Jan Holmes

 4.4 Sterne bei 104 Bewertungen
Autor von Unmenschen, Lebenslinien und weiteren Büchern.
Jan Holmes

Lebenslauf von Jan Holmes

Ich schreibe. Außerdem: Jahrgang 1972, lebe und arbeite in Köln. Studierte Sozialwissenschaften und Informatik und habe bereits während der Schulzeit Kurzgeschichten veröffentlicht, später Erzählungen und Essays in verschiedenen Online-Publikationen. In den letzten 15 Jahren bin ich auch als Romanautor unterwegs, mittlerweile sind es zwölf, bisher erschienen: "Kains Königsweg" (2014), "Unmenschen" (2016) und "Lebenslinien" (2017). In meinen Werken gehen die Protagonisten an ihre Grenzen - und darüber hinaus. Die Geschichten sind im Bereich Drama / psychologischer Thriller anzusiedeln und für alle Leser von Interesse, die sich gerne herausfordern lassen.

Alle Bücher von Jan Holmes

Jan HolmesUnmenschen
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Unmenschen
Unmenschen
 (36)
Erschienen am 26.06.2016
Jan HolmesLebenslinien
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Lebenslinien
Lebenslinien
 (34)
Erschienen am 23.07.2017
Jan HolmesKains Königsweg
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Kains Königsweg
Kains Königsweg
 (34)
Erschienen am 01.08.2014

Neue Rezensionen zu Jan Holmes

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Rezension zu "Lebenslinien" von Jan Holmes

„Schafe in der Armee von Kläusen“
anna_mvor 10 Monaten

„Schafe in der Armee von Kläusen“


Spannend und humorvoll beginnt der Roman „Lebenslinien“ von Jan Holmes, in dem es um die jungen Softwareentwickler Clemens und Ferdi geht – und natürlich um ihr Softwareprojekt „Exil“. Die zwei haben es geschafft, den Dachboden der Eltern zu verlassen, ihre Ideen voranzutreiben, zu finanzieren und eine Firma zu gründen. Dabei gleitet ihnen das Projekt jedoch zunehmend aus den Händen.

Während Ferdi sich dem Big Business der Branche anzupassen versucht, kämpft Clemens, der Kopf hinter dem Computerspiel, als eigenbrötlerischer Entwickler mit seiner wachsenden Abneigung gegenüber den Geldgebern, die mittlerweile die Entscheidungen treffen. So wird „Exil“ zum Beispiel umgetauft und soll unter dem Namen „Lifelines“ auf den Markt kommen. Theo, ein Freund aus Studienzeiten, arbeitet erst in seiner Freizeit als Softwaretester für das Projekt, wird dann aber fest angestellt und macht Karriere bei Finally Development. Die Firma seiner Freunde ist allerdings eine verhängnisvolle, wenn auch notwendige Partnerschaft mit dem Unternehmen Inter-View eingegangen, das sich „um alles kümmert, wo wir keine Lust drauf oder keine Ahnung von haben“, wie Ferdi erklärt.

Ohne viel Branchenjargon stellt Holmes die drei Freunde vor, deren Ideale und Privatleben durch ihre Arbeit auf die Probe gestellt werden. Dabei beweist er sein stilistisches Können und lässt seine Protagonisten auch wunderbar naturgetreu so sprechen, wie es die „Nerds“ der Computerbranche eben tun.

Nach und nach lernt der Leser mehr über das Privatleben der drei Freunde kennen. Spieletester Theo steht im Mittelpunkt. Spätestens, als neue Updates im Spiel anfangen, nach persönlichen Vorlieben, Erlebnissen, Ängsten etc. zu fragen, wird der Leser argwöhnisch. Was ist das für ein geheimnisvolles Puzzlespiel rund um erfundene Biografien, an dem da programmiert? Tester Theo beantwortet diese Fragen der Einfachheit halber wahrheitsgetreu, um weiterspielen zu können, was den Leser unweigerlich über die eigene Nutzungsweise von sozialen Netzwerken und Co nachdenken lässt, wenn auch nur am Rande. Die gesellschaftskritische Frage nach dem Umgang mit unseren persönlichen Daten taucht hin und wieder auf, aber im Mittelpunkt stehen die Gründer und deren geringer Einfluss auf ihr Herzensprojekt, sowie die moderne Arbeitswelt. Wie geht der Mensch damit um? Welcher Platz bleibt für den Einzelnen und sein persönliches Schicksal? Hin und wieder werden diese Themen von den Protagonisten mit einer Prise „Nerdhumor“ kommentiert.

