Jan Hellstern Kinder des Bösen

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Inhaltsangabe zu „Kinder des Bösen“ von Jan Hellstern

Der junge Deutsch-Tscheche Honsa Kralik wird in den Wirren des letzten Kriegswinters 1945 gezwungen, seinem Elternhaus den Rücken zu kehren und in seine Geburtsstadt Prag zu fliehen. Und Honsa scheint zunächst Glück zu haben: Er entkommt seinen Verfolgern und noch im Zug begegnet er der schönen Lenka, die ihn bei sich aufnimmt. Kaum in Prag angekommen, trifft er auf einen alten Arzt und Forensiker, der ihm Arbeit gibt. Doch der seltsame Doktor weiß offenbar mehr über Honsa, als er preisgibt, und Honsa wird wider Willen immer tiefer in eine düstere Geschichte gezogen, an deren Ende er nicht nur ein dunkles Familiengeheimnis aufdeckt, sondern selbst Teil einer schrecklichen Wahrheit wird.

Ein wunderbar stimmiger Kriminalroman aus dem Prag von 1945. Sprachlich ausgesprochen gut, spannend und absolut lesenswert!

— Katrinchen13

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Geheimnis in Rot

Etwas langatmiger und völlig spannungsfreier britischer Krimi

Rees

Stalker

Leider gibt es ungefähr in der Mitte des Buches eine Wendung, die ich sehr seltsam und unrealistisch fand.

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Blutzeuge

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Sternlein

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  • Lesemarathon vom 3. bis 6. Oktober 2013 - wer macht mit?

