Jan Guillou Die Heimkehrer

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Inhaltsangabe zu „Die Heimkehrer“ von Jan Guillou

Schweden im April 1918: Lauritz, der älteste der drei Brückenbauer, residiert mit seiner Familie nahe Stockholm. Als Direktor eines Bauunternehmens hat er es zu Wohlstand gebracht. Seine Brüder Oscar und Sverre leben und arbeiten in Berlin. Doch mit dem Erstarken der Nationalsozialisten ändert sich alles. Oscars Dienste sind nicht mehr gefragt, und Sverre muss als Homosexueller um sein Leben fürchten. Die Flucht zu Bruder Lauritz scheint der einzige Ausweg zu sein. Eine Zeit quälender Ungewissheit beginnt.

Nach einem schwachen zweiten Band ist der dritte wieder sehr gelungen.

— Dirk1974
Dirk1974

Knüpft nach einem etwas schwächeren zweiten Teil wieder an die Stärken des ersten Bandes an.

— derMichi
derMichi

sehr enttäuscht...sehr langweilig

— MellieS
MellieS

Selten findet man solch gut recherchierte und historisch fundierte Literatur im Historischen Bereich vor.

— knuddelbacke
knuddelbacke

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    Die Heimkehrer
    derMichi

    derMichi

    10. December 2016 um 18:00

    Was im zweiten Band Kunst und Kultur waren, ist in diesem Buch die Politik. Guillou erweist sich wieder einmal als hervoragend recherchierender Autor, der ein ausgezeichnetes Gefühl für die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen vermittelt. Die Bedrohung durch die sich mehr oder weniger an die Macht putschenden Nazis ist dabei ebenso präsent wie der teils unbegrenzte Fortschrittsglaube einiger Charaktere. Diskurse über Kultur, Ideologie und Architektur finden ebenso ihren Platz, denn Oscars Ehefrau Christa gibt mit Vorliebe Abendgesellschaften, in denen unter anderem ein gewisser Bert(hold Brecht) verkehrt. Den literarischen Helden zahlreicher Linksintellektueller (zu denen Guillou sich mit Sicherheit ebenfalls zählen würde) und sein Umfeld porträtiert der Autor erfreulich glanzlos und bodenständig.Die Handlung schreitet selbst eher indirekt voran. Dialoge und atemlose Szenen sind in der Minderheit, es überwiegen Beschreibungen gesellschaftlicher Zustände und historischer Einzelheiten. Damit liest sich das Buch teils wie ein unterhaltsamer Ausflug in die jüngere deutsche (teils auch in die schwedisch/norwegische) Geschichte, zugänglich bleibt es trotzdem. Wo andere Autoren auf Intrigen, Affären und überspitze Spannungsbögen setzen, vertraut Jan Guillou gänzlich auf die Sogwirkung der geschichtlichen Umstände, die nicht für jede Figur gut ausgehen können. Das macht die Lektüre vielleicht etwas informationslastiger als andere historische Romane, die auf Krampf auch noch eine Liebesgeschichte mit unterbringen müssen, doch so etwas hat "Die Heimkehrer" nicht nötig.Im letzten Drittel schreitet die Handlung dann aber doch schneller voran, als man es bis dahin gewohnt ist. Die Nazis kommen an die Macht und ihrer zumindest in Deutschland spürbaren Omnipräsenz können sich auch die Lauritzens nicht samt und sonders entziehen. Einer der Söhne wird sogar ein überzeugter Hauptmann der SS. Das bietet reichlich Konfliktpotential, ausgeschöpft wird es aber nur teilweise. Eine schockierende Wendung hebt sich der Autor für die letzten Seiten auf und entlässt den Leser mit dem Gefühl, dass auch diese Geschichte noch nicht ganz zuende erzählt wurde. Immerhin: Nachschub ist in Sicht, in diesem Jahr erschien der vierte Band "Schicksalsjahre" und auch danach soll es noch nicht vorbei sein.Nachdem "Die Brüder" ein wenig einseitig auf Sverres Schicksal fixiert war, gelingt es dem vorliegenden Roman, die Stärken des ersten Teils wieder aufzugreifen. Für Fans gut informierter Historienromane über die jüngere Geschichte unverzichtbar.Originaltitel: "Mellan Rött Och Svart" ("Zwischen Rot und Schwarz")Seitenzahl: 480Format: 13,5 x 22,1 cm, gebunden mit SchutzumschlagVerlag: Heyne

