Jan Wilm

 3,8 Sterne bei 20 Bewertungen

Lebenslauf

Jan Wilm, geboren 1983, ist Schriftsteller und Übersetzer. Unter anderem übertrug er Werke von Maggie Nelson, Arundhati Roy und Frank B. Wilderson III. 2016 erschien das Buch The Slow Philosophy of J. M. Coetzee, 2019 sein Roman Winterjahrbuch. 2019 gab er im Rahmen der Ror Wolf Werke den Supplementband Alles andere später. Über Ror Wolf II heraus und 2022 das Freundschaftsbuch Ror.Wolf.Lesen. Mit Joshua Cohen arbeitet er schon lange zusammen, hat seine Bücher besprochen und ihn als Moderator auf Lesereisen begleitet. Jan Wilm lebt in Frankfurt am Main.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Kunst und Grausamkeit (ISBN: 9783737412339)

Kunst und Grausamkeit

Neu erschienen am 20.03.2024 als Gebundenes Buch bei marix Verlag ein Imprint von Verlagshaus Römerweg.
Cover des Buches Die roten Stellen (ISBN: 9783442771202)

Die roten Stellen

Neu erschienen am 13.03.2024 als Taschenbuch bei btb.

Alle Bücher von Jan Wilm

Cover des Buches Winterjahrbuch (ISBN: 9783895614972)

Winterjahrbuch

 (1)
Erschienen am 27.08.2019
Cover des Buches Ror.Wolf.Lesen. (ISBN: 9783895614989)

Ror.Wolf.Lesen.

 (0)
Erschienen am 07.06.2022

Neue Rezensionen zu Jan Wilm

Cover des Buches Goldschakal (ISBN: 9783103971569)
sabatayn76s avatar

Rezension zu "Goldschakal" von Pankaj Mishra

‚Der Wunsch, dem Elend ganzer Generationen zu entkommen'
sabatayn76vor 6 Monaten

‚Der Wunsch, dem Elend ganzer Generationen zu entkommen, den mein Vater schon lange vor meiner Geburt wie besessen in mir geweckt hatte, war nicht zu einem zielgerichteten Ehrgeiz geworden.‘ (Seite 84)

Arun, Aseem und Virendra treffen am Indian Institute of Technology aufeinander. Sie alle kommen aus armen Verhältnissen und hoffen, durch ein Studium sozial und finanziell aufzusteigen.

Arun, der die Geschichte erzählt, und Aseem studieren Maschinenbau, Virendra Informatik. Sie erfahren - unter dem Deckmantel von Initiationsriten an der Uni – Demütigung und Erniedrigung, doch sie schlagen sich durch, und nach der Zeit am IIT verschlägt es Virendra in die USA, Aseem arbeitet als Journalist, und Arun kehrt zurück in sein Heimatdorf und arbeitet als Übersetzer.

Ich war noch nie in Indien, doch ich bin schon seit vielen Jahrzehnten fasziniert vom Land, vom Hinduismus, von der Kunst und Kultur, und Literatur aus und über Indien rangiert unter meinen Lieblingsbüchern.

‚Goldschakal‘ hat mich aufgrund meiner großen Neugier auf alles, was mit Indien zu tun hat, sehr interessiert, und viele Passagen in Pankaj Mishras Roman fand ich sehr eindrücklich. So empfand ich z.B. die Einblicke ins Kastenwesen, in Geschichte und Politik Indiens, in das Leben und den Alltag in Indien als sehr faszinierend und gelungen.

Vor allem die Passagen, die die Beschwerlichkeit des Lebens zeigen, die von Ausbeutung und Entwürdigung, von Armut und den Auswirkungen des Kastenwesens erzählen, die die Macht der Herkunft und die Sehnsucht nach einem anderen Leben beleuchten und verdeutlichen, haben mir gefallen, da sie eine komplexe Sicht auf die indische Gesellschaft gewähren.

Trotz allem bin ich mit dem Roman nicht recht warm geworden, habe mich - trotz gelungener und berührender Passagen - oft nicht einfühlen können. ‚Goldschakal‘ hat für mich nicht ganz gehalten, was ich mir erhofft hatte.

Cover des Buches Goldschakal (ISBN: 9783103971569)
mimitati_555s avatar

Rezension zu "Goldschakal" von Pankaj Mishra

Sperrig und eigen
mimitati_555vor 8 Monaten

Arun, Aseem und Virendra haben es geschafft, die drei jungen Männer dürfen am Indian Institut of Technology studieren und haben damit die Chance, ihrem Leben der niedrigen Kasten zu entkommen. Als Aruns Mutter von ihrem Mann verlassen wird, zieht Arun mit ihr in ein kleines Dorf im Himalaya, während seine Freunde ihr Leben in vollen Zügen genießen. Bis eine schreckliche Gewalttat dazu führt, dass sich Arun seiner Identität stellen muss.

Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut, da ich die indische Kultur faszinierend finde und gerne etwas mehr über das Leben dort, besonders das für mich völlig unübersichtliche Kastensystem, erfahren hätte. Der Ich-Erzähler Arun hat es diesbezüglich aber leider nicht geschafft, mich zu fesseln, geschweige denn, überhaupt für seine Erzählung zu begeistern. Abgesehen davon, dass es viele Wörter gab, die für mich keinen Sinn ergaben, weil ich nicht wusste, ob es Dinge oder umgangssprachliche Begriffe waren, gab es einfach zu wenige interessante Momente, die das Buch zu einem Genuss gemacht hätten. In Wellen kamen kurze Abschnitte, die mich hoffen ließen, der Knoten sei geplatzt und nun ginge es los, nur um wieder in Ausschweifungen zu enden, denen ich schlicht und ergreifend nicht folgen konnte. Ich fürchte, dass mir die Geschichte zu sachlich und eher für LeserInnen gedacht war, die mehr Vorwissen und Interesse haben, als dies bei mir der Fall war. Die goldene Mitte in der Bewertung ist damit nur gewählt, weil ich mir nicht anmaßen möchte, etwas zu bewerten, was für mich nicht verständlich war.

Cover des Buches Die fernere Zukunft (ISBN: 9783103975321)
B

Rezension zu "Die fernere Zukunft" von Adam Thirlwell

Adam Thirlwell - Die fernere Zukunft
birgitdvor 9 Monaten

Eine tolle Geschichte
Es ist das Jahr 1775 und wir treffen Celine - ein junge französische Frau, verheiratet mit einem sehr viel älteren Mann.
Aus irgendwelchen Gründen denkt sich jemand Geschichten über sie aus und verbreitet Zeitungen mit Gedichten, in denen von ihren Liebschaften berichtet wird.
Die Geschichten sind falsch, aber die Leute sind begeistert.
Ihr Mann hingegen ist not amused
Es war eine tolle Geschichte
Man hat keine Probleme, sich die Szenerie vorzustellen.
Für mich eine absolute Leseempfehlung.


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