    Daniliesing

    Hallo ihr Lieben! das LovelyBooks-Team ist derzeit in begeisterter Lesestimmung und da dachten wir uns, dass der Feiertag in der kommenden Woche (3.10., Tag der deutschen Einheit) doch die perfekte Gelegenheit für einen großen Lesemarathon bietet. Vom 03.10. bis zum 06.10.2013 wollen wir so viele Bücher verschlingen, wie wir nur können. Seid ihr dabei? Natürlich wird es auch wieder Fragen und kleine Aufgaben geben, die zwischendurch für eine zusätzliche Auflockerung sorgen. Ansonsten darf hier fleißig über gerade Gelesenes und Bücher generell geplaudert werden. Ich übernehme dabei natürlich keine Verantwortung für eventuell wachsende Wunschzettel und platzende Bücherregale ;-) Also, stellt schon mal das passende Buchfutter und natürlich den Naschkram bereit, denn in der nächsten Woche wird hier "Buchsport" gemacht! Was ist ein Lesemarathon? Beim Lesemarathon versuchen wir eine bestimmte Zeit lang so viel wie möglich zu lesen, ohne dabei den Spaß zu verlieren. Jeder kann in seinem eigenen Tempo und mit dem Buch/den Büchern seiner Wahl teilnehmen. Dazwischen treffen wir uns hier und tauschen uns über Bücher aus, quatschen einfach ein bisschen und, weil wir neugierig sind, was ihr so lest, wird es auch einige Aufgaben geben, die ihr lösen könnt. Wir starten am Donnerstag, dem 03.10. um 0 Uhr und lesen bis zum Sonntag ebenfalls 0 Uhr. Dabei sind Pausen natürlich strengstens erlaubt ;) Es muss also keinesfalls durchgelesen werden. Auch wer nur an einem bestimmten Tag mitmachen kann oder nur ein paar Stunden, der ist hier herzlich willkommen. Denn vor allem geht es doch um den Spaß am gemeinsamen Lesen! Natürlich könnt ihr auch über Twitter (Hashtag #lblm) oder auf euren Blogs eure Lesefortschritte und Aufgaben posten. Und damit uns das Warten auf den Startschuss nicht so lang wird, können wir die Zeit gleich nutzen und schon ein wenig planen. Also: Wisst ihr schon, was ihr lesen werdet? Habt ihr euch ein Leseziel für den aktuellen Marathon gesetzt, z.B. eine Seitenzahl oder eine bestimmte Anzahl von Büchern, die ihr schaffen möchtet? Warum nehmt ihr teil und wart ihr früher schon mal dabei? :) Wer Lust hast, kann ja auch mal seine Bücherregale fotografieren und hier in einem Beitrag anhängen. Ich gucke mir immer sehr gern Bücherregale von anderen an! Dann können wir einen Blick auf die Auswahl werfen. PS: Unter allen Teilnehmern werden wir auch wieder eine kleine Überraschung verlosen :-) **************************************************** 1. Phase: Vorbereitung / Aufwärmung Zur Vorbereitung auf den großen Lesemarathon müssen wir uns natürlich erstmal aufwärmen. Hierfür werde ich vorab ca. alle 2 Tage bereits kleine Fragen oder Aufgaben stellen, die ich hier liste. Wer Lust hat, kann sie einfach beantworten. Welches Buch liest du gerade und wie gefällt es dir? Würdest du noch mehr von diesem Autor lesen? Auf welches Buch seid ihr schon länger neugierig - vielleicht steht es sogar schon im Regal - aber ihr habt es noch immer nicht gelesen? Wieso eigentlich nicht? Welches Buch hat euch so sehr berührt oder begeistert, dass ihr es am liebsten ganz vielen Menschen schenken oder weiterempfehlen möchtet? Was macht dieses Buch für euch besonders? Gibt es einen Autor, von dem ihr euch unbedingt mal wieder ein neues Buch wünschen würdet? Wenn ja, welcher Autor ist es und in welchem Genre sollte er schreiben? 2. Phase: Lesemarathon Es geht los, die heiße Phase beginnt. Seid ihr auch alle gut vorbereitet? Einige haben ja ganz fleißig beim Warm-Up mitgemacht, sodass Ermüdungserscheinungen nicht so schnell auftreten sollten! Auch jetzt wollen wir natürlich nicht nur lesen, sondern auch die ein oder andere Aufgabe erfüllen und Fragen beantworten: Mit welchem Buch startet ihr in den Lesemarathon und wie lange wollt ihr jetzt erstmal lesen? Was braucht ihr - neben dem Lesestoff - noch unbedingt für einen gelungenen Lesemarathon? Gebt einem Teilnehmer hier beim Lesemarathon einen Buchtipp aus seinem SuB (Stapel ungelesener Bücher). Dazu am besten einfach in der Bibliothek nach den ungelesenen Büchern schauen. Natürlich dürft ihr auch mehreren Teilnehmern Tipps geben und es dürfen auch Bücher sein, die ihr selbst noch gern lesen möchtet. Mit welchem Satz beginnt euer aktuelles Buch? Ändert sich eure Lesestimmung eigentlich mit den unterschiedlichen Jahreszeiten oder könnt ihr immer alles lesen? Welche sind eure persönlichen Top-Empfehlungen für Frühling, Sommer, Herbst und / oder Winter? Wie sehr achtet ihr auf Buchcover? Verleitet euch ein schönes Cover dazu, ein Buch eher zur Hand zu nehmen und näher anzuschauen? Welche Cover findet ihr aktuell besonders gelungen? Wie merkt ihr euch, auf welcher Seite ihr in eurem Buch gerade wart? Nehmt ihr ein Lesezeichen oder irgendetwas, was ihr gerade zur Hand habt? Macht ihr Eselsohren oder legt das Buch umgekehrt offen hin? Habt ihr hier schon bei einer oder mehreren Leserunden mitgemacht? Wenn ja, welche hat euch davon am besten gefallen und wieso? Wenn nicht, wieso? :-) Schreibt ihr euch Lieblingszitate aus Büchern raus oder markiert ihr sie? Verratet doch ein Zitat, das euch besonders gut gefällt! Welches Buch, an das ihr hohe Erwartungen hattet, hat euch dann enttäuscht und wieso? Wenn ihr euch für 3 Bücher entscheiden müsstet, die die einzigen wären, die ihr für den Rest eures Lebens besitzen dürftet, welche wären das? Wie oder durch wen seid ihr zum Lesen gekommen? Was fasziniert euch an Büchern? Was können nur sie im Vergleich zu zum Beispiel zu Musik, Filmen, etc.? In welchem Land könntet ihr ideale Leseferien verbringen? Lest ihr gern anderen Menschen vor oder lasst ihr euch gern vorlesen?

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  • Leserunde zu "Kinder des Bösen" von Jan Hellstern

    Kinder des Bösen

    Jan_Hellstern

    Hallo zusammen! Ich habe die große Ehre und Freude Euch alle zu einer Leserunde meines ersten Romans „Kinder des Bösen“ einzuladen. Der Kein&Aber Verlag stellt zu diesem Zweck 25 Leseexemplare zur Verfügung, die unter allen Bewerbern (bis 25.09.) verlost werden, die die folgende Frage richtig beantworten können:  Wer war Frantisek Drtikol? Nur soviel sei verraten: Seine ganz spezielle Sicht auf die Welt kann man in vielen Stimmungen meines Buches wiederentdecken.  „Kinder des Bösen“ nimmt Euch mit auf eine mysteriöse Reise voller Wendungen und Abenteuer in das Prag des Jahres 1945. Auch wenn die Geschehnisse des Krieges nur eine periphere Rolle spielen, so sind sie doch ausschlaggebend für unseren Protagonisten Honsa, seine Reise in die Vergangenheit anzutreten. Und welch zwielichtige Entdeckungen er dort macht, darf hier natürlich noch nicht preisgegeben werden.  Es würde mich sehr freuen, wenn Honsa in dieser Leserunde zahlreiche Begleiter unter Euch finden würde, die ihm bis zum Ende seines Weges zur Seite stehen! Nicht weniger gespannt bin ich auf Eure Fragen und Bewerbungen! Da leider wohl nicht alle gewinnen können werden, hoffe ich, dass trotzdem ganz viele von Euch Lust darauf haben einzusteigen, auch wenn sie sich Kinder des Bösen auf anderen Wegen beschaffen müssen. Ich wünsche Euch allen viel Erfolg und freue mich auf jeden, den ich in dieser Runde bald kennenlernen darf! Euer  Jan Hellstern

