Jan P. Zille Sprudel und Puste: Die Tote Reihe: Heft 2

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Inhaltsangabe zu „Sprudel und Puste: Die Tote Reihe: Heft 2“ von Jan P. Zille

Jan P. Zille setzt die Tote Reihe mit Heft No.2 - Sprudel und Puste fort. Wird der Pool im Garten diesen Sommer rot eingefärbt? Mörder Weiss findet sein zweites Opfer wieder in seiner unmittelbaren Nachbarschaft. Es gibt kein Zurück - Unterwerfung, Verachtung und Rachsucht münden im sonnigen Blutbad. Kommissar Kryszek gerät nach dem zweiten ungeklärten Mord zunehmend unter Druck. Wie in Kurzkrimi No.1 werden Szenerie und Hergang aus der Erzählperspektive des Toten aufgerollt: Das Mordopfer lagert in der rechtsmedizinischen Kühlzelle. Seine Totenflecken sprießen, und die letzten Sinne schwinden. Das Leben nach dem Tod währt auch nicht ewig. Vielleicht war alles auch nur ein böser Traum ... Ermittler und Opfer kennen den Mörder. Kommt Weiss auch diesmal ungeschoren davon?

Wie Teil 1 der Reihe, überraschend und ungewöhnlich. Macht definitiv Lust auf mehr.

— loralee
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  • Was passiert, wenn ein großes Ego stirbt?

    Sprudel und Puste: Die Tote Reihe: Heft 2

    loralee

    10. August 2015 um 20:05

    Mit diesem Kurzkrimi geht es genauso interessant weiter wie beim ersten Teil der Toten Reihe „Messer und Herz“. Mit geschickter Sprache und klarem Stil zieht mich der Krimi schon mit dem ersten Satz in seinen Bann. Dieses Mal ist es ein ermordeter Familienvater und Autohändler, der zu mir spricht. Auch hier haben wir es mit einem sehr unangenehmen Zeitgenossen zu tun. Aber dieses Mal verspüre ich keinerlei Mitleid mit dem Toten. Sein Ego ist so groß, dass er selbst im Tod daran zweifelt, tatsächlich ermordet worden zu sein. Und wieder taucht Kriminalkommissar Kryszek auf, der mit den Leichen spricht und glaubt darüber wichtige Hinweise auf den Täter zu bekommen. Wir haben es auch mit dem gleichen Mörder zu tun. Herr Weiss ist Berufspokerspieler und fühlt sich in seiner wohlverdienten Ruhe extrem gestört. Er ist ein mindestens genauso unangenehmer Typ wie sein Opfer. Der Schreibstil ist knapp und klar gehalten. Die Sprache ist die eines Machos und Besserwissers, der es nicht fassen kann, dass ausgerechnet sein Nachbar, der Loser, ihn ermordet hat. In dieser Geschichte liegt der inhaltliche Fokus auf der Auseinandersetzung des Ermordeten mit seinem Zustand als Toter. Durch diese Verschiebung der Perspektive gegenüber Teil eins der Reihe, entstehen keine Wiederholungen und die Spannung bleibt bestehen. Vielmehr baut dieser Krimi auf den ersten Teil auf, greift einzelne Fäden aus seinem Vorgänger auf und füttert mich dazu mit weiteren Informationen. Wir haben es hier auch mit dem gleichen Setting zu tun - einer kleinen Vorstadtsiedlung. Ich muss an den Stil der klassischen Krimis á la Agatha Christie denken: Wir bewegen uns in einem überschaubaren Personenkreis. Jan P. Zille überzeugt auch hier mit einem außergewöhnlichen Schreibstil und einer einzigartigen Erzählperspektive. Auch wenn sie dieselbe ist, wie im ersten Heft der Reihe, kommt keine Langeweile auf. Im Gegenteil, wir können noch tiefer in die Welt des Mörders eintauchen und erfahren Details aus der Vorstadt-Siedlung, der Kulisse dieser eiskalten Morde. Ich bin deshalb sehr gespannt auf den dritten Teil der Reihe und darauf, wie sich diese Mordserie weiter entwickeln wird.

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  • äußerst amysant, wenn auch böse…

    Sprudel und Puste: Die Tote Reihe: Heft 2

    Buchfeeling

    07. July 2015 um 08:01

    Noch eine Geschichte über den Geist eines Verstorbenen, der keine Ruhe findet. Dieses Mal hat es einen erfolgreichen Autoverkäufer erwischt. Sein Geist glaubt allerdings nicht, dass er schon tod ist und rechnet jeden Moment damit, endlich aufzuwachen. Er nimmt uns in seinen Gedanken mit zu seinem „ruhmreichen“ Leben als Autoverkäufer, zu seinen „Späßen“ mit einem ungeliebten Mieter und seine kleinen „Gemeinheiten“ seiner Frau gegenüber. Nach und nach enthüllt die Geschichte alle Umstände seines Todes und so fragt sich der Leser auch hier, wer ist Opfer und wer Täter… eine außerordentlich böse, satirisch-witzige Short-Story mit einem sehr überraschenden Schluß. Auch diese Geschichte fand ich äußerst amysant, wenn auch böse…

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