Jan Wallentin Strindbergs Stern

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Inhaltsangabe zu „Strindbergs Stern“ von Jan Wallentin

Ein Tauchgang durch die verschlungenen Schächte einer alten Mine in Falun bringt Unheimliches zutage. Mitten auf einem Stein liegt eine Leiche. Und neben der Leiche ein mysteriöses Kreuz. Ein finsteres uraltes Geheimnis tut sich auf. Nur einige Wenige kennen dieses Kreuz, die Eingeweihten wissen: ein Stern gehört dazu, und Kreuz und Stern bilden zusammen einen magischen Gegenstand, der unendliche Macht verleiht. Doch der Stern ist verschollen. Eine mörderische Jagd beginnt, und alle haben nur ein Ziel – sie wollen den Stern: Don Titleman, tablettensüchtiger Experte für altnordische Mythologie und von seiner dunklen Vergangenheit besessen. Ein deutscher Geheimbund, der sich zu okkulten Riten auf einer Burg trifft. Und die unbändig schöne Hex, die sich in die Computer des europäischen Verkehrssystem hackt. Jeder will der Erste sein. Doch dann wird die Jagd nach dem Stern zur Jagd nach den Jägern ...

Kann man machen, kann man aber auch lassen.

— Samaire
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  • Rezension zu "Strindbergs Stern" von Jan Wallentin

    Strindbergs Stern
    Neonsonne

    Neonsonne

    14. January 2013 um 11:00

    Der Hobbyhöhlentaucher Erik Hall entdeckt bei einem Tauchgang in einem alten abgelegenen überfluteten Minenschacht tief im Innern eine Leiche. Der Tod muss erst vor kurzem eingetreten sein, denn die Leiche scheint unversehrt. Doch der Schein trügt. Neben der Leiche findet er ein mysteriöses Kreuz, das er einsteckt, bevor er die Polizei ruft.. . Der tablettensüchtige Don Titelman ist Praktikant einer ortsansässigen Zeitung und wird zum Tatort geschickt um zu recherchieren. Er ahnt nicht, dass es nicht dabei bleiben wird. Nachdem er sich mit Erik Hall bei ihm zu Hause treffen will, um ihm ein paar Fragen zu stellen, findet Don den Taucher tot auf. Schnell fällt der Verdacht auf ihn. Die Rechtsanwältin Eva Strand bietet ihm ihre Hilfe an. Später erfährt er, dass sie nicht einfach so aus dem Nichts aufgetaucht ist, sondern viel mehr dahinter steckt. Denn alles was er von da an erlebt, ist ein kaltes Abenteuer, für das er fast mit dem Leben bezahlt. Denn auch er wird in Besitz dieses Kreuzes sein und verfolgt werden. Dieses Kreuz, aus einem undefinierbaren Material, soll der Schlüssel zur Unterwelt sein.. . Das glaubte damals auch Heinrich Himmler, Chef der Gestapo und der SS, verantwortlich für die Rassenkontrolle und Konzentrationslager. Er war besessen von germanischen Mythen und Sagen. Überall meinte er, Spuren einer uralten arischen Zivilisation zu erkennen. Er glaubte den Ursprung im versunkenen Atlantis zu wissen. Er trifft auf Karl Maria Wiligut, der behauptete ein Nachfahre des altnordischen Gott Thor zu sein. . Ich würde gern mehr über diese Geschichte erzählen, aber dann verrate ich womöglich zu viel. Außerdem bin ich hin und her gerissen und frage mich, ob es wirklich für 4 Sterne reicht, oder ob 3 Sterne nicht doch zu wenig sind?! Mir fiel die Bewertung bis zum Schluss etwas schwer. Doch jetzt, wo ich das Ende kenne, das mich etwas enttäuscht zurück lässt, reicht es leider doch nur für 3. Es ist ein wirklich gutes Buch und im Großen und Ganzen bin ich sogar überrascht.. . Oft wurde so große Spannung aufgebaut, dass ich einen Lesekick erleben durfte. Aber so schnell wie diese kamen, gingen sie auch wieder fort. Das Buch ist ein Auf und Ab zwischen einer Jagd und unweltlichen Geschehnissen. Fiktion und Realität vermischen sich hier sehr gut miteinander. Eine historische Reise, die das dritte Reich überfliegt und noch weiter in die Vergangenheit vordringt.. . Ein Hauch von Lara Croft. Auf der Suche nach einem verschollenen Artefakt, das magische Kräfte besitzt!

