Jan Needle Bram Stoker's Dracula

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Inhaltsangabe zu „Bram Stoker's Dracula“ von Jan Needle

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  • Dracula

    Bram Stoker's Dracula

    jackdeck

    25. April 2017 um 18:55

    Ich habe mehrfach den Film 'Bram Stoker's Dracula' mit Gary Oldman gesehen (den ich fantastisch finde) und wollte nun endlich mal 'abgleichen', wie viel davon aus dem Buch entnommen wurde. Und siehe da: sehr viel! Da ist zum einen der Tagebuchstil, den man im Film alle paar Minuten zu sehen bekommt, und der das Buch komplett durchzieht. Das ist mittlerweile natürlich kein neues Stilmittel mehr, passt aber zu der Geschichte. Und zum anderen ist da der Zusammenhalt von vier starken Männern, die keine Angst und keinen Aufwand scheuen, um das Monster Dracula zu besiegen und damit gleichzeitig ihre Liebsten zu retten.Der größte Unterschied ist die Liebesgeschichte um Mina und dem Grafen Dracula. Diese bestimmt den ganzen Film; im Buch taucht dies gar nicht auf (auch nicht die Vorgeschichte, wie Dracula sich von Gott abgesagt hat - der Selbstmord Elisabethas - ist für den Film erdacht worden).Wer sich mit diesem Unterschied abfinden kann - oder den Film noch gar nicht kennt - der sei die Lektüre empfohlen!

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  • Gänsehaut in Wortform

    Bram Stoker's Dracula

    dominona

    19. October 2014 um 22:14

    Viele wissen, worum es geht, gelesen haben es aber die wenigsten, höchstens die Verfilmung gesehen und dabei lohnt sich das Original in Schriftform! Stoker erschafft eine Atmosphäre, die beklemmender kaum sein könnte. Er schafft es, den Leser zur Hauptfigur werden zu lassen und ich hatte einen eigenen Dracula im Kopf. Anfangs dachte ich, die Umschreibungen würden stören, aber nein, sie sind notwendig und insgesamt hat die Geschichte kein Wort zu viel, eine tolle und zurecht gelobte Vorlage für guten Horror.

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  • Rezension zu "Bram Stoker's Dracula" von Jan Needle

    Bram Stoker's Dracula

    kirjoittaessani

    11. April 2010 um 20:47

    "How these papers have been placed in sequence will be made clear in the reading of them." Ich fahre gerade durch Minden, und der ausgelesene Dracula liegt vor mir. Daß ich zwei Jahre für die gut fünfhundert kleinformatigen Seiten gebraucht habe, liegt nicht -- wie man vielleicht vermuten könnte -- am Text selbst; es ist allein der Tatsache geschuldet, daß dieses Buch, einmal unterwegs begonnen, für mich zur Reiselektüre geworden ist, die ich nur im Zug wirklich lesen mag. Stokers Dracula ist sicher einer der bekanntesten Romane; ich möchte aber bezweifeln, ob er auch zu den meistgelesenen gehört: er dürfte vielmehr als Symbol für unzählige Filme (oft unter gleichem Namen) und Bücher stehen. Für mich ist das Interessanteste an der Geschichte nicht die Handlung an sich -- Vampirbücher gibt es schließlich genug am Markt; auch die Art der Erzählung, eine Sammlung von Briefen, Telegrammen und Tagebucheinträgen, ist zwar nicht völlig gewöhnlich, aber auch nicht gerade einzigartig. Sehr schön gelungen finde ich hier übrigens die verschachtelten Berichte aus Kostovas Historian. Nein, der wirklich interessante Punkt ist der Einblick in die viktorianische Gesellschaft, die der Leser erhält. Ich kann nur vermuten, daß dies einem zeitgenössischen Leser kaum auffiele -- aus heutiger Sicht jedoch springt die Fremdheit fast aus jeder Zeile heraus. Sei es Klassentrennung, die starken Geschlechterrollen, oder die alles durchdringende Religiosität -- die Unterschiede zum einundzwanzigsten Jahrhundert muten um so stärker an, als Urbanisierung und technischer Fortschritt im ausgehenden neunzehnten ihrem heutigen Zustand schon recht nahekommen. "May it not frighten her terribly? It is unusual to break into a lady's room!" An dieser Stelle möchte ich exemplarisch die Klassengesellschaft herausgreifen. Da gibt es den Arbeiter: dem Bier zugetan, verstockt bis unterwürfig (je nach Trockenheit der Kehle), einfältig oder bestenfalls mit Bauernschläue beseelt. Welch Unterschied dazu der Bürger aus der Mittelschicht: mit untadeligem Benehmen, prinzipientreu, jederzeit dem Wohl anderer und der Gesellschaft verpflichtet. Ja, und dann haben wir natürlich noch den Aristokraten, dem zusätzlich ein Führungsanspruch zu eigen ist: sei es, daß er jederzeit mit jedem Menschen sprechen kann, wenn er es wünscht; sei es, daß eigentlich absolute Verschwiegenheit ihm gegenüber doch nicht unbedingt gewahrt wird. Nun wäre es natürlich naiv, anzunehmen, heutzutage existierten keine Schichten oder Geschlechterrollen mehr. Nicht ganz sicher bin ich mir aber, ob die hier dargestellten viel krasseren Unterschiede den Blick für unsere Welt eher schärfen oder verstellen. Wie dem auch sei: fünf Sterne und eine Leseempfehlung gibt es in jedem Falle.

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