Jan Peter Bremer Der amerikanische Investor

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Inhaltsangabe zu „Der amerikanische Investor“ von Jan Peter Bremer

Vor sich eine weiße Wand und die herausfordernd leere Seite seines Notizhefts, ringt ein Schriftsteller um den ersten Satz. Und weil sich der an diesem heißen Berliner Sommertag partout nicht einstellen will, springt er auf, kontrolliert zum hundertsten Mal, ob sich der Zustand seiner Wohnung wieder verschlechtert hat: Das alte Mietshaus, in dem er mit seiner Frau und zwei Kindern lebt, wird von dem neuen amerikanischen Investor saniert, und nun senken sich die Böden ab. Die Wände zeigen Risse, und ist nicht sein ganzes Leben seitdem buchstäblich in eine Schieflage geraten?
Er beschließt, dem amerikanischen Investor einen Brief zu schreiben. Natürlich führt auch dieser neue Plan zwangsläufig zur weißen Seite zurück, und je stärker und empathischer sich der Schriftsteller auf der Suche nach dem richtigen Einstieg in seinen Adressaten hineinversetzt, von dem er kaum mehr weiß, als dass dieser ständig in seinem Flugzeug die Welt umkreist, desto unbarmherziger wird er auf die eigene Lebenssituation zurückgeworfen. Furios und unentwegt Volten schlagend, entwickelt Jan Peter Bremer Szenen von aberwitziger Komik und erweist sich einmal mehr als Meister der hochprozentigen Parabel.

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    Der amerikanische Investor

    Duffy

    28. June 2014 um 06:54

    Ein Schriftsteller bekommt einen ersten Satz nicht hin. Seine Frau und seine Kinder scheinen sich immer weiter von ihm zu entfernen. Ein amerikanischer Investor will offensichtlich das Haus, in dem er wohnt, entmieten. Das ist das Szenario, über das Bremer seinen Protagonisten nachdenken lässt. Was sich am Anfang noch gut anlässt, wird im weiteren Verlauf eine zähe Sache, zumal sich der Autor auch ziemlich langer Sätze bedient. Es passiert sehr wenig und das Wenige ist nicht genung, um beim Buch zu bleiben. Nach einem Drittel habe ich aufgegeben, die ganze Sache kommt nicht vom Fleck und wird ermüdend. Natürlich besteht immer die Gefahr, wenn man ungeduldig ist, dass man etwas versäumt. Die Gefahr, dass man Zeit verschwendet, ist genauso groß. Wer endlose Gedanken um ein Thema mag, ja bitte, gut schreiben kann Bremer, aber hier reichte es nicht aus, um durchzuhalten.

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  • Rezension zu "Der amerikanische Investor" von Jan Peter Bremer

    Der amerikanische Investor

    Golondrina

    03. February 2013 um 10:50

    Habe das Buch nur in wohldosierten Einzelhäppchen ertragen, weil mich die selbstbezogene, weinerliche Ichbeschau des Helden im lichtarmen Monat Januar in den Wahnsinn getrieben hätte. Gottseidank saß ich auf dem Ergometer und konnte dem davonradeln. Die Wohnung zerfällt in ein lebensbedrohliches Statikexperiment, die Ehe scheint auch auf wackligen Beinen zu stehen und der Schriftsteller ringt um den ersten Satz. Was macht der Autor in diesem Fall? Ergeht sich in gedanklichen Endlosschleifen um den amerikanischen Investor, seine Ehe und in Phantastereien seiner schriftstellerischen Qualitäten wenn er denn bald mal anfangen wird - mit dem Brief an den amerikanischen Investor, mit dem Roman, mit dem Kinderbuch..... Das alles ist weder schriftstellerisch brilliant noch grotesk. Apropos - größtenteils veranstaltet er sein Gedankenexperiment unter einem Tisch sitzend, das hab ich doch schon mal gelesen, scheint ein beliebter Aufenthaltsort für sich selbst bemitleidende Helden zu sein: bei Rammstedts Kaiser von China. Auch kein gutes Buch.

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  • Rezension zu "Der amerikanische Investor" von Jan Peter Bremer

    Der amerikanische Investor

    Petruscha

    05. December 2011 um 18:43

    Ein Schriftsteller lebt mit seinener Familie in einem ollen Haus, das von einem amerikanischen Investor gekauft wurde. Als die anfänglich als erfreuliche eingeschätzten Renovierungsarbeiten im Haus jäh enden, sackt die Wohnung des Schriftstellers ab. Eine sofortige Schreiblähmung ist die Folge. Der Schriftsteller verbringt den Tag im Bett und lässt die Lesenden an allen Szenarien den amerikanischen Investor, seine Familie und seines Schaffens betreffend teilhaben. Alle kreativ Arbeitenden werden sich JPB schonungslosen Gespinsten wiederfinden. All die Zweifel, all die Ideen und die vielen Gründe nie anzufangen – alles ist geistreich und fröhlich beschrieben und hat fast ein happy end.

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