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  • Rezension zu "Kinder des Bösen" von Jan Hellstern

    Kinder des Bösen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. December 2012 um 13:55

    Mit dem Deutsch-Tschechen Honsa Haas hat Jan Hellstern eine liebenswerte Figur geschaffen. Honsa hatte keine leichte Kindheit, die Eltern gaben seiner Schwester Marie immer den Vorzug. Durch Honsas verkrüppelte Hand konnte er dem Vater im Betrieb nicht so helfen, wie dieser es sich gewünscht hätte. Kurz vor Ende des 2. Weltkriegs soll Honsa noch eingezogen werden. Doch er flieht nach Prag, wo seine Familie ursprünglich herstammt. Bereits im Zug lernt er die hübsche Lenka kennen, die ihn in die Pension ihrer Mutter mitnimmt. Gemeinsam mit Lenka ergründet er das Geheimnis seiner Familie, von der er so wenig weiß. Arbeit findet er bei dem Arzt Pavelik, der anscheinend auch mehr über Honsa weiß als dieser selbst. Bei „Kinder des Bösen“ handelt es sich einerseits um eine Familiengeschichte, einen historischen Roman, aber auch um einen Kriminalfall, der aufgedeckt werden will. Und obwohl ich mit historischen Romanen normalerweise überhaupt nichts anfangen kann, hat dieses Buch mich von Anfang an gefesselt. Hellstern versteht es durch einen tollen Sprachstil die düstere Atmosphäre über dem Land zu beschreiben. Die Charaktere sind fein ausgearbeitet, man wird dicht an ihrer Seite durch die Handlung geführt. Dabei entwickelt sich ein Spannungsbogen, der er es dem Leser immer schwerer macht, das Buch aus der Hand zu legen, bis am Ende alles, aber auch wirklich alles aufgeklärt ist. Ein wirklich tolles Debüt, kann ich nur wärmstens empfehlen!

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  • Rezension zu "Kinder des Bösen" von Jan Hellstern

    Kinder des Bösen

    hexe2408

    22. December 2012 um 09:27

    Der junge Honsa verlässt 1945 seine Familie und sein zuhause, um dem Einsatz im Krieg zu entgehen. Er begibt sich in seine Heimatstadt Prag. Bereits auf dem Weg dorthin lernt er Lenka kennen, die ihm das Leben in der neuen, unbekannten Stadt erleichtert. Ein rätselhafter kleiner Junge, der Honsa immer wieder erscheint, scheint ihm den Weg zu weisen und führt ihn geradewegs zu dem Geheimnis seiner Familie und seiner eigenen unbekannten Vergangenheit... "Kinder des Bösen" ist ein ansprechender Roman, der auf der einen Seite die historischen Lebensumstände inmitten des Krieges beschreibt und auf der anderen Seite den Weg eines jungen Mannes verfolgt, der von seiner Familie fortgeschickt wird und plötzlich auf sich allein gestellt ist. Er macht eine große Entwicklung durch, muss innere Konflikte überwinden und sich mit dem Schicksal seiner Familie auseinandersetzen. Die Geschichte wird zum Ende hin immer spannender. Es gibt emotionale und dramatische Überraschungen. Der Schreibstil ist sehr flüssig. Detaillierte, bildhafte Beschreibungen von Orten und Personen ermöglichen die genaue Vorstellung des Geschehens.

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  • Rezension zu "Kinder des Bösen" von Jan Hellstern

    Kinder des Bösen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. November 2012 um 02:57

    Protagonist Honsa soll trotz Behinderung eingezogen werden. Da er bei seiner Familie keinen Rückhalt findet, flieht er nach Prag. Dort trifft er einen alten Arzt, der Geheimnisse aus seiner Vergangenheit zu kennen scheint und die Honsas Leben verändern. Das Buch ist sehr detailliert geschrieben, sowohl die Orte als auch die Menschen. Die Handlung spielt in der düsteren Atmosphäre Prags und verknüpft Krimi- und Mysteryelemente gekonnt miteinander. Die Spannung wird kontinuierlich aufgebaut und man ist bis zum Ende einfach gefesselt von der Geschichte, die einen auch nach dem Lesen nicht mehr loslässt. Es ist wirklich ein besonderes Buch und ein mehr als gelungenes Debüt.

