Jan Schomburg Das Licht und die Geräusche

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Inhaltsangabe zu „Das Licht und die Geräusche“ von Jan Schomburg

Es ist Johanna schleierhaft, warum sie und Boris kein Paar sind. Klar, eigentlich ist Boris mit Ana-Clara zusammen, aber die ist weit weg in Portugal, während Johanna und Boris jede freie Minute miteinander verbringen und über alles reden, außer darüber, warum sie sich noch nicht geküsst haben. Johanna versteht das nicht, und das nervt sie. Und sie will auch verstehen, warum Marcel sich auf der Klassenfahrt nach Barcelona einen Mitschüler wie einen Knecht hält, warum Boris die ganze Zeit kichern muss, während ihn vier Typen auf der Tanzfläche eines Clubs zusammenschlagen wollen, und warum er nach dieser Nacht am See plötzlich verschwunden ist. Gemeinsam mit Ana-Clara und Boris’ Eltern sucht Johanna in Island nach Boris und findet heraus, dass viele Dinge ihr Wesen verändern, je länger man sie betrachtet. Und dass Ana-Claras Augen doch nicht so ausdruckslos sind, wie sie immer gedacht hat. Man folgt Johanna und ihrer unverstellt ehrlichen Sicht auf sich und ihre Umwelt voller Empathie und Zuneigung. Pointiert, mit zartem Witz und dem sicheren Gespür für die Leichtigkeit in schweren Themen erzählt Jan Schomburg von drei jungen Menschen und ihren Versuchen zu erkennen, wie das eigentlich überhaupt gehen soll: leben.

Anders. Authentisch, verwirrend, seltsam..& auch ein wenig witzig.

— ClaraOswald
ClaraOswald

Das war wohl nichts....

— Talathiel
Talathiel

Jugendliches Blabla. Ja, mit ernstem Thema, aber zu wenig Tiefgang.

— MrsFraser
MrsFraser

Dieses Buch ist anders. Anders, jedoch gut. So wirr, wie wir Mädels denken, so ist dieses Buch geschrieben. Fantastisch.

— Susas_Leseecke
Susas_Leseecke

Unnötig, oberflächlich, ohne Tiefgang

— ichundelaine
ichundelaine

Trotz mangelnder Tiefe der Personen bietet das Buch einen guten Einblick in das Innere eines Teenagers.

— erinrosewell
erinrosewell

schreibstil super, doch lässt das Buch mich etwas ratlos und frustriert zurück!

— liyah40
liyah40

Ein Buch auf das man sich definitiv einlassen muss. Gewöhnungsbedürftige Lektüre mit Tiefgang.

— Seehase1977
Seehase1977

Konnte mich nicht überzeugen

— Mariposa93
Mariposa93

Unglaublich tolle Erzählart, die über den Ausgang der Geschichte leider nicht hinweghelfen kann.

— akoya
akoya

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  • Im Gedankenlabyrinth.

    Das Licht und die Geräusche
    ClaraOswald

    ClaraOswald

    28. July 2017 um 22:39

    Der Titel von Jan Schomburgs Roman hat mir sehr gut gefallen, vermutlich war er einer der Gründe, warum ich das Buch zur Hand nahm. Und auch die Bedeutung des Titels hat mir gut gefallen.Allerdings hatte mich auch die Beschreibung angesprochen: Drei Jugendliche, ein Roadtrip und die Suche nach sich selbst. Und da wurde ich irgendwie enttäuscht.Die Freundschaft zwischen Boris und Johanna ist tief, vielleicht empfinden beide etwas mehr füreinander, können es aber nicht zugeben. Und dann ist da noch Ana-Clara, die alles ein wenig komplizierter macht.Einige Szenen im Buch fand ich sehr schön, zum Beispiel, zu Beginn, als Boris, Ana-Clara und Johanna fünf Kilometer durch den frühen Morgen nach Hause laufen, und Ana-Clara Johannas Hand nimmt.Die Szene davor wiederum war so seltsam; warum lässt sich Johanna fast auf einen älteren Mann ein? Während sie beobachtet wird? Warum lässt sie sich überhaupt von ihm einladen?Johanna wirkt anders, aber doch authentisch und spannend. Boris findet sie seltsam."Du bist so jemand, die sich das so anguckt, wie alle im ersten WK begeistert gegen Frankreich in den Krieg ziehen und rumgrölen & davon faseln [...] und dann sagst du plötzlich: 'Aber die Franzosen machen doch ganz guten Käse'" (S. 41), so ist Johanna. Ihre Gedanken sind so verwirrend und fließen so schnell, dass kaum jemand mitkommt, deshalb sagt sie manchmal unpassende Dinge. Auch die Erzählweise ist schwierig; es gab einige Fehler in der Grammatik, aber ich schätze, das war gewollt, weil wegen Jugendsprache. Dann findet in jedem Absatz etwas anderes statt; die aktuelle Situation, dann Johannas Gedanken und Erlebnisse, auch anachronistisch, daran musste ich mich erst gewöhnen.Boris war mir nicht wirklich sympathisch, Ana-Clara blieb eher blass, eindruckslos und Johanna war eine ganz interessante Protagonistin.Einige Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen, die Eltern hat Schomburg zu klischeehaft dargestellt. Obwohl mir Vater Köhlers Interaktion und Johannas Gedanken dazu schon gefallen haben.Die Geschichte als solche ist nichts Besonderes, keine über die man nachdenkt und sie hatte für mich auch keinen Wert. Keine Spannung, keine herausragenden Schauplätze und die Charaktere scheinen sich auch nicht stark verändert zu haben. Das Ende wirkt eher offen, unbeholfen und plötzlich.Schade, eigentlich.

