Jana Goldbach Zauber der Vergangenheit

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Inhaltsangabe zu „Zauber der Vergangenheit“ von Jana Goldbach

Es kann eigentlich gar nicht mehr schlimmer kommen, als zu der kostümierten Jahrhundertfeier von Tante Batty eingeladen zu sein und einen bonbonfarbenen Albtraum von Kleid tragen zu müssen. Doch da hat sich die siebzehnjährige Violet Harrison gründlich getäuscht. Noch schlimmer ist es nämlich, von der besagten Party direkt ins 18. Jahrhundert katapultiert zu werden und aus dem Kleid nicht mehr herauszukommen. Das macht die Anwesenheit ihres süßen Kindheitsfreundes Drew auch nicht viel besser, schon gar nicht, als der junge Herzog von Colesbury auftaucht und Violets Gefühlshaushalt ordentlich durcheinanderbringt. Da bleibt einem nur eins: ganz schnell wieder in die Gegenwart zurückzugelangen. Aber wie stellt man das an?

Das Cover ist wunderschön, ist aber das Einzige was an dem Buch toll ist :-(

— Redrose91

Eine Zeitreisenstory mit einigen Schwächen, aber dennoch lesenswert

— Simona1277

Sehr schöne Geschichte,die zum Träumen einladet. Ich liebe es❤️

— Artemis98

Ich fand das Buch super, nur hat mir das Ende nicht so gut gefallen! Schade!!

— Betty_75

Ein locker-leichter Zeitreise-Roman

— Fabella

Ein spannender Roman, mit schönen Details und einem tollen Hintergrund, der leider nicht so schön aufgelöst wurde.

— Ann-KathrinSpeckmann

Gelungener Debütroman! Wunderschönes Cover! Geheimnisvoll!! :) *.* Must Read! *.*

— BuecherFeenkiste

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  • Zauber der Vergangenheit

    Zauber der Vergangenheit

    Simona1277

    13. February 2016 um 22:29

    Dieses Buch machte mich aufgrund der positiven Rezensionen sehr neugierig. Als Zeitreisenfan war es also ein Muss, dieses Buch zu lesen. Eins vorweg: Ich habe es nicht bereut. Jana Goldbach hat eine Geschichte erzählt die es durchaus mit Eva Völlers Zeitenzauber oder Kerstin Giers Edelsteintrilogie aufnehmen kann. Ich finde es blöd Bücher miteinander zu vergleichen, denn in diesen fall ist es nicht nötig. Klar wird auch in dieser Geschichte das Rad nicht neu Erfunden. Diesmal ist es kein Boot oder piekender Edelstein sondern ein verzauberter Ring. Irgendwie müssen die Protagonisten ja in die Vergangenheit kommen. Dennoch fand ich dieses Buch ein wenig schwächer als die eben genannten Gegenbeispiele. Jana Goldbach hat sich eine schöne Story ausgedacht. Doch irgendwie fehlte es an etwas Biss. Die Szenen in der Vergangenheit hätten ein bisschen besser ausgearbeitet werden können. Die Sprache der Einheimischen war mir zu modern. Ich vermisste den Zauber, als Leser selbst in eine fremde Welt mitgenommen zu werden. Für mich fehlte einfach die Faszination des Mittelalters. Das war für mich ein kleiner Minuspunkt. Mit Witz, Spannung und viel Gefühl erzählt Jana das fantastische Abendteuer von Violet und Andrew. Violet ein Mädchen das impulsiv handelte bevor es nachdachte, heimste bei mir einige Sympathiepunkte ein. Ich fand sie witzig, frech und schlagfertig. Sie schien selbst in prekären Situationen nicht auf den Mund gefallen. Andrew war da etwas bodenständiger, fast schon langweilig. Als Geschichtsstudent hatte er mehr Ahnung vom 18. Jahrhundert als Violet und half ihr aus mancher brenzligen Situation. Interessant fand ich auch, in welche Richtung sich die Story entwickelte. Welche Rolle die Nebencharaktere Anthony und Lilian spielten. Das Buch war also durchaus unterhaltsam. Leider blieben alle Charaktere ein wenig blass. Ich habe das Buch vor einer Woche ausgelesen und es fällt mir schwer, mich an die Charaktere zu erinnern. Niemanden habe ich besonders positiv, sexy oder schlimm in Erinnerung. Okay Tante Batty hat sich in mein Gehirn als nervtötende altmodische Tante eingebrannt, aber sie hatte nun wirklich eine untergeordnete Rolle.   Man darf nicht vergessen, das dieses Buch das Debüt von Jana Goldbach war. Sie hat durchaus Talent zum Schreiben und für 2 Tage hat sie mich gut unterhalten. Vielleicht bleibt mir ihr nächstes Buch besser in Erinnerung. Für 3,99 Euro bei Amazon kann man sich das Buch mit ruhigen Gewissen kaufen.