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  • Die Heimkehrer (Dritter Teil der Brückenbauer-Saga)

    Die Heimkehrer
    PoldisHoerspielseite

    PoldisHoerspielseite

    01. November 2015 um 20:57

    Die ursprünglich schwedische Familie um den ältesten Sohn Lauritz ist mittlerweile in Europa verstreut. Während Lauritz in Schweden die harten Früchte seiner Arbeit als Bauherr erntet, sind auch seine beiden Brüder in Berlin gefragte Geschäftsmänner. Mit ihren Familien könnten sie ein ruhiges Leben führen, doch die unruhige Zeit zwischen den beiden Weltkriegen geht auch an ihnen nicht spurlos vorbei, sodass wieder schwere Entscheidungen anstehen...   Mit „Die Heimkehrer“ schließt der schwedische Autor Jan Guillou seine Trilogie um die drei Brüder Lauritz, Oscar und Sverre ab. Für das Verständnis der Handlung ist es aber nicht notwendig, die ersten beiden Teile der Familiensaga zu kennen, da der Autor alle wichtigen Informationen noch einmal in Kurzform liefert, aber hier ein ganz eigenständiges Szenario erarbeitet. Dieses schmückt er mit zahlreichen, sehr lebensnahen und gut recherchierten geschichtlichen Fakten aus und schafft dabei eine stimmungsvolle und lebendige Atmosphäre. Man erlebt förmlich den vorherrschen Zeitgeist mit, ist mittendrin im aufkommenden Faschismus, erlebt die goldenen Wirtschaftsjahre und die Angst vor neuerlichem Krieg mit – mal am Ort des Geschehens, mal aus Schweden von außerhalb betrachtet. Auch einige historische Persönlichkeiten sind in der Geschichte verankert, was einen zusätzlichen Reiz bietet. Im Mittelpunkt stehen jedoch nach wie vor die drei Brüder und ihre Familien, die Charaktere erhalten hier noch mehr Tiefe und werden vom Autor unglaublich detailliert ausgearbeitet. Besonders Oscar wird mit seiner eindringlichen Geschichte ins rechte Licht gerückt. Und trotz all der Komplexität und der Schwere des Themas hat Guillou eine sehr kurzweilige Geschichte geschaffen, die sehr klar ist und lange im Gedächtnis nachhallt. Besonders das überraschend offene Ende, das theoretisch sogar eine weitere Fortsetzung der Reihe möglich macht, ist dabei sehr gelungen und stellt dem Leser unweigerlich die Frage, wie es mit den Brüdern wohl weitergeht. Ein sehr eingängiger Roman, sehr tiefgängig und mit merklich viel Herzblut verfasst.   Die Charaktere stechen auch im dritten Teil der Trilogie wieder heraus und entwickeln sich weiter, erhalten dabei eine unglaubliche Tiefe. Eingebettet in das historische Szenario bekommt die Familiensaga zusätzlich viel Stimmung verliehen und verknüpft geschickt die fiktive Geschichte mit realen Begebenheiten. Man kann sich in diese anspruchsvolle Handlung völlig versinken lassen.

