Jan Schomburg Das Licht und die Geräusche

(64)

Lovelybooks Bewertung

  • 64 Bibliotheken
  • 5 Follower
  • 0 Leser
  • 56 Rezensionen
(7)
(15)
(23)
(15)
(4)

Inhaltsangabe zu „Das Licht und die Geräusche“ von Jan Schomburg

Es ist Johanna schleierhaft, warum sie und Boris kein Paar sind. Klar, eigentlich ist Boris mit Ana-Clara zusammen, aber die ist weit weg in Portugal, während Johanna und Boris jede freie Minute miteinander verbringen und über alles reden, außer darüber, warum sie sich noch nicht geküsst haben. Johanna versteht das nicht, und das nervt sie. Und sie will auch verstehen, warum Marcel sich auf der Klassenfahrt nach Barcelona einen Mitschüler wie einen Knecht hält, warum Boris die ganze Zeit kichern muss, während ihn vier Typen auf der Tanzfläche eines Clubs zusammenschlagen wollen, und warum er nach dieser Nacht am See plötzlich verschwunden ist. Gemeinsam mit Ana-Clara und Boris’ Eltern sucht Johanna in Island nach Boris und findet heraus, dass viele Dinge ihr Wesen verändern, je länger man sie betrachtet. Und dass Ana-Claras Augen doch nicht so ausdruckslos sind, wie sie immer gedacht hat.

Man folgt Johanna und ihrer unverstellt ehrlichen Sicht auf sich und ihre Umwelt voller Empathie und Zuneigung. Pointiert, mit zartem Witz und dem sicheren Gespür für die Leichtigkeit in schweren Themen erzählt Jan Schomburg von drei jungen Menschen und ihren Versuchen zu erkennen, wie das eigentlich überhaupt gehen soll: leben.

Solide, aber nicht so überzeugend wie erwartet.

— BluevanMeer

Manchmal ist weniger mehr

— DamlaBulut

Eine Frage bleibt am Ende: Und jetzt?

— Caro_Lesemaus

Worum geht's?

— Schwarzkirsche

Anders. Authentisch, verwirrend, seltsam..& auch ein wenig witzig.

— ClaraOswald

Das war wohl nichts....

— Talathiel

Jugendliches Blabla. Ja, mit ernstem Thema, aber zu wenig Tiefgang.

— MrsFraser

Dieses Buch ist anders. Anders, jedoch gut. So wirr, wie wir Mädels denken, so ist dieses Buch geschrieben. Fantastisch.

— Susas_Leseecke

Unnötig, oberflächlich, ohne Tiefgang

— ichundelaine

Trotz mangelnder Tiefe der Personen bietet das Buch einen guten Einblick in das Innere eines Teenagers.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Stöbern in Romane

Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie

3,5 Sterne für ein stimmiges Buch, das sehr seicht ist und viel Liebe zur Musik in sich trägt

Minka93

Das Fell des Bären

Eine Vater-Sohn-Geschichte, die den Traum ein Held zu sein zur Wahrheit werden lässt.

Erdhaftig

Die Farbe von Winterkirschen

Anspruchsvoll erzählt: ein starker Inhalt mit einem in sich runden Abgang.

Erdhaftig

Schloss aus Glas (Filmausgabe)

Schon mehrfach gelesen - fesselnde, berührende, außergewöhnliche Familiengeschichte.

Wiebke_Schmidt-Reyer

Der verbotene Liebesbrief

Konstruierter, aufgeblasener, überzogener und mit Klischees überfrachteter Quark. Und die Übersetzung ist auch noch schlecht!

Wiebke_Schmidt-Reyer

Die Lichter von Paris

eine, zwei, wunderschöne Liebesgeschichte, Paris erleben, eintauchen in diesen wunderschönen Roman

Naturchind

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Große Verlosung zum Leserpreis 2017: 30 Buchpakete zu gewinnen!

    LovelyBooks Spezial

    Daniliesing

    Es ist wieder soweit - für den Leserpreis 2017 suchen wir eure Lieblingsbücher. Wir sind schon wahnsinnig gespannt, welche Bücher euch in diesem Jahr am meisten begeistern konnten und können das Ergebnis, das am 30. November feststehen wird, gar nicht erwarten! Unsere große Verlosung für euch! Nicht nur eure Lieblingsbücher haben die Chance, den Leserpreis 2017 zu gewinnen, auch auf euch warten ganz großartige Buchgewinne. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen und zusätzlich 25 weitere Buchpakete mit je 10 Neuerscheinungen verlosen. Ein wahrer Traum für jeden Buchliebhaber, oder?Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:1. Schreibt einen Blogbeitrag mit Link zum Leserpreis auf LovelyBooks. Ladet eure Leser darin ein, ebenfalls ihre Lieblingsbücher 2017 zu nominieren.https://www.lovelybooks.de/leserpreis/2. Berichtet auf euren Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter oder Instagram über den Leserpeis und verlinkt darauf. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt. Verwendet dabei den Hashtag #Leserpreis.https://www.lovelybooks.de/leserpreis/3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns ein Buch, das ihr durch den diesjährigen Leserpreis entdeckt habt und das ihr jetzt unbedingt lesen möchtet. Bitte klickt für alle 3 Varianten zunächst auf den "Jetzt bewerben"-Button und füllt das Formular komplett aus. Gebt bei den Varianten 1 und 2 bitte den direkten Link zum Blogbeitrag oder zum Social Media Posting an und verlinkt nicht nur aufs Profil. Selbstverständlich haben wir Grafikmaterial vorbereitet, das wir euch gern zur Verwendung zur Verfügung stellen.Ihr dürft natürlich auch mehrere der Punkte erfüllen und so eure Chancen steigern :-) Die Teilnahme ist bis einschließlich 3. Dezember möglich!Wir wünschen euch ganz viel Spaß!PS: Die angehängten Bücher sind ein paar Beispiele, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen!

