begleitung seiner Frau Sarah den Mörder. Mit jedem Tag wächst sein Wahn, der Leser kann mitverfolgen wie Bachmann immer mehr den Verstand verliert, sich immer mehr reinsteigert in seinen Wahn und dabei die Folgen seines Plans immer mehr vergisst, er kann nicht mehr sehen was er seiner Frau mit seinem Verhalten antut, sieht sie zwischendurch sogar als seine Feindin. Nicht der Mord steht im Mittelpunkt dieses sprachlich einzigartigen Krimis, sondern das Leben der Angehörigen danach, in diesem Fall das Leben des Vaters, der eben im Gegensatz zum Mörder, keine psychologische Hilfe bekam und es im Gegensatz zu seiner Frau, aus eigener Kraft nicht schaffte, den Mord an seiner über alles geliebten Tochter zu verarbeiten, für ihn kann seine Trauerarbeit nur zu einem Abschluß kommen wenn er Emmerlein getötet hat. Jan Flieger nimmt uns mit auf eine gnadenlose Hetzjagd auf die Lofoten und durch die Abgründe einer zerbrochenen, menschlichen Seele. Ich war selten so gefangen von einem Buch, hin und her gerissen zwischen* das kann er doch nicht machen die Tat ist gesühnt und nichts bringt seine Tochter zurück und hoffentlich kommt er mit seiner Tat durch*Das Ende liess mit einem beklommen Gefühl zurück, weil ich mir nicht darüber klar werden konnte ob ich nicht auch so handeln würde sollte ich jemals in Bachmanns Situation kommen. Ein kleiner Wehmutstropfen bleibt aber bei dem Buch, Sarah, Bachmanns Frau ist zwar immer da und präsent, trotzdem erfährt man wenig über sie, ihre Gedanken und Gefühle bleiben dem Leser weitgehend verborgen. Nichtsdestotrotz ein Highlight am Krimihimmel das ich uneingeschrnkt empfehlen kann.

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    • 2
    glorana

    glorana

    07. August 2012 um 20:51
  • Rezension zu "Auf den Schwingen der Hölle" von Jan Flieger

    Auf den Schwingen der Hölle
    buecherbiene72

    buecherbiene72

    07. August 2012 um 09:57

    Es gibt kein Schicksal ausser dem, das wir uns selber schaffen, mit eigener Hand, mit unserem Blut Inhalt Wie die Nadel im Heuhaufen sucht das Ehepaar Bachmann den vorzeitig aus der Haft entlassenen Mörder ihrer Tochter auf den Lofoten. Emmerlein sitzt in einem roten Toyota, was das einzige Kennzeichen ist, um seine Fährte aufzunehmen. Der Vater kennt nur noch einen einzigen Gedanken und möchte Rache an dem Mord an seiner geliebten Tochter Manu nehmen. Seine Frau Sarah versucht immer wieder ihn davon abzubringen, aber die Wut und der Hass sind stärker, als die Vernunft je sein könnte. Und so beginnt die Jagd auf den Menschen, der eine ganze Familie zerstört hat. Meine Meinung Das Buch hat mir wahnsinnig gut gefallen. Es ist durchgehend düster und beklemmend, dennoch aber auch so spannend geschrieben, dass man mit den Protagonisten mitfiebert. Sprachlich wohl durchdacht schreibt Jan Flieger eine Geschichte, die nachhallt und Fragen aufwirft. Insbesondere die Frage, wie man selber reagieren würde, wenn solch ein Schicksalsschlag passieren würde. Würde man sich so wie Bachmann verhalten, der einzig auf Rache aus ist und nichts außer dieser Bestandteil seines Lebens ist oder würde man wie Sarah versuchen weiter zu machen und die Vergangenheit ruhen zu lassen. Die Lofoten als Schauplatz der Geschichte zu nehmen, finde ich perfekt gewählt. Die dramatische Landschaft und das fast überwiegend schlechte Wetter mit einem grauen Himmel und Regen, hätte meiner Meinung nach nicht besser passen können. Besonders positiv erwähnen möchte ich, dass dieses Buch ohne Blutvergießen auskommt. Es überzeugt durch eine raffiniert komponierte Geschichte, die rein auf den psychischen Aspekt Wert legt. Ich kannte Jan Flieger bisher noch nicht, bin jetzt aber neugierig geworden und möchte auf jeden Fall noch mehr von ihm lesen. Fazit Wer einen spannenden Thriller ohne Blutvergießen, aber mit dennoch viel Spannung lesen möchte, dem sei "Auf den Schwingen der Hölle" empfohlen.

