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Jana Koch-KrawczakDu verreckst schon nicht!
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Du verreckst schon nicht!
Du verreckst schon nicht!
 (7)
Erschienen am 11.09.2013
Jana Koch-KrawczakDu verreckst schon nicht!: Wie mich meine Mutter in die Kriminalität und Prostitution trieb
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Du verreckst schon nicht!: Wie mich meine Mutter in die Kriminalität und Prostitution trieb

Neue Rezensionen zu Jana Koch-Krawczak

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Rezension zu "Du verreckst schon nicht!" von Jana Koch-Krawczak

Einblicke in eine unmenschliche Welt
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Mit 12 Jahren begeht Jana ihren ersten Selbstmordversuch. Ihre Eltern sind Alkoholiker und haben für ihre Tochter nichts übrig außer Beschimpfungen, Schlägen und Tritten Oft muss sie nachts vor der Wohnung auf der Fußmatte schlafen wie ein Hund. Jana schließt sich einer kriminellen Jugendgang an und liefert das erbeutete Diebesgut regelmäßig bei der Mutter ab, deren Respekt sie sich so zu erkämpfen versucht.......

 

Der Titel des Buches verrät schon wie hart der Inhalt des Buches werden wird. 

So grausam wie es auch ist ,Danke an Jana,  für den Glauben an sich selbst, eine bessere Zukunft, die Liebe und für den Mut, uns ihre Geschichte zu erzählen.


 

 

 

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Rezension zu "Du verreckst schon nicht!" von Jana Koch-Krawczak

ein ehrliches und sehr mutiges Buch
robbylesegernvor 5 Jahren

Eine junge Frau, geboren und aufgewachsen in Polen, z.T. in der Zeit nach der Wende, die für viele Familien Geldnot und Alkoholismus bedeutete. Jana erzählt ihre Geschichte schonungslos. Von den Erlebnissen mit ihren Eltern, die beide Alkoholiker sind. Der Alltag ist gekennzeichnet durch Schlägereien und gegenseitigen Beschimpfungen des Ehepaares. Jana wird entweder gar nicht wahrgenommen oder misshandelt. Schläge, kein Essen, Demütigungen. Erst als sie zu ihrer Großmutter flüchtet erlebt sie ein geregeltes Leben, Zuneigung und Verständnis. Doch als ihre Großmutter an einem Herzinfarkt stirbt, fängt das Grauen wieder von vorne an. Ihre Mutter hat einen neuen Mann und als ihre Stiefschwester geboren wird, erlebt Jana wieder Ignoranz, Vernachlässigung und Brutalität . Erst als sie sich einer Jugendgang anschließt und später als Prostituierte Geld verdient und dieses zum größten Teil ihrer Mutter gibt ,in der Hoffnung auf Anerkennung, sieht sie ein Lächeln auf dem Gesicht ihrer Mutter, dass aber mehr dem Geld gilt , als ihr.

Wie überlebt man ein solches Leben und bleibt dabei noch Mensch ? Diese Frage ist mir des öfteren durch den Kopf gegangen und die Frage, wieso das Jugendamt in solchen Fällen nicht eingreift. Haben Kinder keine Lobby ,weil sie noch zu naiv sind und glauben, dass sie selbst schuld daran sind , wenn die Eltern sie nicht mögen ?
Ich finde es sehr mutig von Jana ihre Geschichte hier aufzuschreiben und ich kann mir vorstellen, dass dieses Buch vielleicht auch Frauen lesen, die ähnliches erlebt haben und vielleicht ein bisschen Auftrieb bekommen, weil sie merken, sie sind nicht allein. Das Lesen dieses Buch kostet Kraft, wahrscheinlich genauso wie das Schreiben. Das was man liest ,lässt sich nicht so schnell verdauen und hallt lange nach. Ich habe ich es an einem Tag durchgelesen, weil ich wissen wollte, wie Janas Geschichte endet und habe mich sehr über das Ende gefreut.