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  • [Abgebrochen]Grundidee wurde durch nervende Charaktere und eine schlechte Handlung zunichte gemacht

    Zauber der Vergangenheit

    Johannisbeerchen

    20. October 2015 um 18:45

    Nach Jana Goldbachs eShort hielt ich nach weiteren Werken von ihr Ausschau und bin prompt auf Zauber der Vergangenheit gestoßen. Durch das fantastische Cover und das Thema Zeitreise war ich sofort gefangen und habe mir das eBook gekauft. Die Handlung besteht eigentlich aus einem Fall in die Vergangenheit, in der Violet und Drew nun herumirren und einen Weg nach Hause finden. Dazwischen mal Probleme, ein Ball und viele Begegnungen mit dem Herzog von Colesbury. Es zog sich extrem un nun, bei 74%, hatte ich keine Lust mehr. Zudem ist Violet so naiv und leichtgläubig, wie schon lange keine Protagonistin mehr. Sie tappt von einer blöden Situation in die nächste, nur um dann von Drew oder dem Herzog gerettet zu werden. Gähn. Diese unglaublich nervtötende Liebesgeschichte zwischen Violet und Drew und Violet und dem Herzog ist extrem an den Haaren herbei gezogen und unglaubwürdig. Sie mag Drew und er sie wohl auch, aber der Heerzog hat so eine starke Anziehungskraft auf sie und sie darf natürlich einen anderen küssen, aber wehe Drew denkt auch nur daran. Wirklich anstrengend. Wie ihr seht, weiß ich auch nicht mal mehr, wie der Herzog mit Vornamen heißt und das spricht wenig für das Buch. Gerne gebe ich der Autorin weitere Chancen und bin gespannt auf neue Bücher von ihr. Fazit: Die Grundidee wurde durch nervende Charaktere und eine schlechte Handlung zunichte gemacht.

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  • Buchverlosung zu "Zauber der Vergangenheit" von Jana Goldbach

    Zauber der Vergangenheit

    wonderfulrose

    Adventskalender-Gewinnspiele! Wie einige vielleicht schon wissen, habe ich für dieses Jahr einen Adventskalender auf meiner Seite (https://www.facebook.com/PiaHepkeAutorin) geplant.Unter anderem gibt es auch dieses Buch hier zu gewinnen. Die Bewerbungsphase startet heute und endet am 25.12. Wer sein Glück versuchen möchte, braucht nur dem Link folgen und einen Kommentar hinterlassen, wie ihm der Adventskalender gefallen hat. Viel Spaß und viel Glück! Eine schöne Adventszeit noch! https://www.facebook.com/PiaHepkeAutorin/photos/a.368828199953927.1073741834.159189954251087/379421092227971/?type=1&theater

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  • Eine aufregende Reise in die Vergangenheit

    Zauber der Vergangenheit

    zauberblume

    21. December 2014 um 21:51

    "Zauber der Vergangenheit" von Jana Goldbach ist ein 100prozentig gelungener Debütroman der Autorin. Sie entführt uns auf abenteuerliche Weise in die Vergangenheit. Ehe wir uns versehen sind wir in England Anfang des 18. Jahrhunderts. Und hier gilt es einige Abenteuer zu bestehen. Die Geschichte: Es kann eigentlich gar nicht mehr schlimmer kommen, als zu der kostümierten Jahrhundertfeier von Tante Batty eingeladen zu sein und einen bonbonfarbenen Albtraum von Kleid tragen zu müssen. Doch da hat sich die siebzehnjährige Violet Harrison gründlich getäuscht. Noch schlimmer ist es nämlich, von der besagten Party direkt ins 18. Jahrhundert katapultiert zu werden und aus dem Kleid nicht mehr herauszukommen. Das macht die Anwesenheit ihres süßen Kindheitsfreundes Drew auch nicht viel besser, schon gar nicht, als der junge Herzog von Colesbury auftaucht und Violets Gefühlshaushalt ordentlich durcheinanderbringt. Da bleibt einem nur eins: ganz schnell wieder in die Gegenwart zurückzugelangen. Aber wie stellt man das an? Eine bezaubernde Protagonistin. Ich kann mir Violet gut vorstellen, als sie mit ihren Eltern zu ihrer Tante Batty fährt. Wird bestimmt stinklangweilig. Und dann auch noch dieses Kleid, das sie zum Kostümfest tragen soll. Doch plötzlich entdeckt Violett in einem alten Schuppen einen besonderen Ring und ehe sie sich versieht, findet sie sich im Jahr 1707. Und jetzt ist es plötzlich nicht mehr langweilig. Ich habe Violet auf iherer Zeitreise begleitet und fand es furchtbar spannend und aufregend. Wenn man die Augen schließt befindet man sich in London um 1707 und da sah es ja ganz anders aus als heute. Die Autorin hat alles so lebhaft beschrieben. Ich habe Violet auf ihrer abenteuerlichen Reise begleitet. Bin aber auch wieder gerne in unsere Zeit zurückgekehrt. Ein wunderbarer Roman, der den Leser sofort fesselt und nicht mehr loslässt. Es ist furchbar spannend und aufregend. Man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Das Cover gefällt mir auch sehr gut, hat etwas Geheimnisvolles an sich. Gerne vergebe ich 5 Sterne und freue mich auf das nächste Buch der Autorin.

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  • Zauber der Vergangenheit:

