Jan Guillou Evil - Das Böse

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Inhaltsangabe zu „Evil - Das Böse“ von Jan Guillou

Ein Roman über die Versuchung des Bösen und den Mut, ihr zu widerstehenEin Roman über die Versuchung des Bösen und den Mut, ihr zu widerstehen. Erik ist 14, als ihn keine normale Schule mehr aufnehmen will. Selbst Sohn eines prügelnden Vaters, ist er bereits der rabiate Anführer einer berüchtigten Jugendbande. Seine letzte Chance, irgendwann doch einen Schulabschluss zu machen, ist das Internat Stjärnberg.Stjärnberg gilt als vornehm, als Eliteschule. Doch in Wahrheit wir es vom »Rat«, einer Clique sadistischer Primaner, beherrscht, die das Quälen und Erniedrigen jüngerer Schüler zur Kunst erhoben haben, Ein brutales, ein faschistoides Regime – und die Lehrer schauen weg. Pierre, dem sanften, dicklichen Jungen, mit dem Erik sich anfreundet, bleibt nur die Flucht. Erik aber wird durchhalten. Und so absurd es klingen mag: Stjärnberg, der Hort des Bösen, wird ihm spät, aber nicht zu spät zur Schule der Friedfertigkeit. Als er das Internat verlässt, weiß er, dass Gewalt in seinem Leben nie wieder eine Rolle spielen soll. Als er das begreift, ist es wie eine Befreiung.

Eines meiner Lieblingsbücher. Spannend und fesselnd.

— clou_simon
clou_simon

Es war ein schreckliches Buch mit Gewalt und einem sehr ... naja ... grausamen Plot!

— Daniel_Allertseder
Daniel_Allertseder

Ich finde die Idee sehr gut. Aber ich war etwas schockiert von der Brutalität, die hier zum Ausdruck gebracht wird

— Leseratte818
Leseratte818

Ich bin wahrlich fasziniert von der Schreibweise wie auch von dem Inhalt. Das Buch ist sehr spannend und empfehlenswert.

— AAlly_LeSecret
AAlly_LeSecret

Die so spannende wie verstörende Geschichte um Erik seziert das ewig aktuelle Thema Gewalt in allen Ausprägungen – präzise und kritisch.

— ChriSteBo
ChriSteBo

Hilfe, ich kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen!!!

— FrauAnsku
FrauAnsku

Als ich mich erstmal eingelesen hatte, konnte ich das Buch nicht mehr weg legen. Die Charaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen!

— Regenschein
Regenschein

Mein ABSOLUTES Lieblingsbuch! Ich kann es jedem weiterempfehlen, durch die kühle, trockene Art wie es geschrieben wurde, wird die brutalität noch deutlich stärker in den vordergrund gehoben, als einem vielleicht lieb ist. Man bekommt richtig Mitleid mit der Hauptperson . Es ist fesselnd zu lesen und es sind durchaus nicht wenig stellen darin enthalten, bei denen ich Schmunzeln musste.

— _sinnxlos
_sinnxlos

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So eine tolle Idee! Leider wurden Handlung und Charaktere zu wenig ausgearbeitet. Der Plot bewegt sich nicht von der Stelle.

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  • Super Buch, sehr extrem, dennoch kleine Mängel...

