Willems letzte Reise

von Jan Steinbach 
4,7 Sterne bei25 Bewertungen
Willems letzte Reise
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

dartmauss avatar

Eine Geschichte, die einen nachdenklich aber auch traurig macht.

Marapayas avatar

Berührendes Buch über die Sprachlosigkeit innerhalb der Familie und der Hoffnung, dass es nie zu spät für neue Abenteuer und Versöhnung ist.

Alle 25 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Willems letzte Reise"

Wenn du noch einmal die Gelegenheit hast, das Richtige zu tun. Einsam und mit seiner Familie zerstritten, lebt der alte Willem auf seinem Bauernhof in Ostfriesland. Dann bringt seine Tochter ungefragt ihren Sohn Finn bei ihm unter, weil sie sich wegen ihrer Trennung nicht anders zu helfen weiß. Und sosehr sich der knurrige alte Mann auch dagegen wehrt – der bezaubernde kleine Junge erobert sein Herz. Ausgerechnet jetzt erhält Willem eine fatale Nachricht. Aber um ein Versprechen zu erfüllen, das er Finn gegeben hat, begibt er sich mit seinem alten Traktor auf eine Reise quer durch Deutschland. Schon bald wird jedoch klar, dass Willem nicht mehr lange drum herumkommen wird, sich seinen Fehlern von damals zu stellen.
Einfühlsam und berührend erzählt Jan Steinbach von den Wunden, die sich in der Geschichte jeder Familie finden, und dem Glück, endlich die richtige Entscheidung zu treffen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783352009099
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:Rütten & Loening Berlin
Erscheinungsdatum:13.04.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 22.03.2018 bei Audible Studios erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,7 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne19
  • 4 Sterne4
  • 3 Sterne2
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    A
    Alex_Grubervor einem Monat
    Ein Buch, das mir wirklich zu Herzen ging

    Mit "Willems letzte Reise" von Jan Steinbach habe ich wieder mal ein Buch gelesen, das mir wirklich zu Herzen ging.
    Willem ist ein Kleinbauer aus Ostfriesland. Seine Frau kam vor siebzehn Jahren bei einem Autounfall ums Leben. Ab diesem Zeitpunkt haben sich ihm seine beiden Kinder entfremdet. Sein Sohn Martin, da der Vater nicht damit klar kam, dass er homosexuell ist, ist nach Hamburg gezogen und sie haben gar keinen Kontakt mehr.
    Seine Tochter Marion sieht er noch ab und zu einmal. Marions Mann Joost hat sich von ihr getrennt und Marion weiß nun nicht wohin mit ihrem achtjährigen Sohn Finn, wenn sie am Nachmittag arbeiten muss. Deswegen bringt sie ihn zu ihrem Vater auf den Hof.
    Zunächst weiß Willem absolut nichts mit Finn anzufangen, bis er von seiner Leidenschaft zu Oldtimer Traktoren erfährt. Und so beginnen die beiden den alten Lanz Traktor von Willems Vater zu restaurieren.
    Es gibt einen zweiten Handlungsstrang, in dem sich Willem mit dem fertig restaurierten Traktor auf den Weg zu dem Werk macht, in dem er hergestellt wurde. Er will damit ein Versprechen einlösen, das er Finn gegeben hat. Willem weiß, dass er dafür nicht mehr viel Zeit hat, denn er ist sehr krank. Auf dieser Fahrt lernt Willem viele interessante Menschen kennen und lernt noch einiges über sich selbst.....
    Ich finde den Schreibstil von Jan Steinbach wirklich sehr schön. Er hat so einen schönen Erzählstil, dass man meint, man sitzt selbst mit Willem auf dem Traktor. Man freut sich mit Willem und leidet auch mit ihm.
    Außerdem finde ich wirklich toll, dass er sich die Zeit für Finn nimmt, der sehr unter der Trennung seiner Eltern leidet. Finn machen die ständigen Streitereien seiner Eltern schwer zu schaffen und Willem und das Restaurieren des Traktors sind genau das was er braucht. 
    Dies war wieder mal ein Buch, das mir wirklich so richtig zu Herzen ging. Ich finde es wirklich sehr lesenswert!

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    dartmauss avatar
    dartmausvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Geschichte, die einen nachdenklich aber auch traurig macht.
    Willems Reise durch sein Leben

    Das Cover des Buches ist der absolute Hammer und so wunderbar passend zum Buch. Der Traktor mit den Luftballons spiegelt im großen und ganzen Willems Leben wieder.


