Jan de Leeuw Schrödinger, Dr. Linda und eine Leiche im Kühlhaus

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Inhaltsangabe zu „Schrödinger, Dr. Linda und eine Leiche im Kühlhaus“ von Jan de Leeuw

Was tut man, wenn man seine Mutter tot im Schlafzimmer vorfindet, der Vater sich in der Psychiatrie befindet und die geliebte kleine Schwester sich schon unbändig auf ihren nahen-den Geburtstag freut? Jonas bringt seine Mutter erstmal ins Kühlhaus. Damit die Sache nicht auffliegt, beantwortet er als Kummerkastentante Dr. Linda die Leserbriefe, die seine Mutter weiterhin empfängt. Die Situation entwickelt eine nicht vorherzusehende Eigendynamik, in der Familienkater Schrödinger, eine neugierige Nachbarin und ein verzweifeltes Mädchen, das endlich wissen will, was Liebe ist, eine nicht unbedeutende Rolle spielen …

Eine tragikomische Geschichte voller Slapstick-momente, die von der Sehnsucht erzählt, inmitten einer von Oberflächlichkeit geprägten Welt sich selbst und so etwas wie Liebe oder vielleicht Geborgenheit zu finden.

Mit entwaffnender Offenheit geschrieben und äußerst raffiniert komponiert – ein echter Jan de Leeuw!

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  • Rezension zu "Schrödinger, Dr. Linda und eine Leiche im Kühlhaus" von Jan de Leeuw

    Schrödinger, Dr. Linda und eine Leiche im Kühlhaus

    gurke

    30. March 2012 um 12:13

    Dass es sich hier um ein besonderes Buch handelt merkt man schon an dem Titel "Schrödinger, Dr. Linda und eine Leiche im Kühlhaus". Worum kann es da inhaltlich gehen? Mich hat das Cover auf jeden Fall schon sehr neugierig gemacht. Im ersten Kapitel wird der Leser gleich direkt angesprochen. Auch das ist außergewöhnlich. Wir werden mit einer Ausgangssituation konfrontiert, über die wir uns eigene Gedanken machen sollen. Und das gelingt auch. An einer Brücke steht ein Junge mit einer Rose und einem Brief in der Hand. Der Erzähler spekuliert mit dem Leser was denn der Junge dort an der Brücke macht. Was wohl in dem Brief steht, für wen diese Rose ist und auf welche Person er warten könnte. Außerdem erfahren wir in einem kleinen Grundkurs der Physik, der in knappen und einfachen Sätzen erzählt wird, was es mit Schrödinger auf sich hat. Dann erst geht die eigentliche Handlung so richtig los. Wir erfahren von einem Jungen der ein ganz schön trauriges Zuhause hat. Als er dann eines Tages die Mutter tot auffindet, gibt es einiges zu tun. Der Vater lebt in der Irrenanstalt und muss besucht und getröstet werden. Die Leiche gehört sich versteckt und der Zeitungsjob der Mutter muss auch noch erledigt werden, damit nicht alles auffliegt. Und dann lernt er dieses Mädchen kennen und es droht doch noch alles ans Tageslicht zu kommen... Man ist von der ersten Seite an von der Geschichte fasziniert. Der Satzbau und die Sprache ist sehr einfach gehalten. Das tut dem Lesevergnügen aber überhaupt keinen Abbruch, denn langweilig wird es garantiert nicht. Im Gegenteil, die wenigen Seiten lassen sich noch viel schneller dadurch lesen. Die Handlung selbst ist einzigartig und führt dem Leser richtig vor Augen, zu was ein Kind in seiner Verzweiflung alles fähig ist. Natürlich ist es teilweise schon recht drollig was Jonas alles tut, damit seine Welt wenigstens äußerlich in bester Ordnung bleibt, allerdings fühlt man mit dem jungen Kerl trotzdem richtig mit. Leider kann man an dieser Stelle nicht mehr über den Inhalt verraten, da die Geschichte sowiso schon recht kurz ist und ich niemandem das Lesevergnügen vorweg nehmen möchte. Für mich war "Schrödinger, Dr. Linda und eine Leiche im Kühlhaus" anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, allerdings war ich schnell mitten im Geschehen und hatte das Buch innerhalb weniger Stunden zuende gelesen. Leider hat die Geschichte nur sehr wenige Seiten. Das hat aber dem Lesevergnügen überhaupt keinen Abbruch getan. Im Gegenteil, am Ende hatte ich das Gefühl, endlich mal wieder eine Geschichte gelesen zu haben, die zum nachdenken anregt und sehr unterhaltsam war. Ich möchte das Jugendbuch wärmstens weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Schrödinger, Dr. Linda und eine Leiche im Kühlhaus" von Jan de Leeuw