    Evil - Das Böse
    Daniel_Allertseder

    Daniel_Allertseder

    01. February 2016 um 11:00

    Meine Meinung Das Buch musste ich im Rahmen des Deutschunterrichts meiner Schule lesen und beszog dies Buch als Rezensionsexemplar von dtv. Der Titel Evil – Das Böse lässt einen schlimmes erwarten -; ein Buch, welches über das Böse handelt; mit Gewalt, Schrecken und eben dem Bösen. Die Erwartungen wurden erfüllt! Das Buch handelt über Erik, einem 14-jährigen Jungen, der von seinem Vater zuhause geschlagen wird und in seiner Schule ein regelrechtes Machtimperium besitzt. Er führt eine Gruppe an, die klauen, schlagen und dominieren. Sie sind die bösen Jungs der Schule, und sogar Lehrer haben vor ihnen Angst. Nun, nachdem diese Bande – Eriks Imperium – ohne Glück einen Plattenladen ausgeraubt haben, und Erik aufflog (dank dem Verpetzen eines “Freundes”) wird Erik der Schule verwiesen. Seine letzte Chance ist demnach das Internat Stjärnsberg – er möchte sein Leben ändern; die Gewalt und sein altes Ich hinter sich lassen. Doch da hat er sich getäuscht! Der Teufelskreis geht von vorne los… Ich war überrascht über die Härte und Schlagfertigkeit dieses Romans. Als Schullektüre fand ich es sogar zu hart. Obwohl ich knallharte und blutrünstige Thriller gewohnt bin, ging Evil ganz schön auf die Psyche, und man konnte sich nie wirklich für eine Seite entscheiden. Zum Einem in der alten Schule von Erik ging er mir so dermaßen auf den Geist, dass ich froh war, als er der Schule verwiesen wurde. Zum Anderem tat er mir dann wieder leid, als er so beleidigt wurde, obwohl er das alles hinter sich lassen wollte. Erik ist unglaublich intelligent, unglaublich tapfer und besitzt als einziger den Mumm, den Ratis zu zeigen, was Sache ist, und dass sie mit ihrem System komplett falsch liegen. Als einziger lehnt er sich auf, schlägt sich und gewinnt jedes Mal. Ein spannungsgeladenes Buch mit einer psychiotischen Kraft, das den Leser fesselt und Erik am Liebsten helfen möchte, man möchte sich zu einer Romanfigur transformieren lassen und mit Erik kämpfen – für Gerechtigkeit und den wohlverdienten Sieg! Fazit Toller, spannender Roman, den ich als Thriller betitelt hätte. Authentische und starke Charaktere und ein Plot, der interessant und schlagfertig zugleich war. Das Ende war überraschend – dennoch klar; der Schreibstil komplex, einfach und wundervoll zu lesen. Was mich ein wenig störte, waren die nicht vorhandenen Kapitelnummern. Und die Kapiteln waren viel zu lang. Dennoch ein sehr empfehlenswertes Buch! 4 von 5 Sterne Das Buch Titel: Evil – Das Böse Autor: Jan Guillou Verlag: dtv Format: Taschenbuch Seitenzahl: 446 ISBN:978-3-423-62301-8 Preis: 8.95 € Vielen lieben Dank nochmals an dtv für das Rezensionsexemplar! von Daniel

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  • Ein politischer Roman?

    Evil - Das Böse
    sKnaerzle

    sKnaerzle

    01. February 2015 um 10:31

    Ort der Handlung ist ein schwedisches Elite-Internat kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, wo es zu den inoffiziellen Regeln gehört, dass die Gymnasiasten die Mittelschüler schikanieren und quälen. Der Mittelschüler Erik will sich das nicht bieten lassen, und gemeinsam mti seinem Freund, dem schwächlichen Schulstreber Pierre, bekämpft er die Gewalt. Dabei wird in den Gesprächen zwischen Erik und Pierre reflektiert, wann Gewalt sinnvoll ist und ob es möglich wäre, den gewaltlosen Kampf Ghandis auf die Internatssituation zu übertragen. Am Ende ist es unbefriedigend, dass Erik sich nur durchsetzt, weil er der Stärkere ist. Das System hat er damit eher gestärkt als überwunden. Beunruhigend ist auch, dass der Autor andeutet, dass es nach der Schule, im wirklichen Leben genau so weiter gehen wird. Es gibt die Menschen aus besseren Familien, mit der besseren Ausbildung, mit den besseren Berufen, die die Arbeiter verachten. Natürlich geht es da nicht mehr um körperliche Gewalt, die Mechanismen, wie "die da unten" unten gehalten werden, werden auch nicht beschrieben. Aber beim Leser bleibt ein ungutes Gefühl. Dazu kommen noch jede Menge faschistische Traditionen, die noch nicht überwunden sind. Aus deutscher Sicht ist es befremdend, dass es so eine ausgeprägte Klassengesellschaft in Skandinavien gibt. Uns erscheinen die nordeuropäischen Länder (heute) ja eher als ein Hort der sozialen Gerechtigkeit

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  • Ein böses Buch

    Evil - Das Böse
    Annesia

    Annesia

    08. April 2014 um 21:10

    Evil, wie der Name schon sagt, befasst sich mit der Bosheit. Ein Schulschläger, der sein negatives Verhalten zweifellos von Zuhause hat, da sein Vater ihn täglich verprügelt, kommt aufgrund seiner schlechten Noten und seinem schrecklichen Verhalten auf ein Internat. Dort muss er feststellen, dass es Schüler gibt, die auch ihn ordentlich schikanieren können. Aber er wehrt sich und es entsteht eine Art Kräftemessen der Schulschläger. Mein Ding wars nicht wirklich aber es hat einen realen Hintergrund.

