Jan Stressenreuter

 4.4 Sterne bei 41 Bewertungen
Autor von Und dann der Himmel, Haus voller Wolken und weiteren Büchern.

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Erscheint am 04.03.2019 als Taschenbuch bei Querverlag.

Alle Bücher von Jan Stressenreuter

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Und dann der Himmel

Und dann der Himmel

 (9)
Erschienen am 28.02.2006
Haus voller Wolken

Haus voller Wolken

 (7)
Erschienen am 01.03.2015
Mit seinen Augen

Mit seinen Augen

 (4)
Erschienen am 03.03.2008
Wie Jakob die Zeit verlor

Wie Jakob die Zeit verlor

 (3)
Erschienen am 01.03.2013
Aus Wut

Aus Wut

 (3)
Erschienen am 01.09.2011
Aus Rache

Aus Rache

 (3)
Erschienen am 02.03.2009
Aus Angst

Aus Angst

 (3)
Erschienen am 01.03.2010

Neue Rezensionen zu Jan Stressenreuter

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Rezension zu "Haus voller Wolken" von Jan Stressenreuter

Berührend und nachwirkend
RosePievor 6 Monaten

Obwohl ich schon durch den Klappentext wusste, dass dieses Buch kein Wohlfühl-alles-wird-am-Ende-gut-Buch ist, hat mich die Leseprobe so neugierig gemacht, dass ich auch den Rest lesen wollte. Mehr als bei jedem anderen Buch, das ich bisher gelesen habe, konnte ich zwar nicht aufhören zu lesen, fürchtete mich aber vor dem Ende. Der geistige Verfall durch die Krankheit wird einfühlsam, aber schonungslos beschrieben. Auch die Gefühle des fürsorglichen, liebenden Partners, dem alles immer mehr über den Kopf wächst und der mehr und mehr überfordert ist. Es ist sehr authentisch geschrieben, so sehr, dass ich zwischendurch und am Ende nur noch geheult habe. Trotzdem werde ich das Buch in meiner Familie und meinem Bekanntenkreis empfehlen und lege es jedem, der sich für dieses Thema interessiert, ans Herz. Definitiv eines meiner Lieblingsbücher.

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zuendegelesens avatar

Rezension zu "Haus voller Wolken" von Jan Stressenreuter

Selten hat mich ein Buch so hinterlassen wie dieses, in Tränen aufgelöst und sehr nachdenklich.
zuendegelesenvor 9 Monaten

Meinung

Optisch ist dieses Buch ein Hingucker. Man sieht einen recht attraktiven Mann, der verträumt aus einem Fenster schaut. Er erweckt den Eindruck, dass er erschöpft ist und eine Auszeit braucht. Sein Blick schweift nach draußen, ist leer. Der Regen strömt. Die Stimmung, die vom Cover ausgeht, ist schon bedrückend. Ein gelungenes Cover spiegelt nur das Äußere eines Buches wider und verrät nicht zu viel über den Inhalt, der in diesem Fall noch mehr zu bieten hat.

Die Reise geht an einen Stadtrand von Köln, eine große und bekannte Stadt in Deutschland. Zu sehr wird die Stadt allerdings nicht in den Vordergrund gestellt, da der Fokus viel eher auf der näheren Umgebung lag. Es diente rein zur Orientierung, in welchem Gebiet man sich befindet. Und da muss ich sagen, hat der Autor gute Arbeit geleistet. Nähere Beschreibungen des Hauses oder eben andere Umgebungen sind treffend. Und das reicht mir persönlich schon aus bei einem Roman.

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Ich konnte diesen viel abgewinnen, da sie vielschichtig und durchdacht waren. Ich hatte beim Lesen den Eindruck, dass Stressenreuter sich gut überlegt hat, welcher Charakter welche Funktion einnimmt. Man merkt es alleine schon daran, dass Roman in einem Pflegeberuf arbeitet. Das bietet im Zusammenspiel mit der Lage und Handlung einen beachtenswerten Spielraum, der genutzt wird. Aber auch Karsten, in diesem Fall der an Alzheimer erkrankte Part, ist dem Autor gelungen. Sicher hat er dafür viel Recherchen angestellt oder auch eigene Erfahrungen sammeln können. Dann gab es noch zwei junge Erwachsene, die ebenfalls gut eingebracht wurden, die aber meiner Meinung nach im Widerspruch mit sich selbst standen. Sprachlich gesehen. Darauf gehe ich gleich noch mal ein. Zusammenfassend kann ich aber sagen, dass Jan Stressenreuter viele Möglichkeiten ausgenutzt hat und ihm die Charaktere allesamt gelungen sind.

