Kühn hat Ärger

von Jan Weiler 
4,5 Sterne bei76 Bewertungen
Kühn hat Ärger
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Kuhni77s avatar

Mich konnte die Geschichte leider nicht ganz überzeugen.

daneegolds avatar

Das war schönschönschön ;D

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Inhaltsangabe zu "Kühn hat Ärger"

Die Sonne geht auf, es regnet, oder es schneit. Aber im Grunde startet jeder neue Tag mit derselben Chance. So sieht Martin Kühn es jedenfalls, an guten Tagen. In letzter Zeit allerdings hatte er eher selten gute Tage, seine Frau Susanne benimmt sich seltsam, und er selbst ist dabei, einen amourösen Fehltritt zu begehen. Auch der heutige Tag beginnt wechselhaft, denn Kühn soll mit seinem Kollegen Steierer den Mörder eines jungen Mannes finden. Die Ermittlungen führen ihn, den einfachen Polizisten und Berufspendler, in die Welt der Reichen und Wohltätigen. Diese neue Erfahrung setzt ihm doch mehr zu, als Kühn es sich eingestehen will. Und während er auf der Terrasse der Verdächtigen selbstgemachte Limonade kostet, sucht Kühn die Antwort darauf, ob es überhaupt einen Ort gibt, an dem er in diesem Leben richtig ist.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492057578
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:01.03.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 12.03.2018 bei Der Hörverlag erschienen.

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    Bücherfüllhorn-Blogs avatar
    Bücherfüllhorn-Blogvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Kultig, unterhaltsam und pointiert.
    Kultig, unterhaltsam und pointiert.

    Die Geschichte hat einen speziellen Grundton, der mir sehr gut gefallen hat: ironisch, lakonisch und manchmal auch überspitzt.

     

    Die Charaktere sind alle sehr interessant angelegt. Vor allem Kühn selber wird polarisieren, manchmal erscheint er einem wie ein dumpfbackener Kripobeamter der nur noch durchs Leben schlurft, ein anderes mal ist seine Genialität einfach superb. Er hängt oft seinen Gedanken nach, und seine Ansichten sind meist ehrenhaft oder gesellschaftskritisch. Man mag ihn, oder auch nicht. Ich mochte ihn.

     

    Es gibt gleich mehrere Spannungsbögen in der Geschichte: Zum einen muss natürlich der Mord an dem Teenager Amir aufgeklärt werden. Dann die Frage, wie es um die Ehe der Kühns bestellt ist, wer geht mit wem fremd. Und drittens, was ist mit dieser auf Gutmensch-machenden Familie Hauten los? Viertens, wem aus der Siedlung kann er Lebensmittelvergiftung und Erpressung zutrauen? Fünftens: Wie soll es überhaupt in seinem Leben weiter gehen, vor allem mit dem verseuchtem Haus? Sechstens: Wer bekommt im Präsidium die Beförderung?

     

    Dies ist bereits der zweite Band um Polizeikommissar Kühn und ich freue mich auf eine hoffentlich weitere Geschichte. Genug lose Enden und Entwicklungspotenzial gibt es ja.

     

    Alles in allem: Kühn ist auf dem Weg, ein Kult-Charakter zu werden. Unterhaltsam und pointiert.

     

    Sterne: Ich vergebe fünf von fünf Sternen, weil ich Kommissar Kühn mag und der pointierte Erzählton für mich sehr unterhaltsam war. Hier steht nicht nur die Mördersuche und die Polizeiarbeit im Mittelpunkt, nein, eine ganze verseuchte Wohnsiedlung mit all ihren Problemen klopft immer wieder an die Tür von Kühn. Alltagsleben par excellence.

     

     

    Kommissar Kühn

    Band 1

    Kühn hat zu tun

    Band 2

    Kühn hat Ärger

     

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    G
    Gisevor 5 Monaten
    Auf den Punkt gebracht

    Als ein Jugendlicher mit Migrationshintergrund tot aufgefunden wird, ist es an Martin Kühn und seinem Team, nach den Hintergründen zu dem Mord zu recherchieren. Dabei bewegt er sich bald im Milieu der Reichen und Wohltätigen. Wer jedoch sollte einen Grund haben, Amir zu ermorden? Währenddessen muss Kühn sich einerseits im polizeilichen Alltag wieder zurechtfinden, andererseits plagen ihn die Überlegungen, ob seine Frau fremdgeht.