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  • Rezension zu "Kinder des Bösen" von Jan Hellstern

    Kinder des Bösen

    Kleinstadtkatze

    20. November 2012 um 20:11

    Ein neuer Stern am Romanhimmel... Jan Hellstern um genau zu sein. Zu diesem Buch bin ich durch eine Leserunde auf lovelybooks.de gekommen und hätte es wohl so im Buchladen nicht gekauft, da mich das Cover nicht so anspricht, die Geschichte dann aber umso mehr. Bereits am Anfang merkt man, dass der Protagonist, Honsa Kralik, ein deutsch-tschechischer Junge, etwas Besonderes ist. Leider nicht im positiven Sinne... er wird von seiner Familie, besonders vom Vater, ungerecht und stellenweise schlimm behandelt, denn Honsa hat einen verkrüppelten Arm. Geburtsfehler, durch welchen der Junge dem Vater, einem angesehenen Steinmetz, nicht wirklich "zur Hand gehen" kann und die Zielscheibe des Spottes und der Verachtung wird. Als eines Tages ein Rat der SS bei der Familie vor der Tür steht um in den letzten Tagen des Krieges noch waffentüchtige Männer an die Front zu rufen, muss Honsa fliehen, um nicht als Kanonenfutter für die Russen zu enden. Dem Steinmetz und seiner Familie scheint dies nicht wirklich ungelegen zu kommen und so begibt sich Honsa auf einen gefährlichen Weg ... er will Richtung Prag, seiner alten Heimat, nichtwissend, was ihn dort erwartet. Er weiß nur von einem geheimnisvollen Brief über seine Großmutter, die in einer geschlossenen Klinik bei Rysombl war. Und es dauert nicht lange, bis Honsa selbst Gespenster sieht... und den SS-Rat auf den Fersen hat. Im Laufe des Romans wird die traurige und stellenweise erschreckende Familiengeschichte der Familie Kralik aufgedeckt. Dabei spielen die junge Lenka mit ihrem Sohn Karel, ein alter und versoffener Arzt Dr. Pavelik und der "Sandmann", ein Mörder, der rücksichtlos Kinder umgebracht hat, eine sehr wichtige Rolle. Und plötzlich fügt sich alles zu einem Ganzen und Honsa blickt auf eine Vergangenheit zurück, die er besser vergessen hätte und gar nicht erst beschworen... . Ein Hammer-Debüt! Spannend, gefühlvoll, geschichtlich und kulturell einwandfrei recherchiert und brisant verpackt. Definitiv ein Name, den man öfter auf dem Cover eines Bestsellers lesen sollte. Ich bin auf das nächste Buch gespannt! Für diesen Roman/Krimi vergebe ich fünf von fünf Sternen.

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  • Rezension zu "Kinder des Bösen" von Jan Hellstern

    Kinder des Bösen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. November 2012 um 14:45

    Ein beeindruckender und atmosphärischer Roman * "Unverkennbar war es tatsächlci jener Junge, der ihm nun schon zwei Mal unter höchst seltsamen Umständen begegnet war. Er trug denselben schwarzen Anzug und hatte denselben alten Tornister auf dem Rücken, den er schon auf dem Schneefeld bei sich getragen hatte." (S. 101) * Honsa, ein junger Deutsch-Tscheche, wird im Winter 1945 dazu gezwungen seine Heimat zu verlassen und in seine Geburtsstadt Prag zu reisen. Schon im Zug nach Prag lernt er die freundliche und hübsche Lenka kennen, die ihn in der Pension ihrer Mutter unterbringt. Und schon bald lernt er den Forensiker Dr. Jiri Pavelik kennen, der viel über Honsa zu wissen scheint... * "Kinder des Bösen" ist Jan Hellsterns Debütroman. Und damit muss er sich wirklich nicht verstecken. Er schafft es mit seinen Worten das letzte Kriegsjahr mit seinen Wirren und dem Leiden der Bevölkerung vor unsere Augen zu führen. Er versteht es eine unheimliche und düstere Atmosphäre heraufzubeschwören, die einen immer mehr in seinen Bann zieht, die Neugierde des Lesers entfacht und einen wortwörtlich an dieses Buch und seine dunkle Geschichte fesselt. * Honsa ist ein liebesnwerter junger Mann, der es nicht unbedingt gut angetroffen hat. Durch die Kinderlähmung kann er seine rechte Hand zu fast nichts gebrauchen und sein Vater scheint ihn nicht wirklich zu lieben, seine Mutter kann sich nicht gegen den Vater durchsetzen und so ist das einzige was er hat, seine kleine Schwester Marie. Doch auch sie muss er hinter sich lassen, denn er soll in den letzten Tagen des Krieges noch eingezogen werden - doch seine Familie schickt ihn weg, denn die Front würde für Honsa unweigerlich auch den Tod bedeuten. Auf seiner Reise begegnet er neben, der freundlichen und gutmütigen Lenka, auch immer wieder einem geheimnisvollen Jungen, der ihm seinen Weg zu weisen scheint. Einen Weg, der ihn hinter ein Geheimnis bringen soll, das Geheimnis seiner Familie. Und um dieses lösen zu können, muss er auf den Arzt und Forensiker Jiri Pavelik treffen. Honsa entwickelt sich immer weiter, er ist neugierig und offen und schafft es so auch Lenkas Familie für sich einzunehmen und auch Lenka hilft ihm seine Geschichte aufzudecken. * Wer Lust auf einen ruhigen atmosphärischen, aber dennoch spannenden Roman hat, sollte "Kinder des Bösen" lesen. Ein Roman, der mich mit seiner geheimnisvollen Handlung zu begeistern vermochte und einen zwischen Realität und Fiktion wandern lässt!