    Mehr
    • 1813
  • Die Botschaft kommt nicht wirklich an

    Das Licht und die Geräusche

    DamlaBulut

    22. December 2017 um 03:15

    InhaltEs ist Johanna schleierhaft, warum sie und Boris kein Paar sind. Klar, eigentlich ist Boris mit Ana-Clara zusammen, aber die ist weit weg in Portugal, während Johanna und Boris jede freie Minute miteinander verbringen und über alles reden, außer darüber, warum sie sich noch nicht geküsst haben. Johanna versteht das nicht, und das nervt sie. Und sie will auch verstehen, warum Marcel sich auf der Klassenfahrt nach Barcelona einen Mitschüler wie einen Knecht hält, warum Boris die ganze Zeit kichern muss, während ihn vier Typen auf der Tanzfläche eines Clubs zusammenschlagen wollen, und warum er nach dieser Nacht am See plötzlich verschwunden ist. Gemeinsam mit Ana-Clara und Boris’ Eltern sucht Johanna in Island nach Boris und findet heraus, dass viele Dinge ihr Wesen verändern, je länger man sie betrachtet. Und dass Ana-Claras Augen doch nicht so ausdruckslos sind, wie sie immer gedacht hat. Man folgt Johanna und ihrer unverstellt ehrlichen Sicht auf sich und ihre Umwelt voller Empathie und Zuneigung. Pointiert, mit zartem Witz und dem sicheren Gespür für die Leichtigkeit in schweren Themen erzählt Jan Schomburg von drei jungen Menschen und ihren Versuchen zu erkennen, wie das eigentlich überhaupt gehen soll: leben.MeinungDer Autor versucht viele Themen aufzugreigen. Wichtige Themen wie Suizid. Mobbing und Homosexualität.Jedoch kommen diese Themen bei dem Leser nicht so wirklich an, weil sie zwischen vielen unnötigen Themen- und Zeitsprüngen völlig untergehen.FazitIch denke, ich weiß, worauf der Autor hinaus will aber der Versuch, seine oder eine Botschaft zu vermitteln, ist ihm leider nicht gelungenManchmal ist weniger mehr.

    Mehr
  • Gedankenwirrwarr

    Das Licht und die Geräusche

    Caro_Lesemaus

    22. November 2017 um 21:35

    Johanna ist in ihren besten Freund Boris verliebt. Doch der hat eigentlich schon eine Freundin, Ana-Clara. Sie lebt in Portugal, wo Boris mit seinen Eltern vor der Rückkehr nach Deutschland gewohnt hat. Aber was Boris an Ana-Clara eigentlich findet, kann Johanna nicht verstehen. Mehrmals wären sie sich schon fast näher gekommen, aber irgendwie hat es nicht geklappt. Nach einem Discobesuch, wo Boris verprügelt wird, verbringen sie die Nacht am See und gehen baden. Als Johanna morgens aufwacht, ist Boris verschwunden. Einige Tage später erhält sie einen Brief und begibt sich gemeinsam mit Boris Eltern und Ana-Clara auf die Suche in Island.Aus meiner Sicht sollte das Grundthema dieses Romans die Ursache für Boris Verschwinden sein. Das hätte der Autor meiner Meinung nach stärker ausarbeiten müssen - insbesondere, wenn dies ein Roman auch für Jugendliche sein soll (zumindest ist die Sprache so gehalten). Man macht sich beim Lesen sicherlich seine Gedanken und zieht Schlüsse aus den Geschehnissen, wenn es schon die geschilderte Sicht der jungen Protagonistin nicht tut, aber es fällt mir schwer zu glauben, dass Jugendliche auch nur eine Moral aus diesem Buch ziehen können, da der Autor sich zu dem von ihm gewählten Grund für Boris Verschwinden überhaupt nicht positioniert. Die Sache an sich fand ich glaubwürdig und auch ich bin mit diesem Thema wegen eines Klassenkameraden in Berührung gekommen. Umso wichtiger wäre doch, die seelischen Hintergründe, Hilfsmöglichkeiten und Perspektiven aufzuzeigen. So bleibt es Johannas beschreibende Sicht, die zwar offenbar Angst um ihren besten Freund hat, aber (zumindest nicht nieder geschrieben) nie seine Beweggründe infrage stellt (worüber man als Leser aufgrund der Ich-Perspektive also auch rein gar nichts erfährt). Am Ende des Buches stellt sie sogar eher fest, dass sie ihn vielleicht doch nicht lieben kann. Für mich in diesem Zusammenhang der völlig falsche Schluss und nahezu eine gefährliche Botschaft. Nach ihrer anfänglichen Abneigung gegenüber Ana-Clara fand ich die Aktion in Island absolut unglaubwürdig, unnötig und super merkwürdig. Trotz der seitenweise Darstellung ihrer Gedankengänge konnte ich kein Verständnis für Johanna entwickeln und hätte mir stattdessen mehr Informationen über Boris gewünscht. Vielleicht wären Kapitel abwechselnd aus der Sicht der beiden besser gewesen als die alleinige Perspektive von Johanna.Fazit:Es gibt ein paar nette Zitate im Buch, die Umsetzung der sicherlich grundsätzlich guten Idee für diesen Roman fand ich zu schwach. Johannas Ich-Perspektive ist ausschweifend, detailverloren und ablenkend von den eigentlich wichtigen Themen im Buch - was durchaus auch so gewollt sein kann, schließlich ist sie ein Teenager. Aber auch mit dieser Information im Hinterkopf konnte es mich nicht überzeugen. Die Rezension und Bewertung fällt mir schwer, aber insbesondere im Vergleich zu anderen Büchern, die ich in letzter Zeit gelesen habe, fällt es eher durch.