    „Kühn hat Ärger“ ist der zweite Band um den Kommissar Martin Kühn, der nach einer Rehabilitation wieder in sein Berufsleben zurückfinden und sich dabei gleichzeitig in einen recht verzwickten Mordfall knien muss. Es menschelt in jeder Hinsicht. Sehr detailliert beschreibt der Autor Jan Weiler die Lebenswelten seiner Protagonisten, lädt den Leser ein, sie zu begleiten, ihre Motivationen nachzuvollziehen. Er spart dabei auch nicht mit einem Schuss Sozialkritik, seine satirische Ader verwandelt manches Lachen in eine nachdenkliche Gedankenspirale. Dennoch nimmt er seine Protagonisten in jeder Hinsicht ernst. Die Auflösung ist von langer Hand vorbereitet und gut nachvollziehbar. Jan Weilers journalistische Ader schimmert durch jeden Satz des Buches hindurch, sein Schreibstil ist eine besondere Freude beim Lesen.

    Auf den Punkt gebracht hat der Autor einen leicht sozialkritischen Roman mit Krimihandlung und viel Situationskomik, gerät dabei aber nie ins Alberne. Dafür gebe ich gerne alle fünf möglichen Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung. Ganz klar bin auch ich bei Kühns nächster Ermittlung wieder dabei!

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    Rosebudvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Gesellschaftskritischer Roman und Krimi in Einem
    Bonsaiparkett und Schnippikäse

    Kühn hat Ärger, gesellschaftskritischer Kriminalroman von Jan Weiler, 400 Seiten, erschienen im Piper-Verlag.
    Martin Kühn ermittelt wieder, sein 2. Fall.
    Martin Kühn Kriminal-Hauptkommissar aus München kommt nach einem Burnout wieder an seinen Arbeitsplatz zurück. Amir, der Sohn libanesischer Einwanderer wurde an einer Bushaltstelle tot aufgefunden. Der Junge wurde zu Tode geprügelt und einfach liegen gelassen. Kühn und seine Mannschaft machen sich auf die Suche nach dem Täter. Dabei ermittelt er auch bei den sogenannten „Reichen und Wohltätigen“ der Münchner Schickeria. Dabei hat er genügend private Probleme, der Titel des Romans könnte auch „Kühn hat Sorgen“ lauten. Kann der Schuldige am Tod des libanesischen Jugendlichen gefunden werden?
    Zuerst einmal, dieses Buch hat mich komplett überwältigt, immer wieder musste ich innehalten und über das Gelesene nachdenken. Oft habe ich mich erwischt, wie ich innerlich den Kopf geschüttelt habe oder zustimmend nicken musste. Dabei handelt es sich hier nicht um einen normalen „Krimi“ im Whodunit-Stil, sondern vielmehr um eine gesellschaftskritische Milieustudie. Der Plot teilt sich in 16 Kapitel, durchgehend mit einem zusammenfassenden Titel überschrieben. Allein Kapitel 14 hebt sich von den anderen ab, hier handelt es sich um das Wortprotokoll einer Vernehmung, toll gemacht! Jan Weiler hat für seinen Roman den auktorialen Erzählstil gewählt. Viele Dialoge und bildhafte Beschreibungen von Setting und Personen machen die Geschichte lebendig. Weilers clevere ironische Gesellschaftsbeobachtungen und menschliche Innenansichten sind genial. Stetig steigert sich die Spannung ich habe mit Kühn zusammen recherchiert, den Täter gesucht und am Ende konnte ich es kaum mehr ertragen. Ab da bin ich nur so durch die Seiten geflogen bis die erschütternde Wahrheit ans Licht kam. Dass Jan Weiler auch humoristisch kann, kennt man aus seinen anderen Büchern, aber auch in vorliegender Geschichte musste ich schmunzeln, z.B. auf S. 224 …Klaubers Gebiss sah aus wie der stark bemooste Eingang zu einer karpatischen Waldhöhle… Für die Lektüre von Kühns 2. Fall ist die Vorgeschichte des 1. Teils nicht notwendig, trotzdem werde ich sie mir im Nachhinein noch „gönnen“. Ohne zu spoilern ist es schwierig, dieses geniale Buch genügend zu würdigen. Die Beschreibung der Familie van Hauten fand ich faszinierend. Eine Familie für die sich das Meer teilt. Die Gutmenschnummer, die Elfie van Hauten abzieht, der Vater Claus – das menschgewordene Upgrade, so ähnlich kenne ich es auch aus meinem Wohnort, scheint den Autor auch zu beschäftigen, da kann ich seiner Sicht nur zustimmen. Zu jeder Zeit konnte ich dem Geschehen folgen, die handelnden Personen agierten plausibel und nachvollziehbar. Meine Lieblingsfigur natürlich der Protagonist Kühn, ein hervorragender Ermittler, mit toller Menschenkenntnis und sozialer Kompetenz. Leider aber, gerade im familiären Bereich unsicher und gegenüber seiner eigenen Gesundheit sogar leichtsinnig. Die Figur Amir und auch Julia mochte ich sehr gerne, wobei mir die restlichen van Hautens zu glatt, zu schön und zu perfekt waren, nicht weil der Autor sie so beschrieben hat, sondern weil ich solche Menschen im richtigen Leben auch nicht leiden kann. Das vorliegende Buch kann ich wirklich nur empfehlen, man bekommt sehr viel in einem einzigen Buch, dazu noch gute Unterhaltung. Nur eine Frage blieb bei mir offen. Was ist Schnippikäse? Volle Punktzahl 5 Sterne, was sonst?