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  • Eine gelungene Fortsetzung , die den Lesser in den Bann schlägt

    Die Heimkehrer
    knuddelbacke

    knuddelbacke

    11. October 2015 um 17:33

    MEINUNG Mit "Die Heimkehrer" hielt ich endlich den dritten und letzten Teil von Jan Guillous Brückenbauer-Trilogie in den Händen. In diesem durchaus gelungenen Abschluss begleitet der Leser die 3 Brüder Oscar, Lauritz und Sverre auf den Weg durch die politisch schwierige zeit des 1. Weltkrieges und des Nationalsozialismus. Besonders gut gefiel mir, dass dieses Buch unabhängig von den zwei ersten teilen gelesen werden kann. Zwar wird rückblickend auf das ein oder andere Ereignis aus Band 1 und 2 eingegangen, jedoch ist das Lesen eben jener Teile für das Verständnis nicht nötig. Diese Tatsache kam mir gelegen, da auch ich die beiden Vorgänger-Bände bereits vor einiger Zeit gelesen hatte. Jan Guillou versteht es gekonnt die historischen Ereignisse mit dem fiktiven Leben der drei Brüder zu verbinden. Besonders die gute Recherche Seitens des Autors möchte ich hier hervorheben.Ich fühlte mich teilweise in meinen alten Geschichts-Leistungskurs zurückversetzt. Und auch mein Literatur-Herz schlug des Öfteren Höher, da bekannte Schriftsteller der Zeit wie Bertold Brecht und Alfred Döblin Ihren Platz in diesem Finale fanden. Die Atmosphäre des Buches ist authentisch und realistisch und bietet genug spannende Momente, die einem das Buch kaum zur Seite legen lassen. Ein Vergleich mit den Werken von Ken Follett drängt sich nahezu auf. Auch wenn die Bücher Guillous im Umfang nicht mit dessen Werken mithalten können, steht er Ihnen in Bezug auf Recherche und Begeisterungsfähigkeit des Lesers in Nichts nach. MEIN FAZIT Selten findet man solch gut recherchierte und historisch fundierte Literatur im Historischen Bereich vor. Jan Guillou hat mit "Die Heimkehrer" eine gelungene Fortsetzung geliefert. Alle Leser der Reihe kann ich verraten, dass in Schweden bereits der 4. Teil erschienen ist, und wir gespannt auf die Fortsetzung der einstmals als Trilogie geplanten Reihe warten dürfen.

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  • Zwischen den Stühlen

    Die Heimkehrer
    walli007

    walli007

    22. August 2015 um 11:02

    Anfang der 1920er Jahre geht es den Lauritzen-Brüdern gut. Lauritz führt eine gut gehende Baufirma und lebt mit seiner Familie in Stockholm. Oscar und Sverre leben in Berlin, wo Oscar dabei ist, ein Immobilien-Imperium aufzubauen und Sverres Werbeagentur prosperiert. Geschickt umschiffen die drei die politischen Klippen und schaffen es soweit es möglich ist, sich aus den herrschenden Strömungen herauszuhalten. Doch so ganz fern halten können sie sich nicht, sehen sie sich doch mit dem extremen Deutschtum Haralds konfrontiert. Lauritz`ältester Sohn macht aus seiner Bewunderung für die Rechten kein Hehl und Oscar, der während der Schulzeit Haralds in Berlin sein Ziehvater ist, hat Mühe das Schlimmste zu verhindern. Ein interessanten Blickwinkel nimmt der Autor ein, um diese unheimliche Zeit der Anfänge des dritten Reiches zu beleuchten. Die Lauritzens eigentlich Außenstehende werden durch ihre beruflichen und familiären Verbindungen in die Entwicklungen hineingezogen. Wie viele andere scheinen auch sie nur teilweise zu erkennen, welches Unheil durch die politischen Entwicklungen droht. Auf die ein oder andere Art betroffen, scheinen sie zwar zu erahnen, was geschehen könnte, so ganz vermögen sie es jedoch nicht zu glauben und so veralbern sie manches bis sie hautnah erfahren müssen, mit was für einer Brut sie es zu tun haben. Sehr eindrücklich wird das heraufziehende Unheil dargestellt, die immer stärker werdende Beklemmung und Bedrohung durch dieses Regime, das mit perfiden Mitteln seine Ziele durchzusetzen versucht. Wie ein Ring, der sich um das Herz zusammenzieht, wirkt die Lektüre. Eine verharmloste Bedrohung, zu spät erkannt, mündet im größten Verbrechen an der Menschheit. Wie so häufig bleibt die Frage, hätte man es verhindern können? Wie kann man derartige Entwicklungen verhindern. Eine Frage, die wohl immer auf der Tagesordnung sein sollte. Etwas unverständlich bleibt allerdings, das recht lasche Ankämpfen der Familie gegen Haralds Überzeugung und auch das Verhalten Sverres bei seiner Ausreise. Aus heutiger Sicht ist wohl Oscar, der trotz oder gerade wegen seiner Kriegserfahrung schnell und richtig handelt. Ein lesenswertes Buch über das Thema einer vergangenen Zeit, das leider nie an Brisanz und Aktualität verliert.

