Maria, ihm schmeckt's nicht!

von Jan Weiler 
4,0 Sterne bei1,103 Bewertungen
Maria, ihm schmeckt's nicht!
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (797):
kerstin71s avatar

Ein Buch das sehr lustig ist, aber manchmal eben auch traurig. Einfach fantastisch.

Kritisch (81):
Abendsterns avatar

Maria, MIR schmeckts nicht!

Alle 1,103 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Maria, ihm schmeckt's nicht!"

Jan Weilers Maria, ihm schmeckt's nicht ist längst zum Klassiker geworden. Sagenhafte zwei Millionen Leser waren – und sind – begeistert von den herrlich komischen Geschichten über seine italienische Verwandtschaft. Der Mega-Bestseller erscheint nun in neuer Ausstattung.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548283388
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:12.08.2011
Das aktuelle Hörbuch ist am 27.02.2008 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    uli123s avatar
    uli123vor 2 Monaten
    Wenn ein Deutscher in eine italienische Sippe einheiratet ...

    … entsteht daraus dieses herrlich witzige Buch.

    In vielen einzelnen Geschichten oder besser Anekdoten erzählt der Autor, wie es ist, eine Halbitalienerin zu heiraten und auf einmal verwandt zu sein mit einer Sippe von Antonios und Marias, mit denen Urlaube in Italien und viele Familienfeste verbracht werden. Er selbst trifft auf so manches Klischee vom Landesnachbarn, findet einige bestätigt, muss aber auch einige revidieren. Andererseits sieht seine neue Verwandtschaft in ihm den typischen Deutschen, der ihrem vorgefassten Bild dann aber doch nicht immer entspricht. An sehr viel Unterhaltungswert und Authentizität gewinnt das Buch durch den Schwiegervater des Erzählers, Antonio Marcipane, der so herrlich in einer Mischung aus deutsch und italienisch radebrecht. Die zweite Hälfte des Buches ist gar fast vollständig ihm gewidmet, indem er seinem neuen Schwiegersohn und Freund seine sogar dem engsten Familienkreis nicht bekannte Vergangenheit rund um seinen Entschluss, in den 60er Jahren als Gastarbeiter nach Deutschland zu kommen, anvertraut. Dieser Hintergrund stimmt schon etwas nachdenklich, wenn – zu Recht - dargestellt wird, wie wenig willkommen die Südeuropäer hier damals waren und wie sie eigentlich immer Fremde geblieben sind.

     

    Ein wirklich lesenswertes Buch, das in Zeiten der Migration nach Deutschland an Wert noch gewinnt.

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    Annejas avatar
    Annejavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: unterhaltsam und voller italienischer Kultur
    Meine neue italienische Familie und ihre Geschichten

    Ja, ich wusste das dieses Buch sehr humorvoll sein soll, das ich am Ende aber Tränen lachen würde, damit hätte ich wohl nicht gerechnet. 

    Tatsächlich war der Einstieg ins Buch plötzlich, aber herzlich und zeigte gleich in welche Richtung das Buch führen würde, nämlich in eine sehr humorvolle. Die ganze Zeit über erlesen wir alles aus der Sicht eines Ich-Erzählers ohne Namen, welcher aber auch der Autor selbst sein könnte. Dieser gab mir das Gefühl, stets neben ihm zu stehen und alles hautnah mit zu erleben. 

    Hätte der Autor am Ende nicht geschrieben, dass das Buch Fiktion ist, hätte ich ihm jede Person, jeden Ort und jede Geschichte sofort abgenommen. Denn auch wenn einiges schon sehr verrückt klang, dann so das es sich gleichzeitig auch wieder machbar anhörte. 

    Besonders unterhaltsam war der Umstand, das die Geschichte sich zwar über Italiener lustig machte, dies aber so tat, das niemand verletzt oder beleidigt wurde. Man erfreute sich einfach an der italienischen Lebenslust. 

    Wenn der Autor eines kann, dann schreiben, denn man fühlt sich sofort im Buch wohl. Ich Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen, da die Geschichte einfach zu abwechslungsreich war, als das ich nach einem Kapitel hätte sagen können: "Ok, das reicht für heute". Der Humor war spritzig und die Darstellung der Charaktere und der Umgebung detailliert aber nicht ausschweifend. Ich konnte mir alles vorstellen und hing diesen Gedanken manchmal sogar noch etwas nach. Da ich derzeit vermehrt Bücher lese, in denen über Länder gesprochen wird, in denen ich noch nicht war, kam auch hier sofort die Lust auf, ins nächste Flugzeug nach Italien zu springen um das Buch in der richtigen Location zu lesen. 