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  • Ein wichtiges Buch über und vor allem gegen Gewalt!

    Evil - Das Böse
    ChriSteBo

    ChriSteBo

    Nach anfänglichem Zögern angesichts der Brutalität, mit der man schon auf den ersten Seiten konfrontiert wird, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Der von seinem Vater misshandelte Erik will nichts lieber, als aus der Spirale der Gewalt auszusteigen. Leider bekommt er seine letzte Chance auf eine höhere Ausbildung ausgerechnet in einem Eliteinternat, dessen einziges Erziehungssystem darauf beruht, dass die älteren Schüler die jüngeren Schüler – vor allem die weniger vermögenden oder nicht adligen – psychologisch erniedrigen und außerdem physischer, zum Teil massiver Gewalt und sogar Folter aussetzen, ohne dass diese sich wehren könnten. Die Lehrer und auch die Krankenschwester des Internats, das ist Teil des "Systems", schauen absichtlich weg – Assoziationen an düstere Zeiten werden wach. Die "Rache" der Geschundenen erfolgt dann, wenn die Schüler selbst die höheren Klassen erreicht haben. Allerdings nicht an den eigentlichen Peinigern – die sind dann längst verschwunden –, sondern wieder an den Schwächeren. Ein endloser Kreislauf. Die Geschichte ist eine Parabel auf alle Mechanismen von Macht und Hierarchie und welche Rolle Angst, Sadismus, Wegschauen und Erniedrigung darin spielen. Es wird die wichtige Frage gestellt (und beantwortet), woher Gewalt eigentlich kommt.Dass sich die Handlung in den Fünfzigerjahren abspielt, macht sie nicht weniger aktuell (auch wenn ich wirklich hoffe, dass es zumindest solche Internate heute nicht mehr gibt. Solbacken, das Internat, das dem Internat im Buch zum Vorbild diente, wurde nach einem Enthüllungsartikel Guillous jedenfalls schon zu Beginn der Siebzigerjahre geschlossen). Aber Gewalt gehorcht den immer gleichen Gesetzen. Auf Schulhöfen, in Familien, in Diktaturen und überall sonst. Wie sich Erik gegen die Gewalt auflehnt, auf intelligente Weise, aber ohne sich physisch verteidigen zu können – denn dann würde er der Schule verwiesen und würde seine letzte Chance verspielen – geht unter die Haut. Dass er dabei wie eine Art Superheld mit fast übermenschlichen Fähigkeiten früher oder später jede Ungerechtigkeit rächt, mag etwas unrealistisch sein, aber es trägt erheblich zum Lesevergnügen bei, wenn die ganz Hinterhältigen ihr Fett weg bekommen. Und das bekommen sie, ausnahmslos. Damit mutiert die Geschichte zu einer Gesellschaftsutopie, die ahnen lässt, was man bewirken könnte, wenn alle nur so mutig und kompromisslos wären wie Erik. Ich musste immer an Hitlerdeutschland denken. Hätte es damals nur viele Eriks und Pierres – seinen besten Freund – gegeben statt Mitläufern und Wegschauern – wir lebten heute in einer anderen Welt. Für besonders zart besaitete Naturen ist "Das Böse" vermutlich schwer verdaulich, trotzdem empfehle ich dieses Buch beinahe uneingeschränkt – nur, und hier kommt die Einschränkung, Kindern unter 14 würde ich es nicht gerade in die Hand drücken. Mir gefällt das Buch auch um Längen besser als der Film, in dem vieles leicht verdreht und verkürzt dargestellt wird und damit leider viel von der eigentlichen Botschaft verloren geht, der Oscarnominierung und einem grandiosen Fiesling Gustaf Skarsgård zum Trotz. Ich lese schwedische Bücher auf Schwedisch, um die Sprache zu festigen, so war es auch mit diesem Buch, das muss ich noch dazu sagen. Der Titel kommt im Schwedischen zum Glück ohne das reißerische "Evil" aus, sondern der Roman heißt einfach "ondskan" – das Böse. Ich frage mich wirklich, was für eine Überlegung dahintersteckt, den Titel noch mal im Englischen zu wiederholen. Auch kann ich den in einigen (deutschen) Rezensionen gelesenen Vorwurf nicht nachvollziehen, dass die Sprache zu einfach und "kindlich" sei. Das ist wohl das alte Missverständnis, dass eine präzise und auf Schnickschnack verzichtende Sprache schlechter sei als eine vermeintlich "poetische" Sprache mit Schnörkeln, unnötigen Verschachtelungen, Pathos und anderem sprachlichem Blingbling. Dabei ist das Gegenteil der Fall: eine einfache und unmissverständliche Sprache, die dennoch Welten im Kopf erschafft ist Ergebnis eines viel schwierigeren Prozesses, auch wenn sie am Ende simpler aussieht. Jan Guillou ist ja nicht nur Schriftsteller, sondern vor allem auch Journalist und Jurist, da muss man auf den Punkt schreiben. Und das tut er in diesem Buch.