    Inahlt: Für Landwirt Willem geht eine Ära zu Ende. Seine Kinder wollen den Familienbetrieb mit der Landwirtschaft nicht übernehmen. Doch kurz bevor er in den wohlverdienten Ruhestand gehen will, erhält er eine traurige Diagnose. Kurzerhand nimmt er seinen alten Lanz und begibt sich auf eine Reise quer durch Deutschland. Und diese Reise ändert so einiges an Willems Einstellung.


    Meine Meinung: Der Schreibstil des Buches ist flüssig, interessant und teilweise sehr gefühlvoll. Gerade Willems Charakter wurde vom Autor sehr umfangreich und genau beschrieben. Aber auch Willems Wandlung während der Fahrt sind sehr deutlich sichtbar. Anfangs hatte ich so meine Probleme mit dem mürrischen Kauz, doch je mehr ich aus seinem Leben erfahren konnte, desto mehr habe ich ihn lieben gelernt. An vielen Stellen sind mir echt die Tränen gekommen, denn beim Blick hinter die Kulissen erkennt man, warum Willem so kauzig geworden ist. Sein Enkel Finn hingegen fand ich vom ersten Moment an toll. Sehr unbekümmert und sympathisch knackt er den Kern des alten Mannes. Wirklich eine Geschichte, die ans Herz geht und noch lange nachwirkt.


    Mein Fazit: Eine sehr tiefgehende, zum Nachdenken anregende Geschichte, die ich wirklich empfehlen kann.

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    Marapayas avatar
    Marapayavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Berührendes Buch über die Sprachlosigkeit innerhalb der Familie und der Hoffnung, dass es nie zu spät für neue Abenteuer und Versöhnung ist.
    Mit dem Lanz auf große Fahrt

    Das Geräusch eines angeworfenen Treckers erfüllt mich bis heute sofort mit dem Gefühl von Heimat und Kindheit. Wie oft knatterte es morgens unter meinem Fenster und mein Opa zog mit seinem kleinen grünen Traktor los. Es war dann das Highlight, wenn ich mit ihm mitfahren durfte und später, als ich groß genug war an die Pedalen heranzureichen, durfte ich den Traktor auf dem Feld in der Spur halten, während die Erwachsenen hinter dem Pflug, der Egge oder sonstwas hinterher gelaufen sind. Nur mit den Herstellernamen hab ich es nicht so. Ich merke mir einfach nicht, welche Marke unser kleiner grüner Trecker ist. Klar kann ich einen Deere von einem Lanz, Deutz oder Fendt unterscheiden, aber ich müsste dann schon mindestens vor ihnen stehen. Finn ist da ja schon mit seinen acht Jahren ein richtiger Treckerexperte. Er kennt alle Modelle und ihre Feinheiten, und das, obwohl er zu seinem Opa gar keinen richtigen Draht hat. Wie auch? Immerhin ist seine Mutter kein großer Fan von Willem, nach dem Tod ihrer Mutter steht viel Unausgesprochenes zwischen ihnen und Besuche gab es immer nur sporadisch. Doch Marion steckt nun mitten in einem Scheidungskrieg mit ihrem Exmann und kämpft um das Sorgerecht für ihren Sohn. Das Leben wird immer teurer und sie muss Arbeitsstunden aufstocken. Da gibt es nur noch Willem und seinen Hof als Betreuungslösung für Finn. Alle leiden unter der Situation, besonders Finn will sich nicht zwischen seinen Eltern entscheiden müssen. Willem versucht seinen Enkel aufzubauen und gemeinsam bringen sie den alten Lanz Bulldog wieder auf Vordermann. Opa und Enkel schmieden einen Plan, mit dem Lanz zurück an seinen Herstellungsort zu fahren, in ein, zwei Jahren. Doch dann läuft Willem plötzlich die Zeit weg und er muss sich früher als geplant auf die Reise begeben.

    Jan Steinbach hat hier ein kleines erzählerisches Schätzchen vorgelegt. Er wechselt Kapitelweise zwischen zwei eng beieinanderliegenden Zeiträumen und trennt damit Willems letzte Reise, die über Tage geht, von der Vorgeschichte zur Idee der Reise, die sicher über ein knappes Jahr erstreckt. Die Figuren sind sehr liebevoll gezeichnet, mit Ecken und Kanten. Sie erzählen von der Sprachlosigkeit zwischen Menschen, die sich lieben und den Zugang zueinander verloren haben. Jeder von ihnen ist mit sich selbst beschäftigt und tut sich schwer, die Perspektive des anderen einzunehmen. Das ist ein Phänomen, welches sich auch im digitalen Zeitalter nicht verlieren, sondern eher noch schlimmer wird.