Mit treffenden Worten konnte der Autor eigentlich genau meine Gedanken in den passenden Momenten niederschreiben. Es ist erstaunlich, wie viele Worte man für dieses Buch hatte, aber sie einem nicht über die Lippen kamen. Man denkt sich beim Lesen viel selbst, man fängt an, über die Erkrankung nachzudenken. Fassungslosigkeit ist ein solches Wort, was zwar existent war in meinem Kopf, aber nicht mal annähernd ausdrücken konnte, was ich empfand. Eine Aneinanderreihung solcher Worte hat diese Gefühle eher beschreiben können. Das unterstützt den Stil des Autors natürlich und bekräftigt sein Können. Ich empfand das Buch als ‘leicht zu lesen’, auch wenn der Inhalt alles andere als leichte Kost war. Und trotzdem ist es dem Autor gelungen, durch Situationskomik die Handlung aufzulockern. Die Ernsthaftigkeit ging dadurch keineswegs verloren. Man konnte nur mal etwas aufatmen und sich danach wieder auf die eigentliche Handlung konzentrieren.

Aber es gab auch Punkte bei diesem Buch, die ich anmerken muss, die mich gestört haben. Zum Beispiel wären da die Situation in der Marvin und sein Freund Tom (zu Besuch bei Roman und Karsten) mit einer Erektion ins Haus laufen. Das hatte einen Beigeschmack, den ich nicht nachvollziehen konnte. Diese Freizügigkeit kam so nicht rüber, auch wenn sie noch Badehosen anhatten. Das ist etwas, das mich gestört hat. Dann gab es da noch die Situation, wie Roman und Karsten sich kennenlernen. Das unterstreicht eigentlich die Klischees, die ich persönlich nicht gutheiße und die immer so ein Bild abgeben, was mich auch stört. Um noch mal auf die Sprache von Marvin und Tom, zurückzukommen: Meiner Meinung nach stand sie im Widerspruch mit sich selbst, da sie immer etwas jugendlich und flach war, in die Hopper Richtung. Aber dann kamen manchmal Wörter, die dem normalen Sprachgebrauch der beiden nicht entsprochen haben und etwas höher waren. Das wirkte irgendwie deplatziert und hat nicht zusammengepasst, deshalb war es für mich auffällig. Nicht störend, aber auffällig.

Der Aufbau der Handlung ist zudem etwas wirr, man braucht etwas, bis man durch den Aufbau des Buches durchgeblickt hat. Durch den sprunghaften Wechsel schien es zunächst keinen roten Faden zu haben. Ich musste aber bei knapp der Hälfte des Buches feststellen, dass der rote Faden natürlich gegeben war, es war nur ein recht eigener und stilistisch gesehen, fand ich ihn herausragend. Es waren nicht mal die Videosequenzen, die mich begeistert haben, eher der gesamte Aufbau, der Handlung. Man hat viele verschiedene Winkel und Blicke auf die Geschichte bekommen können, ohne das Wesentliche zu vergessen.

Bewertung

Dieses Buch bietet, was man erwartet. Die Stimmung drückt aufs Herz. Ich hab viele Tränen geweint, eigentlich wollte ich dieses Buch nur beenden, damit ich es nicht länger ertragen muss. Meine Empathie ging da voll mit mir durch. Die Aufteilung war großartig. Ich hab diesem Buch geglaubt und ich denke, dass es gerade bei dieser Thematik wichtig ist, den Ernst der Lage zu erfassen. Zum Glück bietet der Autor da schon vorab ein paar spannende Informationen zur Erkrankung. Mir hat dann leider nur noch etwas mehr gefehlt, wie so eine Krankheit entsteht. Da sind die Schicksale der Charaktere leicht in den Vordergrund gerückt und auch das Ende hat mehr Bedeutung gewonnen, als diese Tatsache, von der man hätte durchaus etwas mehr schreiben können.

4 von 5 Sternen.

Fazit

Es bleibt zu sagen, dass dieses Buch ein schweres, bedrückendes und frustrierendes Buch ist, welches einen nachdenklich zurücklässt. Die Geschichte hat mir die Angst vor dieser Erkrankung nicht genommen, sie hat keine falschen Hoffnungen geweckt, sie hat mir auch keinen wirklichen Mut gemacht. Aber sie hat mein Verständnis dafür deutlich erweitert. Auch wenn ich niemanden kenne, der erkrankt ist, finde ich, dass man sich mit diesem Thema befassen sollte. Deswegen spreche ich eine Leseempfehlung aus, egal für wen.