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  • Rezension zu "Strindbergs Stern" von Jan Wallentin

    Strindbergs Stern
    Trinity

    Trinity

    27. June 2012 um 19:57

    Taucher Erik Hall findet bei einem seiner abenteurlichen Tauchgänge eine Leiche und ein mysteriöses Gebilde in Form eines Kreuzes. Dieses Kreuz behält er im Medienrummel um den Leichenfund zunächst für sich und als er schließlich damit an die Öffentlichkeit tritt, wird er kurze Zeit später ermordet. Der Verdacht fällt zunächst auf einen Professor, Don Titelmann, der eigentlich nur mit Hall verabredet war, um über das Kreuz zu reden und stattdessen seine Leiche findet. Titelmann steht nun natürlich unter dringendem Tatverdacht, zumal er medikamentenabhängig ist und eine Tasche voller Medikamente mit sich trägt. Ihm gelingt es aber schon bald mit seiner Anwältin Eva zu fliehen. Die Jagd beginnt. Ständig auf der Hut vor einer Gruppe Leute, die schon lange nach diesem Kreuz und einem dazugehörigen Stern sucht,gelangen sie an die verschiedensten Orte in Europa, allesamt stehen mit den beiden Symbolen in Verbindung. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Ich finde, es ist recht spannend geschrieben und ich hätte nicht gedacht, dass mich ein Buch dieser Art so einnehmen könnte, zumal es sich meiner Meinung nach, nicht um den typischen Thriller handelt. Es geht mehr in die Richtung Dan Brown. Was mich aber auf Dauer etwas störte waren die ganzen jiidischen Begriffe, ich weiß nicht. Fand ich auf Dauer zu viel..... Da es sich bei Strindberg um eine ehemals reale Person handelt und es gewisse Aspekte des Buches so in etwa auch gegeben hat, fand ich es sehr spannend, mir noch weiteres Wissen über das WWW anzueignen. Insgesamt lesenswert.

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  • Rezension zu "Strindbergs Stern" von Jan Wallentin

