Jan de Leeuw

 3.8 Sterne bei 58 Bewertungen

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Babel

Neu erschienen am 29.08.2018 als Hardcover bei Freies Geistesleben.

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Nachtland

Nachtland

 (14)
Erschienen am 19.01.2009
Das Schweigen der Eulen

Das Schweigen der Eulen

 (11)
Erschienen am 01.02.2006
Roter Schnee auf Thorsteinhalla

Roter Schnee auf Thorsteinhalla

 (4)
Erschienen am 29.06.2010
Falsche Bilder

Falsche Bilder

 (1)
Erschienen am 17.12.2008
Babel

Babel

 (0)
Erschienen am 29.08.2018
Das Schweigen der Eulen

Das Schweigen der Eulen

 (1)
Erschienen am 16.04.2007

Neue Rezensionen zu Jan de Leeuw

Neu
W

Rezension zu "Schrödinger, Dr. Linda und eine Leiche im Kühlhaus" von Jan de Leeuw

Über Geschmack lässt sich - Gott sei Dank - streiten.
Waschbaerinvor 7 Monaten

Das Hörbuch "Schrödinger, Dr. Linda und eine Leiche im Kühlhaus" wird als Kinderbuch ab 13 Jahren eingestuft. Ganz ehrlich, meiner 13jährigen Tochter würde ich dieses Kinderhörbuch nicht zumuten.

Erwachsene mögen die Schrägheit dieses Buches als humoristisch einstufen - über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Doch Kinder? Auch die simple Ausdrucksweise ist nicht Rechtfertigung genug.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass auch nur ein Kind die Vorstellung lustig finden kann, dass ein Junge, nachdem er seine tote Mutter im Bett gefunden hat, diese anschließend in ein Leintuch gepackt im Kühlhaus der ehemaligen Metzgerei versteckt. Danach hergeht,  die kleine Schwester zu einem Kindergeburtstag zu einer ihrer Freundinne bringt und selbst, während er den Vater in der Psychatrie besucht und nach der Mutter gefragt wird so tut, als sei alles in Ordnung. Mich schauderte es beim Hören.

Es mag lustig sein, dass ein Junge die Zeitungskolumne seiner Mutter als Dr. Linda fortführt, obwohl er von der Sache keine Ahnung hat und nur vorgefertigtes Material einfügt - ob es passt oder auch nicht und später irgendeinen Nonsens verbreitet. Aber das ist für meine Begriffe auch das einzig Humorvolle an diesem Hörbuch.

Ich habe keine Ahnung was sich Jan de Leeuw (Autor) beim Schreiben dieses Buches dachte. Aber ich denke, das Verhalten, das er seinem Protagonisten andichtet, ist bei einem Jungen mehr als auffällig. Anstatt den Verlust der Mutter zu betrauern, macht er sich Gedanken um den bevorstehenden Geburtstag der kleinen Schwester. Ach ja, ich hatte vergessen, zuvor geht man ja noch auf Einkaufstour in ein Spielwarenladen, während die tote Mutter im Kühlhaus langsam tiefgefriert. 

Es mag sein, dass andere Leute sowas mögen. Ich fand dieses Hörbuch widerlich und konnte ihm nichts abgewinnen. Auf dem Klappentext steht etwas von Komik. Tut mir leid, aber in diesem Zusammenhang ist mir jegliche Komik abhanden gekommen. 


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steffis-und-heikes-Lesezaubers avatar

Rezension zu "Nachtland" von Jan de Leeuw

Gute 3,5 Sterne für ein spannendes, märchenhaftes und tiefgründiges Buch
steffis-und-heikes-Lesezaubervor 5 Jahren

Kurzbeschreibung:
Nach einem Streit mit seiner Mutter flüchtet Nils von zu Hause. Eine Blutspur führt ihn über den zugefrorenen See in das märchenhafte Land Katatonien. Nils hofft, hier endlich seinen Vater zu finden, der vor Jahren einfach verschwunden ist. Doch das Land wird zerrieben in einem erbarmungslosen Kampf um die Macht. Und ihm, dem Fremden aus dem Land jenseits des Sees, werden magische Kräfte zugeschrieben, die jeder für sich einzusetzen hofft. Seine Suche, die zugleich eine Flucht ist, führt ihn quer durch das ganze Land. Bis er schließlich allein in der Todeswüste strandet ... Seine Reise enthüllt ihm Stück für Stück das Geheimnis seiner Vergangenheit, die für Nils zu schmerzhaft zu sein scheint, um sie akzeptieren zu können. Während Nils im Nachtland unterwegs ist, sitzen seine Mutter und Schwester an seinem Bett – unterkühlt und ohne Bewusstsein hat man ihn am Tag nach seiner Flucht auf dem zugefrorenen See gefunden. Verzweifelt versuchen sie, ihn zu sich und in die Wirklichkeit zurückzuholen.