    Kommentare: 2
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    J
    Jonas1704vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Der zweite Band mit Kühn
    Der zweite Band mit Kühn

    Ein sehr aktueller Krimi, der sich mit Themen befasst, die uns allen letztends direkt oder indirekt ansprechen, wie zum Beispiel der Fremdenhass vor allem nach dem Eingang der Flüchtlinge in Deutschland. 
    Kommissar Martin Kühn ermittelt erneut als ein Jugendlicher tot in einer S-Bahn Station vorgefunden wird, er wurde zu Tode verprügelt. Schnell stellt sich heraus, dass es sich hierbei um einen Ausländer handelt der mit der Tochter der Reichen van Hautens eine Beziehung hatte. Und obwohl es scheint, dass er positiv von der Familie aufgenommen wurde, ist nicht alles Gold was glänzt.. 
    Neben dem Krimifall gibt es aber auch noch zahlreiche private Aspekte, die das Buch spannend gestalten und ihm die erwünschte Farbe verleihen.  Jan Weiler: sehr gerne wieder!

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    Lovely90vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Tolle Fortsetzung. Amüsant und spannend zugleich!
    Tolle Fortsetzung!

    Auf diese Fortsetzung aus der Reihe um den Kriminalkomissar Kühn von Jan Weiler hatte ich mich schon sehr gefreut – und wurde nicht enttäuscht. Aber auch für all jene die den ersten Band nicht gelesen haben, ist dieser Krimi absolut lesenswert. Der Protagonist ist weiterhin auf seine eigene Art sympathisch, hat natürlich auch seine Schwächen, so soll es ja schließlich sein in Büchern. Im Fall den es diesmal unter anderem zu lösen gilt tauchen wir gemeinsam mit Kühn ein in eine Welt, die scheinbar ganz ohne Schwächen zurechtkommt; aber eben nur auf den ersten Blick. Dabei sind die beruflichen wie auch privaten Geschichten sprachlich wieder großartig geschrieben und herrlich humorvoll dann wenn es passt. Sie bleiben dabei aber stets realistisch, haben einen gesellschaftskritischen Unterton und sind – wie es sich für eine Liebesgeschichte gehört – natürlich auch spannend. Insgesamt habe ich einen tollen zweiten Teil gelesen und freue mich bereits auf den nächsten!

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    coffee2govor 6 Monaten
    Satirische Selbstkritik

    Kurze Inhaltszusammenfassung:

    Kommissar Kühn steigt nach seinem Burnout wieder ins Berufsleben ein und schlägt sich nicht einmal so schlecht. Allerdings nerven ihn die Gesundheitschecks, die er absolvieren muss und die vorgeschriebenen Pflichtweiterbildungen am Wochenende. Außerdem hat er den Verdacht, dass seine Frau Susanne ihn betrügt und bei seinem aktuellen Ermittlungsfall kommt er auch nicht so schnell voran, wie er es sich erhofft hat.