    Zauber der Vergangenheit

    MissCharlotte

    19. August 2014 um 19:51

    Inhalt: Es kann eigentlich gar nicht mehr schlimmer kommen, als zu der kostümierten Jahrhundertfeier von Tante Batty eingeladen zu sein und einen bonbonfarbenen Albtraum von Kleid tragen zu müssen. Doch da hat sich die siebzehnjährige Violet Harrison gründlich getäuscht. Noch schlimmer ist es nämlich, von der besagten Party direkt ins 18. Jahrhundert katapultiert zu werden und aus dem Kleid nicht mehr herauszukommen. Das macht die Anwesenheit ihres süßen Kindheitsfreundes Drew auch nicht viel besser, schon gar nicht, als der junge Herzog von Colesbury auftaucht und Violets Gefühlshaushalt ordentlich durcheinanderbringt. Da bleibt einem nur eins: ganz schnell wieder in die Gegenwart zurückzugelangen. Aber wie stellt man das an? Rezension: Der Barock ist in Mode. Seit einem gewissen Zeitreiseroman tauchen immer mal wieder Zeitreisegeschichten auf, in denen es die jugendlichen Heldinnen ins opulente achtzehnte Jahrhundert verschlägt, und ich muss zugeben, dass ich so etwas mag. Wenn es gut gemacht ist. Leider war dieser Roman eher eine herbe Enttäuschung für mich. Ich finde es völlig legitim, sich von anderen Romanen beeinflussen zu lassen, solang es bei einer bloßen Inspiration bleibt. Manchen Romanen merkt man leider genau an, welches andere Buch den Autoren zu seiner Idee inspiriert hat und, wenn die Erinnerung an ein anderes, besseres Buch auf jeder Seite aus den Zeilen tropft, dann spricht das leider dafür, dass der Autor nicht genug eigene Ideen gehabt hat. Und genau das macht "Zauber der Vergangenheit" leider kaputt. Der Roman versucht ein witziger, leichter Zeitreiseroman zu sein, eine hübsche Liebesgeschichte, aber weder habe ich beim Lesen lachen müssen, noch hat mich die Romanze überzeugt. Das große Problem ist, dass dieses Buch aus mehreren Versatzstücken zusammengesetzt ist, die zusammen einen sehr generischen Jugendroman ergeben, die jedoch das Gefüge nicht zusammenhalten können. Es fehlt der Leim, die eigenen Ideen und Plot Twists, der den Roman zu einem originellen Lesespaß machen. Wir haben hier: Eine ganz normale sechzehnjährige Heldin, die sich einen Freund wünscht und ansonsten leider sehr blass bleibt, ohne eigene Eigenschaften außer dem sonnigen Gemüt und dem mangelnden historischen Wissen, die für diese Art von Roman eine Art Vorschrift zu sein scheinen. Dann haben wir eine Dreieckskiste zwischen eben dieser Heldin, ihrem besten Freund und einem mysteriösen Fremden, der gleichzeitig geheimnisvoll und anziehend auf sie wirkt. Aufgefüllt wird mit ein bisschen historischem Geplänkel und der großen Suche nach einem Weg zurück nach Hause zu gelangen. Ein ganz großer Fehler, den der Roman in meinen Augen macht, ist alles auf die Liebesgeschichte zu setzen und dabei ganz zu vergessen, das ein Roman darüber hinaus auch eine spannende Geschichte braucht. Die fehlt hier leider fast völlig und allein die Liebesgeschichte konnte mich nicht überzeugen. An sich finde ich es gewagt einem Fantasyroman einen so deutlichen Fokus auf die Romanze zu geben. So etwas kann funktionieren, doch dazu braucht es ausgearbeitete Figuren und spürbare Chemie. Beides lässt sich in "Zauber der Vergangenheit" leider nicht finden. Einem lockerem Jugendbuch für zwischendurch mag ich das eigentlich nicht ankreiden, doch leider kippt mit dieser Entscheidung das gesamte Leseerlebnis. Für wen der beiden Kandidaten sich Violet am Ende entscheiden wird, ist leider von vorn herein klar und mit keinem der beiden Jungen entsteht irgendeine Form von Chemie. Man nimmt Violet ihre Gefühle leider nicht ab, was auch daran liegt, dass die Autorin der Romanze keine Zeit gibt, sich wirklich zu entwickeln. Alles passiert in kleinen abgehackten Schritten und fließt nicht ineinander. Ein weiterer Faktor ist leider wirklich, das hinter den Namen der Figuren keine ausgearbeiteten Charaktere stecken, sondern wirklich Abziehbilder, wie man sie in fast jedem Jugendroman findet, ohne, dass Frau Goldmann ihnen Eigenheiten mitgegeben hätte, die sie von anderen Figuren unterscheiden. Im ganzen Roman wimmelt es von solchen zweidimensionalen Aufstellfiguren. Entweder Figuren sind so blass und platt wie Violet, Drew und Anthony, oder sie sind völlig überzogene Requisiten, wie Violets Tante, die exzentrisch wirken soll, aber so unglaubwürdig ist, dass sie leider nicht lustig war, sondern eher gestört hat. Dem Buch geht einiges an Witz und Dichte verloren, da die Figuren selten anecken. Alles plätschert so dahin und die Dialoge lesen sich leider sehr gewollt und hölzern, selten wirklich spannend oder originell. Nach dem Lesen habe ich ein bisschen gebraucht, um darüber nachzudenken, was genau der Roman nun bewirkt hat, was der große Konflikt war, wieso es sich lohnen sollte, den Roman zu lesen. Und genau da liegt der Hase im Pfeffer: Es fehlt wirklich der große Knall, der Konflikt, der den Roman lesenswert und spannend macht. Und leider ist die Handlung von "Zauber der Vergangenheit" zu schwach, um das zu bewerkstelligen, zu durchschaubar und zu schnell gelöst. Auch die Geheimnisse von Drew und Anthony sind viel zu leicht zu durchschauen und am Ende denkt man sich