    Die Hauptfigur ist Willem und sein Lanz. Willems letzte große Fahrt ist auch eine Fahrt zu sich selbst. Von der ersten Seite an schwingt der Verlust und die Trauer um seine Frau mit. Aber als Leser erfährt man die genauen Umstände des tödlichen Autounfalls vor 17 Jahren erst nach und nach. Die Spannungen innerhalb der Familie können nur schlecht eingeordnet werden. Man erlebt Willem als alten kauzigen Bauern, der allein auf seinem Hof herumwerkelt und furchtbar einsam und verbittert scheint. Erst der Enkel Finn kann diese Mauer um Willem allmählich aufbrechen. Und während Willem durch Deutschland mit seinem alten Lanz tuckert, entspinnt sich das ganze Ausmaß seiner traurigen Familiengeschichte, die sich womöglich nun in anderer Form bei seinen Kindern zu wiederholen droht.

    Willems letzte Reise ist ein sehr berührendes Buch, obwohl und gerade weil es eine ganz normale Familiengeschichte erzählt, die sich so oder ähnlich wahrscheinlich tausendfach auf der Welt zutragen könnte. Aus der Perspektive des Lebensabend wirkt die Handlung und ihre Erzählweise besonders authentisch und glaubhaft. Eine klare Leseempfehlung.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Herbstroses avatar
    Herbstrosevor 3 Monaten
    Probleme über Probleme …

    Bauer Willem aus Ostfriesland lebt schon lange allein, seine Frau ist vor 17 Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen und mit seinen beiden erwachsenen Kindern hat er so gut wie keinen Kontakt mehr. Jetzt ist er im Rentenalter und ahnt, dass er krank ist und nicht mehr lange zu leben hat. Aber vorher hat er noch einen Plan. Er möchte mit seinem 9jährigen Enkel Finn, den er gelegentlich betreut wenn seine Mutter keine Zeit hat, das John-Deere-Traktorenwerk in Mannheim besichtigen und anschließend am jährlichen Bulldog-Treffen in Speyer teilnehmen - und zwar mit dem alten Lanz Bulldog. Der Junge liebt Traktoren über alles und war ihm behilflich, den alten Trecker, der unbenutzt in der Scheune stand, wieder fahrbereit zu machen. Willem regelt alles, verkauft die Kühe, packt seinen alten Koffer und schließt den Hof ab. Jetzt könnte es losgehen – doch Finn ist während der Sommerferien im Ferienlager im Sauerland … 

    Laut Eintrag im Buch ist Jan Steinbach das Pseudonym eines, 1973 geborenen, erfolgreichen deutschen Schriftstellers. Nach Jahren in Berlin soll er einen Sommer in seiner alten Heimat auf dem Lande verbracht haben, was ihm die Anregung zu diesem Buch gab. „Willems letzte Reise“ ist der erste Roman unter diesem Pseudonym. 

    Eigentlich ein nettes Thema für ein paar unbeschwerte Lesestunden, sollte man glauben. Doch leider hat der Autor an familiären und anderen Problemen reingepackt, was nur irgendwie möglich ist. Alter, Krankheit, Unfalltod, Homosexualität und Scheidung, um nur einige zu nennen. Hinzu kommen Probleme in der Landwirtschaft, Entfremdung innerhalb der Familie, über Jahre hinweg nicht miteinander reden, wohin mit dem Kind nach der Trennung usw. usw. Hierbei sind die Gefühle und Gedanken des Kindes bemerkenswert gut heraus gearbeitet. Großen Raum nehmen auch Details und Erklärungen über Trecker, Bulldogs bzw. Traktoren ein. Wer auf diesem Gebiet sein Wissen erweitern möchte, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

    Der Schreibstil ist einfach, gut lesbar und besteht sehr viel aus wörtlicher Rede. Durch Willems Rückerinnerungen während der Reise springen die Zeiten kapitelweise hin und her. Dadurch erfährt der Leser wie es zu den einzelnen Situationen kam, die das Familienleben heute so sehr belasten. Man kann die Vergangenheit nicht ändern, jedoch Fehler und Missverständnisse in der Gegenwart bereinigen und für die Zukunft seine Lehren daraus ziehen, dies müssen sich alle Beteiligten während Willems Reise eingestehen. Vielleicht wird sich auch der eine oder andere Leser in der Geschichte wiederfinden und dadurch etwas in seinem Leben ändern können. Für Willem und seine Familie wird sich zukünftig vieles ändern … 

    Fazit: Keine große Literatur, aber unterhaltsam und eine gute Anregung zum Nachdenken!

