Jana Revedin

 3,8 Sterne bei 178 Bewertungen
Autorin von Der Frühling ist in den Bäumen, Flucht nach Patagonien und weiteren Büchern.
Autorenbild von Jana Revedin (© privat / Quelle: Styria Books)

Lebenslauf

Jana Revedin, geboren 1965 in Konstanz, ist Architektin und Schriftstellerin. Die Verfasserin von Standardwerken der Architekturtheorie hat sich auf die Reformarchitektur der Moderne spezialisiert. Nach ihrem Studium in Buenos Aires, Princeton und Mailand promovierte und habilitierte sie an der Universität Venedig. Heute ist sie ordentliche Professorin für Architektur und Städtebau an der Ecole spéciale d’architecture Paris. Sie lebt in Venedig und in Wernberg, Kärnten. www.revedin.com

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Jana Revedin

Cover des Buches Flucht nach Patagonien (ISBN: 9783746639307)

Flucht nach Patagonien

 (63)
Erschienen am 17.05.2023
Cover des Buches Der Frühling ist in den Bäumen (ISBN: 9783351041922)

Der Frühling ist in den Bäumen

 (69)
Erschienen am 15.08.2023
Cover des Buches Jeder hier nennt mich Frau Bauhaus (ISBN: 9783832165369)

Jeder hier nennt mich Frau Bauhaus

 (24)
Erschienen am 29.04.2020
Cover des Buches Margherita (ISBN: 9783746639413)

Margherita

 (16)
Erschienen am 11.04.2022
Cover des Buches Den Haselweg hinauf (ISBN: 9783222133978)

Den Haselweg hinauf

 (1)
Erschienen am 15.01.2013
Cover des Buches Frau hinter Hecken (ISBN: 9783222134418)

Frau hinter Hecken

 (1)
Erschienen am 08.01.2014
Cover des Buches Gärten in Kärnten (ISBN: 9783853667507)

Gärten in Kärnten

 (0)
Erschienen am 01.01.1995
Cover des Buches Flucht nach Patagonien (ISBN: 9783961054787)

Flucht nach Patagonien

 (3)
Erschienen am 16.08.2021

Neue Rezensionen zu Jana Revedin

Cover des Buches Der Frühling ist in den Bäumen (ISBN: 9783351041922)
meisterlampes avatar

Rezension zu "Der Frühling ist in den Bäumen" von Jana Revedin

Der Frühling ist in den Bäumen
meisterlampevor 5 Monaten

Inhalt siehe Klappentext.
Ich habe in einem Artikel der Aufbau Verlage über Jana Revedins Buch "Der Frühling ist in den Bäumen" gelesen, die Autorin kannte ich bis dato nicht. Der Roman spielt in den 1950er Jahren am Bodensee, alles spielt sich an einem Tag ab, dem 1. Mai 1953, der Reninas Leben komplett verändert. Sie gründet die erste Frauenzeitschrift Deutschlands, "Lady", ihr Ehemann Fred, ein Doktor der Atomphysik, der sich für sehr überlegen hält, formt seine Frau seinem knappen Jahr so, wie er sie gerne für sich und die Öffentlichkeit haben möchte und schreckt dabei vor nichts zurück. Die an sich starke Renina, die aber noch weiteres Potential hat, muss erkennen, dass sie schon länger sein Opfer ist und als sie ihm ihre Entscheidung über die Zukunft mitteilt, rastet er aus...
Mehr möchte ich zum Inhalt nicht verraten, dafür gibt es den Klappentext. Ein etwas zäher Start, dann wird es einfacher und besser zu lesen. Mir kommt zu viel "Pferd" vor, aber gut, gehört zur Story und Entwicklung dazu. "Der Frühling ist in den Bäumen" hinterlässt gemischte Gefühle bei mir, ich kann mich nicht entscheiden, gefällt mir das Buch oder war es OK zum Lesen, allerdings geht es zum Ende nochmal richtig zur Sache. Vor mir gibt es 3-3,5 Sterne.

Cover des Buches Der Frühling ist in den Bäumen (ISBN: 9783351041922)
Sikals avatar

Rezension zu "Der Frühling ist in den Bäumen" von Jana Revedin

Schicksalhafte Wendungen
Sikalvor 5 Monaten


Konstanz, 1953: Die junge Journalistin Renina gründet mit ihrer „Lady“ die erste Frauenzeitschrift Deutschlands und geht mit Begeisterung und großer Motivation ans Werk. Es scheint, ihr Berufsleben ist von Erfolg gekrönt. Doch leider hat sie im Privatleben weniger Glück. Ihr Ehemann Fred, Doktor der Atomphysik und Neffe von Marlene Dietrich, stellt sich als gewaltbereit heraus und zwingt sie zu diversen sexuellen Handlungen.

 

Doch wie es manches Mal eben so ist, bringt der berühmte Tropfen auch bei Renina das Fass zum Überlaufen. Sie stellt ihr Leben infrage und wagt einen ungewöhnlichen Schritt.