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  • Rezension zu "Kinder des Bösen" von Jan Hellstern

    Kinder des Bösen

    Spatzi79

    04. November 2012 um 11:33

    Honsa Haas hatte nicht unbedingt eine glückliche Kindheit. Zu unerklärlich ist die Abneigung seines Vaters gegen ihn, die aus Honsas Sicht nicht nur auf seine verkrüppelte Hand zurückzuführen ist. Doch woran es liegt, dass seine kleine Schwester so viel mehr geliebt wird, kann Honsa auch nicht sagen. Als er im Jahr 1945 noch eingezogen werden soll, setzt sich der Vater immerhin für ihn ein und ermöglicht ihm die Flucht. Nach kurzer Überlegung beschließt Honsa, nach Prag zu gehen, immerhin stammt die Familie ursprünglich aus Tschechien und dort im Osten wird man ihn wohl kaum suchen. Er hat Glück und begegnet auf der Zugfahrt Lenka, einer jungen Frau, deren Mutter eine kleine Pension führt, in der er unterkommt. Bei seinen Streifzügen durch die Stadt landet er bei einem alten Arzt, der merkwürdige Todesfälle untersucht und ihn als Gehilfen anstellt, um seine umfangreiche Sammlung von Photographien zu katalogisieren. Doch schnell wird klar, dass der alte Pavelik mehr über Honsa und die Vergangenheit weiß, als er zugibt. Erst nach und nach enthüllt er dem jungen Mann die Geschichte. Für mich war "Kinder des Bösen" eine echte Entdeckung. Ganz zu Beginn hatte ich ein bisschen Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzukommen, aber dann entwickelte sich ein regelrechter Sog und ich konnte das Buch kaum wieder weglegen. Eine Einordnung in ein bestimmtes Genre fällt schwer, zum Teil ist es ein Kriminalfall, es gibt ein paar übersinnliche Aspekte und ganz nebenbei auch eine zarte Liebesgeschichte, all das vor dem historischen Hintergrund kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Es werden philosophische Fragen angeschnitten, wie zum Beispiel die Diskussion darüber, ob das Böse im Menschen vererbt wird oder durch Erziehung und Erfahrungen entsteht. Ebenfalls erwähnenswert ist das sprachliche Geschick des Autors, das nach diesem Debutroman auf weitere tolle Werke hoffen lässt!

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  • Rezension zu "Kinder des Bösen" von Jan Hellstern

    Kinder des Bösen

    michaela_sanders

    30. October 2012 um 21:19

    Ein wirklich wunderbares und empfehlenswertes Buch. Wir erfahren von Honsa, einem jungen mit einer missgebildeten Hand, der in Prag seine Vergangenheit aufklären will, dabei begegnet er einer wunderbaren Frau und einem Arzt, die ihm dabei helfen. Er Autor beschreibt auf eine sehr einfühlsame und warmherzige weise die suche des jungen Manns nach der Wahrheit. Dabei begegnet ihn zu Kriegszeiten allerlei Elend und schwere. Er kommt mit einer sehr hoffnungslosen und düsteren Welt des Arztes, der ziemlich den Alkohol verfallen ist in Berührung. Und auf der anderen Seite trifft er lenka, eine sehr warmherzige und verständnisvolle Frau, die ihm sehr schöne und nahe Momente bereitet Das Buch ist in meinen Augen nicht wirklich ein Krimi sondern eine Beschreibung der menschlichen Seele und eine sehr feinfühlig und durchdachte Analyse des " Bösen" . Der Autor bezieht keinen eindeutige Stellung gegen das böse, sondern vermittelt den Leser, dass es Gründe für das böse geben kann, die sogar gut sind. Er erzählt die Geschichte in einer sehr spannenden und vielschichtigem weise. Von Anfang an hat mich das Buch gefesselt, ich war versessen darauf zu erfahren wie es weitergeht. Einzig und allein ein Punktabzug, weil ich in der Mitte des Buchs einen spannungsmässigen Hänger empfunden habe, als der Arzt detailliert über seine Arbeit an einem Atlas der Todesfälle arbeitet ....wobei das alles seinen Sinn hat und sich am Schluss als interessant für die Geschichte herausstellt. Aber während des Lesens fand ich es da ein bisschen langweilig. Nichts desto trotz ein sehr empfehlenswertes Buch, an das ich mich sicher noch lange erinnern werden,d a es mich sehr berührt hat und meinen Einstellung zum Bösen, gut getroffen wiedergibt

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  • Rezension zu "Kinder des Bösen" von Jan Hellstern