    Strindbergs Stern
    Ennilain

    Ennilain

    30. August 2011 um 21:33

    Bei einer Tauchtour in einem längst vergessenen Bergwerk macht Erik Hall einen unglaublichen Fund: Eine Leiche hält ein ungewöhnliches Kreuz aus unbekannten Material in ihren Armen. Der Taucher entwedet das Kreuz und benachrichtig die Polizei. Natürlich bekommt die Presse davon Wind und plötzlich scheinen sich alle für den seltsamen Fund zu interessieren. Nur einer nicht – Don Titelman. Erik Hall versucht vergeblich sich mit dem Professor für Geschichte und Symbolik in Verbindung zu setzen. Als Don Titelman endlich nachgibt und sich auf den Weg zu dem Taucher begibt, findet er nur noch seine Leiche. Und plötzlich beginnt eine heiße Jagd, bei der es um Leben und Tod geht … Es fällt mir sehr schwer dieses Buch zu bewerten. Irgendwie liegt es zwischen Gut und Böse. Aber warum? Erst einmal möchte ich ein Lob für die tolle Aufmachung aussprechen. Das war mal wieder so ein Buch, dass man sieht und einfach lesen möchte. Es handelt sich um ein Hardcover mit gut gestalteten Schutzumschlag. Doch nun zum Inhalt. Ich habe schnell Zugang zu dem Buch gefunden. Der Anfang ist sehr vielversprechend und spannend, der Schreibstil schlicht und flüssig. Schnell wird klar, dass hier ein unfassbares Geheimnis im Mittelpunkt steht. Doch irgendwann kam der Moment, an dem ich mich das erste Mal gewundert habe. Eine der Hauptpersonen verfügt über übersinnliche Kräft. Das mag so gar nicht zu dem bisher so realistischen Buch passen. Allerdings kann man mit diesem kleinen Ausflug ins Fantastische noch gut Leben. Anders sieht es aus, wenn man zum Ende des Romans vordringt. Die Ereignisse überschlagen sich auf einmal und es wird immer fantastischer. Schließlich gab es den Zeitpunkt, an dem ich nur noch mit dem Kopf schütteln konnte. Jeglicher Sinn für Realität war verschwunden. Das passte einfach nicht zum Rest. Eine Auflösung um das große Geheimnis wird auch nicht gegeben. Es gibt nur schwammige Andeutungen, die alles oder nichts bedeuten könnten. Man schlägt das Buch zu und fragt sich, was man da gerade gelesen hat. So erging es jedenfalls mir. Ganz anders sind dagegen die Passagen, in denen der Protagonist über die Vergangenheit seiner Großmutter berichtet. Weil sie Jüdin war, wurde sie im 2. Weltkrieg in ein Konzentrationslager verschleppt und musste Höllenqualen durchleiden. All das schildert Don Titelman realistisch und nüchtern. Man merkt, dass ihm die Geschichte seiner Großmutter tief bewegt. Hier liegt auch der Grund für sein Medizinstudium und seine späteren Forschungen über das Dritte Reich. So erfährt man auch an den entsprechenden Stellen wichtige Fakten über die Nazis, ihre Ideologie und Organisationen. Diese Passagen sind wirklich gut geschrieben und sehr informativ – sie bilden einen krassen Kontrast und holen die Handlung wieder auf den Boden. Diese nüchternen Beschreibungen und die absolut fantastischen Elemente wollen in meinen Augen einfach nicht zusammen passen. Dabei hat das Buch durchaus großes Potenzial und einen gelungenen Spannungsboden. Was mir beim Lesen außerdem aufgefallen ist: Parallelen zur Millenium-Trilogie von Stieg Larsson. Man nehme eine verrückte Hackerin, die Presse und ein großes Geheimnis und schon hat man das Rezept für einen tollen Thriller! Oder nicht? Das muss jeder Leser für sich selber entscheiden. Fazit: Strindbergs Stern von Jan Wallentin ist ein Roman, der zwischen Realität und Fantasie verloren geht. Das Buch hat viel Potenzial und durchaus seine Daseinsberechtigung, aber das abstruse Ende lässt den geneigten Leser verzweifeln. Für mich ist es ein Buch zwischen Gut und Böse.

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  • Rezension zu "Strindbergs Stern" von Jan Wallentin

    Strindbergs Stern
    NiliBine70

    NiliBine70

    22. July 2011 um 18:28

    Alles in Einem? Ein ziemlich paranoider, egoistischer, ehrgeiziger Höhlentaucher entdeckt bei Falun bei einem seiner riskanten Einzelgänge eine Leiche und ein kleines Gebilde, ein Kreuz, zu dem auch eigentlich noch ein Stern gehört, der aber verschollen ist. Nur mit dem Stern entfaltet es seine wirkliche Macht. Damit nimmt alles seinen Lauf. Plötzlich sind alle hinter diesem Stern her, der wohl schon in der Geschichte seine weitreichenden Spuren hinterlassen hat. Eine Mythologie spielt eine Rolle, die Nazis haben sich auch in Szene gesetzt, berühmte Forscher hatten Berührung…und immer wieder müssen Menschen sterben. Als dann ein von der Nazizeit und ihrer Greueltaten Besessener, drogensüchtiger Forscher die Bühne betritt, wird es richtig strange, erst recht, als sich noch eine mysteriöse Italienerin dazugesellt, wo ich bis jetzt nicht so recht weiß, welche Rolle ihr nun wirklich zugedacht war. Ich muss gestehen, so ganz habe ich das Buch nicht verstanden und zeitweise habe ich mich gefragt, ob wir als Leser die gesamte Geschichte mit den Augen des ständig „zugedröhnten“ Don Titelmann zu sehen bekommen und deswegen über allem dieser diffuse Nebel liegt und alles wie ein psychedelisches Bild anmutet. Aber zwischendurch gab es immer wieder Stellen und Dinge, die ich höchst interessant fand. Die leichte Fantasyfärbung des Ganzen war mir auch nicht unangenehm, das gab dem ganzen einen tollen Touch. Wem ich das Buch empfehlen könnte, kann ich leider nicht sagen, da wirklich alles enthalten ist, ein bisschen Krimi, Thrillerelemente, Mythologie, daraus resultierend Fantasy. Wirklich sehr schwer. Und wie ich gesehen habe, bin ich da nicht ganz alleine mit, viele Leser sind sich nicht so ganz schlüssig, welchem Genre dieser Titel zugerechnet werden soll, oder was eigentlich der Rote Faden im Buch ist. Weil ich so verwirrt bin, werde ich das Buch wohl noch mal nach einer gewissen Zeit Abstand lesen, vielleicht klärt sich für mich zumindest dann doch so einiges auf!

