Jana Herbst Der Agent, meine Tochter & Ich

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Inhaltsangabe zu „Der Agent, meine Tochter & Ich“ von Jana Herbst

Witzig, romantisch und gefährlich: Der neue Agenten-Liebesroman nach 'Highheels, Herz & Handschellen' von Jana Herbst!

Sarah Wagner ist Anfang dreißig, zuverlässig, solide und berechenbar. Eigenschaften, die sie sich mit einem Baumwollschlüpfer teilt. Aber das stört sie nicht, denn sie liebt ihr beschauliches Leben als Alleinerziehende - Abwechslung und Abenteuer meidet sie genauso wie Clubnächte und Affären. Und doch lässt sie sich von ihren Freundinnen in einen Club schleifen, in dem sie Lars kennenlernt. Sie verbringt eine leidenschaftliche Nacht mit ihm, nach der sie sich heimlich aus seiner Wohnung schleicht, um in ihr ruhiges Leben zurückzukehren. Vier Wochen später gerät alles außer Kontrolle: Lars, ihr One-Night-Stand taucht auf, offenbart ihr, dass er Geheimagent ist und bringt Chaos in ihr Leben. Dann wird es plötzlich ernst, denn Sarah steckt unwissend in Lars' Mission. Tiefer und gefährlicher als beide ahnen.

Hatte etwas von Humor bis Spannung...

— Almeri

Rasante Liebesgeschichte, die einem das Herz aufgehen lässt.

— KerstinSt

Erotischer Kabelverleger trifft auf grundsoliden und zuverlässigen Baumwollschlüpfer... Ein gute-Laune-Regenwolken-vertreibendes-Buch

— Bianca75

Kurzweilige Mischung aus Love & Crime

— stefka_lu

Lustig, romantisch und spannend :)

— GabyBorowy

Wohoooo ein super Buch!!

— Fulden

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— lovelyliciousme

Spannend, fesselnd, witzig geschrieben. Super unterhaltend vom ersten Wort bis zum letzten Punkt.

— Gitta

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  • Irgendwie gut gemacht!

    Der Agent, meine Tochter & Ich

    Almeri

    02. August 2017 um 09:18

    Ich habe das Buch zum rezensieren von der Autorin persönlich erhalten. Dieses Cover, so schlicht mit Schatten Figuren, finde ich super gelungen. Aufgrund des Buchtitels war ich interessiert, es unbedingt zu lesen. Zu Beginn der Geschichte zog es sich etwas zäh, aber die Buchszenen der kleinen raffinierten Tochter, hat das alles wieder aufgelockert, so das ich echt mehere Lacher hatte. Das Ende ging mir dafür zu schnell. Es war dann Spannung und ein leichtes Kribbeln zu erfahren. Im ganzen dann doch ein schönes Buch. Würde daher das erste Buch der Autorin auch noch lesen…

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  • Rezension: "Der Agent, meine Tochter & Ich" von Jana Herbst

    Der Agent, meine Tochter & Ich

    Anchesenamun

    24. June 2017 um 19:41

    4,5 von 5 Sternen Es handelt sich um den zweiten Teil von Jana Herbsts "Agenten"-Reihe, der aber völlig unabhängig zu lesen ist, da er zwei neue Protagonisten hat. Ich kenne den ersten Teil noch nicht, aber es taucht der männliche Protagonist daraus wieder hier als Nebenfigur auf, was ein witziger Einfall ist. Ich mochte den Schreibstil auf Anhieb. Er ist lebendig, frech und voller (Selbst-)Ironie. Dabei bleibt der Humor nicht immer subtil, aber wirkt auch nicht plump. Die Sprache ist direkt und auch mal etwas derber. Es war einfach genau meine Art von Humor. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt, meist abwechselnd aus denen von Sarah und Lars, aber auch mal zwischendurch aus der Perspektive von Nebenfiguren. So lernt man gut das Innenleben von Sarah und Lars kennen und wie die beiden jeweils eine Situation bewerten, und es laufen Handlungsstränge nach und nach zusammen. Auch wenn ich Sarah und Lars mochte, waren die beiden für meinen Geschmack zu perfekt. Allein optisch scheinen sie so attraktiv zu sein, dass ihr Anblick förmlich schmerzt. Sarahs einziger "Makel" ist der Umstand, dass sie alleinerziehend ist. Dafür übt sie aber ihren absoluten Traumjob aus, hat ein großes Haus, eine perfekte Tochter und viele (supererfolgreiche) Freundinnen. Sie ist sowohl optisch als auch charakterlich die absolute Traumfrau. Trotzdem mochte ich sie auf Anhieb, da sie nicht arrogant, sondern sehr selbstkritisch ist. Und immerhin ist sie als Agentin die absolute Oberpfeife, das wäre sonst auch unfair gewesen. Im Übrigen finde ich ihren Beruf, Museumskuratorin, toll. Hier findet sich die Leidenschaft der Autorin wieder, die - so wie ich - Archäologie studiert hat. Mich hat das Umfeld (die Museumsinsel in Berlin) total angesprochen. Lars ist natürlich ebenfalls ein optischer Kracher (Aber wer hat auch schonmal unattraktive Agenten gesehen? Gut, lassen wir mal Johnny English hier aus dem Spiel...). Und er ist natürlich der Beste seines Faches. Diese ständigen Angebereien, was er schon alles erlebt hat, sind unterhaltsam. Für ihn ist es kein Problem, mit zwei Fingern über einer Gletscherspalte zu hängen und mit der anderen Hand 20 schwer bewaffnete Ninjas auszuschalten - so lange er nicht einer Siebenjährigen einen Pferdeschwanz binden muss! Für beide ist es Liebe auf den ersten Fi... äh, Blick. Bei Lars allerdings ist der Grat zwischen leidenschaftlichem Romantiker und krankhaft fixiertem Stalker extrem schmal... Die körperliche Anziehungskraft spielt hier eine starke Rolle. Dieses ständige "Oh Gott, ich will mit ihr/ihm sofort f***."-Getue fand ich persönlich irgendwann nervig. aber ich denke mal, die meisten Leserinnen werden das eher anregend und wild-romantisch finden. Immerhin muss ich zugeben, dass die anzüglichen Gedanken der Protagonisten meist recht amüsant zu lesen sind. Nach ungefähr 100 Seiten kommt dann auch Tochter Lilly ins Spiel. Sie ist sieben Jahre alt, wohlerzogen und selbstverständlich hochbegabt. Was sie unglaublich nervtötend macht, weil sie alles (besser) weiß. Sie kann sich sogar an den hypermegabesten Agenten Berlins unbemerkt ranschleichen, ihm sein Handy klauen und sonstiges machen, was ihn ärgert. Sie ist einfach wie ihre Mutter: Perfekt. Aber dass sie sich gleich mit Haut und Haaren in Lars "verliebt", weil sie einen Papa sucht, ist schon wieder so süß, dass man auch sie nicht wirklich blöd finden kann. Die Hauptcharaktere sind tief gezeichnet und entwickeln sich im Laufe der Geschichte. Im Mittelpunkt steht natürlich die Beziehung zwischen Sarah und Lars, aber dazu wird man noch mit einem echten Kriminalfall beglückt. Hier stand ich lange Zeit auf der Leitung, wer der Drahtzieher ist, und die Story war recht gut durchdacht. Meine Kritikpunkte sind eben, dass mir die Charaktere zu perfekt und zu notgeil sind. Und dass sich die Beziehung trotz endlos langer Gefühlsdebatten im Schweinsgalopp entwickelte und für mich dennoch irgendwie oberflächlich blieb. Aber das ist bei heiteren Liebesromanen ja eigentlich oft so.  "Der Agent, meine Tochter & Ich" hat mich sehr gut unterhalten. Ich finde den Schreibstil und den Humor super, und die Liebesgeschichte erhält auch dank des Kriminalfalles eine gute Portion Spannung. Ich verrate wohl nicht zu viel damit, dass Lars und Sarah natürlich ihr Happy End kriegen. Aber das ist vermutlich eh jedem klar. Der Weg ist das Ziel. Und es macht Spaß, diesen Weg mit Sarah, Lars und Lilly gemeinsam zu gehen. Ich hatte trotz meiner o.g. Kritikpunkte viel Spaß beim Lesen, bin richtig durch die Seiten geflogen und werde liebend gerne wieder zu einem Buch dieser Autorin greifen, denn selten traf jemand mit seinem Schreibstil so exakt meinen Humor. Das nächste Mal dürfen die Figuren aber auch gerne mehr Ecken und Kanten haben.

