Jan de Leeuw Nachtland

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Inhaltsangabe zu „Nachtland“ von Jan de Leeuw

Nach einem Streit mit seiner Mutter ist Niels abgehauen. Völlig unterkühlt wird er auf dem zugefrorenen See gefunden. Während er bewusstlos im Krankenhausbett liegt, erlebt er eine fantastische Reise durch das märchenhafte Katatonien. Es ist ein Traumland und doch ist es real. Denn in ihm muss Niels bestehen, was in der Wirklichkeit auf ihn wartet.

Nicht so mein Ding aber trotzdem interessant...

— Jellybaby

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  • Gute 3,5 Sterne für ein spannendes, märchenhaftes und tiefgründiges Buch

    Nachtland

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    10. February 2014 um 06:25

    Kurzbeschreibung: Nach einem Streit mit seiner Mutter flüchtet Nils von zu Hause. Eine Blutspur führt ihn über den zugefrorenen See in das märchenhafte Land Katatonien. Nils hofft, hier endlich seinen Vater zu finden, der vor Jahren einfach verschwunden ist. Doch das Land wird zerrieben in einem erbarmungslosen Kampf um die Macht. Und ihm, dem Fremden aus dem Land jenseits des Sees, werden magische Kräfte zugeschrieben, die jeder für sich einzusetzen hofft. Seine Suche, die zugleich eine Flucht ist, führt ihn quer durch das ganze Land. Bis er schließlich allein in der Todeswüste strandet ... Seine Reise enthüllt ihm Stück für Stück das Geheimnis seiner Vergangenheit, die für Nils zu schmerzhaft zu sein scheint, um sie akzeptieren zu können. Während Nils im Nachtland unterwegs ist, sitzen seine Mutter und Schwester an seinem Bett – unterkühlt und ohne Bewusstsein hat man ihn am Tag nach seiner Flucht auf dem zugefrorenen See gefunden. Verzweifelt versuchen sie, ihn zu sich und in die Wirklichkeit zurückzuholen. Meinung: Mit Nachtland erschafft der Autor eine besondere Welt voller Fabel- und Märchenwesen. Dabei ist Nils Reise durch das Land Katatonien von der ersten Seite an spannend, aber zu Beginn auch leicht verwirrend. Die Kapitel werden nämlich abwechselnd aus der Sicht von Nils und seiner Schwester erzählt. Und während Nils in Katatonien die wildesten Abenteuer erlebt, liegt er in der realen Welt komatös im Krankenhaus. Dabei weiß man lange Zeit gar nicht, ob Nils nun in eine Paralellwelt gereist ist, oder einfach nur sehr anschaulich träumt. Außerdem sind die einzelnen Kapitel nur durch unterschiedliche Schriftarten, aber nicht durch eindeutige Überschriften ersichtlich. Das fand ich etwas schade, da für mich der Wechsel nicht immer gleich offensichtlich war. Die Kapitel aus Katatonien sorgen von Anfang an für große Spannung und Faszination. Man bekommt Einblick in ein märchenhaftes Land, dessen Regeln und Geheimnisse man gerne kennenlernen möchte, weshalb man hier alle Informationen ganz genau aufnimmt. Dabei verbindet der Autor Bekanntes mit Unbekanntem und streut z. B. immer mal wieder Einschübe und Anlehnungen zu bekannten Märchen und Geschichten ein. Dies hat mir gut gefallen, da es Spaß macht, diese Paralellen zu bekannten Märchen zu suchen und zuzuordnen. Die Anteile aus der realen Welt beschäftigen sich eher nüchtern mit dem Leben und den Problemen der vaterlosen Familie. Jedoch werden auch sie mit der Zeit immer spannender und wichtiger, da Nils Schwester langsam, aber sicher immer mehr über die Vergangenheit und das Geheimnis ihres Vaters erfährt und die Geschichte damit immer tiefgründiger und stimmiger wird. Je weiter man dem Ende entgegenschreitet, desto mehr Hintergründe und Details werden bekannt und die wahre Tiefe der Geschichte ersichtlich. Nils muss sich bei seiner Reise mit der Sehnsucht nach seinem Vater, aber gleichzeitig auch mit schwerwiegenden Erfahrungen aus dem Unterbewusstsein auseinandersetzten. So verarbeitet er auf seiner Reise weit zurückreichende Ereignisse und findet sich dabei auch selbst. Am Ende werden eigentlich alle offenen Fragen beantwortet und alles ergibt einen Sinn. Jedoch hatte ich mir die Auflösung doch ein bisschen märchenhafter vorgestellt und war nach Rückkehr in die Realität leicht desillusioniert. Mir ist zwar klar, dass dieses Ende für die Hintergründe, die der Autor mit diesem Werk verfolgt, genau richtig und passend ist, aber dennoch hätte sich mein Herz etwas anderes gewünscht. Fazit: Ein spannendes, märchenhaftes und faszinierendes Buch, das Bekanntes mit Unbekanntem verbindet und gleichzeitig auch noch eine tiefgründige Geschichte erzählt. Um die ganze Tragweite dieses Buches zu verstehen, muss man es jedoch schon aufmerksam lesen und ein gewisses Verständnis für unterschwellige Zusammenhänge haben. Deshalb würde ich es erst für Jugendliche ab 14 Jahren empfehlen. Von mir bekommt es am Ende gute 3, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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