bloß noch: "Hab ich's doch gewusst." Auch irritiert hat mich das Verhalten der Figuren, allen voran die Ich-Erzählerin Violet. Für mich waren ihre Schlüsse und Handlungen nicht logisch nachvollziehbar und wirkten eher so, als hätte die Autorin mit Macht versucht die Geschichte in eine bestimmte Richtung zu biegen. Violet hinterfragt zum Beispiel überhaupt nicht, dass Drew plötzlich in der Vergangenheit auftaucht und sich unglaublich gut auskennt, wo man sich doch normalerweise mal wundert, wieso ein ganz normaler Junge so viel über den Barock weiß und dort so gut zurechtkommt. Auf der anderen Seite macht sie allerdings manchmal Schlüsse, die logisch überhaupt nicht nachvollziehbar sind oder tut Dinge, die in der Situation niemand wirklich tun würde. Es ist sehr offensichtlich, dass hier die Handlung vorangetrieben werden sollte, nur leider passiert das auf eine Art, die für den Leser nicht unbedingt nachvollziehbar ist. Violet wirkt dadurch viel eher wie ein Werkzeug um die Handlung voranzutreiben, als wie eine ausgeklügelte Figur, die auch mal was falsch macht und nicht immer gleich von A nach B kommt, sondern auch mal Umwege machen muss. Ein weiteres, sehr großes Manko ist für mich der historische Hintergrund. Dazu komme ich ganz zum Schluss, weil ich glaube, dass es die meisten Leute nicht so sehr stört, aber erwähnen möchte ich es dennoch. Wenn man einen Zeitreiseroman schreibt, dann liegt doch der Reiz in den Konflikten zwischen Gegenwart und Vergangenheit, in dem Kontrast zwischen dem modernen Leben der Heldin und der Epoche, in die sie reist. Und das fehlt mir hier total. Das achtzehnte Jahrhundert ist in diesem Roman nichts weiter als ein Spiegel der modernen Welt plus historische Mode und ein paar gestelzte Ausdrucksweisen, die obendrein anachronistisch wirken. Es wirkte auf mich viel eher, als sei Violet in einen schlechten Sonntagnachmittagsfilm gereist, der vorgibt im Barock zu spielen, als in die wirkliche Vergangenheit und, wenn ein Zeitreiseroman da scheitert, dann scheitert er auf voller Linie. Ich weiß nicht, wie offensichtlich die historischen Fehler für Leser sind, die sich mit Geschichte nicht so sehr befassen, doch gleich zu Beginn von Violets Zeitreise häuft es sich bereits. Vielleicht ist "Fehler" etwas harsch gesagt. Viel eher sind es kleine Unstimmigkeiten, doch davon eine Menge. Das erste, das Violet passiert ist, als Hexe denunziert zu werden. Ich möchte nicht ausschließen, dass das hätte passieren können, aber doch wohl nicht auf einer Party der gehobenen Gesellschaft in England um das Jahr 1700 herum. Da ist die Autorin knappe fünfzig Jahre zu spät dran. Die Mode ist anachronistisch, die Figuren benehmen sich nicht, wie Menschen, die in der frühen georgianischen Gesellschaft aufgewachsen sind. Ansonsten bleibt die Vergangenheit sehr schwammig und blass, selbst, wenn man sich ein wenig mit dem Barock auskennt, kann man sich kein Bild aus den spärlichen Beschreibungen machen. Das fand ich sehr enttäuschend, da es mich bei Zeitreiseromanen immer am meisten reizt, wie sich moderne Figuren in vergangenen Zeiten zurechtfinden, besonders einer so bunten Zeit wie dem achtzehnten Jahrhundert, das so viel Potential geboten hätte. "Zauber der Vergangenheit" ist daher ein sehr enttäuschender Roman für mich gewesen. Die Geschichte hätte wirklich Potential gehabt, hätte Jana Goldberg sich ein bisschen mehr Mühe beim Ausschmücken gegeben: Buntere historische Details,mehr Beschreibungen, mehr Eigenschaften für die Figuren, ein bisschen mehr Handlung neben der Liebesgeschichte, mehr Recherche zum frühen achtzehnten Jahrhundert. Das Zauberwort scheint hier tatsächlich "mehr" zu sein. Und im Umkehrschluss ist "Zauber der Vergangenheit" einfach zu wenig. Nichts Halbes und nichts Ganzes, eben. Ein ganz typischer Jugendfantasyroman, der leider hinter viel besseren Vertretern des Genres weit zurückbleibt. Für mich las sich der Roman ein wenig wie ein typisches Erstlingswerk und ich glaube, dass Jana Goldmann mit ihrem lockeren Stil durchaus das Potential dazu hat, bessere Bücher zu schreiben. Ich werde abwarten, ob sie weitere, vielleicht originellere Romane veröffentlicht. Empfohlen für: Eigentlich bloß für Leser, die von Zeitreisen in den Barock nicht genug bekommen können. Da alles, was in diesem Roman passiert, schon einmal woanders besser vorgekommen ist, könnte ich mir "Zauber der Vergangenheit" auch als Einstieg in Zeitreiseromane vorstellen. Persönlich würde ich sagen, der Roman ist ganz nett lesbar für Leser, die weder eine bunte historische Welt erwarten, noch ausgeklügelte Figuren und Handlungen, noch eine originelle Geschichte. Wer am Strand nichts mehr zu lesen hat und noch ein paar Stunden totschlagen will, kann sich "Zauber der Vergangenheit" getrost auf seinen eReader laden. Wer allerdings einen schönen Zeitreiseroman voller bunter Details und Geheimnisse im Stil von Kerstin Gier ("Rubinrot") oder Eva Völler ("Die magische Gondel") erwartet, sollte passen. Deshalb gibt es von mir schweren Herzens zwei Punkte. Einen für die Mühe überhaupt ein Buch zu schreiben, den anderen, weil man den Roman nebenbei gut weglesen kann und es keinesfalls eine Quälerei ist, zum Ende zu gelangen.