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  • Rezension zu "Strindbergs Stern" von Jan Wallentin

    Strindbergs Stern
    GJay89

    GJay89

    19. June 2011 um 12:52

    "Strindbergs Stern" von Jan Wallentin erzählt die Geschichte zweier mystischer bzw. schon magischer Objekte – Kreuz und Stern. Erik Hall findet das Kreuz während seiner Tauchexpedition am Grund eines Bergwerkstollens neben einer Leiche. In dem kleinen Ort in Schweden ist das natürlich eine Sensation, die auch schnell die Medien auf den Plan ruft. Einige Tage später wird Erik Hall tot aufgefunden. Erschlagen mit einer Flasche. Vom Kreuz fehlt jede Spur. Einige Tage später wird Don Titelman von der Polizei festgenommen, da er im alkoholisierten Zustand in der Nähe der Leiche war und somit der mögliche Mörder. Während er sein Verhör aufgrund von Medikamentenmissbrauch und Abhängigkeit kaum besteht, kommt Eva Strand dazu. Die Rechtsanwältin ist neben Don Titelman eine der wichtigsten Protagonisten im Buch. Beide werden praktisch aus dem Polizeigewahrsam entführt und finden sich in einer Villa einer Stiftung wieder. Hier hört Don das erste Mal davon, dass es neben dem Kreuz auch noch einen Stern gibt, und erfährt die Hintergründe, was es mit beidem auf sich hat. Der Leser begibt sich mit Don und Eva auf eine Spurensuche, die spannend und mysteriös ist, bis sich ihnen schließlich die letzten Geheimnisse von Kreuz und Stern offenbaren. Der Stil des Buches ist durchaus gradlinig, man könnte ihn schon fast als wissenschaftlich bezeichnen. Jan Wallentin erzählt die Geschichte von Anfang bis Ende und doch gelingt es ihm nicht, den Leser die ganze Zeit an das Buch zu fesseln. Hin und wieder entstehen immer wieder Längen, durch die man als Leser schwer hindurch kommt. Dennoch finde ich das Buch nicht als Ganzes schlecht, sondern allenfalls etwas komplexer als hätte sein müssen. Durch die Komplexität entstehen nämlich besagte Längen, die dem Leser im Verlauf von rund 500 Seiten immer wieder aus dem Lesefluss bringen. Thematisch beschäftigt sich das Buch mit der europäischen Geschichte und Mythologie seit 1895. Die Kombination aus Thriller, Geschichte und Mythologie ist selten, passt aber auch in diesem Fall nicht in Gänze zueinander. Der Autor vermischt Realität und Fiktion gekonnt miteinander und doch fühlt sich der Leser an manchen Stellen allein gelassen. Fazit: Für wissenschaftlich und geschichtlich interessierte Leser bietet dieses Buch eine gute Abwechslung, wenn man sich nebenbei auch noch für Mythologie und das Lesen eines Thrillers interessiert. Für alle anderen ist dieses Buch nur bedingt geeignet, da die Längen in dem Buch nicht unbedingt zum Weiterlesen motivieren. Die Protagonisten bleiben flach und eindimensional, als Leser lernen sie nicht wirklich kennen.