     

    Meine Meinung zum Buch:

    Der Titel „Kühn hat Ärger“ ist meiner Meinung nach nicht ganz treffend. Besser gepasst hätte vielleicht „Kühn wird vom Pech verfolgt“ oder „Kühn hat es vermasselt“ oder so ähnlich. Ansonsten habe ich nicht viel zu bekritteln, im Gegenteil. Den Schreibstil finde ich sehr angenehm, obwohl der Autor teilweise sehr ins Detail geht, trotzdem war es nicht langatmig. Auch die satirische und selbstkritische Sichtweise hat mich angesprochen und gut unterhalten. Kühn ist einmal ein etwas anderer Ermittler, er nimmt Dinge wahr, steigert sich hinein, interpretiert alles Mögliche hinein und handelt dann komplett unüberlegt. Z.B. als er vermutet, dass seine Frau eine Affäre mit dem Nachbarn hat. Der Kriminalfall an sich ist jetzt nicht einmal das Highlight des Buches, vor allem ist ziemlich schnell klar, wer als Täter in Frage kommt, aber das hat trotzdem nicht gestört.

     

    Mein Fazit:

    Nachdem ich den ersten Teil noch nicht gelesen habe, bin ich jetzt aber richtig neugierig geworden und werde dies baldmöglichst nachholen.

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    Die-Rezensentins avatar
    Die-Rezensentinvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Humorvoller Roman mit Krimi- Elementen !
    Humorvoller Roman mit Krimi- Elementen !

    Nachdem ich neulich die Lesung von Jan Weiler zu diesem Buch besucht habe, musste ich `Kühn hat Ärger` natürlich auch lesen.
    Es kann gut sein, dass ich nun voreingenommen bin, denn die Lesung war äußerst lustig und ich hatte nun während des Lesens die ganze Zeit den Autor vor Augen.

    `Kühn hat Ärger`  ist ein Roman, also kein Krimi im üblichen Sinn. Mit Unmengen  humorvoller Szenen wird dieses Buch zu einem `Krimi- Erlebnis` der besonderen Art.

    Es geht um den Mord an einem jungen Libanesen, den Kühn aufzuklären hat. Doch Kühn selbst befindet sich gerade in einer Krise, denn nach seiner mehrwöchigen Reha  läuft alles nicht mehr so toll. Sein Kollege benimmt sich nicht loyal, seine Frau scheint ein Verhältnis zu haben, sein Sohn hält ihn auf Distanz und dann kommt da noch die Angst vor einem ärztlichen Untersuchungsergebnis dazu.
    Trotzdem muss er sich um seinen Fall kümmern.

    Der junge Libanese Amir war mit Julia, einem Mädchen aus sehr gutem Haus befreundet. Julias Mutter engagiert sich sehr für die Integration von Flüchtlingen bei dem Münchener Verein `Sternenhimmel.`  Sie nimmt Amir begeistert in ihre Familie auf, doch ist sie wirklich so angetan von der Wahl ihrer Tochter oder ist alles nur Schau?

    Kühn betritt bei den Ermittlungen quasi eine andere Welt, die Welt der Reichen und Schönen!
    Bei der Beschreibung des Hauses der Familie van Hauten, z.B. des Bonsai- Parketts habe ich mehrmals herzhaft lachen müssen.
    Die Fantasie des Autors ist phänomenal, wie kann man sich diese Dinge ausdenken? Auch andere Beschreibungen haben es in sich und ganz alltägliche Situationen können sich über mehrere Seiten hinziehen, ohne dass es einem auch nur eine Sekunde langweilig wird.
    Als es nach einer Dienstfeier zu einem Seitensprung mit einer Kollegin kommt, wird die Bettszene in allen Einzelheiten wiedergegeben, aber extrem witzig und  humorvoll und bestimmt nicht so, wie man es üblicherweise lesen kann.

    Auch Kühns Verhörmethoden sind von ganz besonderer Art, haben mir sehr gut gefallen.
     `Kühn hat Ärger`  ist ein gesellschaftskritischer Roman mit Krimi-  Elementen, doch für mich trat das Krimi- Geschehen eindeutig in den Hintergrund.
    Der Autor mit der besonderen Beobachtungsgabe hat einen kurzweiligen, unterhaltsamen Roman geschrieben, den ich gerne empfehle.

