Jan Peter Bremer Feuersalamander

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Inhaltsangabe zu „Feuersalamander“ von Jan Peter Bremer

Ein Schriftsteller sucht die Abgeschiedenheit eines Bergdorfs, um fern von jeglicher Ablenkung eine tragische Figur für sein neues Buch zu erfinden. Voller Zuversicht begibt er sich in das örtliche Café und beginnt, eine Postkarte an »jemanden, den es nicht gibt, über Sachen, die nie stattgefunden haben« zu schreiben. Doch mehr wird ihm in den darauffolgenenden ereignisreichen 24 Stunden nicht gelingen. Eine Reihe merkwürdiger Gestalten begegnet ihm auf der Suche nach dem gelungenen ersten Satz und verhindert, dass sein Buch Gestalt annimmt.

Ich stelle Jan Peter Bremer in einen Kontext mit Robert Walser, Franz Kafka und Samuel Beckett.

— JulesBarrois
JulesBarrois

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  • "Wirkliche Realität ist immer unrealistisch."

    Feuersalamander
    JulesBarrois

    JulesBarrois

    15. December 2014 um 09:37

    „Wieder wollte ich auf ihn zu.“ (Seite 7) So beginnt Jan Peter Bremer seinen Kurzroman „Feuersalamander“ Ein nicht näher bezeichneter Schriftsteller, von dem wir irgendwann nur den Vornamen Stefan erfahren, hat sein bisheriges Leben mit Frau und Kind verlassen und sitzt nun in einem Café eines verschlafenen Gebirgsortes, wo er sich Ruhe zum Schreiben erhofft.  Hier will er endgültig finden, was er bisher vergebens gesucht hatte: „Den Menschen“, die „tragische Figur“, die jetzt endgültig literarische Gestalt annehmen soll. Bis jetzt hat er keine Zeile aufs Papier bringen können, und irgendwie will ihm das hier, unter scheinbar idealen Voraussetzungen, in den nächsten Stunden nicht gelingen. 24 Stunden später fährt er wieder mit dem Zug zurück. Hat er gefunden, was er suchte? Vielleicht der Kellner des Cafés? Oder der Betrunkene, der sich zu ihm setzt? Oder vielleicht der fürsorglichen Geschichtslehrer, dem er gesteht, dass ihn das Schreiben töte? Es ist eine einfache, überschaubare Geschichte mit wenigen Personen, fast trivial in einem abgeschirmten Mikrokosmos. Eine scheinbar traurige Geschichte, doch Bremer versteht es, uns diesen Charakter, der im Zugabteil lieber die Hosen auszieht als zu schwitzen, durch seine spontane und doch so menschliche Art und Weise sympathisch zu machen. „Mein lieber Freund“ schreibt er auf eine Postkarte. An wen ist sie gerichtet? Mir scheint es, dass er sich selber meint: also ein Selbstgespräch über die Ruhelosigkeit, den Aberwitz von Wunschvorstellungen, die Sinnlosigkeit von Tun, von Schreiben. Ein Gespräch, das sich zu einem Alptraum entwickelt. Ein Schriftsteller schreibt über einen Schriftsteller, der im Endeffekt an sich selber scheitert. Jan Peter Bremers Sprache ist ruhig, fast karg, ohne jeglichen Ballast, ohne Füllmaterial. Es gibt keinen Bezug zu irgendeiner Gegenwart. Trotzdem oder gerade deswegen entstehen sehr eindringliche Szenen, dramatische Entwicklungen und fast surreale Bilder. Ich stelle Jan Peter Bremer in einen Kontext mit Robert Walser, Franz Kafka und Samuel Beckett. Die Kunst des Schreibens, lebt in Büchern wie diesem.  

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