    Kommentieren0
    57
    Teilen
    OmaInges avatar
    OmaIngevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Bewegende Opa-Enkel-Reise auf einem Lanz Bulldog quer durch Deutschland.
    Bewegende Opa-Enkel-Reise auf einem Lanz Bulldog quer durch Deutschland.

    Willem hat seine Kühe schweren Herzens verkauft und bekommt auch noch eine schlechte Diagnose – so sollte sein Leben als Bauer eigentlich nicht enden.

    Sein Enkel Finn der ihm, mehr oder weniger, aufgedrängt wird fordert Willem als Opa. Dann entdecken die beiden ihre Liebe zu einem alten Traktor. So beginnt Willems letzte Reise mit Finn auf einem Lanz Bulldog an das andere Ende Deutschlands.

    In diesem Buch geht es um ein gestörtes Vater-Tochter-Verhältnis. Keiner von beiden hat sich viel um den anderen gekümmert nachdem die Tochter aus dem Haus gegangen und die Mutter gestorben ist. Opa und Enkel finden auf der Fahrt zueinander. Der Autor hat es verstanden den Protagonisten ein Gesicht zu geben. Obwohl es eher um ein trauriges Thema geht, hat mir das Lesen viel Freude bereitet. Es gibt durchaus lustige Begebenheiten.

    Für mich als Trecker-Fan (norddeutsch für Traktor) gibt es nur eine Kleinigkeit zu bemängeln. Der auf dem Cover abgebildete Traktor ist kein Lanz Bulldog. Der Autor hat im Buch den Lanz Bulldog sehr gut beschrieben und das schöne Bild versinnbildlicht „Willems letzte Reise“ trotzdem perfekt.


    Kommentieren0
    27
    Teilen
    Diana182s avatar
    Diana182vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr emotional und tiefsinnig! Ein wundervolles Buch!!
    Willems letze Reise - einemotionaler Roman, der viele Gefühle im leser anspricht!

    Das Cover zeigt einen Traktor, der an vielen Luftballons zwischen den Wolken schwebt. Das Buch fühlt sich seidig an und liegt sehr angenehm in der Hand. Auch der Titel fällt ins Auge und so kommt man nicht Drumherum einen Blick auf den Klappentext zu werfen.


    Dieser wirkt direkt emotional und verspricht eine Geschichte, die das Herz tief ansprechend dürfte….


    Willem ist der typisch, einbrödlerische, mürrische Mann schlechthin. Mit der Familie zerstritten lebt der nun sein eigenes Leben und schert sich wenig um die Probleme anderer. Dies ändert Enkel Finn schlagartig und nichts ist mehr so, wie Willem es für sich gewählt hat.


    Die Geschichte berührte mich mitunter sehr stark. Willem erhält anfangs leider sehr wenig Sympathiepunkte, taut dann aber vor den Augen des Lesers immer mehr auf und entwickelt sich zu einem ganz andren, neuen Menschen. Finn hingegen schloss ich direkt in mein Herz und freute mich über die Wandelung, die er bei seinem Großvater bewirkte. So wirken die Charaktere sehr menschlich und authentisch gezeichnet.


    In zwei verschiedenen Zeitsträngen erzählt der Autor eine tiefsinnige, feinfühlige, herzergreifende Geschichte, welche den Leser schnell in seinen Bann zieht. Einmal mit dem lesen begonnen, wollte ich dieses Roman gar nicht mehr aus den Händen legen.


    Der Autor besitzt einen angenehmen Schreib- und Sprachstil, welcher mich an einigen Stellen zum Schmunzeln brachte, mir aber auch manchmal die Tränen in die Augen trieb. So werden hier viele Gefühle angesprochen, welche die Geschichte auch noch länger im Gedächtnis bleiben lassen werden.


