Jan Peter Bremer

 3,1 Sterne bei 33 Bewertungen
Autor von Der amerikanische Investor, Der junge Doktorand und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Jan Peter Bremer

Eine ausgezeichnete literarische Stimme: Jan Peter Bremer wird 1965 in Berlin geboren und wächst hauptsächlich im Dorf Gümse auf. In Dannenberg besucht er die Schule und zieht nach dem Abitur 1988 wieder nach Berlin, wo er in verschiedenen Tätigkeiten arbeitet. Nebenbei beginnt er, eigene Texte zu schreiben und zu veröffentlichen.

Seine Werke, knappe Prosatexte, die häufig minimalistisch und grotesk gehalten sind, orientieren sich unter anderem an Franz Kafka als Vorbild. Größere Bekanntheit erlangt Bremer vor allem mit seinen Romanen, wie beispielsweise »Der amerikanische Investor« von 2011. Mit seinem 2019 erschienenen Buch »Der junge Doktorand« schafft er es auf die Longlist des hoch angesehenen Deutschen Buchpreises 2019. Bremer wird zudem mit zahlreichen weiteren Preisen ausgezeichnet, darunter beispielsweise der Alfred-Döblin-Preis oder der Ingeborg-Bachmann-Preis.

Jan Peter Bremer ist im deutschen PEN-Zentrum Mitglied und lebt gemeinsam mit seiner Familie in Berlin-Kreuzberg.

Alle Bücher von Jan Peter Bremer

Cover des Buches Der amerikanische Investor (ISBN: 9783827010353)

Der amerikanische Investor

 (13)
Erschienen am 06.08.2011
Cover des Buches Der junge Doktorand (ISBN: 9783827013897)

Der junge Doktorand

 (10)
Erschienen am 02.09.2019
Cover des Buches Feuersalamander (ISBN: 9783833309816)

Feuersalamander

 (3)
Erschienen am 08.12.2014
Cover des Buches Paläste (ISBN: 9783833303852)

Paläste

 (1)
Erschienen am 04.05.2006
Cover des Buches Mit spitzen Ohren (ISBN: 9783827053701)

Mit spitzen Ohren

 (0)
Erschienen am 24.02.2010
Cover des Buches Schulden in Berlin (ISBN: 9783981225754)

Schulden in Berlin

 (0)
Erschienen am 15.05.2012
Cover des Buches Der junge Doktorand (ISBN: 9783492317870)

Der junge Doktorand

 (0)
Erscheint am 01.09.2021
Cover des Buches Der amerikanische Investor (ISBN: 9783942748995)

Der amerikanische Investor

 (0)
Erschienen am 01.12.2012

Neue Rezensionen zu Jan Peter Bremer

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Cover des Buches Der junge Doktorand (ISBN: 9783827013897)Kathrin_Schroeders avatar

Rezension zu "Der junge Doktorand" von Jan Peter Bremer

langweilig
Kathrin_Schroedervor einem Jahr

Kommt er und wer ist er eigentlich der junge Doktorand - als Kammerspiel vielleicht ansprechend, als Buch langweilig.

Mich hat das Buch gelangweilt, Teile las ich nur diagonal, weil das ewig gleiche im Buch mich einfach nicht packen konnte.

#Netgalleyde #DerjungeDoktorand #JanPeterBremer

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Cover des Buches Der junge Doktorand (ISBN: 9783827013897)S

Rezension zu "Der junge Doktorand" von Jan Peter Bremer

Kein Lesegenuss für mich
sleepwalker1303vor einem Jahr

Der junge Doktorand ist ein Buch, das mich gelinde gesagt, ziemlich verloren zurück ließ. Zwar fand ich es sprachlich nicht schlecht, nein, es war flüssig und teilweise sogar nett zu lesen und da es keine Kapitelunterteilung hat, kann man es in einem Rutsch durchlesen. Aber im Großen und Ganzen weiß ich nicht, was mir der Autor Jan Peter Bremer mit dem Werk inhaltlich sagen will.

Es ist eine Geschichte voller Missverständnisse, Gehässigkeiten, erkalteter Liebe, falschem Schein, Lügen und aktuellen Themen wie der Flüchtlingskrise. Mittendrin Florian, gemeinhin „der Doktorand“ genannt und das Ehepaar Günter und Natascha Greilach. Irgendwie hat der Autor bei Kafka gewildert (die Geschichte ist kurz und besteht zu großen Teilen aus Dialogen und inneren Monologen), manchmal war die Atmosphäre aber auch so bissig und biestig, dass ich mich wie bei Edgar Allan Poe fühlte und darauf wartete, dass jemand wie im Verräterischen Herz zerlegt unter den Dielenbrettern verschwindet.