Die Spannung wird unter anderem dadurch gehalten, dass der Leser nicht weiß, was sich mit „Lifelines“ anbahnt. Ein Spiel, um sich in eine virtuelle Welt zu flüchten? Ein Spiel, das sensible Daten über das Leben der Spieler sammelt und sie analysiert? Zu statistischen Zwecken? Um Vorhersagen zu treffen? Eine Goldgrube für die Archäologen der Zukunft? Von einem Schicksalsschlag getroffen und etwas niedergeschlagen philosophiert Theo: „Wird der Mensch nicht nur durch seine Erinnerungen bestimmt, sondern auch durch seine Familie, deren Geschichte und die Geschichte aller Vorfahren bzw. der Menschheit? […] Dann würde das Wissen um die Geschichte den Unterschied machen, nicht der Umstand, dass die Geschichte passiert ist. […] Sein letzter Gedanke war: „Schade, bei „Lifelines“ wüsste ich, was zu tun wäre.“ Dann brach er in hysterisches Gelächter aus.“ (S. 207)

Clemens Mistrauen mündet schließlich in einen Streit mit den Leuten von Inter-View. Er scheint unter Paranoia zu leiden. Dann verschwindet er plötzlich, zum Erstaunen und Entsetzen seiner Freunde. Theo und Ferdi müssen sich fragen, in wie fern sie vielleicht für das Verschwinden ihres überarbeiteten Freundes verantwortlich sind, was sie für ihn tun können und in wie weit sie sich schuldig fühlen.

Und dann müssen sie auch noch entdecken, was wirklich aus ihrem Computerspiel geworden ist…

Hier geht es um Freundschaft, Partnerschaft, ein wenig Datenschutz und das harte Business in der PC-Spiele-Branche. Und George Orwell lässt grüßen.

Der Roman hat mich äußerst gut unterhalten, auch weil ich dank des willentlichen Aussetzens der Ungläubigkeit beim Lesen über einige ungeklärte Punkte hinwegsehen kann. Es muss nicht immer eine Antwort auf alles geben. Und gerade weil die Geschichte zeitlich und räumlich nicht festgelegt ist – man weiß z.B. nicht um welche Städte es sich handelt – muss es auch nicht auf jedes Wenn und Aber eine Antwort geben. Allein, all die Fragen, die sich die Protagonisten am Ende Stellen, bringen in etwa auf den Punkt, was ich vor dem Lesen vom Buch erwartet hatte. Eine Dystopie, die genau diese Auswirkungen beschreibt, über die Theo und Ferdi sich den Kopf zerbrechen.

Die Lektüre von „Lebenslinien“ kann ich nur weiterempfehlen. Es ist ein Buch, das länger im Kopf bleibt. „Mal was anderes“, wenn man sonst gerne Krimis, historische Romane und „die Klassiker“ liest.

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Langeweiles avatar

Rezension zu "Unmenschen" von Jan Holmes

Menschen am Rande der Gesellschaft
Langeweilevor 2 Jahren

Im vorliegenden Buch geht es um drei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
 Was sie jedoch eint, ist die Tatsache, dass sie außerhalb unserer gesellschaftlichen Normen leben.
 Da ist zum einen der Hausmeister Meier, er lebt nach festen Regeln, hat kaum soziale Kontakte und hat sich innerlich , selbst als Erwachsener , noch nicht von seinem starken Elternhaus gelöst.
 Die zweite Person ist Brigitte, eine Frau in mittleren Jahren , welche unter dem Namen Krista als Prostituierte arbeitet. Sie hat ihre Familie hinter sich gelassen, was sie jedoch im innersten immer noch stark beschäftigt.
 Dann gibt es noch Sven, der seinen Lebensunterhalt mit kleinen und größeren Erpressungen bestreitet.
 Alle drei Personen treffen auf unterschiedliche Weise aufeinander, was das Leben jedes einzelnen auf dramatische Weise verändert.

