Jana Frey Liebeskinder

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Inhaltsangabe zu „Liebeskinder“ von Jana Frey

Zadoc liebt alles an Ivory. Ihr Haar, das sämtliche Farben des Herbstes hat. Der ständig wechselnde Ausdruck aus ihren winterhimmelblauen Augen. Und vor allem ihren Geruch nach Wind und Widerstand.  Kenzie liebt alles an Amos. Seine hellgrün schimmernden Augen, sein Lachen und Lächeln, seine Musik, seine Art, sich zu bewegen, seinen Gang. Und sie liebt es, dass er zu ihr gehört. Zu ihr ganz allein.  Zwei Liebende. Zwei Schicksale. Und eine Geschichte, in der alles, aber auch alles miteinander verbunden ist.

Ein Buch, das in einem Mitleid, Wut, Trauer und Liebe vereint. Verstörend. Unvergessbar.

— sweetAnanas
sweetAnanas

Jana Frey ist das Jugendbuch-Autorenpendant zu Antonia Michaelis: tiefgründig und mitreißend

— katha_dbno
katha_dbno

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  • Buchverlosung zu "Realitätsgewitter" von Julia Zange

    Realitätsgewitter
    aufbauverlag

    aufbauverlag

    Marlas Leben ist ein einziges Realitätsgewitter. Wenig Sex, viel iPhone. Viel Bewegung, wenig Sicherheit. Sehr globalisiert, aber immer noch ganz schön deutsch. Marla funktioniert perfekt. Sie hat immer die richtige Maske auf. Doch plötzlich bekommt ihr hochglänzender Panzer kleine Brüche. Plötzlich ist da eine schwere Traurigkeit, die langsam von ihrem Bauch nach oben spült. Um nicht zu ertrinken, macht sie sich auf den Weg zurück in ihr Heimatdorf. Und landet schließlich auf Sylt. Eine Reise ins Erwachsenwerden und zu sich selbst. -> Jetzt reinlesen: http://bit.ly/leseprobe-realitaetsgewitterÜber Julia ZangeJulia Zange, geboren 1987, lebt und arbeitet seit 2006 in Berlin. 2005 gewann sie den Literaturwettbewerb Open-Mike, 2008 veröffentlichte sie ihren ersten Roman mit dem Titel Die Anstalt der besseren Mädchen. Sie ist Teil der Web-Serie Translantics. Sie arbeitet als Redakteurin bei L’Officiel und schreibt regelmäßig für Zeit Online und Fräulein. In Philip Grönings Film Mein Bruder Robert, der 2017 Kino-Premiere feiert, hat sie als Hauptdarstellerin debütiert. Außerdem organisiert sie regelmäßig die Veranstaltungsreihe Dead Poets Society im Soho House Berlin.Jetzt bewerben!Bewerbt euch im Unterthema "Bewerbung/Ich möchte mitlesen", indem ihr folgende Frage beantwortet: Welches Buch habt ihr zuletzt gelesen und wie hat es euch gefallen?Viele Grüßeeuer Team vom Aufbau Verlag* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Buchverlosung schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.** Bitte beachtet, dass es sich hier um eine Buchverlosung handelt und nicht um eine Leserunde. Ihr könnt natürlich trotzdem gerne hier über das Buch diskutieren, aber eine Moderation wird es nicht geben.

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    • 323
  • Herzzerreißend

    Liebeskinder
    katha_dbno

    katha_dbno

    15. July 2016 um 16:35

    Rezension auf Buntes TintenfässchenIch muss ehrlich gestehen, dass ich mich durch den Anfang regelrecht durchgequält habe. Ich konnte mit keinem der Charaktere etwas anfangen und ihre Probleme (besonders die von Zadoc) waren mir zu merkwürdig und fremd, weil ich auch nicht recht wusste, woran ich bin. Aber irgendwann kam der Punkt, an dem ich mir die Figuren nicht mehr so fremd waren und ich ein Feeling für sie bekam. Ab da habe ich den Roman quasi verschlungen. Keine der drei Protagonisten hat es sonderlich leicht im Leben. Eigentlich trifft das auf alle Akteure, d.h. ihre Familienmitglieder, zu. Sie alle werden so eingehend beleuchtet, dass man nur bedingt eine Grenze zwischen Haupt- und Nebencharakteren ziehen kann. Zum einen wäre da Ivory, die seit ihrer Kindheit mit Zadoc befreundet ist und ihn allen Widerständen zum Trotz liebt. Ich habe sie für ihre Stärke und ihren festen Glauben an das Gute an Zadoc bewundert. Wenngleich alle ihn als einen Spinner abgetan und entsprechend abschätzig behandelt haben, ist sie immer für ihn eingetreten und hat sich nicht von ihnen beirren lassen. Ich weiß nicht, ob ich dazu in der Lage gewesen wäre. Weniger, weil ich etwas auf das Gerede der Anderen gegeben hätte, sondern weil Zadoc es einem phasenweise nicht einfach macht, ihn zu mögen. Seine Gedankengänge sind wirr und er drängt sich selbst immer wieder in die Opferrolle, sieht sich selbst als Verrückten an, der Ivorys Liebe nicht verdient hat. Aus diesem Grund stößt er sie häufiger von sich weg. In Anbetracht des Endes des Romans macht es sein Schicksal letztlich umso tragischer. Es war einfach bestürzend für mich, wie niederträchtig und widerwärtig Menschen sein können. Nicht nur gegenüber Zadoc, sondern ganz im Allgemeinen.Die Person, die es mir jedoch am meisten angetan hat, war Kenzie, die sich ihr ganzes Leben ihrer Schwester Janis äußerlich und charakterlich unterlegen gefühlt hat. Wie Jana Frey ihren Selbsthass und ihre Verzweiflung geschildert hat, war einfach nur herzzerreißend, weil ich einfach sehr gut nachvollziehen konnte, wie schwer es für sie war, ihre Schwester einerseits zu lieben und andererseits zu beneiden und gewissermaßen zu hassen. Als sich ihre Gemütslage allmählich verbessert hat, hab ich mich ungemein gefreut, und ich habe mir für sie so sehnlich ein Happy End gewünscht. Ob mein Wunsch erfüllt wurde, verrate ich aus Spannungsgründen nicht, aber Jana Frey hat für sie definitiv eine sehr unerwartete Wendung bereitgehalten.Das Geschehen wird auf zwei Zeitebenen erzählt: Ivorys und Zadocs Geschichte handelt in der Gegenwart, die von Kenzie, Janis und deren Familie setzt über dreißig Jahre eher ein. Die erste Hälfte über war mir vollkommen schleierhaft, wie diese beiden Handlungsstränge denn nun zusammenhängen, aber irgendwann fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Das hat den Schluss aber nicht weniger imposant gemacht - im Gegenteil.Interessant waren außerdem die Einschübe in das jeweilige Geschehen durch die Erzählerin, die das, was gerade passiert ist, durch zusätliche Informationen aus vorangegangenen Lebensabschnitten erklären. Sie füllten quasie die Lücken zwischen den Zeitsprüngen, die sonst keinen Sinn ergeben hätten. Anfangs fand ich das sehr gewöhnungsbedürftig, aber letztlich war es doch passend.Fazit"Liebeskinder" gehört definitiv zur anspruchsvollen Sorte von Jugendliteratur, an der man im Nachhinein viel zu kauen hat. Daher sollte man dem Roman definitiv eine Chance geben, selbst wenn man wie ich anfangs wenig begeistert ist. Er ist bedrückend, mitreißend, aufwühlend, spannend und überraschend. Er hat mich wirklich umgehauen und ich werde Kenzie, Ivory und Zadoc wohl nicht so leicht vergessen.