Ich danke dem Quer Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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j125s avatar

Rezension zu "Und dann der Himmel" von Jan Stressenreuter

Guter Roman, mit kleinen Abstrichen
j125vor 4 Jahren

Inhalt:
Marco ist Mitte 30 und eigentlich ein ganz normaler Typ. Er kellnert, arbeitet als Synchronsprecher und hat bisher den Mann fürs Leben noch nicht gefunden. Als er kurz Weihnachten ein Stoßgebet zum Himmel schickt, ändert sich sein Leben plötzlich. Aber woher soll er denn auch wissen, dass der Herrgott persönlich sein Gebet (das eigentlich keines war) erhört und ihm Rafael, einen richtigen schwulen (!) Engel, schickt? Rafael soll ihm nun helfen und macht eigentlich viel mehr kaputt als wieder ganz, oder doch nicht?

Meine Meinung:
Das Buch stand schon jahrelang auf meiner Wunschliste, ich glaube, es ist irgendwann mal durch eine Radiosendung darauf gelandet. Ich meine, ein schwuler Engel?! Klingt schon abgefahren, aber macht auch neugierig. Das Cover fand ich auch immer wahnsinnig toll und so musste das Buch nun endlich endlich bei mir einziehen.

Mir fällt es wahnsinnig schwer das Buch zu beschreiben und auch zu rezensieren, weil ich das Gefühl habe, es enthält eine tiefere Ebene, die ich vielleicht gar nicht vollständig begriffen habe. Ich muss das Buch einfach nochmal lesen und zwar dann, wenn es nicht gerade sieben Uhr morgens in der Deutschen Bahn ist.

Die Charaktere sind ziemlich skurril, aber nicht so, dass es künstlich oder zu aufdringlich wirkt. Das fängt schon bei Marco an, der sich als Synchronsprecher für steppende Ananasdosen ein Zubrot verdient und mangels Kreativität alle seine Hamster Fridolin nennt und sie durch nummeriert. Aktuell lebt Fridolin der XIV bei ihm.
Ansonsten lebt Marco mit drei Mitbewohnern in einer Wohnung, hat eine Schwester die immer alles besser kann und besser weiß als er und zusätzlich noch zwei nervige Kinder hat und seine Eltern... na ja man muss sie alle einfach kennen lernen.

Die Handlung ist wirklich interessant und unterhaltsam. Was genau Rafael auf der Erde soll und was er und Marco so unternehmen, sollte man wirklich selbst lesen. Jedes Wort wäre zu viel und gleichzeitig zu wenig. Sie erleben auf jeden Fall einiges, manches ist sehr lustig, anderes eher zum Nachdenken, aber es ist keineswegs langweilig. Kurz: Man wird bestens unterhalten.

Trotzdem gibt es auch zwei Punkte dir mir nicht gefallen haben. Nennt mich spießig, aber ich mag es absolut nicht, wenn in Büchern gekifft wird und Kinder geschlagen werden, ohne das es kritisch betrachtet wird. Die Charaktere sind zwar nicht dauern high und die Kinder werden auch nicht verprügelt, aber sie bekommen eine Ohrfeige wenn sie weinen und das find ich halt nicht okay, weil es in dem Buch als „normal“ rüber kommt.

Den zweiten Punkt zu erklären ist gar nicht so einfach ohne zu spoilern, aber ich werde versuchen es so Allgemein aber verständlich wie möglich zu halten. Rafael soll Marco helfen, sprich aus ihm einen besseren Menschen machen. Dieser Aspekt ist auch vollkommen in Ordnung, aber jeder Mensch hat doch seine Grundsätze. Sei es nicht zu lügen, niemals nach Alkoholkonsum Auto zu fahren oder einen Seitensprung nicht zu verzeihen. Dass Rafael so konsequent versucht Marcos Grundsätze zu ändern fand ich irgendwie... blöd. Letztendlich waren diese Grundsätze vielleicht nur eine Art Vorwand und Marco hat sich nicht nett verhalten und er hat Fehler gemacht und die Geschichte funktioniert nicht, ohne das Marco über seinen Schatten springt. Dennoch, ich finde es nicht richtig, die Grundsätze eines Menschen so ändern zu wollen. Es geht ja nicht um so eine banale Tatsache wie gestreift und kariert trägt man nicht zusammen oder so.

Fazit:
Tolle Charaktere und unterhaltsame Handlung, mit ein paar – für mich! - grenzwertigen Aktionen.

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