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    • 4
  • "Du bist das personifizierte Böse und als solches musst du vernichtet werden!"

    Evil - Das Böse
    loveisfriendship

    loveisfriendship

    08. November 2013 um 16:20

    "Du bist das personifizierte Böse und als solches musst du vernichtet werden!" Diese Worte brüllt der Rektor dem von seinem prügelnden Vater was Gewalt angeht enthemmten Erik entgegen. Erik ist 14 Jahre alt und bereits brutaler Anführer einer Bande kleinkrimineller Jugendlicher. Nach einem schwerwiegenden Vorkommnis scheint Eriks Zukunft zerstört, denn keine Schule will ihn nach seinem Rauswurf noch aufnehmen. Den einzigen Ausweg bietet das Internat Stjärnsberg. Erik will dort einen gewaltlosen Neuanfang wagen und freundet sich mit dem sanften Pierre an. Doch allzu bald ist er gezwungen zu begreifen, dass in Stjärnsberg Gewalt herrscht, wie sie ihm nie zuvor begegnet ist, und es keine Rettung vor ihr zu geben scheint... Der Autor Jan Guillou hat mit Evil - Das Böse einen genialen und beklemmenden Roman über ein ernstes Thema verfasst. Mit einer grandiosen Sprache, welche glasklar und präzise Kampfszenen bis ins kleinste Detail analysiert und in all ihrer Grausamkeit darstellt, verstärkt er den aufrüttelnden Effekt. Durch die Kühlheit und Berechnung wird eine so spannende und dichte Atmosphäre geschaffen, die perfekt zu den Geschehnissen im Buch passt. Meisterlich gelingt dem Autor das Durchleuchten von Eriks Gedanken und Gefühlen, welche sein Verhalten erklären. Der Leser verfolgt die genauen Gedankenprozesse Eriks, wo er zum Beispiel den ersten Schlag hinsetzt, um seinem Gegner am meisten zu schaden. Jan Guillou ermöglicht sozusagen einen Blick in den Kopf des Täters. Erik ist der Symphatieträger des Romans, obgleich er anfangs ein Pisacker und Schlimmeres ist. Doch es ist Eriks grausamer und autoritärer Vater, der Erik verroht, zu dem gemacht hat, was er ist, der das Böse verkörpert. Weil er es ist, der es genießt, seinen Sohn mit Schlägen zu quälen und befriedigt darüber lächelt, wenn ein Collie von seinen von ihm misshandelten und dadurch verhaltensgestörten Kampfhunden zerfetzt wird. Diese Szenen spiegeln das widerliche Verhalten Eriks Vaters wider und bringen dem Leser näher, wie sehr Erik unter seinem Vater leidet. Viele Kampfszenen werden ausführlich geschildert, einige jedoch nicht. Deren Grausamkeit kann sich der Leser selbst erschließen; der Autor lässt einem die Vorstellung frei. "Und noch lange später, im Frühling, wenn scharfes Licht ins Zimmer fiel, sah Erik auf den weißen Tapeten mit den Segelbooten und den Pferden und den spielenden Hunden braune Spritzer bis hinauf zur Decke." Dennoch erlangt das drastische Buch keine unnötige Brutalität und verliert nicht an Wichtigkeit und Anspruch. Gewalt erfährt Erik auch in der Schule. Sein gesamtes Leben ist von der Gewalt geprägt und es wird schwierig für Erik sein, kein gewaltloses Leben zu führen, weil die ganzen grausamen Erfahrungen für immer ihre Spuren hinterlassen. Hierdurch zeigt der Autor, dass kein Mensch von Grund auf böse ist, sondern erst durch seine Vergangenheit zu dem gemacht wird, was er ist. Obwohl Erik selber Gewalt anwendet, verabscheut er diese zutiefst. Bei den Lehrern, die ihn schlagen, macht er im Unterricht die Hölle heiß, bei den "Netten" benimmt er sich lammfromm. Auch später in Stjärnsberg lässt er sich von den dort dominierenden Ratis nicht unterkriegen und sie fürchten ihn, ganz ohne dass er körperliche Gewalt anwendet. Diese Erfahrung wird Erik im Laufe der Geschichte noch ein paarmal machen, nämlich dass er Respekt ganz ohne die Anwendung körperlicher Gewalt erreichen kann und seelische Gewalt genauso schlimm sein kann und auch Worte peinigen können. Das Buch zeichnet die vielschichtigen Seiten, welche Gewalt annehmen kann, auf. Bei seinen Mitschülern stößt Eriks unmenschliches Schmerzertragen auf Schrecken, doch sie verstehen nicht, denn jahrelange Folter hat ihre Folgen. Er hat keine Angst mehr vor Schmerzen, sein Vater hat ihm diese gründlich ausgetrieben. Eriks Devise ist: Hass verkleinert Schmerz, Angst vergrößert ihn. Sein bester Freund Pierre ist strikt gegen Gewalt, doch er versteht ihn. Das Leben im Internat ist von Misstrauen geprägt, durch die Schreckensherrschaft der Primaner. Immer neue sadistische Methoden lassen sich diese einfallen, um Eriks Rebllion zu stoppen. Man kann der Grausamkeit wegen nur mit dem Kopf schütteln, so fassungslos lassen einen einige Schilderungen zurück und man wird mit der Frage konfrontiert: Wozu sind Menschen, Jugendliche, eigentlich fähig, nur um ihre Macht ausüben zu können? Schlimm ist, dass die Lehrer über alle Brutalität und die Demütigungen, die den Schwächeren widerfahren, hinwegsehen und nicht eingreifen. Das Ende ist grandios. Fazit: Evil - Das Böse ist eines dieser Bücher, die einen absolut zu fesseln verstehen, wenn auch keine leichte Kost. "Das Böse ist nicht dumm, Pierre, hast du das noch immer nicht gelernt?"