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  • Die Welt durch Kinderaugen neu entdecken

    Der Agent, meine Tochter & Ich

    Blonderschatten

    21. May 2017 um 11:04

    Meinung:In Sarah erkennt man sofort eine Löwen-Mutter. Obwohl sie alleinerziehend ist, managt sie den Alltag. Sie hat eine ruhige und zuversichtliche Art, die es ihr ermöglicht Hürden zu überwinden, die anderen Sorgen bereiten würden. Sie hat hohe Ansprüche an sich, die vor allem daher rühren, ihrer pfiffige Tochter, trotz des fehlenden männlichen Parts, eine tolle Kindheit zu schenken und erfüllt diese Rolle zugleich mit einer Vorbildfunktion. Sie war früh auf sich alleine gestellt und musste Kind und ihre Zukunftsvision unter einen Hut bekommen. Was sie in dieser Zeit alles erreicht hat und das vor allem eigenständig, finde ich sehr bewundernswert.Lilly ist ein kleiner Sonnenschein, die das Bild einer sieben jährigen vollkommen erfüllt, darüber hinaus jedoch ganz schön gewitzt, intelligent und ebenso eifrig wie ihre Mutter ist. Mit ihrer kleinen Tochter Lilly an der Seite, ist Sarah vor allem eins: strukturiert. Ein tolles Mutter-Tochter-Gespann, in deren Beziehung ein Mann nicht fehlt. Zumindest so lange nicht, bis eine feucht fröhliche Nacht ausartet, der Sarah nur aufgrund der Drängelei ihrer Freundinnen zugestimmt hat, denn Sarah nimmt die Verantwortung für Lilly sehr ernst und jede Situation lässt erkennen, dass die junge Kuratorin des berliner Museums ihre Entscheidungen mit Bedacht fällt, das Wohl ihrer Tochter immer im Hinterkopf.Auch wenn Sarah Wagner eine härtere Gegenspielerin war, als Tim es jemals sein würde, hätte sie keine Chance zu bestehen, denn ihr fehlten die Grausamkeit und die Entschlossenheit.Zufall und Schicksal fügen sich hier ineinander, den gedankenbeherrschende Handwerker steht wenige Wochen später wieder vor ihr und darüber hinaus noch jede Menge Chaos in das organisierte Leben der jungen Frau. Eine erfrischende Wendung, die wie man Sarah anmerkt, auch ihr recht gut gefällt. Ein Tatbestand hingegen bereitet ihr Kopfschmerzen, denn der als Handwerker getarnte Geheimagent verfolgt eine Mission in der sie auf einmal auch eine Rolle spielt. Ob das so eine gute Idee ist, wenn zumindest von einer Seite Gefühle mit im Spiel sind? Und wie groß ist die Gefahr, die Lars nicht nur Sarah, sondern unter Umständen auch Lily aussetzt?Manchmal glaubt man, dass Leben welches man führt sei erfüllend und gut, bis wir etwas erleben, was uns vor Augen führt, dass man doch etwas vermisst. So war es auch bei Sarah, denn die Nacht mit Lars bringt ihr Gedankenkarussell in Fahrt. Doch was hat dieser Mann an sich, dass sie ausgerechnet ihn nicht mehr aus dem Kopf bekommt?>>Hat deine Mutter dich geliebt?<< [...] >>Nein.<< >>Das ist traurig<<, sagte sie und stieg aus. >>Dafür liebe ich dich.<< Lars blieb stehen. Wie vom Donner gerührt. Lilly sah in mit großen Augen offen und entwaffnend an. Sarah hatte Recht. Lilly verschenkt ihr Herz schnell, und es war nicht fair von ihm, es zu nehmen, denn selbst wenn er aus der Organisation ausstieg, war er niemand, der für Lilly sorgen konnte. Er hatte den anderen Mädchen gerade Cola gegeben, weil sie ihm auf den Sack gingen. Ein halbwegs verantwortungsbewusster Erwachsener tat so etwas nicht. Seitdem Lars eine Rolle im Leben von Sarah und Lilly spielt, erkennt man, dass ein vorher akzeptables Leben im Nachhinein erkennen lässt, wie belastend die gesetzten Grenzen eigentlich wirklich waren. Die Tage gingen ineinander über, jeder schien, wie der davor zu sein. Strukturiert zu sein ist gut, doch nimmt einem diese Einstellung auch jegliche Möglichkeiten auszubrechen. Man fühlt sich eingeengt und hindert sich selbst daran, seine Träume und Wünsche zu verfolgen. Ich glaube jeder von uns weiß, wie sehr wir an einem geregelten Ablauf hängen. Diese Dinge geben uns das Gefühl von Sicherheit, doch manchmal sind es die spontanen Dinge, die uns überraschen, Abwechslung geben, mit Glück erfüllen und über Jahre in unserem Gedächtnis bleiben. Auch für Sarah schien es ein Risiko auszubrechen, doch sie hat den Schritt gewagt ohne zu wissen ob die Vorteile, die Nachteile aufwiegen und ohne zu ahnen, wo sie am Ende stehen wird. Ein Mut den ich bewundere, denn wenn man selbst vor einer derartigen Entscheidung steht, ist es alles andere als einfach eine Entscheidung zu treffen, in der Herz und Verstand miteinander konkurrieren. Charaktere:Sarah hat einen strukturierten Tagesablauf, der durch Lars nähere Bekanntschaft gewaltig aus den Fugen gerät. Mit einer Mischung aus Ablehnung diesen Durcheinanders und gleichzeitiger Neugier aus dem fast schon tristen Alltag, entdeckt sie ihre Wünsche und Bedürfnisse. Sie sehnt sich nach Abenteuer und Spannung und erhält mit Lars genau das. Allerdings ist da auch noch ihre Tochter Lilly für die Sarah jedes Opfer bringen würde.Lars ist der genaue Gegensatz von Sarah. Er lebt jede Situation wie sie sich ihm anbietet: spontan. Ein geregeltes Leben und der Alltagstrott schrecken ihn eher ab, bis die kleine Lilly ihm völlig unverfroren den Blick durch ihre Augen präsentiert. Sein Job hat ab einem gewissen Alter kaum noch eine Zukunft, stattdessen lernt er ein Leben kennen, das ihn früher abgeschreckt hat und seither seine Gedanken beherrscht.Schreibstil:Jana Herbst hat eine erfrischend spannende Erzählweise, die sie mit Humor und Charme perfekt ausgefüllt hat. Ich habe Muskelkater vom Lachen und hatte oft ein Dauergrinsen, bei dem ich nach einiger Zeit das Gefühl hatte, einen Krampf im Gesicht zu bekommen. Die Ehrlichkeit von Lilly ist so locker flockig und authentisch wie man es aus dem wirklichen Leben kennt. Kinder erklären uns die Welt und schenken uns einen anderen Blickwinkel auf Geschehnisse oder die Ansichten, die Lars und Sarah hier seit Jahren verfolgen. Während es die Protagonisten anfangs nicht schaffen, über den Tellerrand zu gucken, hat die kleine Eisprinzessin einen ungetrübten Blick auf die vor ihr liegende Welt. Ein wie ich finde sehr interessantes Phänomen, denn Kinder nehmen das Leben mit Leichtigkeit. Sie machen einfach, reden wie ihnen der Schnabel gewachsen ist und überanalysieren die Situation nicht. Hier stehen sich Erwachsene oft selber im Weg. Eine Leichtigkeit, die sich mit der Zeit verliert und gerade deshalb so kostbar ist, diese hier im Verlaufe der Geschichte miterleben zu können, ebenso wie den sichtbaren Einfluss Lillys auf Sarah und Lars.Mit Sarah und Lars treffen zwei Menschen aufeinander, deren Alltag nicht gegensätzlicher sein könnte, was von vorneherein eine eher zum Scheitern verurteilte Verbindung anmuten lässt. Lilly hingegen fungiert als Bindeglied, die mit ihrer sorglosen Art viele Situationen "aufklärt" und unseren Protagonisten vor Augen führt, dass ein gesetzter Rahmen in manchen Lebensbereichen sinnvoll sein kann, dieser jedoch keine unverrückbare Barriere darstellen sollte, die einem daran hindert, sein Leben zu leben. Eine wunderschöne Geschichte, deren Protagonistin im Laufe einer spannenden Mission den Weg zu sich finden und Wege beschreiten, die sie zuvor nie in Erwägung gezogen hätten.