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  • Auf der Suche nach dem roten Faden

    Das Licht und die Geräusche
    Talathiel

    Talathiel

    24. July 2017 um 21:49

    Es ist Johanna schleierhaft, warum sie und Boris kein Paar sind. Klar, eigentlich ist Boris mit Ana-Clara zusammen, aber die ist weit weg in Portugal, während Johanna und Boris jede freie Minute miteinander verbringen und über alles reden, außer darüber, warum sie sich noch nicht geküsst haben. Johanna versteht das nicht, und das nervt sie. Und sie will auch verstehen, warum Marcel sich auf der Klassenfahrt nach Barcelona einen Mitschüler wie einen Knecht hält, warum Boris die ganze Zeit kichern muss, während ihn vier Typen auf der Tanzfläche eines Clubs zusammenschlagen wollen, und warum er nach dieser Nacht am See plötzlich verschwunden ist. Gemeinsam mit Ana-Clara und Boris’ Eltern sucht Johanna in Island nach Boris und findet heraus, dass viele Dinge ihr Wesen verändern, je länger man sie betrachtet. Und dass Ana-Claras Augen doch nicht so ausdruckslos sind, wie sie immer gedacht hat. (Klappentext)Was sich im Klappentext durchaus interessant anhört, entpuppt sich beim Lesen leider als völlige Zeitverschwendung. Es kam mir zumeist so vor, als ob der Autor hier sehr gerne unheimlich viel erzählen möchte. Doch leider fasst das Buch nur 256 Seiten, wodurch er bei seinen vielen Erzählungen nicht in der Lage ist, in die Tiefe zu gehen, und man fragt sich, warum schneidet er nun dieses Thema an, wenn er doch gleich wieder erledigt ist? So habe ich mich leider die meiste Zeit gefühlt, auf der Suche nach dem „warum?“. Manchmal war ich aber auch auf der Suche, in welcher Zeit ich mich befinde, denn manchmal springen die Erzählstränge bzw. die Gedanken von Johanna nur so, was es manchmal schwierig macht, der Geschichte zu folgen. Vermutlich soll die Geschichte darauf hinaus, dass Jugendliche Erwachsen werden, aber den sprichwörtliche rote Faden konnte ich nicht finden. Auch die drei Protagonisten blieben für mich eher blass und ich konnte keine Beziehung aufbauen. Wenn ich sie wenigstens noch unsympathisch hätte finden können, wäre so wenigstens eine Gefühlsregung meinerseits aufgekommen, aber die drei waren mir einfach egal und man hätte sie durch einen anderen Charakter wohl beliebig ersetzen können. Während man Johanna als Erzählerin wenigstens etwas mehr erfährt, blieben Boris und Ana-Clara trotz ihrer scheinbar vorgesehen Bedeutung wohl eher unbedeutend. Aber auch bei Johanna blieb mir ihr Handeln manchmal schleierhaft und einige Szenen wirkten auf mich auch eher befremdlich. Leider kann ich dieses Buch nicht empfehlen, da es für mich eine Verschwendung an wertvoller Lesezeit ist. Die Themen hatten Potential, wurden aber leider meist nur angerissen, sodass man sich eher nach dem Sinn und Zweck dieses Buches fragt.

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  • Viele Themen, wenig Antworten

    Das Licht und die Geräusche
    Nabura

    Nabura

    07. July 2017 um 20:37

    Boris ist neu in Johannas Kurs, und die beiden werden schnell enge Freunde. Wenn es nach Johanna geht, dann dürfte zwischen den beiden auch mehr sein. Doch Boris hat eine Freundin in Portugal, die Johanna ein Rätsel ist. Ein Vorfall während der Kursfahrt bringt sie ebenso ins Grübeln wie Boris‘ Verhalten. Und dann ist Boris plötzlich verschwunden… Der Titel des Buches hat mich neugierig gemacht und basierend auf der Buchbeschreibung erwartete ich einen Roman über das Erwachsenwerden. Im ersten Kapitel habe ich mich schwer getan, in die Geschichte hineinzufinden, denn sie springt hin und her und ich brauchte eine Weile, um alles gedanklich zu sortieren. Johannas Handeln und ihre Motivation war fürm ich zu Beginn nicht nachvollziehbar. Sie steht in der Wohnung eines wildfremden älteren Mannes und überlegt, ob sie mit ihm schlafen soll, während der betrunkene Boris und seine schweigsame Freundin im Nebenzimmer sitzen. Erst im Laufe der Zeit konnte ich etwas besser verstehen, was in ihr vorgeht. Sie grübelt viel über das Erlebte nach und macht dabei viele Gedankensprünge, wodurch die Geschichte unruhig blieb. Der Leser erlebt Johanna in einer bunten Mischung ganz verschiedener Situationen rund ums Thema Erwachsenwerden. Dabei werden sehr viele Themen angerissen, aber kaum eins vertieft. Gerade bei sensiblen Themen habe ich das nötige Fingerspitzengefühl vermisst. Gleichzeitig fehlten mir Einblicke in die Handlungsmotivation der Personen. Insbesondere Thema Suizid kam für mich zum einen aus heiterem Himmel und wurde zum anderen nicht wirklich aufgearbeitet. „Das Licht und die Geräusche“ kann mit seinem Schreibstil punkten, doch durch den unstrukturierten Aufbau konnte ich nicht so recht in die Geschichte hineinfinden. Zudem fand ich es schade, dass Themen dem Leser vorgesetzt, aber kaum vertieft werden. Insgesamt lässt mich das Buch vor allem ratlos zurück. Um es mit Johannas Worten zu sagen: „Aber dann denke ich, dass man vielleicht auch nicht immer alles verstehen muss.“ (S. 29)

