Jan Peter Bremer

 3 Sterne bei 22 Bewertungen
Autor von Der amerikanische Investor, Still Leben und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Jan Peter Bremer

Der amerikanische Investor

Der amerikanische Investor

 (12)
Erschienen am 06.08.2011
Feuersalamander

Feuersalamander

 (3)
Erschienen am 08.12.2014
Paläste

Paläste

 (1)
Erschienen am 04.05.2006
Mit spitzen Ohren

Mit spitzen Ohren

 (0)
Erschienen am 24.02.2010
Schulden in Berlin

Schulden in Berlin

 (0)
Erschienen am 15.05.2012
Der amerikanische Investor

Der amerikanische Investor

 (0)
Erschienen am 01.12.2012
Still Leben

Still Leben

 (6)
Erschienen am 01.12.2007

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Rezension zu "Feuersalamander" von Jan Peter Bremer

"Wirkliche Realität ist immer unrealistisch."
JulesBarroisvor 4 Jahren

„Wieder wollte ich auf ihn zu.“ (Seite 7) So beginnt Jan Peter Bremer seinen Kurzroman „Feuersalamander“

Ein nicht näher bezeichneter Schriftsteller, von dem wir irgendwann nur den Vornamen Stefan erfahren, hat sein bisheriges Leben mit Frau und Kind verlassen und sitzt nun in einem Café eines verschlafenen Gebirgsortes, wo er sich Ruhe zum Schreiben erhofft.  Hier will er endgültig finden, was er bisher vergebens gesucht hatte: „Den Menschen“, die „tragische Figur“, die jetzt endgültig literarische Gestalt annehmen soll. Bis jetzt hat er keine Zeile aufs Papier bringen können, und irgendwie will ihm das hier, unter scheinbar idealen Voraussetzungen, in den nächsten Stunden nicht gelingen.

24 Stunden später fährt er wieder mit dem Zug zurück. Hat er gefunden, was er suchte?

Vielleicht der Kellner des Cafés? Oder der Betrunkene, der sich zu ihm setzt? Oder vielleicht der fürsorglichen Geschichtslehrer, dem er gesteht, dass ihn das Schreiben töte?

Es ist eine einfache, überschaubare Geschichte mit wenigen Personen, fast trivial in einem abgeschirmten Mikrokosmos. Eine scheinbar traurige Geschichte, doch Bremer versteht es, uns diesen Charakter, der im Zugabteil lieber die Hosen auszieht als zu schwitzen, durch seine spontane und doch so menschliche Art und Weise sympathisch zu machen.

„Mein lieber Freund“ schreibt er auf eine Postkarte. An wen ist sie gerichtet? Mir scheint es, dass er sich selber meint: also ein Selbstgespräch über die Ruhelosigkeit, den Aberwitz von Wunschvorstellungen, die Sinnlosigkeit von Tun, von Schreiben. Ein Gespräch, das sich zu einem Alptraum entwickelt. Ein Schriftsteller schreibt über einen Schriftsteller, der im Endeffekt an sich selber scheitert.

Jan Peter Bremers Sprache ist ruhig, fast karg, ohne jeglichen Ballast, ohne Füllmaterial. Es gibt keinen Bezug zu irgendeiner Gegenwart. Trotzdem oder gerade deswegen entstehen sehr eindringliche Szenen, dramatische Entwicklungen und fast surreale Bilder.

Ich stelle Jan Peter Bremer in einen Kontext mit Robert Walser, Franz Kafka und Samuel Beckett. Die Kunst des Schreibens, lebt in Büchern wie diesem.

 

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Rezension zu "Der amerikanische Investor" von Jan Peter Bremer

Ermüdend
Duffyvor 4 Jahren

Ein Schriftsteller bekommt einen ersten Satz nicht hin. Seine Frau und seine Kinder scheinen sich immer weiter von ihm zu entfernen. Ein amerikanischer Investor will offensichtlich das Haus, in dem er wohnt, entmieten. Das ist das Szenario, über das Bremer seinen Protagonisten nachdenken lässt. Was sich am Anfang noch gut anlässt, wird im weiteren Verlauf eine zähe Sache, zumal sich der Autor auch ziemlich langer Sätze bedient. Es passiert sehr wenig und das Wenige ist nicht genung, um beim Buch zu bleiben. Nach einem Drittel habe ich aufgegeben, die ganze Sache kommt nicht vom Fleck und wird ermüdend. Natürlich besteht immer die Gefahr, wenn man ungeduldig ist, dass man etwas versäumt. Die Gefahr, dass man Zeit verschwendet, ist genauso groß.
Wer endlose Gedanken um ein Thema mag, ja bitte, gut schreiben kann Bremer, aber hier reichte es nicht aus, um durchzuhalten.

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Rezension zu "Der amerikanische Investor" von Jan Peter Bremer

Rezension zu "Der amerikanische Investor" von Jan Peter Bremer
Golondrinavor 6 Jahren

Habe das Buch nur in wohldosierten Einzelhäppchen ertragen, weil mich die selbstbezogene, weinerliche Ichbeschau des Helden im lichtarmen Monat Januar in den Wahnsinn getrieben hätte. Gottseidank saß ich auf dem Ergometer und konnte dem davonradeln.
Die Wohnung zerfällt in ein lebensbedrohliches Statikexperiment, die Ehe scheint auch auf wackligen Beinen zu stehen und der Schriftsteller ringt um den ersten Satz. Was macht der Autor in diesem Fall? Ergeht sich in gedanklichen Endlosschleifen um den amerikanischen Investor, seine Ehe und in Phantastereien seiner schriftstellerischen Qualitäten wenn er denn bald mal anfangen wird - mit dem Brief an den amerikanischen Investor, mit dem Roman, mit dem Kinderbuch.....
Das alles ist weder schriftstellerisch brilliant noch grotesk.
Apropos - größtenteils veranstaltet er sein Gedankenexperiment unter einem Tisch sitzend, das hab ich doch schon mal gelesen, scheint ein beliebter Aufenthaltsort für sich selbst bemitleidende Helden zu sein: bei Rammstedts Kaiser von China. Auch kein gutes Buch.

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