    Kinder des Bösen

    GraceJones

    29. October 2012 um 22:42

    Der junge Honsa Haas fristet eine unschöne Kindheit in seinem Elternhaus. Sein Vater möchte nichts von ihm wissen und darüber hinaus ist Honsa mit einer verkrüppelten Hand ,geschlagen, die ihn für das Steinmetz-Handwerk seines Vaters untauglich macht. Die Lage spitzt sich zu, als Honsa gegen Ende des Krieges noch in die Armee eingezogen werden soll. Kurzerhand wird Honsa mit einem Koffer des Nachts vor die Tür gesetzt, um seinem Schicksal zu entgehen. Im Zuge seiner überstürzten Flucht durch den nächtlichen Wald überschlagen sich die Ereignisse. Durch Honsas Zutun stirbt sein Verfolger, der Schulmeister Tein und Honsa bleibt nur noch, sich schnellstmöglich abzusetzen. Er beschließt nach Prag zu gehen, seinem Geburtsort. Dort gerät Honsa in vielerlei Verstrickungen, die allesamt mit seiner, ihm unbekannten und geheimnisvollen Vergangenheit zu tun haben. Auf der Suche nach seiner vermeintlich geisteskranken Großmutter und der Wahrheit, trifft Honsa auf die hübsche Lenka und ihren Sohn Karel, auf den verschrobenen Doktor Pavelik und dessen Sammlung ungewöhnlicher Mordopfer und mit diesem auf immer mehr Puzzleteile seiner Vergangenheit, die er Stück für Stück zu einem unheimlichen Mosaik zusammensetzen muss. Und immer wieder erscheint ihm ein kleiner Junge, den nur Honsa sehen kann und der ihm Hinweise zur Wahrheit über sich selbst zuspielt. Während der gemeinsamen Nachforschungen von Honsa und Lenka, stoßen beide auf einen unheimlichen Kindermörder, den "Sandmann", der in Prag vor vielen Jahren sein Unwesen trieb. Er scheint niemals gefasst worden zu sein und doch stößt Honsa auf immer mehr Hinweise, die ihm der Identität des Mörders näher bringen. Jan Hellstern schafft es in seinem Debüt "Kinder des Bösen" auf bemerkenswerte Weise Spannendes mit Geheimnisvollem und Schaurigem einzigartig zu verbinden. "Kinder des Bösen" ist nicht ein gewöhnlicher Krimi, es ist Schauerroman, Thriller, Biographie und Krimi zugleich. Ausgewählte, gekonnt platzierte Effekte jagen einem beim Lesen regelmäßig Schauer übr den Rücken, die dafür sorgen, dass man dieses Buch nicht aus der Hand legen kann. Gleichzeitig sind Hellsterns Charaktere vielschichtig und glaubhaft. Nichts wirkt hier abgedroschen, obwohl einem das Entsetzten mitunter förmlich ins Gesicht zu springen scheint. Die Plausibilität dieses Romans liegt vorrangig auch darin begründet, dass dieses Werk auf einer tieferen Ebene auch wichtige, existenzielle Fragen transportiert: Ist das Böse vererbbar? Wie leicht ist es wirklich zu entscheiden, was böse ist und was gut? Inwieweit können wir unser Schicksal überhaupt selbst gestalten? Der Leser ist stets auch angehalten, sich selbst Rechenschaft abzulegen. Auf diese Weise wirkt "Kinder des Bösen" auch nach der letzten Seite noch einige Zeit nach. Abgerundet wird das Gesamtwerk mit eindrucksvollen, stimmungsvollen Umgebungsbeschreibungen, die den Leser ins rechte Bild setzen, ohne ermüdend lang oder zu oberflächlichzu sein. Das Prag der damaligen Zeit steht einem glaubhaft vor Augen. In jedem Fall ein Buch, das man gelesen haben sollte und ein sehr vielversprechendes Debüt in einem.

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  • Rezension zu "Kinder des Bösen" von Jan Hellstern