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  • Liebeskinder - eine Gefühlsrezension - keine Spoiler

    Liebeskinder
    killerprincess

    killerprincess

    Offizielle Inhaltsangabe: Zadoc liebt alles an Ivory. Ihr Haar, das sämtliche Farben des Herbstes hat. Der ständig wechselnde Ausdruck aus ihren winterhimmelblauen Augen. Und vor allem ihren Geruch nach Wind und Widerstand. Kenzie liebt alles an Amos. Seine hellgrün schimmernden Augen, sein Lachen und Lächeln, seine Musik, seine Art, sich zu bewegen, seinen Gang. Und sie liebt es, dass er zu ihr gehört. Zu ihr ganz allein. Zwei Liebende. Zwei Schicksale. Und eine Geschichte, in der alles, aber auch alles miteinander verbunden ist. Meine Meinung: Irgendwann einmal habe ich diesen Klappentext gelesen und war danach eigentlich nicht so richtig schlau, worum es in diesem Buch wohl geht. "Wahrscheinlich um Liebe" -also rauf auf die Wunschliste. Es dauerte, aber seit Januar besitze ich das Buch und habe es irgendwann die letzten Tage angefangen. Angewohnheit von mir: Ich lese den Klappentext so gut wie nie nochmal vor dem Lesen. Jedenfalls habe ich gerade das Buch beendet und bin völlig platt: Dieses Buch ist so viel mehr, als ich jemals erwartet hätte! Zunächst erwartet den Leser ein Prolog, der schon viel verrät. Aber das macht komischerweise die Spannung aus. Erzählt wird auf zwei Ebenen: Zadoc & Ivory, Kenzie & Amos. Innerhalb dieser beiden Ebenen werden aber auch verschiedene Jahre, bei Zadoc & Ivory auch nicht chronologisch, betrachtet. Das war anfänglich etwas verwirrend, aber man gewöhnt sich dran. Ohnehin bin ich Fan von Geschichten aus verschiedenen Perspektiven. Ich möchte nicht zu viel von der Geschichte verraten, damit auch ihr die Chance habt, von dem Buch so überrascht und geflasht zu sein. Ich finde es bloß verrückt, was dieses Buch mit mir gemacht hat: Ich war mal froh, mal traurig, mal wütend, mal deprimiert. Ich hätte Ivory gerne in Wirklichkeit als meine Freundin, wollte Zadoc gerne gegen die bösen Jungs seiner Schule zur Seite stehen, Kenzie sagen "Du bist schön" und Amos... ja der war für mich ein schwieriger Kandidat. Und das ist vielleicht das einzige Manko an der Geschichte: Ich hätte manche Charaktere gerne mal so richtig fest geschüttelt, weil ich mit ihren Handlungen nicht einverstanden war. Aber hätten sie anders gehandelt, wäre die Geschichte wohl schnell wieder vorbei gewesen. Fazit: Manchmal dachte ich beim Lesen: Wann ist es denn "endlich" so weit? Der große Knall, der im Prolog angekündigt wurde. Rückblickend betrachtet braucht die Geschichte aber diese zeitlich ausufernde Berichterstattung über längst vergangene Tage, weil diese am Ende das Puzzle vervollständigen. Außerdem schafft die Autorin mit ihrem detaillierten Schreibstil eine tolle Atmosphäre und zaubert Anekdoten, die die Geschichte einzigartig und unverwechselbar machen! So viel kann ich sagen: Nach Beenden des Buchs fühle ich mich gerade, als wäre ich hart auf den Boden aufgeschlagen. Es ist ein wahnsinniges, erschütterndes Finale und ich bin fassungslos. Es ist kein Wohlfühl-Buch und es geht definitiv nicht einfach um Liebe, wie ich anfangs dachte. -Nein, es geht um jede einzelne Nuance, die Liebe haben kann und was sie mit uns macht.

