Jan Schmidt Das neue Netz

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Inhaltsangabe zu „Das neue Netz“ von Jan Schmidt

Im Web 2.0 sinken die Hürden für Internetnutzer, selbst aktiv zu werden, eigene Interessen und Erlebnisse publik zu machen, Freundschaften und Kontakte zu pflegen oder Informationen und Wissen mit anderen zu teilen. Die Konsequenzen für etablierte Medien und politische, wirtschaftliche oder zivilgesellschaftliche Organisationen zeichnen sich erst langsam ab, genauso wie die Auswirkungen auf soziale Beziehungen oder unser Verständnis von Privatsphäre. Jan Schmidt untersucht diese Veränderungen aus einer kommunikationssoziologischen Perspektive. Er analysiert Konzeption, Stellenwert sowie vorherrschende Praktiken des Web 2.0 und zeigt, worin das tatsächlich Neue am »neuen Netz« besteht. Entstehen und Erscheinen des Buches werden unter http://www.dasneuenetz.de durch ein Weblog begleitet.

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  • Rezension zu "Das neue Netz" von Jan Schmidt

    Das neue Netz
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    22. November 2011 um 11:47

    Erweiterte und korrigierte zweite Auflage Seit dem ersten Erscheinen des Buches 2009 hat sich viel getan im Web. In vielen Einzelheiten, so unter anderem, dass Anwendungen neu sich installieren, ehemals durchaus verbreitete Anwendungen und Orte im Netz aber ebenso einfach verschwunden sind. Dem trägt die nun neue Auflage des Buches von Jan Schmidt Rechnung und aktualisiert seinen Darlegungen aus dem Jahre 2009. Auf dem neusten Stand wendet sich das Buch den Merkmalen, Praktiken und Folgen des Web 2.0 zu. Weiterhin, wie in der ersten Auflage, legt Jan Schmidt fundiert und einsichtig dar, wie sehr und wie weit das Internet in den letzten Jahren mit der Gesellschaft zusammengewachsen ist und sich ebenso eng mit Formen sozialer Organisation verbunden hat. So dass das Internet eine Form von „vernetzter Individualität“ und „vernetzter Öffentlichkeit“ zugleich darstellt. Eine Vernetzung natürlich mit Folgen. Zu Recht betont Schmidt dabei, dass hier letztlich weniger die „Technik“ des Net im Vordergrund steht, denn diese Technik wird ja von Menschen benutzt und in ihre Lebenswelt eingebunden. Das Internet 2.0 bildet somit, das ist die Grundannahme des Buches, zutiefst soziale Prozesse ab. So ist es folgerichtig, dass Schmidt den Begriff „Social Web“ der verbreiteten Bezeichnung „Web 2.0“ eindeutig vorzieht. Im Aufbau des Buches begründet Schmidt zunächst diese Begriffswahl, beschreibt die grundlegenden Phänomene des Social Web und zeigt aktuelle, empirische Befunde zur Nutzung und Verbreitung der wichtigsten Anwendungsgattungen auf. In eine erste auswertende Tiefe dringt Schmidt im Folgenden vor, wenn er die Nutzungspraktiken des Social Web aus einer kommunikationssoziologischen Perspektive heraus untersucht (und betont hier unter anderem auch den „Aufforderungscharakter“ der Interaktion im Netz). Herausgearbeitet werden sodann die drei wesentlichen „Praktiken“ der Nutzung des Internet. Identitätsmanagement, Beziehungsmanagement und Informationsmanagement. Nach diesen grundlegenden Setzungen zieht Schmidt im zweiten Teil des Buches die Folgerungen aus der so erhobenen und differenziert dargestellten Betrachtung des Stauts Quo von Technik und Nutzung des Social Net. Folgen, die tatsächlich das Verständnis von den Grenzen zwischen „Privat“ und „Öffentlich“ in der modernen Gesellschaft verändern (nicht nur, wie durchaus bekannt, mit positiven Folgen für jene, die zuviel „Privat“ in die „Öffentlichkeit“ des Internet setzten). Zudem legt Schmidt eine konkrete Auswertung dieser Nutzungsweisen und sozialen Veränderungsprozesse für den Bereich der „professionell bearbeiteten Öffentlichkeit“ (hier zentral für den Journalismus und die politische Kommunikation) vor. Ein Feld, in dem eine Angleichung an moderne Kommunikationsformen langsam mehr und mehr Eingang findet. Mit einem Blick auf zwei konkrete Anwendungsbereiche modernen Informationsmanagements im Net (Tagging und Wikipedie) rundet Schmidt seine Einlassungen ab. Zusammenfassend stellt Schmidt als Ergebnis fest, dass das Social Net keine „Revolution“ im eigentlichen Sinne darstellt, sondern sich eher aus sich selbst heraus in die sozialen Bereiche „hinein entwickelt“ hat und einen „technischen Rahmen“ zur Verfügung stellt, der nun allerdings intensiv individuell ausgeformt wird und damit die technischen Hürden für das persönliche Management auf individueller, sozialer und informativer Basis senkt. Jan Schmidt legt mit dem Buch eine differenzierte und fundierte, manches Mal sprachlich nicht einfach zu erfassende, Betrachtung vor allem der Nutzung des Social Web und der Folgen dieser Nutzung vor und zeigt auf, wie sehr sich das Internet als technisches Medium mit dem individuellen, dann aber auch gesellschaftlichen und politischen Leben bereits verzahnt hat. Eine Verzahnung, die jedem Nutzer sicherlich intuitiv deutlich ist, die aber in dieser Darstellung gerade auch die Folgen für die professionelle Arbeit in und mit dem Internet Impulse zu geben vermag. Für die professionelle Arbeit mit der Nutzung und Vernetzung des Social Web ist das Buch durchaus erhellend und zu empfehlen.

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