Jan Schomburg

 3.1 Sterne bei 70 Bewertungen

Lebenslauf von Jan Schomburg

Jan Schomburg wurde am 23. Februar 1976 in Aachen geboren. Nach einem Studium der Visuellen Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel und der Audiovisuellen Medien an der Kunsthochschule für Medien in Köln, widmete er sich seiner zweiten Leidenschaft: Drehbücher schreiben. Dafür studierte er 2007 in der Drehbuchwerkstatt München und erhielt 2008 sogar ein Stipendium der Warschauer Master School of Directing. Sein erster Film als Filmregisseur war "Über uns das All", der 2011 bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin aufgeführt wurde. Für den Film "Vor der Morgenröte" (2016) schrieb er das Drehbuch gemeinsam mit Maria Schrader. "Das Licht und die Geräusche" ist sein Debütroman, der 2017 erscheinen wird.

Alle Bücher von Jan Schomburg

Das Licht und die Geräusche

Das Licht und die Geräusche

 (69)
Erschienen am 20.07.2018
Das Licht und die Geräusche

Das Licht und die Geräusche

 (2)
Erschienen am 10.03.2017

Neue Rezensionen zu Jan Schomburg

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Rezension zu "Das Licht und die Geräusche" von Jan Schomburg

Die Botschaft kommt nicht wirklich an
Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr

Inhalt
Es ist Johanna schleierhaft, warum sie und Boris kein Paar sind. Klar, eigentlich ist Boris mit Ana-Clara zusammen, aber die ist weit weg in Portugal, während Johanna und Boris jede freie Minute miteinander verbringen und über alles reden, außer darüber, warum sie sich noch nicht geküsst haben. Johanna versteht das nicht, und das nervt sie. Und sie will auch verstehen, warum Marcel sich auf der Klassenfahrt nach Barcelona einen Mitschüler wie einen Knecht hält, warum Boris die ganze Zeit kichern muss, während ihn vier Typen auf der Tanzfläche eines Clubs zusammenschlagen wollen, und warum er nach dieser Nacht am See plötzlich verschwunden ist. Gemeinsam mit Ana-Clara und Boris’ Eltern sucht Johanna in Island nach Boris und findet heraus, dass viele Dinge ihr Wesen verändern, je länger man sie betrachtet. Und dass Ana-Claras Augen doch nicht so ausdruckslos sind, wie sie immer gedacht hat.

Man folgt Johanna und ihrer unverstellt ehrlichen Sicht auf sich und ihre Umwelt voller Empathie und Zuneigung. Pointiert, mit zartem Witz und dem sicheren Gespür für die Leichtigkeit in schweren Themen erzählt Jan Schomburg von drei jungen Menschen und ihren Versuchen zu erkennen, wie das eigentlich überhaupt gehen soll: leben.

Meinung
Der Autor versucht viele Themen aufzugreigen. Wichtige Themen wie Suizid. Mobbing und Homosexualität.
Jedoch kommen diese Themen bei dem Leser nicht so wirklich an, weil sie zwischen vielen unnötigen Themen- und Zeitsprüngen völlig untergehen.

Fazit
Ich denke, ich weiß, worauf der Autor hinaus will aber der Versuch, seine oder eine Botschaft zu vermitteln, ist ihm leider nicht gelungen
Manchmal ist weniger mehr.

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Caro_Lesemauss avatar

Rezension zu "Das Licht und die Geräusche" von Jan Schomburg

Gedankenwirrwarr
Caro_Lesemausvor einem Jahr

Johanna ist in ihren besten Freund Boris verliebt. Doch der hat eigentlich schon eine Freundin, Ana-Clara. Sie lebt in Portugal, wo Boris mit seinen Eltern vor der Rückkehr nach Deutschland gewohnt hat. Aber was Boris an Ana-Clara eigentlich findet, kann Johanna nicht verstehen. Mehrmals wären sie sich schon fast näher gekommen, aber irgendwie hat es nicht geklappt. Nach einem Discobesuch, wo Boris verprügelt wird, verbringen sie die Nacht am See und gehen baden. Als Johanna morgens aufwacht, ist Boris verschwunden. Einige Tage später erhält sie einen Brief und begibt sich gemeinsam mit Boris Eltern und Ana-Clara auf die Suche in Island.