    Mein Fazit:
    Dieses Buch hat mich emotional sehr bewegt und sowohl zum Lachen als auch um Weinen gebracht. Das schaffen nicht viele Bücher! So kann ich dieses Buch wirklich nur empfehlen und hoffe auf weitere tolle Werke des Autors.

    Kommentieren0
    5
    Teilen
    Pagina86s avatar
    Pagina86vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Berührende Opa und Enkel Beziehung und etwas schwierige Vater-Tochter- Geschichte! Sehr lesenswert!
    Willems letzte Reise - berührend

    Bisher hab ich nur eine Großvater-Enkel-Geschichte gelesen. Bei "Willems letzte Reise" fiel mir gleich der interessante Klappentext auf und  wollte unbedingt mit Willem und Finn mitfahren. Es war ein wundervolle Reise mit seinem Lanz quer durch Deutschland. Ich hatte keinerlei Erwartungen, ich ließ mich auf dieses Abenteuer ein und es war einzigartig.

    Ich bin nicht so der Bulldog Fan, aber der Autor hat mich mit seinen ausführlichen Beschreibungen überzeugt.

    Der Hauptprotagonist Willem ist ein alter mürrischer einsamer Landwirt, den ich sehr gut kennen lernen konnte. Er war auf seiner Art sympathisch.  Sein Enkel Finn ist ein liebenswerter Junge, der sich für Traktoren interessiert. Marion und Joost konnte ich nicht so gut leiden. Die Zwistigkeiten zwischen den beiden waren mir zu viel.
    Die kleinen Begegnungen, die Willem auf der Fahrt erlebt, fand ich ganz toll erzählt. 
    Der Schreibstil ist einfach flüssig und wunderbar erzählt. Bei den detaillierten Beschreibungen des Lanz Bullog merkte ich, dass der Autor die Traktoren sehr liebt. 
    Die Handlung ist eher schwere Kost, es geht um Verlust, Trauer und Trennung. Das Duo Willem und Finn sind unschlagbar. 
    Klasse fand ich, dass am Ende der Geschichte eine Landkarte aufgezeichnet worden ist. 

    Auf jeden Fall werde ich noch weitere Romane von Jan Steinbach lesen wollen.

    Fazit
    berührend, traurig, sympathisch, einzigartig & liebenswert

    Kommentieren0
    12
    Teilen
    Susimuellers avatar
    Susimuellervor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Tolles Buch, tolle Idee, aber langer Atem
    Ein letztes Mal für Willem und seinen Traktor

    Der Landwirt Willem hat sein ganzes Leben mit ganzem Herzen seinen Bauernhof bewirtschaftet. Doch mit seiner Generation geht diese Ära zu Ende. Seine Kinder möchten von der Landwirtschaft nichts mehr wissen.

    Gerade hat Willem seine letzten Kühe verkauft und will nun in den Ruhestand gehen. Doch eine erschütternde Diagnose macht ihm auch dies zu nichte.

    Weil er seinem Enkel ein Versprechen gegeben hat, macht sich Willem mit seinem alten Traktor auf eine Reise quer durch Deutschland. Auf dieser Fahrt resümiert er sein Leben. Alte Lasten holen ihn ein.

    "Willems letzte Reise" ist ein tolles Buch über die Versäumnisse in unserem Leben. Wir können unserer Vergangenheit nicht davon Laufen und wir können auch unserer Schuld nicht davon laufen. Auf der Reise durch Deutschland muss sich Willem dies eingestehen.

    Der Plot hat mich fasziniert und das Thema durch eine Traktorreise umzusetzen, finde ich spannend.
    Allerdings hat mich der Spannungsaufbau sehr enttäuscht. Die Geschichte plätschert vor sich hin, wie das Tuckern des alten Traktors.  Ich habe irgendwann nach zwei Dritteln den Faden verloren und musste mich dann arg durchquälen.

    Aber das ist natürlich eine subjektive Einschätzung. Für jemanden, der sich mit der Thematik des Buches beschäftigt, kann der Roman durchaus sehr lesenswert sein.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Vampir989s avatar
    Vampir989vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: sehr berührende und emotionale Geschichte
    sehr berührende und emotionale Geschichte

    Klapptext:


    Wenn du noch einmal die Gelegenheit hast, das Richtige zu tun. Einsam und mit seiner Familie zerstritten, lebt der alte Willem auf seinem Bauernhof in Ostfriesland. Dann bringt seine Tochter ungefragt ihren Sohn Finn bei ihm unter, weil sie sich wegen ihrer Trennung nicht anders zu helfen weiß. Und sosehr sich der knurrige alte Mann auch dagegen wehrt – der bezaubernde kleine Junge erobert sein Herz. Ausgerechnet jetzt erhält Willem eine fatale Nachricht. Aber um ein Versprechen zu erfüllen, das er Finn gegeben hat, begibt er sich mit seinem alten Traktor auf eine Reise quer durch Deutschland. Schon bald wird jedoch klar, dass Willem nicht mehr lange drum herumkommen wird, sich seinen Fehlern von damals zu stellen.