    Schrödinger, Dr. Linda und eine Leiche im Kühlhaus

    Karin1970

    21. November 2011 um 10:52

    "Nun, weißt du, dein Vater hat nicht einfach so von einem Tag zum anderen eine Abneigung gegen Fleisch entwickelt." "Doch, so war es!", sagte Jonas. "Am Morgen befand er sich noch bis zu den Ellbogen im Hackfleisch und zwei Stunden später ist er wie ein Rasender mit seinem Beil hinter Frau Ernestine hergelaufen. Niemand konnte das verstehen! Sie war eine gute Kundin." "Und du hast dich nie gefragt, weshalb er diese Frau durch die Straßen verfolgt hat?" Im Laufe des Buches wird klar, dass Ernestine mehr wusste als Jonas und sein Vater. Und leider hat sie es nicht für sich behalten, noch dazu schnüffelt sie gerne in anderer Leute Leben herum. Jonas Vater ist in der Psychiatrie, die Mutter findet er an einem Morgen tot im Schlafzimmer. Neben ihr liegt ein leeres Tablettenröhrchen und ein Brief. Und unten in der Küche wartet seine 7jährige Schwester Sarah. Was also tun? Erst mal Ruhe bewahren. Nachdem Sarah in der Schule ist, hängt der 17 Jährige Jonas seine Mutter ins Kühlhaus der hauseigenen Metzgerei. Allen anderen erzählt er, sie wäre bei den Eltern, da es dem Großvater nicht gut gehe. Aber wie lange kann er diese Lüge aufrechterhalten? Denn da ist noch der Job der Mutter: als Dr. Linda – die Kummerkastentante arbeitete sie bei einer Zeitung. Also setzt sich Jonas an den PC und beantwortet die ersten Fragen der Leser mit vorgefertigten Standartantworten. Nur Heleen B. nicht. Sie möchte wissen warum sie nichts fühlt und Jonas antwortet ihr: „Sei froh, du bist eine der wenigen Glücklichen“. Ich habe Jan de Leeuw als einen sehr talentierter Erzähler für mich entdeckt, auch wenn er den Roman mit einer nicht gerade neugierig machenden Leseransprache eröffnet. Aber wenn man die zwei Seiten des Prologs übersteht, erwartet einem eine wunderbare, wahnwitzige und etwas traurige Geschichte mit Bezügen zur Quantenphysik. Der Autor spielt geschickt mit Realität, Wahrheit, Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit. Wer aber denkt, hier wird mit Begriffen aus der Quantenphysik nur um sich geworfen, der irrt sich. Für das Verständnis von Kindern und Jugendlichen hat de Leeuw wunderbare Worte und Erklärungen gefunden. Und so wissen wir beim Lesen selbst nicht mehr, was gerade wahr ist. So verrückt die Geschichte auch klingen mag, den Bezug zur Realität verliert sie niemals. Sicher keine Geschichte für alle Jugendlichen, ein gewissen Interesse (nicht Wissen) für die Wissenschaft sollte vorhanden sein, damit man die Geschichte in all ihren Facetten versteht. Ich für meinen Teil werde den Autor im Auge behalten.

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