Ich habe volle Hochachtung vor dieser Frau, die ihr schweres Schicksal meisterte und trotzdem noch den Weg ins " normale " Leben zurück gefunden hat.

Ich wünsche Ihnen Jana und ihrer Familie alles erdenklich Gute .

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anushkas avatar

Rezension zu "Du verreckst schon nicht!" von Jana Koch-Krawczak

Geschichte berührt, Stil eher nicht
anushkavor 5 Jahren

Jana hat eine sehr schwierige Kindheit mit einer Mutter (und manchmal auch einem Vater), die sie vernachlässigt, körperlich misshandelt und psychisch fertig macht. Von klein auf wünscht sich Jana nichts mehr als Liebe und Geborgenheit, die sie eine Zeit lang von ihrer Großmutter erhält, sie danach aber wieder bei ihrer Mutter suchen muss. Da Jana ihrer Mutter nichts recht machen kann und es nur eines gibt, das sie zufriedenstellen würde - nämlich Geld - gleitet Jana erst in die Kriminalität und dann in die Prostitution ab.

Der vorliegende Lebensbericht ist erschütternd und zeigt auf, was das Verhalten der Eltern mit einem Kind anrichten kann. Dementsprechend nimmt die Beschreibung der seelischen Grausamkeiten und der Kindheit im Allgemeinen auch den größten Teil der rund 200 Seiten ein. Klappentext und Beschreibungen im Internet versprechen etwas mehr, doch erst rund 50 Seiten vor Ende des Buches gerät Jana in die Prostitution. Und ob man sie so richtig als Zwangsprostitution bezeichnen kann? Auf jeden Fall ist sie es nicht im klassischen Sinn, denn Jana tut es, um ihre Mutter mit dem Geld zufriedenzustellen. Leider vertraut sich die jugendliche Jana ihrer Mutter auf der verzweifelten Suche nach Mitgefühl an. Mit diesem Wissen wird sie dann jedoch im Gegenzug von ihrer Mutter erpresst und weiter zur Geldbeschaffung gezwungen. Die Zuhälter scheinen Jana jedoch den Umständen entsprechend ordentlich zu behandeln, zumindest schildert Jana nichts Gegenteiliges.

Es ist immer schwierig, eine Biographie zu beurteilen, möchte man über das Buch, aber nicht den Lebensstil oder die Entscheidungen der jeweiligen Person urteilen, in deren (Extrem-)Situation man sich meist gar nicht hineinversetzen kann. Ich versuche also, mehr den Stil und das Formelle und weniger den Inhalt zu beurteilen. Das Buch reiht sich in zahllose ähnliche Berichte über (Zwangs-)Prostitution aus Sicht der Betroffenen ein, denen immer auch ein Eindruck von Voyeurismus seitens der Leserschaft anhaftet. Dahingehend macht dieses Buch einen Bogen um Details, was einerseits recht angenehm ist. Andererseits wird dieser Teil von Janas Leben wirklich sehr kurz - im Vergleich zur Buchbeschreibung - abgehandelt. Auch hatte ich den Eindruck, dass der Stil mit zunehmender Seitenzahl immer oberflächlicher und einfacher wurde. Auch die Flucht nach Deutschland ist sehr knapp abgehandelt. Kausalitäten und Gedanken werden immer eindimensionaler dargestellt und bei mir kam das Gefühl auf, dass das Interesse der Autorin (Ghostwriterin?) zum Ende hin schwand. So konnte mich das Buch insgesamt nicht 100%ig überzeugen, wenn auch die Darstellung der psychischen Auswirkungen in der Kindheit gut gelungen sind.

Insgesamt ein Buch, das nicht ganz hält, was es verspricht und das die ernsten Thematiken hätte detaillierter und tiefgehender aufgreifen können. So aber blieb mir das Buch vom Stil her zu oberflächlich.

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