 

Renina ist eine außergewöhnliche Frau, die nicht nur mit ihrer Lady das neue Rollenverständnis der Frauen aufzeigen möchte und zu ungewöhnlichen Themen greift. Auch im Privatleben zeigt sie, dass auch Frauen sich aus einer Abhängigkeit emanzipieren können. In den 50er Jahren war das noch eine Entscheidung, die Wellen schlug.

 

Die Protagonistin ist einerseits eine toughe junge Frau, die sich der neuen Frauenrolle verschreibt und andererseits dieses unterwürfige Frauchen. Wir dürfen dabei sein wie sich Renina entwickelt und zu einer eigenständigen Persönlichkeit wird. Mit allen Höhen und Tiefen durchlebt sie dieses Loslösen und Neuerfinden. Die Unterstützung ihrer Familie ist ihr gewiss was so manche Entscheidung sicherlich erleichtert hat.

 

Ein außergewöhnlicher Roman mit einer wunderbaren Sprache und tiefgründigen Einblicken in das Leben der Frau in den 50er Jahren. 4 Sterne

Cover des Buches Jeder hier nennt mich Frau Bauhaus (ISBN: 9783832165369)
Martinchens avatar

Rezension zu "Jeder hier nennt mich Frau Bauhaus" von Jana Revedin

Ise Frank, die Frau an Gropius' Seite
Martinchenvor 5 Monaten

Am 28. Mai 1923 lernt Ise Frank den Architekten und Bauhaus-Gründers Walter Gropius kennen, als dieser an der Technischen Hochschule Hannover sein neues Konzept vorstellt, offensichtlich wenig mitreißend. Obwohl sie nur wenig mit ihm gesprochen hat, ist sie von ihm fasziniert. Gropius spürt, dass Ise die Frau ist, mit der er seine Idee vervollkommnen kann.

Jana Revedin, Jahrgang 1965, ist Architektin, Schriftstellerin und ordentliche Professorin für Architektur und Städtebau an der Ècole Spéciale d'Architecture Paris. Der vorliegender Roman ist ihr Debüt, inzwischen folgten weitere Veröffentlichungen.

Dieser biografische Roman umfasst nur wenige Jahre aus dem Leben von Ise Frank, die jedoch zu ihren wichtigsten, vielleicht die wichtigsten waren. Ise Frank oder Ise Gropius ist heute weitgehend unbekannt, auch für diejenigen, die sich näher mit der Geschichte des Bauhauses befassen. Sie führte ein selbstbestimmtes Leben als Buchhändlerin und Rezensentin in München, als sie Gropius traf. Sie ist sich bewusst, dass er ein notorischer Frauenheld ist, dennoch heiratet sie ihn. Ise ist das, was man heute Netzwerkerin nennen würde. Sie nutzt ihre Kontakte sehr erfolgreich, denn sie lebt die Bauhaus-Idee. Und sie unterstützt als gleichberechtigte Partnerin die am Bauhaus arbeitenden Künstler und Studierenden mit kreativen Ideen und ihrem Enthusiasmus. So ist sie z.B. von Marcel Breuers Idee der freischwingenden Stahlrohrmöbel überzeugt und lässt ihn Lösungen finden.

Fiktives wird sehr geschickt mit historischen Fakten verbunden. Nicht nur die bekannten Namen werden genannt, auch einige weniger oder unbekannte Persönlichkeiten tauchen auf. Interessant sind einige Verbindungen, so z.B. die Freundschaft mit Gussi, Konrad Adenauers Frau, der zum damaligen Zeitpunkt Oberbürgermeister von Köln war.

Jana Revedin spricht natürlich auch die politischen Dimensionen an, die Verlegung des Bauhauses von Weimar nach Dessau, ebenso wie die Tatsache, dass Gropius unter dem Druck der Politik die Leitung des Bauhauses abgeben musste. In meinen Augen kommt die Tatsache, dass Walter Gropius zwar die Frau gleichberechtigt am Bauhaus arbeiten und studieren lassen wollte, die Praxis jedoch etwas anders aussah. Dies lässt sich zwischen den Zeilen herauslesen, vor allem deshalb, weil nur Gunda Stötzl als Leiterin der Textilwerkstatt Erwähnung findet. Der Name ihrer Vorgängerin, die bei der Verlegung nach Dessau ausschied, wird nicht genannt.

Der Roman schließt mit einem kurzen Ausblick auf die Zeit nach 1928 und der Emigration in die USA. Wenn man sich vor Augen führt, dass Ises Texte unter Gropius' Namen erscheinen mussten, wird klar, warum der Name Ise Frank oder auch Ise Gropius nahezu unbekannt ist. Auch aus diesem Grund ist die vorliegende Romanbiografie unbedingt lesenswert.

Fazit: ein biografischer Roman über eine engagierte, kreative, starke Frau, der gleichzeitig eine Hommage an das Bauhaus ist.

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