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    • 3
    killerprincess

    killerprincess

    18. April 2016 um 21:32
  • Federleicht & tonnenschwer ("schlechte" Rezi)

    Liebeskinder
    birdotheweirdo

    birdotheweirdo

    13. April 2016 um 15:39

    OhmeinGott.. ich suche gerade echt nach passenden Worten, die meine Überwältigung über den Verlauf der Story beschreiben könnten. Alles ist viel zu schwer zu erfassen, so als wäre ich Zadoc, in einer seiner schlechten Phasen, Momente..Auf jeden Fall gekonnt von der Autorin, dass diese tonnenschwer wiegende Geschichte so federleicht erzählt wird! ♥Flüssig und leicht wegzulesen.. bin immer noch perplex (gerade beendet).InhaltEs geht um zwei parallel erzählte Geschichtsstränge die zu unterschiedlichen Zeiten ablaufen, auch nicht linear & kontinuierlich, sondern springend:1. Die Schwestern Mackenzie und Janis wachsen in den 70ern bei einem lesbischen Paar auf und könnten nicht unterschiedlicher sein. Kenzie fühlt sich neben ihrer hübschen, charismatischen Schwester einfach unscheinbar und hässlich, und diese Eifersucht auf deren Freundschaften, aber hauptsächlich deren Liebesbeziehungen, die Traurigkeit über ihr eigenes, verkorkstes Leben und die später aufkommenden Verlustängste, werden sie immer begleiten.2. Zadoc und Ivory (*1994/5): Zadoc lebt bei seiner alleinerziehenden Mutter und wird von allen als verrückt und gefährlich abgestempelt, da er eben anders ist, wegen einer Krankheit und starker Medikamente, die er von seiner Mutter bekommt. Nur die beliebte Ivory, seine Nachbarin, hält zu ihm und ist seine einzige Freundin seit Kindertagen. Wie sich diese beiden Stränge verbinden werden, ist an euch herauszufinden. Mehr darf ich dazu auch gar nicht sagen, ohne zu spoilern.Ich kann nur sagen, dass es sich lohnt dieses Drama bzw. Spektakel selbst zu erleben.Vor einiger Zeit hatte ich dieses Buch schon einmal angelesen und nach einigen Seiten sofort wieder weggelegt, da das Geschehen und der Schreibstil sehr eigenwillig und seltsam auf mich wirkten; man muss sich halt erst darauf einlassen, dafür bereit sein, dann wird einen dieses Buch sicherlich sehr berühren und weiter begleiten. Ich glaube, das hier war jetzt eine sehr gefühlsgeschwängerte Rezension, wenn man dieses unzulängliche Resultat der Euphorie nach Beendigen eines wundervollen Buches denn so bezeichnen darf. Hihi.Aber diese Story ist so eigenartig selbstständig, dass sie sich jedem Versuch entzieht, sich brauchbar rezensieren zu lassen!^^Zitat (ungenauer Wortlaut):"Das Leben ist kein langer, ruhiger Fluss, aber er ist der einzige, den wir haben."

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  • Absolutes Lieblingsbuch

    Liebeskinder
    JHeer

    JHeer

    29. March 2016 um 13:04

    Wo soll man bei so einem Buch mit der Rezension anfangen? Zunächst einmal: Der Inhalt lässt sich kaum zusammenfassen und der Klappentext verrät nicht im mindesten, welch eine bewegende, ehrliche und wundervolle Geschichte sich dahinter verbirgt.Aber ich versuche es so zu beschreiben: In "Liebeskinder" von Jana Frey geht es um die Liebe und alles was mit ihr zu tun hat, all ihren "Erscheinungsformen", wenn man so will. Hier ist nichts geschönt und es werden auch schwerverdauliche Themen aufgegriffen, die dazu geführt haben, dass ich noch Wochen nach dem Lesen in Tränen ausgebrochen bin, wenn ich nur an dieses Buch gedacht habe.Das ganze ist in einer so unausgeschmückten und direkten Sprache geschrieben, die ich noch nie zuvor in einem Roman angetroffen hat und die das Werk erst recht einzigartig macht.Zudem ist es auch noch spannend und die Charaktere sind mir schnell ans Herz gewachsen, ganz besonders Kenzie.Auf keinen Fall ist dies ein leichtes Buch für zwischendurch, eher im Gegenteil, aber auch deswegen kann ich es nur wärmstens empfehlen und werde es immer in Erinnerung behalten und sicher auch noch viele Male lesen :)!

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  • Eine traurige wunderbare Geschichte

    Liebeskinder
    luan

    luan

    15. March 2016 um 09:06

    Das Buch erzählt die Geschichten von Zadoc & Ivory und von Kenzie & JanisZadoc und Ivory sind seit ihrer Kindheit an miteinander befreundet. Zadoc ist anders ;der Verrückte, der Spinner, Forrest Gump wie er von den anderen Kindern verspottet wird. Manchmal sieht er  in seinem Zimmer Rhinozerosse und einen Wasserfall. Wenn er einen seiner Anfälle kriegt, weiß Ivory ihm zu helfen; sie legt sich auf ihm, Bauch an Bauch, Gesicht an Gesicht, eine Methode die Zedoc beruhigt und wieder zu sich kommen lässt. Zadoc hütet ein Geheimnis das er Ivory dann irgendwann doch erzählt. Ist das der Bruch ihrer Freundschaft? ******************************************************************************Die Die Geschwister Kenzie und Janis  haben zwar den selben Vater aber ihre Mütter sind lesbisch. Im Teenager alter vergleicht sich Kenzie mehr und mehr mit Janis : Janis hat einen schöneren Körper, Kenzie fühlt sich dick und ist auch nicht mit so einem schönen Busen gesegnet wie ihre jüngere Schwester. Die Jungs interessieren sich für Janis, Kenzie dagegen wird nicht mal von denen beachtet. Durch Kenzies mangelndes Selbstbewusstsein, zieht sich immer mehr zurück und wirkt auf anderen traurig und deprimierend. Bis sie Amos trifft....Ich wusste überhaupt nicht was mich erwartet und obwohl in der Inhaltsangabe steht, dass die beiden Geschichten sich miteinander verbinden, war ich verwirrt und konnte mir keinerlei Zusammenhang vorstellen. Um so verblüffender war ich als sich das Ende nahte und muss sagen; eine Großartige wunderbare und traurige Geschichte zugleich.Absolut lesenwert, 5 *

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  • Teilweise zu durcheinander

    Liebeskinder
    Steffili

    Steffili

    01. March 2016 um 09:20

    Bei diesem Buch geht es um zwei Lebensgeschichte...auf der einen Seite um den psychisch kranken Zadoc und seine Freundin Ivory und auf der anderen Seite um die Schwestern Kenzie und Janis Hunt. Am Anfang wird zwischen den beiden Geschichten wild hin und her gesprungen und auch in den Zeiten macht man lustige Sprünge. Es dauerte dann doch recht lange, bis ich mich zurecht gefunden habe und erst gegen Schluss begann die Geschichte mich zu fesseln. Der Schreibstil ist recht einfach gehalten, was mir dabei geholfen hat, durchzuhalten. Wenn man sich also durch den Anfang durchgekämpft hat, lohnt es sich, dieses Buch zu lesen.