Aus meiner Sicht sollte das Grundthema dieses Romans die Ursache für Boris Verschwinden sein. Das hätte der Autor meiner Meinung nach stärker ausarbeiten müssen - insbesondere, wenn dies ein Roman auch für Jugendliche sein soll (zumindest ist die Sprache so gehalten). Man macht sich beim Lesen sicherlich seine Gedanken und zieht Schlüsse aus den Geschehnissen, wenn es schon die geschilderte Sicht der jungen Protagonistin nicht tut, aber es fällt mir schwer zu glauben, dass Jugendliche auch nur eine Moral aus diesem Buch ziehen können, da der Autor sich zu dem von ihm gewählten Grund für Boris Verschwinden überhaupt nicht positioniert. Die Sache an sich fand ich glaubwürdig und auch ich bin mit diesem Thema wegen eines Klassenkameraden in Berührung gekommen. Umso wichtiger wäre doch, die seelischen Hintergründe, Hilfsmöglichkeiten und Perspektiven aufzuzeigen. So bleibt es Johannas beschreibende Sicht, die zwar offenbar Angst um ihren besten Freund hat, aber (zumindest nicht nieder geschrieben) nie seine Beweggründe infrage stellt (worüber man als Leser aufgrund der Ich-Perspektive also auch rein gar nichts erfährt). Am Ende des Buches stellt sie sogar eher fest, dass sie ihn vielleicht doch nicht lieben kann. Für mich in diesem Zusammenhang der völlig falsche Schluss und nahezu eine gefährliche Botschaft. Nach ihrer anfänglichen Abneigung gegenüber Ana-Clara fand ich die Aktion in Island absolut unglaubwürdig, unnötig und super merkwürdig. Trotz der seitenweise Darstellung ihrer Gedankengänge konnte ich kein Verständnis für Johanna entwickeln und hätte mir stattdessen mehr Informationen über Boris gewünscht. Vielleicht wären Kapitel abwechselnd aus der Sicht der beiden besser gewesen als die alleinige Perspektive von Johanna.


Fazit:
Es gibt ein paar nette Zitate im Buch, die Umsetzung der sicherlich grundsätzlich guten Idee für diesen Roman fand ich zu schwach. Johannas Ich-Perspektive ist ausschweifend, detailverloren und ablenkend von den eigentlich wichtigen Themen im Buch - was durchaus auch so gewollt sein kann, schließlich ist sie ein Teenager. Aber auch mit dieser Information im Hinterkopf konnte es mich nicht überzeugen. Die Rezension und Bewertung fällt mir schwer, aber insbesondere im Vergleich zu anderen Büchern, die ich in letzter Zeit gelesen habe, fällt es eher durch.

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SteffiSteffs avatar

Rezension zu "Das Licht und die Geräusche" von Jan Schomburg

Jung, Anders, Verrückt.. Interessanter Lesestoff
SteffiSteffvor einem Jahr

Worum geht’s:

Jan Schomburg erzählt in seinem Roman von der jungen Johanna, einer Jugendlichen in der wohl aufwühlendsten und verwirrendsten Zeit des Lebens. Eines Tages bekommt sie einen Abschiedsbrief von ihrem besten Freund Boris aus Island. Kurzentschlossen fliegt sie mit den Eltern von Boris und seiner Freundin nach Island um ihn zu finden und ihn hoffentlich vom angekündigten Selbstmord abzuhalten. Es geht um Liebe, Freundschaft, Gewalt, Gruppenzwang und noch vieles mehr; kurzum um das Leben selbst.  

Titel und Cover:

Das Licht und die Geräusche. Ein Titel der zuerst nichts über den Inhalt des Buches verrät. Und auch das Cover gibt keine weiteren Hinweise. Ehrlich gesagt hat mich das Buch auf den ersten Blick nicht wirklich angesprochen und ich hätte es wohl nie gelesen, wenn man es nicht im Lovelybooks‘ Literatursalon vorgestellt hätte. Jetzt nach dem Lesen jedoch finde ich Titel und Cover wirklich gut gewählt. Für mich ist nun der Bezug zum Hauptthema des Buches, das Leben, klar hergestellt. Warum leben wir? Welche Gründe gibt es weiterzumachen auch wenn einen alles zum Verzweifeln ringt? Es sind eben das Licht und die Geräusche; das Spüren, Fühlen, Wahrnehmen. Die zusammengebundenen Haare auf dem Cover sind für mich ein sehr starkes Bild dafür, als Erweiterung des Nervensystems.

Stil und Genre:

Der Text ist aus der Sicht von Johanna geschrieben und der Leser kann dabei genau ihren Gedanken und Gefühlen folgen. Dabei werden auch Geschichten erzählt, die nicht direkt im Zusammenhang mit Boris und seinem Verschwinden zu tun haben. Anfangs wirkte das auf mich etwas verwirrend und der Handlung wirkte etwas sprunghaft und unzusammenhängend. Doch genau so ist ja im echten Leben auch. Jedes Leben steckt voller einzelner Geschichten, die vordergründig nicht unbedingt zusammengehören. Am Ende jedoch gehört alles irgendwie zusammen und jede Erfahrung beeinflusst unsre zukünftigen Handlungen.

Fazit:

Ein sehr kurzweiliges Lesevergnügen. Jung, anders, verrückt und sicherlich viel Stoff zum Nachdenken.