    Was gehört zu einem unterhaltsamen Buch? Natürlich Charaktere die den entsprechenden Humor auch richtig verkörpern. Sei es der italienische Papa Antonio, welcher mit seinen grandiosen Ideen und seinen liebenswerten Eigenarten einfach jeden für sich gewinnen konnte oder seine Frau, welche trotz aller Widrigkeiten hinter ihrem Mann stand. 

    Ob wahr oder erfunden, kann ich nicht sagen, aber Antonios Geschichte zu seinem Leben gab mir reichlich zu denken. Nicht nur das sein Vater schon sehr zu kämpfen hatte, nein, seinem Sohn ging es einige Zeit später genauso, als er nach Deutschland kam. Schön war jedoch das, Antonio ein nicht sehr nachtragender Charakter war, der alles so hinnahm wie kam. Ein echtes Vorbild. 

    Ein besonderes Highlight war natürlich die gesamte italienische Familie in Italien, welche zeigte wie sehr sich unsere Kulturen von einander unterscheiden. 
    Es war urkomisch zu lesen, wie viele Maria´s und  Antonio´s es gab, weshalb ich ehrlich gesagt gestehen muss, nicht jeden der richtigen Tante oder Onkel zu weisen zu können. Wer das kann, ist ein Genie. Trotzdem war es herzallerliebst zu lesen, wie es dazu kam, das die Familie 2 verschiedene  Nachnamen bekam oder warum man sich schon seit Jahrzehnten mit einer Familie stritt. 

    Die Mischung aus deutscher und italienischer Kultur gelang einwandfrei. Ich fühlte mich mit den Charakteren wohl, fieberte mit ihnen, lachte mit ihnen und hatte beim Schließen des Buches wirklich das Gefühl, diese Familie zu verlassen, welche mich auf der gesamten Reise durch das Buch begleitet hatte. 

    Ganz ehrlich? Das Buch wäre mir im Handel nicht wirklich aufgefallen. Zumindest mein Cover sieht ehr aus wie ein Haushaltsbuch oder ein Buch über die italienische Küche. 

    Es verbirgt den Humor im Inneren und das ist sehr schade. 

    Von außen unauffällig, von innen ein Feuerwerk für die Lachmuskeln, bot mir dieses Buch nicht nur gute Unterhaltung sondern auch eine tolle Einsicht in die italienische Kultur.

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    FranziDieBuechertantes avatar
    FranziDieBuechertantevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Lustig und unterhaltsam
    Deutsch-Italienische Freunschaft

    Bei diesem Buch handelt es sich nicht um einen klassischen Roman, sondern um die Erzählung einzelner Geschichten eines deutschen Mannes, der in eine italienische Familie eingeheiratet wird. 

    Hauptprotagonist ist der Schwiegervater Antonio. 


    Ich fand das Buch sehr inspirierend, da die einzelnen Familienmitglieder oft sehr wechselhaft gezeigt werden z.B. schimpft Antonio in Deutschland über Deutschland und dass in Italien alles besser ist. Wenn er aber in Italien ist, schimpft er umgekehrt. 

    Öfters ist es offensichtlich, dass die Dinge so gedreht werden, wie es einen passt. Aber niemand ist dem anderen böse oder findet es nervig, sondern das ist einfach so. Man könnte auch sagen, es wird alles nicht so genau genommen. 


    Allerdings fand ich das Buch zeitweise etwas langatmig, insgesamt aber unterhaltsam. 

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    forgetfuls avatar
    forgetfulvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Leichte Lektüre und viel zum Schmunzeln.
    Jan Weiler, immer etwas zum schmunzeln...

    Nachdem ich Jan Weiler vor rund 7 Jahren bei einer Vorlesung gehört habe, hatte ich immer im Kopf, dass ich dieses Buch einmal lesen muss. Nun war es soweit.. Es viel mir in die Hand ich habe es ruck zuck fertig gelesen. Sein Erzählstil ist sehr einfach, sodass man dieses Buch sehr schnell lesen konnte. Und es war keineswegs langweilig, sondern ich hatte immer ein Grinsen beim Lesen. Selbst die einfachste Thematik über ein Krokodil-Aufblastier hat er ins lustige gezogen. Jedoch auf eine sehr liebenswürdige Art und Weise. Ich kann es jedem empfehlen der eine leichte, schnelle und kurze Lektüre sucht. 