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  • Jana Frey hat das Erzählen neu erfunden

    Liebeskinder
    Claddy

    Claddy

    Springfield / Massachusetts, etwa 2010: Die Kinder Ivory und Zadoc leben in Nachbarschaft und mögen sich sehr, obgleich Zadoc psychisch beeinträchtigt ist. Die Freundschaft geht durch schwere Belastungsproben, beider Mütter versuchen immer wieder auf´s Neue, sie zu unterbinden. Kalifornien,1969:  An einem Strand wird ein Mädchen, Mackenzie, geboren. Ihre Mutter Leetha lebt in Partnerschaft mit Insel. Drei Jahre später gebiert diese ebenfalls eine Tochter, Janis. Als die Schwestern heranwachsen, fühlt sich Mackenzie neben der schönen und liebenswerten Janis schwerfällig und unscheinbar.  Der Prolog, in dem ein kleines Kind fortgelockt wird, ist als verbindendes Element zwischen den zwei Erzählsträngen anzunehmen. Die entwickeln sich zunächst voneinander unabhängig. Beide brechen immer wieder aus der Chronologie der Ereignissen aus. Insbesondere der um den Jugendlichen Zadoc scheint in seiner Sprunghaftigkeit eine äußere Entsprechung des inneren Zustandes des Jungen darzustellen. Wie durch Assoziationen geweckte Erinnerungen verbinden sich die Bruchstücke erst nach und nach zu einem Ganzen.  Immer wieder gibt es kursiv gesetzte Ergänzungen zum Text, die noch ein Stückchen tiefer gehen. Bei denen ein geheimnisvoller, ein wissender Beobachter Bemerkungen einflicht.  Das liest sich wunderbar, aber nicht immer ganz leicht.  Und mit Sicherheit erhebt das Buch nicht den Anspruch, ein leicht verdauliches zu sein. Weder der Schreibstil noch Inhalt oder Themen sind es.  Die Autorin rückt ihre Menschen dicht an den Leser / die Leserin heran, so dicht, dass die Emotionen Achterbahn fahren. Verschiedene Personen gewähren tiefste Einblicke in ihre Entwicklung, ihre Gefühle, ihre Beziehungen. Ehrlich, schonungslos, tabulos wird auch die Bandbreite von Sexualität und Liebe ausgelotet. Und letzten Endes geht es genau darum, um die Liebe, auch um das, was sie bewirken kann, im Guten wie im Bösen. Mit diesem Roman hat Jana Frey das Erzählen neu erfunden. Sie vermag inmitten eines fast unerträglich spannenden Erzählflusses Pausen aufzuzwingen, nämlich wenn ein einzelner Satz sich zu einer Erkenntnis verdichtet, die erst einmal verarbeitet werden muss.  „Liebeskinder“ ist ein wunderbares Buch, eines, das nachhallt, das man, kaum beendet, gleich noch einmal lesen möchte. Eines, das man gern verschenken möchte, um ein Glück zu teilen. Wem? Jedem, der poetische Sprache und ungewöhnliche Geschichten mag. Erwachsenen, aber durchaus auch nachdenklichen Jugendlichen.

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    • 5
  • Leserunde zu "Schneegestöber - Oder: Der Tag, als Oma Grizabella verschwand" von Patricia Schröder

    Schneegestöber - Oder: Der Tag, als Oma Grizabella verschwand
    PatriciaSchroeder

    PatriciaSchroeder

    LEISE RIESELT DER SCHNEE ... ... von wegen! Als die 12-jährige Leonie mit ihren Eltern und ihrer großen Schwester in den Weihnachtsferien auf die Hallig Hilsum reist, um dort die Festtage im Kreise von Tanten, Onkeln, Cousins, Cousinen und ihrer Großmutter zu verbringen, ist eher Schneegestöber angesagt, denn bis der bunt gemischte Haufen  zusammenfindet, muss so manches kleine und große "Abenteuer" überstanden werden. Wer hat Lust, die dunkle Novemberstimmung für eine Weile zu vergessen und Leonie durch diese turbulenten Tage zu begleiten -  allein oder zu zweit so richtig gemütlich eingemummelt in eine Decke auf dem Sofa bei einer Tasse Tee oder Zimt-Kakao und einer kleinen Nascherei? Bedingungen für den Sprung in den Lostopf: Dichtet euch mit ein paar (vor)weihnachtlichen Zeilen in mein Herz oder erzählt mir von eurem verrücktesten/lustigsten/gruseligsten/kitschigsten Weihnachtserlebnis. Verschickt werden die Bücher innerhalb der letzten Oktoberwoche, sodass wir in der ersten Novemberwoche mit der Leserunde starten können. Ich setze voraus, dass ihr ausreichend Zeit für eine muntere und aktive Runde mitbringt und bis spätestens zum 10. Dezember eure Bewertung der Ereignisse auf Hilsum ins Netz stellt - hier auf Lovelybooks und sehr gerne auch auf anderen Portalen und eigenen Blogs. Herzlich eingeladen sind natürlich ebenfalls alle, die das Buch bereits besitzen und ihre Lese-Eindrücke gerne mit anderen teilen möchten. Der Coppenrath-Verlag war so freundlich und hat 15 Exemplare für diese Leserunde zur Verfügung gestellt. - Vielen Dank dafür! Alle Bücher sind signiert und werden auf Wunsch mit einer Widmung versehen. Ich freue mich auf ein paar gemütliche vorweihnachtliche Stunden mit Euch! Eure Patricia Schröder

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    Claddy

    Claddy

    25. November 2015 um 18:48
    BeaSurbeck schreibt :) wenn du mal Zeit hast dann mach doch mal ein Foto von deinen Schätzchen, dann können wir sie auch sehen.... grins ich kann aber auch mal googlen gehen. So, muss essen kochen sonst wird gemeutert:)

    In echt sehen sie natürlich viel toller aus!!!

  • Berührender Roman mit dramatischer Zuspitzung.