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  • Das Licht und die Geräusche

    Das Licht und die Geräusche
    BluevanMeer

    BluevanMeer

    20. June 2017 um 20:31

    "Hallig Hooge ist doch scheiße! Können wir nicht nach Barcelona?" (S.33) In Das Licht und die Geräusche geht um drei Jugendliche. Boris, der aus Portugal nach Deutschland gezogen ist, Anna-Clara und Johanna, die Ich-Erzählerin. Johanna ist heimlich in Boris verliebt und Anna-Clara ist die zurückgelassene Freundin, die zunächst noch weit weg in Portugal ist. Aber es geht nicht nur um den Freundschafts-Verliebtheits-Eiertanz den Johanna regelmäßig um Boris herum aufführt. Sie muss sich eben mit der Situation des fünften Rad am Wagens abfinden, denn Boris liebt sie nicht und das ist für das Mädchen sehr schwer auszuhalten. "Wenn ich Ana-Clara lieben kann, wenn ich etwas Liebenswertes an ihr entdecken kann, dann kann ich Boris weiter lieben. Wenn ich nichts finde, was sich lieben lässt, kann ich Boris nicht mehr lieben. So einfach ist das, sage ich mir." (S.16) Es geht auch um eine gemeinsame Klassenfahrt nach Barcelona, auf der ein Mitschüler gemobbt wird. Johanna versucht die Situation zu verstehen, versucht zu verstehen, wer Opfer und wer Täter ist und gerät dabei in eine ziemlich ausweglose Situation. Immer wenn Johanna nicht weiter weiß, diskutiert sie mit Boris, denn der junge Mann scheint mehr Plan von den großen und wichtigen Themen zu haben. Der Roman bewegt sich recht sprunghaft hin und her, aber spätestens als Boris in angeheitertem Zustand auf einer Party in "irgendeinem Reihenhauskeller" mit Johanna ernsthaft versucht zu diskutieren, was denn nun Gründe sind, die gegen einen Suizid sprechen und Johanna spontan nichts tiefsinnigeres als "Das Licht und die Geräusche" einfällt, gewinnt die Handlung Kontur. Kurz darauf ist Boris verschwunden. Ein Abschiedsbrief, in dem Boris andeutet, dass er nicht mehr in der Lage ist, "das Licht und die Geräusche" wahrzunehmen, versetzt Johanna, Anna-Clara und die Eltern des Jungen in Aufruhe. Gemeinsam macht sich das Quartett auf, Boris auf Island wiederzufinden. Der Stil des Romans ist filmisch. Es geht um kurze Szenen, sequenzartige Eindrücke, das, was Johanna als "Licht und Geräusche" beschreibt. Auch wenn der Stil irgendwie unterhaltsam artifiziell daherkommt, frage ich mich, ob Jugendliche wirklich eine so minimal funktionierende Aufmerksamkeitsspanne haben. Gleichzeitig gibt es diese Momente im Roman, die einfach nicht aufgelöst werden. Ein Mann gräbt Johanna auf der Straße an, sie ist allein, die Situation potenziell gefährlich, das gleiche wiederholt sich, als die Jugendlichen mit einem Auto per Anhalter fahren - aber Johanna scheint die Gefahr nicht zu erkennen. Ich bin mir nicht sicher, ob es nur mir so geht, aber an manchen Stellen kann ich nicht glauben, dass sich Jan Schomburg viele Gedanken darüber gemacht hat, dass seine Hauptprotagonistin eben eine junge Frau ist und kein Holden Caulfield. Gleichzeitig werden viele Themen sehr sensibel verhandelt. Mobbing, Homosexualität, Machtdemonstrationen. „Ich kann nur verlieren, wenn ich jetzt etwas sage. Und das liegt daran, dass ich eigentlich verstehen müsste, was gerade passiert. Zumindest habe ich das Gefühl, dass Boris voraussetzt, dass ich Bescheid weiß. Und obwohl ich überhaupt nicht Bescheid weiß, sage ich lieber nichts, damit wenigstens die Möglichkeit bestehen bleibt, ich würde es wissen. Aber ich habe echt keine Ahnung, was gerade in Boris vorgeht." (S. 134) Für mich funktioniert der Roman am besten, wenn es um die gemeinsame Klassenfahrt nach Barcelona geht und die Erfahrungen, die Johanna macht, als sie Zeugin von Misshandlungen eines Klassenkameraden wird. Es scheint ohnehin eher um psychologische Gefüge zu gehen und aktuelle Befindlichkeiten, als um eine tatsächlich kohärent voranschreitende Handlung. So bleiben auch die Motive der Figuren im Dunkeln. Was zu Boris' Zusammenbruch führt, wird nicht geklärt, genau so wenig, wie und warum sich das Verhältnis zwischen Anna-Clara und Johanna entwickelt. Das sorgt zumindest für Überraschungen und unerwartete Szenen am Ende. „Das ist so die Art von Zufall, die zu wenig Sinn ergibt, um die Dinge irgendwie klarer zu machen, und aber gleichzeitig auch zu viel Sinn, als dass man es komplett ignorieren könnte.“ (S.162) Jan Schomburg ist Regisseur ("Über uns das All"), Das Licht und die Geräusche  sein Romandebüt, das für mich nicht ganz rund wird, dafür aber sprachlich überzeugen kann.