    Mehr
  • Jund, Anders, Verrückt.. Interessanter Lesestoff

    Das Licht und die Geräusche

    SteffiSteff

    14. October 2017 um 18:30

    Worum geht’s: Jan Schomburg erzählt in seinem Roman von der jungen Johanna, einer Jugendlichen in der wohl aufwühlendsten und verwirrendsten Zeit des Lebens. Eines Tages bekommt sie einen Abschiedsbrief von ihrem besten Freund Boris aus Island. Kurzentschlossen fliegt sie mit den Eltern von Boris und seiner Freundin nach Island um ihn zu finden und ihn hoffentlich vom angekündigten Selbstmord abzuhalten. Es geht um Liebe, Freundschaft, Gewalt, Gruppenzwang und noch vieles mehr; kurzum um das Leben selbst.   Titel und Cover: Das Licht und die Geräusche. Ein Titel der zuerst nichts über den Inhalt des Buches verrät. Und auch das Cover gibt keine weiteren Hinweise. Ehrlich gesagt hat mich das Buch auf den ersten Blick nicht wirklich angesprochen und ich hätte es wohl nie gelesen, wenn man es nicht im Lovelybooks‘ Literatursalon vorgestellt hätte. Jetzt nach dem Lesen jedoch finde ich Titel und Cover wirklich gut gewählt. Für mich ist nun der Bezug zum Hauptthema des Buches, das Leben, klar hergestellt. Warum leben wir? Welche Gründe gibt es weiterzumachen auch wenn einen alles zum Verzweifeln ringt? Es sind eben das Licht und die Geräusche; das Spüren, Fühlen, Wahrnehmen. Die zusammengebundenen Haare auf dem Cover sind für mich ein sehr starkes Bild dafür, als Erweiterung des Nervensystems. Stil und Genre: Der Text ist aus der Sicht von Johanna geschrieben und der Leser kann dabei genau ihren Gedanken und Gefühlen folgen. Dabei werden auch Geschichten erzählt, die nicht direkt im Zusammenhang mit Boris und seinem Verschwinden zu tun haben. Anfangs wirkte das auf mich etwas verwirrend und der Handlung wirkte etwas sprunghaft und unzusammenhängend. Doch genau so ist ja im echten Leben auch. Jedes Leben steckt voller einzelner Geschichten, die vordergründig nicht unbedingt zusammengehören. Am Ende jedoch gehört alles irgendwie zusammen und jede Erfahrung beeinflusst unsre zukünftigen Handlungen. Fazit: Ein sehr kurzweiliges Lesevergnügen. Jung, anders, verrückt und sicherlich viel Stoff zum Nachdenken.

    Mehr
  • Etwas zwischen Jugend- und Erwachsenenliteratur

    Das Licht und die Geräusche

    callunaful

    10. October 2017 um 19:19

    Johanna ist in Boris verliebt und versteht nicht wieso sie sich noch nicht geküsst haben. Okay, eigentlich ist Boris ja auch vergeben und mit dieser merkwürdigen Ana-Clara zusammen. Aber erstens ist das nur eine Fernbeziehung und zweitens würden sie und Boris so viel besser zusammen passen. Als Boris verschwindet, stellt Johanna fest, dass sie und Ana-Clara mehr verbindet, als das sie den gleichen Jungen lieben.Wer jetzt einen kitschigen Liebesroman erwartet, hat weit gefehlt. Denn es geht meiner Meinung nach um so viel mehr. Als Leser taucht man in die Gedankenwelt einer Jugendlichen ab. Johannas Welt liegt irgendwo zwischen naiv und erwachsen. Manches wirkt verwirrend und kindisch und manchmal erstaunlich tiefsinnig. Ihre Gedanken sind oft assoziativ, was bedeutet, dass sich Johanna plötzlich an Ereignisse aus der Vergangenheit erinnert. Das heißt die Geschichte wird nicht linear erzählt, sondern mit vielen Zeitsprüngen.An einigen Stellen hat mich das Buch "Tschick" von Wolfgang Herrndorf erinnert, was wohl dem Schreibstil geschuldet ist. Die Sprache ist den Jugendlichen angepasst, wodurch die Geschichte für mich authentischer wirkte. Generell muss ich sagen, dass mir der Schreibstil von Jan Schomburg sehr zusagte. Obwohl der Schreibstil wegen der jugendlichen Sprache anfangs etwas flapsig wirkt, findet der Autor sehr schöne Formulierungen. Hier und da brachte mich die Geschichte auch zum Schmunzeln. Ich war tatsächlich so begeistert, dass ich schnell nach einem Bleistift suchte und mir viele Stellen im Buch markierte, was ich wirklich sehr selten mache. Für mich war "Das Licht und die Geräusche" somit ein Lesegenuss!

    Mehr
  • Worum geht's?