    Kinder des Bösen

    Queenelyza

    26. October 2012 um 11:44

    Honsa Kralik, ein aufgeweckter junger Mann, ist die Hauptperson des Buches "Kinder des Bösen". So fit er geistig ist, ist er doch körperlich beeinträchtigt, seine rechte Hand ist nur verkümmert entwickelt. Eine Zeitlang hat ihn das davor bewahrt, zu Zeiten des 2. Weltkriegs an die Front zu müssen - doch nun ist der Krieg kurz vor dem Ende, und jeder junge Mann wird gebraucht. Honsa bleibt nur die Möglichkeit zur Flucht, raus aus Deutschland, zurück in seine Geburtsstadt Prag. Bereit im Zug trifft er die junge Tschechin Lenka, die ihm in der Pension ihrer Mutter Obdach gewährt. Auf der Suche nach einer Möglichkeit, ein wenig Geld zu verdienen, wird Honsa von einem geheimnisvollen kleinen Jungen zu einem seltsamen, verschrobenen Arzt geführt. Bei ihm kann er sich etwas dazu verdienen. Doch der Arzt scheint Dinge über Honsa zu wissen, die ihm selbst (noch) im Verborgenen liegen... In der mehr als einfallsreich erzählten Geschichte von Jan Hellstern geht es um Visionen, die Vergangenheit und die Frage nach Moral und menschlicher Prägung. Weniger ein Krimi als ein gut durchdachter Roman, zieht einen das Buch schnell in seinen Sog, liefert authentische Figuren und ein anschauliches Bild des alten Prag. Es geht gleich spannend los, die Handlung der einzelnen Personen ist zu jeder Zeit nachvollziehbar, und die gruseligen Momente kommen auch nicht zu kurz. Wer allerdings eine klassische Krimistruktur à la "Verbrechen geschieht - Polizei ermittelt - Polizei fasst Täter" erwartet, der ist hier falsch. Und genau das ist das Besondere an diesem Buch und hebt es aus der Menge heraus. Hier zählen die Menschen und ihre Schicksale, sie stehen im Vordergrund. Das Ende des Romans ist schlüssig, lässt den Leser nachdenklich zurück, verknüpft aber auch - und das empfinde ich bei Büchern selten so - jeden einzelnen Handlungsfaden, der sich vorher entsponnen hat, absolut bombenfest. Hat man bei anderen Büchern des öfteren das Gefühl, da fehle noch was, ist dieses Buch wirklich "rund". Ich bin sicher, dass man von Jan Hellstern in der nächsten Zeit noch einiges hören - und hoffentlich auch lesen - wird!

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    Kinder des Bösen

    Bambi-Nini

    24. October 2012 um 21:34

    Der junge Deutsch-Tscheche Honsa wird 1945 von seiner Familie weggeschickt, weil er in den Krieg eingezogen werden soll. Honsa irrt allein durch die Gegend, bevor er sich entschließt, nach Prag, in seine Geburtsstadt, zu gehen. Dort trifft er die junge Lenka, die ihn bei sich aufnimmt, und entdeckt „ganz nebenbei“, dass seine Familie eine Geschichte hat, die ihm völlig unbekannt war. Das Cover des Buches hat mich gar nicht angesprochen, umso glücklicher bin ich, dass ich mich trotzdem auf das Buch beworben habe, denn ich habe das Lesen keine Sekunde bereut. Die Geschichte überzeugt zunächst weniger durch Spannung als vielmehr durch den sehr flüssigen, bildhaften und gefühlvollen Schreibstil, der es ermöglicht, sich mit Honsa aus seiner Heimat in ein unbekanntes Leben fortzuwagen. Obwohl es keinen Ich-Erzähler gibt, ist man Honsa trotzdem sehr nah und erhält immer wieder Einblicke in sein Innerstes. Auf den letzten 150 Seiten nimmt dann auch die Spannung und Dramatik zu und es wird nahezu unmöglich, das Buch nochmal aus der Hand zu legen. Das Ende ist gleichzeitig überraschend und überzeugend. Neben den vielschichtigen Charakteren, deren Entwicklung über die Geschichte hinweg dargestellt wird, gibt Hellstern zudem Einblicke in die Lebensverhältnisse und Vorstellungen der Menschen der Zeit. „Kinder des bösen“ ist ein interessanter Roman, der geschichtliche Ereignisse mit einer spannenden Geschichte und einem tollen Erzählstil verknüpft. Ein sehr überzeugendes Debüt!

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    Kinder des Bösen

    LibriHolly

    24. October 2012 um 16:54

    Jan Hellstern erzählt uns in seinem Romandebüt die bewegende Geschichte des jungen Deutsch-Tschechen Honsa Haas (tsch.: Kralik). Wir schreiben das Jahr 1945. Honsa lebt mit seiner Familie in einem kleinen Ort am Feldberg, sein Vater ist der Steinmetz des Ortes. Zum Leidwesen des Vaters hat Honsa seit einer überstandenen Kinderlähmung eine schwache rechte Hand und ist somit als möglicher Nachfolger unbrauchbar. Auch bei seiner Aufnahme ins Jungvolk steht ihm seine verkrüppelte Hand im Weg. Doch nun, da der Krieg sich dem Ende zuneigt und Hitler auch noch seine letzten Kräfte mobilisiert, da scheint Honsa gut genug zu sein. Zumindest ist Studienrat Tein dieser Meinung, der für die Sicherung des Volkssturms in der Gegend verantwortlich ist. Gut genug um am Ende an der Front noch zu sterben. Um diesem Schicksal zu entgehen bleibt Honsa nur die Flucht. Und so flieht er in den Wirren des Kriegsendes nach Prag, seiner Geburtsstadt. Dort lernt er nicht nur die junge, hübsche Lenka kennen, sondern trifft auch den etwas seltsam anmutenden Arzt und Forensiker Dr. Jiri Pavelik. Dieser scheint Honsa besser zu kennen, als er zu Beginn zugeben will und so stößt Honsa in Prag Stück für Stück auf seine eigene Geschichte und die seiner Familie. Mehr und mehr wird er hineingezogen in einen Strudel aus Vergangenheit und Wahrheit, aus dem es kein Entkommen mehr zu geben scheint und an dessen Ende ein düsteres Familiengeheimnis steht. Ein wirklich außergewöhnliches Buch und ein Romandebüt, das Spannung auf höchstem Niveau bietet. Die bildhafte, manchmal leicht poetisch anmutende Sprache, die sich konsequent aufeinander zubewegenden Handlungsstränge und die sorgfältigen Charakterzeichnungen der einzelnen Protagonisten tragen ihr übriges dazu bei den Leser von der ersten Seite an zu fesseln und ihn in das düstere Prag zu Zeiten des zweiten Weltkrieges zu entführen. Man taucht förmlich ein in diese dichte, atmosphärische erzählte Geschichte. Eine Geschichte die den Leser bis zur letzten Seite in ihren Bann zieht. Eine Geschichte erzählt im Stil der großen alten Erzähler der vergangenen Tage. Ich würde mich freuen, von diesem Autor in der Zukunft noch mehr zu hören respektive zu lesen.