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  • Rezension zu "Strindbergs Stern" von Jan Wallentin

    Strindbergs Stern
    rocejamki

    rocejamki

    25. May 2011 um 12:26

    Inhalt: Ein Taucher findet in einem alten stillgelegten Stollen eines schwedischen Bergwerks eine Leiche. Das dieser Leichenfund ist kurios, den die Leiche liegt schon viele Jahr dort unten, ist aber bestens durch Kupfervitriol konserviert und scheint vollkommen unversehrt. Neben der Leiche findet der Taucher aber auch noch ein Kreuz. Doch dieses Kreuz soll dem Taucher zum Verhängnis werden. Der Taucher wendet sich an Don Titelman, medikamentensüchtiger Psychologe und Naziexperte. Doch bevor die beiden sich treffen kommt es zum Unvermeidlichen. Nun beginnt eine wilde Jagd quer durch die Welt. Meine Meinung: Jan Wallentins Debütroman "Strindbergs Stern" beginnt gleich auf den ersten Seiten zügig und fesselnd. In verschiedene Handlungsstränge aufgebaut und mit einer vielzahl an noch fremden Charakteren scheint dies ein heiloses Durcheinander. Doch ich war so in die Geschichte abgetaucht, das mich das nicht im geringsten erschüttern konnte. Schnell lässt Wallentin die Charaktere und besonders Protagonist Don Titelman aufblühen. Das Titelman so verkorkst und drogensüchtig ist lässt er vielleicht ein wenig zu oft hinaus, doch deswegen wurde er mir nicht weniger sympathisch. Der Schreibstil des Autors ist möglicher weise nicht jedermanns Sache, doch ich fand ihn unverschämt gut. Leicht chaotisch, aber zeichnend. Dieser Thriller beinhaltet eine ganze Palette an Themen, so das man ihn schlecht einfach in dem Regal : Thriller unterbringen sollte. Mystik spielt neben nazistischen Okkultismus, christliche Symbolik und vielen anderen Dingen in dieser Verschwörungstheorie auch eine nennenswerte Rolle. Leider kamen immer wieder kleine, aber schnell vergessene Längen auf. Viele Dinge wurden ausgeweidet und ins kleinste Detail durchleuchtet, was an einigen Ecken zu viel wurde. Doch dies sind Punkte über die ich gerne hinwegsehe. Mich hat Jan Wallentin mit seiner atemberaubenden Jagd überzeugt und ich bin gespannt was wir als Leser noch von ihm hören werden. Don Titelman sowie das Thema an sich sind für Wallentin nun aber Geschichte, denn er hat persönlich genug von beidem.

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  • Rezension zu "Strindbergs Stern" von Jan Wallentin