    Das Licht und die Geräusche

    Schwarzkirsche

    18. September 2017 um 15:54

    Ich bin froh, dass ich dieses Buch nur aus der Bücherei ausgeliehen und nicht gekauft habe, denn bei Seite 119 von 255 ist Ende für mich. Die Hoffnung, dass da noch irgendwas interessantes passiert habe ich aufgegeben. In dem Buch geht es um.... äh ... Johanna, Boris und Ana-Clara - zumindest laut Klappentext. Aber eigentlich liest man nur einzelne Gedankengänge von Johanna. Johanna ist in Boris verliebt, Boris ist mit Ana-Clara zusammen und Ana-Clara lebt in Portugal. Und ansonsten erfährt man ein bisschen was über den Schulalltag und andere Episoden aus Johannas Leben. Mal geht es um einen Klassenkameraden, der ignoriert wird, eine Fahrt per Anhalter oder Gespräche im Unterricht.Das Buch besteht quasi aus einer Ansammlung von Kurzgeschichten aus Johannas Leben. Das Problem dabei ist, dass die Kurzgeschichten nicht spannend sind, sondern einfach nur alltägliche Kleinigkeiten beschreiben. Es ist so als ob man ein Buch über das Leben eines absolut durchschnittlichen Schulmädchens lesen würde - mit allen unnötigen Details. Ich habe das Gefühl, das Buch soll philosophisch wirken, aber die Charaktere sind alle flach und detaillierte Beschreibungen von Alltagsereignissen wecken bei mir nicht den inneren Philosophen, sondern nur Langeweile. 

    Mehr
  • Im Gedankenlabyrinth.

    Das Licht und die Geräusche

    ClaraOswald

    28. July 2017 um 22:39

    Der Titel von Jan Schomburgs Roman hat mir sehr gut gefallen, vermutlich war er einer der Gründe, warum ich das Buch zur Hand nahm. Und auch die Bedeutung des Titels hat mir gut gefallen.Allerdings hatte mich auch die Beschreibung angesprochen: Drei Jugendliche, ein Roadtrip und die Suche nach sich selbst. Und da wurde ich irgendwie enttäuscht.Die Freundschaft zwischen Boris und Johanna ist tief, vielleicht empfinden beide etwas mehr füreinander, können es aber nicht zugeben. Und dann ist da noch Ana-Clara, die alles ein wenig komplizierter macht.Einige Szenen im Buch fand ich sehr schön, zum Beispiel, zu Beginn, als Boris, Ana-Clara und Johanna fünf Kilometer durch den frühen Morgen nach Hause laufen, und Ana-Clara Johannas Hand nimmt.Die Szene davor wiederum war so seltsam; warum lässt sich Johanna fast auf einen älteren Mann ein? Während sie beobachtet wird? Warum lässt sie sich überhaupt von ihm einladen?Johanna wirkt anders, aber doch authentisch und spannend. Boris findet sie seltsam."Du bist so jemand, die sich das so anguckt, wie alle im ersten WK begeistert gegen Frankreich in den Krieg ziehen und rumgrölen & davon faseln [...] und dann sagst du plötzlich: 'Aber die Franzosen machen doch ganz guten Käse'" (S. 41), so ist Johanna. Ihre Gedanken sind so verwirrend und fließen so schnell, dass kaum jemand mitkommt, deshalb sagt sie manchmal unpassende Dinge. Auch die Erzählweise ist schwierig; es gab einige Fehler in der Grammatik, aber ich schätze, das war gewollt, weil wegen Jugendsprache. Dann findet in jedem Absatz etwas anderes statt; die aktuelle Situation, dann Johannas Gedanken und Erlebnisse, auch anachronistisch, daran musste ich mich erst gewöhnen.Boris war mir nicht wirklich sympathisch, Ana-Clara blieb eher blass, eindruckslos und Johanna war eine ganz interessante Protagonistin.Einige Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen, die Eltern hat Schomburg zu klischeehaft dargestellt. Obwohl mir Vater Köhlers Interaktion und Johannas Gedanken dazu schon gefallen haben.Die Geschichte als solche ist nichts Besonderes, keine über die man nachdenkt und sie hatte für mich auch keinen Wert. Keine Spannung, keine herausragenden Schauplätze und die Charaktere scheinen sich auch nicht stark verändert zu haben. Das Ende wirkt eher offen, unbeholfen und plötzlich.Schade, eigentlich.