    Liebeskinder
    Regenblumen

    Regenblumen

    01. November 2015 um 17:35

    Ich lese gerne Kinder- und Jugendliteratur. Als Jugendliche selbst habe ich eher wenig bis gar keine Jugendliteratur gelesen, dafür schätze ich dieses Genre jetzt umso mehr. In der vergangenen Woche habe ich „Liebeskinder“ von Jana Frey gelesen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, doch es fällt mir darüber zu schreiben ohne zu viel zu verraten! Inhalt „Liebeskinder“ erzählt die Geschichte mehrerer Personen im Wechsel. Da ist zum einen Kenzie, die zusammen mit ihren beiden Müttern und ihrer jüngeren Schwester Janis in Kalifornien lebt. Kenzie gefällt sich selbst nicht besonders, sie hat den Eindruck immer im Schatten ihrer schönen Schwester zu stehen. Ihre Schwester ist schöner, findet leichter Freundinnen und macht ihre ersten sexuellen Erfahrungen vor Kenzie. Kenzie leidet darunter, aber sie kämpft und findet einen Weg. Sie trifft Amos. Sie liebt Amos und sie liebt es, von Amos geliebt zu werden. Auf der anderen Seite sind Ivory und Zadoc. Sie wachsen in derselben Nachbarschaft auf. Doch es heißt mit Zadoc stimme etwas nicht, Ivory solle sich lieber fern von ihm halten. Das Gerede beeindruct Ivory nicht. Auch direkte Verbote seitens der beiden Mütter bringen Ivory nicht davon ab sich mit Zadoc anzufreunden. Sie treffen sich weiter an ihren (geheimen) Treffpunkten. Ihre Freundschaft ist stark – bis Zadoc Ivory eines Tages nicht mehr sehen will. Aber ist das wirklich sein eigener Wille? Zur Autorin Jana Frey veröffentliche ihr erstes Jugendbuch 1994. Inzwischen hat sie zahlreiche Bücher geschrieben und ist aus den Kinder- und Jugendabteilungen der Buchhandlungen und Bibliotheken nicht mehr weg zu denken. Bewertung Auf dem Buchrücken wird der Roman folgendermaßen beschrieben „Zwei Liebende. Zwei Schicksale. Und eine Geschichte, in der alles, aber auch wirklich alles miteinander verbunden ist“. Auf den ersten 100 bis 200 Seiten fragte ich mich, wie die beiden Geschichten zusammenhängen sollen. Fast hätte ich das Buch wieder zur Seite gelegt, doch die Neugier hat gesiegt und das Durchhalten hat sich gelohnt. Die Handlung wird nicht chronologisch erzählt, was phasenweise verwirrt, da die Zeitsprünge sehr groß sind. Dennoch gelang es mir recht zügig wieder zurück zur Handlung zu kommen. Jana Frey erzählt sehr intensiv. Sie kommt den Hauptcharakteren sehr nah. So erlebt man als Leser bzw. Leserin die Geschichte hautnah mit. Man fühlt mit, man freut sich mit, leidet mit und erschreckt sich mit. Diese Erzählweise hilft dabei die einzelnen Personen zu verstehen, wobei der Vorgang des Verstehens nicht mit dem Verständnis für die Handlungen und der dahinter liegende Motivation gleichzusetzen ist. Dennoch ist es erstaunlich wie sich unscheinbare Zufälligkeiten zu Schicksalen verwandeln und die Konsequenzen erst Jahre später zu erkennen sind. Auf diese Art und Weise entsteht der Nährboden für die dramatische Zuspitzung im Leben von Kenzie, Janis, Amos, Zadoc und Ivory.

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  • 2 Wunderschöne Geschichten mit einem traurigen und emotionalen Ende ...

    Liebeskinder
    smileaboutyou

    smileaboutyou

    14. July 2015 um 17:22

    Das erste was man zu dem Buch sagen kann ist , dass ein das Cover mit der niedlichen und kindlichen Art echt getäuscht hat. Das Buch ist sehr traurig und man fühlt mit was die Personen durch machen .... Ich selber dachte ein Liebesroman gekauft zu haben der schön und voller Liebe war , doch das meiste war einfach nur traurig. Zum Schluss wurde es zwischen Ivory & Zadoc ein wenig liebevoller und bei Kenzie & Amos ... ja dazu will ich nicht allzu viel verraten für die die sich noch auf das Buch freuen. Das Buch habe ich selber gestern erst durchgelesen und fande das Ende genial. Im ganzen Buch wartete man auf die dramatische Wendung die einem erklären würde warum Zadocs & Ivorys und Kenzies & Amos Geschichte zusammen gehört. " Heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens " " Die Sterne fallen niemals runter , Schatz. " - Zwei Sätze die immer wieder im Buch vorkommen und einem am Ende des Buches eine Gänsehaut bereiten Alles in Allem muss ich sagen das es ein fesselndes und wunderschönes Buch ist , dass ich allen empfehlen kann!

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  • Liebeskinder

    Liebeskinder
    pelia

    pelia

    22. June 2015 um 14:03

    Erster Satz: Prolog Kleine, in der Luft herumwirbelnde Sterne, die von den erwachsenen Menschen - das wusste das Kind bereits - Staub genannt wurden, tanzten im warmen Sonnenlicht. Meine Meinung zum Cover: Die Gestaltung des Covers ist einfach und schlicht gehalten, die Farben harmonieren perfekt miteinander und die Blumen runden das Ganze nochmal ab. Für mich ein absoluter Hingucker. Meine Meinung zum Buch: Der Einstieg in die Story beginnt mit einem kurzen, aber dennoch sehr verwirrenden Prolog. Als dann die eigentliche Story begann, war ich wohl noch verwirrter als vorher, denn die Story besteht aus zwei Handlungssträngen. Auf der einen Seite hätten wir Zodac. Ihn lernen wir zu Beginn des Buches kennen. Er ist schon ein merkwürdiger und seltsamer junger Mann. Und auf der anderen Seite haben wir Kenzie. Eine junge Frau die es in ihrer Kindheit nicht leicht hatte und im Schatten ihrer kleinen Schwester stand. Beide Charaktere wirken oft sehr gleich, aber bei näherer Betrachtung sind sie grundverschieden. Allerdings konnte ich keinen Draht zu beiden aufbauen. Beide wirkten oft so verloren und unnahbar. Manchmal hatte ich das Gefühl, die Mauer, die um beide errichtet wurden, wurden auch auf den Leser übertragen. Es war schwer die Schutzmauer zu durchbrechen. Dennoch erzählen beide auf ihre Art und Weise eine unglaublich herzergreifende Story die unter die Haut geht. Was mich am meisten an dem Buch verwirrt hat waren die zeitlichen Sprünge. Oft hatte ich Probleme der Story zu folgen und wusste nie so recht was mir die Autorin mitteilen will. Man tappt gerade zu im dunklen und wartet auf ein kleines greifbares Detail. Details, die erst zum Ende hin greifbar werden und man in eine komplett andere Geschichte eintaucht als wie man sie zu Beginn evtl. erwarten würde. Jana Frey hat mich mit ihrem Schreibstil positiv überrascht. Sie schreibt voller Gefühl, Emotionen und lässt die Story lebendig wirken. Fazit: Mit "Liebeskinder" hat Jana Frey eine emotionale und tiefgründige Story geschaffen bei der man auf jeden Fall dran bleiben muss. denn erst nach und nach fügen sich die Puzzleteile zusammen.

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  • "LIEBESKINDER" ... ein liebenswertes, umwerfendes Buch!