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  • Was Mädchen denken (aus Männersicht)

    Das Licht und die Geräusche
    MrsFraser

    MrsFraser

    04. June 2017 um 22:15

    Ich glaube, entweder findet man Jan Schomburgs 'Das Licht und die Geräusche' toll, oder man kann damit nichts anfangen.Ich gehöre leider zur letzten Kategorie. Ich bin aber auch mal wieder total auf einen irreführenden Klappentext reingefallen. Ich habe mich vor allem von dem Wörtchen 'Island' anlocken lassen und dachte, mich erwartet ein Abenteuere voller Mythen, Natur und Nordlichter, dabei Jugendliche, die zu sich (selbst) finden. Letzteres gab's zum Teil, aber Island spielt überhaupt keine Rolle, ist nur für die letzten ca. 40 Seiten austauschbarer Schauplatz. Das Buch ist ein großes Selbstgespräch/Tagebuch von Annika, die in Boris verliebt ist, sich aber nicht wagt, in der Richtung einen Schritt zu unternehmen, weil er eine Freundin in Portugal hat. Es geht aber nicht nur um ihre Verliebtheit, Annika beobachtet auch Mobbing/Mißhandlungen unter ihren Mitschülern, hinterfragt deren Verhalten und versucht, wenn auch zögerlich, sich eine eigene Meinung zu bilden und diese auch zu äußern. Das Buch gibt eigentlich sehr gut die inneren Monologe einer heranwachsenden Frau wieder. Worüber frau sich so alles Gedanken macht, mag mann ja manchmal gar nicht glauben. Annika macht sich ziemlich viele Gedanken, die auch durchaus differenziert sind und von einer gewissen Intelligenz und Fähigkeit zum reflektierten Kritisieren zeugen. Eigentlich. Leider nur will Jan Schomburg zu viel. Annikas Gedankengänge sind zuweilen so detailliert und selbsterklärend, dass sie schon fast etwas dümmlich wirkt. Man ist immer wieder versucht, die Augen zu verdrehen und denkt 'Jaha - ist ja gut.' Ein bisschen sehe ich hier die Problematik, die ich auch manchmal erkenne, wenn deutschsprachige Autoren/Autorinnen den Schauplatz ihrer Handlung nach Amerika verlegen und man trotzdem immer den Eindruck hat, das Buch spielt in einem deutschen Dorf. Jan Schomburg ist ein Mann - warum schreibt er nicht aus der Sicht eines Mannes/Jungens? Er KANN schlichtweg nicht wirklich wissen, wie Frauen/Mädchen ticken und wenn er sein ganzes Buch darauf stützt, dass es die innere Gedankenwelt einer Heranwachsenden wiedergibt, muss es da irgendwie Unstimmigkeiten geben. Bei Kristina Pfister's kürzlich gelesener 'Die Kunst einen Dinosaurier zu falten' hatte ich diesen Eindruck zum Beispiel überhaupt nicht. Schade. Aus der Sicht von Boris wäre das Buch glaube ich viel spannender gewesen. Schließlich gibt es auch noch einige offene Fragen bezüglich seines Verhaltens, die der Roman nicht beantwortet hat.

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  • Eine außergewöhnliche Jugendfreundschaft

    Das Licht und die Geräusche
    Ginevra

    Ginevra

    04. June 2017 um 16:22

    Johanna liebt Schulkamerad Boris, und Boris liebt die geheimnisvolle Ana-Clara aus dem fernen Portugal. Trotzdem sind Johanna und Boris beste Freunde. Johanna versteht oft die Welt nicht, das Verhalten der anderen ist ihr rätselhaft, und Boris weiß immer eine plausible Erklärung. Doch dann ist es ausgerechnet Boris, der alle ratlos macht, indem er einfach verschwindet. Hat er sich das Leben genommen - oder nimmt er sich eine Auszeit in Island? Johanna nimmt die Suche in die Hand und entdeckt, dass die Welt noch komplizierter ist, als sie dachte - und voller Überraschungen...Filmregisseur und Drehbuchautor Jan Schomburg  ("Über uns das All") hat hier seinen ersten Roman verfasst. Mir hat der Roman vom Sprachstil her sehr gut gefallen. Johanna ist ein Mädchen, dem man nicht so leicht etwas vormachen kann, sie hinterfragt vieles, was so klar erscheint. Schomburg kann ihre Eindrücke und Gedanken wunderbar in Worte fassen, so dass sie sehr lebendig und realistisch erscheint. Nur Boris blieb für mich ziemlich blass, und die (nicht immer) gelangweilte Ana-Clara scheint mir vor allem ein Produkt der männlichen Phantasie zu sein...Von der Handlung her fand ich das Buch leider weniger packend, besonders gegen Ende hin, als es eigentlich spannend werden sollte. Fazit: ein sprachlich versierter Autor, der sich inhaltlich bestimmt noch verbessern kann - 3 von 5 Sternen!

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  • Mal was anderes. Anders aber echt.