    Mehr
  • Auf der Suche nach dem roten Faden

    Das Licht und die Geräusche

    Talathiel

    24. July 2017 um 21:49

    Es ist Johanna schleierhaft, warum sie und Boris kein Paar sind. Klar, eigentlich ist Boris mit Ana-Clara zusammen, aber die ist weit weg in Portugal, während Johanna und Boris jede freie Minute miteinander verbringen und über alles reden, außer darüber, warum sie sich noch nicht geküsst haben. Johanna versteht das nicht, und das nervt sie. Und sie will auch verstehen, warum Marcel sich auf der Klassenfahrt nach Barcelona einen Mitschüler wie einen Knecht hält, warum Boris die ganze Zeit kichern muss, während ihn vier Typen auf der Tanzfläche eines Clubs zusammenschlagen wollen, und warum er nach dieser Nacht am See plötzlich verschwunden ist. Gemeinsam mit Ana-Clara und Boris’ Eltern sucht Johanna in Island nach Boris und findet heraus, dass viele Dinge ihr Wesen verändern, je länger man sie betrachtet. Und dass Ana-Claras Augen doch nicht so ausdruckslos sind, wie sie immer gedacht hat. (Klappentext)Was sich im Klappentext durchaus interessant anhört, entpuppt sich beim Lesen leider als völlige Zeitverschwendung. Es kam mir zumeist so vor, als ob der Autor hier sehr gerne unheimlich viel erzählen möchte. Doch leider fasst das Buch nur 256 Seiten, wodurch er bei seinen vielen Erzählungen nicht in der Lage ist, in die Tiefe zu gehen, und man fragt sich, warum schneidet er nun dieses Thema an, wenn er doch gleich wieder erledigt ist? So habe ich mich leider die meiste Zeit gefühlt, auf der Suche nach dem „warum?“. Manchmal war ich aber auch auf der Suche, in welcher Zeit ich mich befinde, denn manchmal springen die Erzählstränge bzw. die Gedanken von Johanna nur so, was es manchmal schwierig macht, der Geschichte zu folgen. Vermutlich soll die Geschichte darauf hinaus, dass Jugendliche Erwachsen werden, aber den sprichwörtliche rote Faden konnte ich nicht finden. Auch die drei Protagonisten blieben für mich eher blass und ich konnte keine Beziehung aufbauen. Wenn ich sie wenigstens noch unsympathisch hätte finden können, wäre so wenigstens eine Gefühlsregung meinerseits aufgekommen, aber die drei waren mir einfach egal und man hätte sie durch einen anderen Charakter wohl beliebig ersetzen können. Während man Johanna als Erzählerin wenigstens etwas mehr erfährt, blieben Boris und Ana-Clara trotz ihrer scheinbar vorgesehen Bedeutung wohl eher unbedeutend. Aber auch bei Johanna blieb mir ihr Handeln manchmal schleierhaft und einige Szenen wirkten auf mich auch eher befremdlich. Leider kann ich dieses Buch nicht empfehlen, da es für mich eine Verschwendung an wertvoller Lesezeit ist. Die Themen hatten Potential, wurden aber leider meist nur angerissen, sodass man sich eher nach dem Sinn und Zweck dieses Buches fragt.

    Mehr
  • Viele Themen, wenig Antworten

    Das Licht und die Geräusche

    Nabura

    07. July 2017 um 20:37

    Boris ist neu in Johannas Kurs, und die beiden werden schnell enge Freunde. Wenn es nach Johanna geht, dann dürfte zwischen den beiden auch mehr sein. Doch Boris hat eine Freundin in Portugal, die Johanna ein Rätsel ist. Ein Vorfall während der Kursfahrt bringt sie ebenso ins Grübeln wie Boris‘ Verhalten. Und dann ist Boris plötzlich verschwunden… Der Titel des Buches hat mich neugierig gemacht und basierend auf der Buchbeschreibung erwartete ich einen Roman über das Erwachsenwerden. Im ersten Kapitel habe ich mich schwer getan, in die Geschichte hineinzufinden, denn sie springt hin und her und ich brauchte eine Weile, um alles gedanklich zu sortieren. Johannas Handeln und ihre Motivation war fürm ich zu Beginn nicht nachvollziehbar. Sie steht in der Wohnung eines wildfremden älteren Mannes und überlegt, ob sie mit ihm schlafen soll, während der betrunkene Boris und seine schweigsame Freundin im Nebenzimmer sitzen. Erst im Laufe der Zeit konnte ich etwas besser verstehen, was in ihr vorgeht. Sie grübelt viel über das Erlebte nach und macht dabei viele Gedankensprünge, wodurch die Geschichte unruhig blieb. Der Leser erlebt Johanna in einer bunten Mischung ganz verschiedener Situationen rund ums Thema Erwachsenwerden. Dabei werden sehr viele Themen angerissen, aber kaum eins vertieft. Gerade bei sensiblen Themen habe ich das nötige Fingerspitzengefühl vermisst. Gleichzeitig fehlten mir Einblicke in die Handlungsmotivation der Personen. Insbesondere Thema Suizid kam für mich zum einen aus heiterem Himmel und wurde zum anderen nicht wirklich aufgearbeitet. „Das Licht und die Geräusche“ kann mit seinem Schreibstil punkten, doch durch den unstrukturierten Aufbau konnte ich nicht so recht in die Geschichte hineinfinden. Zudem fand ich es schade, dass Themen dem Leser vorgesetzt, aber kaum vertieft werden. Insgesamt lässt mich das Buch vor allem ratlos zurück. Um es mit Johannas Worten zu sagen: „Aber dann denke ich, dass man vielleicht auch nicht immer alles verstehen muss.“ (S. 29)