    Ich hatte große Erwartungen an dieses Buch und wurde nicht enttäuscht.Schon allein das Cover ist ein wahrer Blickfang.Sehr aufwendig verarbeitet als Hardcover.Und dann dazu das tolle Design.Der Bulldog mit den vielen Luftballons.Es ist so wunderschön und man bekommt dadurch schon gleich Lust zum Lesen.
    Der Schreibstil ist leicht,flüssig und locker.Die Seiten flogen nur so dahin.Einmal angefangen mit Lesen wollte ich das Buch kaum noch aus den Händen legen.
    Ich habe Willem,einen alten eigensinnigen sturen Mann kennengelernt.Als Finn sein Enkel zu ihm kommt verändert sich sein Leben.Der lebendige Junge beginnt sein Herz zu erobern.
    Die Geschichte wird in zwei Zeitrebenen erzählt.In der Vergangenheit erfahren wir wie zu dem Streit zwischen Willem und seiner Familie kam.In der Gegenwart begleiten wir Willem und Finn für einige Zeit.
    Die Protoganisten wurden sehr gut beschrieben und ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Besonders Willem und Finn fand ich sehr sympatisch und habe sie in mein Herz geschlossen.Durch die sehr einfühlsame und fast poetische Erzählweise des Autors wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Jedes Wort,jeder Satz hat mich sehr bewegt und berührt und teilweise musste ich sogar Weinen.Jan Steinbach beschreibt alles so gefühlvoll,emotional und bewegend .Ich konnte mich richtig in die Gedankenwelt von Opa Willem hinein versetzen.Auch hat der Autor verstanden etwas Humor in die Geschichte einzubauen.So habe ich mich bei einigen Situationen köstlich amüsiert und geschmunzelt.Durch die sehr guten Recherchen von Jan Steinbach und seiner eigenen Erfahrungen habe ich viel Wissenswertes und Informatives über Bulldogs und Traktoren erfahren.Das hat mir sehr gut gefallen.Die Handlung blieb immer sehr interessant und zu keiner Zeit kam Langeweile auf.Ich habe schon lange nicht mehr ein solch herzberührendes und emotionals Buch gelesen.Auch hat es mich zum Nachdenken angeregt.Mir hat diese Geschichte sehr gut gefallen und ich vergebe glatte 5 Sterne.

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    foxydevils avatar
    foxydevilvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Manchmal muss man aufbrechen um anzukommen.....
    Sehr emotional und berührend

    Das Cover fiel mir ins Auge und auch der Titel machte mich nachdenklich und ich wollte das Buch gern lesen.
    Als ich das Buch in den Händen hielt war ich begeistert.
    Das schöne Hardcover, die Buchgröße, das Lesebändchen und auch die Gestaltung.
    Jeder Beginn und jedes Ende eines Kapitels ziert eine Möwe.
    Und zwar von allem!
    Ebenso von der Karte am Buchende.

    Aus dem Inhalt:
    Willem sein ganzes Leben ein Bauer aus Ostfriesland, mit seiner Familie nicht im besten Verhältnis bekommt von seiner Tochter den Enkel zur Betreuung auf Auge gedrückt.
    Nach einer holprigen Anlaufzeit kommen sich beide über ihre Begeisterung für alte Traktoren näher und der Kleine knackt so nach und nach den Großen.
    Willems Herz wird weicher.
    Um von den Verhältnissen im Hause des Kleinen abzulenken (Scheidung und den damit verbundenen Streitigkeiten seiner Eltern) beginnen die beiden den alten Lanz Bulldog welcher sein Betriebsleben auf dem Hof runtergerissen hat zu restaurieren.
    Im Zuge dessen verspricht Willem seinem Enkel zusammen mit dem restaurierten Lanz in den Süden zu fahren um das Traktorenwerk zu besuchen wo der Traktor das Licht der Welt erblickt hat.
    Gleichzeitig wollen sie auch ein Oldtimertreffen besuchen.
    Dock kann Willem sein Versprechen halten?
    Steht doch eine entscheide Nachricht bei Willem ins Haus.