    Das Licht und die Geräusche
    Susas_Leseecke

    Susas_Leseecke

    02. June 2017 um 15:20

    Ehrlich gesagt, hab ich einen Moment gebraucht, mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Dann jedoch hat mich der Roman direkt in seinen Bann gezogen. Ich mag den Stil im Grunde, doch brauche ich immer einen Moment bis ich es am Anfang schnalle. Das macht diesem Buch aber keinen Abbruch. Nach dem ich die Leseprobe verschlungen hatte, hatte ich Hunger auf mehr.   Mein erster Eindruck: Sehr sprunghaft. Und Johanna, oh dieses Mädchen. Sie ist so naiv und wirr. Ich wusste bisher an einigen Stellen nicht, ob ich schmunzeln oder entsetzt sein soll. Warum um Himmels Willen steigt sie auf das Angebot des Garagentormannes ein und lotst die anderen beiden damit hin. Man hat förmlich darauf gewartet, dass irgendwas passieren könnte. Es ist gut gegangen, aber trotzdem. Johannas Denkweise ist wirklich, wie soll ich sagen, sie macht sich auf der einen Seite sehr viele, fast zu viele Gedanken und ist auf der anderen Seite wieder so naiv als würde sie nicht über ihr Handeln und dessen Folgen nachdenken. Auf jeden Fall ist das Buch recht spannend geschrieben. Die Gedankensprünge von Johanna sind im Grunde so typisch weibliches Wesen. Selbst ich ertappe mich, wie ich meinen Alltag mit Träumereien vermische. Träumereien, wie etwas war und wie etwas sein könnte. Ich glaube, gerade wir Mädels können uns gut in Johanna und ihre Grübeleien hineinversetzen. Obgleich wir hoffentlich nicht so naiv sind. Wenn ich an meine Klassenfahrten denke, kann ich nur sagen, dass wir ein eingeschworenes Team waren. Jeder hatte seinen Platz und seine Berechtigung. Sicher gab es die typische Grüppchenbildung. War aber die sprichwörtliche Kacke am Dampfen, hat unsere Klasse zusammengehalten. Glück gehabt. Bei Johanna und ihrer Klasse schaut das anders aus. Leider. Irgendwie dachte ich beim lesen dieses Buches immer wieder „typisch“. Ja, ein typischen Denken eines jungen Mädchens. Wir denken so. So kompliziert, so naiv, so zusammenhangslos. So wirr, wie wir denken, so ist dieses Buch geschrieben. Fantastisch. Mein persönliches Fazit … Mal was anderes. Anders aber echt. So würde ich mein Fazit über dieses Buch ziehen. Ich glaube, wir alle haben sprunghafte Gedanken und gerade wir Mädels haben täglich, meist abends, unser Gedankenkarussell. Es ist so ziemlich das erste Mal, dass ich ein Buch gelesen habe, welches diesen Schreibstil enthält. Das Cover vom Schutzumschlag gefällt mir recht gut. Es ist angenehm ruhig und ansprechend. Ein einfacher Zopf, locker, bequem und so schön "normal". Auch gefällt mir, dass das Buch an sich blau ist. Also mein Fazit lautet, Daumen hoch. Lest selbst.

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  • Interessant,aber...

    Das Licht und die Geräusche
    czytelniczka73

    czytelniczka73

    02. June 2017 um 08:19

    "Überhaupt ist es eigenartig,dass man manche Sachen erst wahrnimmt,wenn man darauf achtet" Inhalt: "Es ist Johanna schleierhaft, warum sie und Boris kein Paar sind. Klar, eigentlich ist Boris mit Ana-Clara zusammen, aber die ist weit weg in Portugal, während Johanna und Boris jede freie Minute miteinander verbringen und über alles reden, außer darüber, warum sie sich noch nicht geküsst haben. Johanna versteht das nicht, und das nervt sie. Und sie will auch verstehen, warum Marcel sich auf der Klassenfahrt nach Barcelona einen Mitschüler wie einen Knecht hält, warum Boris die ganze Zeit kichern muss, während ihn vier Typen auf der Tanzfläche eines Clubs zusammenschlagen wollen, und warum er nach dieser Nacht am See plötzlich verschwunden ist." Meinung: Sollte ich dieses Buch nur mit einem Wort beschreiben müssen,würde ich "verwirrend" nehmen,und zwar durchgehend von Anfang bis zum Ende.Dabei finde ich die Idee ganz gut und den Inhalt ziemlich interessant,da verstecken sich zwischen den Zeilen paar kluge Gedanken...Leider bin ich mit dem Schreibstil überhaupt nicht klar gekommen,der ist sehr chaotisch...Die Geschichte ist so durcheinander erzählt,dass ich manchmal nicht wusste,wie ich das Gelesene zeitlich einordnen soll (waren das noch die Errinerungen,oder ist das wieder die Gegenwart?).Auch inhaltlich war das Buch ein ziemliches Chaos-es wurden sehr viele Dinge angesprochen und dann nicht mehr erwähnt,so hab ich schon nach kurzer Zeit den roten Faden verloren.Als endlich das Eigentliche in der Geschichte passiert (Boris Verschwinden),kommt das so unerwartet und irgendwie aus der Luft gegriffen,dass es skurril und unglaubwürdig auf mich gewirkkt hat,ich konnte die Bewegdgründe gar nicht nachvolziehen.Ich finde ,dieses Buch hatte echt Potenzial ein guter Roman über Gefühlsleben der Jugendlichen zu werden,aber leider bleibt alles sehr oberflächlich.Viele wichtige Themen wurden angesprochen,aber nicht vertieft,mir fehlte jegliche Tiefgründigkeit und das Ergebniss ist leider mehr verwirrend als überzeugend.