Meinung:
Mit Nachtland erschafft der Autor eine besondere Welt voller Fabel- und Märchenwesen. Dabei ist Nils Reise durch das Land Katatonien von der ersten Seite an spannend, aber zu Beginn auch leicht verwirrend. Die Kapitel werden nämlich abwechselnd aus der Sicht von Nils und seiner Schwester erzählt. Und während Nils in Katatonien die wildesten Abenteuer erlebt, liegt er in der realen Welt komatös im Krankenhaus. Dabei weiß man lange Zeit gar nicht, ob Nils nun in eine Paralellwelt gereist ist, oder einfach nur sehr anschaulich träumt. Außerdem sind die einzelnen Kapitel nur durch unterschiedliche Schriftarten, aber nicht durch eindeutige Überschriften ersichtlich. Das fand ich etwas schade, da für mich der Wechsel nicht immer gleich offensichtlich war.

Die Kapitel aus Katatonien sorgen von Anfang an für große Spannung und Faszination. Man bekommt Einblick in ein märchenhaftes Land, dessen Regeln und Geheimnisse man gerne kennenlernen möchte, weshalb man hier alle Informationen ganz genau aufnimmt. Dabei verbindet der Autor Bekanntes mit Unbekanntem und streut z. B. immer mal wieder Einschübe und Anlehnungen zu bekannten Märchen und Geschichten ein. Dies hat mir gut gefallen, da es Spaß macht, diese Paralellen zu bekannten Märchen zu suchen und zuzuordnen.

Die Anteile aus der realen Welt beschäftigen sich eher nüchtern mit dem Leben und den Problemen der vaterlosen Familie. Jedoch werden auch sie mit der Zeit immer spannender und wichtiger, da Nils Schwester langsam, aber sicher immer mehr über die Vergangenheit und das Geheimnis ihres Vaters erfährt und die Geschichte damit immer tiefgründiger und stimmiger wird.

Je weiter man dem Ende entgegenschreitet, desto mehr Hintergründe und Details werden bekannt und die wahre Tiefe der Geschichte ersichtlich. Nils muss sich bei seiner Reise mit der Sehnsucht nach seinem Vater, aber gleichzeitig auch mit schwerwiegenden Erfahrungen aus dem Unterbewusstsein auseinandersetzten. So verarbeitet er auf seiner Reise weit zurückreichende Ereignisse und findet sich dabei auch selbst.

Am Ende werden eigentlich alle offenen Fragen beantwortet und alles ergibt einen Sinn. Jedoch hatte ich mir die Auflösung doch ein bisschen märchenhafter vorgestellt und war nach Rückkehr in die Realität leicht desillusioniert. Mir ist zwar klar, dass dieses Ende für die Hintergründe, die der Autor mit diesem Werk verfolgt, genau richtig und passend ist, aber dennoch hätte sich mein Herz etwas anderes gewünscht.

Fazit:
Ein spannendes, märchenhaftes und faszinierendes Buch, das Bekanntes mit Unbekanntem verbindet und gleichzeitig auch noch eine tiefgründige Geschichte erzählt. Um die ganze Tragweite dieses Buches zu verstehen, muss man es jedoch schon aufmerksam lesen und ein gewisses Verständnis für unterschwellige Zusammenhänge haben. Deshalb würde ich es erst für Jugendliche ab 14 Jahren empfehlen. Von mir bekommt es am Ende gute 3, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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lenchen1985s avatar

Rezension zu "Schrödinger, Dr. Linda und eine Leiche im Kühlhaus" von Jan de Leeuw

Schrödinger, Dr. Linda und eine Leiche im Kühlhaus
lenchen1985vor 5 Jahren

Jonas ist 15 Jahre alt. Sarah, seine kleine Schwester freut sich gerade riesig auf ihre 9. Geburtstagsparty. Dr. Linda, die Mutter der beiden, ist Spezialistin für gebrochene Herzen und schreibt täglich für ihre eigene Zeitungskolumne. Der Vater der beiden sitzt in der Psychiatrie, weil er vom Metzgermeister zum Super-Vegetarier mutiert ist. Das Leben ist für Jonas auch so schon kompliziert genug, als das Unglück passiert.
Morgens findet er seine Mutter tot im Bett. Sie hat sich mit Tabletten das Leben genommen. Mit dieser Situation ist er völlig überfordert. Anstatt einen Notruf abzusetzen, beschließt er, seine Mutter im Kühlhaus der Metzgerei zwischenzulagern und nach außen hin alles normal wirken zu lassen. Doch wie soll er das alles bewältigen? Er muss die Party für seine Schwester organisieren, sich um die Post und die Kolumne von Dr. Linda kümmern und sich in der Schule verhalten als wenn nichts gewesen wäre.

Er lernt Heleen kennen. Sie ist die Einzige, die einen Einblick in sein chaotisches Familienleben bekommt. Doch als die neugierige Nachbarin Fr. Ernestine bemerkt, dass in der Familie etwas nicht stimmt, schmieden die Beiden einen Plan und kommen sich immer näher.

Der verrückte Titel diese Buches hat mich neugierig gemacht. De Leeuw hat einen tollen Schreibstil. Durch viele komische, aber auch tragische Momente ist dieses Buch sehr interessant und bietet viel Raum zum Schmunzeln und Nachdenken.

Ich fand es von der ersten bis zur letzten Seite super!


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