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  • Eine witzige Liebesgeschichte mit Spannung

    Der Agent, meine Tochter & Ich

    Zwinkerling

    18. March 2017 um 19:04

    Der Roman begann mit einer Szene in der Gegenwart und sprang dann zurück in die Vergangenheit, woraufhin sich die Geschichte im ersten Drittel des Buches bis zum Zeitpunkt der Eingangsszene entwickelte. Ab dem zweiten Drittel des Buches ging die Erzählung der Geschichte weiter. Dabei wechselten sich die Perspektiven ab. Mal erfuhr der Leser die Gedanken und die Geschichte aus Sicht von Sarah und mal aus der Sicht von Lars. Das war wirklich sehr witzig, weil man dabei die selbstverschuldeten Missverständnisse der beiden mitverfolgen konnte und es immer wieder diese "Ich-würde-dich-am-Liebsten-schütteln-Momente" oder "Sag-doch-endlich-die-Wahrheit-Momente" gab. Gleichzeitig gab es Lilly, die kleine Tochter von Sarah, die einfach alles sagte, was ihr in den Sinn kam. Also auch Fragen stellte, die ein Erwachsener nie so offen stellen würde, und die man nie so wirklich beantworten kann, ohne der anderen Person Hoffnung zu machen oder sie zu verletzen. Das zeigte mir mal wieder wie Erwachsene ihre Worte abwägen und wie gewählt, aber auch missverständlich sie sich ausdrücken. Lilly war eigentlich meine kleine Heldin der Geschichte. Sie ist mir während des Romans wirklich ans Herz gewachsen. Durch die eigentliche Haupthandlung - der Fall - hatte die Geschichte genau die richtige Spannung die sie brauchte. Und sie wurde nie zu spannend. Wer also ein Schisser ist wie ich, und nach Krimis oder spannendes Stories erst einmal eine Liebesgeschichte braucht, bevor sie wieder alleine ins Bett gehen kann, ist mit dieser Geschichte gut bedient :-D.Aber im Grunde ist es ja kein Krimi, sondern eine witzige Liebesgeschichte mit Spannung.Die gesamte Rezension könnt ihr auf unserem Blog Zwinkerlings Bibliothek nachlesen: hier klicken

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  • Spannung, Romanze und reichlich Humor

    Der Agent, meine Tochter & Ich

    ulla_leuwer

    09. March 2017 um 21:15

    Meine Meinung: Mit Begeisterung hatte ich das erste Buch der Autorin: "Highheels, Herz und Handschellen" gelesen und war nun neugierig auf ihr zweites Buch. Von dem ich nun sagen kann, dass es mir noch besser gefallen hat, denn die Autorin hat es geschafft und sich gesteigert, zumindest war dies mein Gefühl, als ich das Buch zu Ende gelesen hatte. Wie aus dem Buchcover und Titel hervor geht, gibt es nicht nur einen Mann und eine Frau sondern auch ein Kind, was eine wichtige Rolle spielen sollte. Ich will ja nichts vom Inhalt verraten, nur soviel, die kleine Lilly ist herzerfrischend und hat alles wunderbar aufgemischt. Ich musste besonders über sie sehr viel lachen. Ihre Mutter Sarah war mir ebenfalls sehr sympathisch, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob sie sich für gewisse Aufgaben eignet. Lach, nun mache ich eher neugierig, weil ich ja nichts verraten will, aber diesen Satz konnte ich mir dann doch nicht verkneifen. Letztendlich hat sich auch Lars in mein Leserherz geschlichen und ich fand seine Entscheidung super! Jana Herbst hat mich auch diesmal mit ihrem flüssigen Schreibstil an das Buch gefesselt, ganz besonders überrascht war ich, denn als ich dachte, dass das Buch nun bald zu Ende ist, gab es eine Wendung mit der ich gar nicht gerechnet hatte. Die Buchcover beider Bücher gefallen mir sehr gut und zeigt dem Leser auch gleich, dass sie zusammen gehören, aber doch einzeln gelesen werden können. Gefreut hat es mich, dass ich "alte Bekannte" wieder getroffen habe. Fazit: Spannung, Romanze und ganz viel Humor haben mir viel Lesevergnügen beschert.  Deshalb empfehle ich das Buch gerne weiter.

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  • Der Agent, meine Tochter & Ich/ Jana Herbst