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  • Ein locker-leichter Zeitreise-Roman

    Zauber der Vergangenheit

    Fabella

    16. July 2014 um 06:02

    Inhalt: Ohje, als würde zweimal im Jahr Tante Batty nicht reichen, gibt es in diesem Jahr noch eine extra Einladung .. zu einem Kostümball. Doch es geht noch schlimmer, denn Tante Batty verpasst ihr das hässlichste Kleid, das man sich vorstellen kann. Das einzig praktische daran ist, es passt zu der Zeit, in die sie durch einen geheimnisvollen Ring mitten während des Festes geschleudert wird. Zunächst versteht sie gar nicht richtig, was passiert, doch ihr alter Freund Drew folgt ihr, denn er kennt das Geheimnis des Rings. Doch einfach wieder zurück geht es nicht, denn etwas hält sie fest und verwickelt sie in Abenteuer, Lebensgefahr und Liebe. Vi ist hin- und hergerissen, bis sie erkennt, dass sie lediglich ein Spielball zwischen vielen Menschen ist, aus der Gegenwart und der Vergangenheit und sie weiß nicht, wem sie noch trauen kann. Meine Meinung: Ich liebe Zeitreisen und so gefiel mir auch dieses Buch wirklich gut. Es war leicht, wechselte zwischen Spannung und Herz, brachte Freude und auch mal Traurigkeit und ließ sich dadurch locker und leicht in einem Rutsch lesen. Hier und da fand ich es ein bisschen holprig, als hätte es noch etwas geschliffen werden können, jedoch war das wirklich minimal und störte den Verlauf keineswegs. Vi war mir sehr sympathisch, auch wenn mir ihre Gefühle ab und zu ein bisschen zu groß vorkamen für die kurze Zeit, aber solche Menschen gibt es ja durchaus, daher möchte ich das gar nicht groß kritisieren. Was mir gefiel, war ihr Leichtsinn, auch wenn der manchmal katastrophale Folgen hatte, aber er zeigte, dass sie mit dem Herzen dabei war, oft erst handelte und dann nachdachte. Mir gefiel das gut, denn es brachte Abwechslung und auch Humor in die Sache. Drew und Lilian mochte ich auch sehr, leider verblassten sie arg zu Randfiguren irgendwie, da hätte ich mir noch etwas mehr gewünscht, gerade von Lilian und ihrer Vergangenheit! Auch von Anthony hätte ich sehr gern noch mehr gelesen ... ihn mochte ich eigentlich am liebsten - kein Kunststück irgendwie :) Ich fand die Ideen klasse mit dem Ring und der Vergangenheit und wünschte, es würde noch Fortsetzungen geben, denn obwohl das Ende an sich rund war, bleibt hier noch eine Menge Platz für weitere Abenteuer oder Reisen in die Vergangenheit. Mal sehen, was die Zukunft da bringen wird - die der Autorin meine ich. Fazit: Ein locker-leichter Zeitreiseroman, der mit sympathischen Protagonisten, Spannung und Liebe überzeugt. Ein schönes ebook für ein paar gemütliche Stunden, in denen man sich wünscht, auch einmal in der Zeit reisen zu können.

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  • Wunderschöne Details vor einem historischen Hintergrund

    Zauber der Vergangenheit

    Ann-KathrinSpeckmann

    17. June 2014 um 20:00

    Violett reist versehentlich von der Feier ihrer Tante in die Vergangenheit. Ihr Jugendfreund Drew folgt ihr. Zusammen versuchen sie einen Weg zurück in die Gegenwart zu finden. Dabei reisen sie durch das England der Vergangenheit und geraten immer öfter in Gefahr. Nicht selten taucht ein Mann namens Anthony auf, um ihr zu helfen. An sich finde ich die Geschichte sehr schön, denn ich habe schon immer Bücher geliebt, in denen die Protagonisten in der Zeit reisen. Ich finde es gut, wenn man die Unterschiede zwischen der Gegenwart und der Zukunft und die verschiedenen Einstellungen erkennt. Das ist der Autorin auch größtenteils gut gelungen. Leider wirkte es manchmal, besonders am Anfang, wie ein Lehrbuch, wenn Drew Violett die Zeit erklärt. Die Story an sich hat auch etwas für sich. Das Beste ist: Ich hatte nicht das Gefühl sie schon hundert Mal gelesen zu haben, was sonst leider häufig der Fall ist. Ebenfalls schön finde ich, wie nach und nach rauskommt, was Drew, Anthony und Violetts Großvater miteinander zu tun haben. Allerdings hat sie auch ihre Schwächen. Während ich mich am Anfang ziemlich lange gefragt habe: Wann geht es denn nun richtig los? (Für meinen Geschmack waren Drew und Violett etwas ziellos unterwegs.), überschlugen sich später die Ereignisse, bis auf einmal alles vorbei war. Einige Einzelheiten, empfand ich als nicht so schön aufgelöst. Violetts Gedanken waren die ganze Zeit bei der Frage, wie sie nach Hause kommt, und dann ist das plötzlich so einfach? Dafür gab es jedoch auch jede Menger schöner Momente mit liebevollen Details. Beispielsweise die Kleider von Violett oder die beschriebenen Orte. Auch die Momente, wo Anthony sie trifft, finde ich super.