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    Opa53vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Tolles Buch!
    Tolles Buch!

              Ich war nach der tollen Leseprobe sehr gespannt auf diesen Krimi und wurde wirklich nicht enttäuscht.
    Obwohl ich den ersten Band “Kühn hat zu tun“ von Jan Weiler nicht kannte, habe ich sofort in die Handlung dieses Krimis hinein gefunden.
    Kommissar Martin Kühn hat nach einem Burnout gerade wieder angefangen zu arbeiten, als er schon in Schwierigkeiten gerät.
    Sein guter Freund und Kollege wird zum Rivalen, er bekommt von seinem Arzt eine schlimme Diagnose und auch sein neuer Fall macht ihm sehr zu schaffen und bringt ihn oft an seine Grenzen des Verstehens.
    Damit, ein Kleinkrimineller verliebt sich in Julia, eine Tochter aus einer reichen Familie.
    Obwohl es erst so aussieht, als sei diese Liebe hoffnungslos, aber Juli as Familie nimmt ihn sogar mit in Urlaub und mag ihn gerne. Jedoch findet man eines Tages Amirs Leiche verschwunden und geprügelt und Kommissar Kühn möchte diesen Fall trotz aller Widrigkeiten unbedingt lösen.
    Der Krimi ist spannend geschrieben und ich habe ihn verschlungen. Die Charaktere sind super beschrieben und man wird in die Handlung mit hinein genommen.


            

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    M
    Marzena_Bokvor 7 Monaten
    leise Gesellschaftskritik

    Die Polizisten müssen einer sehr reichen Familie eine Todesnachricht überbringen. Mir gefällt vorallem dieser Kontrast zwischen der reichen Familie und den "alltäglichen" Ermittlern. Super sind auch die detailierten Schilderungen über die Emotionen und Gedanken der Protagonisten. Es war mein erstes Buch von Jan Weiler und es hat mir gefallen. Ich finde es ist eher ein Roman als ein Krimi. E geht darum wie Chancen wie in einem Glücksspiel verteilt werden in unserer Gesellschaft und wie sie weggenommen werden.
    Das Buch zeigt eine leise Gesellschaftskritik.

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    W
    WinfriedStanzickvor 7 Monaten
    Weiler hat eineFigur erfunden, die dem Leser menschlich ganz nahe kommt




    Nachdem sich der Schriftsteller Jan Weiler, einer der erfolgreichsten seiner Zunft in Deutschland, nach seinem ersten Roman über den Münchner Kommissar Martin Kühn, den er 2015 veröffentlichte, in den letzten beiden Jahren vorwiegend mit seinem „Pubertier“ und anderen literarischen Projekten beschäftigte, legt er nun mit „Kühn hat Ärger“ seinen zweiten und hoffentlich nicht letzten Roman über das Leben und die Arbeit eines ganz besonderen Kommissars vor, mit dem er wie beim ersten auch sehr subtile und kluge Beobachtungen gesellschaftlicher Phänomen literarisch gekonnt verknüpft mit Einsichten in menschliche Innenwelten ( nicht nur die des Kommissars selbst).

    In der letzten Zeit ist es Martin Kühn nicht eben gut gegangen. Nachdem er seinem ungesunden Lebensstil und den immer stärker werdenden Anstrengungen seines Berufs Tribut zollen musste und nach einem Zusammenbruch sich in einem Reha-Zentrum für Beamte mehr oder weniger gut erholt hat, kann er sich nach seiner Heimkehr nicht lange mit der ich n nach wie vor quälenden Frage auseinandersetzen, ob er in seinem Leben eher Opfer oder Täter ist.

    Nachdem sie direkt nach seiner Rückkehr aus der Reha eine recht gute Zeit miteinander hatten, muss Martin Kühn nun wieder seiner Arbeit nachgehen und feststellen, dass seine Frau Susanne sich merkwürdig verhält. Das wird in der Folge der Handlung so weit gehen, dass Martin sie unter dem Verdacht hat, mit seinem rechtsradikalen Nachbarn ein Verhältnis zu haben und er selbst auf ihm bisher unbekannte Weise versucht ist, selbst einen intimen Fehltritt zu begehen.