    Der Agent, meine Tochter & Ich

    Fulden

    03. March 2017 um 19:08

    Das CoverDa Cover diese Buches gestaltet sich hauptsächlich türkisfarben. Man sieht drei schwarze Figuren. Eine männliche Figur eine weibliche und eine kleine, welche ein Kind darstellt. Bei genauerem Hinsehen fällt mir auf, dass das kleine Mädchen, dass sehe ich an den langen Haaren und an dem Kleid, welches sie trägt, pustet eine Art glitzer Staub in richtung der männlichen Figur. Ich denke damit ist gemeint, dass die Kleine die männliche Figur verzaubert. Oder meine Fantasy geht mit mir durch. Die männliche Figur hält außerdem eine Waffe. Ansonsten sehe ich im Hintergrund noch ein eine Stradt. Der TitelDer Titel verschafft dann zum Cover etwas mehr Klarheit. Z.B. warum hat der Mann eine Waffe, er ist natürlich Agent. Wer "meine Tochter & ich" ist, ist dann auch klar. Ich liebe einfache Titel! Der InhaltEs geht um Sarah, welche sehr früh schon ein Kind, von ihrer Jugendliebe, bekommen hat. Neben dem erziehen ihrer Tochter, ist sie auch berufstätig. Sie arbeitet als Kuratorin in einem Museum in Berlin. Sie lebt alleine mit ihrer Tochter in einem Haus und unternimmt einmal im Jahr etwas mit ihren Freundinnen. Sie ist sehr durchorganisiert, Spontanität ist ihr fremd. Ihre Freundinnen sind alle sehr gute Karrierefrauen. Außerdem muss ich hinzufügen wirklich humorvolle Menschen. Es ist mal wieder soweit Sarah muss sich aufraffen und fertig machen, ihr wiederstrebt jedoch ihre Tochter Lilly alleine mit einer fremden Babysitterin zu lassen. Hier ist schon deutlich zu erkennen, was für ein Mensch Sarah ist.Mit ihren Freundinnen unterwegs begegnet sie Lars den Kabelverleger/ Geheimagent. Und direkt funkt es zwischen den beiden. Als Sarah am nächsten Morgen neben Lars aufwacht. ist sie zunächst erschrocken über sich selbst, ihr wird aber schnell klar, dass ein Teil ihres Ichs es vermisst hat geliebt zu werden. Außerdem fühlt sie eine enge Verbundenheit mit Lars, was ja eigentlich nicht sein kann, weil sie sich ja nur ein paar Stunden kennen.Auch nach mehreren Wochen kann Sarah Lars nicht vergessen, bis er plötzlich vor ihrer Tür steht und ab hier bricht in Sarahs Leben das Chaos aus, was sie jedoch zu mögen scheint. Natürlich geht es in diesem Buch nicht nur um Liebe, denn ob ihr es glaubt oder nicht es gibt Gründe warum es auch einen Agenten gibt!Für mehr lest selbst :) FazitIch liebe den Verlauf der Handlung. Nach den ersten beiden Kapitel war ich nicht ganz so überzeugt aber sobald man alle Hintergrundinformationen von allen Figuren hat, wird es richtig spannend. Ich muss sagen nach dem 13. Kapitel konnte ich nicht mehr aufhören ich hab gelesen und gelesen, weil das Buch einfach super ist. Was dazu auch beigetragen hat, war für mich die Schreibweise der Autorin, es war wirklich einfach und nichts kompliziertes. Meine Lieblingsfigur in diesem Buch ist Lilly, die hochbegabte Tochter, ich finde sie toll, weil sie das ausspricht was sie denkt, zwar ist sie erst sieben Jahre alt, aber haut mich jetzt schon um! Als nächste positive Eigenschaft würde ich den perspektiven Wechsel nennen, für mich hat das viel bedeutet, da ich so auch die andere Sichtweise beurteilen konnte. Ich hatte nur meine Probleme mit der Denkweise von Lars, ich weiß nicht ob Männer wirklich so denken. Das Buch ist ja auch von einer Frau geschrieben, da schlich sich mir die Frage ein, ob das nicht zu viele "weibliche-Gedanken" waren. Ich mein ich wäre froh, wenn jeder Mann so denken würde, aber ist das wirklich so??Am Ende kann ich sagen, dass ich sehr glücklich bin ausgewählt worden zu sein. Dieses Buch lesen zu können, bevor es veröffentlich wurde. Ich danke dafür natürlich der Autorin, Jana Herbst/ Claudia Giesdorf, selbst. Die mich angeschrieben hat und auch auf Facebook eine super Leserunde gemacht hat. Natürlich danke ich auch feelings / Droemer Knaur, dafür dass ich das Leseexemplar per Mail zu geschickt bekommen habe. Über die AutorinJana Herbst ist das Pseudonym von Claudia Giesdorf, die 1982 in Rheinland-Pfalz geboren wurde. Eine ihrer schönsten Kindheitserinnerungen ist das Klackern der Schreibmaschine, wenn ihr Opa etwas darauf geschrieben hat. Stundenlang stand sie vor dem Gerät, tippte wahllos auf Buchstaben und stellte sich vor, Schriftstellerin zu sein. Seit über zwanzig Jahren lebt sie nun in Berlin, mittlerweile mit Mann und Tochter, nach deren Geburt sie beschlossen hat, noch einmal zu studieren. Nun schließt sie bald ihr Studium der Klassischen Archäologie ab und weiß ziemlich genau was sie schreiben soll, wenn eine Tastatur vor ihr steht.

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  • Grundsolider und zuverlässiger Baumwollschlüpfer war gestern...

    Der Agent, meine Tochter & Ich

    Bianca75

    01. March 2017 um 23:39

    Ich hatte das überirdische Glück, dass ich schon vorab den 2. Roman von Jana Herbst in einer Facebook-Leserunde lesen durfte.Viiieeelen Dank dafür, meine liebe Jana *Kiss*Inhaltsangabe zu dem Buch:Witzig, romantisch und gefährlich: Der neue Agenten-Liebesroman nach »Highheels, Herz & Handschellen« von Jana Herbst! Sarah Wagner ist Anfang dreißig, zuverlässig, solide und berechenbar. Eigenschaften, die sie sich mit einem Baumwollschlüpfer teilt. Aber das stört sie nicht, denn sie liebt ihr beschauliches Leben als Alleinerziehende - Abwechslung und Abenteuer meidet sie genauso wie Clubnächte und Affären. Und doch lässt sie sich von ihren Freundinnen in einen Club schleifen, in dem sie Lars kennenlernt. Sie verbringt eine leidenschaftliche Nacht mit ihm, nach der sie sich heimlich aus seiner Wohnung schleicht, um in ihr ruhiges Leben zurückzukehren. Vier Wochen später gerät alles außer Kontrolle: Lars, ihr One-Night-Stand taucht auf, offenbart ihr, dass er Geheimagent ist und bringt Chaos in ihr Leben. Dann wird es plötzlich ernst, denn Sarah steckt unwissend in Lars' Mission. Tiefer und gefährlicher als beide ahnen....Wer ist die Autorin Jana Herbst? Jana Herbst ist das Pseudonym von Claudia Giesdorf, die 1982 in Rheinland-Pfalz geboren wurde. Eine ihrer schönsten Kindheitserinnerungen ist das Klackern der Schreibmaschine, wenn ihr Opa etwas darauf geschrieben hat. Stundenlang stand sie vor dem Gerät, tippte wahllos auf Buchstaben und stellte sich vor, Schriftstellerin zu sein. Seit über zwanzig Jahren lebt sie nun in Berlin, mittlerweile mit Mann und Tochter, nach deren Geburt sie beschlossen hat, noch einmal zu studieren. Nun schließt sie bald ihr Studium der Klassischen Archäologie ab und weiß ziemlich genau was sie schreiben soll, wenn eine Tastatur vor ihr steht. So...und nun meine persönliche Meinung zu dem 2. Werk von Jana!Nachdem das eBook auf mein Kindle geflattert war -ich hatte das überirdische Glück, dass ich als Vorableserin in einer Facebook-Leserunde teilnehmen durfte- machte ich mich auch gleich gespannt und voller Neugier -ich war durch den 1. Roman schon Lara-Herbst-viziert- ans Lesen..."Leider" begann meine Reise in die Welt von Sarah und Lars an einem Nachmittag, den ich in der Werkstatt verbringen durfte, als ich auf mein Auto wartete. Ich hätte es sehr passend von Jana gefunden, wenn sie eine Warnung auf dem Cover versehen hätte, nach dem Motto "Bitte nicht in der Öffentlichkeit lesen!!" Nun ja...keine Warnung vorhanden, aber fragende Gesichter und schmunzelnde Blicke der Autoverkäufer etc. in meine Richtung; denn ich musste schon auf den ersten Seiten sehr stark an mich halten, um nicht vor Lachen laut los zu prusten. Lacher ziehen sich wie ein roter Faden vom Anfang bis zum Ende des Buches. Angefangen von Sarahs Clubbesuch mit ihren Freundinnen (mit Ausnahme von Sarah alle Mann- und Kinderlos). Sarah ist alleinerziehende Mutter der fast sieben jährigen, hochbegabten Lilly (einer zuckersüßen Maus -mal so am Rande erwähnt). Sarah vergleicht sich, bzw. ihr Leben mit einem grundsoliden und zuverlässigen Baumwollschlüpfer (schon alleine dieses Bild im Kopf ist der Knaller). Dieses Baumwollschlüpferdasein wird durch einen One-Night-Stand mit dem Kabel-verlegenden-Versicherungskaufmann Lars-Klaus-Sven-Rodriguez (Namen tun hier nichts zur Sache)am Ende der Clubnacht in Aufruhr versetzt... Der Baumwollschlüpfer wird zum Cowgirl. Sprich: Sarah (Madelain) verwandelt sich von der bodenständigen Museums Kuratorin in ein heißes, in einem Sex-Shop arbeitendes Cowgirl...Am Ende der Nacht "flüchtet" Sarah nach Hause zu ihrer Tochter Lilly und lässt Lars ohne eine Nachricht zurück. Sie kann/will sich auf keinen Mann einlassen...Aber aus dem Kopf geht er ihr nicht.Als wenige Wochen später der verheiratete Kabelverleger Kai plötzlich vor Sarahs Tür steht, um auf ihrem Grundstück ein kaputtes DSL-Kabel zu reparieren (Hahaha), fällt Sarah aus allen Wolken. Vor ihr steht ihr feuriger One-Night-Stand Lars-Rodriguez! Aber auch Lars ist platt, dass er ausgerechnet bei Madelain getarnt als Kabelverleger Kai (in Wirklichkeit ist er ein Agent) Undercover eine Überwachungskamera im Garten anbringen soll.  Hier lernt Lars auch Lilly -die zuckersüße Tochter von Sarah- kennen. Lilly ist fast sieben und hochbegabt. Durch ihre neunmalkluge Art macht sie Lars dezent darauf aufmerksam, dass DSL-Kabel doch eigentlich an der Straße verlegt werden und nicht in den Gärten der Bewohner. ;0) Treffer und versenkt, würde ich mal sagen...Uuuuaaaahhh...aber ich will hier nicht das komplette Buch verraten (ihr sollt es ja selber noch lesen und lieben)!!Nur so viel noch:Dieses zweite Werk von Jana Herbst ist absolut lesenswert. Es ist von Anfang bis Ende ein wahrer Lesegenuss, der das Alltagsgrau vergessen lässt und Sonnenstrahlen in das Herz schickt.Gespickt ist das ganze Buch mit vielen komischen Begebenheiten, die dem Leser Lachtränen in die Augen jagen und man aus dem Lachen und Schmunzeln nicht mehr heraus kommt.Der Leser wird konfrontiert mit "Artnapping", heißen Liebesnächten, schlechten Agentinnen *höhö*, einer altklugen Minnie Mouse, einer überaus tollen Mädelsfreundschaft (ich denke nur an "Sarah knallt den Handwerker")  und einer Berg- und Talfahrt der Gefühle. Gibt es ein Happy End?Lest das Buch und ihr werdet es erfahren. ;0)Diejenigen, die das erste Buch schon gelesen haben, werden sich über einen kurzen Auftritt von Elias freuen können. ;0)Zum Schluss möchte ich mich herzlich bei Claudia (Jana) bedanken, dass ich dieses tolle Buch schon vorab lesen durfte.Liebe Grüße und nen fetten Knutscher an dich :0)