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  • Nichts für mich

    Zauber der Vergangenheit

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. May 2014 um 11:21

    Spätestens seit der „Edelsteintrilogie“ von Kerstin Gier sind Zeitreisegeschichte in aller Munde. Und oft sind dadurch die Erwartungen an andere, deutschen Zeitreisegeschichten, sehr hoch. „Zauber der Vergangenheit“ war ein für mich recht quälendes Buch. Trotz der 222 Seiten (die mein Ebook anzeigte) und die eigentlich an einem Tag zu schaffen wären, habe ich länger gebraucht. Aus irgendeinem Grund wurde ich nicht warm mit der Geschichte. Auch die Dreiecksbeziehung zwischen Violet, Andrew und Anthony auf die das halbe Buch basiert, empfand ich als unspannend und lästig. Ich verstehe eh nicht, wieso es in so gut wie jedem Jugendbuch um Dreiecksbeziehungen geht; aber das ist ein anderes Thema. Ich habe es vorwiegend wegen dem nett anzusehenden Cover gekauft (ja, ich bin ein Coverkind) und bestärkt hatten mich die vorwiegend guten Bewertungen. Umso bedauerlicher ist es, dass ich den vielen positiven Resonanzen nicht zustimmen kann. Zu Beginn war mir Violet recht sympathisch jedoch legte sich das ab der Mitte des Buches. Das größte Problem hatte ich mit ihrer Denk- und Handlungsweise, so hat sie nie hinterfragt woher Andrew sich so gut in dieser Zeit auskennt und auch wie sie das große Geheimnis von Andrew und auch Anthony betrachtete, war recht zäh und nervig. Ich hätte dem Buch gerne mehr Eulen gegeben aber leider wurde ich, wie schon geschrieben, nicht warm mit dem Buch und ich habe mich öfters dabei ertappt wie ich auf die noch verbliebenen Seitenzahlen geschielt hab. Ich gebe „Zauber der Vergangenheit“ lieb gemeinte 2 von 5 Eulen. Ich hoffe, Frau Goldbach schreibt noch ein Buch, vielleicht ein andere Thematik. Damit ich ihr nochmal eine Chance geben kann.

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  • Spannende Zeitreise ins 18.Jahrhundert

    Zauber der Vergangenheit

    MarionHue

    21. April 2014 um 19:33

    Die Zeitreise der 17jährigen Violet stürzt sie in ein spannendes Abenteuer, dessen Hintergründe sich ihr erst so nach und nach erschließen. Natürlich ist es wunderbar zu wissen, dass sie sich nicht allein im 18. Jahrhundert herumschlagen muss, sondern ihr bester Freund Drew aus Kindertagen bei den Großeltern ihr prompt hinterher folgt. Wie gut, dass Violet in dem Schuppen ihres Großvaters auf zwei Ringe gestoßen ist. Pech allerdings, dass ein dritter Ring verschwunden ist. Sonst könnte sie am Ende auch ihre große Liebe Anthony aus der Vergangenheit befreien. Der hat nämlich mit Drew und Violets Großvater schon viele Zeitreisen gemacht, ist aber im 18.jahrhundert zusammen mit dem Großvater dort hängen geblieben, weil Drew die Ringe versteckt hat und allein zurückgereist ist. Klingt komplizierter als es ist. Letztendlich löst sich alles am Schluss nach zahlreichen Irrungen und Wirrungen. Für meinen Geschmack hätte sich Violet nicht zu beiden Jungs gleichzeitig hingezogen fühlen müssen, das braucht diese amüsante und gut recherchierte Zeitreise im Grunde gar nicht. Ich habe mich jedenfalls bestens unterhalten und oft den Kopf über Violets Eigenwilligkeit geschüttelt. Aber genau die macht sie gerade liebenswert.

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  • sehr schöne Zeitreise

    Zauber der Vergangenheit

    Aleena

    16. April 2014 um 09:17

    Ich werde dazu keine ausführliche Rezension schreiben.Ich fand das Buch sehr unterhaltsam und ich liebe ja Zeitreisen Geschichten.Ich kann das Buch sehr empfehlen gerade auch weil der Schreibstil sehr angenehm zu lesen ist.Da ich das Buch nur abends im Bett gelesen habe,war ich leider öfter mal raus und musste mich abends dann immer wiedermal einlesen um weiter zu kommen.Das lag aber eindeutig an mir und nicht an dem Buch.

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  • tolles Debüt

    Zauber der Vergangenheit

    Flatter

    24. February 2014 um 19:35

    Über die Autorin: Jana Goldbach, geb. 1986, ist ausgebildete Mediengestalterin und Kauffrau für Bürokommunikation. Dort wo sich Wind und Wellen treffen, schlägt oft die Geburtsstunde neuer kreativer Ideen. Mit ihrem Debütroman "Zauber der Vergangenheit" geht nun auch ihr lange gehegter Traum vom ersten eigenen Roman in Erfüllung Zum Inhalt: Genervt davon, von ihrer Tante Batty dazu genötigt worden zu sein, auf deren Kostümball erscheinen zu müssen, ergreift Violet die Flucht in den Garten. Dort entdeckt sie die alte Hütte ihres Großvaters und wird von ihr magisch angezogen. Beim Durchstöbern finde sie in einer Schachtel zwei alte Ringe. Einen davon steckt sie sich an und als auf einmal das Licht ausfällt geht sie zurück ins Haus. Aber wieso brennen hier auf einmal nur Kerzen und warum reden die Leute so anders? Gelandet im 18. Jahrhundert ist es wenigstens ein kleiner Trost, daß ihr Jugendfreud Drew ebenfalls dort auftaucht und ihr zur Hilfe eilt. Doch wie kommen sie wieder zurück? Meine Meinung: Charmanter, lockerer Schreibstil, der einen gut in die Geschichte reinkommen lässt. Eine sympathische Protagonistin, die mir gleich ans Herz gewachsen ist. Sie ist lustig, neugierig und impulsiv und es macht Spaß ihr auf ihrer Zeitreise zu folgen. Drew ist schwer zu durchschauen und auch etwas rätselhaft. Komisch, daß Violet nicht von Anfang an mehr hinterfragt, wieso er sich in der Vergangheit so gut zu bewegen weiß. Das kam mir doch ein kleines bißchen naiv vor. Dann taucht der mysteriöse Anthony auf, der mir zwar etwas geheimnisvoll aber dennoch sympathisch rüberkommt. Drew und Anthony sind dennoch beide erst mal schwer einzuschätzen, denn beide umgibt ein Geheimnis von dem Violet nichts weiß. Dann gibt es noch Lilian von der ich bis zum Ende der Geschichte nicht weiß was ich von ihr halten soll. Bei ihr weiß ich nicht ob sie zu den Guten oder zu den Bösen gehört. Die Geschichte ist sehr detailreich, was mir gut gefallen hat, da der Leser dadurch ein lebhaftes Bild bekommt. Eine sehr unterhaltsame Story, die in sich eigentlich abgeschlossen ist, aber trotzdem genügend Stoff für einen zweiten Teil bieten würde. Cover: Das Cover ist bunt und verspielt und passt zum Inhalt. Fazit: Toller Debütroman der sich in einem Rutsch durchlesen lässt. Ein aufregendes Abenteuer, das mir schöne Lesestunden beschert hat.