    Strindbergs Stern
    Seidenhauch

    Seidenhauch

    20. May 2011 um 21:46

    Erik Hall ist Hobbytaucher und findet in einer verlassenen und gefluteten Mine nahe Falun ein altes Kreuz. Es scheint aus irgendeiner Art Metall zu sein, ist aber ungewöhnlich leicht und mit unbekannten Schriftzeichen überzogen. Er versucht das Interesse bei dem Geschichtsprofessor und Experten für altnordische Mythologie Don Titleman zu wecken. Als Titleman Hall aufsucht, findet er ihn Tod auf und von dem Kreuz fehlt jegliche Spur. Nur Wenige kennen das Geheimnis um das Kreuz und wissen, dass noch ein Stern dazu gehört. Titleman steht unter Mordverdacht und plötzlich befindet er sich mit seiner Anwältin Eva Strand auf einer atemlosen Jagd nach dem Kreuz quer durch Europa, verfolgt von einem deutschen Geheimbund, der ebenfalls das Kreuz und den Stern für sich haben will... Meine Meinung: Durch einen Zufall bin ich auf dieses Buch gestoßen. Das Cover und auch der Text klangen recht vielversprechend und der passende Buchtrailer (siehe oben) versprach einen grandiosen Thriller der Extraklasse. Meine Erwartungen waren demnach natürlich recht hoch, jedoch blieb die Erfüllung leider aus. Der Anfang des Buches ist leider etwas mühsam und ich konnte keinerlei Bezug zu der eigentlichen Geschichte feststellen. Das gelang mir erst im Nachhinein und dennoch fand ich es eher unwichtig. Mit dem Erscheinen des Don Titlemans wendet sich das Blatt jedoch. Als schließlich die Jagd beginnt wird der Leser ebenfalls vom Jagdfieber ergriffen und es geht spannungsgeladen weiter. Nach einigen spannenden Kapiteln und kurz vor dem erwarteten Höhepunkt kommt allerdings eine rasante Talfahrt. Wirklich Schade. Der Kreuz bildet zusammen mit dem Stern den Schlüssel, das sogenannte Tor in eine 'andere' Welt - um hier nicht zu viel zu verraten. Mit dem Durchschreiten dieses Tores verlor sich auch der letzte Hoffnungsschimmer auf den grandiosen Thriller. Wo Jan Wallentin ansonsten mehr als ausführlich auf ein Thema eingeht, liegt dieses jedoch weiterhin im Schatten und was sich nun speziell hinter der 'Tür' befindet wird nicht gelüftet. Das Ende schien mir eher einem Abbruch gleich zu kommen. Das Themenspektrum, welches Jan Wallentin mit Strindbergs Stern aufgreift ist für meinen Geschmack einfach zu viel und reicht von Nils Strindbergs gescheiterten Ballonfahrt, über die Gasangriffe aus dem 1. Weltkrieg, den wahnhaften Vorstellungen der Nazis, im Besonderen auf das Leben und Tun des Heinrich Himmlers bis hin zu einer Art okkultischen Sekte, beruhend auf dem Erbe des Karl Maria Wiliguts. Das alles wird mit einer gehörigen Portion nordischer Mythologie, diversen Saagen und natürlich mit reichlich Fiktion vermischt. Abschließend möchte ich die Grundidee, sowie Ansätze und die gelungene Vermischung von Tatsachen und Fiktion loben, dennoch war die Story viel zu überladen mit all seinen Facetten.

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  • Rezension zu "Strindbergs Stern" von Jan Wallentin

    Strindbergs Stern
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. March 2011 um 22:19