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  • Kurzweilige Mischung aus Love & Crime

    Der Agent, meine Tochter & Ich

    stefka_lu

    01. March 2017 um 21:55

    Sarah ist Kuratorin und alleinerziehende Mutter. Sie hat sich gemeinsam mit ihrer schlauen Tochter Lilly perfekt in ihrem streng geregelten Alltag zwischen Museum, Grundschule und viel rosa Glitzer arrangiert. Vor Lillys Geburt hatte jedoch auch die auf den ersten Blick so konservativ erscheinende Sarah eine wilde Phase und als eine alte Freundin aus diesem Lebensabschnitt Sarah zu einer Diskonacht nötigt, kommt diese hemmungslose Seite an Sarah wieder zum Vorschein, und sie verbringt eine ausgelassene Nacht mit Lars, von dem sie weder den echt Namen noch seinen Beruf zu kennen glaubt. Heimlich stiehlt sich Sarah davon, in der Überzeugung, dass sie diesen One Night Stand nie wieder sehen wird. Das Sprichwort "man sieht sich immer zweimal im Leben" bewahrheitet sich jedoch und plötzlich steht Sarah nicht nur Lars-Kai-"wie auch immer er heißen mag" gegenüber sondern sie befindet sich auch mitten in einem Kriminalfall und sogar das Leben ihrer Tochter gerät in Gefahr...Bereits an "Highheels, Herz und Handschellen", dem ersten Buch von Jana Herbst, hat mir super gefallen, dass sie sich deutlich von allen anderen deutschen Verfasserinnen von "Chick Lit"/Frauenromanen abhebt, weil sie viel frecher und mit mehr Situationskomik schreibt. Sie verwendet viele pointierte Formulierungen (wie etwa wenn Sarah sich und ihr Leben mit einem langweiligen Baumwollschlüpfer vergleicht) ohne in Albernheiten abzurutschen. Auch mochte ich Sarah und Lars als Hauptpersonen sehr, denn Sarah ist eine starke Frau und kein verhuschtes Mädchen, das auf die Rettung durch ihren Traumprinzen wartet. Lars hat Ecken und Kanten und wirkt auf den ersten Blick wie der typische männliche Hauptdarsteller in der Version "dunkel und nachdenklich" (auf Englisch viel treffender und einfacher als "dark brooding male" zu bezeichnen), der jedoch eine große Portion Humor mitbringt, was ihn sehr liebenswert und viel weniger klischeehaft macht. Mein einziger Kritikpunkt sind die Kapitel, die aus Sicht der kriminellen Gegenspieler und anderer Nebendarsteller geschrieben wurden. Hier fällt es durch die großen Abstände zwischen diesen Abschnitten und der Vielzahl der Personen, die zu Wort kommen, schwer, diese auseinanderzuhalten und gleichzeitig die gelieferten Informationen für die Lösung des Kriminalfalls im Hinterkopf zu behalten. Ich empfehle "Der Agent, meine Tochter und ich" allen, die auf der Suche nach einer kurzweiligen, spannenden Geschichte mit viel Herz und Humor sind. Mich hat diese Geschichte wunderbar unterhalten, und ich freue mich bereits auf den neuen Roman von Jana Herbst, der voraussichtlich Ende des Jahres erscheinen wird. 

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  • Wieder ein gelungener Roman von Jana Herbst

    Der Agent, meine Tochter & Ich

    GabyBorowy

    01. March 2017 um 21:14

    Ich hatte die Ehre dieses Buch von Jana Herbst vor Veröffentlichung zu lesen. Vielen Dank dafür... Es war der zweite Roman von Jana Herbst und ich muss sagen, sie legt nochmal eine Schüppe oben drauf. Sarah Wagner ist eine alleinerziehende Mutter mit einem entzückenden hochbegabten Kind und eigentlich möchte sie eine graue Maus sein, was sie durch ihren Beruf- sie ist Kuratorin in einem Museum - und durch ihre Kleidung zum Ausdruck bringt.Nachdem der Vater ihrer Tochter nach Amerika gegangen ist, hat sie sich geschworen, voll und ganz für ihre Tochter da zu sein und alle Vergnügungen auszuschließen....Wären da nicht ihre tollen Freundinnen,  allesamt taffe Frauen mit mega Selbstbewusstsein, die Sarah an besagtem Abend überreden mit in eine Bar zu gehen. Nach einem schnell organisiertem Babysitter und viel Überredung geht sie aufgebrezelt und voller Elan mit und begegnet dort Lars. Nach einem lustigen Zwischenfall mit einem anderen Barbesucher (Mr. Hüftleiden) haben die beiden nur noch Augen füreinander und es kommt, wie es kommen muss....es wird eine heiße und aufregende Nacht.Morgens schleicht sie aus der Wohnung, weil Sarah ist nicht das sexy Cowgirl, welches sie in der Nacht gegeben hat :) (glaubt sie) Durch gelungene Perspektivwechsel bekommt man mit, das Lars sie sucht, aber sie hat ihm natürlich einen falschen Namen genannt.Vier Wochen später steht er vor ihrer Tür und will (angeblich) ein DSL Kabel verlegen. Da begegnet er auch zum ersten Mal Lilly und ich muss sagen, das war eines der tollsten Kapitel in diesem Buch. Dieses Kind ist der Knaller !!! Sarah bekommt langsam mit, das Lars wirklich Agent ist und vor allem die Anziehungskraft auf beiden Seiten keinesfalls geringer geworden ist. Sie wird von da an immer tiefer in diese Agentengeschichte hineingezogen. Mit dem Ergebnis, das sie feststellt, für geheime Aktionen nicht geeignet zu sein. In diesem Buch vereint sich Humor mit Charme, Liebe und einer Portion Krimi zu einem rundum gelungenen Werk. Nach den ersten paar Kapiteln konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen und hab es in einem Rutsch durch. Ich hab so viel gelacht beim lesen. Die Autorin hat so tolle Spitznamen für alle ihre Protagonisten, die alle so wundervoll reinpassen :))Jana Herbst schreibt mit soviel Witz,der sich wunderbar in die Handlung einfügt,die Protagonisten sind sympathisch und aus dem Leben gegriffen, man fühlt sich gleich zuhause. Sie schreibt so leicht und eingängig, dass man glaubt, Teil ihrer Geschichten zu sein.Eine unbedingte Leseempfehlung von mir !!!!!  mit liebevollen 5 von 5 Sternen :)