Das in die Jahre gekommene Ehepaar hat lange auf den Doktoranden gewartet, seinen Besuch herbeigesehnt und er hatte ihn mehrfach abgesagt und verschoben. Aber jetzt, wo er da ist, wissen sie nicht so richtig, was sie mit ihm anfangen sollen. Sie überfahren ihn mit geballten Informationen zu Dingen und Menschen über die er vermutlich gar nichts wissen will, erhoffen sie sich doch, dass er die ins Stocken geratene Karriere von Günter mit seiner Doktorarbeit wieder ankurbeln kann. 

Mehr kann ich über die Geschichte gar nicht sagen, ohne zu spoilern. Allerdings kommt mir der arme Doktorand zum Teil so fehl am Platz und so verloren vor, dass ich fast damit gerechnet hätte, dass er irgendwann sagt, er sei nur der Mann vom Elektrizitätswerk und wolle eigentlich den Stromzähler ablesen. 

Sympathisch ist mir das Ehepaar Greilach nicht. Sie sind undurchschaubar, verlogen und verkrampft. Ihr Verhalten einander gegenüber ist in der Hauptsache schroff und kalt, von Liebe und Zuneigung ist in dieser Ehe nichts mehr zu spüren. Die Außenwirkung und wie sie im Dorf wahrgenommen werden ist beiden wichtig, dafür wird auch gerne mal gelogen. Florian, der Doktorand ist mir da schon sympathischer. Er ist zurückhaltend und scheint gutmütig und großherzig zu sein. Er ist als Freiwilliger im Flüchtlingscafé tätig und gibt Deutschunterricht. Und er lässt sich geduldig von den Greilachs in Beschlag nehmen und hört ihnen bereitwillig zu. 

Das Buch ist kurz und bündig. Stilistisch am ehesten eine Novelle, es hat weder einen wirklichen Anfang aber einen offenen Schluss. So siedle ich es irgendwo zwischen Kafka und Sartre an, denn auch in diesem Buch sind die Hölle eindeutig die anderen. Oder auch der eine dem anderen der Wolf („homo homini lupus est“). Irgendwie war das Buch für mich von Anfang an wie ein Unfall. Eigentlich wollte ich es beiseitelegen und vergessen, aber es reizte mich dann doch zu sehr zu erfahren, wie es denn ausgeht. Von mir daher wegen des geringen (aber vorhandenen) Unterhaltungswerts und der Spannungskurve 2 Punkte.

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Cover des Buches Der junge Doktorand (ISBN: 9783827013897)Tanja_Radis avatar

Rezension zu "Der junge Doktorand" von Jan Peter Bremer

Das paradoxe Leben
Tanja_Radivor einem Jahr

Seit Jahren schon wartet Ehepaar Greilach auf den Doktorand und endlich ist er da. Wie diese erste Begegnung abläuft, erzählt das Buch auf sehr kuriose Weise.

Der Schreibstil liest sich sehr flüssig. Erst störte es mich, dass es keine Kapitel oder zumindest Absätze gibt. Im Verlauf hat mich aber genau dieses Stilmittel überzeugt. Das Buch liest sich wie in einem Atemzug erzählt. Und wo auch immer in es zwischendurch zur Seite legte, konnte ich auch ohne Absätze immer wieder leicht einsteigen. Was ich schon ziemlich faszinierend finde.

Es beginnt damit, dass die Lesenden das Gedankenkarussell der drei Protagonisten mitfahren, bis einem fast schwindelig ist. Ständig geht es von dem einen zum anderen und obwohl die Wechsel ganz klar sind, kriegt man sie bewusst gar nicht mit. Oft müsste ich nochmal zurück blättern um nachzuvollziehen, wie ich gerade hier gelandet bin. Deutlich wird, wie sehr doch die Wahrheit von der eigenen Wahrnehmung abhängig ist.

Kurz vor dem Drehwurm setzt dann also die Handlung ein, die eigentlich lediglich ein wirres Gespräch ist. Die Dynamik darin ist sehr unterhaltsam und  hat etwas sehr theatralisches. Das Gefühl eines Theaterstücks wird verstärkt durch die Tatsache, dass das Haus nicht einmal verlassen wird.

Hier lohnt es sich genau hinzulesen um den sehr feinen und schwarzen Humor zu entdecken. Die Protagonisten reden ohne Unterlass und reihen ein Paradox ans nächste. Deutlich hat der Autor mir vor Augen geführt, wie schief Kommunikation laufen kann. Denn im Grunde wird nichts vom zuvor lang bedachten ausgesprochen. Doch, wie das so ist mit subjektiven Wahrheiten, das ist mir meine Interpretation. Ich glaube, der Autor lässt hier jedem Lesenden seinen eigenen Raum für Interpretationen. Ich kann nur empfehlen, sich darauf einzulassen.

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Jan Peter Bremer wurde am 16. Februar 1965 in Berlin (Deutschland) geboren.

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