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  • Die Heimkehrer, besprochen von Juliane Seidel

    Die Heimkehrer
    Splashbooks

    Splashbooks

    10. January 2015 um 09:54

    Mit dem Roman "Die Heimkehrer" schließt der schwedische Schriftsteller Jan Gillou seine "Große Jahrhundert"-Trilogie ab. Dieses Mal widmet er sich den Norwegern Lauritz, Oscar und Sverre gleichermaßen, während er im ersten Band "Die Brückenbauer" das Leben von Lauritz und Oscar beleuchtet hat und in der Fortsetzung "Die Brüder" auf Sverres Leben in England eingegangen ist. Das vorliegende Buch setzt hierbei einige Jahre nach dem Wiedersehen der drei an und begleitet sie bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges. Dank der Rückblenden und Zusammenfassung ist es nicht notwendig Band eins und zwei zu kennen, um "Die Heimkehrer" zu lesen, dennoch ist es sinnvoll, um die ganzen Zusammenhänge zu verstehen. Die Geschichte ist durchaus spannend aufgebaut und wirkt in sich sehr authentisch und logisch, kommt aber keinesfalls an "Die Brückenbauer" heran. Jan Gillou bemüht sich darum seinen Hauptfiguren das nötige Maß an Aufmerksamkeit zu schenken und auch die Familien und Kinder von Lauritz und Oscar zu beleuchten, die immer wichtiger für die Handlung werden - allen voran Harald, der sich ja stark für die rechte Szene Deutschlands interessiert. Dennoch besticht "Die Heimkehrer" durch Längen und Passagen, die langweilig und unzusammenhängend sind. Es fehlt die Spannung und Dynamik des ersten Bandes, der mit Abstand das beste Buch der Trilogie ist. Das liegt vor allem an der Fülle an Charakteren, die allesamt ihre eigene kleine Geschichte bekommen - während man sich in Band eins nur auf Lauritz und Oscar und in Band zwei rein auf Sverre konzentrieren konnte, geht es im dritten Band durcheinander - jeder ist mal an der Reihe, und dieses Hin und Her verwirrt mit der Zeit sogar den Leser. Immer wieder steht man bei einem neuen Absatz vor dem Problem, nicht zu wissen, aus welcher Sicht erzählt wird. Das ist ärgerlich, da man sich nicht gänzlich auf die Handlung einlassen kann und oftmals zurückblättern muss. Man hat das Gefühl der Autor hat sich selbst verzettelt. Rest lesen unter: http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/21136/die_heimkehrer

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  • Gewinnt die Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2014!