    Mehr
  • Das Licht und die Geräusche

    Das Licht und die Geräusche

    BluevanMeer

    20. June 2017 um 20:31

    "Hallig Hooge ist doch scheiße! Können wir nicht nach Barcelona?" (S.33) In Das Licht und die Geräusche geht um drei Jugendliche. Boris, der aus Portugal nach Deutschland gezogen ist, Anna-Clara und Johanna, die Ich-Erzählerin. Johanna ist heimlich in Boris verliebt und Anna-Clara ist die zurückgelassene Freundin, die zunächst noch weit weg in Portugal ist. Aber es geht nicht nur um den Freundschafts-Verliebtheits-Eiertanz den Johanna regelmäßig um Boris herum aufführt. Sie muss sich eben mit der Situation des fünften Rad am Wagens abfinden, denn Boris liebt sie nicht und das ist für das Mädchen sehr schwer auszuhalten. "Wenn ich Ana-Clara lieben kann, wenn ich etwas Liebenswertes an ihr entdecken kann, dann kann ich Boris weiter lieben. Wenn ich nichts finde, was sich lieben lässt, kann ich Boris nicht mehr lieben. So einfach ist das, sage ich mir." (S.16) Es geht auch um eine gemeinsame Klassenfahrt nach Barcelona, auf der ein Mitschüler gemobbt wird. Johanna versucht die Situation zu verstehen, versucht zu verstehen, wer Opfer und wer Täter ist und gerät dabei in eine ziemlich ausweglose Situation. Immer wenn Johanna nicht weiter weiß, diskutiert sie mit Boris, denn der junge Mann scheint mehr Plan von den großen und wichtigen Themen zu haben. Der Roman bewegt sich recht sprunghaft hin und her, aber spätestens als Boris in angeheitertem Zustand auf einer Party in "irgendeinem Reihenhauskeller" mit Johanna ernsthaft versucht zu diskutieren, was denn nun Gründe sind, die gegen einen Suizid sprechen und Johanna spontan nichts tiefsinnigeres als "Das Licht und die Geräusche" einfällt, gewinnt die Handlung Kontur. Kurz darauf ist Boris verschwunden. Ein Abschiedsbrief, in dem Boris andeutet, dass er nicht mehr in der Lage ist, "das Licht und die Geräusche" wahrzunehmen, versetzt Johanna, Anna-Clara und die Eltern des Jungen in Aufruhe. Gemeinsam macht sich das Quartett auf, Boris auf Island wiederzufinden. Der Stil des Romans ist filmisch. Es geht um kurze Szenen, sequenzartige Eindrücke, das, was Johanna als "Licht und Geräusche" beschreibt. Auch wenn der Stil irgendwie unterhaltsam artifiziell daherkommt, frage ich mich, ob Jugendliche wirklich eine so minimal funktionierende Aufmerksamkeitsspanne haben. Gleichzeitig gibt es diese Momente im Roman, die einfach nicht aufgelöst werden. Ein Mann gräbt Johanna auf der Straße an, sie ist allein, die Situation potenziell gefährlich, das gleiche wiederholt sich, als die Jugendlichen mit einem Auto per Anhalter fahren - aber Johanna scheint die Gefahr nicht zu erkennen. Ich bin mir nicht sicher, ob es nur mir so geht, aber an manchen Stellen kann ich nicht glauben, dass sich Jan Schomburg viele Gedanken darüber gemacht hat, dass seine Hauptprotagonistin eben eine junge Frau ist und kein Holden Caulfield. Gleichzeitig werden viele Themen sehr sensibel verhandelt. Mobbing, Homosexualität, Machtdemonstrationen. „Ich kann nur verlieren, wenn ich jetzt etwas sage. Und das liegt daran, dass ich eigentlich verstehen müsste, was gerade passiert. Zumindest habe ich das Gefühl, dass Boris voraussetzt, dass ich Bescheid weiß. Und obwohl ich überhaupt nicht Bescheid weiß, sage ich lieber nichts, damit wenigstens die Möglichkeit bestehen bleibt, ich würde es wissen. Aber ich habe echt keine Ahnung, was gerade in Boris vorgeht." (S. 134) Für mich funktioniert der Roman am besten, wenn es um die gemeinsame Klassenfahrt nach Barcelona geht und die Erfahrungen, die Johanna macht, als sie Zeugin von Misshandlungen eines Klassenkameraden wird. Es scheint ohnehin eher um psychologische Gefüge zu gehen und aktuelle Befindlichkeiten, als um eine tatsächlich kohärent voranschreitende Handlung. So bleiben auch die Motive der Figuren im Dunkeln. Was zu Boris' Zusammenbruch führt, wird nicht geklärt, genau so wenig, wie und warum sich das Verhältnis zwischen Anna-Clara und Johanna entwickelt. Das sorgt zumindest für Überraschungen und unerwartete Szenen am Ende. „Das ist so die Art von Zufall, die zu wenig Sinn ergibt, um die Dinge irgendwie klarer zu machen, und aber gleichzeitig auch zu viel Sinn, als dass man es komplett ignorieren könnte.“ (S.162) Jan Schomburg ist Regisseur ("Über uns das All"), Das Licht und die Geräusche  sein Romandebüt, das für mich nicht ganz rund wird, dafür aber sprachlich überzeugen kann.

    Mehr
  • Was Mädchen denken (aus Männersicht)