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  • gelungenes Debüt

    Zauber der Vergangenheit

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    28. January 2014 um 18:26

    Kurzbeschreibung: Es kann eigentlich gar nicht mehr schlimmer kommen, als zu der kostümierten Jahrhundertfeier von Tante Batty eingeladen zu sein und einen bonbonfarbenen Albtraum von Kleid tragen zu müssen. Doch da hat sich die siebzehnjährige Violet Harrison gründlich getäuscht. Noch schlimmer ist es nämlich, von der besagten Party direkt ins 18. Jahrhundert katapultiert zu werden und aus dem Kleid nicht mehr herauszukommen. Das macht die Anwesenheit ihres süßen Kindheitsfreundes Drew auch nicht viel besser, schon gar nicht, als der junge Herzog von Colesbury auftaucht und Violets Gefühlshaushalt ordentlich durcheinanderbringt. Da bleibt einem nur eins: ganz schnell wieder in die Gegenwart zurückzugelangen. Aber wie stellt man das an? Meinung: Spätestens nach der „Edelsteintrilogie“ von Kerstin Gier bin ich verrückt nach Zeitreisegeschichten, jedoch sind dadurch auch die Ansprüche an eine gute Geschichte enorm hoch. Von der Ausgangssituation her bringt „Zauber der Vergangenheit“ eigentlich alles mit, um eine vielversprechende Geschichte zu werden. Die siebzehnjährige Violet findet auf der doofen Kostümparty ihrer etwas durchgeknallten Tante zufällig zwei Ringe, die sie durch die Zeit ins Jahr 1707 transportieren. Dort angekommen, kann sie erst gar nicht glauben, wie ihr geschieht und wundert sich nur darüber, dass die Party plötzlich noch eigenartiger verläuft. Die Handlung wirkt in der ersten Hälfte teilweise etwas unglaubwürdig und einzelne Elemente scheinen nicht wirklich zusammenzupassen, jedoch ist dies alles von Jana Goldbach so gewollt und dahinter steckt ein gut durchdachtes und vollkommen logisches Grundgerüst. Mit der Zeit werden immer tiefer gehende Geheimnisse gelüftet und dann ergibt plötzlich alles einen Sinn. Dabei sind diese Wendungen so unvorhergesehen, dass ich oft positiv überrascht wurde und dann unbedingt weiter lesen musste. Der Schreibstil ist eigentlich perfekt für ein Jugendbuch. Er ist locker und leicht zu lesen und Violet bringt mit ihren Kommentaren immer eine Spur Humor und Sarkasmus mit, so dass man auch mal Grinsen muss. Es hat mich nur etwas gestört, das auch die Sprache der anderen Charaktere nicht wirklich ins 18. Jahrhundert gepasst hat. Es wurde zwar schon etwas auf den Ausdruck geachtet und von den „Einheimischen“ ab und an mal angemerkt, dass Violett eigenartig spricht, aber dennoch war mir die Redensart etwas zu modern, um wirklich aus der damaligen Zeit zu stammen. Also ich hätte manchmal fast etwas vergessen, dass die Geschichte 1707 und nicht 2007 spielt. Als sich dann wieder eine Dreiecks-Liebesgeschichte abzeichnete, war ich zu Beginn etwas enttäuscht. Gehört die denn jetzt immer zur Standartausstattung einer Jugendgeschichte? Aber diese Enttäuschung hat sie bald gelegt, da sich die Autorin auch hierfür gute Grundlagen gelegt hat. Während der eine zu Beginn eher zuverlässig und bekannt wirkt, umgibt den anderen etwas Geheimnisvolles. Doch später werden die Seiten getauscht und man weiß bis kurz vorm Ende gar nicht mehr, was man von den beiden halten soll und für wen Violet sich entscheiden sollte. Dabei besitzen beide aber auch eine große Portion Charme und wissen auch damit umzugehen. Violet selbst ist auch eine gut erarbeitete Protagonistin. Sie ist eigentlich ziemlich taff, aber dennoch, wie man es von einer Jugendlichen erwartet, etwas tollpatschig und in Gefühlsdingen eher unerfahren. Doch ist sie von der ersten Seite an sympathisch und man kann sich gut in sie hineinversetzten. Am Ende werden eigentlich fast alle Fragen zufriedenstellend beantwortet, womit der Roman fast in sich abgeschlossen ist. Nur ein kleineres Rätsel bleibt offen, deren Frage aber nochmal aufgegriffen wird und die Tür für einen möglichen Folgeroman offen lässt. Fazit: „Zauber der Vergangenheit“ ist ein gelungenes Debüt. Die junge Autorin überzeugt mit einer gut durchdachten und wendungsreichen Geschichte, die sehr angenehm zu lesen ist und auch mal das ein oder andere Grinsen erzeugt. Die Charaktere sind gut erarbeitet und wirken gleichzeitig sympathisch und geheimnisvoll. 4 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die gerne Zeitreisegeschichten lesen.