    Wurfschatten
    Daniliesing

    Daniliesing

    In diesem Jahr hat das LovelyBooks-Team wieder fleißig gelesen und dabei tolle Bücher entdeckt. Natürlich möchten wir euch auch 2014 nicht vorenthalten, welche Bücher uns am meisten begeistert, berührt und gefesselt haben. Deshalb findet ihr hier nun jeweils das Lieblingsbuch von allen Teammitgliedern aus diesem Jahr. Ein glücklicher Gewinner darf sich später über ein Buchpaket mit allen 12 Büchern freuen und damit eine wunderbare Lesezeit verbringen. Unsere Buchtipps: 1. Jules1988 empfiehlt: "Miss Blackpool" von Nick Hornby Mein Lieblingsbuch 2014 ist Nick Hornbys neuer Roman „Miss Blackpool“. Obwohl es kein typischer Hornby ist, liebe ich das Buch als Fan trotzdem. Hornbys feinsinniger Humor und seine liebevolle und einfühlsame Art, seine Figuren zu beschreiben - sowohl ihre Stärken als auch ihre Schwächen - machen diesen Roman so besonders. Man verliert sich in der Geschichte des Teams rund um Barbara, ihre Höhen und Tiefen, Freundschaft und Liebe und hat dabei das Gefühl, diese Menschen wirklich zu kennen. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Träumer" von Pam Muñoz Ryan und Peter Sis Für mich war "Der Träumer" eine ganz zufällige Entdeckung beim Büchershopping. Nur selten finde ich noch Bücher, die ich nicht zuvor schon irgendwo gesehen habe, doch hier wurde ich überrascht. Einmal aufgeschlagen und die ersten Sätze gelesen, hatte mich dieses wunderbare Buch aus dem Aladin Verlag sofort verzaubert. Als ich dann die großartigen Illustrationen von Peter Sis entdeckte, war es um mich geschehen: dieses Buch musste mir gehören! Schnell stellte sich heraus, dass ich mit meiner Entscheidung absolut richtig lag. Im Urlaub nahm ich das Buch zur Hand und konnte es gar nicht mehr zur Seite legen. Zwar ist das Buch als Kinderbuch ausgezeichnet, doch mit seinen 380 Seiten und einer wunderbar poetischen Sprache ist es für jeden erwachsenen Buchliebhaber ein wahrer Genuss. Pam Muñoz Ryan erzählt tiefgründig und bewegend die Geschichte des kleinen Neftali, dem der Leser beim Erwachsenwerden zuschauen darf. Der Junge hat keine leichte Kindheit - sein Vater macht es ihm mit hohen Erwartungen schwer, er ist häufig krank und lebt lieber in seiner eigenen Phantasie, statt draußen rumzutollen. Neftali ist ein Träumer! Wie der Junge sich trotz aller Schwierigkeiten durchschlägt und die Lebensgeschichte welches bekannten Dichters sich dahinter verbrigt, das solltet ihr am besten selbst herausfinden. Dieses Buch geht zu Herzen und ist mein persönliches Jahreshighlight! 3. TinaLiest empfiehlt: "Wurfschatten" von Simone Lappert Mich hat dieses Jahr besonders der Debütroman von Simone Lappert begeistern können: „Wurfschatten“ ist nicht nur äußerlich ein wunderschönes Buch, sondern es besticht auch durch die beeindruckende Schreibkunst, die die Autorin an den Tag legt. Sie schafft es, die Ängste, die die Protagonistin Ada beherrschen, beklemmend und dunkel zu beschreiben und die Geschichte doch zart wirken zu lassen, einfühlsam und authentisch. Mit dem kleinen, wenn auch vorhersehbaren Hauch Liebe, der Adas Ängste zurückzudrängen versucht, und der Prise Drama am Ende hat "Wurfschatten" mich dann endgültig abgeholt und den Roman für mich zu etwas Besonderem gemacht. Ich hoffe sehr, dass bald ein zweites Buch von Frau Lappert folgen wird und kann in der Zwischenzeit nur jedem ihr Erstlingswerk empfehlen! 