Jana Seelig

 4 Sterne bei 41 Bewertungen
Jana Seelig

Lebenslauf von Jana Seelig

Jana Seelig wurde 1988 in Gelnhausen geboren und ist Bloggerin der ersten Stunde. 2006 startete sie, inspiriert von der Serie „Sex and the City“, ihren ersten Webblog. Heute bloggt sie auf „I say Shotgun“ über Mode, Kosmetik, Lifestyle, Essen und ihren Wohnort Berlin. Ende 2014 zog sie das Interesse der Öffentlichkeit auf sich, als sie auf Twitter öffentlich über ihre Depressionserkrankung schrieb. Seitdem ist die regelmäßig zu Gast in Radio und TV-Sendungen. 2015 erschien ihr erstes Buch „Minusgefühle“, in dem es um ihr „Leben zwischen Hell und Dunkel“ geht.

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Neue Rezensionen zu Jana Seelig

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michelles-book-worlds avatar

Rezension zu "Minusgefühle - Mein Leben zwischen Hell und Dunkel" von Jana Seelig

Minusgefühle
michelles-book-worldvor 6 Monaten

Bei dem Buch hatte ich ehrlich gesagt ein paar Schwierigkeiten um in das Buch überhaupt rein zukommen. Die Kapitel sind zwar alle aneinander gereiht, aber für mich war das teilweise alles schwer nach zu vollziehen, weil  die Kapitel (für mich) durcheinander waren. Aber so ist auch die Depression - durcheinander. Dennoch fand ich das Buch ganz gut. Einige Kapitel waren kürzer, dafür waren andere Kapitel länger. Mich persönlich hat das jetzt nicht gestört. Der Schreibstil ist sehr flüssig, also das Buch ist gut lesbar und wenn man sich dahinter hängt hat man das auch in ein paar Tagen durch gelesen. Ich glaube ich habe 3 oder 4 Tage für das Buch benötigt. 
Bei diesem Buch sollte man aber auch immer im Hinterkopf behalten, dass es eine wahre Geschichte ist und das sie nicht erfunden ist. Dieses Buch basiert allein auf der Geschichte der Autorin. Das Buch würde ich auch Menschen empfehlen, die sich für dieses Genre interessieren. 
Ich gehe seither mit meiner Erkrankung offener um gegenüber anderen, aber auch mir gegenüber.
Erzähle davon um es zu entstigmatisieren um, ja vielleicht sogar, aufzuklären?!

Jana hat es geschafft die Krankheit und das Gedankenkonstrukt dahinter deutlich und verständlicher und vor allem greifbarer für diejenigen zu machen die es interessiert und sich nicht scheuen sich genauer zu informieren.
Es ist so einfach abzuwinken ohne wirklich nach zu denken. Sie macht deutlich, dass es bei Depressionen nicht einfach nur um ein Gefühl der Traurigkeit geht, eben halt #notjustsad !!!!!
Danke für deine Ehrlichkeit und deinen Mut diese Krankheit zu entstigmatisieren!!!

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Der_Buchdraches avatar

Rezension zu "Minusgefühle - Mein Leben zwischen Hell und Dunkel" von Jana Seelig

Ein wichtiges Buch über eine ernste Krankheit
Der_Buchdrachevor 8 Monaten

Warnung! Im Folgenden wird die psychische Erkrankung Depression behandelt, damit verbunden auch u.a. Suizidalität und SVV.

»Die Depression aber ist ein mieses Arschloch, das auch vor den größten Verantwortungen im Leben nicht halt macht.« (S. 109)

2015 schrie Jana Seelig in die Welt hinaus, was es heißt, an einer Depression erkrankt zu sein, einer Krankheit, die als Volkskrankheit Nr. 1 gilt und über die noch immer so viel Unwissen und Falschwissen kursiert, dass auch heute noch ein großer Nachholbedarf besteht. Ihr Buch »Minusgefühle – Mein Leben zwischen Hell und Dunkel« trägt seinen Teil zu dieser Aufklärung bei.

»Minusgefühle« ist ein Buch, das mich von der ersten Seite an angesprochen hat. Es gab einfach so viel, wo ich da saß, nickte und sagte: »Ja. So ist es!« Denn ich kann sehr gut Jana Seeligs Situation nachvollziehen. In unserer Gesellschaft ist es nicht leicht, an einer Depression erkrankt zu sein, das Stigma psychisch erkrankter Menschen ist immer noch stark. Es handelt sich dabei eben nicht um einen Schnupfen oder gar einen Beinbruch, man sieht die Krankheit nicht. Dabei ist es eben nicht mit einem »Dann reiß dich mal zusammen, dann wird das schon!« oder einem »Dann fahr halt mal für zwei Wochen in den Urlaub!« getan. 