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  • Rezension zu "Evil - Das Böse" von Jan Guillou

    Evil - Das Böse
    SaryStyle

    SaryStyle

    12. March 2013 um 15:40

    mir persönlich hat das buch nicht gefallen. dafür dass es sich um eine wahre dramatische geschichte handelt - hat das buch keinerlei mitgefühle oder der gleichen in mir ausgelöst... was sehr schade ist... die kampfszenen sind viel zu langatmig . während dem lesen hofft man immer auf einen spannenden/berührenden höhepunkt - den es aber leider nicht gibt. das buch ist eintönig und meiner meinung nach langweilig ... SCHADE !!!

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  • Rezension zu "Evil - Das Böse" von Jan Guillou

    Evil - Das Böse
    WildRose

    WildRose

    11. March 2013 um 17:15

    "Evil" mussten wir mit der Schule lesen, was mich nicht unbedingt begeisterte. Irgendwie konnte das Buch mich einfach nicht wirklich berühren. Ich lese sehr gerne Erfahrungsberichte und "Evil" basiert ja auch auf einer wahren Geschichte. Es wäre mir lieber gewesen, wenn das Buch sich an die Tatsachen gehalten hätte, da es sich als Roman einfach nicht wirklich gut liest. Die ständigen Wiederholungen, z.B bei der Beschreibung von Kämpfen, haben mich nach einiger Zeit wirklich fertig gemacht und ich hoffte immer, es möge jetzt einmal endlich etwas anderes kommen. Man merkt, dass "Evil" sich an ein junges Publikum richtet, da der Schreibstil sehr einfach ist (meiner Meinung nach zu einfach und eintönig für solch ein komplexes Thema!) und der Autor nicht auf die wahren Hintergründe der Geschichte eingeht. Die wahre Geschichte zu lesen, aus der Sicht des Ich-Erzählers Guillou, wäre für mich um einiges interessanter und wohl auch berührender gewesen. Schade auch das abrupte Ende. Man wird einfach so hinausgerissen und gerade junge Leser dürften sich dann ziemlich verloren fühlen, da man einfach nicht erfährt, wie es hinterher weitergeht und auch die Frage des "Gewaltlosen Widerstandes" letztlich irgendwie fallen gelassen und nicht weiter thematisiert wird.