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Gespräche aus der Community

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Marina_Nordbrezes avatar

"Wenn ich Ana-Clara lieben kann, wenn ich etwas Liebenswertes an ihr entdecken kann, dann kann ich Boris weiter lieben. Wenn ich nichts finde, was sich lieben lässt, kann ich Boris nicht mehr lieben. So einfach ist das, sage ich mir."

Johanna und Boris sind enge Freunde und doch ist da viel mehr als nur das. Findet jedenfalls Johanna. Warum Boris aber stattdessen mit Ana-Clara zusammen ist, warum die Klassenfahrt nach Barcelona außer Kontrolle gerät, warum Boris einfach verschwindet, all das kann Johanna nicht verstehen. Johanna sucht nach Antworten und nach Boris, doch wird das Ergebnis das richtige sein? 
"Das Licht und die Geräusche" von Jan Schomburg ist ein erstklassiger Road-Trip zu sich selbst und zu den großen Gefühlen, die man manchmal lieber ignorieren möchte. 

Wenn ihr Fans anspruchsvoller Literatur seid, dann dürft ihr diese Leserunde zu Jan Schomburgs Roman auf keinen Fall verpassen! 
Wir freuen uns sehr, euch mit "Das Licht und die Geräusche" einen weiteren Titel im LovelyBooks Literatursalon vorstellen zu dürfen, in dem euch literarische Neuerscheinungen und spannende Spezialaufgaben erwarten. 

Zum Inhalt 
Es ist Johanna schleierhaft, warum sie und Boris kein Paar sind. Klar, eigentlich ist Boris mit Ana-Clara zusammen, aber die ist weit weg in Portugal, während Johanna und Boris jede freie Minute miteinander verbringen und über alles reden, außer darüber, warum sie sich noch nicht geküsst haben. Johanna versteht das nicht, und das nervt sie. Und sie will auch verstehen, warum Marcel sich auf der Klassenfahrt nach Barcelona einen Mitschüler wie einen Knecht hält, warum Boris die ganze Zeit kichern muss, während ihn vier Typen auf der Tanzfläche eines Clubs zusammenschlagen wollen, und warum er nach dieser Nacht am See plötzlich verschwunden ist. Gemeinsam mit Ana-Clara und Boris’ Eltern sucht Johanna in Island nach Boris und findet heraus, dass viele Dinge ihr Wesen verändern, je länger man sie betrachtet. Und dass Ana-Claras Augen doch nicht so ausdruckslos sind, wie sie immer gedacht hat. Man folgt Johanna und ihrer unverstellt ehrlichen Sicht auf sich und ihre Umwelt voller Empathie und Zuneigung. Pointiert, mit zartem Witz und dem sicheren Gespür für die Leichtigkeit in schweren Themen erzählt Jan Schomburg von drei jungen Menschen und ihren Versuchen zu erkennen, wie das eigentlich überhaupt gehen soll: leben.

Hier geht es zur Leseprobe!

Noch mehr Infos zum Buch findet ihr in diesem Special

Zum Autor 
Jan Schomburg wurde am 23. Februar 1976 in Aachen geboren. Nach einem Studium der Visuellen Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel und der Audiovisuellen Medien an der Kunsthochschule für Medien in Köln, widmete er sich seiner zweiten Leidenschaft: Drehbücher schreiben. Dafür studierte er 2007 in der Drehbuchwerkstatt München und erhielt 2008 sogar ein Stipendium der Warschauer Master School of Directing. Sein erster Film als Filmregisseur war "Über uns das All", der 2011 bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin aufgeführt wurde. Für den Film "Vor der Morgenröte" (2016) schrieb er das Drehbuch gemeinsam mit Maria Schrader. "Das Licht und die Geräusche" ist sein Debütroman, der 2017 erscheinen wird.

Zusammen mit dtv verlosen wir 30 Exemplare von "Das Licht und die Geräusche" unter allen, die sich über diesen besonderen Roman im Rahmen einer Leserunde austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten. Seid ihr neugierig? Dann bewerbt euch * über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 26.03. und antwortet auf folgende Frage: 

An welche vergangene Klassenfahrt könnt ihr euch noch besonders gut erinnern und warum ist euch gerade diese im Gedächtnis geblieben?

Wir freuen uns auf eure Antworten und wünschen euch viel Glück

Im Rahmen des LovelyBooks Literatursalons könnt ihr in dieser Leserunde ein weiteres Literatursalon-Lesezeichen erlesen! Ihr seid noch kein Literatursalon-Mitglied? Ihr könnt jederzeit eintreten. Alle Infos dazu findet ihr hier

* Bitte beachtet vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.
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Zusätzliche Informationen

Jan Schomburg wurde am 23. Februar 1976 in Aachen (Deutschland) geboren.

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