4. JohannaE1988 empfiehlt: "Die hellen Tage" von Zsuzsa Bánk In "Die hellen Tage" erzählt Zsuzsa Bánk auf eine besonders schöne und ruhige Art eine Geschichte über Freundschaft, Familie und die schwierige Zeit des Erwachsenwerdens. Beim Lesen begleitet man die drei Freunde Aja, Seri und Karl von der glückvollen und teils auch tragischen Kindheit bis zum Erwachsenenalter und wünscht sich bei einem der so unbeschwerten Tage im zauberhaften Garten, die die drei so oft erlebten, dabei gewesen zu sein. Alle drei, so unterschiedlich sie auch sind, teilen das Schicksal, mehr oder weniger ohne Vater aufzuwachsen. Neben der Geschichte über eine besondere Freundschaft und der innigen Beziehung zwischen den Kindern und ihren Müttern, hat mich vor allem die unaufgeregte Erzählweise Bánks und ihre einfühlsame und warme Sprache beeindruckt und mich richtig entspannen lassen. Auch bei den Zerreißproben und Schwierigkeiten, die die drei im Laufe der Geschichte durchleben müssen, bangt und hofft man mit und fühlte ich mich oft an meine eigene Kindheit und Jugend erinnert. 5. aba empfiehlt: "Unterholz" von Jörg Maurer Ich habe sehr gute Bücher gelesen in diesem Jahr. Manche Bücher haben mich tief berührt, andere haben mich nachdenklich gemacht - aber mit Jörg Maurer habe ich auf hohem Niveau gelacht! Für mich kam dieses Buch im richtigen Moment. Es hat mich amüsiert und abgelenkt. "Unterholz" ist der fünfte Band um den oberbayrischen Kommissar Jennerwein, einer meiner literarischen Lieblingsfiguren überhaupt. Krimis gehören nicht zu meiner Lieblingslektüre, aber nachdem ich den ersten Band dieser Serie gelesen habe, konnte ich nicht anders, als ein Fan von Jörg Maurer und vom ganzen Team um Kommissar Jennerwein zu werden! 6. doceten empfiehlt: "Beginners" von Raymond Carver Raymond Carver gilt neben Hemingway als einer der ganz großen Autoren der American Short Story: mit geschliffener und schnörkelloser Sprache auf den Punkt gebracht sind seine Themen Verlust, Einsamkeit und das Scheitern der amerikanischen Mittelschicht. Seine Geschichten deprimieren, erschüttern mit jeder Zeile. Mit Beginners erscheint seine Buch "Wovon wir reden, wenn wir über Liebe sprechen" erstmalig in der Urfassung, ohne die stark kürzenden Eingriffe seines Lektors Gordon Lish. Nicht ganz so lakonisch und brachial, dadurch aber viel berührender. Ein Buch, um dunkle Wintertage noch dunkler zu machen - manchmal braucht man das ja. 7. clickclackboom empfiehlt: "Das Haus des Windes" von Louise Erdrich Auch wenn Lieblingsbücher zu bestimmen mir schwer fällt, da es immer so viele gute Bücher gibt, kann ich sagen, dass „Das Haus des Windes“ eines meiner liebsten Bücher 2014 ist. Es erzählt die Geschichte vom 13-jährigen Joe, der das unaufgeklärte Verbrechen an seiner Mutter rächen möchte und dabei erwachsen werden muss. Die Protagonisten des Romans sind Nachfahren der nordamerikanischen Indianer und so bekommt man interessante Einblicke in das Leben im Reservat, die Stammesgeschichten und die Gesellschaftsverhältnisse in den USA. Obwohl es um ein ernstes, trauriges Thema geht, ist „Das Haus des Windes“ ebenso ein lustiges Buch über das Leben als Teenager und die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens. Louise Erdrich hat Charakter geschaffen, die vielschichtig sind und die einem beim Lesen ans Herz wachsen. 