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    Solvejgs avatar
    Solvejgvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ich war total begeistert von dem Buch. Humorvoll wird ein Blick auf das Leben einer italienisch-deutschen Familie geworfen...
    Maria ihm schmeckt's nicht - Jan Weiler

    Kurze Zusammenfassung:

    Der Erzähler des Buches heiratet eine Italienerin, muss davor aber erst einmal ihre italienische Verwandtschaft kennen lernen. Ihr Vater Antonio und ihre Mutter begleiten die beiden nach Italien. Dort prallen nun das Leben der Italiener und der Deutschen aufeinander und auch Antonio, der nun schon ca. 30 Jahre in Deutschland lebt, muss sich erst einmal umschauen.

    Fazit:

    Ich hatte zuerst den Film gesehen und war nun sehr neugierig auf das Buch - und ich muss sagen es ist echt ein super gutes Buch! Ich wurde absolut nicht enttäuscht.

    Jan Weiler hat einer sehr humorvolle Art zu erzählen und schafft es den Lese immer wieder zum lachen zu bringen. Man merkt, dass er weiß wie man schreibt. Es ist locker, leicht und wirkt überhaupt nicht gezwungen.

    Auf den ersten Blick mag das Buch vollbeladen sein mit Klischees, doch es scheint gar nicht mal so falsch zu sein. Zumindest bestätigten mir dies meine Italienisch Lehrerin (selbst Italienerin) sowie einige italienisch Austauschschüler. Sie waren ebenfalls sehr begeistert von dem Buch / dem Film (Da ich nun mal selber keine italienische Familie habe wollte ich deren Meinung gerne mit einbeziehen... denn was ist besser als ein Italiener der bestätigen kann das es der Wahrheit entspricht)

    Der Autor schafft es sehr gut diese Klischees und Akzente einzuarbeiten. Ich glaube keiner dürfte sich durch seine Art zu schreiben an den Kopf gestoßen fühlen. Er stellt den Leser also nicht bloß. Vielmehr schafft er es ihn zum lachen und schmunzeln zu bringen. Aber: Nicht nur die Italiener kriegen ihr Fett weg, sondern auch die Deutschen... und ja, was er schreibt ist gar nicht mal so falsch.

    Die Personen die vorkommen sind so real wie das echte Leben, was nicht zuletzt daran liegen dürfte, dass Jan Weiler tatsächlich einen italienischen Stiefvater hat und dieser die Vorlage gilt. Somit dürfte er selber so einige Situationen kennen. Mir persönlich waren die Personen alle samt sympathisch und gerade diese andere Art des Lebens das hier vorgestellt wird hat Lust auf Italien hervorgerufen.

    Ich kann dieses Buch absolut empfehlen!

     

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Das perfekte Urlaubsbuch! Erfrischend! Leicht! Super witzig!
    Mein Lieblingsbuch!

    Als ich im Urlaub nichts mehr zu lesen hatte, hat mir meine Tante dieses Buch geborgt. Zunächst war ich skeptisch, weil ich so etwas normalerweise nicht lese, doch am Ende es hat mich absolut überzeugt!

    Jan Weiler berichtet über die italienische Familie in die er hineingeheiratet hat. Besonders sein Schwiegervater Antonio bietet dabei ordentlich Lesestoff. Im Buch wird er folgendermaßen beschrieben:

    "Er sei ein wenig anstrengend, sagte sie. Manche fänden ihn wunderlich. Manche hätten sogar Angst vor ihm, aber das verstehe sie nicht. Er sei eine echte Nummer. Er habe Humor. Verstand, Appetit. Sei großzügig. Und besitze nun einmal die Angewohnheit, ohne Unterbrechung zu reden, wenn er sich wohl fühle. Da er sich die meiste Zeit seines Leben ungemein wohl fühle, habe dies nun zur Folge, dass er von morgens bis abends rede.
    ...
    Ihr Vater sei, dozierte Sara, eine Art Windmaschine, die aber nicht nur Luft bewege, sondern auch Herzen. Er sei kaum zu Argem imstande, und wenn er doch mal sauer werde, dann doch nur um des Effektes willen, denn für wahren Zorn sei er eigentlich zu ignorant. Nichts interessiere ihn so sehr, dass es ihn wirklich aufregen könne."