Man kann ein junger, dynamischer Mensch wie Jana Seelig sein, gute Noten, Erfolg im Job, in der Liebe, im Privaten haben, aber eine Depression macht davor nicht halt. Man steigert sich da nicht rein. Man ist nicht aufmerksamgeil. Man braucht nicht nur mehr Ablenkung und weniger Stress. Man kann sich auch nicht einfach zusammenreißen. Man springt da auch nicht auf einen Hypetrend auf. Man muss auch nicht »einfach nur« positiver denken. Denn »einfach nur« ist nichts an dieser Erkrankung.

»Warum kann ich nicht einfach einen Hirnturmor haben?« (S.25), fragt sich die Autorin. Eine Frage, die sich wahrscheinlich viele Erkrankte stellen. Mit einem Hirnturmor scheint man als Erkrankter viel akzeptierter zu sein – und vor allem bekommt man wesentlich schneller Hilfe. Therapieplätze für psychisch Erkrankte sind auch heute noch, 2018, heiß begehrt und viel zu rar, da die Krankenkassen, die Plätze der niedergelassenen Therapeuten künstlich beschränken. Neulich gab es im Spiegel (Nr. 11 10.3.18) einen guten Artikel zu dem Thema, in dem geschrieben stand, dass jeder Therapeut täglich 33 Stunden arbeiten müsste, um alle Erkrankten behandeln zu können.

Dabei ist Jana Seelig nicht immer auf den Mund gefallen. Sie spricht die Dinge an, wie sie sind, nimmt sich dabei nicht immer selbst ernst, denn so kann man immer noch am besten dem Schrecken dieser Erkrankung begegnen.

Dem Text ist eine Triggerwarnung vorangestellt und sie ist sehr angebracht. Es werden neben der psychischen Krankheit selbst auch unter anderem Drogen- und Alkoholmissbrauch, psychische und körperliche Gewalt, Suizidalität und selbstverletzendes Verhalten thematisiert. Daher sollte man das Buch nur lesen, wenn man weiß, dass diese Themen einen nicht triggern. Was mich aber noch zu einem anderen, allgemeinerem Punkt bringt: Ist es echt so schwer, nicht einfach vor jeden Roman eine Triggerwarnung zu setzen, in dem sensible Themen behandelt werden? Es wäre so einfach! »In diesem Buch werden psychische Erkrankungen behandelt.« Damit wäre es doch schon getan! Ich vermisse das so sehr in so gut wie allen Romanen. So eine Triggerwarnung spoilert nicht, macht das Lesen für viele Menschen um einiges leichter.

Man muss es eigentlich nicht noch einmal groß betonen: »Minusgefühle« ist ein sehr empfehlenswerter Text, wenn es darum geht, einen Einblick in das Leben eines an Depression erkrankten Menschen zu erhalten, wie es ist, mit dieser Krankheit zu leben, und was es heißt, damit sein Umfeld zu meistern. Ein Leben mit Depression ist möglich, man braucht nur ein wenig mehr Hilfe.


Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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AngiFs avatar

Rezension zu "Minusgefühle - Mein Leben zwischen Hell und Dunkel" von Jana Seelig

Ein Leben mit der Depression
AngiFvor 2 Jahren

In ihrem Buch „Minusgefühle“ erzählt die Autorin Jana Seelig ihren Weg mit der Depression zu leben. Sie beginnt damit zu versuchen zu beschreiben, warum sie vor Jahren mit Twitter den Weg in die Öffentlichkeit suchte, um über ihre Erkrankung zu sprechen. Was mit einer Diskussion zwischen ihr und ihrem damaligen Freund begann, nahm quasi über Nacht immense Ausmaße an. Der Hashtagg #notjustsad wird noch immer ausgiebig genutzt und ist für viele eine erste Anlaufstelle.