    Das Licht und die Geräusche

    MrsFraser

    04. June 2017 um 22:15

    Ich glaube, entweder findet man Jan Schomburgs 'Das Licht und die Geräusche' toll, oder man kann damit nichts anfangen.Ich gehöre leider zur letzten Kategorie. Ich bin aber auch mal wieder total auf einen irreführenden Klappentext reingefallen. Ich habe mich vor allem von dem Wörtchen 'Island' anlocken lassen und dachte, mich erwartet ein Abenteuere voller Mythen, Natur und Nordlichter, dabei Jugendliche, die zu sich (selbst) finden. Letzteres gab's zum Teil, aber Island spielt überhaupt keine Rolle, ist nur für die letzten ca. 40 Seiten austauschbarer Schauplatz. Das Buch ist ein großes Selbstgespräch/Tagebuch von Annika, die in Boris verliebt ist, sich aber nicht wagt, in der Richtung einen Schritt zu unternehmen, weil er eine Freundin in Portugal hat. Es geht aber nicht nur um ihre Verliebtheit, Annika beobachtet auch Mobbing/Mißhandlungen unter ihren Mitschülern, hinterfragt deren Verhalten und versucht, wenn auch zögerlich, sich eine eigene Meinung zu bilden und diese auch zu äußern. Das Buch gibt eigentlich sehr gut die inneren Monologe einer heranwachsenden Frau wieder. Worüber frau sich so alles Gedanken macht, mag mann ja manchmal gar nicht glauben. Annika macht sich ziemlich viele Gedanken, die auch durchaus differenziert sind und von einer gewissen Intelligenz und Fähigkeit zum reflektierten Kritisieren zeugen. Eigentlich. Leider nur will Jan Schomburg zu viel. Annikas Gedankengänge sind zuweilen so detailliert und selbsterklärend, dass sie schon fast etwas dümmlich wirkt. Man ist immer wieder versucht, die Augen zu verdrehen und denkt 'Jaha - ist ja gut.' Ein bisschen sehe ich hier die Problematik, die ich auch manchmal erkenne, wenn deutschsprachige Autoren/Autorinnen den Schauplatz ihrer Handlung nach Amerika verlegen und man trotzdem immer den Eindruck hat, das Buch spielt in einem deutschen Dorf. Jan Schomburg ist ein Mann - warum schreibt er nicht aus der Sicht eines Mannes/Jungens? Er KANN schlichtweg nicht wirklich wissen, wie Frauen/Mädchen ticken und wenn er sein ganzes Buch darauf stützt, dass es die innere Gedankenwelt einer Heranwachsenden wiedergibt, muss es da irgendwie Unstimmigkeiten geben. Bei Kristina Pfister's kürzlich gelesener 'Die Kunst einen Dinosaurier zu falten' hatte ich diesen Eindruck zum Beispiel überhaupt nicht. Schade. Aus der Sicht von Boris wäre das Buch glaube ich viel spannender gewesen. Schließlich gibt es auch noch einige offene Fragen bezüglich seines Verhaltens, die der Roman nicht beantwortet hat.

    Mehr
  • Eine außergewöhnliche Jugendfreundschaft

    Das Licht und die Geräusche

    Ginevra

    04. June 2017 um 16:22

    Johanna liebt Schulkamerad Boris, und Boris liebt die geheimnisvolle Ana-Clara aus dem fernen Portugal. Trotzdem sind Johanna und Boris beste Freunde. Johanna versteht oft die Welt nicht, das Verhalten der anderen ist ihr rätselhaft, und Boris weiß immer eine plausible Erklärung. Doch dann ist es ausgerechnet Boris, der alle ratlos macht, indem er einfach verschwindet. Hat er sich das Leben genommen - oder nimmt er sich eine Auszeit in Island? Johanna nimmt die Suche in die Hand und entdeckt, dass die Welt noch komplizierter ist, als sie dachte - und voller Überraschungen...Filmregisseur und Drehbuchautor Jan Schomburg  ("Über uns das All") hat hier seinen ersten Roman verfasst. Mir hat der Roman vom Sprachstil her sehr gut gefallen. Johanna ist ein Mädchen, dem man nicht so leicht etwas vormachen kann, sie hinterfragt vieles, was so klar erscheint. Schomburg kann ihre Eindrücke und Gedanken wunderbar in Worte fassen, so dass sie sehr lebendig und realistisch erscheint. Nur Boris blieb für mich ziemlich blass, und die (nicht immer) gelangweilte Ana-Clara scheint mir vor allem ein Produkt der männlichen Phantasie zu sein...Von der Handlung her fand ich das Buch leider weniger packend, besonders gegen Ende hin, als es eigentlich spannend werden sollte. Fazit: ein sprachlich versierter Autor, der sich inhaltlich bestimmt noch verbessern kann - 3 von 5 Sternen!

    Mehr
  • Mal was anderes. Anders aber echt.

