Der Jugendroman "Dann eben mit Gewalt" behandelt das Thema Rassismus auf bedrückend direkte Weise. Im Mittelpunkt steht Sandra, ein schwarzes Mädchen, das von einer gewaltbereiten rechtsextremen Gruppe bedroht wird. Ihr Freund Lex versucht, ihr beizustehen – ist dabei aber selbst hin- und hergerissen.
Das Buch punktet mit einer wichtigen Botschaft: Es zeigt eindringlich, wie Vorurteile zu Gewalt führen können und wie schwierig Zivilcourage manchmal ist. Die Gefühle der Figuren – vor allem Lex’ Zwiespalt – sind glaubhaft dargestellt. Rückblenden geben zusätzliche Tiefe, machen die Handlung aber teilweise etwas unübersichtlich.
Sprachlich ist das Buch schlicht gehalten, manchmal etwas holprig – vermutlich auch durch die nicht ganz zeitgemäße Übersetzung.