8. kultfigur empfiehlt: "Die Hyperion-Gesänge Band 1-2" von Dan Simmons Dan Simmons erzählt fantastisch, die Bücher entwickeln einen Sog, den ich bisher sehr selten erlebt habe. Jeder, der gerne Science Fiction liest und philosophisch angehauchte Bücher liebt, wird die insgesamt rund 3.000 Seiten nur so verschlingen. Die beiden Bücher sind nicht nur mein persönliches Highlight 2014, sondern ganz weit oben auf der Liste meiner Herzensbücher. Ich wünschte, ich könnte noch einmal von vorne beginnen! 9. Katha_Luko empfiehlt: "Pfaueninsel" von Thomas Hettche Hettches Buch öffnet die Türen zu einer Welt voller Exotik, Groteske und Kuriositäten aber auch zu der komplexen und zerbrechlichen Architektur der menschlichen Seele. Die Hauptfigur ist Marie, die als Kleinwüchsige auf die preußische Lustinsel verfrachtet wird, um dort zum Vergnügen des Königs als Schlossfräulein ihr Dasein zu verbringen. Neben einem Mohr, einem Riesen, wilden Tieren und geheimnisvollen Pflanzen gilt sie als eine von vielen verqueren Launen der Natur. Damit steht sie im krassen Kontrast zu einer damals weit verbreiteten naturphilosophischen Auffassung, die nur das Wohlgeformte und Regelmäßige für schön und wertvoll erklärt – eine Auffassung, die mit ihren Jahren auf der Insel Maries Menschenwürde und Lebensmut beständig abträgt. Hettches „Pfaueninsel“ fängt Atmosphären ein als wäre er selbst Zeuge des merkwürdigen Lebens auf der Insel gewesen, seine Charakterzeichnungen und Schilderungen seelischer Zustände und schließlich seine authentische Zeichnung der historischen Gegebenheiten ziehen den Leser in ihren Bann: Ich war selten so berührt von einem Buch und seiner Hauptfigur! 10. peckomingo empfiehlt: "Cobra" von Deon Meyer Viel Zeit zu lesen hatte ich leider nicht in diesem Jahr, doch bei meiner Südafrika-Reise wurde natürlich ein Deon Meyer-Buch gelesen. Cobra ist nicht nur ein Thriller, sondern gleichzeitig auch eine Mischung aus Politik und psychologischen Betrachtungen. Das Tempo und die Spannung werden durchgehen hoch gehalten. Schauplätze, Eigenheiten und Sitten des Landes werden authentisch vermittelt. 11. Sophia29 empfiehlt: "Rosen, Tulpen, Nelken" von Heike Wanner Zu meinen Lieblingsbüchern 2014 gehört definitiv „Rosen, Tulpen, Nelken“ von Heike Wanner. Ich habe von der Autorin schon mehrere Bücher gelesen, aber dieses hat mir ganz besonders gut gefallen. Es geht darin um Sophie, die ihre Mutter schon in frühen Jahren verloren hat. Zufällig fällt ihr eines Tages das Poesiealbum ihrer Mutter in die Hände und als sie es durchblättert, stellt sie fest, dass sie keinen der darin enthaltenen Namen kennt. Um mehr über das Leben ihrer Mutter und somit auch mehr über sich selbst zu erfahren, macht sie sich mit ihren zwei besten Freundinnen in einem Wohnmobil auf den Weg und versucht die Personen zu finden, die im Leben ihrer Mutter eine Rolle gespielt haben … Heike Wanner ist es in diesem Buch gelungen, zwei Geschichten – die Geschichte von Sophie und die ihrer Mutter – auf spannende Weise miteinander zu verbinden und gleichzeitig zu verdeutlichen, wie unverzichtbar wirklich gute Freunde in unserem Leben sind. Seid ihr neugierig auf unsere 12 Lieblingsbücher 2014 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 7. 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