    Das Licht und die Geräusche

    Susas_Leseecke

    02. June 2017 um 15:20

    Ehrlich gesagt, hab ich einen Moment gebraucht, mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Dann jedoch hat mich der Roman direkt in seinen Bann gezogen. Ich mag den Stil im Grunde, doch brauche ich immer einen Moment bis ich es am Anfang schnalle. Das macht diesem Buch aber keinen Abbruch. Nach dem ich die Leseprobe verschlungen hatte, hatte ich Hunger auf mehr.   Mein erster Eindruck: Sehr sprunghaft. Und Johanna, oh dieses Mädchen. Sie ist so naiv und wirr. Ich wusste bisher an einigen Stellen nicht, ob ich schmunzeln oder entsetzt sein soll. Warum um Himmels Willen steigt sie auf das Angebot des Garagentormannes ein und lotst die anderen beiden damit hin. Man hat förmlich darauf gewartet, dass irgendwas passieren könnte. Es ist gut gegangen, aber trotzdem. Johannas Denkweise ist wirklich, wie soll ich sagen, sie macht sich auf der einen Seite sehr viele, fast zu viele Gedanken und ist auf der anderen Seite wieder so naiv als würde sie nicht über ihr Handeln und dessen Folgen nachdenken. Auf jeden Fall ist das Buch recht spannend geschrieben. Die Gedankensprünge von Johanna sind im Grunde so typisch weibliches Wesen. Selbst ich ertappe mich, wie ich meinen Alltag mit Träumereien vermische. Träumereien, wie etwas war und wie etwas sein könnte. Ich glaube, gerade wir Mädels können uns gut in Johanna und ihre Grübeleien hineinversetzen. Obgleich wir hoffentlich nicht so naiv sind. Wenn ich an meine Klassenfahrten denke, kann ich nur sagen, dass wir ein eingeschworenes Team waren. Jeder hatte seinen Platz und seine Berechtigung. Sicher gab es die typische Grüppchenbildung. War aber die sprichwörtliche Kacke am Dampfen, hat unsere Klasse zusammengehalten. Glück gehabt. Bei Johanna und ihrer Klasse schaut das anders aus. Leider. Irgendwie dachte ich beim lesen dieses Buches immer wieder „typisch“. Ja, ein typischen Denken eines jungen Mädchens. Wir denken so. So kompliziert, so naiv, so zusammenhangslos. So wirr, wie wir denken, so ist dieses Buch geschrieben. Fantastisch. Mein persönliches Fazit … Mal was anderes. Anders aber echt. So würde ich mein Fazit über dieses Buch ziehen. Ich glaube, wir alle haben sprunghafte Gedanken und gerade wir Mädels haben täglich, meist abends, unser Gedankenkarussell. Es ist so ziemlich das erste Mal, dass ich ein Buch gelesen habe, welches diesen Schreibstil enthält. Das Cover vom Schutzumschlag gefällt mir recht gut. Es ist angenehm ruhig und ansprechend. Ein einfacher Zopf, locker, bequem und so schön "normal". Auch gefällt mir, dass das Buch an sich blau ist. Also mein Fazit lautet, Daumen hoch. Lest selbst.

    Mehr
  • Interessant,aber...

    Das Licht und die Geräusche

    czytelniczka73

    02. June 2017 um 08:19

    "Überhaupt ist es eigenartig,dass man manche Sachen erst wahrnimmt,wenn man darauf achtet" Inhalt: "Es ist Johanna schleierhaft, warum sie und Boris kein Paar sind. Klar, eigentlich ist Boris mit Ana-Clara zusammen, aber die ist weit weg in Portugal, während Johanna und Boris jede freie Minute miteinander verbringen und über alles reden, außer darüber, warum sie sich noch nicht geküsst haben. Johanna versteht das nicht, und das nervt sie. Und sie will auch verstehen, warum Marcel sich auf der Klassenfahrt nach Barcelona einen Mitschüler wie einen Knecht hält, warum Boris die ganze Zeit kichern muss, während ihn vier Typen auf der Tanzfläche eines Clubs zusammenschlagen wollen, und warum er nach dieser Nacht am See plötzlich verschwunden ist." Meinung: Sollte ich dieses Buch nur mit einem Wort beschreiben müssen,würde ich "verwirrend" nehmen,und zwar durchgehend von Anfang bis zum Ende.Dabei finde ich die Idee ganz gut und den Inhalt ziemlich interessant,da verstecken sich zwischen den Zeilen paar kluge Gedanken...Leider bin ich mit dem Schreibstil überhaupt nicht klar gekommen,der ist sehr chaotisch...Die Geschichte ist so durcheinander erzählt,dass ich manchmal nicht wusste,wie ich das Gelesene zeitlich einordnen soll (waren das noch die Errinerungen,oder ist das wieder die Gegenwart?).Auch inhaltlich war das Buch ein ziemliches Chaos-es wurden sehr viele Dinge angesprochen und dann nicht mehr erwähnt,so hab ich schon nach kurzer Zeit den roten Faden verloren.Als endlich das Eigentliche in der Geschichte passiert (Boris Verschwinden),kommt das so unerwartet und irgendwie aus der Luft gegriffen,dass es skurril und unglaubwürdig auf mich gewirkkt hat,ich konnte die Bewegdgründe gar nicht nachvolziehen.Ich finde ,dieses Buch hatte echt Potenzial ein guter Roman über Gefühlsleben der Jugendlichen zu werden,aber leider bleibt alles sehr oberflächlich.Viele wichtige Themen wurden angesprochen,aber nicht vertieft,mir fehlte jegliche Tiefgründigkeit und das Ergebniss ist leider mehr verwirrend als überzeugend.

    Mehr
  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2017 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2017 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nimmst du die Herausforderung an? Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2017 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema. Ich freue mich auf viele Anmeldungen! Teilnehmer: AgnesM aljufa Ancareenanneschuessler anushka Arietta ArizonaAspasia ban-aislingeachbanditsandra Barbara62 blaues-herzblatt BookfantasyXY bookgirl Buchina Buchraettinc_awards_ya_sin CaroasCaro_LesemausCornelia_Ruoff Corsicana Curin cyrana czytelniczka73 dia78 DieBerta Dionemma_vandertheque erinrosewell Federfee Flocke86 Fornika Frau_J_von_T Gela_HK Ginevra Gruenentegst Gwendolina hannelore259 imitas Insider2199 Isaopera jenvo82 JoBerlin kalestraKatharina99 katrin297Katze21 krimielse lesebiene27 leselea LibriHolly maria1 Maritzel marpije Mercado Miamou Mira20 miro76  miss_mesmerized moni_lovesMotte_muqqel Nane_M naninka Nilonce-upon-a-time parden Petris Pocci Sandra_Halbesar89 schokoloko29 serendipity3012 SikalSimi159 sofie solveig SorR StefanieFreigericht Sumsi1990 suppenfee Susibelle TanyBee Tinchen07 TochterAliceulrikerabe vielleser18 Weltensucher Xirxe xlxn Yolande

    Mehr
    • 2070
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks