Jan Seghers Partitur des Todes

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Inhaltsangabe zu „Partitur des Todes“ von Jan Seghers

'PARTITUR DES TODES IST EIN MEISTERSTÜCK DES EUROPÄISCHEN KRIMINALROMANS.' ZEIT ONLINE Sechzig Jahre lang glaubte Georges Hofmann, alles hinter sich gelassen zu haben. Bis man ihm einen geheimnisvollen Umschlag übergibt. Darauf der Name seines Vaters und das Wort 'Auschwitz'. Wenige Tage später sterben fünf Menschen auf einem Schiff am Mainufer, und eine Journalistin verschwindet – in ihrem Besitz eine verschollen geglaubte Partitur. Und dann taucht ein Mann auf, den alle für tot hielten. Georges ahnt, dass es an der Zeit ist, nach Deutschland zurückzukehren. Der dritte Fall für Kommissar Robert Marthaler

Bis jetzt der beste Band der Marthaler-Serie

— Frau-Aragorn

Gute Geschichte leider komme ich nicht so "ins Team" rein beim lesen.

— psy-borg

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  • Bis jetzt der beste Band der Marthaler-Serie

    Partitur des Todes

    Frau-Aragorn

    25. August 2017 um 13:55

    Robert Marthaler ermittelt wieder. In Paris wird durch reinen Zufall eine verlorene Partitur von Jakob Offenbach gefunden. Gleichzeitig werden in Frankfurt fünf Menschen auf einem Restaurantboot kaltblütig hingerichtet. Marthaler beginnt zu ermitteln und schon bald stellt sich heraus, dass diese beiden Umstände mehr miteinander zu tun haben, als man erst angenommen hat. wie bei jedem Krimi von Jan Seghers ist auch beim dritten Fall Marthalers die wortgewaltige Darstellung von Protagonist und Umgebung zu erwähnen. Jan Seghers versteht es seinen Protagonisten Beständigkeit zu verleihen, sie aber auch mit wandelbarer Psyche und Verhaltensweisen auszustatten. Gerade Robert Marthaler macht in diesem Roman wirklich wieder einen enormen Entwicklungsschub durch. Auch die Stadt Frankfurt ist wieder aufs Schönste und Authentischste wiedergegeben. Was in diesem Teil der Marthaler-Serie noch hinzukommt, ist die wirklich allumfassende Recherchearbeit zum Thema Nationalsozialismus, die Jan Seghers betrieben haben muss. Dabei gefällt es mir als Leser besonders gut, dass nicht allgemein über das ganze Thema ein Rundumschlag gemacht wurde, sondern die Vorgänge in Auschwitz anhand eines Beispieles dargestellt wurden. Durch die absolut sympathische Nebenfigur Georg Hofmann gewinnt dieses wichtige Thema gleichzeitig Bindung und Aktualität. Überhaupt finde ich das Grundthema in diesem dritten Teil sehr gelungen und wichtig. Ich finde, letzten Endes können gar nicht genug Bücher über dieses Thema geschrieben werden. Besonders prägnant fand ich dabei Marthalers Aussage dazu, dass man davon weiß, aber es lieber nicht so genau wissen will, weil das Thema zu erschreckend ist. Ich denke, gerade in unserer Zeit muss man genau hinsehen. Der Spannungsaufbau ist gut und die Handlungsstränge werden authentisch und gleichbleibend vorangetrieben. Logische Verknüpfung findet statt. Bisher ist es der einzige Band der Reihe, wo nichts Überflüssiges verwendet wurde. Von daher finde ich ihn sehr gelungen und freue mich schon auf die nächste Bände der Serie, die scheinbar immer besser werden.

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  • Nicht so überzeugend wie die Vorgänger