    Liebeskinder
    LoryGlory

    LoryGlory

    Cover und Klappentext Auf den ersten Blick wirkt das Buch fast ein bisschen niedlich, was zusätzlich durch die verspielte Schrift und die Blumenmotive der Vorderseite auf dem gepunkteten Hintergrund verstärkt wird. Ich habe zunächst einen klassischen Jugendroman, der sich mit dem Thema Liebe und Freudschaft beschäftigt, erwartet. "Zadoc liebt alles an Ivory. Ihr Haar, das sämtliche Farben des Herbstes hat. Der ständig wechselnde Ausdruck aus ihren winterhimmelblauen Augen. Und vor allem ihren Geruch nach Wind und Widerstand. Kenzie liebt alles an Amos. Seine hellgrün schimmernden Augen, sein Lachen und Lächeln, seine Musik, seine Art, sich zu bewegen, seinen Gang. Und sie liebt es, dass er zu ihr gehört. Zu ihr ganz allein. Zwei Liebende. Zwei Schicksale. Und eine Geschichte, in der alles, aber auch alles miteinander verbunden ist." Auch der obige Klappentext lässt Leser vermutlich weiterhin von einem traditionellen, lesenswerten Liebesroman für Jugendliche ausgehen und weckte durch die gefühlvolle Beschreibung der Protagonisten somit direkt meine Neugierde. An dieser Stelle muss ich allerdings kritisch anmerken, dass meiner Meinung nach selbst in dieser kurzen Passage des Klappentextes bereits viele Vorinformationen gegeben werden, die sich dem Leser eigentlich im Verlaufe der ersten Kapitel offenbaren und hier vorweggenommen werden. Hier spielt aber selbstverständlich der persönliche Geschmack eine große Rolle, denn durch die knappe Beschreibung, die einerseits schon wesentliche inhaltliche Fakten enthält, wird andererseits ein schneller, einfacher Einstieg in die Geschichte ermöglicht, sodass das Gefühl entsteht, sich mitten in der Handlung zu befinden und das Lesen direkt beginnen kann. Der Klappentext gibt zudem auch einen entscheidenden Hinweis bezüglich des Aufbaus der beiden Geschichten des Romans, die in der Tat auf faszinierende und zugleich unerwartete Art und Weise miteinander verbunden sind. Grobe Inhaltsangabe und Erzählperspektive Hauptsächlich werden Liebe, Freundschaft und Ängste, aber auch das aktuelle, aufwühlende Thema Homosexualität aufklärend und behutsam thematisiert, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen oder zu verurteilen. Da ich mit meiner Rezension zum Lesen und zum Eintauchen in die Welten der Protagonisten motivieren möchte, liegt es mir fern, wesentliche inhaltliche Aspekte preiszugeben, oder gar das Ende des Buches zu verraten. Aber ein kleiner Einblick zwischen die Seiten und Zeilen darf natürlich nicht fehlen. Die Protagonisten sind zum einen Zadoc und dessen Freundin Ivory, zum anderen aber auch die beiden Geschwister Kenzie und Janis, sowie deren lesbisches Mütterpaar, Insel und Leetha, die miteinander aufgrund diverser Umstände, die teilweise auch vorhersehbar dargestellt werden, in Verbindung stehen. Im Laufe des Lesens ergeben sich somit zunehmend Zusammenhänge, sodass die beiden getrennt voneinander ablaufenden Handlungsstränge zu einem Netz gesponnen werden. Hierbei erfährt der Leser zunächst vieles über Zadocs durchaus bemitleidenswertes Leben und seine offenbar schreckliche Vergangenheit, aufgrund welcher er gezwungen ist, schwere Medikamente in Tablettenform einzunehmen, die ihn scheinbar zu einem regelrechten Monster machen. Ivorys Freund leidet schon seit Kindertagen unter dem Mobbing ihrer Schulkameraden, die ihn als gefährlich und grauenvoll verurteilen und kann sich somit neben seiner fürsorglichen Mutter Claire nur auf Ivory als Person seines Vertrauens wirklich verlassen. Parallel wird aus der Sicht des allwissenden Erzählers ebenso einfühlsam und voller Emotionalität von Kenzies Lebenssituation berichtet, die sich in ihrem eigenen Körper vollkommen unwohl - und besonders im Vergleich zu ihrer von Natur aus hübschen Schwester Janis - absolut hässlich findet. Schnell lässt sich erkennen, wie sehr sich die Lebensumstände von Kenzie und Zadoc ähneln, oder gar überschneiden und durch die höchst emotionale, sensible, aber stets klare Schreibweise der Autorin, ist es dem Leser möglich, sich trotz der Zeitsprünge und Ortswechsel der einzelnen Abschnitte in beide Hauptfiguren hineinzuversetzen. Die auktoriale Erzählperspektive bietet meiner Ansicht nach insgesamt den großen Vorteil, sich mit allen Haupt- und Nebenpersonen der beiden Geschichten identifizieren zu können, ihre individuellen Charaktere und Neigungen kennen zu lernen und Verständnis für ihre Entscheidungen und Gefühle zu entwickeln. Mit Sicherheit ist dies wirklich nur eine knappe Zusammenfassung der vielschichten, interessanten Inhalte und Themen von Jana Freys Jugendroman, denn diese lassen sich kaum in einer Rezension aufgreifen, ohne die Spannung, welche das Buch absolut enthält, zu nehmen. Persönliches Fazit Mit „Liebeskinder“ hat Jana Frey einen umwerfenden, einzigartigen und zum Nachdenken anregenden Roman und meiner Meinung nach sogar ein Stück Lebenskunst geschaffen, das keinesfalls „nur“ als Jugendroman betrachtet werden sollte. Das Buch besitzt nach meinem persönlichen Urteil mit Sicherheit Potential, Menschen unterschiedlichster Altersklassen faszinieren, erschüttern und bereichern zu können. Die Schreibweise hat mich von der ersten Seite an gefesselt und ich konnte das Buch stellenweise wirklich gar nicht mehr aus der Hand legen. Unerwartete Konstellationen und überraschende Wendungen, die urplötzlich auftauchen und alles, was bisher geschehen war nochmals in ein ganz anderes Licht rücken, sorgten dafür, dass große Neugierde, wie es in der jeweils anderen Parallelhandlung weitergeht, aufkam, die bis zur letzten Seite anhielt. Besonders hervorheben möchte ich auch nochmals die Perspektive des allwissenden Erzählers, gepaart mit kreativer, teils poetischer Schreibweise und vielen, wortwitzigen, aber ernsthaften Dialogen der handelnden Figuren. Während des Lesens hatte ich stets eine genaue Vorstellung, wo ich mich gerade befinde, ohne zu sehr in meiner Fantasie eingeschränkt zu sein, sodass die Protagonisten, welche ich als Leser auf ihrem Lebensweg durch verschiedenste Entwicklungs- und Lebensphasen begleiten durfte als liebenswerte, nahezu reale, authentische Persönlichkeiten einen Platz in meinem Herzen eingenommen haben. Zusammenfassend kann ich „Liebeskinder“ wirklich nur wärmstens an alle Leseratten und solche, die es noch werden wollen, empfehlen. Es ist mehr als lesenswert, meiner Ansicht nach ein großartiges, vielleicht auf den ersten Eindruck unscheinbares, aber letztendlich so grandioses, berührendes und wahrhaftig außergewöhnliches Meisterwerk, das im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut geht und sollte in keinem Bücherregal fehlen! Lieblingszitat "Hab ich es nicht gesagt, heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens?", flüsterte Amos ihr ins Ohr, als sie endlich einschliefen. Draußen war der Himmel schon silbrig. Oder hatte sie das nur geträumt?" Viel Spaß beim Lesen, ich hoffe, ich konnte euch mit meiner Euphorie für dieses ganz besondere Buch anstecken. :-) Laury