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

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    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2017 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2017 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nimmst du die Herausforderung an? Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2017 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema. Ich freue mich auf viele Anmeldungen! Teilnehmer: AgnesM aljufa Ancareen anushka Arietta ArizonaAspasia ban-aislingeachbanditsandra Barbara62 blaues-herzblatt BookfantasyXY bookgirl Buchina Buchraettinc_awards_ya_sin CaroasCaro_LesemausCornelia_Ruoff Corsicana Curin cyrana czytelniczka73 dia78 DieBerta Dionemma_vandertheque erinrosewell Federfee Flocke86 Fornika Gela_HK Ginevra Gruenentegst Gwendolina hannelore259 imitas Insider2199 Isaopera jenvo82 JoBerlin kalestraKatharina99 katrin297Katze21 krimielse lesebiene27 leselea LibriHolly maria1 Maritzel marpije Mercado Miamou Mira20 miro76  miss_mesmerized moni_lovesmuqqel Nane_M naninka Nilonce-upon-a-time parden Petris Pocci Sandra_Halbesar89 schokoloko29 serendipity3012 SikalSimi159 sofie solveig SorR StefanieFreigericht Sumsi1990 suppenfee Susibelle TanyBee Tinchen07 TochterAliceulrikerabe vielleser18 Weltensucher Xirxe xlxn Yolande

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    • 1532
  • Leserunde zu "Sweetbitter" von Stephanie Danler

    Sweetbitter
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    "Essen wird zu einer Wissenschaft, definiert durch Sprache. Nie wieder wirst du einfach Nahrung zu dir nehmen." New York Fans und Liebhaber der guten Küche aufgepasst! Was für eine Mischung! New Yorker Flair und Sinnlichkeit für die Geschmacksnerven. US-amerikanische Autorin Stephanie Danlers Debütroman "Sweetbitter" ist die faszinierende Geschichte der jungen Tess, die ohne Geld und ohne Freunde nach New York kommt, fest entschlossen, die aufregendste Stadt der Welt zu erobern. Ein Leben in Armut in Brooklyn, aber eine Arbeit inmitten von Luxus in Manhattan: Tess entdeckt innerhalb kurzer Zeit neue Welten und erlebt ungeahnte Abenteuer.Seid ihr bereit für eine erlebnisreiche Geschichte in New York? Liebt ihr anspruchsvolle Literatur? Dann dürft ihr diese Leserunde zu Stephanie Danlers Debütroman auf keinen Fall verpassen!Wir freuen uns sehr, euch mit "Sweetbitter" einen weiteren Titel im  LovelyBooks Literatursalons vorstellen zu dürfen, in dem euch literarische Neuerscheinungen und spannende Spezialaufgaben erwarten.Zum InhaltEigentlich wollte Tess nicht Kellnerin werden. Sie wollte ihrer provinziellen Herkunft entkommen, in die Großstadt eintauchen und endlich herausfinden, wofür sie geschaffen ist. Doch dann landet sie in einem edlen New Yorker Restaurant und es ist wie der Eintritt in ein neues Universum, in dem ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen, in dem der falsche Wein im falschen Moment zum Verhängnis werden kann. Oder die Ignoranz gegenüber der Einzigartigkeit einer Auster.Sweetbitter ist ein großer Roman über den Genuss und die Obsession – darüber, dass man manchmal besessen sein muss, um wirklich genießen zu können.Hier geht es zur Leseprobe!Zur AutorinStephanie Danler fing im Alter von 15 Jahren an, in Restaurants zu arbeiten. Als sie 2006 nach New York kam, um dort kreatives Schreiben zu studieren, begann sie im edlen Union Square Café zu kellnern. Sie verliebte sie sich in die Arbeit, das Essen, die Leute und die Stadt. Inspiriert durch ihre Erfahrungen aus dieser Zeit, schrieb sie ihr Debüt "Sweetbitter". Stephanie Danler lebt in Brooklyn, New York.Seid ihr bereit für eine sinnliche literarische Erfahrung? Zusammen mit Aufbau verlosen wir 30 Exemplare von "Sweetbitter" unter allen, die sich über diesen aufregenden Roman im Rahmen einer Leserunde austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten. Seid ihr neugierig? Dann bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 09.04. und löst folgende Aufgabe:Im LovelyBooks-Büro wird gerne und viel gegessen! Macht uns passend zu "Sweetbitter" den Mund wässrig mit euren Foodie-Fotos! Postet einfach ein Foto von eurem liebsten Essen!ACHTUNG! 10 der 30 Exemplare von "Sweetbitter" verlosen wir als exklusive "Sweetbitter"-Box unter allen, die ihr Foto bei Twitter, Facebook oder Instagram mit dem Hashtag #sweetbitter posten und den Link zum Beitrag in den Bewerbungsbeitrag packen!Wir freuen uns auf eure Fotos und wünschen euch viel Glück! Im Rahmen des LovelyBooks Literatursalons könnt ihr in dieser Leserunde ein weiteres Literatursalon-Lesezeichen erlesen! Ihr seid noch kein Literatursalon-Mitglied? Ihr könnt jederzeit eintreten. Alle Infos dazu findet ihr hier. * Bitte beachtet vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

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    • 1237
  • Ziemlich sinnfrei

