Jan P. Zille Messer und Herz: Die Tote Reihe: Heft 1

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Inhaltsangabe zu „Messer und Herz: Die Tote Reihe: Heft 1“ von Jan P. Zille

Ich war erst fünfzehn. Mein schwarzer Motorroller stand im Hof und glänzte. Die Welt war mir gewogen. Dann lief mir dieser Typ über den Weg. Jetzt warte ich auf meine Einäscherung.

Eine sehr gelungene Kriminalgeschichte, erzählt aus der Perspektive des Ermordeten. Sehr empfehlenswert!

— loralee

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  • Wenn Tote anfangen zu ermitteln

    Messer und Herz: Die Tote Reihe: Heft 1

    loralee

    08. August 2015 um 21:53

    Ok, vielleicht stecke ich momentan etwas zu tief im Krimi-Modus, es fangen nämlich schon die Toten an mit mir zu sprechen. Aber … sie tun es ja tatsächlich!! Daraufhin lese ich zuerst die Geschichte in einem Rutsch durch und mache dann ein dickes „unbedingt merken“ Kreuz an die „Tote Reihe“ von Jan P. Zille. Die werde ich auf jeden Fall weiter verfolgen. Es spricht also ein Toter mit mir: Ein toter 15jähriger Junge, der von einem Unbekannten ermordet wurde und selbst aus dem Vorraum zum Jenseits wissen möchte, wer das war. Er beginnt trotz seiner „Einschränkung“ zu ermitteln und bekommt Hilfe von einem Kriminalbeamten, der die Angewohnheit hat, den Ermordeten den neuesten Ermittlungsstand zu erzählen. Der Junge weiß aber auch, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt, um den Fall zu lösen. Wir haben es hier nicht mit Zombie-Horror oder weichgespülter Esoterik zu tun. Der Junge erzählt in nüchtern und direkter Art die Begebenheiten aus seiner persönlichen Perspektive – der eines toten Jugendlichen. Und das ohne Umschweife und in kurzen, klaren Sätzen. Wenn es sich hier nicht um einen Toten handelte, würde ich sogar sagen: Frisch und knackig. Dabei setzt der Autor sehr geschickt, weder übertrieben noch aufgesetzt, die Jugendsprache inklusive einer Prise Humor als wesentliches Stilmittel ein. Um eines mal klar zu stellen, wir habe es in diesem Fall mit einer waschechten Nervensäge zu tun. Einem Jungen, dem es großen Spaß macht sein Umfeld zu terrorisieren. Und dennoch wirkt er ein stückweit sympathisch. Es gibt eben kein Gut und Böse im Totenreich. Auf nur 20 Seiten zaubert der Autor eine tiefgründige und ungewöhnliche Kriminalgeschichte, die eine völlig unerwartete Perspektive einnimmt. Der Protagonist wirkt sehr realistisch und hinterlässt bei mir einen starken Eindruck. Ich behaupte mal, wir haben es bei dieser Geschichte mit einem Goldstück zu tun. Wer also schon immer wissen wollte, wie Tote ticken, und keinen Sinn für überflüssige Umschweife hat, sollte sich dieses kurze Erzählstück zu Gemüte führen. Es lohnt sich unbedingt. Jan P. Zille, diesen Namen werde ich mir merken und in der Zwischenzeit Teil 2 der Reihe lesen. Mein Dank an den Autoren für das Rezensionsexemplar.

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  • das etwas andere satirisch-böses Krimiheftchen

    Messer und Herz: Die Tote Reihe: Heft 1

    Buchfeeling

    06. July 2015 um 09:07

    Ein 15-jähriger Junge wird ermordet. Jetzt liegt seine Leiche im Leichenschauhaus und sein Geist will unbedingt seinen Mörder entlarven. Der in seinem Fall ermittelnde Kommissar kommt regelmässig in die Patologie und spricht mit den Toten, denn er hat das Gefühl, dadurch den Fall besser und schneller aufklären zu können. Und so erfährt auch der Geist des toten Jungen immer den aktuellen Ermittlungsstand. Doch leider tappen Geist und Kommissar im Dunkeln. Der Junge blickt nun zurück auf sein „ruhmreiches“ Leben in der Siedlung, bei dem er alle Nachbarn tyrannisiert hatte. Er war ein kleines Monster und alle Mieter haben ihn gehaßt. Es gibt somit viele Verdächtige, doch der wahre Mörder bleibt im Verborgenen. Der Geist weiß, dass er nur eine kurze Zeitspanne auf der Erde zur Verfügung hat, dann muß er gehen… Als er sich dann endlich an seinen Mörder erinnert, ist es leider zu spät. Seine Zeit ist abgelaufen und die Polizei findet den Mörder nicht… Eine äußerst böse, aber auf ihre Art total komische Geschichte, die mir das eine und andere Schmunzeln beschert hat. Der Schluss ist denn auch genauso böse, wie die Story selbst… sehr gelungen…

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