    Partitur des Todes

    wampy

    27. December 2015 um 06:40

    Buchmeinung zu Jan Seghers – Partitur des Todes „Partitur des Todes“ ist ein Krimi von Jan Seghers, der 2008 im Wunderlich Verlag erschienen ist. Meine Rezension bezieht sich auf die Taschenbuchausgabe, die 2009 im Rowohlt Verlag erschienen ist. Klappentext: Sechzig Jahre lang wollte Georg Hofmann alles vergessen: seine Kindheit, seine Eltern, sein Land. Doch dann wird auf einem kleinen Schloss bei Paris ein geheimnisvoller, alter Umschlag entdeckt. Darauf ein Name und als Absender das Wort: Auschwitz. Wenige Tage später geschieht in Frankfurt ein grauenhaftes Verbrechen. Fünf Leichen werden auf einem Boot am Mainufer gefunden. Eine junge Journalistin verschwindet in den Wäldern des Taunus. Und ein Mann taucht auf, den alle für tot gehalten haben. Während Hauptkommissar Marthaler fieberhaft ermittelt, erfährt er von seiner Freundin Tereza eine Neuigkeit, die sein Leben gründlich verändern wird … Meine Meinung: Hauptkommissar Marthaler hat es mit einem fünffachen Mord zu tun. Gleichzeitig tritt seine neue Chefin ihren Job an. Marthaler eckt bei jeder Gelegenheit an, egal mit wem er es zu tun hat. Seine Kanten und sein Spürsinn machen ihn sympathisch, aber als Kollege und Freund macht er Probleme. So findet er keine Gelegenheit, sich mit seiner Freundin auszusprechen, die ihm etwas wichtiges mitzuteilen hat. Generell gibt es viele Nebenhandlungen und Erzählstränge, die nicht unbedingt die Handlung voranbringen. Darunter leidet ein wenig die Spannung, aber die Geschichte wirkt dadurch echter. Auch ist das Team nicht vor Fehlern gefeit und man spürt den wachsenden Druck, der auf den Ermittlern lastet und auf die Stimmung drückt. Gefallen haben mir viele Kleinigkeiten, die der Autor bei der Schilderung von Begegnungen oder Gesprächen einfließen läßt. Auch die Geschichte um den Superbullen, der zur Unterstützung zugeteilt wurde, ist gelungen. Andererseits läßt der Autor auch keine Gelegenheit aus, Kritik am Polizeiapparat zu üben. Diese wirkt sich aber negativ auf den Spannungsbogen aus. Fazit: Dieser Fall hat mich nicht überzeugt. Es gab einfach zu viele Nebenschauplätze, die sich insgesamt negativ auf die Spannung ausgewirkt haben. Auch die Verbrechen wirkten irgendwie überdimensioniert. Die Stärken des Autors mit seiner kantigen Hauptfigur und ihrem unorthodoxen Verhalten kommen dadurch nicht so gut zur Geltung. Meine Wertung lautet drei Sterne, auch wenn das Potential für mehr vorhanden ist.  

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  • Der dritte Marthaler-Krimi

    Partitur des Todes

    Holden

    12. July 2013 um 14:42

    Monsieur Hofmann aus Paris ist Holocaustüberlebender, weil ihn seine Eltern 1941 bei einer befreundeten Familie versteckten, bevor sie selbst deportiert wurden. Als Hofmann sich (nur teils freiwillig) in einer arte-Fernsehsendung öffnet und von seinem verdrängten Schicksal erzählt, meldet sich eine Frau bei ihm, deren Vater seinen Vater gekannt habe und die ihm einen geheimnisvollen Umschlag übergibt. Wenig später verschwindet die junge Journalistin, die Hofmann bei dessen Fernsehinterview betreute, und in Frankfurt werden fünf Menschen erschossen in einem schwimmenden Schnellimbiß gefunden. Reichlich Arbeit also für Kommissar Marthaler. Für mich ein spannender, aber auch sehr routinierter Krimi, ich gebe 3-4 Sterne.

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  • Rezension zu "Partitur des Todes" von Jan Seghers

    Partitur des Todes

    Sunni

    12. August 2012 um 10:33

    Robert Marthaler und seine Kollegen haben den Mord an fünf Gästen eines Imbisses aufzuklären. Das Buch hat mir ganz gut gefallen. Vom Schreibstil her ist es seh angehm zu lesen , allerdings hatte ich zweimal das Gefühl eine Tatsache aus dem Buch anders in Erinnerung zu haben, als sie später nochmal erwähnt wurde. "Partitur des Todes" ist spannend bis zum Schluss. Es lohnt sich dieses Buch zu lesen.

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  • Rezension zu "Partitur des Todes" von Jan Seghers

    Partitur des Todes

    claudiaausgrone

    23. August 2011 um 15:26

    Klappentext: "Sechzig Jahre lang glaubte Georges Hofmann alles vergessen zu können: seine Kindheit, seine Eltern, sein Heimatland. Doch dann übergibt man ihm auf einem kleinen Schloss bei Paris einen geheimnisvollen alten Umschlag. Darauf ein Name und als Absender das Wort >>Auschwitz<<. Wenige Tage später geschieht in Frankfurt ein grauenvolles Verbrechen: Fünf Menschen sterben auf einem Schiff am Mainufer. Eine junge Journalistin verschwindet, in ihrem Besitz eine verschollen geglaubte Partitur. Dafür taucht ein Mann auf, den alle für tot hielten. Während Hauptkommissar Marthaler fieberhaft ermittelt, konfrontiert ihn seine Freundin Tereza mit einer Neuigkeit, die sein Leben grundlegend verändern wird." Von allen drei Kommissar-Marthaler-Krimis scheint mir dieser dritte Band der Beste. Gut recherchiert, glaubhaft und eindringlich geschrieben, spannend und erschütternd zugleich. Viel Lokalkolorit, was mir als gebürtigen Frankfurterin gefällt.