    Selten hat es ein Autor geschafft mich so schnell an eine Geschichte und damit an sein Werk zu binden. Die Sprache packte mich sofort. Und obwohl die Ereignisse häufig gar nicht spektakulär sind, knistert die Spannung förmlich zwischen den einzelnen Zeilen. Erik Hall ist ein moderner Abenteurer, der in alte Minenschächte klettert, dort verschlossene Türen öffnet und in wassergefüllten Räumen nach besonderen Erlebnissen taucht. Meist geht es bei seinen Unternehmungen darum, weiter als andere Einzelpersonen oder Gruppen zu kommen und seine eigenen Leistungen zu dokumentieren. Da Erik jedoch immer alleine unterwegs ist, geht es aber vor allem auch um seinen persönlichen Ehrgeiz, welcher in dazu bringt an seine Grenzen gehen und in darin stärkt, sich über seine abenteuerlichen Leistungen zu profilieren. Als er von einigen jungen Frauen erfährt, die tief in den Faluner Minenschacht vorgedrungen sind, ist sein nächstes Ziel festgesteckt. Er möchte ebenfalls den Weg der Taucherinnen nehmen, plant aber sie in der erreichten Tiefe zu übertreffen. Unter enormen Anstrengungen gelingt ihm dieses Unterfangen. Er dringt vom Ehrgeiz gepackt immer weiter in die Schächte vor und findet letztendlich einen Raum, der teilweise mit Wasser gefüllt ist und ein dunkles Geheimnis hütet. Erik stößt auf ein wundervolles Anch-(Kreuz), das allerdings von einer Leiche gehalten wird. Kaum ist die Polizei am Ort des Geschehens eingetroffen, erscheinen auch schon die ersten Journalisten, welche in den darauf folgenden Tagen die wildesten Verschwörungstheorien rund um den Leichenfund entwickeln, ohne dass sie von dem Kreuz wissen. Der Finder ist jedoch zunächst sehr unglücklich über den entstehenden Rummel und ist mit seiner neuen Rolle überfordert. Gleichzeitig wird ihm dadurch eine Aufmerksamkeit zu Teil, die er so noch nie erlebt hat. Nach wenigen Tagen flaut das Interesse der Medien allerdings schon wieder ab. Mit der daraus resultierenden Gleichgültigkeit kann Erik Hall nicht umgehen und spricht über. Zudem versucht er seit einem Fernsehauftritt vergeblich mit einem Experten in Kontakt zu treten, der sich hauptberuflich mit dem Bereich der Mythologie beschäftigt. Er erzählt ihm von dem Kreuz. An einer Besichtigung des Anchs scheint er aber nicht interessiert zu sein. Nun muss Erik in die Offensive gehen. Ein Zeitungsinterview und der anschließende Fototermin gestalten sich dann aber anders als erwartet. Die Rettung scheint plötzlich in Form einer attraktiven italienischen Journalistin aufzutreten. Bei einem Glas Wein unterhalten sich die beiden über den Fund und die Geschichte des Tauchers. Don Titelman, der erwähnte Experte für Mythologie und Symbolik, entscheidet sich zur selben Zeit kurzfristig doch zu Erik Hall zu fahren. Dieser in aller Eile, aber vor nicht allzu langer Zeit, aufgebrochen zu sein. Vielleicht kommt er gleich wieder? Wenig später entdeckt Titelman durch einen Zufall den Gesuchten tot an einem See liegen. Das Kreuz ist verschwunden. Der etwas schrullige Dozent, der den Tag nur durch eine enorme Menge an Psychopharmaka überlebt, steht im Mittelpunkt dieser Geschichte. Sie ist wie gesagt von Beginn an spannend. Doch erst mit dem Tod des Abenteurers beginnt der kriminalistische Teil, der auch die ein oder andere Verschwörung enthält. Neben der Geschichte ist aber auch die Sprache sehr angenehm und trotz aller Wirrungen klar strukturiert. Dies ist sicher auch der guten Übersetzung von Antje Rieck-Blankenburg zu verdanken. Mir persönlich hat auch die Einstreuung anderssprachlicher Sätze gut gefallen. Einzig die Wiederholung mancher jiddischer Sprichwörter schien nach einer gewissen Zeit übertrieben. Teilweise waren mir auch die äußerlichen Beschreibungen einzelner Figuren nicht klar genug. Die Eindrücke in die Gedankenwelt der Protagonisten machten dies aber wieder wett und sorgten insgesamt für ein stimmiges Bild. Zudem schafft es der Autor in einer sehr eleganten Art und Weise Ahnungen über den Handlungsverlauf langsam in das Bewusstsein des Lesers eindringen zu lassen. Daran anschließende Handlungen wirken aber wie ein langsamer und sanfter Radiergummi, der diese Ahnungen wieder entfernt. Und schon muss man sich eine neue Theorie zurecht legen. Die dazu notwendigen kleinen Wendungen erschienen mir manchmal unwirklich, passten aber immer zu der Handlung und wirkten deshalb nie falsch. Fazit: Strindbergs Stern ist ein spannender Roman, der kriminalistische, historische und mythische Aspekte verknüpft. Die Geschichte zwingt den Leser dazu die Außenwelt zu vergessen, weil man einfach weiterlesen muss.

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  • Rezension zu "Strindbergs Stern" von Jan Wallentin

    Strindbergs Stern
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    23. March 2011 um 13:14