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  • Rezension zu "Evil - Das Böse" von Jan Guillou

    Evil - Das Böse
    erdbeerliebe.

    erdbeerliebe.

    11. July 2012 um 23:22

    Kaltblütig, brutal und kalkuliert - so ist der Roman um Erik, der auf einem neuen Internat hofft, seinen Abschluss machen zu können, geschrieben. In der ersten Hälfte des Buches, der sich hauptsächlich mit Eriks vorheriger Schule beschäftigt, fragte ich mich oft wieso ich ein so gewalttätiges Buch überhaupt lese. Ich blieb jedoch standhaft und wurde nach und nach überrascht: Ich sympathisierte immer öfter mit dem Protagonisten, konnte seine Handlungen und Gedanken nachvollziehen. Allerdings muss ich sagen, dass Evil - das Böse kein angenehmes Lesevergnügen war. Es brachte mich mit seinen kühlen Beschreibungen an den Rand meines Aushaltevermögens und an mein Fassungsvermögen an Blut. Zudem finde ich es etwas schade, dass es kein Nachwort erhält - ein Hinweis, zu welcher Zeit es spielt oder ein paar Hintergrundgedanken Guillous hätten mir sehr geholfen das Buch zu verarbeiten. Mit dem Hintergrundwissen, dass der Autor des Buches, Jan Guillou, versucht hat mit Evil seine Autobiografie zu verfassen, liest sich das Buch in einem ganz anderen Licht. Zudem ist es wirklich keine Literatur der GEGENwärtigen Zeit. Alle, die das behaupten, müssen mich vom Gegenteil überzeugen. Auch hier wäre ein Nachwort nett gewesen, ich kann und will nicht glauben, dass derartige Verhältnisse immer noch in Internaten herrschen können - Kameradenerziehung, dass ich nicht lache!

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  • Rezension zu "Evil - Das Böse" von Jan Guillou

    Evil - Das Böse
    Fantasie_und_Träumerei

    Fantasie_und_Träumerei

    29. October 2010 um 21:26

    KURZBESCHREIBUNG: Erik wird seit jüngster Kindheit von seinem Vater misshandelt. Er lernt die Gewalt zu ertragen und wird der Anführer einer Jugendbande, was für ihn im Alter von 14 zu einem Schulverweis führt. Seine einzige Chance doch noch das Abitur zu machen ist die Eliteschule Stjärnsberg zu besuchen. Denn keiner ahnt, dass dort eine Schreckensherrschaft unter den Schülern herrscht, die mit der von Eriks Vater zu vergleichen ist und von den Lehrern übersehen wird. EIGENE MEINUNG: Eriks Geschichte ist heftig und ich musste beim Lesen mehr als einmal schlucken, denn die Geschichte ist, obwohl sie in den 50er Jahren spielt nur allzu gegenwärtig. In wievielen Haushalten werden Kinder von einem oder beiden Elternteilen geschlagen und/oder erniedrigt und nicht selten gibt es einen, der alles sieht, aber dennoch wegschaut. Auch an Schulen nimmt die Gewalt mehr und mehr zu. Kinder und Jugendliche werden erpresst und können oder trauen sich nicht etwas zu sagen. Viele sehen die Gewalt, aber viele schauen einfach weg. Erik ist ein Kämpfer und möchte sein Abitur machen um später mal ein besseres Leben zu haben. Wahrscheinlich der Wunsch vieler Kinder und Jugendlicher, die ein ähnliches Schicksal erleiden mussten, doch nur die wenigsten schaffen es dem Teufelskreis zu entfliehen, der ihnen ihren Lebensweg vorgibt, denn wer nichts anderes als Schläge kennt, kann auch nichts anderes als Schläge anwenden. Auch Erik macht die Erfahrung, dass er die Gewalt nicht ohne weiteres umgehen kann und letztendlich benutzt auch er die Angst der anderen um dem "Angst machen" ein Ende zu bereiten. Das Buch hat mich sehr berührt. Ich hab immer gedacht: "Armer Erik. Irgendwann muss das doch mal ein Ende nehmen.Wie kann man nur so viel Leid ertragen??!" Der Autor hat die Problematik der Gewalt meiner Meinung nach hervorragend dargestellt und hat auch nicht ausgelassen, in was für einen Teufelskreis Betroffene schnell geraten können. So ist es beispielsweise im Buch so, dass die Schüler, die von den Schülern des Abiturjahrgangs herumgeschubst worden sind, auf das Recht pochen später die Jüngeren ebenfalls herumzuschubsen, obwohl sie eigentlich genau wissen sollten, dass es Scheiße ist. Jan Guillou hat ein gegenwärtiges Problem spannend in einen Roman verwandelt, den ich sowohl Jugendlichen als auch Erwachsenen sehr ans Herz lege.