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  • Baumwollschlüpfer sind das neue It-Piece

    Der Agent, meine Tochter & Ich

    lovelyliciousme

    28. February 2017 um 10:57

    Worum geht es in dem Buch? Sarah Wagner ist alleinerziehende Mutter von Lilly, Anfang dreißig, erfolgreiche „Neu“ - Kuratorin eines Museums, solide, organisiert und stets durchgeplant. Sie überlässt nichts dem Zufall! Sarah hat sich mit dem Leben zu zweit angefreundet und vermisst auch in diesem nichts. Doch manchmal kommt alles anders als gedacht. Denn eine Nacht in einem Club, eine durchtanzte Nacht, eine leicht angetrunkene Nacht bringt Sarahs verborgene Seite zur Geltung und ändert alles. Sie lernt in dieser Nacht Lars kennen. Sie die verruchte Sexshop Mitarbeiterin und er der Handwerker der Rohre verlegt. Sie verbringt eine leidenschaftliche Nacht mit ihm und diese scheint alles zu verändern. Sarah, schleicht sich heimlich am nächsten Morgen nach dem One Night Stand mit Lars aus seiner „Single“ Wohnung, um zu ihrem normalen Leben mit Lilly zurück zu kehren. Doch irgendwie lässt Lars sie nicht los! Etwas war bei diesem Sex anders. Es war nicht einfach nur ein One Night Stand. Es war mehr! Sarah versucht erfolgreich Lars zu vergessen, bis dieser 4 Wochen Später als Handwerker vor ihrer Tür auftaucht. Doch das alleine wäre nicht so schlimm, wenn er ihr nicht offenbaren würde, dass er eigentlich kein Handwerker ist, sondern Geheimagent. Ob Sarah nun will oder nicht, Lars bringt Chaos in ihr und Lillys Leben. Doch dieses Chaos scheint sie zu mögen… was sie nicht mag, ist Teil von Lars Mission zu werden. Egal ob durch Zufall, geplant oder unwissend…. Kann Lars beide beschützen? Und kann Sarah ihre Gefühle für Lars vergessen, denn es ist schließlich nur ein Auftrag und eine Mission? Wer ist Jana Herbst? Jana Herbst ist das Pseudonym von Claudia Giesdorf, die 1982 in Rheinland-Pfalz geboren wurde. Eine ihrer schönsten Kindheitserinnerungen ist das Klackern der Schreibmaschine, wenn ihr Opa etwas darauf geschrieben hat. Stundenlang stand sie vor dem Gerät, tippte wahllos auf Buchstaben und stellte sich vor, Schriftstellerin zu sein. Seit über zwanzig Jahren lebt sie nun in Berlin, mittlerweile mit Mann und Tochter, nach deren Geburt sie beschlossen hat, noch einmal zu studieren. Nun schließt sie bald ihr Studium der Klassischen Archäologie ab und weiß ziemlich genau was sie schreiben soll, wenn eine Tastatur vor ihr steht. Wie hat mir das Buch gefallen? Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich mich auf das Buch von Jana Herbst gefreut habe. Das Erste von ihr hat mir Lachtränen, Lachanfälle, Schmunzelattacken und unbeschreiblich tolle Lesestunden beschert. Daher war die Erwartungshaltung an dieses Buch nicht gerade gering! Bevor ich euch aber verrate, ob es alle meine Erwartungen erfüllt oder sogar übertroffen hat, rollen wir das Feld von vorne auf. Es geht in diesem Buch um die alleinerziehende Sarah Wagner. Von mir auch als das „Chamäleon“ bezeichnet. Sie ist ruhig, strukturiert, erfolgsorientiert, liebevoll und familienbezogen. Sie hat ihre 7- jährige Tochter Lilly „Die kleine Einstein Prinzessin“ alleine groß gezogen und parallel noch ihr Studium erfolgreich abgeschlossen und den Job als „Neu“ Kuratorin in einem Museum in Berlin erhalten. Ihr Ziel war es immer, das Beste für sich und Lilly zu geben. Sarah hatte es nie einfach. Sie wurde verlassen als sie schwanger war. Lilly ihre Tochter, ist eine kleine hochbegabte rosa liebende Persönlichkeit und steht für ihre Mutter an erster Stelle. Sarah würde für Lilly alles tun. Daher hat Sarah sich eine Persönlichkeit angeeignet die genau ihrem Lebensstil entspricht und solche „Sonderheiten“ wie Clubnächte, Abenteuer und One Night Stands ausschließt. Doch manchmal ist die Überredungskunst vom „Club der Löwinnen“, ihren erfolgreichen, kinderlosen Single Freundinnen größer und Sarah muss mit. In einer dieser Clubnächte lernt sie Lars „den blonde Thor“ kennen. Ganz ureigen und völlig gegen Sarahs Mentalität, wird aus der biederen Kuratorin plötzlich ein heißes Sexshop Verkäuferinnen -Cowgirl. Für Sarah öffnet sich eine zweite Seite ihrer Persönlichkeit, die sie in dieser Nacht nach Herzenslust auslebt. Sie verbringt eine heiße Liebesnacht mit Lars dem Handwerker in seiner Wohnung und schleicht sich am nächsten Morgen heimlich davon um in ihr Mama Dasein, in ihr geordnetes Leben mit Job und Kind zurück zu kehren. Doch sie kann diesen verdammt sexy Handwerker nicht vergessen. Aber sie muss einfach! Dieser steht 4 Wochen später zufällig vor ihrer Türe, da sie die Nachbarin von Lars neuer Mission ist. Zufall? Lars, der eigentlich kein Handwerker sondern Geheimagent ist, weiht Sarah in seine Mission ein. Plötzlich steckt diese mitten drin. Mitten drin im Gefühlschaos zu Lars und dem Beschützerinstinkt für Lilly?! Wird dies gutgehen und was passiert wenn Lars Mission vorbei ist?! Eine Story, die Spannung verheißen lässt, gespickt und gepaart mit sehr witzigen und vor allem lachkrampfartigen Szenen. Doch diese Story lebt vor allem von ihren Protagonisten. Sarah Wagner „Das Chamäleon“: Liebevolle Mutter, biedere Kuratorin, mit einer versteckten Persönlichkeit als Cowgirl. Sarah erlebt in diesem Buch eine Wandlung. Diese bringt ihre verborgenen Sehnsüchte, ihre verborgenen Wünsche und unterdrückten Gefühle zu Tage. Aber nicht nur das Dasein als Cowgirl steht im Vordergrund, sondern die Entwicklung dahin. Das loslassen, von alten Mustern, von organisiertem und von der stetigen Angst um Lilly. Lars „Der blonder Thor“: Geheimagent, doch gibt sich als Rohre verlegender Handwerker aus. Liebt sein Single Dasein und kann sich kein anderes Leben vorstellen. Doch seine Zeit als Geheimagent ist schon fast gezählt da er bald 40 wird und diesen Job nicht ewig ausüben kann. Lars