Jan Weiler Kühn hat zu tun

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Inhaltsangabe zu „Kühn hat zu tun“ von Jan Weiler

Jan Weilers KÜHNstes Unterfangen Martin Kühn ist 44, verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt in einer Neubausiedlung nahe München. Er hat sich damit abgefunden, dass er, obwohl ihn alle für brillant halten, bei der Polizei wohl keinen weiteren Karriereschritt mehr machen wird. Dass sein pubertierender Sohn ihm langsam entgleitet. Dass seine rothaarige Nachbarin seine sexuelle Fantasie entfacht, er sich aber niemals trauen würde, fremdzugehen. Dass von seinem Gehalt nach allen Abzügen ein verschwindend geringer Betrag zum Leben bleibt. Eines Tages wird Kühn von einem Kollegen zu einem Tatort gerufen: Es gibt eine Leiche, Tötungsdelikt, Kühn soll sich sofort auf den Weg machen. Er kann zu Fuß gehen. Das Opfer liegt gleich hinter seinem Garten in der Böschung. Keine 30 Meter von Kühns Gartentor entfernt. (7 CDs, Laufzeit: 8h 28)

Kein klassischer Krimi, teilweise sehr amüsant, auf jeden Fall hörenswert, da vom Autor selbst gelesen.

— Ofelia
Ofelia

In meinen Augen ein absolut großartiger "Weiler"! Krimi & Gesellschaftsroman in wunderbarer Sprache; toll gelesen vom Autor!

— Captivating_worlds_by_Jen
Captivating_worlds_by_Jen

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  • Kommissar Kühn und seine Gedankenwelt

    Kühn hat zu tun
    Daphne1962

    Daphne1962

    05. January 2017 um 16:19

    Jan Weiler - Kühn hat zu tun - gelesen vom Autor. Er kann auch lesen, ich meine natürlich den Autor. Kommissar Kühn ist etwas durch Wind. Seine Tochter will ein Pony zum Geburtstag, seine Frau schickt ihm Einkaufszettel auf das Handy, sein pubertierender Sohn entgleitet ihm immer mehr und einen Mord hat er aufzuklären. Er ist schlichtweg überarbeitet und seine Gedanken kreisen und kreisen. An vielen Ecken hat er zu kämpfen. Familie Kühn wohnt in der neuen Webersiedlung, genannt Weberhöhe am Stadtrand. Zur Arbeit fährt Kühn mit der S-Bahn, denn so viel bleibt Kühn am Ende des Monats nicht übrig an Geld. Obwohl er Polizist aus Überzeugung ist, wird er wohl keine Karriere mehr machen. Nun ist ausgerechnet bei ihm auf der Weberhöhe ein Mord geschehen. Ein Rentner wurde erstochen aufgefunden. Dann wird auch noch ein kleines Mädchen aus der Siedlung vermisst. Selten, das ein Autor sein Buch selbst einlesen kann. Bei Jan Weiler klappt das hervorragend. Liegt wohl auch an seinem Humor. Unterhalten kann er auch. Allerdings driften die Geschichte immer ein wenig ab zum Ende hin. Dennoch wurde ich mal wieder gut und spannend unterhalten. Denn alleine die Beschreibungen der Menschen und seiner Umgebung sind hörenswert. Auch hat die Siedlung eine Vorgeschichte, die im 2. Weltkrieg beginnt. Menschen und seine Charaktere sind Jan Weilers Steckenpferd. Auch die Beschreibung, wie jemand zum Serienmörder wird und was er bei den Morden empfindet. Ich freue mich auf eine Fortsetzung, die hoffentlich bald kommen wird.

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  • Jan Weilers persönliche ungekürzte Einspielung der Hörbuchfassung

    Kühn hat zu tun
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    11. March 2015 um 13:31

    Der neue Roman von Jan Weiler erzählt von einem ganz normalen Polizisten namens Kühn. Er lebt mit seiner Frau Susanne, seinem Son Niko und seiner Tochter Alina in einem kleinen Haus mit großer Hypothek auf der Weberhöhe. Die Weberhöhe ist eine Neubausiedlung nahe München, die auf einem Gelände gebaut wurde, auf dem vor und während des Zweiten Weltkrieges eine Munitionsfabrik stand. Über deren Geschichte und über ihren Eigentümer Rupert Baptist Weber, und den zweifelhaften Ruf, der ihm nach dem Krieg zu Teil wurde, informiert Jan Weiler seine Leser ganz zu Anfang des Buches. Es ist so etwas wie eine Rahmenhandlung, die aber nicht bis zum Ende fortgeführt wird. Kühn hat auf seiner Dienststelle nette Kollegen, vor allem Steierer, mit dem ihn so etwas wie eine gute Männerfreundschaft verbindet. Was ihn täglich umtreibt, sind die Sorgen um das Geld, denn nach Abzug aller Kosten bleibt ihm nur ein sehr kleiner Restbetrag zum Leben, der hinten und vorne nicht reicht, um die Bedürfnisse und Wünsche seiner Familie  zu befriedigen. Seine Tochter Alina will ein Pferd, sein Sohn redet nicht mit ihm und auch seine Frau verschließt sich ihm immer mehr.  Weiler gelingt es zu Beginn und auch im späteren, immer spannender werdenden Verlauf des Buches ganz hervorragend, die Kultur und das nachbarschaftliche Klima in einer solchen Neubausiedlung, in der alle in schönen Häusern, aber auf erdrückenden Schuldenbergen sitzen, einzufangen und zu beschreiben. Als eines Tages ein alter Mann erstochen auf einem Weg gleich hinter Kühns Garten aufgefunden wird, muss Kühn für eine schwierige Zeit der Ermittlungen versuchen, seine Alltagssorgen zu vergessen, doch auf eine sympathische Weise schleppt er sie andauernd mit in seinem Kopf. Der alte Mann weist ganz eigenartige Schnittwunden auf, die der Täter ihm mit einem scharfen Gegenstand zugefügt hat, nachdem er ihn getötet hatte.   Weiler hat wieder eine Figur erfunden, die dem Leser menschlich ganz nahe kommt, er hat seine Geschichte eingebunden in den normalen Alltag von Kleinbürgern in einer Münchener Vorstadt und seinen ermittelnden Kommissar mit einer Täterstruktur konfrontiert, die Kühn alle ihm zu Verfügung stehende Intuition abfordert und ihn dennoch an die Grenze bringt. Eine Grenze, an der nicht nur den Fall löst mit einem total überraschende Ende, sondern an der er auch Energie gewinnt und Neuanfänge entdeckt in seinen privaten Krisen. Bis zur nächsten …. Jan Weilers persönliche ungekürzte Einspielung der Hörbuchfassung ist genauso ein  Hörgenuss, wie das Lesen des Buches selbst. Seiner Stimme gelingt es gut, die dem Roman innewohnende Spannung und Atmosphäre einzufangen und auszudrücken.

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