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  • [Rezension] Liebeskinder

    Liebeskinder
    Rosa_Mariposa

    Rosa_Mariposa

    08. May 2015 um 20:07

    Meine Meinung Geschichte Die Geschichte hat viel mehr zu bieten, als man am Anfang denken könnte. Es geht um viel mehr als nur um Zadoc und Ivory. Der Klappentext verrät ziemlich wenig und deswegen war das Buch für mich auch so eine große Leseüberraschung. Am Anfang sind es noch 2 Geschichten, mit vielen Charakteren und man weiß als Leser nicht worauf es hinauslaufen soll. Ob und wie die Geschichten zusammen hängen, erfährt man auch erst am Ende. Das Buch ist liebevoll, berührend und einfach lesenswert, auch wenn ich manchmal dachte, was soll das eigentlich alles? Liebe, Schicksale, Ängste und andere große Gefühle machen das Buch aus. Protagonisten Was mir gleich aufgefallen ist sind die tollen Namen der Charaktere. Sonst ist das ein Punkt den ich nie weiter beachtet habe, aber hier ist es mir aufgefallen. Auch sonst sind die Protagonisten, von denen es sehr viele gibt sehr gut ausgearbeitet und individuell. Sie machen das Buch zu etwas besonderem, weil man sie einfach ins Herz schließt. Jeden auf eine andere Art und Weise. Schreibtil Schon bei dem Klappentext habe ich gemerkt das der Schreibstil was besonderes ist. Die Beschreibungen die die Autorin benutzt hat, haben mir außerordentlich gut gefallen und ich konnte mir alles total gut vorstellen. Sowas macht einfach nur mehr als Spaß und überzeugt mich einfach auch noch mehr von der Autorin zu lesen. Anfangs fand ich es noch ein bisschen durcheinander, weil das Buch aus 2 Geschichten besteht, die einmal in der Vergangenheit und in der Gegenwart spielen. Durch das ganze hin und her gespringe war es schwer rein zukommen, aber man gewöhnt sich dran und ich mochte es im Nachhinein ganz gerne, weil es mal was anderes war. Gestaltung Mir gefällt das Cover sehr gut. Und auch der Titel spricht mich an. Hinter diesem dezenten, süßen Cover steckt allerdings viel mehr als man vermutet. Die Kapitelüberschriften sind Orte und Jahreszahlen. Die gebundene Ausgabe, mit dem rosa Lesebändchen ist auf jeden Fall ein Hingucker. Bewertung Geschichte: 4 Protagonisten: 5 Schreibstil: 4 Gestaltung: 4 Fazit "Liebeskinder" hat mir sehr gefallen und ganz schön überrascht. Es steckt viel mehr dahinter als man denkt. Eine vielseitige Familiengeschichte, mit Schicksalen und liebevollen Charakteren, die mir bestimmt lange im Gedächtnis bleiben. Der Schreibstil ist auch was ganz besonderes, genau wie die Gestaltung. Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.  Diese Rezension findet man auch auf meinem Blog: http://maike-liest.blogspot.de/2015/05/rezension-liebeskinder.html

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  • Ein Meisterwerk!