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  • Rezension zu "Partitur des Todes" von Jan Seghers

    Partitur des Todes

    Buechersuechtig

    08. November 2010 um 11:05

    Die Story beginnt in Paris. Der ehemalige Varieté-Besitzer Georges Hofmann offenbart in einem Interview mit der Journalistin Valerie Rochard (bzw. dem Fernsehsender ARTE) einen Teil seiner Vergangenheit. Er wurde als Jude in Frankfurt geboren und im Jahr 1941 schickten ihn seine Eltern zu Nachbarn, Georg kam nach Frankreich und sah seine Eltern nie wieder. Nach dem Interview meldet sich eine Dame, die einen Brief für Georg Hofmann aufbewahrt hat. Valerie wittert eine tolle Fortsetzungsstory und begleitet Georg zur Briefübergabe. Auf dem Briefumschlag steht der Name von Georges Vater und "Auschwitz", im Umschlag enthalten ist eine bisher verschollene und unveröffentlichte Partitur von Jacques Offenbach: "Das Geheimnis einer Sommernacht". Diese Neuigkeit schlägt wie eine Bombe ein und Valerie fährt im Interesse von Hofmann nach Frankfurt, um dort mit einigen Interessenten zu verhandeln. Kurz nach ihrer Ankunft werden auf dem Restaurantschiff "Sultan" fünf Menschen grausam ermordet. Nur der Restaurantbesitzer kann sich schwerverletzt retten und fällt danach ins Koma. Hauptkommissar Robert Marthaler und sein Team stehen vor einem Rätsel und recherchieren in mühevoller Kleinstarbeit. Unklar ist das Motiv des Täters und warum diese Personen sterben mussten. Im Laufe der Ermittlungen erfährt die Polizei, dass auch Valerie auf dem Schiff war und seitdem mitsamt der Partitur verschwunden ist. Inzwischen erkennt auch Georg Hofmann, dass es Zeit ist, nach Deutschland zurückzukehren und sich seiner Vergangenheit zu stellen... MEINE MEINUNG: Der 3. Band der Robert Marthaler-Reihe hat mich ebenso begeistert wie seine Vorgänger. Ich mag einfach den Schreibstil und das Polizistenteam. Die Ermittler entwickeln sich im Laufe der Handlung weiter (was mit persönlich sehr gut gefällt): Robert Marthaler geht in dem Fall auf und arbeitet unermüdlich daran. Seine Freundin Tereza fühlt sich von ihm etwas allein gelassen und kapselt sich ab. Auch von Roberts Teamkollegen Kerstin Henschel, Manfred Petersen, Sven Liebmann und Kai Döring gibt es Neues & Interessantes zu berichten. Außerdem bekommt die Soko "Sultan" den Superbullen Oliver Frantisek zur Seite gestellt. Und die Mordkommission hat eine neue junge Chefin namens Charlotte von Wangenheim, die felsenfest hinter ihrem Team steht. Dies alles lockert auch die oft grausame und blutige Polizeiarbeit auf. Ebenso wie Marthalers Freundin Tereza, die solche Sachen wie "Schlauwisser" sagt, aber leider in der Geschichte nicht wirklich oft vorkommt. Der Autor hat sich für meine Begriffe auch gut mit den Themen "Naziherrschaft in Deutschland" und "Konzentrationslager" auseinandergesetzt und dies wunderbar in die Handlung eingeflochten. Der Spannungsbogen reicht vom Anfang bis zum bitteren Ende und treibt den Leser voran (da stören nicht mal die manchmal detailierten Beschreibungen Frankfurts). Man kann einfach nicht aufhören zu lesen... Auch wenn dies schon der 3. Teil der Serie ist, muss man nicht zwingend die beiden Vorgänger gelesen haben, es wird immer wieder auf wichtige Ereignisse Bezug genommen. Wie schon eingangs erwähnt, mag ich das Ermittlerteam - allen voran den etwas eigenbrötlerischen und doch sympathischen Robert Marthaler. In zwischenmenschlichen Beziehungen ist er zwar manchmal etwas unbeholfen, aber das macht ihn noch liebenswerter. Der Rest seiner Leute wird ebenfalls sehr realistisch und menschlich dargestellt. FAZIT: Jan Seghers hat mit "Partitur des Todes" wieder einen packenden Krimi geschrieben, dem es an nichts fehlt: ein interessanter Plot mit reichlich Spannung, tolle Protagonisten und einen mitreißenden Schreibstil. 5 STERNE!