    Eine Reise durch den Mythos zum Nordpol „Ich wollte eine Geschichte schreiben, die sich dem Leser entzieht, wollte ihn über den weiteren Verlauf im Unklaren lassen“. So sagt es Jan Wallentin in einem Interview zum Buch und genauso ist ihm dieses fulminante Debüt gelungen. Ein Buch, dass sich nicht nur immer wieder dem Leser entzieht, sondern dass auch virtuos mit verschiedenen Genres spielt und Grenzen variabel zu setzen vermag. Ein Anch-Kreuz, geformt wie eine Hieroglyphe und ein fünf-strahliger Seba Stern, dies entdeckte Sven Hedin vor Zeiten in Dandak Oilik, der versunkenen Stadt. Zwei mythische Symbole aus unbekanntem Material, die, der Legende nach, den Eingang zur Unterwelt kennzeichnen. Beide Symbole sind verschwunden, nachdem Niels Strindberg, sie für eine Weile besaß und den Ort fand, auf den die Symbole hinweisen. Diesen Hintergrund erfährt der Leser allerdings erst später im Buch. Zum Einstieg wird zunächst durch einen Taucher in einem alten, gefluteten Bergwerksstollen eine bestens erhaltene Leiche und das Kreuz gefunden. Eine Leiche, die seit Jahrzehnten dort verharrt und durch einen chemischen Vorgang im Wasser bestens erhalten blieb. Die Leiche eines Selbstmörders. Was also wie ein Krimi beginnt, verlässt umgehend wieder die Pfade eines Mordes (folgerichtig spielen auch die zunächst ermittelnden Polizisten keine weitere Rolle mehr im Buch) und entfaltet sich zu einem umfassenden Roman mit ungewohnten und ebenso wenig einfach einzuordnenden Figuren. Der Taucher, der das Kreuz fand, ein haltloser, nach Aufmerksamkeit ringender Mensch, bringt die eigentliche Hauptfigur des Buches mit ins Spiel. Don Titelmann. Jude. Aufgewachsen an der Seite einer Großmutter, die eine verzehrende Faszination für mythische Symbole der Nazis entwickelte, die auch den jungen Don damals beeinflusste und die er zu seinem eigenen Forschungsgebiet als Psychologe machte. Soweit er noch in der Lage ist, zu forschen, heißt das, denn sein wichtigstes Utensil ist eine kleine, braune Tasche voller verschreibungspflichtiger Medikamente. So, wie Don Titelmann in Teilen fast betäubt durch seine Medikamente durch die Geschichte geht und sich damit seiner Umwelt, dem Umfeld, den Geschehnissen entzieht, so ist dies ein treffendes Bild für diese vielfach gewundene, immer Aufmerksamkeit erfordernde und dabei in den Bann ziehende Geschichte insgesamt. Kaum hat man den Eindruck, nun zu wissen, dass es um eine großangelegte Verschwörung neuer Nazis geht, wird sinnigerweise auf Himmlers Wewelsburg deutlich, dass zwar durchaus eine geheime Gruppe einen wichtigen Part in der Geschichte um Kreuz und Stern spielt, deren Wurzeln beileibe aber weiter (und anders) zurückreichen als das dritte Reich. Das Sonnenrad der Wewelsburg weist in eine ganz andere Richtung, als man gemeinhin denkt. So entsteht, für Don Titelmann ungewollt, eine klassische Queste, die Seite für Seite mehr zum jenem mythischen Ort in der Nähe des Nordpols drängt, den Niels Strindberg per Heißluftballon zu Zeiten entdeckt hatte. Eine Suche, bei der Don Titelmann von seiner Schwester, dem Hackergenie, lebend unter einer alten U-Bahnstation und von Eva, seiner Anwältin, unterstützt und begleitet wird. Eine Suche mit überraschenden Funden, als man am Ziel anlangt. Außergewöhnlich gezeichnete Figuren, eine sich immer wieder neu orientierende Geschichte, die dabei nie im Vagen verbleibt und doch ein ums andere Mal die Fantasie in falsche Richtungen lockt und daher beständig zu überraschen vermag. Eine Reihe nur angedeuteter Erklärungen oder auch bildlichen Beschreibungen, die Raum für breite Assoziationen und die Fantasie des Lesers lässt, ergeben tatsächlich über lange Strecken eine sich entziehende Geschichte voller Magie, Okkultismus und Mystik, die den Leser beständig in ihrem Verlauf in den Bann zu ziehen vermag. Auch sprachlich hat Jan Wallentin zudem seine Geschichte hervorragend umgesetzt, so dass hier ein pures und intelligentes Lesevergnügen im Raume steht, dem man die ein oder andere Länge durch monologische Erläuterungen gerne verzeiht.

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