    Das kann ich absolut unterschreiben!

    Der einzigartige Humor hat mich sofort an das Buch gefesselt. Jan Weilers lockerer Schreibstil lässt einen jede Seite einfach nur genießen! Besonders Antonio trägt zum Humor des Buches bei. Dieser ist einem gerade wegen seiner Macken sofort sympathisch!
    Auch wie Jan versucht, mit der "italienischen Sippe" klar zu kommen bietet sehr viele Lacher. Als er dann auch noch versucht, dem Leser den Stammbaum der großen Familie zu erklären, konnte ich kaum noch aufhören zu lachen. Denn das erweist sich schwieriger als gedacht, wenn jeder zweite Mann Antonio und jede zweite Frau Maria heißt.

    FAZIT:
    Absolute Kaufempfehlung! Dieses Buch besticht mit einer unglaublichen Leichtigkeit. Jeder Charakter wächst einem sofort ans Herz. Besonders gut für den Urlaub geeignet und für alle, die genau diese Leichtigkeit suchen.

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    TrenchcoatGirls avatar
    TrenchcoatGirlvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine humorvolle und dabei tiefsinnige Geschichte
    Eine humorvolle und dabei tiefsinnige Geschichte

    Eins meiner Lieblingsbücher, lese ich immer wieder gerne. Darüber habe ich sogar meine Diplomarbeit geschrieben.

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    annepeis avatar
    annepeivor 3 Jahren
    "Diese Verschränkung von Lebensgewohnheiten ist wie das Bild von Neapel und der Holzteller im Flur..

    "Diese Verschränkung von Lebensgewohnheiten ist wie das Bild von Neapel und der Holzteller im Flur, nämlich der Versuch, Mentalitätsunterschiede durch gemeinschaftlich begangene Verbrechen am guten Geschmack zu überwinden. Ich glaube, so ist Europa."

    Kurze Eckdaten:
    Der Roman "Maria, ihm schmeckt's nicht!" wurde 2003 von Jan Weiler geschrieben, teils nach wahren Erlebnissen mit seinem (wirklich italienischen) Schwiegervater, teils frei erfunden und veröffentlicht im Ullstein Verlag. Das ist der erste Band von Jan Weilers Geschichten von seine italienische Sippe.

    Handlung in 3 Sätzen mit Nennung des Titels:

    Jan Weiler möchte seine halb-italienische Freundin heiraten, vorher soll er aber ihre Eltern, besonders ihren italienischen Vater Antonio Marcipane kennenlernen und damit wird sein Leben um einiges aufregender. Er fährt mehrmals mit seiner Frau und ihren Eltern nach Italien zur Verwandtschaft in den Urlaub und wird so immer mehr in die italienische Sippe integriert. Er wird in die Bräuche eingeweiht, muss sich durch den ständig wiederkehrenden passiv-aggressiven Spruch "Maria, ihm schmeckt's nicht!" mästen lassen und wird sogar Bewahrer von Antonios Lebensgeschichte.

    Meine bescheidene Meinung:

    Das Erfolgsrezept des Buches ist einerseits sein Humor und andererseits, dass es auf der Globalisierungswelle schwimmt. Es wird ja prinzipiell sowieso alles, was uns intoleranten Deutschen die anderen Kulturen näher bringt, als pädagogisch wertvoll verehrt. Ich mache mich lustig, aber leider kenne ich eine Menge Leute, denen es nicht Schaden würde, mal einen Blick über ihren Tellerrand a.k.a. von der Politik gezogenen Landesgrenzen zu riskieren. Allerdings sind das zufälligerweise auch immer genau die Leute, die sowieso nicht lesen.
    Gut, zurück zum Buch. Es ist keine lineare Geschichte, sondern eher eine Verknüpfung vieler kleiner Erzählungen. Was wohl daran liegt, dass es zum Teil auf wahren Geschichten aus dem Leben des Autors basiert. Das Leben macht sich eben selten die Mühe, einen roten Faden zu verfolgen. Was eine Verfilmung des Buches natürlich zur kompletten Idiotie macht. Darum hat der Film auch eine VÖLLIG andere Handlung als das Buch. 
    Durch diese Erzählweise entstehen aber natürlich Zeitsprünge und Raffungen von Ereignissen, die ich eigentlich als wichtig erachtet hätte. Zum Beispiel die Hochzeit des Erzählers ist enorm kurz gehalten, im Vergleich zur Hochzeit des Cousins seiner Frau. Schon klar, weil es um Italien geht und die Hochzeit des Erzählers eben nicht italienisch war. Aber wenn ich über eine fremde Hochzeit etwa 12mal ausführlicher berichten würde als über meine eigene, würden mir schon Zweifel kommen.
    Da das Buch schon keinen roten Faden hat, hat es wenigstens einen roten Punkt und der ist Antonio. Es wird sogar seine komplette Lebensgeschichte eingearbeitet und das war jetzt nicht so öde wie es klingt, sondern sehr aufschlussreich. Allerdings finde ich die Umstände, wie es dazu kommt, etwas fragwürdig. Er lockt also seinen Schwiegersohn alleine nach Italien, um ihm Tag für Tag einen Teil seines Lebens zu erzählen, den er bisher nicht einmal seiner engsten Familie offenbart hat? Hm, naja, vielleicht war es sogar wirklich so und ich halte es jetzt für zu unrealistisch, um gut in die Geschichte zu passen.
    Alles in allem ein amüsantes Buch, das gut mit dem Thema Fremdsein umgeht. Ich verrate schon mal, Teil 2 setzt in Sachen Humor noch einen oben drauf.