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  • Rezension zu "Auf den Schwingen der Hölle" von Jan Flieger

    Auf den Schwingen der Hölle
    bookgirl

    bookgirl

    06. August 2012 um 14:17

    In einer nahezu überirdischen Klarheit lag alles da, die Landschaft, das Meer, der Himmel, wie die monumentale Kulisse einer Tragödie, die unaufhaltsam ihrem Ende entgegenstrebte, wo der Tod das letzte Wort haben würde. Inhalt Das Ehepaar Bachmann sucht auf den Lofoten den gerade aus der Haft entlassenen Mörder ihrer Tochter Manuela. Bachmann ist ein von Hass und Wut getriebener Mensch, der Rache möchte und denkt, nur so zu seinem Seelenfrieden zu kommen. Er hetzt von einer Insel zu nächsten auf der Suche nach einem roten Toyota, da er weiß, dass der Mörder, Emmerlein, mit diesem unterwegs ist. Seine Frau Sarah versucht die Tat zu verhindern, aber wie soll man jemanden aufhalten, dessen einziger Lebensinhalt darin besteht einen Mord durch Mord zu sühnen? Meine Meinung "Auf den Schwingen der Hölle" ist ein mit 183 Seiten recht dünnes Buch. Dennoch schafft es der Autor, dass man auf jeder einzelnen mitfiebert und über diese hetzt, wie Bachmann über die Lofoten. So wie er auf der Suche nach dem Mörder ist, so ist man es Leser auch. Die Spannung steigert sich bis zum Showdown, der sich ab und an abzeichnet, den ich so jedoch nicht erwartet hätte. Die Stimmung ist durchgehend düster und beklemmend. Es ist kein Buch bei dem man sich als Leser gut fühlt. Dennoch fesselt das Geschehen und ich konnte den Roman kaum aus der Hand legen. Grandios zeichnet Jan Flieger die zerrissenen Charaktere auf. Einerseits, den Vater Bachmann, der bis zum Schluss mit seinen Gefühlen der Wut und Rache kämpft und keine Ruhe findet, bis er nicht den Mörder seiner Tochter gefunden hat. Andererseits Sarah, die Mutter des Kindes, die teilweise nur eine Marionette von Bachmann ist, sich aber auch versucht von den Fesseln ihres übermächtigen Mannes zu lösen. Unverständlich ist so manche ihrer Reaktionen und umso dramatischer ihre letzte Handlung. Die Umgebung der Lofoten ist nicht nur landschaftlich perfekt gewählt, sondern passt auch ganz hervorragend in die Szenerie. Ich konnte mir richtig vorstellen, wie sich die vereinzelten Holzhäuser in die Kulisse einschmiegen und wie verlassen es dort sein muss. Fazit "Auf den Schwingen der Hölle" ist kein Feel-Good-Buch. Es hinterlässt bis zum Ende einen beklemmenden Eindruck. Ich würde es dennoch empfehlen, da ich es sehr gerne gelesen habe und durch die Thematik zum Nachdenken angeregt wurde. Denn durch die Taten von Bachmann habe ich mich gefragt, wie ich wohl handeln würde, wenn es mein Kind wäre, das ermordet worden ist.

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