Jan Zweyer Persilschein

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Inhaltsangabe zu „Persilschein“ von Jan Zweyer

Deutschland 1950: In einem Hinterhof wird ein Mann mit durchschnittener Kehle aufgefunden. Peter Goldstein, der die Ermittlungen in dem Mordfall übernimmt, trifft schnell auf ein Problem: Der Tote hat zwei Identitäten. Als Uwe Schmidt bewohnte er eine Mansardenzimmer, das offensichtlich durchsucht wurde. Trotzdem findet sich etwas Interessantes – der Hinweis auf ein Schließfach. Die Wohnung, die der Tote als Knut Lahmer angemietet hatte, ist unangetastet geblieben. Dort entdeckt Goldstein ein Soldbuch, das verrät, dass Lahmer Angehöriger der Geheimen Feldpolizei war, und eine Pistole.
Durch Zufall kann der Mörder trotz dieser Merkwürdigkeiten überraschend schnell ausfindig gemacht werden – allerdings ist er tot. Schnell wird der Fall als Selbstmord abgetan, doch Goldstein findet einen Hinweis, dass der Mann sich die Waffe nicht selbst an den Schädel gesetzt hat. Heimlich stellt er weiter Nachforschungen an und stößt auf einen bekannten Namen: Was hat Wieland Trasse, Nazimitläufer und Kriegsgewinnler, der sich erst vor Kurzem mihilfe eines Persilscheins reingewaschen hat, mit der Geschichte zu tun?

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  • Abschluss der Goldstein-Trilogie

    Persilschein

    PaulTemple

    18. December 2016 um 11:31

    Der Abschuss der Goldstein-Trilogie spielt im Jahr 1950 - selbstverständlich wieder in Herne. Die Gesellschaft versucht sich mit der noch jungen Bundesrepublik zu arrangieren und die nationalsozialistische, gewaltvolle Vergangenheit schnellstmöglich zu verdrängen. Leichter gesagt als getan, denn viele Nutznießer der neuen Demokratie waren während des NS-Regimes in - freundlich ausgedrückt - zwielichtige Geschäfte verwickelt, deren Konsequenzen auch noch 1950 spürbar sind. Sogenannte "Persilscheine", verbürgte Aussagen über die vermeintlich harmlose Tätigkeiten in der NS_Zeit, stehen hoch im Kurs. Auch Hauptkommissar Goldstein, der im Nationalsozialismus der SS angehörte und auch zwangsweise mit der Gestapo zusammenarbeiten "durfte", trägt dunkle Geheimnisse in sich. Neue Mordfälle, die auch den damals blühenden Schwarzhandel mit berühren, stellen Goldstein erneut auf eine schwere Probe.Sprachlich einfach aber gut lesbar geschrieben, interessante historische Atmosphäre mit eingebunden - ein würdiger und lesenswerter Abschluss!

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  • Rezension zu "Persilschein" von Jan Zweyer

    Persilschein

    zander

    30. October 2011 um 18:45

    Lesenswerte, spannende Krimi-Unterhaltung vor einem gut recherchierten historischen Hintergrund. Eine Ruhrgebietsgeschichte voller Ruhrgebietsgeschichte. Herne, Ruhrgebiet; 1950. Der Krieg ist seit fünf Jahren zu Ende, Deutschland beginnt mit dem Wiederaufbau, und dazu gehört auch die sogenannte "Entnazifizierung", bei der Ausschüsse der Alliierten darüber entscheiden, wer zur Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft Mitläufer war, wer wenig belastet und wer schwer belastet ist. Soweit die Theorie. In der Praxis ist das alles relativ - wie Kommissar Peter Goldstein aus Herne am Rande seiner Ermittlungen in einem Mordfall mitbekommt. Mit den richtigen Verbindungen und in teilweise zynisch anmutenden Kooperationen kann man es ganz einfach schaffen, als "unbelastet" eingestuft zu werden - also den so genannten "Persilschein" bekommen. Man braucht einfach eine oder besser noch zwei Zeugenaussagen oder Bestätigungen, dass man diesem oder jenem während der Nazizeit geholfen habe, oder dass man schon während des Dritten Reiches eine kritische Einstellung zum Staat gehabt habe. Solche Bestätigungen sind leicht zu haben - ehemalige Häftlinge, die wegen krimineller Vergehen im KZ waren, mutieren da schnell zu "politischen Gefangenen", die einem anderen gern bescheinigen, dass er eigentlich ein Widerstandskämpfer war. Peter Goldstein hat einen Mordfall zu bearbeiten - einem Mann ist mitten in Bochum nachts der Hals durchgeschnitten worden. Bei den ersten Ermittlungen kommt heraus, dass der Tote ein Doppelleben geführt hat, mit zwei Wohnungen und zwei Identitäen - was hat er zu verbergen gehabt? Was Goldstein nicht weiß, aber immer wieder bei seinen Ermittlungen zu spüren bekommt: hinter sienem Rücken arbeitet sein Chef, Kriminalrat Saborski, gegen ihn denn Saborski will genau wie manch anderer verbergen, in welche Machenschaften und Geschäfte er während der Naziherrschaft verstrickt war. Eine Zeit, an die auch Peter Goldstein sich nicht gern erinnert, denn er ist selbst Mitläufer und Mittäter im System gewesen wie wir in "Goldfasan" dem vorhergehenden Roman erfahren haben. Mit "Persilschein" schließt Jan Zweyer seine Goldstein-Trilogie ab, die mit "Franzosenliebchen" begann, einer Geschichte, die zur Zeit der französischen Bestezung des Ruhrgebietes spielte. Lesenswerte, spannende Krimi-Unterhaltung vor einem gut recherchierten historischen Hintergrund. Eine Ruhrgebietsgeschichte voller Ruhrgebietsgeschichte.

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