Jan Seghers

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Interview mit Jan Seghers

Interview mit LovelyBooks im April 2011

1) Wie lange schreiben Sie schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Ihres ersten Buches?

Als Kind war ich oft krank, und weil erst spät ein Fernseher ins Haus kam, war ich darauf angewiesen zu lesen, um mir die Zeit zu vertreiben. Nur, dass bald aus dem Zeitvertreib eine Sucht wurde. Ich las alles, was mir in die Hände kam: die Bibel, Karl May, Mark Twains Huckleberry Finn, Stevensons Schatzinsel, Enid Blyton, gleichzeitig auch schon Sartre, Borchert, Böll, Hesse, viele Comics, Kommissar X und Jerry Cotton. Kraut und Rüben, eine Anleitung gab mir niemand. Es konnte nicht ausbleiben, dass ich irgendwann Spaß daran hatte, selbst meine ersten Schreibversuche zu wagen: schreckliche Gedichte und stümperhafte Geschichten. Gottlob habe ich bis zu meinem dreißigsten Lebensjahr alles weggeworfen. Dann aber war mir, fast unter der Hand, ein kleiner Roman gelungen: "Die Liebe der Menschenfresser", der 1992 erschien.

2) Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Sie selbst?

Bei einem bleibt es nicht in einem intensiven Leseleben. Am wichtigsten waren mir wohl, der Lektüre-Reihenfolge nach: Mark Twain, Robert Louis Stevenson, Albert Camus, Bertolt Brecht, Anna Seghers, Louis-Ferdinand Céline, James Joyce, Gustave Flaubert, Anton Tschechov, Marcel Proust und immer wieder Hermann Peter Piwitt.

3) Woher bekommen Sie die Ideen für Ihre Bücher?

Besser als erfinden, ist: finden. Man muss aufmerksam sein, wach, neugierig. Luftgeborene Bücher taugen selten etwas. Aber wenn man schaut und hört und riecht und liest, dann hält die Welt viele Geschichten und Figuren parat.

4) Wie halten Sie Kontakt zu Ihren Lesern?

Da ich jedes Jahr sehr oft und lange auf Lesereise bin, stellt sich das Gespräch mit den Lesern von selbst her. Da wird man als Autor kritisiert, gelobt und korrigiert. Nicht immer, aber oft sind das freundliche, bereichernde Begegnungen.

5) Wann und was lesen Sie selbst?

Ich bin ein Buchstaben-Junkie geblieben; die Antwort lautet also: Immer und alles.