 Auf unnachahmliche und sehr intensive Weise, ermöglicht der Autor tiefe Einblicke in das Seelenleben jedes einzelnen Protagonisten.
 Die Atmosphäre, sowie der berufliche und private Alltag der unterschiedlichen Menschen waren gut dargestellt.
 Ich habe die ganze Zeit gespannt verfolgt, ob sie es schaffen, ihr Leben zum Positiven zu verändern.
 Zum Schluss gab es eine überraschende Wende, mit der ich so überhaupt nicht gerechnet hatte.
Der Roman ist Krimi und Gesellschaftsstudie in einem , ich kann ihn wärmstens empfehlen.

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dieschmitts avatar

Rezension zu "Unmenschen" von Jan Holmes

Absolut außergewöhnliches Buch mit Nachwirkung
dieschmittvor 2 Jahren

Zum Buch:

Dieses außergewöhnliche Buch erzählt die Geschichte von drei Menschen, die quasi am Rand der Gesellschaft stehen, die von vielen Menschen wohl als „moralisch bedenklich“ eingestuft werden würden. Es geht um Meier, der keinen Wert auf menschlichen Kontakt legt und sehr zurückgezogen lebt und sich im sozialen Kontakt unwohl fühlt. Er arbeitet als Hausmeister in einer Schule. Die 2 Person ist Brigitte, die unter dem Namen Krista als Prostituierte arbeitet. Sie hat die „besten Jahre“ bereits hinter sich und ihr Arbeitsort ist ein alter Wohnwagen. Die dritte Person ist Sven, er lebt in Saus und Braus und verdient sein Geld mit Erpressung.

Diese drei Menschen sind sehr unterschiedlich und haben doch eines gemeinsam, sie sind nicht „klassisch“ in die Gesellschaft integriert. In dieser Geschichte treffen sich die Lebensläufe dieser drei Menschen, was ein einzigartiges neues Ergebnis bringt.

Meine Meinung:

Ich mag den Schreibstil des Buches. Sehr ausführlich werden die Charaktere der Geschichte geschildert. Vom Äußeren über das Innenleben und das Gedankenleben. Diese drei sehr außergewöhnlichen Charaktere sind sehr liebevoll geschildert, so dass ich im Laufe des Buches eigentlich alle drei Personen mögen lernte. Den Blick auf das Innenleben der drei Personen gibt ganz neue Einblicke, welche das Außenbild der drei Personen sehr gut vervollständigte. Ich hatte das Gefühl in diese Geschichte und in das Leben der drei Personen einzutauchen, mit ihnen mitzufühlen und mitzuhoffen. Dies schafft der Autor ohne kitschig zu werden oder zu viel der Worte zu finden.

Die Geschichte entwickelte sich sehr überraschend und blieb bis zum Ende nicht vorhersehbar, was ich sehr schätze.


Fazit:

Unmenschen ist für mich ein absolut außergewöhnliches Buch, dass einem neben wunderbarer Unterhaltung noch jede Menge Stoff zum Nachdenken bietet. Was von dem was wir sehen ist das was es zu sein scheint? Und bei wem blicken wir wirklich hinter die zu sehende Kulisse, bzw. machen wir uns überhaupt die Mühe zu versuchen hinter diese zu sehen?

Vielen lieben Dank für diesen ausgesprochenen Lesegenuss!

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Gespräche aus der Community

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JanHolmess avatar
"Wenn Dein Leben ein offenes Buch ist, stelle sicher, dass Du weißt, wer es geschrieben hat ..."

Hallo zusammen,

hiermit möchte ich zu meiner Leserunde zu meinem Roman "Lebenslinien" einladen, der im Juli diesen Jahres erschienen ist.