    Das Licht und die Geräusche
    ichundelaine

    ichundelaine

    19. May 2017 um 11:25

    "Ich glaube, Sie überschätzen die Aufregung, in die mich interne Angelegenheiten von Schülern versetzen" diese Worte legt der Autor einer Lehrerin in den Mund und scheint dabei aber selber zu unterschätzen, wie sehr dem Leser die internen Angelegenheiten seiner Protagonisten am A* vorbeigehen. Kann man in den besten Freund verliebt sein, obwohl er eine echt ätzende Freundin hat und generell ein neunmalkluger, suizidaler Dummschwätzer ist? - Offensichtlich kann man das, wenn man ist wie Johanna. Johanna torkelt mehr oder weniger wie jeder Teenie angepisst und dauerverwundert durch die Gegend und nimmt sich und ihre Freunde zu wichtig. Das es so ist, ist nicht weiter schlimm, aber ich frage mich ernsthaft, warum man darüber ein Buch schreiben muss!Johanna liebt Ben und Ben liebt Ana-Clara. Dazwischen reißt der Autor weitaus wichtigere Themen wie Mobbing, Homosexualität und Suizid an, die aber unter der Masse an Belanglosigkeiten von drei Teenagern untergehen. Absolut grauenvoll ist auch der Stil. Um nicht absolute Langeweile beim Lesen aufkommen zu lassen, baut der Autor immer irgendwelche Zeit- und Themensprünge ein, damit man nicht einschläft. Diese wirken aber so willkürlich und ohne jegliche Struktur, dass sie teilweise nur ärgerlich und sinnlos sind.Ferner fragte ich mich die ganze Zeit, ob das nun ein Buch für Erwachsene oder für Jugendliche sein soll.Fazit: Protagonisten farblos und furchtbar, Story total belanglos, Stil verbesserungswürdig und oberflächlich. 

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    • 3
  • Rezension zu "Das Licht und die Geräusche" von Jan Schomburg

    Das Licht und die Geräusche
    SomeBody

    SomeBody

    19. May 2017 um 10:48

    Ein recht merkwürdiges Leseerlebnis war’s für mich. Einerseits wird das eigentliche Potenzial zum ausdrucksstarken Roman durchweg immer wieder sichtbar, andererseits ist alles an dem Buch irgendwie gewöhnungsbedürftig: der eigenwillige Erzählstil, die so oft fehlende zeitliche Einteilung und am Ende gar fast die kippelnde Glaubwürdigkeit.Mein Fazit: Durchaus abstrakt, doch so richtigen Anklang hat’s dann auch leider bei mir nicht finden können.

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  • "Das Licht und die Geräusche" von Jan Schomburg

    Das Licht und die Geräusche
    erinrosewell

    erinrosewell

    14. May 2017 um 23:51

    Autor: Jan SchomburgTitel: Das Licht und die GeräuscheGattung: Roman, Erzählung, JugendbuchErschienen: 2017Gelesene Ausgabe: dtv, 2017ISBN: 978-3-423-28108-9Gelesen auf: DeutschGelesen im: April 2017   Zum Buch:Die 17jährige Johanna liebt ihren besten Freund Boris. Dumm nur, dass er schon eine Freundin hat: Ana-Clara, eine schweigsame Portugiesin. Die Dreiecksgeschichte der beiden wäre perfekt, wenn nicht plötzlich Boris verschwinden würde.  Das Buch bildet einen wunderbaren Blick auf das soziale Gefüge zwischen Teenagern. Sanft werden dabei auch ernstere Themen wie Mobbing, Machtstrukturen innerhalb einer Klassengemeinschaft, homosexuelle Beziehungen oder auch suizidale Wünsche angesprochen.Das Buch liest sich locker, leicht und schnell weg, allerdings fehlte mir leider ein wenig die emotionale Nähe zu den Personen. Auch die Beziehung der drei Hauptpersonen untereinander waren für mich leider nicht sehr greifbar. Dafür wird wunderbar das Gefühlsleben von Jugendlichen wieder gegeben, auch wenn es teilweise fast eine übertriebene Häufung an Problemen gibt, die nur am Rande gestreift werden. Schomburg kommt eigentlich aus dem Filmgeschäft, was man im Erzählton ein wenig merkt, episodenhaft fügen sich die einzelnen Kapitel leider nicht ganz sauber zu einem großen Ganzen zusammen, das allerdings nie greifbar für den Leser wird.     Eine der LieblingsstellenZitat: "Wenn ich Ana-Clara lieben kann, wenn ich etwas Liebenswertes an ihr entdecken kann, dann kann ich Boris weiter lieben. Wenn ich nichts finde, was sich lieben lässt, kann ich Boris nicht mehr lieben. So einfach ist das, sage ich mir."[1]   Stil und Sprache: gut lesbar, eher einfachZitat: "Ich habe noch nie so ausdruckslose Augen gesehen wie die von Ana-Clara. Keine Ahnung, ob sie wenigstens Boris anders anschaut, wenn sie alleine sind."[2] Schlüssigkeit der Handlung: leider sehr episodenhaft aufgebaut, mit schlimmen Handlungssprüngen Das hat mir gefallen: Den guten Einblick in die verwirrende Innenwelt einer siebzehnjährigen.Das hat mir nicht gefallen:  Die fehlende emotionale Tiefe der Personen. In One Sentence: Trotz mangelnder Tiefe der Personen bietet das Buch einen guten Einblick in das Innere eines Teenagers.Sterne: 3 [1] S.16[2] S.6

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  • Nichts halbes und nichts ganzes...