    Und die früher eher gelöste Stimmung unter seinen Kollegen ist angespannt, seit eine neue Leitungsstalle ausgeschrieben worden ist, und jeder den anderen unter den Bewerbern vermutet.

    Auf solch doppelte Weise verunsichert, wird Kühn zusammen mit seinem Kollegen Steierer mit den Ermittlungen im Todesfall eines aus Libanon stammenden Jugendlichen namens Amir beauftragt. Er wurde nachts an einer Bushaltestelle von einer Gruppe anderer Jugendlicher brutal erschlagen, so jedenfalls ist die erste Vermutung. Amir war befreundet mit Julia, Tochter aus guten Hause. Die Familie van Hauten ist durch zweifelhafte Patentgeschäfte der Vorfahren sehr reich geworden. Neben der Tochter Julia gibt es noch den etwas älteren Sohn Florin, von dem sich herausstellen wird, dass sich hinter seiner freundlichen Fassade etwas verbirgt, was seine Eltern schon seit seiner Geburt übertünchen wollen.

    Als Kühn die Familie zum ersten Mal besucht, ist er sehr angetan von dem Umgangsformen und der wohltuenden Freundlichkeit der Familie, die er als echt wahrnimmt. Er erfährt, dass der ehemals kleinkriminelle Amir, kaum hat er Julia kennengelernt, eine wahre Metamorphose in seinem verhakten und seinem Auftreten durchläuft,. Er geht wieder in die Schule, lernt, schreibt gute Noten und erfolgreiches Abitur liegt zum ersten Mal in seinem bisher verkorksten Leben im Rahmen des Möglichen. Das legt auch an der überaus freundlichen Aufnahme, die Amir durch Julias Familien erfährt, die ihn sogar im Sommer für drei Wochen mit in den Familienurlaub nimmt.  

    Doch warum und von wem wurde Amir dann ermordet, brutal erschlagen und dann auf der Straße liegen gelassen? Mit aller seiner Kraft hängt sich Kühn in diesen Fall, versucht die geheimnisvolle Dynamik der Familie van Hauten  zu verstehen, die er schon beim  allerersten Besuch gespürt hat.

    All das natürlich auf dem Hintergrund des unterschwellig gärenden Konkurrenzkampfes im Dezernat, der so jedenfalls neu ist für Kühn und ihm genauso zusetzt, wie die Diagnose seines Amtsarztes, den er erst nach wochenlangen Erinnerungen seiner Vorgesetzten endlich aufsucht und der ihm einen extrem hohen PSA-Wert bei der letzten Blutprobe offenbart, die Vermutung einer ernsten Erkrankung der Prostata äußert und sofort weitere Untersuchungen fordert.

    Doch dafür hat Kühn zunächst genauso wenig Zeit, wie dafür, sich um eine sich ihm entfremdenden Frau zu kümmern. Immer Zeit aber hat für seine ausufernden philosophischen Gedanken über Gott und die Welt und vor allen seine eigenen Platz darin. Diese Überlegungen sind neben den ironischen und bissigen Hieben Weilers auf die Gesellschaft und der eigentlichen Krimihandlung so etwas wie das literarische Salz in diesem spannenden und unterhaltsamen Roman.

    Die Beschreibung von Martin Kühns eigenbrötlerischen und außergewöhnlichen Verhörmethoden, die seine Gegenüber, ohne dass sie es merken, zu den entscheidenden Aussagen bringen, ist für jeden Krimiliebhaber ein besonderer Genuss.

    Weiler hat mit Martin Kühn wieder eine hoffentlich bald wiederkehrende Figur erfunden, die dem Leser menschlich ganz nahe kommt, er hat seine Geschichte eingebunden in den normalen Alltag von Kleinbürgern in einer Münchener Vorstadt und Megareichen außerhalb und seinen ermittelnden Kommissar mit einer Täterstruktur konfrontiert, die ihn alle ihm zu Verfügung stehende Intuition abfordert und ihn dennoch an die Grenze bringt.

    Ob und wie er diese Grenze überwindet, wird hier nicht verraten. Vieles wird auch erst der dritte Kühn-Roman ans Licht bringen, den wir hoffentlich schon nächstes Jahr werden lesen können.





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    »Martin Kühn fragte sich, warum diese Leute reich und trotzdem sympathisch waren«

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