Jan Holmes Kains Königsweg

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Inhaltsangabe zu „Kains Königsweg“ von Jan Holmes

„Der Moment, an dem sich mein Leben änderte, war die Sekunde, als das Schreien aufhörte.“
Bei einem Unfall, der ihn selbst beinahe das Leben kostet, verliert ein junger Mann seine Familie. Er sucht nach den Verantwortlichen, um Rechenschaft zu fordern und verstrickt sich dabei tief in seine eigene Vergangenheit.
Jedoch kann jemand, der sich selbst nicht schont, weiter gehen als andere, wenn Schuld beglichen werden soll.
Und jemand, der seinen Bruder getötet hat, ist schon so viel weiter gegangen ...

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  • Absolut gelungenes Debut - Achtung: kein typischer Thriller!

    Kains Königsweg

    kriegerin

    06. August 2014 um 13:01

    Worum geht es? „Der Moment, an dem sich mein Leben änderte, war die Sekunde, als das Schreien aufhörte.“ Bei einem Unfall, der ihn selbst beinahe das Leben kostet, verliert ein junger Mann seine Familie. Er sucht nach den Verantwortlichen, um Rechenschaft zu fordern und verstrickt sich dabei tief in seine eigene Vergangenheit. Jedoch kann jemand, der sich selbst nicht schont, weiter gehen als andere, wenn Schuld beglichen werden soll. Und jemand, der seinen Bruder getötet hat, ist schon so viel weiter gegangen ... Meine Meinung: Dieses Roman-Debüt von Jan Holmes ist nichts für schwache Nerven! Erzählt wird die Geschichte eines kleinen Jungen in der Ich-Form, den der Leser über Jahre hinweg begleiten darf, bis hin zum Erwachsenenalter. Besonders auffällig ist, dass man als Leser oft durch (meist indirekte) Fragen angesprochen wird und man sich somit zwangsläufig selbst fragen muss, wie man wohl in seiner Lage gehandelt hätte. Was ist Recht? Was ist Unrecht? Wozu wäre man in solch einer Lage selbst fähig? Gibt es ein Richtig und ein Falsch? Die ersten drei Kapitel über wird der Leser noch formell mit "Sie" angesprochen (da war der Junge, dessen Namen wir nicht erfahren, noch ein Kind). Ab Teil 4 spricht uns der Junge, der dem Kindesalter mittlerweile entflohen ist, mit dem informellen "Du" an. Was einen noch wesentlich härter trifft, weil die Distanz, die das "Sie" noch wahrt, hier vollkommen verschwindet. Man ist auf Augenhöhe mit dem Jungen/Erwachsenen. Spätestens da bekommt man es etwas mit der Angst zu tun. Ich gehe davon aus, dass Jan Holmes diesen "Trick" mit Absicht angewandt hat. Während des Lesens hatte ich so manches Mal das Gefühl mehr einen Tatsachenbericht zu lesen, als einen Roman. Wörtliche Reden findet man nicht allzu oft, die Dialoge sind dünn gesät. Der Großteil des Buches besteht aus einem einzigen Monolog, den die Hauptfigur mit sich selbst (und seinem inneren Zwiespalt) führt. Es handelt sich bei diesem Buch um keinen klassischen Thriller und wer einen solchen erwartet, wird vielleicht enttäuscht werden. Der junge Mann schreibt, als er ca. 26 Jahre alt ist, seine Erlebnisse auf um seine Vergangenheit aufzuarbeiten. Während seines Berichtes wird er nicht müde zu betonen, dass er auf dem rechten Weg bleiben will, dass er nur Gutes im Schilde führt. Durch (in-)direkte Fragen packt er den Leser bei seiner Ehre und zwingt ihn so, sich mit ihm und seiner (hoffentlich fiktiven!) Geschichte auseinanderzusetzen. Dabei will er nur den Schuldigen finden, der maßgeblich für den Unfall verantwortlich ist, bei dem seine ganze Familie das Leben lassen musste. Aufgewachsen in schwierigen Verhältnissen, setzt er sich nun als junger Erwachsener mit seiner Vergangenheit auseinander. Der Schreibstil von Jan Holmes sorgt dafür, dass man bald auf Augenhöhe mit dem jungen Mann ist und sich gut in seine Situation hineinversetzten kann, auch wenn man nicht alles gut heißen kann, was man geschildert bekommt. Ich glaube aber, dass man nur schwer nachvollziehen kann, was in einem Menschen vorgeht, der solche Dinge durchmachen musste. Doch wie weit darf man gehen? Wie weit ist man bereit zu gehen um seine Seele nicht dem Teufel zu verkaufen? Inwiefern darf und kann man seine Handlungen mit einer "schweren Kindheit" entschuldigen? Wie weit wärst DU bereit zu gehen? Findet es heraus! Aber wie gesagt, das Buch packt einen am Kragen und blickt einem mit spürbar zornigem, herausforderndem Blick an: "Na komm schon..." Fazit: Rundherum gelungenes Debüt! Ein Buch von wenigen, dass es geschafft hat mich weniger mit der Geschichte, als mit der Art WIE es geschrieben wurde in seinen Bann zu ziehen. 

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  • Ein Debüt das man so schnell nicht vergisst

    Kains Königsweg

    aly53

    06. August 2014 um 02:08

    Klappentext: Der Moment, an dem sich mein Leben änderte, war die Sekunde, als das Schreien aufhörte. Bei einem Unfall, der ihn selbst beinahe das Leben kostet, verliert ein junger Mann seine Familie. Er sucht nach den Verantwortlichen, um Rechenschaft zu fordern und verstrickt sich dabei tief in seine eigene Vergangenheit. Jedoch kann jemand, der sich selbst nicht schont, weiter gehen als andere, wenn Schuld beglichen werden soll. Und jemand, der seinen Bruder getötet hat, ist schon so viel weiter gegangen ... Ablauf und Handlung: Dies ist die Geschichte eines jungen Mannes, der seine Kindheit ohne Vater verbringen musste und mit 16 Jahren seine gesamte Familie verlor. Das solche Erlebnisse nicht ohne Folgen bleiben steht außer Frage. Er spricht zu uns  und versucht uns begreiflich zu machen. Wie es zu seinen Taten kam und warum er so wurde wie er jetzt ist. Es zeigt uns, was Situationen aus Menschen machen können und das nichts ist wie es einmal war. Man aber dennoch immer selbst entscheidet welchen Weg man gehen will. Es ist kein Psychothriller im typischen Sinne wie wir es gewohnt sind. Keine brutalen Handlungen, nichts dergleichen. Es besticht vielmehr durch den psychischen und emotionalen Aspekt. Den Schreibstil könnte man jetzt als trocken und emotionslos bezeichnen, dennoch übt er einen gewissen Sog auf den Leser aus, dem man sich nicht entziehen kann. Meine Meinung: Am Anfang war ich nicht sonderlich begeistert, doch es hat sich relativ schnell gelegt. Ich wollte einfach wissen, was da noch kommt. Und am Ende muss ich doch sagen, Hut ab. Es hat mich doch ziemlich beeindruckt. Einzig den Schreibstil fand ich etwas gewöhnungsbedürftig, bisschen mehr Spannung und Nervenkitzel wäre nicht schlecht gewesen. Dennocfh muss ich drauf hinweisen, daß es wahrscheinlich nicht für jeden was ist. Aber ich rate jedem bleibt dran, es lohnt sich auf jeden Fall.

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  • Kains Königsweg

    Kains Königsweg

    Thrillertante

    02. August 2014 um 08:05

    Ein junger Mann, der ihn schwierigen Verhältnissen aufwächst, verliert bei einem Unfall seine komplette Familie und entgeht dabei dem eigenen Tod nur knapp. In der langen Zeit, die er im Krankenhaus verbringen muss, versucht er, der selbst große Schuld auf sich geladen hat, einen Verantwortlichen zu finden und erzählt dann aus seinem bisherigen Leben, das alles andere als einfach war. Seinen Vater, der im Gefängnis sitzt, kennt er nicht und sein Bruder Timo, den er - so schien es mir - vergöttert, versucht die Familie mit dem Geld von Drogengeschäften durchzubringen. Mit "Kains Königsweg" hat der Leser es definitiv nicht mit einem Psychothriller im klassischen Sinn zu tun. Viel mehr erzählt der Hauptprotagonist dem Leser aus seinem schwierigen Leben und spricht diesen immer wieder persönlich an. Anfangs hatte ich ziemliche Schwierigkeiten in die Story hineinzufinden, was sich durch den flüssigen aber gewöhnungsbedürftigen Schreibstil des Autors, bald gelegt hat und das Buch fast eine Sogwirkung auf mich hatte. Jan Holmes flößt dem Hauptcharakter Leben ein und mit der Zeit hatte ich das Gefühl ihn gut zu kennen. Ich konnte manche Handlungen des jungen Mannes nicht immer nachvollziehen, was aber auch gar nicht nötig war. Ich kann mir vorstellen, dass man Menschen, die in solch schwierigen Verhältnissen aufgewachsen sind und dazu noch ihre Familie auf so schreckliche Art und Weise verloren haben, nicht zwangsläufig verstehen muss, da man solche Tragödien und Schicksalsschläge wahrscheinlich gar nicht nachfühlen kann. Erschreckt hat mich, dass die Familie vor dem Unfall, wenig bis gar keine Unterstützung vom Umfeld, insbesondere Behörden bekommen hat, wo die Problematik des "Nichthinschauens" neue Nahrung bekommt . Um den Hauptprotagonisten wird sich auch nur noch gekümmert bis er volljährig ist und dann sich selbst überlassen. Der junge Mann versucht sich ein Leben aufzubauen, was  im Hinblick auf seine Vergangenheit und der Schuld, die er mit sich rumschleppt, natürlich nicht einfach ist. "Kains Königsweg" ist ein anspruchsvoller Roman, der zum Nachdenken anregt. Wer hier allerdings in erster Linie einen Psychothriller oder Krimi erwartet, wird nicht sonderlich begeistert sein. Die Geschichte ist für mich mehr ein Familiendrama, welches das persönliche Grauen eines heranwachsenden Mannes auf der Suche nach dem für sich richtigen Weg beschreibt und auf jedenfall lesenswert ist!

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