    Das Licht und die Geräusche
    liyah40

    liyah40

    14. May 2017 um 13:16

    Das Buch handelt von Johanna und Boris die zusammen in eine Klasse gehen und die eine enge Freundschaft verbindet bzw Johanna ist in Boris verliebt, dieser aber befindet sich in einer Beziehung mit Ana-Clara,  die in Barcelona lebt. So weit, so gut. Man könnte jetzt glauben, dadurch entwickelt sich ein rührseliges Drama, doch dem ist nicht so. Das Buch wird aus Johannas Sicht erzählt, und ich bin mir noch immer nicht sicher, ob ich sie mag oder nicht. Johanna wirkt teilweise naiv, dann aber wieder sehr klar und zum Teil auch lustlos bist ignorant. Es werden viele Themen in dem Buch angesprochen, Mobbing, erwachsenwerden, Homosexualiät, Eifersucht usw. doch werden all diese Themen nur angeschnitten und ich frage mich mittlerweile, warum manches aufgegriffen wurde um es dann nie wieder zu erwähnen bzw würde man erwarten, dass das ganze am Ende einen Sinn ergibt, doch kommt das Ende zu plötzlich und lässt mich mit Fragen zurück, auf die ich gerne ein Antwort hätte. Das Buch ließ sich flüssig lesen und es zog mich auch in seinen Bann, doch konnte es mich nicht überzeugen. Ich habe das Gefühl, der Autor wollte zu viel und ist kläglich daran gescheitert. Schade, denn eigentlich hatte dieses Buch potential gehabt!

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  • Leider mehr Schein als Sein

    Das Licht und die Geräusche
    pat_meeresbrise

    pat_meeresbrise

    07. May 2017 um 11:56

    Klappentext des Buches: “Es ist Johanna schleierhaft, warum sie und Boris kein Paar sind. Klar, eigentlich ist Boris mit Ana-Clara zusammen, aber die ist weit weg in Portugal, während Johanna und Boris jede freie Minute miteinander verbringen und über alles reden, außer darüber, warum sie sich noch nicht geküsst haben. Johanna versteht das nicht, und das nervt sie. Und sie will auch verstehen, warum Marcel sich auf der Klassenfahrt nach Barcelona einen Mitschüler wie einen Knecht hält, warum Boris die ganze Zeit kichern muss, während ihn vier Typen auf der Tanzfläche eines Clubs zusammenschlagen wollen, und warum er nach dieser Nacht am See plötzlich verschwunden ist. Gemeinsam mit Ana-Clara und Boris' Eltern sucht Johanna in Island nach Boris und findet heraus, dass viele Dinge ihr Wesen verändern, je länger man sie betrachtet. Und dass Ana-Claras Augen doch nicht so ausdruckslos sind, wie sie immer gedacht hat.“ Meine Meinung: So wird das Buch auf dem Klappentext beschrieben. Dies fasst den Inhalt auch gut zusammen, doch hier soll sich kritisch mit einigen Punkten auseinander gesetzt werden. Auf den Leser warten viele sprunghafte Episoden, die erst einmal zusammen gefügt werden müssen, was sich manchmal als schwer gestaltet. Mal sind wir in der Gegenwart, dann wieder in der Vergangenheit. Johanna beschreibt kleinste Details, kommt infolgedessen auf Geschichten ihrer Kindheit und dann wieder zurück zum eigentlichen Geschehen. Doch diese Episoden aus ihrer Kindheit haben leider nur manchmal etwas marginal mit der Geschichte zu tun. Sie erzählt zwar viel, aber dennoch sind die Hauptcharaktere leblose Hüllen, über die wir wenig wissen. Dass die Geschichte aus Johannas Sicht geschrieben ist, erschwert noch einiges mehr, denn auch wenn sie die kleinen Details analysiert, habe ich mich beim Lesen oft gefragt, ob sie sich manche Sachen nicht einfach einbildet bzw. über-analysiert oder falsch einschätzt. Das ist ein großes Manko des Buches, dass, zwar an manchen Stellen sehr schön literarisch geschrieben ist und auch Jugendsprache einbindet, aber wir über die Charaktere praktisch nichts wissen. Selbst die Motivation für manche Handlungen ist an vielen Stellen fraglich für den Leser und auch leider die Aktionen selbst. Dennoch sehe ich das Buch für Jugendliche als wertvoll an, da viele Themen angesprochen werden, wie z.B. Mobbing, Suizid, Depression, Liebe, das Finden des Ichs usw., aber leider nicht ausformuliert oder genügend Substanz um darüber reden zu können. Der Leser schwebt in der Luft und weiß nicht, wie manche Dinge einzuordnen sind. Am Ende bleiben dem Leser viele Fragen, was von vornherein nicht etwas schlechtes sein muss. Doch das Buch an sich gibt wenige Antworten auf diese Fragen, was die Beantwortung dieser erschwert. Klar, es gibt einige Hinweise die helfen könnten, doch die sind eher marginal und helfen nicht wirklich weiter. Mich als Leser hat dies ziemlich frustriert zurück gelassen und ich habe immer noch keine Antwort gefunden, warum diese Protagonisten so handeln. Auf der Suche nach sich selbst bedeutet ja nicht, dass man alles ausprobieren sollte und es einfach so dastehen lässt und nicht selber reflektiert.  

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