Jan Küveler Theater hassen

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Inhaltsangabe zu „Theater hassen“ von Jan Küveler

Damit das Theater bleiben kann, was es war, muss es sich ändern. »Theater hassen« ist eine Streitschrift gegen und für das Theater, eine Totenrede und ein Liebesbrief, eben Ausdruck einer dramatischen Beziehung. Fahle Gespenster schleichen über die Bretter, die früher die Welt bedeuteten, heute aber nur mehr morsch knarzen. Das Theater verrennt sich in einer Nische, die niemanden interessiert. Verzweifelt holt es Flüchtlinge auf die Bühne oder zwingt die Zuschauer zum Mitmachen. So verkommt es zum Kabarett und zum Kindergarten. Außerdem ist es enorm unpraktisch: abhängig von Subventionen, trotzdem teuer, unverwandt elitär, nur heuchlerischer als früher, unbequem – weder kann man Popcorn essen noch auf die Toilette gehen. Es gibt jede Menge Gründe, das Theater zu hassen. Man ist es ihm sogar schuldig, besonders, wenn man es liebt.

Interessante, manchmal aber etwas eindimensionale Abhandlung über das Theater.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein Fest für Liebhaber des Theaters. Vielleicht aber auch eine tolle Einführung darin, was Theater kann und "soll" für Schüler und Neulinge.

— Buchhandlung_am_Schaefersee
Buchhandlung_am_Schaefersee

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    Theater hassen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. February 2017 um 02:19

    Jan Küveler schreibt für das Feuilleton der „Welt“ und beschäftigt sich daher von Berufswegen mit dem Theater, und er findet zahlreiche Gründe, es zu hassen. Dass er das nicht wirklich tut, sondern es sich eher um eine enttäuschte Liebe handelt, wird beim Lesen schnell klar. Es ist nicht das Theater an sich, das Küveler hasst, es sind bestimmte Eigenschaften wie der Mangel an Mut oder eindimensionale Stücke und Inszenierungen. „Eine dramatische Beziehung“ So lautet der Untertitel dieses Buches. Das Theater kann wunderbar sein, aber es gibt auch genug Gründe, davon genervt zu sein. Einige davon nennt der Autor in seinem Buch. Dass andere damit überfordert sind, ihr Handy vor der Vorstellung auszuschalten, gehört zu den Dingen, die wohl die meisten Zuschauer nerven dürften. Bei anderen Punkten kann man sicher geteilter Meinung sein. Küveler wendet sich vor allem gegen die Anbiederung an den Zeitgeist und das Publikum. In der Tat täte es dem Theater manchmal gut, kontroverser und mutiger zu sein. Dennoch gehören für mich auch klassische Inszenierungen, die den Sehgewohnheiten des Publikums entgegenkommen, zur Theaterlandschaft. Für mich muss es beides geben, das Traditionelle und das Moderne, das Unterhaltsame und das Provokative, alles wohl dosiert. Bissig, humorvoll, aber etwas einseitig Vor allem die ersten Kapitel sind wunderbar bissig und entlockten mir beim Lesen so manches Schmunzeln. In der zweiten Hälfte des Buches stehen die persönlichen Ansichten des Autors aber gar zu sehr im Vordergrund. Es geht weniger um das Theater im Allgemeinen als um jenes, das er sich wünscht. Küveler erklärt, welche Inszenierungen er für gelungen hält und welche bei ihm durchfallen, und oft ist es schwer, sich ein eigenes Bild zu machen, wenn man das Stück selbst nicht gesehen hat. Daher fällt „Theater hassen“ für mich ab etwa der Mitte zunehmend ab. Hier hätte ich mir mehr Meinungsvielfalt gewünscht, etwa in Form von Aussagen anderer Theatergänger. Einige Kritikpunkte teile ich, etwa die Blutleere mancher Inszenierungen. Ich ging selbst schon mehr als einmal enttäuscht aus dem Theater. In diesem Punkt bin ich dem Autor ähnlich, in vielen anderen nicht. Das Schöne an der Welt des Theaters ist, dass sie groß genug ist, um für jeden uns die passenden Stücke zu finden. Und genauso sollte es sein, denn die Vielfalt ist es doch letztlich, die das Theater liebenswert macht.

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