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  • Rezension zu "Partitur des Todes" von Jan Seghers

    Partitur des Todes

    Buecherfreundin

    13. October 2010 um 19:29

    Paris: Eine Fernsehsendung war daran schuld, dass Georges Hofmann nach über 60 Jahren in den Besitz eines Umschlages kam. Sein Name stand darauf, und als Absender der seines Vaters. „Arthur Hofmann, Auschwitz“. Längst vergessene und verdrängte Vergangenheit kehrt zurück! Frankfurt: Fünf Menschen werden auf einem Restaurantschiff am Main kaltblütig ermordet. Eine französische Journalistin verschwindet. In ihrem Besitz befindet sich eine verschollen geglaubte Partitur Jacques Offenbachs. Es ist der dritte Fall Robert Martalers, und wieder gelingt es Jan Seghers uns in kürzester Zeit zu fesseln. Wie auch die beiden Vorgänger ein spannender Kriminalroman mit interessanten und sehr unterschiedlichen Protagonisten. Es ist nicht nur die Suche nach dem Täter und dem Tatmotiv die es mir schwer machte das Buch aus der Hand zu legen. Die Romanfiguren bieten viel Raum für Einblicke in all zu Menschliches. Vorne weg Robert Martaler, der sich mit einer unglaublicher Verbissenheit in diesen Fall stürzt und dass obwohl es gerade alles andere als gut in seiner Beziehung zu Tereza läuft. Ein zusätzliches Vergnügen bereiteten mir ( bin auch der Gegend ) die genauen Ortsangaben, da kann man den Geschehen auch „örtlich“ folgen. ;-)

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  • Rezension zu "Partitur des Todes" von Jan Seghers

    Partitur des Todes

    Todesrose

    20. September 2010 um 09:16

    Der Wochenendeinkauf wollte unbedingt erledigt werden. Der Kühlschrank gähnte vor lauter Leere und Langeweile. Aber ich konnte nicht weg. Keine Chance. Ich mußte weiterlesen, mußte wissen, wie die Geschichte fortfuhr und vor allem, wie es endete. Gibt es ein besseres Lob für einen Krimi,als das man das Buch nicht weglegen kann? Ich habe zuerst "Akte Rosenherz" gelesen und damit quasi den Nachfolger, aber nur,was den Rahmen angeht, nicht die Geschichte selbst. Die ist jeweils abgeschlossen und so kommt man sehr gut rein, ohne die anderen Robert Marthaler-Krimis gelesen zu haben (was aber schade wäre). Von "Akte Rosenherz" war ich ja schon begeistert. "Partitur des Todes" ist anders geschrieben; persönlicher, gefühliger( für manche Rezensenten schon der Todesstoß!), insgesamt intensiver, mehr auf Robert Marthaler fokussiert. Die Geschichte steigert sich, nimmt immer mehr Fahrt auf, überrascht mit neuen Strängen, behält aber jederzeit Logik und Nachprüfbarkeit ( großer Vorteil zu vielen amerikanischen Thrillern). Zum Inhalt hier nur soviel, das es auch diesmal wieder einen geschichtlichen Hintergrund -Auschwitz- gibt. Von allgemeinen Inhaltsangaben halte ich nicht soviel. Wozu gibt es Leseproben? Abgesehen davon will ich mich überraschen lassen. Jan Seghers ist ein deutschsprachiger Schriftsteller mit Anspruch und Spannung.Viel mehr geht nicht. Also wieder mein Resümee: Lesen - Genießen - Nachdenken !

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  • Rezension zu "Partitur des Todes" von Jan Seghers

    Partitur des Todes

    Winterzauber

    15. May 2010 um 22:55

    Jan Seghers schafft es mal wieder den Spannungsbogen bis zum Schluß zu halten. Bei dieser Geschichte wird eine Zeitbrücke geschlagen bis zum dritten Reich, genauer gesagt zu Auschwitz. Tolle, intelligente Story, flüssig geschrieben, hat mich bis zur letzten Seite nicht losgelassen. Bin Fan der Serie und von Robert Marthaler.