Ich stelle insgesamt 15 eBooks zur Verfügung (EPUB, MOBI o. PDF).


Klappentext:
Eine Gruppe von Freunden versucht, ein neuartiges Computerspiel auf den Markt zu bringen, in dem es um Biografien von Menschen und deren Erinnerungen geht. Mit der Übernahme ihrer Firma durch einen internationalen Konzern verlieren sie jedoch zunehmend die Kontrolle über ihr Produkt.Erst als einer der Freunde verschwindet, merken sie, dass sie selbst schon Teil eines Spiels sind. Bevor sie die Auswirkungen begreifen können, ist bereits ihr Leben in Gefahr - oder das, was sie dafür halten.


Die Geschichte basiert auf tatsächlichen, technischen Möglichkeiten, die uns bereits heute (be)drohen, fokussiert aber auf die Menschen und wie diese mit den Möglichkeiten umgehen bzw. was diese mit ihnen machen.

In die ersten Kapitel kann man bei amazon reinsehen.

Zum mir:
Jahrgang 1972, Autor von spannenden, herausfordernden Büchern, in denen die Protagonisten an ihre Grenzen gehen (und teilweise darüber hinaus).
2014 erschien mein Debut "Kains Königsweg", 2016 "Unmenschen", 2017 "Lebenslinien". Weitere Romane sind in Arbeit.


Ich werde an der Leserunde teilnehmen, freue mich auf Bewerbungen, Fragen und Feedback und bin gespannt auf eure Meinungen und einen netten Austausch!

Bitte beachtet die Teilnahmerichtlinien.
JanHolmess avatar
Letzter Beitrag von  JanHolmesvor 10 Monaten
Vielen Dank!
Zur Leserunde
JanHolmess avatar
Also, du weißt schon, was das hier ist und was wir hier machen, die anderen Mädchen und ich?


Hallo,
hiermit möchte ich zu meiner ersten Leserunde einladen, die ich zu meinem Roman "Unmenschen" veranstalte, der im letzten Jahr erschienen ist.


Ich stelle insgesamt 15 Bücher zur Verfügung, 13 eBooks (EPUB o. MOBI) und für die kreativsten Bewerbungen zwei Taschenbücher, gerne auch mit Widmung.


Zum Inhalt

"Unmenschen" erzählt die Geschichte dreier Individuen, die aus unterschiedlichen Gründen am Rande der Gesellschaft stehen und deren Lebenswege sich auf verhängnisvolle Art und Weise kreuzen: Der menschenscheue Meier arbeitet als Hausmeister an einer Schule, die alternde Brigitte ist eine Prostituierte, die ihre Freier in einem Wohnwagen bedient, und der feige Sven verdient sich zur Zeit mit Erpressungen seinen Lebensunterhalt.
Meier lernt Brigitte durch Zufall kennen und empfindet trotz ihres Berufs starke Zuneigung zu ihr. Während Sven eines Nachts seinen Geschäften nachgeht, trifft er auf Meier und vernachlässigt dadurch seine Sorgfalt. In Folge dieser Begegnungen gerät Meier zunehmend in Geldnöte, denkt Brigitte ans Aufhören, und Sven wiegt sich in falscher Sicherheit - ihr gemeinsames Schicksal steuert auf eine Katastrophe zu.

In die ersten Kapitel kann man bei amazon reinschauen, die 99. Seite gibt es hier, ebenso ein Trailer:


###YOUTUBE-ID=5a7RvOAiAac###


Zum Autor
Jahrgang 1972, Autor von spannenden, herausfordernden Büchern, in denen die Protagonisten an ihre Grenzen gehen (und teilweise darüber hinaus), ein passendes Genre ist mir noch nicht eingefallen, vielleicht trifft es "Psychodrama".
2014 erschien mein Debut "Kains Königsweg", 2016 dann "Unmenschen", weitere Romane warten noch auf den letzten Schliff.



Ich freue mich auf Bewerbungen, Fragen und Feedback und bin gespannt auf eure Meinungen und einen netten Austausch!



Bitte beachtet die Teilnahmerichtlinien.
Zur Leserunde

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