Jana Seelig berichtet über erste nicht zuzuordnende Symptome, über Zusammenbrüche, letztendlich der Diagnose selbst und ihren Umgang mit der Erkrankung Depression. Aber sie berichtet auch von Reaktionen der Ärzte bis zu nicht immer positiven Stellungnahmen von ihr nahestehenden Personen wie Freunden und Verwandten. Mit dem Erkennen, wer zu ihr hält und wer nicht, hat sie sich letztendlich auch von „Nichtfreunden“ befreien müssen. Wobei eine Veränderung jeglicher Art gerade bei depressiven Menschen nicht einfach ist. Die Autorin schreibt über Behandlungswege, die sie für sich gewählt hat. Sie schreibt außerdem über Minusgefühle, die trotz dem Wissen um die Diagnose und der Einnahme von Medikamenten nicht einfach verschwinden, sondern weiterhin zum Alltag eines Erkrankten gehören, mal mehr und mal weniger.


Das Buch lässt sich hervorragend lesen, da Jana Seelig mit einer gewissen Spur Humor und Ironie schreibt, sofern es das schwierige Thema denn zulässt. Ich als selbst Betroffene habe auch für mich selbst wieder einmal neue Erkenntnisse aus den Schilderungen ziehen können, nämlich, dass ich anscheinend schon viel länger an der Krankheit leide als bisher angenommen. Demnach begann die Depression bei mir bereits im Teenageralter erste Symptome zu zeigen.


Ein wichtiges Buch, dem ich natürlich fünf von fünf möglichen Sternen vergebe und das ich absolut weiter empfehle, an interessierte Leser, aber auch an Betroffene und Angehörige, nicht als Therapieversuch, jedoch zur Hilfe des Verstehens einer schwierigen Erkrankung, die noch immer einen negativen Touch in unserer Gesellschaft verbreitet.

http://angisbuecherkiste.blogspot.se/2016/11/minusgefuhle-von-jana-seelig.html

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Gespräche aus der Community

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Tasmetus avatar

Sprachgewaltig und kompromisslos ... 

... beschreibt Jana Seelig ihre Krankheit - Depression. Sie will nicht mehr nichts fühlen, sie will nicht immer wieder erklären, wie es sich anfühlt, sie will einfach nur wieder leben, die ganze Palette an Emotionen spüren. Sie beginnt, im Internet über ihre Krankheit zu schreiben und ist bald dafür bekannt, offen über Depression zu sprechen. Jetzt ist ihre lang erwartete Biographie endlich erschienen und wir laden euch ein, über das Buch zu diskutieren.

Stellt eure Fragen an die Autorin und gewinnt mit etwas Glück eins von fünf Exemplaren von "Minusgefühle"!

Mehr zum Buch:
Jana Seelig hat im Netz herausgebrüllt, was es heißt, depressiv zu sein, und ist damit zu einer starken Stimme vieler Betroffener geworden. In »Minusgefühle« beschreibt sie ihre Niederlagen, ihre Chancen, ihre Traurigkeit und ihren ständigen Kampf gegen die Krankheit. Sie erzählt, was man fühlt, wenn man nichts fühlt. Davon, wie es ist, wenn man alles Mögliche versucht, um überhaupt etwas fühlen zu können: Alkohol, Sex, Drogen ― der Versuch, so viel es geht zu leben, kostet sie genau so viel Kraft wie die vielen Erklärungen für Nichtbetroffene. Sprachmächtig und kompromisslos schreibt sie über die Depression, die ein Teil ihres Lebens ist ― aber ihr Leben nicht mehr bestimmt.

Mehr zur Autorin:
Jana Seelig wurde 1988 in Gelnhausen geboren und ist Bloggerin der ersten Stunde. 2006 startete sie, inspiriert von der Serie „Sex and the City“, ihren ersten Webblog. Heute bloggt sie auf „I say Shotgun“ über Mode, Kosmetik, Lifestyle, Essen und ihren Wohnort Berlin. Ende 2014 zog sie das Interesse der Öffentlichkeit auf sich, als sie auf Twitter über ihre Depressionserkrankung schrieb. Seitdem ist sie regelmäßig zu Gast in Radio und TV-Sendungen.

Zusammen mit dem Piper Verlag verlosen wir unter allen Fragestellern 5 Exemplare von "Minusgefühle"! Wenn ihr eines der Bücher gewinnen wollt, benutzt bitte den blauen "Jetzt bewerben"-Button und stellt darüber eure Frage. Wenn ihr nur eine Frage stellen möchtet, ohne euch für eines der Exemplare bewerben zu wollen, schreibt einfach einen neuen Beitrag.

Wir wünschen euch einen interessanten Fragefreitag mit Jana Seelig!


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Minusgefühle auf Facebook: https://www.facebook.com/minusgefuehle?fref=nf
Minusgefühle auf Twitter: https://twitter.com/minusgefuehle
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