selber, kann sich nicht vorstellen Kinder zu haben und mit diesen zusammen zu leben. Er wäre ein schrecklicher Vater, der nur Gute Nacht Geschichten kennt, bei denen es um Mord, Totschlag oder Sprengsätze geht. Doch was, wenn auch Lars ein anderes Leben kennen und eventuell lieben lernt? Was wenn er plötzlich auf Elsa „Die Eiskönigin“ trifft und diese nicht mehr missen will? Hier verrate ich nichts weiter…  Lilly „Die kleine Einstein Prinzessin“: Sie ist der Sonnenschein und der Lieblingsmensch von Sarah. Lilly die kleine 7 jährige Tochter, die mehr wissen besitzt als manch Erwachsener. Die kleine Einstein präsentiert dies auch stets ganz theatralisch, aber auf eine liebevolle Art und Weise. Sie verbreitet ihr Wissen mit ganz viel Humor und Charme, dass selbst ein Erwachsener ihr nicht böse sein kann, wenn sie diesen korrigiert! Sarahs Freundinnen „Der Club der Löwinnen“: Alle sind erfolgreich, alle sind Single, alle haben keine Kinder und alle wollen nur das eine! Party, durchtanzte Nächte, Sex ohne Verpflichtungen und am nächsten Morgen aufstehen und gehen. Freundinnen die man einfach gerne haben muss. Lieber als Freundin, als als Feind! Hier verrate ich nur soviel: Es gibt eine What´s app Gruppe… mit einem unsagbar genialen Namen und einer Kommunikation die ihres gleichen sucht! Hier heißt es sich überraschen lassen und einfach schmunzeln oder aus vollem Halse lachen. Tim Lehmann „Der Graue“: Er ist unscheinbar, fast schon unsichtbar! Warum wurde gerade er ausgewählt um das Verbindungsstück zwischen dem Täter und dem Opfer zu sein? Das Ganze wird stückchenweise aufgeklärt und fügt sich zu einem großen Puzzle zusammen. Franziska Lehmann alias Franzi alias „Die schwarze Witwe“: Tims zweite Frau! Doch was hat diese mit alledem zu tun?! Ich verrate es nicht… Und die anderen Protagonisten, die ich hier nicht erwähnt habe sind nicht minder wichtig…aber ich würde eindeutig zu viel preisgeben und zu sehr Spoilern, wenn ich es ausführlicher erwähnen würde. Die Hauptprotagonisten Sarah und Lars machen beide im Laufe des Buches eine Wandlung durch. Sarah wird offener, sie lernt ihre seit Jahren unterdrückte Seite besser kennen und lieben. Lars hingegen lernt etwas kennen, was er nicht mehr missen möchte, eine Familie. Die Frage ist, ist er bereit dafür alles aufzugeben?! Oder liebt er seinen Job zu sehr, als dass er schon in die offizielle Rente gehen möchte. Man wird sehen… Die Story, die diesem Buch zu Grunde liegt beinhaltet natürlich nicht nur die Romanze zwischen Sarah und Lars, sondern es geht vor allem um Artnapping. Artnapping ist eine Form der Erpressung. Bedeutet, das Entwenden von Kunst und die Androhung der Zerstörung dieser oder die Zahlung eines Lösegeldes, um das Kunstobjekt zu retten. Sieht so die „Neue“ Art der Geldbeschaffung aus?! Die Informationen die Jana Herbst in diesem Buch verarbeitet um sie dem Leser näher zu bringen sind phantastisch in die Geschichte integriert. Man erhält nie das Gefühl, man wird mit Informationen überfrachtet. Sie streut sie Häppchenweise in das Geschehene ein und verbindet diese harmonisch mit der Geschichte rundherum! So, dass eigentlich erst am Ende des Buches klar wird, um was es wirklich geht. Nur auf Umwegen kommt man ans Ziel! Ich persönlich liebe die Schreib- und Ausdrucksweise von Jana Herbst. Sie schreibt flüssig, unverschnörkelt, gradlinig heraus und schafft es immer wieder mit ihrer lockeren Art den Leser mitzureißen und zum Lachen zu bringen. Ihr Stil ist simpel, aber dennoch eingängig und unverwechselbar. Sie wechselt in dem Buch stets die ICH Perspektive. Sie erzählt jeweils aus der Sicht des Betreffenden (Lars/ Sarah) und gibt dem Buch daher eine ganz eigene Note. Man lernt die Gedanken der einzelnen Protagonisten kennen. Dadurch werden die beiden greifbarer und ihr Handeln erhält eine Tiefe, die der Leser wunderbar nachvollziehen kann. Vor allem aber erhält der Leser Einblicke in das Innerste und ihre Beweggründe. Ihre intimsten Gedanken und Sehnsüchte. Ob diese dennoch Aufschluss geben und am Ende zu einem Happyend führen wird nicht verraten. Diese Buch ist gespickt mit wunderbaren Szenen, die einem zum Schmunzeln aber auch gleichzeitig zum laut loslachen bringen. Gerade die Szenen in denen es um Lars und Lilly geht. Einfach wunderbar und herzlich, mit viel Empathie und ganz viel männlicher Phantasie. Solche Szenen beflügeln und geben dem Buch einen ganz eigenen Drive. Das eine oder andere wird man nur verstehen können, wenn man selber Kinder hat. Aber auch Kinderlose, werden ihren Spaß daran haben. Um es kurz zu machen…Ihr seht… ich schwärme!!!... Ich schwärme von Baumwollschlüpfern, Abführmitteln, Rohren, vollgekotzten Schuhen und noch vielem mehr! Die stellen müsst ihr selber finden…. Von daher kann ich nicht anders als 5 Herzen zu vergeben. Mein Fazit: Ein Buch welches man lesen muss. Welches einem an Regentagen die Sonne ins Herz zaubert. Welches einen zum Lachen, zum Weinen und zum gleichzeitigen laut losjohlen bringt. Ein Buch mit sehr sympathischen Protagonisten, die man vom ersten Moment gerne haben muss. Die mit viel Liebe, viel Ehrgeiz und ganz viel Sorgfalt zum Leben erweckt wurden, um den Leser glücklich zu machen. Dies ist mehr als gelungen! Eine Story, die mehr ist als nur eine Romanze… eine Story, die von Minute zu Minute an Spannung zunimmt und deren Ende selbst mich als Vielleser noch überraschen konnte. Besonders gut hat mir gefallen, dass Elias aus dem 1. Roman von Jana Herbst einen kleinen Gastauftritt hat und somit der Kreis zu Lars harmonisch geschlossen wurde… Ich liebe dieses Buch und kann es nur jedem von euch ans Herz legen! Es lohnt sich diese Reise nach Berlin anzutreten und in das Leben von dem Cowgirl Chamäleon, dem blonden Thor mit der kleinen Einstein Prinzessin einzutauchen! Viel Spaß dabei! XoXo Maren