    Liebeskinder
    kitty_montamer

    kitty_montamer

    28. March 2015 um 14:27

    Meine Meinung: Inhalt Zadoc ist total in Ivory verliebt, doch er traut sich nicht, es ihr zu sagen. Ist er doch "anders" als die "normalen" Kinder, denkt er sich, er hätte eh keine Chance bei seinem Traummädchen zu landen. Doch er gibt sich auch schon mit der tiefen Freundschaft zufrieden, die ihn und seine Angebetet miteinander verbindet. Kenzie steht im Schatten ihrer Schwester. Jedenfalls denkt sie das. Sie ist sehr zurückhaltend und schüchtern, was sich ändert, als Amos in ihr Leben tritt. Kenzie blüht auf und kommt aus sich heraus. Sie ist bis über beide Ohren in ihren Freund verliebt und legt ihre Unsicherheit schon bald ab. Nichts kann sie mehr trennen. Sie ist glücklich. Alle Charaktere sind in irgendeiner Form miteinander verbunden - nur wie? »"Hab ich es nicht gesagt, heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens?", flüsterte Amos ihr ins Ohr, als sie endlich einschliefen. Draußen war der Himmel schon silbrig.  Oder hatte sie das nur geträumt?« Zitat aus: "Liebeskinder" Charaktere Zadoc hat es absolut nicht leicht. Er lebt alleine mit seiner Mom und das Schicksal hat es nicht gut mit ihm gemeint. Da er "anders" ist, wird er von den anderen Kindern sehr oft aufs Übelste geärgert. Ivory ist ein unglaublich süßes Mädchen und die Einzige, die Zadoc nicht ärgert, sondern gerne ihre Zeit mit ihm verbringt. Sie verstehen sich super, ganz egal, was die anderen dazu sagen. Kenzie denkt von selbst nichts Gutes. Sie fühlt sich hässlich und meint im Schatten ihrer jüngeren Schwester zu stehen. Amos holt Kenzie aus ihrem Mauseloch. Er liebt sie sehr und hilft ihr, sich so zu mögen, wie sie ist. Amos gibt ihr das Gefühl mehr wert zu sein, als sie selbst über sich denkt. »"[...] Er ist wie ein Labyrinth, in das ich mich verirrt habe, verstehst du? Ich liebe ihn! Ich liebe ihn schon so schrecklich lange."« Zitat aus: "Liebeskinder" Gesamt Wer glaubt mit "Liebeskinder" einen gewöhnlichen Liebesroman in den Händen zu halten, ist völlig schief gewickelt. Schon nach den ersten Seiten bemerkt man nämlich, dass man es mit einem außergewöhnlichen Roman zu tun hat. Die Autorin nimmt sich Zeit, die einzelnen Charaktere vorzustellen, bevor so viele Dinge fast gleichzeitig geschehen, dass ich persönlich überhaupt nicht mehr mitgekommen bin und mir vor Erstaunen der Mund offen stand. Besonders in mein Herz geschlossen habe ich Zadoc. Der Ärmste wird ständig von seinen Mitschülern terrorisiert, weil er nicht der Norm entspricht, denn Zadoc ist krank und auf Medikamente angewiesen. Dieses Thema hat mich sehr berührt und mich fassungslos über die Reaktionen ihm gegenüber gemacht. Im Grunde genommen ist diese Geschichte ja rein fiktiv, dennoch gibt es leider immer noch Menschen, auch in der realen Welt, die Menschen, die "anders" sind behandeln, als wären sie nichts wert. Allein dieser realistische Hintergrund hat mich traurig und zugleich wütend gemacht. »Zadoc kam es vor, als wäre er so unbedeutend wie ein Insekt unter diesem weiten Himmel. Die Sonne stand fast senkrecht und es gab keinen Schatten.« Zitat aus: "Liebeskinder" Trotz der auktorialen Erzählweise konnte ich mich sehr gut mit Zadoc, wie auch den anderen Charakteren identifizieren. Dadurch, dass Jana Frey sich die Zeit nimmt, ihre Charaktere vorzustellen, kamen sie mir sehr echt und gleichzeitig sehr sympathisch vor. Im Grunde genommen bin ich kein Fan von vielen Worten, die die Charakterzüge der einzelnen Protagonisten beschreiben, denn ich langweile mich da ziemlich schnell. Die Autorin hat es jedoch geschafft, mich völlig darauf einlassen zu können, ohne dass es mir zu viel wurde und ohne, dass ich das Gefühl hatte, die einzelnen Personen wären zu grell gezeichnet worden. Ihr flotter, mitreißender Schreibstil hatte mich schon sehr schnell an der Leine und ließ mich auch bis zum Ende hin nicht mehr los. Ich fand es äußerst spannend mehr über Zadoc zu erfahren, über seine Freundin, die mit ihm durch dick und dünn geht und über die gesamten anderen Charaktere ebenso. Es war mir nichts zuviel, sondern hat einfach total gut zueinander gepasst. Auch zu Kenzie hatte ich einen "besonderen Draht". Sie hat mir stellenweise ebenso Leid getan, wie Zadoc. Jana Freys Art, zwischen den Zeilen von Kenzies Gefühlen zu berichten, hat mich zutiefst beeindruckt. Ich hätte die Protagonistin gerne getröstet und ihr mehr als einmal gesagt, dass sie weit aus mehr wert ist, als sie selbst über sich denkt. Nachdem sie Amos kennen lernt, macht sie eine enorme Entwicklung durch, die für mich absolut nachvollziehbar gewesen ist, und die mir außerordentlich gut gefallen hat. "Liebeskinder" wird auktorial aus einer sich ständig veränderten Sicht erzählt. Hinzu wird sehr häufig in der Zeit gesprungen, was dazu geführt hat, dass ich mich am Anfang, zugegeben, ein Bisschen schwer getan habe, den ganzen Handlungen zu folgen und die Personen richtig einzuordnen. Da sich Jana Frey allerdings ihre Zeit gelassen hat, die einzelnen Darsteller richtig vorzustellen, rückte für mich der etwas holprige Start total in den Hintergrund und wurde von der beeindruckenden Geschichte abgelöst, die sich darüber hinaus entwickelte. Hier geht es um so vieles, was überhaupt gar nicht auf den Buchrücken passt. Liebe, Freundschaft, Hoffnung, Verzweiflung, Depressionen und noch so einiges Mehr, auf das ich jetzt nicht näher eingehen möchte. Die Geschichte lebt von ihrer Spannung. Auf jeder einzelnen Seite wird sie noch ein bisschen mehr auf die Spitze getrieben, die einzelnen Fäden weiter zusammen gesponnen, bis das fertige Netz entsteht mit der Auflösung, in wie weit die einzelnen Personen miteinander verbunden sind. Die Antworten haben mich wirklich sprachlos gemacht. Man sollte meinen, dass nach dieser Aufklärung die Spannung auf den Nullpunkt sinkt, doch das tat sie keineswegs, denn zu diesem Zeitpunkt wollte ich wissen, wie es dazu kam, was noch kommen sollte und natürlich, was für ein Ende dies alles nehmen wird. Von dem Ende, wie von dem gesamten Buch, bin ich wirklich maßlos beeindruckt. Es hat mich von der ersten bis zur letzten Seite wunderbar unterhalten und mich mitfiebern lassen. Ich hätte mit so einer grandiosen Geschichte echt nicht gerechnet. In Kürze: Positiv Ich liebe die Art, wie die Autorin ihre Charaktere hat lebendig werden lassen. Der Schreibstil ist Weltklasse! Alle Charaktere haben einen Platz in meinem Herzen bekommen. Wichtige, aktuelle Themen werden angesprochen. Der Plot ist hervorragend und super umgesetzt. Verschiedene Sichten, in verschiedenen Zeiten, was sich am Ende alles zu einem Ganzen zusammenfügt. Unvorhersehbare Wendungen, die die Spannung auf die Spitze treiben. Sehr realitätsnah. Emotional, einfühlsam, erschreckend. Negativ  Nichts Fazit: "Liebeskinder" ist anders, als man es sich vorher vorstellt. Es ist berührend, fesselnd und spricht alle Themen an, die immer relevant sein werden. Für mich ist dieses Buch ein Meisterstück, welches in keiner Büchersammlung fehlen sollte. © www.mybooksparadise.de

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