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  • Knüpft an die großen an

    Zauber der Vergangenheit

    Ignatia

    24. January 2014 um 23:08

    Klappentext Es kann eigentlich gar nicht mehr schlimmer kommen, als zu der kostümierten Jahrhundertfeier von Tante Batty eingeladen zu sein und einen bonbonfarbenen Albtraum von Kleid tragen zu müssen. Doch da hat sich die siebzehnjährige Violet Harrison gründlich getäuscht. Noch schlimmer ist es nämlich, von der besagten Party direkt ins 18. Jahrhundert katapultiert zu werden und aus dem Kleid nicht mehr herauszukommen. Das macht die Anwesenheit ihres süßen Kindheitsfreundes Drew auch nicht viel besser, schon gar nicht, als der junge Herzog von Colesbury auftaucht und Violets Gefühlshaushalt ordentlich durcheinanderbringt. Da bleibt einem nur eins: ganz schnell wieder in die Gegenwart zurückzugelangen. Aber wie stellt man das an? Über den AutorJana Goldbach, geb. 1986, ist ausgebildete Mediengestalterin und Kauffrau für Bürokommunikation. Wenn sie nicht gerade arbeitet oder schreibt, widmet sie sich ihrer zweiten großen Leidenschaft - dem Zeichnen. Inspiration findet sie nahezu überall, vor allem aber am Strand. Dort wo sich Wind und Wellen treffen, schlägt oft die Geburtsstunde neuer kreativer Ideen. Mit ihrem Debütroman "Zauber der Vergangenheit" geht nun auch ihr lange gehegter Traum vom ersten eigenen Roman in Erfüllung. CoverAch das Cover ist einfach schön. Im Hintergrund eine junge Frau, deren äußeres man nur erahnen kann da man den Kopf nicht sieht. So bleiben einem Illusionen. Denke es soll die Hauptperson Violett darstellen zu Beginn des Buches auf dem Kostümball. Angezogen wie aus dem 18. Jahrhundert, ein sehr pompöses Kleid!Der Titel des Buches in einem weißen Button, geschnörkelt an den Rändern was wiederum den Hauch von Romantik erzeugt. Darin sieht man auch nochmal ein kleines, lilanes Kleid. CharaktereViolett, eine 17-jährige Schülerin. Macht einen sehr taffen Eindruck, typisches Verhalten im Alltag wie man es von einer Pubertierenden erwartet. Sie muss sich jedoch im 18. Jahrhundert behaupten, sich anpassen, was ihr jedoch oft schwer fällt. Sie eckt an, stößt andere vor den Kopf und redet erst bevor sie denkt.Drew, der "Cousin" von Violet. Steht ihr bei der Zeitreise zur Seite, behält die Nerven und macht einen sehr sympathischen Eindruck. Ihre Launen erträgt er tapfer :)Anthony, ein Herzog aus dem 18. Jahrhundert. Jung, sympathisch. Scheint ein Mann fürs Auge zu sein wie auch Violet bald feststellen muss. Schreibstil & SpannungDie Autorin schafft es, genau den Stil zu schreiben den man von einem Jugendbuch erwartet. Leicht und flüssig lässt er sich lesen, man findet durch genaue Beschreibungen der Charaktere, der Orte und der Handlungen gut in dieses Buch hinein. Der Anfang ist bisschen allgemein gehalten, das man einen Einblick von der kommenden Situation bekommt. Kurz darauf steigt der Spannungspegel da man dann in die eigentliche Geschichte hineinkommt.Die Kapitel haben eine ansprechende Länge, jeweils mit Überschriften versehen die schon mal eine grobe Übersicht über das kommende geben! Meine MeinungViolet, ein junges Mädel was zusammen mit Ihrer Familie zu dem Gut Ihrer Tante eingeladen wird, eine Kostümparty steht an. Dafür hat sie jedoch gar keine Lust, da sie die Verwandte nicht wirklich leiden kann. Allerdings gibt es kein zurück und sie ergibt sich Ihrem Schicksal. Vor Ort trifft sie auf Drew, ein guter Freund der Familie, so sieht sie Welt doch direkt viel besser aus und die Party lässt sich leichter ertragen.Sie macht einen Abstecher in den Garten, findet die alte Hütte von Ihrem Großvater und verschafft sich Zugang um sich ein wenig dort drin umzusehen. Eine kleine Box mit zwei Ringen fällt ihr in die Hände und sie nimmt einen an sich. Das Licht geht aus, sie wundert sich, geht zurück zur Party.Aber was ist in der Zwischenzeit geschehen? Warum schauen die Gäste es so anders aus wie noch zu Beginn der Feier? Warum die Tapeten eben auch in der Farbe? Strom ausgefallen oder warum wurden Kerzen aufgestellt? Eine aufregendes Abenteuer beginnt! FazitDie Erwartungen waren, durch Zeitreiseromoane von Kerstin Gier (Edelsteintrilogie) und Eva Völler (Zeitenzauber) doch recht hoch angesetzt. Jana Goldbach knüpft jedoch perfekt an die großen Autoren an! Sterne5/5

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