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    Kinder des Bösen

    Raccoon

    23. October 2012 um 16:15

    Inhalt: Der zwanzigjährige Honsa soll trotz seiner Behinderung 1945 zur Wehrmacht eingezogen werden, doch er schafft es Fahnenflucht zu begehen und in seine Geburtsstadt Prag zu fliehen. Dort trifft er auf die junge Lenka und den Arzt Jiri Pavelik. Mit Hilfe der beiden findet er heraus, warum er als gebürtiger Tscheche mit seiner Familie damals nach Deutschland auswanderte und welche Geheimnisse seine Vergangenheit birgt. Meine Meinung: Jan Hellstern hat mich mit seinem Debütroman vollends überzeugt. Gerade weil ich mir das Buch aufgrund des Covers und der Kriegsspielzeit eher nicht gekauft hätte, bin ich umso mehr froh es gelesen zu haben. Der Autor versteht es den Leser in die damalige Zeit zu versetzen, nicht zuletzt aufgrund seines gelungenen Schreibstils und seiner plastischen Erzählweise. Der Spannungsbogen hält über das ganze Buch hinweg an, die Handlung wird nie langweilig und es wird nie zu viel vorweggenommen. Ganz im Gegenteil bleibt die Auflösung bis zum Schluss eher unvorhersehbar und doch erhält der Leser am Ende auf alle offenen Fragen eine Antwort. Insgesamt greift das Buch eine sehr tiefsinnige Thematik auf und so kann man sich selbst nach dem Lesen noch über das ein oder andere seine Gedanken machen. Fazit: 5 Sterne, unbedingt selber lesen und sich ein Bild davon machen!

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  • Rezension zu "Kinder des Bösen" von Jan Hellstern

    Kinder des Bösen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. October 2012 um 12:06

    Honsa Haas soll trotz einer Behinderung der rechten Hand zur Wehrmacht eingezogen werden. Der für die Rekrutierung zuständige ehemalige Schullehrer Honsas überbringt den Einberufungsbefehl. Um dem sicheren Tod zu entgehen, rät ihm sein Vater, zu dem er kein gutes Verhältnis hat, zur Fahnenflucht. Ohne beim überstürzten Aufbruch zu wissen, wohin er soll, führt ihn sein Weg in seine Geburtsstadt Prag. Er begegnet zwei besonders wichtigen Menschen. Lenka, die ihm hilft sowohl mit der Vergangenheit, der Gegenwart und auch der Zukunft zu recht zu kommen und dem alten Arzt Pavelik, der die dunklen Ereignisse der Vergangenheit aufklärt. Dunkle Geheimnisse, von denen Honsa nichts ahnen könnte, verändern sein Leben. Eigene Meinung: Ein unheimlich gelungenes Debüt von Jan Hellstern! Seine ausgeklügelte Wortwahl und die tollen Beschreibungen lassen den Leser mitten in die Gefühlswelt der Protagonisten eintauchen. Das Buch hat mich in seinen Bann gezogen und lässt mich nicht mehr los. So beispielsweise regt die Frage, ob das Böse angeboren oder durch die Umwelteinflüsse bedingt ist, zum Nachdenken an. Packend wird die Geschichte Honsas und seine Suche nach der Wahrheit geschildert. Ein einfacher Krimi für zwischendurch ist dieses Buch nicht! Es geht viel tiefer mit einer riesen Portion Spannung, Emotion und tiefgründigen Charakteren, eingebettet in die historischen und politischen Ereignisse zum Ende des zweiten Weltkrieges. Kurz: Ein Buch, das man einmal begonnen, nicht mehr aus den Händen legen kann! Eine absolute Leseempfehlung! Ich hoffe bald mehr von Jan Hellstern lesen zu können!

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