  • Rezension zu "Partitur des Todes" von Jan Seghers

    Partitur des Todes

    Monsignore

    10. February 2010 um 21:09

    Jan Seghers, der eigentlich Matthias Altenburg heißt, wird zuweilen als der "deutsche Henning Mankell" tituliert, was natürlich völlig übertrieben ist. Aber er schreibt im Stile Sjöwall/Wahlöö (und Mankell hat ja diesen Stil kopiert). Er entwickelt sehr interessante Konstrukte, kann tiefgründige Personengesellschaften darstellen und seine Leser in Atem halten, weil er etwas von Dramaturgie versteht. Im konkreten Fall blickt ein alter Mann in Paris auf Jahrzehnte des Vergessens zurück, er hat stets aus Selbstschutz versucht, seine Eltern, seine Kindheit und seine Heimat zu vergessen. Doch dann erhält er einen dicken Umschlag - als Absender steht da nur "Auschwitz" und im Inneren befindet sich eine berühmte verschollene Partitur. Dann taucht jemand auf, den alle für tot hielten, dann geschieht der erste Mord in Frankfurt.

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  • Rezension zu "Partitur des Todes" von Jan Seghers

    Partitur des Todes

    RalfderPreusse

    04. August 2009 um 07:35

    Georges Hoffman, das Kind Frankfurter Juden, wurde 1941 nach Frankreich geschleust und überlebte den Völkermord. Seine Eltern sah er nie wieder. Im Jahr 2005 erzählt er, jetzt in Paris lebend, seine Geschichte im Fernsehen. Daraufhin wird er zu einer alten Französin gerufen, die ihm ein Päckchen übergibt. Absender: sein Vater, Absendeort: Auschwitz. Das Päckchen enthält eine musikalische Sensation, die Noten für eine bislang unbekannte Oper von Jacques Offenbach. Georges erinnertt sich, dass sein Vater diese kurz vor seiner Deportation entdeckt hatte. Aus Frankfurt kommt ein lukratives Angebot. Valerie, eine befreundete Journalistin fährt zu Verhandlungen an den Main. In Frankfurt wird der Mordermittler Robert Marthaler zum Schauplatz eines Verbrechens gerufen. Auf einem Restaurantschiff wurden 5 Menschen erschossen. Den Betreiber des Restaurants findet man kurz darauf schwer verletzt. Die Ermittlungen laufen an, erschwert durch politische Einflussnahme, da eines der Opfer ein hessischer Staatssekretär war.Allmählich stellt sich heraus, dass Valerie auch auf dem Boot war und entführt wurde. Als die Ermittler beginnen, den Täter langsam einzukreisen, kommt es zu weiteren Morden. Schließlich findet Robert Marthaler die Noten im Hotelzimmer von Valerie. Bei näherer Untersuchung finden die Ermittler eine veschlüsselte Dokumentation über medizinische Versuche in Auschwitz. Dabei wird auch die Tarnexistenz eines Mordarztes enthüllt. Am Ende kommt es zu einem dramatischen Showdown in der Frankfurter Innenstadt. Dieser Krimi hat mich so gefesselt, dass ich ihn an einem Tag durchgelesen habe. Neben der hochinteressanten Handlung zeichnet sich das Buch durch eine klare Sprache und einer sensiblen Darstellung der Hauptpersonen mit allen ihren Eigenheiten und menschlichen Problemen aus. Endlich wieder ein 5-Sterne-Krimi.

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  • Rezension zu "Partitur des Todes" von Jan Seghers

    Partitur des Todes

    Anke

    31. July 2009 um 23:04

    Der Krimi spielt natürlich wieder - überwiegend - in Frankfurt und Umgebung. Jan Seghers/Matthias Altenburg hat einige schöne/bekannte Plätze in die Story eingebaut: den eisernen Steg, das Döner-Boot am Main, das Bahnhofsviertel, den Römerberg, den neuen Campus Westend der Uni... Kommissar Mathaler ermittelt in einem grausamen und rätselhaften fünffach-Mord ohne erkennbares Motiv, da die Toten in keiner Beziehung zueinander standen. Es wird zunächst in viele verschiedene Richtungen ermittelt. Dadurch geraten zwischenzeitlich die Ereignisse etwas außer Kontrolle... und es bleibt nicht bei fünf Toten... ganz im Gegenteil zu den erfreulichen Wendungen im privaten Leben des Kommissars :-) Mein Fazit: Ich habe der Taschenbuchausgabe entgegengefiebert und das Buch auch innerhalb weniger Tage gelesen... war aber leider ein bisschen enttäuscht :-/ Das Buch ist nicht so spannend wie seine ersten beiden Werke und die Story hat mich auch nicht überzeugt.

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  • Rezension zu "Partitur des Todes" von Jan Seghers

    Partitur des Todes

    Cosmogirl

    25. November 2008 um 14:21

    spannend bis zum Schluss, aber die Wiederholungen/ Bezüge auf die Vorgänger nerven

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