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  • Rezension zu "Evil - Das Böse" von Jan Guillou

    Evil - Das Böse
    Sarinchn

    Sarinchn

    11. October 2009 um 14:32

    Dieses Buch ist ein Buch voller Gewalt und Hass und gerade das hat mich faziniert. Der Junge der ins Internat kommt und sich allem widersetzt und zeigt aus welchem Holz er geschnitzt ist.
    Am meisten bewundere ich, wie beschrieben wurde, wie der Junge alle verunsicherte, indem er keinerlei Reaktionen auf Schläge und Prügel zeigte. Die etwas andere Methode um andere einzuschüchtern.

  • Rezension zu "Evil - Das Böse" von Jan Guillou

    Evil - Das Böse
    andreadressler

    andreadressler

    21. November 2008 um 17:55

    Schonungslos und mit aller Härte wird das Leben der Jugendlichen im Internat veranschaulicht !
    Jedenfalls empfehlenswert!

  • Rezension zu "Evil - Das Böse" von Jan Guillou

    Evil - Das Böse
    Madame_Mim

    Madame_Mim

    23. July 2008 um 21:53

    Ein beängstigendes Buch, bedrückend und traurig. Es ging unter die Haut.

  • Rezension zu "Evil - Das Böse" von Jan Guillou

    Evil - Das Böse
    Henriette

    Henriette

    09. July 2007 um 13:09

    Inhaltsangabe: Erik ist 14, als ihn keine normale Schule mehr aufnehmen will. Selbst Sohn eines prügelnden Vaters, ist er der Anführer einer rabiaten Jungenbande. Seine letzte Chance, das Abitur zu machen, ist das vornehme Elite-Internat Stjärnsberg. In Wahrheit wird es von sadistischen Primanern beherrscht, die systematisch jüngere Schüler quälen. Ein brutales, faschistoides Regiment - und die Lehrer schauen weg. Für Erik beginnt ein Teufelskreis der Gewalt. Erst als er die Schule abschließt, weiß er, dass Gewalt in seinem Leben nie wieder eine Rolle spielen darf. Ein Roman über die Versuchung des Bösen und den Mut, ihm zu widerstehen. Eigene Meinung: Ich habe mich sehr schwer getan mit Lesen. Das Thema Gewalt in der Schule ist sicherlich mal wieder aktuell. Und das Buch zeigt, daß es wohl nicht nur in Deutschland ein Problem ist. Mein Problem ist, daß dies ein Jugendbuch ist und es hat überhaupt nichts fröhliches. Ich weiß, daß muss auch nicht unbedingt sein. Ich kann auch nicht behaupten, daß es übermässig brutal ist. Die Geschichte, die hier aufgeschrieben wurde, soll sogar zumTeil autobiographisch sein. Mir hat das Buch nicht so gut gefallen, obwohl man überall nur gute Kritiken hört.

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  • Rezension zu "Evil - Das Böse" von Jan Guillou

    Evil - Das Böse
    Nici

    Nici

    24. April 2007 um 15:58

    Gewalt beherrscht das Leben. Es verzerrt dich und deine Menschlichkeit es frisst dich von ihnen auf. Wie kann man dem entkommen? Weglaufen? Still schweigen und alles ertragen oder sich nicht doch lieber wehren? Erik ist 14 als er auf das Internat Stjärnsberg kommt. Er erreicht es mit der Hoffnung nun aller Gewalt entkommen zu sein. Jedoch herrscht auch dort die Gewalt, diesmal nicht die der erwachsenen sondern von jugendlichen. Er wollte sich nie wieder prügeln aber in Stjärnsberg wird er auf die Probe gestellt. Hält er es zwei Jahr durch? Oder muss er andere schlagen um zu überleben? Dein Verstand sagt dir Gewalt ist keine Lösung, aber was machst du wenn dein

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