    Empfehlung:
    Lesen sollte dieses Buch jeder, der etwas über andere Kulturen lernen will, nämlich die italienische.
    Nicht lesen sollte dieses Buch jeder, der noch vor hat, sich den Film dazu anzugucken.

    Zeit für Zahlen:
    3 von 5 Panettones

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    claudi-1963s avatar
    claudi-1963vor 3 Jahren
    Italien,Pasta und die italienische Invasion

    Inhalt:
    Jan möchte seine italienische Freundin Sara heiraten. Ihm selbst reicht dafür die Unterschrift im Standesamt. Aber Jan hat die Rechnung ohne Saras italienische Familie gemacht. Als Saras Vater von der geplanten Hochzeit erfährt, besteht er darauf, dass sich das Paar im süditalienischen Apulien kirchlich trauen lässt und die Eheschließung mit einer großen Feier begießt. Zwischen italienischer Tradition und deutschen Ansichten sind Stress, Familienstreitigkeiten und Unstimmigkeiten vorprogrammiert und die Beziehung der beiden wird auf die Probe gestellt.

    Meine Meinung:
    Ich habe das Buch nach der Fortsetzung "Antonio im Wunderland" gelesen. Und ich muss sagen war eher etwas enttäuscht, vielleicht lag es auch daran das ich durch das lesen des 2 Bandes die Eigenheiten von Antonio schon kannte. Trotzdem hat der Roman viel Humor und ist gut zu lesen. Auch diesen konnte ich kaum aus der Hand legen weil ich immer wissen wollte wie es weiter geht. Inzwischen ist er ja sogar sehr gut verfilmt worden. Manchmal weiß man auch bei diesem Buch nicht ob es von Jan Weiler ausgedacht ist oder ob seine angeheiratete ital. Familie wirklich so chaotisch ist wie er sie beschreibt.
    Für alle die eine lockere Urlaubslektüre suchen kann ich diese Buch und die Fortsetzung "Antonio im Wunderland" nur empfehlen. Ihr werdet euch köstlich amüsieren. Und deshalb bekommt das Buch trotzdem noch gute 4 von 5 Sternen.


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    Ingrid-Konrads avatar
    Ingrid-Konradvor 3 Jahren
    Deutsch-Italienisches Kuddelmuddel

    Was gibt es schöneres, als über die Eigenarten der verschiedenen Kulturkreise zu schmunzeln. Besonders wenn sie so hinreißend beschrieben sind. Jan Weiler macht es uns vor. Es ist herrlich, in diese Welt der liebenswerten Verschrobenheiten abzutauchen. Einem Erzähler zu lauschen, der sich selbst nicht so ernst nimmt. Mitten aus einem Multi-Kulti-Leben auf unseren Lesetisch. Das Buch kommt zwar mit großer Leichtigkeit daher, was seine Qualität ausmacht, aber nicht ohne Themen zu berühren, die nicht oberflächlich sind. Toll. Ich würde auch gerne den Film hierzu erwähnen. Normalerweise sind die Filme nicht annähernd so gut wie die Buchvorlagen. In diesem Falle aber doch. Der Film ist genauso sehens- wie das Buch lesenswert. Klarer Daumen hoch.

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