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  • Die Wandlung der Sarah W.

    Der Agent, meine Tochter & Ich

    Gitta

    27. February 2017 um 16:32

    Ich danke dem Verlag @feelings.ebook von ganzem Herzen für die Möglichkeit, dass ich diesen Roman vorab lesen konnte. Sarah Wagner ist genauso, wie man sich eine Kuratorin eines Museums vorstellen mag: konservative Kleidung, konservatives Brillengestell, Ballerinas, um möglichst leise über den Fußboden im Museum huschen zu können, schlicht unauffällig zu sein. Es ist keineswegs so, dass Sarah Wagner, die Protagonistin in Jana Herbsts Roman „Der Agent, meine Tochter und ich“, daran etwas ändern möchte. Ihr Leben ist, als alleinerziehende Mutter ihrer hochintelligenten Tochter Lilly, mit ihrem Job mehr aus ausgefüllt. Einen Mann würde sie als störend empfinden, zumal sie ihrer Tochter keine wechselnden Männerbekanntschaften zumuten möchte. Also alles gut im Leben der Kuratorin und Mutter. Das Leben einer erwachsenen Frau, die Erfüllung ihrer sexuellen Bedürfnisse, vermisst sie nicht, diese hat sie an dem Tag tief in sich verschlossen, als sie sich für das heranwachsende Leben in ihrem Bauch entschieden hat. Nicht so ihre Freundinnen, die Sarah zu dem Jahrestag, den Mara, ihre beste Freundin, als solchen erkoren hat. Einfach so, ohne wirklichen feierwürdigen Grund, einfach nur, damit sie miteinander ausgehen. Sarahs Freundinnen haben alle Karriere gemacht, arbeiten in verantwortungsvollen Positionen oder sind ihre eigene Chefin, deren biologische Uhren einen eventuellen Kinderwunsch noch nicht durch lautes Ticken angezeigt haben. Mara organisiert für die Freundin einen Babysitter, ein raffiniertes sexy Outfit und sensationelle High Heels. Leicht angeheitert findet sich Sarah in einem Club wieder. Hier trifft sie auf Lars, einem Geheimagenten, dessen Organisation so geheim ist, dass niemand von ihr weiß, ungefähr so wie Aerea 51 keinem amerikanischen Präsidenten bekannt ist. Lars, der bald an die Altersgrenze zum dauernden Innendienst erreichen wird, macht sich seine Gedanken wie sein Leben dann aussehen wird. Es ist keineswegs so, dass Lars den Wunsch nach Frau und Kind in sich trägt, er stellt lediglich seine berufliche Situation in Frage: Auftrag – die Lage checken – Fakten sammeln – Killer sein oder nicht, auf jeden Fall aber die Aufgabe erledigen. Niemand weiß wer er ist, unerkannt kommt er und unerkannt verschwindet er wieder. Der Tod ist sein Geschäft. Das lässt ihn ein reales Leben vermissen, weil niemand ihn kennt, niemand weiß wie er im realen Leben wirklich heißt, ob er einen Kumpel hat oder nicht, ober er überhaupt ein privates Leben hat. Gut okay, an sexuellen Begegnungen hat es ihm nicht gemangelt, aber das war eben nicht alles. Er denkt darüber nach, sich jobmäßig umzuorientieren, sesshaft zu werden, gerne auch mit Frau, aber um Himmels Willen kein Kind, und schon keins, das klebrige Hände hat. Sein Nachbar an der Bar entdeckt Sarah und will sich sogleich an sie heranmachen, ohne zu akzeptieren, dass er nicht Sarahs Typ ist. Lars rettet sie, am Ende der Nacht, kurz vor dem ersten Schein des aufkommenden Morgens, nach einer Nacht voll unglaublichem Sex, wacht sie neben Lars in dessen Wohnung auf. Über ihre Identitäten lügen sie sich gegenseitig an. Sarah verlässt die Wohnung ganz leise und bleibt für Lars vorläufig verschwunden. Er bekommt einen neuen Auftrag, der verhindert, dass er weiter nach ihr suchen kann. Genau dieser Auftrag ist es, der Lars zu Sarah führt, die es inzwischen nicht geschafft hat, das, was Lars in ihr geweckt hat, zum Schweigen zu bringen, vergessen zu machen, zurück in ihr tiefstes Inneres zu schicken. Lars steht also vor ihrer Tür, da er ein DSL-Kabel im Garten reparieren muss. Einzig Lilly stellt das in Frage, weiß sie, dass DSL-Kabel von der Straße aus in die Häuser verlegt werden, aber davon nimmt Sarah keine Notiz und prompt landen die beiden Erwachsenen, nachdem Lilly tief und fest schläft, erneut im Bett. Lars gerät in einen Gewissenskonflikt, da Sarah letztendlich irgendwie in den Fall involviert wird, sich geradezu anbietet Lars zu unterstützen, da der Sohn ihrer Nachbarin ebenfalls involviert wird. Der kriminalistische Teil des Romans beginnt ins Rollen zu kommen und nimmt rasant Fahrt auf. Der Abend vor dem eigentlichen, vermuteten Anschlag, lastet auf den drei Menschen schwer, denn es wird gleichzeitig der Tag des Endes der Beziehung sein, da Sarah keinen Mann an ihrer Seite haben möchte, dessen zweiter Vorname Gefahr ist und der diese wie einen Rucksack, der sich nicht in eine Ecke stellen lässt, mit sich herumträgt. Lars kommt immer mehr zu der Erkenntnis, dass er ohne Lilly und Sarah, Sarah und Lilly nicht mehr leben will. Es gibt in dieser Sequenz alles, das ein Krimiherz höher schlagen lässt und dann scheint der Fall gelöst, der dann aber eine überraschende Wende nimmt. Das ist der zweite veröffentlichte Roman von Jana Herbst und übertrifft ihren schon sehr gelungenen Debutroman um Längen und ich frage mich heute schon, wie der dritte Roman werden wird. Nun liegt die Messlatte endgültig hoch! Ihr Schreibstil ist einfach wunderbar, sie zieht Vergleiche, die sowohl zum Schmunzeln anregen, beschreibt Szenen bei deren Vorstellung, ich in schallendes Gelächter ausgebrochen bin. Schon nach wenigen Minuten war ich mit der Protagonistin unterwegs, war Teil von ihr, habe ihre Welt mit ihren Augen gesehen, konnte mir ihre Gefühle sehr gut vorstellen. Sie ist, ohne es zu wollen aus ihrem Panzer, den sie sich freiwillig für ihr Kind angelegt hat, ausgebrochen, hat ihn mit der unerbetenen Hilfe von Lars gesprengt und ist als wunderschöne, begehrenswerte, junge Frau da herausgekommen. Ein Mann, der in einem gefährlichen Beruf geradezu namenlos Menschen sucht, auffindet, tötet, Anschläge und Straftaten verhindert, wenn es sein muss, selbst das Gesetz bricht, sucht sich selbst, möchte seinen Namen auch nach außen tragen. Durch Sarah und Lilly wird sein Wunsch verstärkt, endlich eine Entscheidung zu treffen. Der Roman liest sich wunderbar, flüssig geschrieben. Szenenbeschreibungen sind so plastisch, dass vor den Augen des Lesers und der Leserin ein plastisches, ein dreidimensionales Bild entsteht. Ich bin überzeugt davon, dass es genauso aussieht, wie die Autorin das wollte. Wortwahl, Vergleiche, die so treffend, manchmal gegensätzlicher nicht sein könnten manchmal so lustig sind, dass sie wie das Salz in der Suppe wirken. Ich bin begeistert. Hatte ich im ersten Roman der Autorin ein anfänglich problematisches Verhältnis mit der Protagonistin Anna, nimmt mich Sarah sofort an der Hand und zieht mich mitten ins Geschehen hinein und nimmt mich auf ihrem Weg mit und ich? Ich muss ihr willenlos bis zum letzten Wort folgen. Ich sehe in dem Buch einen absoluten Bestseller und das sage ich nicht, weil die Autorin meine Tochter ist, sondern weil ich überzeugt von diesem Roman bin. Danke nochmals an den Verlag, der mir die Möglichkeit gegeben hat, vorab zu lesen. An meine Tochter: Es war mir eine außerordentliche Ehre, dass Du mich in Deine Lesegruppe aufgenommen hattest.   

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  • Entspannt genießen

    Der Agent, meine Tochter & Ich

    ManuelaBe

    26. February 2017 um 15:44

    Der Agent, meine Tochter & Ich ist ein Roman der Autorin Jana Herbst. In dieser Geschichte geht es um Sarah Wagner, Kuratorin eines kleinen Museums, Anfang dreißig und alleinerziehende Mutter einer kleinen Tochter. Während einer Clubnacht mir Freundinnen lernt sie Lars kennen, charmant gut aussehend und athletisch, also der Traum von einem Mann. Sie verlebt eine abwechslungsreiche Nacht mit ihm und schlüpft am nächsten Morgen heimlich aus seiner Wohnung. Überraschend sieht sie ihn nach wenigen Wochen wieder und erfährt das er eigentlich kein Kabelverleger sondern Geheimagent ist. Plötzlich findet sich Sarah in einer aufregenden Geschichte wieder und weiß gar nicht wie tief sie in Lars Mission verstrickt ist. Der Autorin gelingt eine Mischung aus Agentenroman, Liebesgeschichte und Krimi gewürzt mit lebendigen Dialogen und witzigen Monologen der Akteure. Die Charaktere sind bis in die Nebenrollen gut angelegt und die Geschichte entwickelt sich stimmig mit gut eingestreuten Häppchen Komik und Gefühl. Die Wandlung der Protagonisten im Laufe der Geschichte ist gut nachvollziehbar und ich fand das Ende passend. Eine witzig romantische Geschichte die mich gut unterhalten hat.

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