    Meine Meinung:
    Das ist Buch ist trotz seiner fiktiven Handlung sehr lebensnah und stimmt nachdenklich.
    Besonders kam ich ins Grübeln über den Umgang miteinander und dem Wert der Familie.
    Die Figuren welche sehr glaubhaft gezeichnet sind und Situationen könnten uns alle im täglichen Leben begegnen.
    Von der ersten bis zur letzten Seite war ich an dem Buch emotional gebunden.
    Für mich eine Gefühlsachterbahn.
    Der gut zu lesende Schreibstil und angenehm überschaubare Kapitel komplettierten das zusätzlich.
    Die Rückblicke in der Zeit welche die Handlung rund machen haben mir ebenfalls sehr gut gefallen.
    Auch wenn ich am Ende mehr als eine Träne im Knopfloch hatte.
    Das Buch ist besonders zu empfehlen, wenn man mit familiären Zwistigkeiten zu kämpfen hat oder sich in einem Trennungskrieg befindet.
    Es könnte einem auf die eine oder andere Art die Augen öffnen.
    Und jeder der diese Art Probleme nicht hat oder kennt wird mit dem Büchlein trotzdem sehr gut unterhalten. (Nicht nur Traktor Fans ;o) )

    Fazit:

    Jan Steinbach hat ein berührendes zu Herz gehendes Buch geschaffen.
    Leider kann ich nur 5 Sterne vergeben ;o)

    Kommentieren0
    0
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    aufbauverlags avatar
    Autoren oder Titel-Cover
    Wenn du noch einmal die Gelegenheit hast, das Richtige zu tun.

    Einsam und mit seiner Familie zerstritten, lebt der alte Willem auf seinem Bauernhof in Ostfriesland. Dann bringt seine Tochter ungefragt ihren Sohn Finn bei ihm unter, weil sie sich wegen ihrer Trennung nicht anders zu helfen weiß. Und sosehr sich der knurrige alte Mann auch dagegen wehrt – der bezaubernde kleine Junge erobert sein Herz. Ausgerechnet jetzt erhält Willem eine fatale Nachricht. Aber um ein Versprechen zu erfüllen, das er Finn gegeben hat, begibt er sich mit seinem alten Traktor auf eine Reise quer durch Deutschland. Schon bald wird jedoch klar, dass Willem nicht mehr lange drum herumkommen wird, sich seinen Fehlern von damals zu stellen.
    Einfühlsam und berührend erzählt Jan Steinbach von den Wunden, die sich in der Geschichte jeder Familie finden, und dem Glück, endlich die richtige Entscheidung zu treffen.

    Hier zur Leseprobe:  http://www.aufbau-verlag.de/media/Upload/leseproben/9783352009099.pdf

    Über Jan Steinbach
    Jan Steinbach, geboren 1973, ist das Pseudonym eines erfolgreichen deutschen Schriftstellers, der auf einem Bauernhof nahe der niederländischen Grenze aufgewachsen ist. Nach vielen Jahren, die er beruflich in Berlin zugebracht hat, verlebte er einen Sommer in seiner alten Heimat, wo zwischen Wiesen und Kuhställen die Idee für den vorliegenden Roman entstand. »Willems letzte Reise« ist sein erster Roman als Jan Steinbach.  

    UPDATE 25.04.2018: 
    Im Thread "Gespräch mit dem Autor" freut sich Jan Steinbach auf eure Fragen, Anmerkungen und Eindrücke zum Buch.

    Jetzt bewerben!
    Um eines der 25 Freiexemplare zu ergattern, bewerbt euch bitte mit Klick auf den "Bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: Welches Buch hast du zuletzt gelesen?

    Wir freuen uns auf euch und einen regen Austausch!

    Euer Team vom Aufbau Verlag

    * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Buchverlosung schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.

    ** Bitte beachtet, dass es sich hier um eine Buchverlosung handelt und nicht um eine Leserunde. Ihr könnt natürlich trotzdem gerne hier über das Buch diskutieren, aber eine Moderation wird es nicht geben
    brenda_wolfs avatar
    Letzter Beitrag von  brenda_wolfvor 2 Monaten
    Schade... mein Buch ist nie angekommen
    Zur Buchverlosung

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks